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 John und Sherlock Nebenplay

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Sherlock Holmes
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~Der Charakter~ : Mein Name ist Sherlock Holmes und ich bin 32 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in genau dieser Stadt. Beruflich bin ich Beratender Detektiv. Außerdem bin ich bekannt als das unangenehmste, rüdeste, ignoranteste und alles in allem widerlichste A*schloch dem zu begegnen jemand das Pech haben kann. Aktiv im Inplay? Ja


BeitragThema: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jun 20, 2014 6:14 pm

Sherlock und John leben zusammen in der 221b Baker Street.

(Weitere Beschreibung wird folgen)

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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jun 20, 2014 8:49 pm

Die Sonne brannte vom Himmel, die Luft flimmerte, windstille.
Gekürzte Hose, Pflaster am Zeigefinger, selbstgekürzt. Gesäßbereich angeschuppert-Langes Sitzen. Ein… Nein, Zwei Katzen, eine Schildpattfarben und eine Schwarz. Ein Kater, eine Katze. Unruhig, die Adern an der Hand treten auf diese Art hervor. Eine Frau, aber… Geschieden. Tragische Geschichte mit Affaire. Sie, nicht er. Er würde sich das nicht trauen, sie musste dagegen Hausdrache sein. Journalist, aber gerade im Stillstand, nichts, worüber man schreiben kann, eine Beförderung steht nicht in Sicht, aber das Gehalt war auch nicht das Beste. Es gab halt nichts, worüber man schreiben könnte. Und das ist das Problem. Sherlock löste sich von dem Fenster und ging zur Couch, wo er sich, in einer fast eleganten halben Drehung, auf das Polster fallen ließ.
Es war hart in seinem Rücken, aber er blendete die Schmerzen aus, so wie er es meistens schaffte, sämtliche Gefühle auszublenden. Alle, außer einem. Der Langeweile.
Der Detektiv schielte zu seiner Pistole, die dort auf dem Couchtisch lag, wie als sei sie eine Fernsehzeitschrift oder irgendetwas anderes, dass jeder normale Mensch auf dem Couchtisch liegen hatte.
Es lag fiel auf dem Tisch, aber Sherlock Holmes war kein normaler Mensch.
Neben einer Kaffeetasse, in der ein Auge trieb, lagen dort duzende von Mappen, Papieren und Unterlagen, eine Flasche gelbes Graffiti und die bereits genannte Waffe.
Im Moment war es dem Detektiven so langweilig, dass er mit dem Gedanken spielte, sie aufzuheben und damit nach etwas zu schießen, nur um für einen Moment die beißende Eintönigkeit zu vertreiben.
Aber sie lag so auf dem Tisch, dass er hätte aufstehen müssen, und das schien gerade so schwer, wie es sein musste, einen Lastwagen hochzustemmen. So viele Muskeln mussten Bewegt werden- Das war Sherlock dann doch zu viel Aufwand.
Also musste er einfach da liegen, atmen und hoffen, dass etwas passierte.
Im Moment hätte er sogar mit Mycroft Schach gespielt. Und das sollte schon was heißen, nach dem kleinen Streit, den die Holmes-Gebrüder neulich gehabt hatten.
Wo war eigentlich John?
Sherlock schaffte es, unter Mühen, den Kopf zu bewegen und sah sich um. Er hätte deduzieren können, wo John war, oder zumindest ob er da gewesen war, aber er wusste nicht, was John heute trug, und das machte es komplizierter.  Trotzdem konnte der Detektiv sehen, dass das Polster von dem Sessel, den John immer benutzte, leicht eingedrückt war.
Also musste der Arzt hier gewesen sein. Sherlock zog die Stirn in stummer Überlegung kraus.
Wann war das denn gewesen? Eigentlich hatte er gedacht, den ganzen Morgen allein gewesen zu sein…
Dann war er das halt nicht gewesen… In einer schlappen Bewegung ließ er den Arm zum Tisch fallen, sodass er ein paar Unterlagen über einen Teller mit einer unerkenntlichen Substanz oben drauf schieben konnte. Er wusste zwar, dass es zu spät war, aber immerhin musste John es nicht zweimal sehen. Zumal es begann zu riechen und Sherlocks Kamerad nie besonders viel von dessen Experimenten gehalten hatte.
Das letzte, was der Consulting Detective nämlich wollte, war, dass er den Tag allein verbringen musste. Wem sollte er denn vorwimmern, dass es nichts zu tun gab?
Wie hieß es doch so schön? Geteiltes Leid-Halbes Leid und Frei nach diesem Sprichwort versorgte Sherlock John auch immer mit den feinen Informationen über seinen langsam schimmelnden Kopf. So fühlte es sich nämlich für Sherlock an- Wie, als würde sein Kopf schimmeln, sein Verstand siechte dahin und am Ende würde er sein wie all die anderen. Das musste Langsam sein. Aber auch entspannend…
Der Detektiv zog die Schlaufe seines Morgenmantels enger und verschränkte die Arme, dann zog er die Beine an und drehte sich auf die Seite.
Der Geruch von Leder stieg ihm in die Nase, der Stoff direkt vor seiner Nase.
Er bildete ein paar Deduktionen, aber verwarf sie schnell, weil sie langweilig waren- Langweilig wie alles andere.
Wie trocken sein Mund war merkte er erst, als er schluckte und er griff nach der Tasse Kaffee.
Ohne sich aufzurichten nahm er einen Schluck und stellte sie dann wieder weg.
Das Aroma war wirklich gut. Irgendwie anders als sonst.
Wie hatte er das jetzt wieder hinbekommen?
Sherlock war aber zu faul, um nachzuschauen.
"Langweilig." Wimmerte er in sich hinein wie ein kleiner Junge, dann rollte er sich so sehr zusammen, wie es nur ging.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jun 20, 2014 11:49 pm

John lag wach in seinem Bett. Seit Tagen fand er schon keinen Schlaf mehr, brachte seine Augen höchstens für ein paar Stunden zu, nur um sich danach wieder in seine trostlosen, dunklen Schlafzimmer wiederzufinden. Ihn plagten die Albträume aus seiner Zeit in Afghanistan. Aber nicht nur die hielten ihn Nacht für Nacht wach. Nein. Auch die Sorge um Sherlocks langweile und den damit verbundenen Experimenten ließen ihm keine Ruhe finden. Ihr Küche sah jetzt schon so aus, als würde sie im Chaos zu versinken drohen. In ein paar Tagen konnte man vor lauter Experimenten gar nicht mehr eintreten, dessen war John sich sicher. Sie brauchten dringend eine Aufgabe oder einen Fall. Irgendetwas womit sie sich beschäftigen konnten. Damit John wieder etwas mehr Schlaf finden würde, da er sich um irgendwelche Experimente keine Sorgen mehr machen müsste, weil Sherlock dann einen Fall hätte, der ihn beschäftigte. Der ehemalige Militärarzt ließ ein leidendes stöhnen von sich, drehte seinen Kopf in Richtung des Weckers. 5 Uhr zeigte dieses Ding an. Und schon seit 23 Uhr lag er wieder wach. "So kann es doch nicht weitergehen. Wir brauchen dringend einen Fall," murmelte John matt, richtete sich auf, schlug seine Bettdecke und schob sich bis zum Rand der Bettkante vor. Dort vergrub er sein Gesicht in seine Hände, und rieb sich seine müden Augenlider. Danach bewegte er sich lustlos auf seinen Kleiderschrank zu und zog unter anderem ein weiß blau kariertes Hemd und deine dunkle Jeanshose heraus. Damit marschierte er aus seinem Schlafzimmer Richtung Badezimmer. Dort angekommen unterzog er sich erst mal einer ordentlichen Katzenwäsche. Was hieß, dass er duschte, danach seine frische Kleidung anzog, Zähne putzte und seine Haare mit einem Handtuch trocken rubbelte. Nun stand er vor dem Spiegel und sah sich an. „Ach her je, wir werden doch heute nicht zum Opa?“ fragte John mit wenig Sarkasmus in seiner Stimme. Dabei sah er besonders seine dunklen Ringe unter seine Augen an. Innerlich konnte er sich Sherlocks blicke und seine Deduktionen schon wieder vorstellen. Doch darauf hatte er heute noch weniger Lust, als einkaufen zu gehen. Denn ein Einkauf war mal wieder bitter nötig. Sie hatten so gut wie nichts im Kühlschrank, außer vielleicht irgendein Experiment von Sherlock. John strich sich seine Haare einigermaßen glatt, beförderte dann seine Schlafkleidung samt Handtücher in den Wäschekorb und verließ das Badezimmer. Mit wenig Enthusiasmus ging er die Treppenstufen nach unten. Von Sherlock war bis jetzt noch nichts zu hören. Ob er endlich vor lauter langweile eingeschlafen ist? Dies würde wohl weniger der Fall sein. Denn Schlaf war bei Sherlock wie ein Wunder, das selten vorkam. Unten angekommen warf der Arzt einen kurzen blick ins Wohnzimmer. Nein, der Consulting Detective schlief definitiv nicht. Er stand am Fenster und schien irgendetwas oder irgendjemanden beobachten. Wahrscheinlich deduzierte er wieder irgendjemanden, um sich seine Zeit zu vertreiben, dachte John und hinterließ nichts desto trotz einen „Guten Morgen“ gruß an Sherlock, wohlwissend, dass der angesprochene darauf nicht reagieren würde. Watson machte sich weiter auf den Weg in die Küche. Dort traf ihn fast der Schlag, als er nicht nur Experimente auf dem einstigen Küchentisch, sondern teilweise auch auf dem Boden sah. Hier muss unbedingt aufgeräumt werden, schoss es dem Doktor erneut durch den Kopf. Mit einem weiteren seufzen, bahnte er sich einen Weg durch die Küche zum Kühlschrank, wo er das einzig Essbare daraus hervorholte und ein Experiment im Kühlfach ignorierte. Ein Marmeladenglas und ein Toast mussten für sein heutiges Frühstück ausreichend sein. Mehr war ja nicht mehr da. John bestrich mit einem Messer seinen Toast mit einer dicken Schicht Himbeermarmelade. Mit dem Teller in der Hand ging er dann ins Wohnzimmer und ließ sich schwerfällig auf seinen geliebten Sessel sinken. In einer Hand den Teller in der anderen Hand sein Toast, biss er von diesem ab. Da der Küchentisch ja bereits ´belegt´ war, musste John eben ohne auskommen. Während er sich voll und ganz seinem Frühstück widmete, versuchte er ein Gespräch mit Sherlock anzufangen. „Gibt es irgendetwas Neues?“fragte John also nach. Doch dieses Gespräch scheiterte kläglich, denn Sherlock war mal wieder so in seinen Gedanken, dass er von ihm nicht mal Notiz nahm. Dann nicht, dachte sich John. Sein blick fiel auf den Küchentisch, auf dem neben einer Spraydosen und einigem Papierkram auch ein Teller stand. Ein Teller dessen Inhalt wieder eindeutig nach einem von Sherlocks Experimenten aussah. Jetzt verteilt er hier schon seine Experimente. Die Küche war ja nicht ausreichend, dachte sich John und beendete nach zehn Minuten sein Frühstück. Den Teller stellte er auf die Küchentheke und suchte nun nach einem Kuli und Notizzettel, was bei all dem Chaos alles andere als leicht war. Doch trotz allem konnte er endlich seinen Notizen für seinen Einkauf auf einen Zettel schreiben. Mal sehen, was brauchen wir alles? Eier, Bacon, neuen Toast, Milch, Teebeutel…
In weiteren 10 Minuten hatte er seinen Einkaufszettel vervollständigt. Dennoch sah er nochmals auf, als er seinen Zettel vom Block riss. „Brauchen Sie irgendwas, Sherlock?“ rief er ins Wohnzimmer. Doch wie erwartet erhielt der Arzt auch diesmal keine Antwort, wie meistens in letzte Zeit. „Das wird noch ein langer Tag…“murmelte John und betrat den Flur um seine Schuhe anzuziehen. Seine Jacke würde er heute nicht brauchen, denn gestern hatte der Wetterbericht bereits eine Hitzewelle angekündigt. Mit einem letzten prüfenden Blick auf seine Armbanduhr, die ihm 7 Uhr anzeigte, verließ er die Wohnung. Allerdings nicht ohne Sherlock hinterherzurufen, dass er die Küche aufräumen sollte, bis er wiederkam. Auch hier zweifelte der Arzt, ob Sherlock seine Worte überhaupt wahrgenommen hatte. Dennoch war es ein Versuch wert. John machte sich auf den Weg nach unten, während er darüber nachdachte, vor dem Einkaufen noch ein wenig im Park spazieren zu gehen. Vielleicht würde ihm das ein wenig Ruhe verschaffen.
Punkt 9 Uhr betrat John wieder die gemeinsame Wohnung. Vollbeladen mit mehreren Einkaufstüten betrat er die Küche. Natürlich hatte Sherlock ihn nicht gehört und deshalb auch nicht aufgeräumt. Wie sollte es auch anders sein? John schob genervt ein paar der Experimente am Tisch zur Seite um dort seine Tüten abzustellen. „Vielen Dank auch für die Hilfe!“knurrte John in Richtung des Wohnzimmers. Ob sich Sherlock endlich mal zu einer Antwort durchringen konnte?
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 21, 2014 11:16 am

Wäre da nicht seine Beherrschung wäre Sherlock zusammengezuckt.
John war wieder da? Seit wann?
Seit einem sehr kurzen und sehr unangenehmen Nickerchen auf der Couch, das übrigens auf dem Boden davor geendet hatte, hatte Sherlock nicht mehr still gestanden.
Wie ein Raubtier, dass man in einen viel zu engen Käfig gesperrt hatte war er auf und ab gelaufen, die Arme auf dem Rücken verschränkt, den Oberkörper leicht nach vorne gebeugt. Ganz eindeutig: Sherlock Holmes war kurz vorm explodieren.
Und die entsetzliche Hitze machte es nicht besser! Sherlock trug den Morgenmantel und nur ein kurzärmliches T-Shirt, dazu die Schlafanzug Hose und dennoch fühlte es sich an, als würde er brodeln.
Was man anhand der anderen Tatsachen ja nur bestätigen konnte.
Der Consulting Detective unterdrückte sich die Frage, welche Hilfe er denn geleistet hätte, und drehte sich um.
John, Küche, Experimente= Sarkasmus und die Bitte aufzuräumen. Schoss es ihm durch den Kopf, aber er ignorierte es soweit. Im Moment interessierte nur John.
Viele Deduktionen über den Arzt erschienen vor den Augen des Detektives, unter anderem alt bekannte, aber auch neue. Die Augenringe reizten den Betrachter im Moment am meisten.
Seit er sich umgedreht hatte stand Sherlock wie zur Salzsäule erstarrt, nur um seinen Mitbewohner und die Küche mustern zu können. Jetzt riss er sich von der verkrampften Position los und ging- und das erforderte schon ungemeine Willenskraft- zu John.
Einkäufe. Wie spät war es? Wann machten die Läden auf?
Anhand von Johns Schuhsohle erkannte Sherlock ungenau, welches Waschmittel für den Boden benutzt war. Eines mit Zitronenduft, ein wenig haftender als andere. Außerdem hatte John sich ein-, zweimal recken müssen, um nach etwas greifen zu können. Mal sehen, ein Supermarkt mit hohen Regalen, der erst kurz vor Johns Ankunft aufgemacht haben muss, vor dem Betreten der Kunden durchwischte und dabei ein Citrus-Waschmittel benutzte. Ach ja, und zu dem man mit dem Taxi musste.
Dass Sherlock für diese Deduktionen einmal in die Hocke hatte gehen müssen, dazu einen tiefen Atemzug getan hatte und eine kurze Zeit nur Johns Oberteil am Schulterbereich gemustert hatte berührte den Consulting Detective nicht und John musste halt damit klar kommen. Und bis jetzt war das doch nie ein Problem gewesen.
Sherlock war noch nie, wenn es nicht für einen Fall von Nöten oder auch sonst nicht ausweichbar war, im Supermarkt gewesen, also war seine Deduktion somit fast unnötig. Er konnte sie einfach nicht zuordnen. So wusste er auch nicht die Öffnungszeit und konnte somit nicht berechnen, wie spät es war.
"Wie spät ist es?" Die Frage kam ziemlich überraschend, nachdem der Detektiv einfach stumm neben seinem Mitbewohner gestanden hatte und die Fakten zusammengerechnet hatte.
Aber Sherlock wartete nicht auf eine Antwort. Wenn John noch antwortete war ja gut, wenn nicht war auch egal.
Gedankenverloren schob der Detektiv ein Experiment von links nach rechts und ging dann ins Wohnzimmer, um sich den Kaffee zu holen.
Über sich selbst überrascht hatte er beschlossen ein wenig aufzuräumen, wenn es denn das einzige war, was er jetzt tun konnte, aber vorher wollte er noch etwas trinken.
Der Kaffee war schon kalt, nicht erfrischend kalt, wie es vielleicht angenehm gewesen wäre, sondern lauwarm-kalt und während Sherlock wenig genießerisch trank schwappte etwas gegen seine Lippe.
In den Gedanken, es sei wohl etwas geronnene Milch oder etwas Derartiges stellte er die Tasse einfach auf den letzten freien Platz des Experimentier… Also, des Küchentisches und begann ein paar Unterlagen zu durchsuchen.
Dass es in Wahrheit das Auge war, das ihm so einfach gegen den Mund geschwungen war, wusste er nicht, aber sonderlich berührt hätte es ihn auch nicht.
Die Unterlagen waren sowieso spannender. Oder zumindest versuchte Sherlock sich das einzureden, damit er nicht noch verrückter wurde.
Interessiert blickte er eine der Akten durch und warf sie schließlich auf die Anrichte. Dass dort eine der Mappen hinab fiel und ihren prallen Inhalt in der Küche ausbreitete interessierte den Detektiven wie zu erwarten nicht.
"Sie sehen müde aus." Versuchte er dann ein wenig Konversation zu starten.
"Ein bisschen…" Er hob den Blick nicht von der Mappe, als er nach seiner Tasse griff und einen kräftigen Schluck nahm. "...Verkrampft. Läuft es nicht gut mit der Freundin?"
Nicht, dass Sherlock das interessiert hätte. Nicht, dass er wüsste, ob John überhaupt eine Freundin hatte. Er hatte die Deduktion einfach hinaus gefiltert, als er sich seinen Mitbewohner angesehen hatte.
Er musste sich sogar schon zurückhalten um nicht etwas von Manipulierbarkeit und Menschliches Versagen zu murmeln.
Nun denn, diese Mappe gehörte also zu dem Glas mit der sechs.
Vorsichtig drehte der Detektiv die Gläser, bis er ein Glas mit einer aufgezeichneten sechs fand.
Etwas, das Sherlock nicht identifizieren konnte trieb darin herum. Es war nichts Organisches, das stand fest, aber was es war konnte Sherlock nicht erkennen. Verwirrt schaute er in seine Mappe.
Das Ding musste schon seit einem halben Jahr hier stehen…
Besser, John fand das nicht heraus.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 21, 2014 1:00 pm

Bereits als er seinem Mitbewohner mit einer Portion Sarkasmus und den Worten ´Vielen Dank auch für die Hilfe´ mitgeteilt hatte, dass er wieder da war. Begann John die Einkäufe dort hinzupacken, wo sie hinkamen. Die Lebensmittel für den Kühlschrank hatten daher auch oberste Priorität, dann würden die Konservendosen und Trockenprodukte in der Küche verstaut werden. Schon beim ausräumen der ersten Tüte hatte sich Sherlock erstaunlicherweise von seinem Platz, welcher dieser auch immer im Wohnzimmer gewesen sein mag, in die Küche umgewandt. Dort blieb er allerdings einfach stehen und musterte John. Natürlich, der Herr hat wieder jemanden zu deduzieren, dachte sich John. Dies hielt ihn aber auch nicht davon ab, die Lebensmittel im Kühlschrank zu verstauen. Ein wenig Obst, wie Orangen, Bananen und auch ein paar Erdbeeren fanden ihren Platz in dem fast leeren Kühlschrank. Danach waren die Eier an der Reihe, die er schön in ein Seitenfach im Kühlschrank einsortierte. „Was?“ fragte John fast schon verblüfft und sah kurz von seinem Einsortieren auf. „Sie fragen nicht ernsthaft, wie spät es ist? Können Sie das nicht deduzieren?“ Erst meinte der Arzt, Sherlock würde sich einen Scherz erlauben. Während er weiterhin die Eier einsortierte, kam er allerdings darauf das Sherlock und Scherze ebenso wenig zusammenpassten wie ein T-Shirt und Ohrenwärmer. „Wir haben jetzt Zehn nach Neun,“ informierte John den Detective über die aktuelle Uhrzeit, als er einen Blick auf seine Armbanduhr warf. Nach dem letzten Ei, fing er an drei Milchtüten weiter unten im Kühlschrank zu verstauen. Als er nach der dritten Milchtüte griff, warf einen kurzen Blick in die Kaffeetasse, von der Sherlock zuvor noch einen Schluck genippt hatte. Überrascht sah er ein Augen seelenruhig in der braunen Brühe schwimmen. Johns Mundwinkel verzogen sich zu einem grinsen. “Schmeckt der Kaffee?“ fragte er daher locker, während er die letzte Milchtüte einräumte und sich den Joghurts widmete, um auch für diese einen Platz in dem Kühlschrank zu finden. Zufrieden stellte Watson fest, dass sich Sherlock auch mal ansatzweise zum Aufräumen durchringen konnte und jetzt seine Experimente musterte, sowie in ein paar Akten dazu las. Wahrscheinlich wollte er feststellen, was der Inhalt der Gläser auf dem Tisch wohl einst gewesen waren. Nachdem eine Einkaufstüte leer war, wandte er sich dem Trockenvorrat zu und verstaute diesen in den Küchenschränken, wobei er beinahe über eine Akte am Boden gestolpert wäre. Mit einer hochgezogenen Augenbraue und einem weiteren seufzen begutachtete er den Inhalt der Akte, die halb in der Küche verteilt war. Doch diese einfach aufzuheben, daran dachte John nicht. Schließlich war es eine von Sherlocks Akten und somit sein Problem, sowie er für seine Experimente zu sorgen hatte, dass diese endlich vom Tisch verschwanden. „Ich glaube, eine deiner Akten hat sich selbstständig gemacht,“ lies er daher nur eine Anmerkung auf den Akteninhalt am Boden verlauten und  achtete darauf, nicht auf eines der Blätter der Akten zu steigen, somit fuhr er fort, die Konserven in die Schränke einzuräumen. Eine stille breitete sich in der ganzen Wohnung aus. Die fast schon beruhigend wirken konnte, abgesehen von der Arbeit hier in der Küche. Daher erstaunt John auch die plötzliche Feststellung von Sherlock, dass er müde aussähe. War dem Consulting Detective etwa schon so langweilig, dass er ein Gespräch zu starten versuchte? Nun, John konnte es nur recht sein. So würde man sich auch mal wieder unterhalten und das sogar über ein ganz menschliches Thema. Wobei wir beim nächsten Punkt wären. Sherlock stellte ernsthaft die Frage, wie es mit seiner Freundin lief? Ok, das war bei Sherlock höchst selten. Während sich der Arzt den letzten Einkäufen widmete, verkniff er sich eine Bemerkung, dass seine letzte Freundin, wegen die ganzen Experimenten und dieser Unordnung hier Schluss gemacht hatte. Aber nicht nur allein deswegen, sondern auch, weil er ihren Namen wohl mal mit dem Namen einer Freundin zuvor verwechselt hatte. Wenn John genau darüber nachdachte, so war seine letzte Freundin überhaupt nicht die richtige für ihn. Zwar legte er selbst auch einen gewissen Wert auf Ordnung und Sauberkeit, aber seine Freundin war in den Themen noch sensibler als er. Genau genommen musste Sherlock als nicht wissen, warum sich Johns Freundin von ihm getrennt hatte. „Waren einfach lange Nächte,“ gab er auf die erste Feststellung von Sherlock zurück. „Und ich wüsste nicht, was Sie meine Beziehung zu Jenny angehen würde,“ fügte John  noch hinzu und hielt einen Moment inne, als er die letzte Konservendose an ihren Platz stellte. War Jenny nicht die Freundin vor seiner letzten Freundin?  Da ging das Problem schon wieder, er hatte keine Ahnung, wie seine ehemaligen Freundinnen hießen. So viele Beziehungen gingen schon zu Bruch, unter anderem auch wegen der Unterstellung er würde viel mehr Zeit mit seinem Mitbewohner, als mit ihnen verbringen. Dabei fand er selbst die Unterstellungen als unnötig. Schließlich hatte man wenig Zeit für Privatleben, wenn Sherlock mal einen seiner großen Fälle hatte. Irgendwann würde die Richtige schon kommen. Da war sich der Arzt sicher. „Verkrampft bin ich auch wegen ihren Experimenten. Es wird höchste Zeit, dass sie mal Ordnung auf unserem Küchentisch schaffen,“ erklärte John und entsorgte die Einkaufstüten in den dafür vorgesehenen Mülleimer. Danach begab er sich zurück ins Wohnzimmer und nahm seinen Laptop von der Sessellehne. Diesen klappte er auf und wartete auf das allzu bekannte Startsignal. „Und was haben Sie heute den ganzen Vormittag getan? Leute vom Fenster aus beobachtet?“ fragte John und loggte sich ein um sich seinem Blog zu widmen. Seit dem letzten Fall hatte er nichts mehr in seinen Blog gepostet. Doch was gab es auch zu posten? Genau genommen nichts. „Gibt es denn nicht irgendjemanden, der Sie auf ihrer Website kontaktiert hat? Irgendein kleinen Fall mit dem Sie sich beschäftigen können?“ stellte John die Frage um das Gespräch weiterzuführen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 21, 2014 2:24 pm

Sherlock legte die Stirn in Falten. "Zehn nach neun?" wiederholte er und schaute John an als sei er ein Geist. Als er das letzte Mal auf die Uhr gesehen hatte war es drei Uhr gewesen, er hatte im Wohnzimmer gesessen und mit dem Gedanken gespielt, sich einen Kaffee zu machen.
Vor seinem inneren Auge lief alles ab, was er in der Zeit getan hatte. Eigentlich nichts anderes, als auf dem Sofa liegen, wild auf und ab gehen, ein paar mal Passanten Deduzieren und sich über Langeweile beschweren, aber trotzdem war es seltsam- Ihm kam es vor, als seien Jahre elender Qualen und Schmach vergangen und gleichzeitig nur eine, höchstens zwei Stunden.
"Ich war fast davor, es deduziert zu haben, aber ich bin auch nur ein Mensch, John." Murmelte er und trank noch ein wenig. Als er einen Schluck genommen hatte behielt er die Tasse in der Hand und starrte gerade aus, ohne etwas anzuvisieren.
"Der Kaffee ist gut. Ich kann mich dunkel erinnern einen ebenso Guten getrunken zu haben, aber ich weiß nicht mehr wann."Sherlock trank noch ein wenig und behielt es im Mund um es auszukosten. Wirklich komisch, das war doch sein normaler Kaffee, schwarz, mit zwei Stück Zucker… In dem Moment fiel Sherlock ein, dass das vorhin keine geronnene Milch sein konnte. Er trank seinen Kaffee nie mit Milch.
Verwirrt sah er hinab in die Tasse und schaute in das Auge.
Typisch Holmes nahm er es mit einem einfachen Blick, schmatzte kurz leise und nahm dann noch einen Schluck. Da John ihn darauf angesprochen hatte musste er es wissen. Sherlock warf ihm einen kurzen Blick zu und wandte sich dann wieder dem Tisch zu.
Auf die Bemerkung seines Mitbewohners über die Mappe wank er nur kurz ab und machte damit weiter, ein Ergebnis aufzuschreiben, damit die Mappe endlich wegkonnte.
"Machen sie öfter." Murmelte er nur abwesend.
Lange Nächte? Sherlock sah alarmiert hoch, bemerkte und deduzierte dann aber, dass John Bedeutung A meinte, die da hieß: Schlafstörungen. Wahrscheinlich aufgrund der fehlenden Action in seinem Leben. Nur zu gut wusste der Detektiv, dass John auf so etwas getrimmt war. Wenn er nichts zu tun hatte, dann ging es ihm schlecht, er erinnerte sich an den Krieg und damit an die Aktivitäten, die er dort so zahlreich hatte und das nahm ihm den Schlaf.
Bei Sherlock war es doch nur zu ähnlich, nur dass er nie in einen Krieg verwickelt war. Nicht, dass er das wollte, nein, dass war wirklich nicht nach seinem Geschmack, aber etwas zu tun brauchte er auch.
Das war es wohl, was die beiden so perfekt zusammenpassend machte. Das, und dass John Sherlock ausgleichte. Alles brauchte eine Gegenseite, sonst würde der Detektiv zusammenbrechen.
Genie- Weniger Genie. Distanziert und kalt- Eine gute Seele. Klug- Mutig. Watson hatte genau die Eigenschaften, die Sherlock brauchte um bestehen zu können. Er war unerlässlich. Auch wenn er manchmal einfach zu langsam war, die falschen Deduktionen machte, unerlässliche Punkte übersah oder sich manipulieren ließ. Und da waren wir wieder bei den Freundinnen, Sherlock dachte kurz darüber nach, was John gesagt hatte.
"Nun ja…" begann er dann und warf die soeben fertig gewordene Mappe sachte zu den anderen. "Mal ganz davon abgesehen, dass sie fast täglich in der Baker Street herumlungerte," Er zog eine neue Mappe zu sich. "Ab und an etwas zu Essen mitbrachte," unter zwei Tellern fand er einen Bleistift. "Meine Experimente durcheinander brachte," er begann eine Skizze zu zeichnen, "sich dauernd über mich lustig machte" er drückte mehr auf, seine Hand verkrampfte sich "und Sie und Jenny andauernd im Weg standen." Die Miene brach ab und kullerte über das Blatt. Heftig legte Sherlock den Bleistift auf die Unterlage.
Er warf John strafende Blicke zu, als der im Wohnzimmer verschwand.
Vielleicht war John nicht froh darüber, wenn seine Freundinnen ihn verließen. Aber war Sherlock denn glücklich, wenn die seine ganze Arbeit vernichteten? Die letzte war die Schlimmste bis jetzt gewesen! Ob sie nun Jenny hieß oder nicht (so sicher war sich Holmes dabei nämlich nicht). Einmal hatte er sogar Zigaretten-Asche auf seiner Leber im Kühlschrank gefunden! Das hatte die doch absichtlich gemacht! Dass der Detektiv sofort wusste, von welcher Zigarettenmarke diese Asche gewesen war, machte es auf keinen Fall besser.
Der Detektiv atmete noch einmal durch, dann verschwand er im Bad und danach in seinem Zimmer.
Wenig später kam er, gewaschen, ordentlich rasiert, in einen ordentlichen Anzug mit einem beigen Hemd und schwarzer Hose und mit zwei Nikotin-Pflastern auf dem Unterarm, versteckt durch den Ärmel, ins Wohnzimmer.
Dass der Küchentisch nur mäßig aufgeräumt war ignorierte er, stattdessen nahm er sich den Notenblock und einen Stift zur Hand und setzte sich in seinen Sessel.
Johns Frage nahm er mit einem Schnaufen hin.
"In der Tat, ein wenig. Es ist besser als diese Langeweile. Und wahrscheinlich angenehmer für ein paar andere Leute, die sich über Schüsse in der Tapete aufregen." Sherlock warf dem Arzt über den Block hinweg böse Blicke zu, wie als würde er ihn dafür verantwortlich machen, dass so etwas im Verruf bei normalen Leuten war.
Er hatte gerade einen Takt geschrieben und wollte nach der Violine greifen um ihn auszuprobieren, da kam Johns Frage.
"Doch." Sagte er dann finster. "Alles langweilig. Nichts, aber auch wirklich nichts Spannendes!"
Mit einer apathischen Bewegung griff er nach zwei Briefen, beide aufs brutalste aufgerissen und danach lustlos auf den Tisch gepfeffert.
"Ein vermisster Hund und ein Diebstahl." Meinte er dann und man hörte deutlich, wie wenig ihn das reizte. "Ich bin doch keine Nanny, die sich um die kleinen Wehwehchen irgendwelcher kleiner…" Er suchte nach einem Ausdruck, "Kinder kümmern muss."

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 21, 2014 4:25 pm

John lauschte noch kurz, was Sherlock bezüglich seiner letzten Freundin sagte. Konnte das sein, dass Sherlock wütend über Jennys Art war? Der Arzt überlegte und wiederholte ein paar Szenen davon im Kopf. Ja es stimmte, dass Jenny häufig die Experimente von ihm durcheinander gebracht hatte, auch konnte er sich daran erinnern, dass sie den Consulting Detective oft mit etwas aufzog, auch was sein mangelndes Wissen über das Sonnensystem anging. Der Arzt grinste kurzzeitig darüber. Ja, konnte gut möglich sein das Sherlock seine letzte Freundin überhaupt nicht mochte. John begann all die Kommentar unter seinen letzten Posts zu lesen. Letztendlich war Jenny, wenn sie denn wirklich so hieß, einfach nicht die richtige gewesen und darunter zog er einen Schlussstrich. Als der Consulting Detective kurzzeitig im Bad verschwand, drehte sich John leicht in seinem Sessel und warf einen Blick auf den Küchentisch. Ein wenig ordentlicher sah dieser aus, aber auch nur ein klein wenig. Naja, John würde eventuell später noch mal ein bisschen aufräumen, aber jetzt nicht. Dafür hatte er auch schlicht und ergreifend keine Lust, zumal es ja nicht sein Kram auf dem Tisch war. Sein blick glitt zurück zu seinem Laptop, wo er jede einzelnen Kommentar unter seinem letzten geposteten Fall, von Sherlock und ihm, musterte. Watson hatte diesen Fall der Sternengucker genannt. Zwar nicht sehr einfallsreich, aber ihm gefiel es, auch weil der Name einfach passte. In ihrem letzten Fall, der jetzt wirklich schon eine weile zurücklag, wurde ein Mann in seinem Zimmer tot aufgefunden. Ermordet, wie sich herausstellte. Der Mann lag neben einem Fernrohr, von dem man aus seinem Fenster die Sterne beobachten konnte. Die Tat geschah an einer Nacht, in dem die Sterne und der Mond eine besonders Konstellation bildeten und diese Konstellation half später auch bei der Aufklärung dieses Falles. Ihr letzter Fall war zwar nervenauftreibend, aber sie hatten wenigstens etwas zu tun. Und nun gab es, laut Sherlock, schon seit Tagen keinen einzigen richtigen Fall. John seufzte. Es war draußen heiß, dabei war es noch nicht mal Mittag. Während der Arzt die Kommentar unter seinem letzten Post las, stülpte er sich die Ärmel seines Hemdes ein Stückweit nach oben. Molly, Greg und noch ein paar andere ´Fans´ seines Blogs hatten Kommentare dazu abgeben.

Mike Stamford schrieb Gestern um 00:10 a.m.:

Was ihr beide nicht so alles erlebt! Wann bekommen wir was neues zu lesen?


John wunderte sich, dass sein alter Studienfreund schon so früh am Morgen wach war oder aber so spät noch wach war. Schmunzelnd begann er seine Antwort zu schreiben: Es kommt was neues zu lesen, wenn wir einen neuen Fall haben. Doch bis jetzt ist einfach tote Hose.
Danach scrollte er weiter die Kommentar hinunter. Wirklich interessantes war aber nichts mehr dabei, was eine sofortig Antwort verdient hätte. John sah auf, als der Detective komplett angezogen das Wohnzimmer nach einigen Minuten wieder betrat und sich samt Zettel und Stift in seinen Sessel gegenüber John Platz nahm. Wenigstens fängt er an zu komponieren. Das ist zumindest ein besserer Zeitvertreib, als unsere Küche ins Chaos zu stürzen, dachte sich der Arzt, widmete sich wieder seinem Laptop und rieb sich über die müden Augen. Als Sherlock auf seine Frage vorhin genehmigte zu antworten und John die bösen Blicke vom Consulting Detective auffing, fing er an zu schmunzeln. Typisch Sherlock, ist beleidigt, wenn man sich über Schüsse in der Wand aufregt, kam dem Arzt ein erneuter Gedanken, bevor er auf Sherlocks Antwort konterte:„Diese Leute haben auch ein Recht, sich über Löcher in der Wand aufzuregen.“ Als John nach einer Zeit die nächste Frage stellte, während er die News im Netz durchlas, erhielt er auch prompt eine Antwort. Watson sah erneut auf und beäugte die bereits nicht sehr sorgsam geöffneten Briefe. John stellte sich Sherlock kurzzeitig als Nany vor, mit einem Häubchen auf dem Haupt, wie es Kindermädchen früher hatten. Automatisch fing John erneut an zu schmunzeln. „Nein, du bist nur gelegentlich Consulting Detective und bei langweile wie ein Kind,“ erklärte er mit einem kurzem Räuspern um sein schmunzeln verstummen zu lassen. Erneut wandte er sich seinem Laptop zu. Dort hatte er gerade die Seite des Wetterberichts geöffnet und studierte diese Aufmerksam. Am späten Nachmittag ist also mit starken Gewittern zu rechnen. Na, wenigstens muss man dann nicht mehr diese Hitze ertragen, dachte sich John und wandte sich erneut an den Consulting Detective, der unbeirrt weiterkomponierte. „Lestrade hat sich auch nicht gemeldet, wegen eines Falls, an dem er sie hinzuziehen würde?“ stellte Watson nach einer längeren Zeit eine weitere Frage. Anscheinend machten die Verbrecher wohl wirklich mal eine Pause.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 21, 2014 5:37 pm

Sherlock war nun etwas weitergekommen. Eine schnelle Melodie, unterbrochen von einzelnen Ausfällen von Tragik und Melancholie. Sein Leben quasi, in Musik. Mal die aufregenden Erlebnisse, die Fälle, das Adrenalin, dann die Stagnation, der Stillstand, in dem sich nichts machen ließ.
"Ich bin kein Kind, John." sagte er, griff nach dem Radiergummi dass wie eine Krone auf dem Berg von Unordnung saß und radierte die zuletzt eingetragenen Noten. "Ich bin eine Maschine. Man muss mir etwas zu arbeiten geben, sonst gehe ich kaputt."
Verbissen dachte er darüber nach, welche Tonhöhe jetzt am angebrachtesten wäre.
Schließlich entschied er sich und kritzelte sie hinter die letzte.
"Und 'gelegentlich' bin ich nichts. Man kann mich doch nicht mieten." Sherlock schnaubte und erst als er noch eine etwas abfällige Bemerkung gemacht hatte fiel ihm ein, dass es eigentlich genauso war.
Immerhin bekam er keine Fälle von selbst, immer kamen Leute und baten ihn um Hilfe, heuerten ihn an.
Nicht, dass Sherlock ein Problem damit hatte, immerhin war es sein Leben und er liebte sein Leben, wenn es so war, aber dass er sich verredet hatte wurmte ihn.
Langsam beginnt meine Festplatte wirklich zu hapern. Dieser Gedanke gefiel ihm gar nicht.
Er antwortete schnell auf Johns Frage, damit er vielleicht hinauszögern konnte, dass John verstand, was für einen unsinnigen Satz sein Kamerad gerade von sich gegeben hatte.
"Nein. Nichts, entweder die Verbrecher sind zu dumm oder das Scotland Yard zu klug." Er stand auf, nahm seine Violine an sich und trat zum Fenster um hinabzusehen. "Den zweiten Gedanken können wir ausschließen."
Dann hob er das Instrument, legte seinen Kopf in die Mulde und hob den Bogen zu den Saiten.
Ein paar duzend Sekunden war die Wohnung nun erfüllt von feiner Geigenmusik und Sherlock vergaß für eine kurze Zeit, wie elend es ihm doch ging.
Am Ende improvisierte er noch, brach dann aber abrupt in einem hässlichen Quitschen ab und ging zu seinem Sessel zurück, wo er sich in das weiche Polster fallen ließ und das zuletzt Gespielte einfügte.
Das Instrument landete neben seinem Sessel, aber es hatte die Ehre das bis jetzt am sanftesten weggestellte Objekt zu sein.
Der Detektiv legte die Fingerspitzen aneinander und hob sie zum Gesicht, dann stierte er nur gerade aus. Er hatte soeben sein Pulver verfeuert und nun wusste er nicht mehr, was er aufschreiben sollte.
Sherlock Holmes hatte unterschiedliche Arten seiner Langeweile. Die gestresste, die, die aussah als sei er ein Junkie auf Entzug, die, bei der er auf alles schoss, die, in der er meistens schlief und die stumme. Natürlich hatte er noch eine ganze Menge mehr, aber man kann sagen, dass diese einen im Moment passend repräsentativen Wert haben. Gerade war Holmes in das Stadium der stummen Langeweile gewechselt und wer ihn lange kannte mochte diese als die gruseligste ansehen.
Gruselig nicht, dass er unheimliche Sachen tat oder dass er zum Beispiel wie ein Gespenst aussah- dafür gab es eine andere Langeweile- aber gruselig in dem Sinne, dass ein Mensch, der Sherlock kannte, ihn in diesem Zustand für krank halten musste. Krank, weil Sherlock still war. Er sagte nicht viel, war ruhig, machte einen fiebrigen Eindruck und war einfach nicht er selbst.
Natürlich war er auch in seinen Fällen ruhig, sofern sie ihn nicht durch geschickte Herangehensweisen entzückten, aber wer Sherlock in seiner stummen Langeweile sah, wusste dass etwas nicht in Ordnung war, nicht funktionierte. Wer ihn kannte wunderte sich über seine Stille, wer ihn nicht kannte konnte meinen er sei durch irgendetwas ruhig gestellt, wie zum Beispiel eine einschüchternde oder entmutigende Begebenheit die ihn vor nicht allzu langer Zeit aus der Bahn geworfen hatte.
Schließlich fiel Sherlock etwas ein und träge griff er nach dem Noten-Papier.
Diese letzten Takte hatte er schneller überlegt und geschrieben als alle anderen zuvor.
Dann noch einmal der Refrain und das Lied war vollendet.
Das Lied Sherlocks Leben.
Er griff nach der Geige und stand auf.
Nun war es zu viel um es sich zu merken, also nahm er das Blatt, stellte es auf den Notenständer vor dem Fenster und legte das Instrument an den Hals.
Nachdem er einmal tief durchgeatmet hatte setzte er den Bogen an und dann begann er zu spielen.
Sherlock Holmes war ein wirklich guter Violinenspieler.
Und so kam es, dass das Lied perfekt vorgespielt wurde.
Schnell der erste Teil der ersten Strophe vorbei, Teil zwei gehörte Langsamer und der Refrain war ein mittelding.
Doch bis jetzt am meisten gefiel Sherlock die letzte Strophe.
Er spielte so, dass die Töne tiefer und wurden, wie als würde es sich immer weiter entfernen. Und der letzte Ton war ein Quietschen, ein letztes Quietschen vor absoluter Stille.
Sherlock atmete tief durch, als er geendet hatte, verharrte in der Pose, in der er stand, genoss für ein paar Minuten das Drama und nahm dann das Instrument herunter. In einer Schwungvollen Bewegung legte er es weg und setzte sich wieder in seinen Sessel.
"Wie gefiel es Ihnen?" Fragte er John und wollte damit eigentlich nur fragen, ob der Arzt das Motiv sah und die Anlehnung verstand.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 21, 2014 11:30 pm

John besah sich weiter seine Kommentare in seinem Blog, während er Sherlocks Worten lauschte. Bei der Bemerkung Sherlock sei kein Kind, zuckten Johns Mundwinkel erneut nach oben. Sicht mit einer Maschine zu vergleichen, ist ja so viel besser, als mit einem Kind verglichen zu  werden, dachte sich der Arzt belustigt und lies seine Augen wieder auf seinen Laptop fallen. Dennoch erhob John seinen Blick sofort wieder, als er hörte, dass man Sherlock nicht mieten könne. Gerade, als er sich zu dessen Satz Gedanken machen wollte, kam ein weiterer hinterher, der seine Gedanken zum vorherigen Satz verscheuchte. Als der Consulting Detective dann noch hinzu gab, dass man letzteres in seinem Satz genannten ausschließen konnte, schmunzelte Watson erneut. Sherlock war klüger als alle anderen, da konnte es nicht sein, dass das Scotland Yard zu klug ist, ging es dem ehemaligen Militärarzt durch den Kopf. Dann schloss er seinen Blog und öffnete sein Postfach. Er glaubte zwar kaum, dass er eine neue Nachricht darin finden würde, aber wissen konnte man ja nie. Während er darauf wartete, dass sein Postfach geöffnet wurde, schloss er sachte seine Augen und lauschte Sherlocks Melodie, die er vorhin noch komponiert hatte. Die Mischung der Noten war einfach herrlich und zu Sherlock passend. Denn nicht nur bei seinen Experimenten experimentierte er, sondern auch bei den Musiknoten. John würde wohl sehr schnell ein Musikstück herauskennen, dass aus Sherlocks Feder stammt. Denn in jeder Melodie war sein eigener Stil verpackt. Der Arzt hätte meinen können, kurz vor dem Einschlafen zu sein, als ein plötzlicher Quietschton ihn aufschrecken  ließ. Wie es den Anschein hatte, schien Sherlock irgendwas am Ende nicht zu passen, denn dieser setzte sich etwas frustriert in seinen Sessel, stellte seine Violine mehr oder wenige sanft beiseite und schrieb noch ein paar Noten auf. John hatte sich seine viel zu lahmen Postfach zugewendet, dass immer noch lud um sich zu öffnen. Watson sah erneut auf und legte leicht den Kopf schief. Sherlock hatte viele Arten um über etwas nachzudenken, aber diese hier war ihm relativ neu. Er hatte sie vielleicht nur ein mal an Sherlock gesehen und dann auch nur ganz kurz. Zum einem langweilte er sich gerade, zum anderen schien er über etwas fieberhaft nachzudenken. Ob das wohl sein Lied war oder eher ob er darüber nachdachte, doch einen dieser kindischen Fälle anzunehmen? John kannte Sherlock mittlerweile recht gut, wenn auch nicht in und auswendig. Aber wer tat das schon? Niemand wird wohl je verstehen was in seinem Hirn so alles vor sich geht. Aber eben diese Phase, in der sich der Consulting Detective soeben befand, regte ein Gefühl der Besorgnis in ihn. War es wirklich langweile, die ihn zu dieser Phase veranlasste, die Frustration über das Lied, oder doch weil er über etwas Nachdachte? John wusste es nicht. Erneut warf er einen Blick auf seinen Laptopbildschirm und hätte dieses Ding am liebsten an die nächstbeste Wand geworfen. Eigentlich funktionierte alles auf seinem Laptop, außer sein Postfach. Dies brauchte manchmal eine Ewigkeit, bis es sich öffnete. Mit einem leisen seufzen wandte sich John erneut zu Sherlock. Es war schon fast beängstigend, wie er so da saß. Regungslos und stumm. Watson versuchte sich zu erinnern, wann es das letzte mal gewesen ist, seit er den Detective so gesehen hatte, doch daran konnte er sich jetzt beim besten Willen nicht erinnern. „Sherlock?“ fing John also an, vorsichtig Nachzufragen, ob er überhaupt reagieren würde. „Alles in Ordnung?“ Irgendwie machte sich das Gefühl in John breit, dass etwas nicht stimmte. Doch gerade als dieses Gefühl auftauchte, begann sich der Jüngere zu bewegen und griff nach seinem Notenblatt. Johns Herz hörte automatisch auf, so unangenehm an seinen Brustkorb zu klopfen, da er doch wirklich gedacht hatte, etwas sei los mit ihm. Aber wahrscheinlich hatte er nur Nachgedacht. Watson stellte in der Zeit, als Sherlock nach seiner Geige griff, den Laptop beiseite. Der Consulting Detective schien mit seiner Melodie fertig zu sein und diese wollte John nun genießen. Als sich Sherlock zum Fenster wandte, schloss John seine Augen erneut und lauschte der Melodie. Hin und wieder tippte er mit dem ein oder anderen Finger zum Takt der Melodie auf die Armlehne des Sessels. Vor ihm tat sich ein klares Muster auf. Dieser Wechsel von schnell zu langsam und diese tiefen Töne, weit entfernt wirkenden Töne am Ende hin, waren sicher seine Phasen in die er sich befinden konnte. Die schnellen Töne könnten zu Sherlock passen, wenn er Fälle zu lösen hatte, wenn er heiß lief, die langsameren eher zu Sherlocks langweile und die mittleren dazu, wenn es kurze Phasen der Erholung während den Fällen gab. Schnell bemerkte Watson, dass das Lied ein ganz besonderes von Sherlocks bisherigen Liedern war. Es wirkte ganz persönlich, als wäre es auf ihn geschrieben. Ein Gedankenblitz durchzuckte Johns Gedanken und er öffnete seine Augen. Sherlock hatte das Lied geschrieben, also hatte er sich selbst in diese Melodie verpackt. John lächelte, stützte seinen Kopf in seine Hand, während sein Ellenbogen sich an der Armlehne des Sessels abstütze. Die Melodie endete mit einem Quietschen, welches nicht annähernd so entsetzlich klang, wie beim ersten Versuch. Sein Mitbewohner verharrte noch eine Weile vor dem Fenster, schien es zu genießen, seine Melodie vollendet zu haben und setzte sich dann zurück in seinen Sessel, als er sein Instrument weggelegt hatte. Der Arzt hatte ihn in den letzten Tönen des Liedes beobachtet und musste wie so oft feststellen, das Sherlock perfekt Violine spielen konnte. Als er nach seinem Urteil zu der Melodie gefragt wurde, richtete sich der ehemalige Militärarzt auf und räusperte sich kurz. „Es war…schön. Nein wirklich, ich glaube nicht zu übertreiben, wenn ich sage, dass es die schönste Melodie war, die ich gehört habe. Es wirkt als hätten Sie ein Stück von sich selbst in der Melodie verpackt, als hätten Sie die Melodie über ihr Leben geschrieben. Was wohl auch beabsichtigt war?“ hinterfragte der Arzt, ob er mit seiner Überlegung richtig lag. Ein Piepton seines Postfaches allerdings, ließ seine Aufmerksamkeit wieder zu seinem Laptop wandern. Diesen nahm er von der Armlehne und platzierte ihn wieder auf seine Oberschenkel, während er überrascht feststellte, dass er eine neue Mail erhalten hatte.

Lieber John,

Ich weis ich habe mich lange nicht mehr bei dir und bei Harriet gemeldet. Aber es ist viel passiert in letzter Zeit. Wie geht es dir? Mike hat mir ein wenig etwas erzählt, als ich mich vor ein paar Tagen mal mit ihm per Handy unterhalten habe. Du bist also wieder in London. Hat dir das normale Leben genauso gefehlt wie mir? Ich hab auch gehört, dass du mit diesem Sherlock Holmes desöfteren besonders in London in den Schlagzeilen zu sehen bist. Ist dein Mitbewohner wirklich so ein Genie, wie Mike es mir erzählt hatte? Bei uns in Schottland werdet ihr nicht besonders in den Medien gezeigt. Aber um auf den Punkt zu kommen. Ich werde heiraten. Ja, ich weis. Früher habe ich nicht allzu viel vom Heiraten gehalten, aber nun habe ich meine Frau fürs Leben gefunden. Und das Glück möchte ich auch mit meinen guten Freunden teilen. Und das wärst auch du. Ich und Amy würden uns freuen, wenn du kommst. Dein Mitbewohner ist auch herzlich eingeladen, an der Feier teilzunehmen. Wir werden in einem der schönsten Schlösser in Schottland die Feier stattfinden lassen. Für das Wohlempfinden unserer Gäste ist gesorgt.

Wir freuen uns über euer Erscheinen
Pete und Amy

PS: Eine Absage gilt bei dir nicht. Ich hab dich so lange nicht mehr gesehen, seit damals und deinen Mitbewohner muss ich auch kennen lernen. Flugtickets sind schon bestellt, damit kommt ihr am schnellsten nach Edinburgh. Die Feier ist für Sonntag angesetzt, wir haben heute Donnerstag. Ich würde sagen, ihr sagt eure Termine ab, setzt euch in den Flieger und kommt.



Watson sah kurz auf, nur um dann noch mal auf seinen Laptop zu sehen. Pete hatte sich wirklich wieder bei ihm gemeldet. Er hatte zusammen mit ihm und Mike in England am Barts studiert. Ihre wege hatten sich dann zu Teil getrennt, als John nach Afghanistan gegangen ist. Am Anfang war Pete noch mit ihm da runter in den Krieg gegangen. Doch dann hatte es Pete ebenso erwischt wie John jetzt vor zwei Jahren. Pete ist danach zu seinen Großeltern nach Schottland gezogen war. Sie waren damals alle drei recht gut befreundet und hatten sich geschworen den jeweiligen anderen zu ihrer Hochzeit einzuladen, sollte es soweit kommen. Und nun hatte er sich gemeldet. Allerdings machte Pete mal wieder Nägel mit Köpfen. Er wollte unbedingt, dass sie kamen und dafür bestellte er bereits zwei Flugtickets? Was würde er machen, wenn John jetzt verhindert wäre? Pete war manchmal unverbesserlich. John hätte Zeit. Heute und Morgen hatte er Frei, musste nicht zur Praxis und am Wochenende war diese sowieso geschlossen. Da war dann nur die andere Frage, ob Sherlock mitkam. Feiern waren ja nicht wirklich seins. Watson sah auf, konnte sich ein kurzes lächeln nicht verkneifen und sagte dann: „Wir sind zu einer Hochzeit eingeladen.“
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 10:16 am

Sherlock begann leicht zu schmunzeln. Manchmal schien er, als könne man ihn mit Worten nicht beeindrucken, aber dass seine Musik gemocht wurde, erfreute ihn immer aufs Neue.
"Komplett richtig John. Mein Leben." Er ließ sich zurück in den Sessel fallen und legte die Arme auf die Lehnen. Er war schon wieder jemand anders; Nun war er entspannt und sogar fast ein bisschen Fröhlich.
"Vielleicht erweitere ich es und bringe ihren Schnurrbart rein." Der Detektiv blickte von John weg, aber es war unausweichlich, dass der das unterdrückte Lachen hörte und das zum Grinsen verzogene Gesicht sah.
Also stand Sherlock schnell auf und ging in die Küche. Dort öffnete er den Kühlschrank um nach einem Auge zu sehen.  Das war Teil seines Experiments, eines hatte er durchgehend in die Mikrowelle geschmuggelt (und jedes mal wenn John sich etwas aufwärmte war das Auge dabei gewesen), eines lag seit derselben Zeit im Kühlschrank und eines war in der Kaffeedose verschwunden.
Eigentlich könnte Sherlock sein ganzes Experiment umstoßen, weil sein letztes Testobjekt baden gegangen war, aber die letzten beiden hatte er noch zu untersucht.
Recht gut gelaunt öffnete er zuerst den Kühlschrank und suchte nach dem Glas, das er vor gut zwei Wochen da hinein gestellt hatte. Aber er fand es nicht. Immer nervöser werdend räumte er eine Sache im Kühlschrank von links nach rechts, die andere von rechts nach links, eine landete ganz woanders, zwei Eier fanden ihren neuen Platz vor dem Kühlschrank, ziemlich unsanft will man vermerken, und letztendlich war die schöne Ordnung, die John geschaffen hatte, ein entsetzliches Chaos. "Wo zur Hölle ist das Auge?" knurrte Sherlock und suchte noch einmal im Gefrierfach. Immer noch nichts.
Wütend knallte der Detektiv die Kühlschranktür zu.
"NEIN!" Er atmete tief durch, aber anstatt ihn zu beruhigen kratzte es ihn noch mehr auf. "Das kann doch nicht wahr sein!" zwar war das leiser gewesen, aber nicht minder gereizt.
Die kläglichen Überreste der beiden Eier ignorierend verschwand der Mann zurück ins Wohnzimmer.
"Ich warte seit zwei Wochen auf diese Ergebnisse, einfach futsch!" grummelte er in sich hinein, während er auf dem Schreibtisch nach etwas suchte.
Dann ließ er sich, mit den Fingern unruhig herum tippend, auf seinem Sofa nieder.
Er hoffte nicht, dass ein Schluck Kaffee Ruhe in ihn bringen würde, aber er musste etwas in der Hand haben, also griff er nach der Tasse und leerte sie. Das Auge blieb zurück.
Man mag sich fragen, was für ein entsetzlicher Mann Sherlock Holmes doch ist, der da menschliche Augen in die Küchengeräte stopfte und ausversehen sogar mittrank. Es muss aber vermerkt werden, dass Sherlock Holmes nie auf die Idee kam, etwas zu tun, wenn es keinen Sinn für ihn, seine Experimente oder seine Fälle hatte. Etwas nur zum Spaß zu machen, dafür war er vielmals einfach zu faul. So war auch dieses scheinbar barbarische Experiment das Lösen eines Falles. Zwar war dieser Fall schon seit einer Menge Jahren verjährt aber es wurmte Sherlock Holmes zutiefst, nicht gewusst zu haben, worum es da ging.
Dass er bei diesem Fall noch recht jung gewesen war interessierte ich nicht und er nahm es nicht als Ausrede und endlich hatte er Augen gefunden, die dem Experiment die ideale Genauigkeit versprachen. Natürlich beschaffte sich Holmes auch seine Textsubjekte nicht illegal, soweit gesunken war er noch nicht, nein, man kann davon ausgehen, dass das, was Sherlock da tat weitestgehend legal war. Eine Razzia wollte er aber trotzdem nicht zum Tee einladen.
John hatte seine Mailbox geöffnet, das Charakteristische Geräusch für eine neue Mail war Sherlock bekannt.
Natürlich beeilte er sich Deduktionen durchzuführen.
Überrascht, aber nicht negativ. Auch nicht ganz positiv, sicher etwas, dass er nicht erwartet hat. Etwas, dass er nicht erwartet hat…
"Wir sind zu einer Hochzeit eingeladen."
Sherlock starrte ihn an, als habe er verkündet, er sei Schwanger.
Ausdruckslos, aber dieses gewisse Funkeln in den Augen, dass verriet, dass der Detektiv keine Ahnung hatte, was zu tun und was zu sagen war.
Er blinzelte dann ein paar Mal und schaute zur Tür um nicht John ansehen zu müssen und besser nachdenken zu können.
Kurz schaute er zurück und zog die Stirn kraus "Wir?" vergewisserte er sich dann.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 11:44 am

Während John die Mail mehrmals durchlas, konnte er sich ein leichtes grinsen nicht verkneifen. Wann war Jenny noch das letzte Mal in der Wohnung? fragte sich der Arzt und ging die vergangenen Tage im Kopf durch. Das letzte Mal war am Montag gewesen, wo sie nicht nur in der Küche Ordnung machen wollte, sondern im ganzen Haus. Als sie allerdings das Auge im Kühlschrank zu Gesicht bekam, verging ihr die Laune aufzuräumen, genauso wie ihr alles andere verging. Das Auge landete ganz woanders, während sie sich von mir ´verabschiedete´ mit den Worten: Dann leb du doch in dieser ekelhaften Wohnung, ich werde es nicht tun. Im ersten Moment hatte das Watson etwas nun ja, schockiert. Aber es hätte ihm eigentlich klar sein müssen. Sie war noch weniger der Typ für eine Beziehung mit John, als alle anderen davor. Wenn Sherlock also auf der Suche nach seinem Auge war, lag er mit der Suche im Kühlschrank falsch. „Wenn ich du wäre, würde ich mal im Mülleimer nachsehen, ob sich nicht ein Auge dahin verirrt hat,“ sagte John so nebenbei und las nochmals fesselnd den Abschnitt durch. Er hätte nicht gedacht, noch mal etwas von Pete zu hören. Beide hatten sie Medizin studiert. Zusammen mit Mike. Aber nur John und Pete haben den Militärdienst angetreten. Als Pete mit ihm noch da unten war, hatte er einen guten Freund zum reden. Als dieser dann aber ebenfalls bei einem Einsatz verwundet wurde und er mit ärztlicher Versorgung auf den schnellsten Weg nach England transportiert wurde, war John allein in dieser schrecklichen Hitze. Dazu musste er sich die ganze Zeit sorgen machen, wie es seinem alten Freund wohl ginge. Erst nach einer Zeit, hatte er sich einigermaßen in seine Arbeit unten in Afghanistan einfinden können. Nach seiner eigenen Verwundung, dachte er, er würde nie mehr nach unten wollen. Doch manchmal, da zogen ihn die Erinnerung an der damaligen Zeit einfach mit in dieses Land, als wolle er zurück, als würde er es brauchen. Wahrscheinlich wäre John wirklich zurück zum Militär, wenn Sherlock da nicht mit seinen skurrilen und kuriosen Fällen wäre. Watson konnte sich noch erinnern, dass Pete sich am Bein verletzt haben musste, doch wie es ihm jetzt ging, wusste er nicht. Das er jetzt aber heiraten wollte, war ein Zeichen, dass es ihm gut gehen musste. Eine Frau an seiner Seite, was konnte man sich mehr wünschen? Dass Pete aber auch Harry erwähnt hat, in seiner Mail, hatte den Arzt verwundert. Pete kannte Harriet auch von damals, da sie oft noch in der Studienzeit im Barts ein und ausging um den Bruder mal zu Besuchen, wie sie es genannt hatte. Was ihr eigentlicher Grund dort war, wusste John nicht und es war ihm mittlerweile auch egal. Harry hatte ihr eigenes Leben, ohne Alkohol, hatte sie ihm vor einem halben Jahr am Handy versprochen. Überprüfen konnte er es nicht, aber als Bruder musste er ihr wenigstens Ansatzweise glauben schenken. John hob den Kopf, als er nach seiner Verkündung mit der Einladung zur Hochzeit erst gar nichts von Sherlock hörte. Als er zu ihm Blickte, hatte der Consulting Detective seinen Blick Bereits zur Tür gewandt. Dennoch sah er wieder zu John um sich zu vergewissern richtig gehört zu haben. Die Frage nach dem Wir ließ Watson grinsen. Hatte er denn wirklich gemeint, sich verhört zu haben? Mit einem kurzen Blick zurück auf den Laptop und dann wieder zu seinem Mitbewohner, begann er zu antworten: „Ja, wir.  Ein ehemaliger Studienfreund von Mike Stamford und Mir, später auch noch Kamerad im Militär hat mir die Einladung geschickt.“ Der Arzt wandte sich wieder den Zeilen auf seinem Bildschirm zu, als er weitersprach: „Er hat sich vor ein paar Tagen mit Mike unterhalten und möchte jetzt nicht nur mich Wiedersehen, sondern auch meinen Mitbewohner. Deshalb sind wir beide zur Hochzeit eingeladen.“ John stellte seinen Laptop auf die Armlehne des Sessels beiseite. „Es wäre zumindest eine Abwechslung gegen die Langeweile und wir hätten auch eine kleine Reise. Wer weis, vielleicht stoßen sie ja Unterwegs auf einen Fall,“ fing Watson an, ein paar Argumente aufzuzählen, während er in die Küche verschwand, um sich einen Tee zu kochen. Dort sah er allerdings zwei Eier, dessen Inhalt sich durch einen Sprung auf der Küchentheke verteilte. Am liebsten hätte er jetzt lautstark nach Sherlock gerufen und ihm die frage gestellt, was das hier schon wieder sollte. Aber John konnte es bereits erahnen. Der Consulting Detective hatte zwei Eier bei seiner Suche nach dem Auge aus dem Kühlschrank befördert und nicht sonderlich sanft auf die Küchentheke platziert. Seufzend wandte er sich erst mal einer Kanne zu, die er mit Wasser füllte und auf dem Herd stellte, damit das Wasser warm wurde. Danach nahm er aus dem Küchenschrank die Teebeutel des Earl Grey Teas heraus. Eine neue Sorte die John ausprobieren wollte. „Es geht nach Schottland. Genauer gesagt nach Edinburgh. Vielleicht haben dort Verbrecher keine Pause, dann können sie sich auch mit eine Fall beschäftigen,“ überlegte Watson weiter, während er nach einem Küchentuch griff und die Sauerei  der Eier, auf der Theke in den Mülleimer verschwinden ließ. „Außerdem ist es für Pete mit Sicherheit eine Ehre einen weltweit einzigen Consulting Detective bei seiner Hochzeit begrüßen zu dürfen,“ wiederholte John Watson einmal die Worte, die Sherlock ganz am Anfang ihres kennen lernen über seine Lippen gebracht hatte. „Und allein nach Schottland zu fliegen, ist auch nicht gerade Unterhaltsam,“ spielte er auf sich an. Schließlich würde sich John nicht nur bis zur Hochzeit in seinem Hotel langweilen, auch Sherlock würde in der Wohnung mit langweile herumsitzen. Außerdem wollte er Sherlock nicht allein hier lassen, wer weis, was er alles in der Küche anstellen könnte. Das wäre dem Arzt dann auch zu riskant. Während er auf das Teewasser wartete, lehnte sich John nun an die Küchenzeile und dachte über Pete nach. An die alten Zeiten mit ihm dort unten. Konnte es sein, dass er es vermisste? Jetzt wo er von Pete gehört hatte, musste er wieder mehr über Afghanistan nachdenken. Zum einen Teil war es einfach nur schrecklich dort unten, zum anderen baten die Aktivitäten da unten Action…
Nein, John war sich sicher, nicht mehr dorthin zurück zu wollen. Um keinen Preis. Das Land hatte mehr oder weniger nicht nur ihn verwundet, sondern auch seinen damaligen Freund. Unbewusst öffnete er einmal kurz die Hand seiner verletzten Schulter und schloss sie wieder. So als wäre seine Hand eingeschlafen gewesen und er hätte sie mit dieser Bewegung wieder aufwecken wollen. Ein zischen verriet ihm, dass das Wasser fertig war. Also wandte er sich diesem wieder zu und goss in einer, der zwei vorbereiteten Tassen, frischen Tee. „Auch einen Tee, Sherlock?“ fragte er seinen Mitbewohner von der Küche aus.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 12:30 pm

„Im Mülleimer?!“ rief Sherlock aus und riss die Augen auf.
Das war doch nicht ihr ernst?! So schnell er konnte hechtete er zum Mülleimer und wühlte sich durch die Schichten von Kaffeefiltern, Papieren, Zetteln, einem oder zwei Essensresten und einem ganzen Haufen von benutzten Nikotin-Pflastern.
Schließlich fand er tatsächlich, was er gesucht hatte. Aber das verschimmelte Salatblatt, dass daran gehaftet hatte lenkte seine Entscheidung in eine ganz bestimmte Richtung: Er musste es aufgeben.
Das Experiment war gescheitert.
Wenig später saß Sherlock wieder auf seinem Sessel und kochte.
Dass er auf eine Hochzeit eingeladen wurde machte es nicht besser, nur er sah nach außen hin ruhiger und verwirrter aus.
Eine Hochzeit also. Zwei Menschen schleuderten eine Menge Geld aus dem Fenster nur um sich beglückwünschen zu lassen, weil sie sich Ringe an die Finger stecken.
Sherlock hielt nicht viel von Festivitäten. Eigentlich von gar nichts, bei dem er unter zu vielen Menschen waren, die nicht wenigstens Gefahr liefen, jemanden umzubringen und ein kleines Spiel daraus zu machen.
Eigentlich sprach doch nichts dagegen, hier in der Baker Street zu bleiben. Was, wenn in der Zeit der Hochzeit ein Klient kam und ihn sprechen wollte? Was, wenn Jim wieder aufgetaucht war?
Was, wenn Mycroft hier herumschnüffelte? Was, wenn Irene Adler auftauchte?
So viel könnte passieren und Sherlock wäre dabei, wie zwei Menschen heiraten und nicht, wie vielleicht das größte Verbrechen ihrer Zeit ausgeführt wurde.
Auf der anderen Seite waren Johns Argumente auch sehr verlockend.
Er fühlte sich leicht geschmeichelt, als John meinte, es sei eine Ehre, ihn kennenzulernen aber letztendlich war es das doch auch für jeden anderen Menschen, oder etwa nicht?
Allerdings waren die letzten Worte des Arztes ein großer Schritt in die falsche Richtung. Fliegen war nicht Sherlocks Ding. Nicht, dass er Angst hatte, wie peinlich wäre das denn?, aber er sah keinen Grund zu fliegen, wenn es nicht unbedingt nötig wäre. Und unbedingt nötig ist etwas für Sherlock nur, wenn es mit ihm zu tun hat, höchstens mit John. Nicht, wenn irgendein entfernt Bekannter für einen Tag in einer Kirche oder einem Gasthaus sitzen wollte und ab jetzt nur noch mit einer Frau aus dem Haus ging.
Flugzeuge waren Sherlock manchmal einfach nicht geheuer, vor allem nach all dem, was er jetzt mit Flugzeugen zu tun gehabt hatte.
Hieß, dass es in letzter Zeit so ruhig gewesen war, etwa, dass etwas großes Heranzog? Was zufälligerweise mit Flugzeugen und Sprengstoff zu tun hatte?
Sherlock stand auf und ging zu John in die Küche. Er stellte sich neben ihn und möglichst nah, damit der andere Aufschauen musste, um ihm in die Augen zu sehen.
Dann packte der Detektiv seinen Mitbewohner am Kopf und schaute ihn fest an, die Augenbrauen angestrengt zusammengezogen.
„Kennen Sie wirklich jemanden, der Pete heißt? Ist es genau seine Email-Adresse? Es kann sein, dass Sie denken, dass es jemand ist. Vielleicht kannten Sie mal einen Peter oder einen Piet. Sind Sie wirklich sicher, dass sie diesen Pete kennen?“ fragte er dann eindringlich und er hätte John geschüttelt, wüsste er nicht, dass das John gar nicht gefiel.
Zur Not würde er noch einmal versuchen, sich bei Heathrow einzuhacken und alles kontrollieren, immerhin konnte man sich nie sicher sein.
John machte es nämlich nicht wie Sherlock; Er ballerte seinen Kopf mit allem Zeug zu, dass er bekommen konnte, allen möglichen unnötigen Kram wie das Sonnensystem oder die englische Regierung und da konnte es gut vorkommen, dass er gar nicht mehr wusste, dass er keinen Pete kannte.
Also war es Sherlocks Aufgabe, ihn vor Schlimmeren zu bewahren.
„Den Tee bitte mit Milch.“ Sagte der Detektiv nach einer weiteren Minute intensiven Starrens, dann ging er zum Wohnzimmer zurück und nahm seine Violine.
Er musste Nachdenken, und im Moment ging das am besten mit unzusammenhängenden Noten, elendem Quietschen und nur einzelnen Liedfetzen.
Dabei war er genauso vertieft wie bei dem Lied vorhin, fast so als würde er ein Lied spielen, dass nur er kannte und dass auch nur er als wohlklingend bezeichnete.
Die Augen hielt der Consulting Detective dabei verschlossen.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 1:51 pm

Als John noch auf sein kochendes Wasser, an der Küchentheke gelehnt, gewartet hatte und über alte Zeiten nachdachte, war Sherlock in die Küche gekommen. Dieser hatte sich vor ihm aufgebaut, so dass Watson nach oben sah und für einen Moment die Stirn kraus zog. Was ist denn jetzt los? Habe ich was falsches gesagt? fragte sich der Arzt, doch eher er seinen Mund auch nur öffnen konnte um nachzufragen, was denn jetzt los sei, hatte der Detective Johns Kopf zwischen seine Hände genommen. Für eine Sekunde fühlt er sich wie damals bei dem Fall des blinden Bankers, wo sein Mitbewohner auch so vor ihm stand, seine Ohren zuhielt und Wissen wollte, ob er sich noch an die Zeichen erinnern würde. John konnte sich damals ganz klar an die Zeichen erinnern unter anderem weil er doch zuvor noch ein Foto von den Zeichen geschossen hatte. So blöd war er dann doch nicht, seinen Fund nicht auf seinem Handy festzuhalten. John blickte in die festen Augen seines Mitbewohners, als könnte er daraus lesen, was denn als nächstes kommen würde. Sherlocks plötzliche Fragen über Pete verwirrten ihn dann doch. Wieso machte er sich urplötzlich Gedanken, ob der Arzt einen Pete kannte, ob es genau seine Email-Adresse war? Natürlich war es seine, welche auch sonst. Er kannte Pete, wusste, dass er  nach Schottland gezogen ist. „Ach hören  Sie doch auf, Sherlock. Das ist doch albern,“ erklärte John und wandte seinen Kopf aus Sherlocks Händen um sich dem Teewasser zuzuwenden. „Natürlich kenn ich Pete, seine Email-Adresse und auch seinen Schreibstil. Wir waren Jahrelang gute Freunde,“ erklärte John. Sherlock hätte ihn auch einfach Fragen können und nicht so mir nichts dir nichts seinen Kopf packen müssen um eine plausible Antwort zu bekommen. Watson sah, wie Sherlock wieder im Wohnzimmer verschwand. „Sie müssen nicht hinter jeder Einladung ein Verbrechen sehen,“ meinte der Arzt, leicht wütend über Sherlocks Fragen. John würde wohl eine gefälschte Mail von einer echten gerade noch so unterscheiden können. Sekunden später hörte er, wie Sherlock seinen Tee mit Milch ´bestellte´. Während beide Tassen mit Teebeutel und Wasser befüllt waren, marschierte er zum Kühlschrank um eine Milchtüte daraus hervorzuholen. Bei dem Anblick des in Unordnung gebrachten Inhaltes des Kühlschrankes, fielen ihm beinahe die Augen raus. Da räumte man noch vor ein paar Stunden den Kühlschrank ein und schon ist er verwüstet, wenn der Detective nach seinen Experimenten sucht. John Watson seufzte tief. Manchmal fragte er sich, wie er es mit seinem Mitbewohner bloß aushalten konnte. Aber er tat es, er hielt es aus. Vielleicht auch deswegen weil er Sherlock als Ausgleich brauchte. Er bot ihm die Action in seinem Leben, die er sonst nie hätte bekommen können. Außer er wäre zurück zum Militär. Während der Arzt leicht in die Hocke ging, um den Kühlschrankinhalt einigermaßen in Ordnung zu bringen, hörte er die Töne der Violine, die John überhaupt nicht mochte. Wirre Töne von hoch bis Tief. Quietschen. Schon nach fünf vergangenen Minuten, lies er die Tür des Kühlschrankes zufallen. Wenn er sich nicht bereits auch an die schrecklichen Töne von Sherlocks Violinenspiel gewöhnt hätte, würde er jetzt ausrasten. Aber der Arzt hatte sich angewöhnt, dies nicht mehr zu tun. Es würde ihn nur seine Kraft und Energie kosten, die er für etwas anderes sicher Sinnvoller gebrauchen könnte. Mit einem Zähneknirschen wandte er sich wieder dem Tee zu, der nun genügend gezogen hatte. Er suchte nach zwei Teelöffel und drückte die Teebeutel daran aus, ehe diese sich zu dem Auge in den Mülleimer gesellten, dass Sherlock vergeblich versucht hatte zu retten. Danach rührte er in Sherlocks Tee etwas Milch hinein, legte den Löffel auf den Unterteller und kehrte ins Wohnzimmer zurück, stellte Sherlocks Tee neben dem Papierkram auf den Tisch, zwischen den zwei Fenstern und lies sich erneut in seinen Sessel gleiten. Mit einem kurzen Nippen an seinem noch ziemlich heißen Tee, stellte er diesen neben sich auf sein kleines Beistelltischchen und zog sich erneut den Laptop heran. Was hatte John in den letzten Minuten noch mal gesagt? Irgendwas musste Sherlock dazu veranlasst haben, diese Fragen vorhin zu stellen. Watson warf einen Blick von seiner Mail hoch und musterte seinen Mitbewohner am Fenster. Er schien mal wieder nachzudenken und deswegen auch in seiner ganz eigenen Welt zu sein, deshalb brachte es auch nichts, noch groß eine Unterhaltung mit diesem weiterzuführen. Der Arzt las sich erneut die Mail durch. Ohne Zweifel stammte die Mail-Adresse und der Text von Pete. Das stand fest. Als er bei dem Wort Flugtickest angekommen war, fiel ihm der Name eines Falls ein, den er im Blog erwähnt hatte, Skandal in Belgravia. War da nicht ein Flugzeug mit Sprengstoff gewesen? Vielleicht stellte Sherlock deswegen diese Fragen zu Pete, ob ich ihn überhaupt kenne würde. Weil er einen Anschlag vermutet? Er recherchierte im Internet, welche Möglichkeiten es noch gab, nach Edinburgh zu kommen, ohne Fliegen zu müssen. Während er recherchierte, machte er sich seine Gedanken zu dem Thema Sherlock und Fliegen. Ob er Angst davor hatte? Eher weniger, denn ein Holmes hat ja vor nichts Angst. Wahrscheinlich war ihm das Fliegen wirklich, wegen des einen Falls damals, noch zu viel. Und wenn John ehrlich war, hatte er auch nicht besonders Lust zwischen Menschenmassen in einen Flieger eingeengt zu werden. Mit dem Zug bräuchten wir ca. 4 Stunden. Zwar viel länger als beim Fliegen, aber wenn wir Morgen losfahren würden, wären wir wirklich noch früh genug da. Man könnte sich ja auch ein wenig die Stadt ansehen. Was dann wohl eher in sein Bereich viel. Sherlock würde sich wohl im Hotel noch mit Deduktionen beschäftigen. „Wie wäre es mit dem Zug?“ fragte er daher. Auf das Thema mit Pete ging John nicht weiter ein. Er wusste, dass es seine Mail war und auch sein Text.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 2:44 pm

Sherlock wank ab und faltete dann die Hände hinter dem Rücken, während er aus dem Fenster auf die Straße schaute.
„Schon gut, schon gut. Wir können fliegen, es ist alles in Ordnung.“ Das letzte was er wollte war, vor John schwach da zustehen. „Zumal die Tickets ja schon bezahlt sind.“ Meinte er dann und schaute über seine Schulter um sich Johns Reaktion zu Gute kommen zu lassen.
Dann sah er sich nach seiner Teetasse um und fand sie auf dem Schreibtisch. Er hatte nicht gedacht, dass John ihm nach diesem Ausfall noch einen Gefallen tat, aber der Tee roch normal und Sherlock hatte fast etwas Durst, also trank er vorsichtig davon.
Es tat gut, etwas zu trinken und gleich fühlte sich Sherlock wieder ein bisschen besser. Nicht mehr viel, und die Langeweile war vergessen.
Zwar war Sherlock immer noch nicht überzeugt von Hochzeiten, aber immerhin davon zu einer zu gehen. Vielleicht wurde es ja ganz lustig, wer wusste schon, ob nicht der eine oder andere Exfreund auftauchte und ein bisschen Schwung in die ganze Sache brachte?
Sherlock zog sein Handy aus der Hosentasche und tippte rasch etwas ein, dann packte er es wieder weg.
„Sämtliche Leute meines Obdachlosennetzwerkes wissen nun, dass ich nicht da sein werde. Wenn jemand in die Baker Street kommt, dann weiß ich es in nur einer Minute Zeitverzögerung.“ Der Detektiv trank noch einen Schluck, dann stellte er die Tasse weg. Natürlich nicht auf die Untertasse.
„Gut, ich gehe Packen.“ Er sah sich kurz um, ob vielleicht etwas im Wohnzimmer lag, was er brauchen könnte und entschied sich, dass er keine Tasche hatte, die groß genug war, um alles benötigtes einzupacken, also griff er nur nach der Pistole und hob sie zum Abschiedsgruß.
Fast hätte er gepfiffen, als er zu seinem Zimmer lief, es war doch alles viel zu köstlich!
Da kam er endlich einmal nach Edinburgh. Warum hatte er eigentlich zuerst gezweifelt dass das eine fantastische Idee war? Während hier in London alle Fälle langweilig oder erledigt waren, waren in Schottland doch sicher einige sehr delikate Sachen am dampfen! Immerhin hatten sie dort niemanden wie ihn.
Seelig lächelnd plünderte Holmes seinen Kleiderschrank. Er hätte John auf die Stirn küssen müssen. Das war doch wirklich das, was er verdiente. Selbst wenn irgendein Verrückter das Flugzeug unter seiner Kontrolle hatte! Das wäre doch nur noch genialer! Spiele auf Zeit waren oft die besten.
Nur wenige Zeit später hatte Sherlock seine Tasche gepackt. Was hieß, dass er einfach alles Brauchbares in den Hauptteil des Koffers geworfen hatte und ihn dann verschlossen hatte.
Dann ging er zurück zum Wohnraum.
„Ich bin fertig. Wir können gehen.“ Sagte er und stellte den Koffer vor die Tür. Mit einer fließenden Bewegung holte er den Mantel vom Kleiderständer und zog ihn an. Dann noch der blaue Schal und Sherlock fühlte sich gut und aufbruchsbereit.
„Husch, husch, John. Edinburgh wartet.“ Sagte er und die Freude war ihm ins Gesicht geschrieben.
Während er schnell noch mit einer Hand seinen Tee leerte packte er die Violine mit der anderen ein und legte sie zum Koffer.
„Mrs Hudson?“ Der Detektiv suchte nach seinem Handy während er rief und fand es in der Hosentasche, da wo er es vor wenigen Minuten hingetan hatte. „Wir gehen aus, Mrs Hudson. Wir sind bald wieder da, aber sie müssen sich nicht aufräumen oder so etwas.“ Er schaute zu John und verdrehte lächelnd die Augen.
Gerade war der Consulting Detektiv in einem derartigen Rausch, dass er gar nicht über die Möglichkeit nachdachte, dass die Hochzeit gar nicht heute stattfand, oder morgen oder erst in einem Monat. Er war so verzückt darüber, die Langeweile endlich zurückweisen zu können, dass er einfach davon ausging, dass der Flug für heute gebucht war.
Selbst, dass die Temperatur draußen sicher schon an der 30°C-Marke kratzte, ignorierte er, ohne seinen Mantel fühlte er sich, wenn er rausging einfach ein bisschen inkomplett.
„Kommen Sie schon, John. Wir verpassen den Flug. Soll ich ein Taxi rufen? Wo ist meine Uhr? An meinem Handgelenk, schon klar. Jetzt beeilen sie sich doch!“

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 3:40 pm

John sah erneut überrascht von seinen Recherchen auf und zog die Stirn leicht in Falten. Er konnte sich praktisch vorstellen, wie verwundert er selbst wieder aussehen musste, als Sherlock hinzufügte, dass die Karten ja schon bezahlt wären. Woher wusste er das nun wieder? Ach halt, nein er wusste es nicht, er hatte es deduziert, rief sich der Arzt ins Gedächtnis. Woher der plötzliche Meinungswechsel seitens des Consulting Detectives kam, konnte er sich auch nicht vorstellen, aber darüber nachzudenken, würde John zu viele Nerven kosten. Vielleicht fand es Sherlock bei alle dem doch interessant, wäre eine Bombe an Bord. Watson schüttelte leicht den Kopf. Manchmal war sein Mitbewohner einfach unverbesserlich. Der Arzt wandte sich wieder seiner Mail zu, in der er nun eine Antwort formulierte. Wie sollte er bloß am besten Anfangen? John machte sich immer Gedanken, wie er eine Mail richtig formulierte und bei Pete besonders. Er hatte ihn Jahrelang schon nicht mehr gesehen.
„Natürlich, was würden Sie bloß ohne ihr Obdachlosennetzwerk tun?“ stellte Watson auf Sherlocks Information, dass sein Obdachlosennetzwerk von seiner Abwesenheit informiert sei, eine eher rhetorische Frage. Und das ohne von seinem Laptop aufzusehen. Als sein Mitbewohner wenige Minuten später sich zu seinem Zimmer aufmachte um zu packen, war der Arzt angenehm verwundert darüber. Normalerweise war er nicht so ganz Feuer und Flamme, wenn es um Reisen und Hochzeiten ging. Aber wahrscheinlich sah der jüngere der Holmes Brüder wieder einen Fall vor seiner Nase auftauchen, sobald sie in Edinburgh ankommen würden. Der Arzt warf ihm einen kurzen Blick hinterher, bevor er seinem alten Freund eine Antwort schrieb:

Pete, schön von dir zu hören!

Ich dachte schon, du hättest dich in ein Mauseloch verkrochen und würdest die gar nicht mehr melden. Heiraten also? Ehrlich gesagt überrascht es mich doch ein wenig, dass du dich plötzlich binden willst. Woher kam die Umstimmung? Um gleich noch eventuelle Vorfreuden auszuräumen, aber ich denke kaum, dass Harry mitgeht. Sie hat ihr eigenen Probleme zu bewältigen, so viel ich seit dem letzten Gespräch weis. Aber ich denke, sie wird sich auch auf deine Einladung melden und kurze Glückwünsche hinterlassen. Schließlich kennst du sie fast noch besser als ich. Du warst ja immer derjenige, der die Pausen der Studienzeit oft mit ihr verbracht hat, als dich zu uns in die Cafeteria zu gesellen. Mit dieser Mail hier, möchte ich im übrigen unser Kommen verkünden. Im Namen von Mir und auch von Sherlock, danke ich schon mal herzlich für die Einladung und für die Flugtickets. Und ja, auch wenn er es selbst so nicht zugeben würde, Sherlock ist ein Genie. Ich weis allerdings nicht inwie weit Mike übertrieben hat, wir wissen ja beide, wie sehr er zu Übertreibungen neigt.
Ich freue mich auf ein wiedersehen, alter Freund.

Liebe Grüße, auch an deine Verlobte
John Watson



Während John in seine Mail vertieft war, bekam er nicht wirklich mit, dass Sherlock mit gepacktem Koffer zwischen Tür und Angel stand und John quasi antrieb, sich zu beeilen.
Der Arzt durchflog seine Mail noch mal nach Rechtschreibfehlern und überlegte ob er gegenüber Pete auch den richtigen Ton getroffen hatte. Letztendlich wollte er aber auch nicht mehr wirklich etwas ändern, also ließ er es so und drückte auf Senden. Dann war er im Begriff sein Postfach zu schließen, als er von der Tür Sherlocks letzten Satz hörte. „Was?“ rief er erst noch geistesgegenwärtig, kam dann aber wieder darauf, dass er den Flug meinte. „Was? Nein, Sherlock,“ meinte er hastig, stellte seinen Laptop erneut beiseite und hastete zur Treppe, an der Sherlock fertig angezogen, alles eingepackt hatte und Mrs. Hudson zurief, dass sie für ein Paar Tage nicht hier wären und das sie nicht aufräumen musste. Eigentlich wusste Sherlock doch, dass ihre Vermieterin schon gerne Sachen von ihnen beiden Aufräumte. Zwar erwähnte sie oft, nicht ihre Hausfrau zu sein, aber dann räumte sie doch auf. Schließlich wusste sie an manchen Tagen gar nichts anzufangen, als das ganze Haus von oben bis unten zu putzen. Watson hatte sich Seelenruhig an den Türrahmen gelehnt. Seine Mundwinkel gingen von Sekunde zu Sekunde weiter nach oben, als er sah wie hastig es sein Mitbewohner plötzlich hatte. „Sherlock, der Flug geht erst Morgen früh,“ erklärte John mit einem unterdrückten schmunzeln.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 4:56 pm

Nun waren es schon drei Sachen, die Sherlock nachträglich in den Koffer gestopft hatte und gerade wirbelte er auf der Suche nach einer vierten durch die Wohnung, da bekam er mit, was John sagte.
In der Bewegung erstarrt wurde ihm bewusst, dass er wie auf der Flucht gewesen war. Dann blickte er mit einem leicht im Schmerz verzogenen Gesicht zu seinem Mitbewohner hinüber.
„Morgen früh?“ Er richtete sich auf. „Ach kommen Sie, John!“ Er atmete gequält aus und sah sich nach seiner Tasche um.
Einen weiteren Tag voller Langeweile. Und dabei hatte es kurzzeitig so ausgesehen, als ob er es geschafft hatte, ihr für heute zu entgehen. Oder zumindest für den weiteren Tag, angefangen hatte er ja schon langweilig.
Der Detektiv zog Mantel und Schal aus und hängte sie zurück.
Fast ein bisschen enttäuscht ließ sich Sherlock in den Sessel zurücksinken. Jetzt konnte er sich wieder die Frage stellen, die er sich den ganzen Tag gestellt hatte. Was jetzt tun?
Der Detektiv ließ seine Blicke durch das Zimmer schweifen, dann entdeckte er seine Tasche und erinnerte sich daran, was er eingepackt hatte.
In einer ruckartigen Bewegung stand er auf und schritt zu seinen Sachen hinüber, dann ging er in die Küche.
„Haben wir Äpfel?“ rief er ins Wohnzimmer aber fand sie kurz darauf selbst.
Er nahm sich einen, ging wieder ins Wohnzimmer und stellte ihn auf das Sofa an der Wand.
Dann ließ Sherlock sich auf dem Sofa nieder und schoss nach dem Apfel.
Die einzige Alternative, die er hatte und die ihn im Moment reizte war, sich eine Leiche zu suchen und auf sie einzuschlagen, aber er fand erstens seine Reitgerte nicht wieder und zweitens hätte er zur Pathologie gemusst und nachdem er jetzt so in seinem Lauf gestört wurde schien jede Bewegung wieder unnütz und zu viel. „WARUM PASSIERT MIR DAS IMMER?“ brüllte er aus Leibeskräften, während die Möglichkeit, den Apfel als diesen zu erkennen, immer geringer wurde.
„WARUM HAT JEDER WAS ZU TUN, NUR ICH NICHT?“
Das Magazin hatte sich geleert und nun konnte der Detektiv seinem Unmut nur noch mit Worten Luft machen, die Möglichkeit mit der Waffe war erschöpft.
„GREGOR BEKOMMT DOCH AUCH SEINE VERBRECHER!“ dass er eigentlich Greg hieß hatte Sherlock vergessen. „MRS HUDSON HAT AUCH GENUG ZU PUTZEN UND ANDERSON…“ Plötzlich ließ er sich in den Sessel zurückfallen, auf einmal geschwächt und wedelte mit der Waffe matt vor John herum. „Was der auch immer macht. Warum hat Anderson nur etwas zu tun und ich nicht? Das ist ungerecht.“Er schaute zu seinem Kameraden hinüber und blickte ihn mit bittenden Augen an.
„Können wir nicht heute schon fliegen?“
Je früher neue Fälle, desto besser.
Richtige Fälle. Nichts mit Hunden oder kleinen Diebstählen.
Wenn Moriarty irgendwo einbrechen würde, das wäre etwas richtiges. Etwas, dem man nachstreben konnte.
Aber nach dem Briefpapier, der Schrift und generell allen Hinweisen in diesen Briefen war das Opfer gar nicht Jims Gewichtsklasse.
Ein zu kleiner Fisch für den großen, bösen Hai.
Sherlock seufzte. Manchmal fragte er sich, ob er es etwa selbst in die Hand nehmen sollte.
Aber dann sah er meistens zu John hinüber und fragte sich, was passierte, wenn Sherlock jemanden umbringen würde, und John etwas davon mitbekam.
Schon mal ganz davon abgesehen, dass Sherlock nie jemanden töten würde, nicht direkt, würde er wahrscheinlich John verlieren. Und das konnte sich der Detektiv nicht erlauben. Er hatte heute schon einmal darüber nachgedacht, was er ohne John wäre. Ein gebrochener Mann.
Nicht in der Liebe, er war nicht der Mann, der sich schnell verliebte und auch vermutlich nicht in einen anderen Mann, aber in einer Freundschaft, die er nie wieder bekam.
John akzeptierte ihn, wie er war. Ein verdammtes, gefühlskaltes, soziopathisches Arschloch.
Er stützte Sherlock, wenn der ihn brauchte und gleichte ihn aus, noch mehr als bei anderen Freundschaften, die andere Leute wohl hatten.
Ja, auch wenn er es nicht sofort zugeben würde, Sherlock Holmes war froh, John Watson zu haben.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 5:51 pm

John hatte eben noch Seelenruhig im Türrahmen gestanden und Sherlock grinsend zugesehen, wie er von einem Platz zum anderen lief und Sachen nachträglich noch einpackte. Als der Detective dann aber nach seinem Satz fast schon resigniert aufsah, Mantel und Schal daraufhin zurück an die Garderobe hängte und nach Äpfeln fragte, hätte der Arzt doch lieber seinen Mund halten sollen. „Äh…ja denke schon…,“ war Watsons schnelle Antwort, als Sherlock nach einem Apfel fragte und wollte noch hinzugeben, das in der Küche welche sein müsste, da hatte sein Mitbewohner bereits einen Apfel in der Hand, den er auf das Sofa stellte und Sekunden später darauf schoss. „Oh Verdammt, Sherlock!“ fluchte John und hielt sich seine Ohren zu. Ja, er hätte lieber seinen Mund halten sollen. Jetzt war die langweile des Consulting Detectives zurück. Der Arzt löste sich vom Türrahmen und Schritt in die Mitte des Wohnzimmers, während er den armen Apfel beobachtete, wie er immer kleiner wurde. Als seinem Mitbewohner das Magazin allerdings ausging, senkte er erleichtert seine Hände von den Ohren und lies sich zurück in seinen Sessel fallen. Er fuhr sich mit Daumen und Zeigefinger seine Nasenwurzel auf und ab. Nebenbei lauschte er dem Wutausbruch von Sherlock, der so seiner langweile Luft machte. „Äpfel sind zum Essen da, nicht zum darauf schießen…und er heißt Greg,“ murmelte John als Information und sah dann auf. „Anderson hat etwas zu tun, weil er einen anerkannten Job hat, du hast deinen Job selbst erfunden. Leute kontaktieren Sie, wenn sie Ihre Hilfe brauchen. Anderson dagegen findet jedes mal eine Kleinigkeit zu tun, auch wenn es bloß rumstehen oder nerven ist,“ antwortete der Arzt seinem Mitbewohner und fing daraufhin die bittenden Blicke auf. Ja, wieso tat er sich das eigentlich an? Sie könnten heute fliegen, somit würde er nicht nur Sherlock, sondern vor allem sich einen Gefallen tun. Er müsste einen Tag weniger die langweile des großen Sherlock Holmes ertragen. Er ging die Möglichkeiten, durch, die sie hatten. Leise konnte er sich an eine Freundin erinnern, die er weit vor Jenny und ein paar anderen hatte, die in der Fluggesellschaft arbeitete. Vielleicht könnte sie ihm einen kleinen Gefallen tun, wenn John ihr die Sachlage schilderte. Ja, das klang nach einer plausiblen Lösung. So musste er nicht Gefahr laufen, dass Sherlock nicht demnächst wieder mit seinem Experimenten anfing. Watson erhob sich zum wiederholten mal von seinem Sessel, fischte sein Handy aus seiner Hosentasche und marschierte in die Küche mit der Bemerkung: „Ich ruf mal die Fluggesellschaft an,“ verschwand der Arzt vollends in die Küche. Dort angekommen, lehnte er sich an die Küchentheke und atmete Tief durch. Er bräuchte wirklich mal wieder Schlaf. Es war entsetzlich wenn Sherlock wie ein kleines Kind wegen langweile jammerte. Hatte er den schon mal versucht, seine Gedanken abzuschalten und mal die Natur im Park zu genießen? Nein, wohl eher nicht, denn das war für ihn ja wohl komplett sinnlos. Schnell hatte er die Nummer seiner früheren Freundin, Lilly, gewählt. Diese war bis jetzt die gutmütigste von allen. Nur hatte sie ihn verlassen, weil sie es doch nicht schaffte kurz nach der Trennung ihres Ex-Freunde schon eine Beziehung zu führen. Der Arzt legte sein Hand ans Ohr und wartete bis der Ton auf der anderen Leitung zu Ende war und eine Stimme erschien. Vielleicht würden sie sogar mit der Umbuchung kostenlos davonkommen, schließlich hatten das ein paar Bekannte auch schon erlebt, kostenlos Umzubuchen. Da hingen aber auch wieder verschiedene Faktoren zusammen. „Hallo Lilly,“ meldete er sich mit einer freundlichen Stimme zu Wort. „Wie geht’s dir?“ fragte er weiter nach. „Ja, bis auf die Sherlocks Launen die ich ertragen muss, geht es ganz gut,“ antwortete er nach kurzer Zeit auf eine Frage seiner Gesprächspartnerin an der anderen Leitung. „Ehrlich gesagt geht es auch genau darum. Ich habe eine Einladung zu einer Hochzeit von einem guten Freund bekommen. Es soll nach Schottland gehen, allerdings erst Morgen,“ fing der Arzt also an, sein kleines Problem zu schildern. „Ja und Sherlocks Launen kann ich kaum noch einen Tag länger ertragen,“ fügte er noch hinzu. Lilly kam dann ziemlich schnell drauf, was John von ihr wollte. Kurz informierte sie sich und war dann wieder an der Leitung. „Ja? Wirklich? Vielen Dank, Lilly,“ meinte John dann nach erleichtert. „Aber klar, sobald wir zurück sind, melde ich mich bei dir. Machs gut,“ mit diesen Worten legte der ehemalige Militärarzt auf und sah noch kurz auf sein Handy. Er kam nicht drum herum kurz zu lächeln. Sein Handy ließ er in seine Hosentasche zurück gleiten. „Der Flug ist Umgebucht, kostenlos. In einer Stunde geht’s los,“ informierte er nun seinen Mitbewohner von der Küche aus, nahm seinen Laptop aus dem Wohnzimmer und machte sich auf dem direkten Weg nach oben zu seinem Zimmer. Jetzt musste auch er eilig packen. In seine Zimmer angekommen, holte er seinen Koffer unter dem Bett hervor. Irgendwie war er froh, dass das mit dem Flug noch funktioniert hatte. So musste er nicht wenigstens noch eine Nacht mit Sorgen wach liegen, dass Sherlock aus langweile etwas anstellen könnte. Der Arzt wandte sich zu seinem Kleiderschrank um und suchte sich Unterwäsche und Kleidung für ein paar Tage heraus. Diese schichtete er ordentlich in seinen Koffer und legte als letztes seinen Laptop, von dem er zuvor noch sein Postfach geschlossen hatte, oben drauf. Danach kontrollierte er, ob er auch alles hatte. Einen passenden Anzug musste er sich dann in Edinburgh suchen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 7:07 pm

„Gott bewahre, dass er dafür nicht auch noch bezahlt wird.“ Murmelte Sherlock grimmig und besah sich seine Waffe. Sie schoss immer noch perfekt. Gut so, wer wusste schon, ob das in Schottland eine entscheidende Rolle spielen würde.
Selbstausgedachter Beruf. Pah! Immerhin war der Detektiv nutzvoller als Anderson.
Als John sich in die Küche verabschiedete und meinte, er würde die Fluggesellschaft anrufen schaute Sherlock ihm verwirrt hinterher. Wie wollte John das bewerkstelligen?
Trotzdem hoffte er, es würde klappen. Jeder Tag, den er noch in London verbrachte, würde ihn von den Fällen Schottlands abhalten. Und wenn er wieder da war gab es sicher auch hier wieder etwas zu tun.
Ja, man kann sagen, dass Sherlock Holmes das genauso logisch vorkommen musste, wie eine Schnittwunde auf ein Messer schließen ließ. Er redete sich fast schon ein, dass er, wenn er wieder da war, nur so von Fällen überhäuft wurde. Und damit wollte er möglichst schnell anfangen, also musste er Edinburgh hinter sich bringen und wenn er Glück hatte, dann gab es dort auch etwas zu tun.
Er hatte extra daran gedacht, ein T-Shirt und eine Jeans einzupacken, falls man ihn als Sherlock Holmes nicht an die schottischen Fälle lassen würde.
Und wenn es zum Notstand kam konnte man ja immer noch Lestrade anrufen und ihn bitten, beziehungsweise dazu drängen, die Polizisten dort umzustimmen. Immerhin war er doch ein Detective Inspector und die hatten doch sicher ein Recht dazu, in England berühmte Consulting Detectives auch in Schottland freizugeben.
Johns Anruf wurde angenommen. Lilly? … Lilly… Wer zur Hölle war Lilly? Schon allein, weil der Detektiv sich das fragte ließ vermuten, nein sogar belegen, dass es eine von Johns Exfreundinnen war.
Sherlock schnaufte nur einmal verächtlich auf Johns Aussage, er sei launisch. Wer war denn hier launisch? Sherlock sicher nicht.
Er legte die Fingerspitzen aneinander und hob sie zur Nase, jedoch blieb er mit seinem Blick bei John.
Im weiteren Gesprächsverlauf zeigte sich, dass es eine von den Exfreundinnen des ehemaligen Militärarztes war. Ob die wohl bereit wäre, ihren Flug umzubuchen? Da Sherlock nicht genau wusste, wer Lilly war, konnte er sich auch kein Bild von ihr machen und somit nicht deduzieren, ob sie zu so etwas bereit wäre. Gleich zwei unausgefüllte Deduktionen heute; Sherlock sah seinen Bruder schon fast schadenfroh lachen. So hörte er ihn nur und wedelte kurz mit einer Hand vor seinem Ohr herum, als müsse er eine lästige Fliege vertreiben.
Sherlocks Augen verengten sich zu giftigen Schlitzen, als John zum wiederholten Male über gewisse Launen redete. So schwer auszuhalten war es doch sicher nicht. Außerdem fühlte sich doch Sherlock in diesem Moment auch nicht gut. Wenn er es tat dann hatte er immer einen schlimmen Anfall von Langeweile.
Der Consulting Detective verbiss sich einen Kommentar zu dem versprochenen Zurückmelden; wenn John gerade Erfolg gehabt hatte, und vieles sprach für einen Erfolg, dann würde es besser für alle enden, hielte sich Sherlocks Sarkasmus in Grenzen.
Tatsächlich, John verkündete schon wenig später den Sieg, woraufhin Sherlock sich von seinem Sessel hochstieß.
Mit den geschmeidigen Bewegungen einer Katze ging er dann zu seinem Mantel und streckte seine Hand danach aus.
John war in sein Zimmer verschwunden, vermutlich packen. Wenn sie in einer Stunde da sein wollten und man den Londoner Verkehr einberechnete wäre es besser, der Detektiv riefe jetzt schon ein Taxi. Sherlock hob also die Hand zu seinem Mantel und behielt ihn dann am Stoff liegen.
Dieser Mantel war ein Teil von ihm und bis jetzt war er bei fast jedem Abenteuer dabei gewesen.
Mit einem stummen Lächeln zog er das Kleidungsstück vom Ständer und zog es an, dann folgte der Schal.
Nachdem Sherlock seine Tasche gegriffen hatte ging er zur Treppe und stieg sie hinab, öffnete die Haustür und verschwand nach draußen.
Ein Haustürschlüssel musste in seiner Manteltasche sein, wenn nicht hatte John sicher einen.
Abstellen musste der Consulting Detective sein Gepäck nicht, kaum hatte er die Hand gehoben kam ein Taxi herangefahren.
„Zweimal nach Heathrow bitte. Der zweite kommt gleich.“ Sagte er zu dem Fahrer und holte schon vorsorglich sein Portemonnaie aus der Tasche. Kaum hatte er es in der Hand tat er es in den Mantel, dann schnallte er sich an und stellte den Kragen hoch. Zeit für ein neues Abenteuer.

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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 7:56 pm

Nachdem John alles überprüft hatte, schnappte er sich seinen Koffer und verließ sein Zimmer. Eilig marschierte er die Treppen nach unten und Prüfte kurz ob das Küchenfenster zu war. Sherlock konnte er in der Wohnung nicht mehr entdecken, also nahm der ehemalige Militärarzt an, dass er schon unten sein müsste. Also kontrollierte er nur, ob er seinen Ersatzschlüssel fürs Haus dabei hatte, welcher sich zum Glück schon in der Tasche seine Jeanshose befand. Würde er dort nicht sein, hätte es eine Ewigkeit gedauert, ihn zu suchen. Vor allem bei diesem ganzen Chaos hier. Watson verließ die Wohnung über die Treppe, rief einen vorläufigen Abschiedsgruß Mrs Hudson zu und ließ auch das Haus hinter sich. John stellte erneut zufrieden fest, dass Sherlock bereits ein Taxi gerufen hatte. So würden sie schneller zum Flughafen kommen, als würden sie erst jetzt auf eines warten. Watson zog die Haustür hinter sich zu, sprintete zum Taxi, lies seinen Koffer im Kofferraum verschwinden und stieg ebenfalls ein, wo er sich auf seinen Sitz gleiten ließ und sich anschnallte. Keine Sekunde später fuhr das Taxi los. John nahm an, dass Sherlock dem Fahrer bereits gesagt hatte, wo es hinging, also musste er selbst sich nicht mehr darum bemühen. Mit einem kurzen Seitenblick zu Sherlock registrierte er den hochgestellten Kragen seines Mantels. Natürlich tat er das doch bestimmt wieder um cooler zu wirken. Der Arzt wandte sich dem Fenster auf seiner Seite zu und sah nach draußen. Eine andere Luft würde ihnen beiden sicher gut tun und die Landschaft in Schottland war auch herrlich anzusehen. Das würden ein paar wunderbare Tage werden. Und die Krone des ganzen war ja, dass er seinen alten Freund endlich wiedersehen konnte. Wie es ihm wohl all die Jahre nach Afghanistan ergangen sein musste?
John driftete nun ausnahmsweise mal selbst in seine Gedanken ab, während er dem Straßenverkehr draußen mit seinen Blicken verfolgte. Ob er auch das normale Leben in London vermisst hätte? Das hatte Pete in seiner Mail gefragt und diese frage stellte er sich gerade auch selbst. Als er da unten war, hatte er nach längere Zeit nicht mehr darüber nachgedacht, ob er London vermisst hätte. Erst als er verwundet wurde, wollte er zurück. Und jetzt, wo er zurück war? Heute schon das zweite mal, bewegte er die Hand seiner einst verwundeten Schulter langsam auf und zu, ohne das er es wirklich registrierte. Seine Kameraden vermisste er schon, wusste ja kaum mehr wie es ihnen da unten erging, wo er jetzt wieder in London war. Aber Action hatte er hier auch genug und insgeheim hoffte John sogar, dass diese Reise keine gewöhnliche Reise werden würde. Vielleicht wüsste Pete ja etwas von ehemalige Kameraden, wie es ihnen jetzt so ergeht. So konnte er sich auch ein wenig mit ihm austauschen. Und diese Amy musste er auch unbedingt kennen lernen. Wenn Pete sie sogar heiraten will, muss sie ganz besonders sein. Petes Hochzeit versprach schon jetzt, ein toller Tag zu werden. Er würde mit Sicherheit so viele bekannte treffen und vielleicht selbst ganz nette Bekanntschaften machen. Und Sherlock würde mal wieder unter Leute kommen, raus in die Natur. Nicht den ganzen Tag in der 221b Baker Street sitzen. Pete konnte endlich seinen Mitbewohner kennen lernen. John freute sich auch irgendwie darauf. Manche Leute verstanden es nicht, wie Watson es mit Sherlock aushalten konnte, aber Pete war ähnlich wie John. Er würde es verstehen. Denn auch Pete war immer auf der Suche nach Action, genauso wie John. Auch fragte sich der Arzt, wer wohl die Ehre hatte, Petes Trauzeuge zu sein. Ach, er war auf so vieles gespannt. Erneut wanderte sein Blick zu dem Detective. Der Arzt konnte nur hoffen, dass dieser sich auf einer Hochzeit auch zu benehmen wusste und nicht über irgendwelche Experimente berichtete oder seinen Deduktionen laut aussprach. Aber eigentlich mochte er seinen Mitbewohner, als besten Freund, so wie er war, zwar konnte er dem Arzt auf die Nerven gehen in dem er im Rausch seiner langweile auf etwas schoss oder ihn Stundenlang wissen ließ, dass ihm langweilig war oder aber mit seinen Experimenten  Unordnung schaffte. Aber im großen und ganzen war das zu ertragen, wenn man an der Seite des Consulting Detectives Fälle lösen konnte und der Action ins Auge sehen konnte. „Sie versprechen mir aber bei der Hochzeit keine Deduktionen laut zu sagen, ja?“ wollte der Arzt dann noch mal klar stellen. Denn schließlich waren auf der Feier ein paar sensible Menschen dabei, die Wahrheiten bezüglich geheimen Affären ihrer Ehemänner oder Ehefrauen gar nicht hören wollten oder nicht ertragen konnten.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 8:44 pm

Sherlock sah nicht zu John hinüber, als der einstieg. Er wusste, dass er nun da war und das genügte.
Als würde ein Seitenblick etwas verändern. Es war immerhin unlogisch, dass ein Fremder eingestiegen war. Ein Fremder, der sich wie John bewegte, wie er in Autos stieg und wie er roch.
Den Ellenbogen ans Fenster gestützt folgte Sherlock dem Geschehen auf der Straße. Ein Anzugträger, offensichtlich Journalist, Geschieden und Katzenbesitzer, stand auf der anderen Straßenseite und besah sich Speedys.
Doch bevor Sherlock etwas dazu sagen oder bemerken konnte wurde ihm das Wort abgeschnitten, das Taxi fuhr an und der Detektiv wurde leicht in den Sitz gedrückt. Warum das so war wusste er nicht, er hatte es vergessen, verdrängt.
Irgendjemanden jetzt auf diesen Mann anzusprechen wäre sowieso sinnlos.
Die Fahrt war still und wenn Sherlock so darüber nachdachte war das ganz in Ordnung so. John ging seinen Gedanken nach, Sherlock seinen, jeder hatte seinen Freiraum um zu denken.
Der Consulting Detective dachte über John und Pete nach.
Eine Hochzeit also, von einem alten Freund aus Afghanistan. Verletzt und in den Ruhestand versetzt.
Einer, der ähnlich wie John war. Sherlock warf seinem Freund einen Blick zu, ins Gesicht, damit er seine Stimmung erkennen konnte. Das leise Geräusch von raschelndem Stoff ließ den Consulting Detective allerdings tiefer blicken, zu Johns Hand.
Er hatte sie geöffnet und geschlossen, die Muskeln hatten sich angespannt, der Stoff des Ärmels war mitgegangen und es hatte ein Geräusch gemacht.
Es musste John viel an diesem Pete liegen, dass er die Strapazen einer Reise auf sich nahm um zu ihm zu kommen. Sherlock sprach den Gedanken nicht laut aus, er wusste, dass die Antwort nur lauten würde, dass man das für Freunde so machte. Freunde… Der Detektiv war nie einer für Freundschaften gewesen.
Die meisten hatte er vergrault. John war geblieben. So sehr Sherlock auch manchmal unbewusst versucht hatte ihn zu vertreiben.
Der Mann schaute wieder aus dem Fenster und lächelte leicht. John war so loyal, dass es manchmal fast wehtat.
Und jetzt war er auf dem Weg zu einer Hochzeit eines Freundes.
Die beiden waren einander absolut vertraut, sie hatten viel durchgestanden. Waren befreundet, beide waren oft in Gefahr und beide waren sie am Tot vorbeigeschrammt.
Es traf Sherlock ähnlich wie einen Blitz, als ihm auffiel, dass es sich bei John und ihm ähnlich verhielt. Und er mochte das Gefühl, mit jemandem auf derselben Stufe zu stehen, ganz und gar nicht. Was, wenn John gefallen am Heiraten fand? Was, wenn er sich eine Frau, eine Zukunft, ja vielleicht sogar Kinder anschaffte? Sherlock konnte nur entsetzt vor sich hinstarren. Dann würde John nicht mehr in der Baker Street leben wollen. Was war der Detektiv denn ohne den Doktor? Ein niemand.
Die Stille, sie würde entsetzlich sein. Die Stille, und die Gewissheit, dass John nicht da war, um ihn rauszuboxen.
Aus dem Stehgreif konnte der Detektiv gut ein duzend Momente nennen, in denen er ohne seinen Freund versagt hätte.
Vielleicht wäre die Pille die falsche, die giftige gewesen und der Taxifahrer hätte den damals schon berühmten Detektiven voller Ekel und Missgunst zugesehen, wie er sterbend und zuckend auf dem Boden lag.
Vielleicht hätte die Dame aus der schwarzen Lotus Organisation mit ihm kurzen Prozess gemacht.
Vielleicht… Ach, es gab einfach zu viele Beispiele, weit mehr, als das man sie alle erzählen könnte.
Johns Worte ließen ihn aufschrecken aber er ließ sich nichts anmerken. Das altbekannte Pokerface.
„Selbstverständlich nicht. Ich bin doch kein Angeber.“ Sagte er und sah weiterhin vollkommen ernst aus dem Fenster. Als ihm bewusst wurde, was er da gesagt hatte wurde ihm flau im Magen. Sherlock Holmes war nicht religiös, aber wenn da oben jemand saß, sagte er sich, dann sollte er verhindern, dass John dem wiedersprach.
Dann hätte Sherlock seinen Stempel auf den Unterlagen, die bescheinigten, dass er ein hoffnungsloser Fall war.
Noch im nächsten Moment wurde ihm klar, wovon er da dachte.
Er selbst war doch der festen Überzeugung das Freunde nur verwundbar machten. Er hatte keine Freunde. Höchstens einen. Und dann meldete sich die andere Seite wieder, dass er den nicht verlieren durfte.
Das Taxi hielt vor dem offiziellen Eingang und der Taxifahrer nannte die zu bezahlende Summe. Sherlock blieb stumm sitzen.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 22, 2014 9:27 pm

John hatte Sherlocks Antwort mit einem leichten grinsen aufgenommen. Nein, natürlich war er kein Angeber, dachte sich der Arzt. Manchmal konnte Sherlock sehr wohl angeben, wenn er an eine Fall etwas erkannt, was andere nicht sahen. Aber im laufe der Zeit hatte er ihn dazu bringen können, seine Angeberei abzulegen, damit er den anderen Teil an seinen Deduktionen haben ließ. Wie zum Beispiel ein Fall in dem Greg den Consulting Detective brauchte, da hatte Sherlock sich dazu überwunden können, den anderen zu sagen, was doch eigentlich offensichtlich war. Laut ihm. John sah den vorbeiziehenden Parkplatz und erkannte, dass sie am Flughafen sein mussten. Die Stimme des Taxifahrers lies ihn vollkommen aus seinen Gedanken zurückkommen. Als Sherlock allerdings darauf nicht reagierte, zog er sein Portemonnaie aus der Tasche und holte das verlangte Geld daraus hervor. Mit einem höflichen lächeln reichte er dem Taxifahrer das Geld, warf einen weiteren Blick zu Sherlock und zog die Stirn kraus. War er etwa wieder in seine berühmten Gedächtnispalast? John beschloss schon mal auszusteigen und die Koffer aus dem Kofferraum zu laden. Also tat er das auch. Er öffnete seine Seite der Tür, stieg aus und marschierte zum Kofferraum. Dort holte er dann die zwei besagten Koffer heraus und ließ den Kofferraum anschließend wieder zufallen. Als der Detective immer noch keine Anstalten machte, aus dem Taxi auszusteigen, machte er sich doch ernsthafte sorgen, dass er wieder in dieser einen Phase wie vorhin in der Baker Street war. Ruhig, nicht bewegend und einen Kranken Eindruck. Als er allerdings einen Blick in den Innenraum des Taxis warf, sah er nicht so aus, wie vorhin. „Sherlock, wir sind da,“ meinte er daher nur beiläufig, nahm dann seinen Koffer und machte sich schon mal auf dem Weg ins innere des Flughafengebäudes. Er nahm an, dass Sherlock gleich nachkommen musste. Als er das Flughafengebäude betrat, bekam er bereits einige Gesprächsfetzen um die Ohren. Überall liefen Leute auf und ab, einige beeilten sich ihren Flug zu erwischen und hasteten demnach nur so durch die große Halle. Andere saßen auf den Sitzplätzen und warfen langweilige, ja fast schon genervte Blick auf die Anzeigetafeln. Wahrscheinlich waren auch welche unter ihnen dabei, die ihren Flug verpasst hatten oder die Flieger würden sich verspäteten. John seufzte. Da waren diese vielen Menschenmassen, die alle ein Ziel verfolgten. Ihr Flieger zu erwischen. Und das mussten er und Sherlock auch. Schließlich war es nur noch eine knappe halbe Stunde und Watson wusste noch nicht mal, wie es am Lastminute Schalter aussah. Der Arzt suchte bereits die Halle nach diesem  Lastminute Schalter  ab, konnte ihn aber erst nicht erkennen. Immer noch mit dem Gedanken, dass Sherlock schon kommen würde, ging er durch die Halle und hielt seine Augen aufmerksam nach seinem Ziel offen. Nach einer halben Ewigkeit, so kam es Watson jedenfalls vor, fand er den Schalter. Es war noch nicht mal eine lange Schlange davor. Da hatten sie aber Glück gehabt. Schnell stellte er sich also an. Vor ihm war ein Mann mit Anzug, in seiner Hand hielt er einen Aktenkoffer. Wahrscheinlich ein Geschäftstermin? John wusste es nicht, schließlich war er ja nicht der Consulting Detective. Vor dem Geschäftsmann stand eine Großfamilie. Die kleinsten hampelten in der nähe ihrer Eltern umher. John Watson musste lächeln. Kinder waren doch was tolles. Auch wenn man Nächtelang wegen ihnen Wachblieb und später wohl noch größere Probleme mit ihnen hatte. Ob er eines Tages auch mal Kinder haben würde? Der Arzt würde sich eine Familie wünschen, aber ob diese ihm auch genügend Action bieten könnte, so wie es Sherlock und seine Fälle taten? John schüttelte leicht den Kopf. Der Geschäftsmann, sowie die Familie hatte den  Lastminute Schalter verlassen und nun sprach ihn die Dame dahinter an. Watson nickte und lies sich nach einem kurzen Gespräch die hinterlegten Tickets von ihm und Sherlock geben, die Pete online bereits bestellt hatte. Jetzt mussten sie zum Check In. Doch…Watson drehte sich um. Wo war Sherlock denn jetzt schon wieder?
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 23, 2014 2:51 pm

Sherlock wartete, bis Johns Gesicht von der Tür verschwunden war, dann murmelte er ein leises „Ich weiß.“
Es freute den Detektiven auf eine seltsame Art, dass der andere nichts mehr gesagt hatte. Aber bis auf sitzen und darüber nachdenken konnte er im Moment nicht. Er brauchte halt ein bisschen Zeit, um das einzuordnen. „Hören Sie, wenn sie zurück in die Innenstadt wollen wird es teuer!“ schnauzte der Taxi-Fahrer plötzlich und drehte sich um. Sherlock sah ihn an, als habe er bis eben gar nicht realisiert, dass da jemand saß, dann suchte er kurz seinen Platz ab, ob ihm zum Beispiel etwas aus der Tasche gefallen war und beeilte sich, das Fahrzeug zu verlassen.
Kaum hatte er die Tür zugeknallt, da fuhr es weg. Sherlock schaute sich den Eingang an. Es waren gläserne Türen und er konnte Personen hinter ihnen hin und herrennen sehen. John war wohl unter ihnen. Nachdem der Detektiv nach seiner Tasche gegriffen hatte, die neben ihm am Bürgersteig stand, setzte er sich in Bewegung und trat ein.
Ein Sturz von Deduktionen suchte ihn heim. Er filterte ein paar hinaus, ein paar, die ihn vielleicht interessieren könnten und ließ den Rest aus seinem Kopf verschwinden.
Langsam ging der hochgewachsene Mann durch die riesige Halle und achtete darauf, seinen Blick immer auf einer von den drei Personen zu behalten, die ihn reizten. Zwei Männer, eine Frau, alle standen sie an einem Pult und alle kamen sie ihm äußerst unseriös vor.
Fast wäre Sherlock über ein Kind gestolpert, dass, sehr nah, an ihm vorbeilief. Beide hatten einander nicht gesehen und überrascht schaute Sherlock dem Kind nach. Es lief zu einer etwas größeren Familie und begann an dem Vater hoch zuspringen, kaum hatte es ihn erreicht. Die Familie ging von dem Schalter weg und ein Geschäftsmann trat näher, hinter ihm konnte der Detektiv John ausmachen. Wahrscheinlich wartet er auf mich. Dachte Sherlock und hätte fast gegrinst. Er war genau im Richtigen Moment hereingekommen, in einem, in dem John nicht zum Eingang sah, jetzt hatte er noch ein bisschen Zeit.
Die drei Zielpersonen gingen derzeit durch einen Türbogen, nicht sehr groß im Vergleich zu der großen Halle.
„Entschuldigen Sie, Sir?“ Sherlock sah zur Seite, ein Mann stand da, nach seiner Kleidung Sicherheitsbeauftragter und liebevoller Hundebesitzer. „Sie brauchen ein Ticket, um hier hineinzukommen.“
„Nein, nein, da liegt ein Missverständnis vor. Verzeihung, ich muss gar nicht hier her.“ Der Consulting Detective setzte sein falsches Lächeln auf.
Die drei Leute standen schon lange auf seiner Liste, waren auffällig geworden und dass sie hier waren gefiel Sherlock ganz und gar nicht.
Im Gehen warf er einen Blick auf die großen Anzeigetafeln. Die Drei waren auf dem Weg in den Süden. Anscheinend waren alle Anzeichen richtig; Das Verbrechen hatte Urlaub.
Einen kurzen, leisen Seufzer ausstoßend trat der Detektiv schließlich von hinten neben John.
Er faltete die Hände hinter dem Körper und ließ noch ein wenig seinen Blick durch die große Halle schweifen.
„Sehen Sie den da vorne?“ wisperte er ihm leise zu. „Ein harter Kerl. War schon bei zwei, wenn nicht drei größeren Prügeleien dabei, unter anderem bei Protesten. Er macht sich auf Sitzplätzen gerne breit, dass verraten die leichten Abschürfungen an seiner Hose. Außerdem sein Gangbild. Gang und Sitzbilder sind gut zu vergleichen, wenn man weiß wie.“ Sherlock legte seinem Freund eine Hand in den Rücken und schob ihn zum CheckIn. „Allerdings dürfte er leicht Vertrauen schöpfen, wenn Sie ihm Ihren Tomatensaft anbieten und vielleicht ist er dann gewillt etwas zu rücken. Es darf aber nicht wie eine Almosen aussehen.“
Während er seine Tasche kurz  auf einem der öffentlichen Stühle öffnete und Laptop, sowie einige Unterlagen herauskramte und in eine Hängetasche packte, die dort ebenfalls Platz gefunden hatte redete er einfach weiter.
„Ansonsten sollten Sie lieber den Mund halten. Konversation ist nicht seins. Vor allem keine gepflegte. Er hat nämlich den Platz neben ihnen gebucht.“

(OUT: Was wird eigentlich aus dem Gewitter? Wann fängt das an?)

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 23, 2014 4:19 pm

John, der sich kurz nach Sherlock umgesehen hatte, ihn aber noch nicht ausfindig machen konnte, nahm die Tickets mit einem lächeln entgegen. Gerade als er sich zum gehen umwenden wollte, hörte er Sherlocks Stimme in seinem Ohr. Gott, musste er einen immer so erschrecken? Während Sherlock ihm seine Deduktionen über jenen harten Kerl mitteilte, lies er seinen Blick durch die Halle schweifen und blieb bei dem gemeinten Mann hängen. Prügeleien also…dachte sich der Arzt, zog eine Augenbraue hoch und wollte gerade fragen, wieso er ihm das erzählte, da wurde er von seinem Mitbewohner schon in Richtung des Check ins geschoben. Tomatensaft? fragte sich John erneut mehr als verwirrt, weshalb Sherlock ihm von dem Mann erzählte. Als sein Mitbewohner sein Gepäck kurz auf einen Sitz stellte um einige unterlagen herauszusuchen und seinen Laptop ebenfalls ins Handgepäck zu verlagern, beobachtete John ihn, insbesondere weil er weitersprach. Und das, was er dann hörte, wollte er eigentlich am liebsten gleich wieder vergessen. Der Kerl, den Sherlock ihm freundlicherweise so ausführlich beschrieben hatte, würde neben John sitzen? Na dann, gute Nacht. Eigentlich hatte sich der Arzt vorgenommen, während des Fluges ein wenig zu schlafen um Kraft zu tanken. Doch wenn ein Mann, der in mehreren Prügeleien verwickelt war und auch sonst keinen engelhaften Eindruck machte, neben ihm saß entschied er sich so gleich anders. „Ich glaube, meinen Schlaf kann ich somit vergessen,“ murmelte er. John kniete sich auf den Boden, stellte seinen Koffer auf sein angewinkeltes Knie ab, öffnete diesen Koffer eilig und nahm seinen Laptop von der obersten Schicht seines Gepäcks. Dieser war in einer Laptoptasche. Danach schloss er seinen Koffer wieder, erhob sich und warf einen Blick zu dem vorhin beschriebenen Kerl. Wenn solch einer neben ihm saß, konnte er schon gar nicht ein Auge zutun. Da war es doch besser, sich mal wieder seinem Blog zu widmen. Watson wartete noch, bis Sherlock sein Handgepäck vorbereitet hatte, dann reichte er ihm sein Ticket und marschierte zum Check in. Während er sein Handgepäck zum durchleuchten gab, legte er seinen Koffer auf das Laufband. Anschließend lies er sich am Check in selbst durchleuchten und holte sich Bordticket und Gepäcknummer ab. Seinen Laptop hatte er bereits, noch bevor er ihn in seinen Koffer gepackt hatte, auf Flugmodus geschallten, ebenso wie sein Handy. Schließlich wusste er nicht, was er im Handgepäck noch brauchen würde. Und sein Laptop war nun somit eines seiner Sachen fürs Handgepäck, weil er wegen seines Sitznachbarn nicht schlafen würde. Den Eintrag für den Blog würde er bereits im Word aufsetzten und ihn dann im Hotel weiterführen. Während er und Sherlock die ganze Prozedur von Sicherheitskontrollen durchliefen, bis hin dass sie zum Boardinggate hechteten, wurde nicht mehr viel geredet…
John saß nach einer weiteren halben Stunde bereits in seinem Sitz. Neben einer der freien Plätze rechts und links von ihm, hatte sich bereits der unangenehme Sitznachbar direkt neben ihn begeben. John rutschte bereits soweit zur Seite wie es bloß ging, da sich dieser Kerl, wie von Sherlock vorhergesagt, jetzt schon breit machte. In Gedanken malte er sich bereits den schlimmsten Flug seines Lebens aus. Seine Laptoptasche samt Inhalt hatte er in die Gepäcklagen über sich verstaut und würde sie nach dem Start zu sich holen. Sherlock hatte seinen Sitzplatz rechts neben John, in der nähe des Fensters. Watson wartete auf das Startsignal, während er den Gesprächen vor und hinter sich lauschte. Vor ihm musste die mehrköpfige Familie von vorhin sitzen, das erkannte er an die lebhaften Kinderstimmen von vorhin. Die Kinder stellten ihrem Vater eine menge Fragen über den Flughafen, weshalb ihr Gepäck nicht mit ins Flugzeug durfte, über den Start, wie ein Flugzeug richtig flog und vieles mehr. Da hatte der Vater ja einiges zu beantworten. Der ehemalige Militärarzt schmunzelte und lauschte einem anderen Gespräch hinter sich. Ein Pärchen, wie sich herausstellte, redete darüber, dass sie ihren nächsten Urlaub daheim verbringen wollten, weil sie den Stress am Flughafen nicht noch mal durchmachen wollten. Vielleicht gab es Probleme mit dem Gepäck, oder sie hatten sich erst in eine andere Richtung begeben, bis sie feststellten, dass sie in die gegengesetzte Richtung zum Bording mussten? John wusste es mal wieder nicht. Er konnte sich nur die einzelnen Szenarien vorstellen, die abgelaufen sein konnten. Der Arzt lies einen Blick zu seinem linken, unangenehmen Sitznachbarn huschen. So wie der Aussah, so fast schon Verbrechermäßig, würde er bestimmt keines seiner beiden Augen schließen. Den Typen wollte er auf jedem Fall im Blick haben, auch um sich seinen gesamten Platz zurück zu erkämpfen, sollte sich dieser Mann noch breiter machen. Soeben erklang die Stimme des Piloten, der persönlich einen guten Flug wünschte und das Signal zum anschnallen gab. „Gibt es noch irgendwas, was ich über ihn wissen sollte?“ flüsterte er Sherlock zu. John warf einen kurzen Blick zu dem harten Kerl, bevor er seinen Anschnallgurt suchte.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 23, 2014 5:16 pm

Sherlock ging auf den komischen elektrischen Bogen zu und ließ die entsetzliche Prozedur üb er sich ergehen.
Gerne hätte er protestiert und deklariert, dass er Sherlock Holmes war und dass er als dieser wohl kaum etwas an Bord brachte, was dem Gemeinwohl (oder ihm) schaden könnte, aber da er wusste, dass das nur noch mehr Probleme machen würde ließ er es.
Also begnügte er sich mit dem typischen Ausdruckslosen-missmutigen-muss-das-denn-sein-Blick und ging nochmal zurück. Es piepte natürlich noch einmal.
„Bitte legen Sie sämtliche…“ Bla, bla. Vervollständigte er den Satz in seinem Kopf, dann kramte er sein Telefon aus der Manteltasche, ebenso das Portemonnaie und nach einigem Kramen auch seinen Haustürschlüssel.
Ein weiteres Mal blinkte es Rot und ein weiteres Mal schallte dem Detektiv das Gottverdammte Piepen ins Ohr. Aber das letzte, was er noch in seiner Tasche hatte, was unangenehm werden würde, wollte er auf keinen Fall auf die kleine Unterlage legen.
„Ach wissen Sie, ich muss nur kurz etwas in meinen Koffer tun. Ich bin sofort zurück. Das brauche ich eh nicht an Bord.“
Mit diesen Worten drehte er sich zu seiner Tasche um und tat hinein, was dem Durchleuchtungs-Ding Probleme bereitete. Gleichzeitig holte er etwas heraus und packte es dahin, wo das andere erst gewesen war.
Dann ging Sherlock durch die Sperre und ohne weitere Umschweife lehnte er sich, über das Fließband, zu dem Mann an dem Monitor herüber.
„Fragen Sie bitte nicht, das gefährdet die Operation. Ich darf das bei mir haben, weil ich auf der Suche nach einem gefährlichen Verbrecher bin, der nach Edinburgh geflohen ist. Mein Name ist Lestrade und wenn Sie jemandem von mir erzählen dann wird der Verbrecher das innerhalb von einem Tag auch wissen. Das können wir nicht riskieren, also wäre es besser, wenn sie Stillschweigen bewahren.“
Er sagte es leise und eindringlich und der Sicherheitsbeauftragte schien es nach einem kurzen Vorzeigen des Dienstausweises auch zu schlucken.
Zufrieden griff der Consulting Detective nach seinem Handgepäck und dem Kram, der locker auf dem Tablett gelegen hatte, packte den Ausweis zurück in seine Tasche und holte zu John auf.
Außer einem kurzen „Kaum erzählt man ihnen nette Märchen, glauben sie einem alles. Man könnte sagen, man sei der König höchstpersönlich.“ Blieb er ruhig und Zeit für Gerede war sowieso nicht, neben seinem Kameraden eilte er die Gänge entlang, gerade noch rechtzeitig für das Flugzeug.
Obwohl Sherlock gerne noch einen Kontrollgang gemacht hätte und alle Mitfliegenden kurz einmal angesehen hätte setzte er sich stumm neben Watson und tat, was die blecherne Stimme des Piloten durch den Lautsprecher von ihm verlangte.
Seine Tasche hatte er vor den Füßen, eventuell wollte er noch ein paar Experimente auswerten.
Nur einmal kurz sah er zu John, nachdem der gefragt hatte und sah sich den Mann dann noch einmal an.
Besonders die Finger nahm er diesmal ins Visier. Leicht verstärkte Hornhäute an den Fingerkuppen, bestimmte Abdrücke. Außerdem eine offensichtlich hohe Treffersicherheit. Das wusste er noch von dem Flughafen, wo der andere einen leeren Kaffeebecher zielsicher im Mülleimer versenkt hatte. Außerdem war da die bestimmte Art zu sitzen, nicht nur ausgebreitet, nein, da war noch was anderes… Wie als würde er aufpassen, dass eine Stelle des Körpers nicht belastet wurde, weil… Etwas Gefährliches sich an ihr befand? Beziehungsweise, meistens befand?
„Ich weiß es nicht, aber wir können in Betracht ziehen, dass er ganz gut mit Schusswaffen umgehen kann. Vielleicht sogar schon einmal jemanden getötet hat. Das würde zumindest zu dem Rest passen.“Vielleicht hatte er das zu laut gesagt; Der Mann schaute einmal kurz zu dem Detektiven hinüber, sah aber nicht überrascht aus, wie es viele waren, wenn Holmes sie deduzierte. Nein, eher mürrisch und aggressiv.
Sherlock konterte das mit einem seinem aufgesetzten Lächeln.
Nachdem der andere wieder weggeschaut hatte widmete sich auch Holmes etwas anderem. Seinem herunterklappbaren Tischchen.
„Wie funktioniert das?“ fragte er leise und versuchte es verzweifelt hochzuklappen, bis er bemerkte, dass man es herunterklappen musste. Er war entschieden zu selten in öffentlichen Flugzeugen.
Nach einer kurzen Zeit merkte er, dass er sein Handy ausschalten musste, tat das sogleich und packte es dann zurück in seine Manteltasche. Sherlock zog dann den Schal aus, holte eine Mappe heraus und packte sie gleich wieder ein, weil er bemerkte, dass das Ergebnis nicht aufgeschrieben war.
Dann machte er seine typische Fingerspitzen-aneinander-Pose, wechselte die Position aber schon bald, um die Arme auf den Lehnen ruhen zu lassen. Nur wenig später wurde das ungemütlich und er verschränkte die Arme.
Letztendlich landete er doch wieder bei der ersten Haltung und bemerkte, dass nichts zu tun war.
„Langweilig…“ murmelte er leise. „Hoffentlich sind wir bald da.“
Nach einem Blick auf die Uhr bemerkte er, dass gerade drei Minuten seit den Deduktionen zu Johns Sitznachbarn vergangen waren.
Na das konnte ja ein angenehmer Flug werden…
Zum Glück war da kein Anderson, der ihn nervte.
Das dachte er, bevor der Sitz vor ihm zurückschnappte und ihm den ausgeklappten Tisch auf die Oberschenkel donnerte. Von vorne schallte kindliches Lachen, laut wie aus einem Megaphon.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 23, 2014 6:37 pm

Nach Sherlocks Aussage, war John noch etwas mulmiger zumute. Zum einem, weil dieser Mann nicht den Eindruck machte, als würde er gerade zu den guten gehören und deshalb gut mit Schusswaffen umgehen konnte, sondern auch weil es doch nicht nur Zufall sein könnte, dass er im selben Flieger, wie John und sein Mitbewohner, saß. Oder etwa doch? Als der Kerl dann noch zu ihnen sah, Sherlock sein altbekanntes, mechanisches fast schon überstrapaziertes grinsen aufsetzte, wandte der Arzt den Blick so schnell wie möglich auf dem Sitz vor ihm, an dem zwei Haarzöpfe auf und ab wippten. Anscheinend mochten die Kinder das Stillsitzen nicht so wirklich. Watson würde jetzt definitiv aufmerksamer sein. Aufmerksam, aber auch bedacht, nicht zu Aufmerksam gegenüber diesem Typen zu wirken. Auch war Johns Hoffnung auf Schlaf spätestens bei dem Wort Schusswaffen, ganz verflogen. Ein gewisses Gefühl von Spannung regte sich in ihm. Dieser Mann war nicht nur im Flieger um einen Urlaub anzutreten. Irgendwas hatte er vor, aber das sollte John jetzt erst mal nicht interessieren. Schließlich hatte er mehr oder weniger genug positive Aufregung wegen Petes Hochzeit. Erneut malte er sich Petes aus, wie er denn wohl nun Aussehen mochte. Sein Schreibstil, beziehungsweise, seine Art sich allgemein auszudrücken hatte sich in Mails zumindest nicht geändert. Ob er sich äußerlich auch nicht verändert hatte? Lockere, ungezwungene Kleidung. Watson konnte sich gut an einen Tag erinnern, an dem sie in Anzügen beim Barts erscheinen mussten, weil irgendeine wichtige Persönlichkeit dem Barts ein Besuch abstatten sollte. Pete allerdings hasste Anzüge so sehr, wie er seinen zweiten Namen, Harold, hasste. Daher trug er selbst an solch einem Tag seine normale Kleidung. Der Witz des Tages war dann doch der, als diese Persönlichkeit abgesagt hatte, während das Barts alles für das kommen vorbereitet hatte. So mussten John und Mike in nicht wirklich bequemen Anzügen sich auf einen Test konzentrieren, während Pete sich in seiner lockeren Kleidung wohl besser seine Gedanken auf den Test fokussieren konnte. Auch machte es die Sache nicht besser, dass es einer der heißesten Sommertage in England gewesen war. Was Pete noch dazu sagen würde, dass er nun bei der Hochzeit einen Anzug tragen musste. Wohl oder über musste sein alter Freund da durch. Schließlich konnte er nicht einfach mit Jeans und T-Shirt bei seiner eigenen  Hochzeit aufkreuzen. Der Arzt wandte seinen Blick kurz zu Sherlock hinüber, als dieser versuchte, seinen aufklappbaren Tisch herunterzuklappen. Dabei aber vorerst scheiterte, bis er bemerkte, dass man den Tisch nicht hoch, sondern runterklappte. Der große Sherlock Holmes, ein wandelndes Lexikon. Doch sucht man nach Bedienungsanleitungen für Klapptische, so ist man bei ihm an der falschen Adresse. John konnte sich bei seinen Gedanken ein schelmisches Grinsen nicht zurückhalten. Hätte er diesen Kommentar laut angemerkt, so wusste er bereits, was Sherlock darauf geantwortet hätte. Der Consulting Detective konnte sich seinen Kopf ja nicht mit unwichtigen Dingen wie einen Klapptisch vollkleistern, da würde ja kein Platz mehr für die wichtigen Dinge sein. Irgendwo mochte sein Mitbewohner da recht haben, aber John konnte es trotzdem nicht ganz verstehen, wie man so etwas einfaches wie das Sonnensystem vergessen konnte. John rutschte ein Stückchen weiter auf seinem Platz zurück, was ihm allerdings einen mürrischen Blick seines ach so netten Sitznachbars zur linken Seite einbrachte. Also lies es der Arzt bleiben, seinen Sitz voll und ganz zurück zu bekommen. Ein schallendes Kinderlachen und ein Klappgeräusch eines der Sitze hier, ließ ihn aufgeschreckt nach rechts zum Detective sehen. Jetzt war es um seine Beherrschung geschehen und er konnte nicht anders als los zu prusten. Kinder waren doch was herrliches. Sie brachten einen immer zum lachen. Und Sherlocks Gesichtsausdruck in dem Moment war einfach Goldwert. Noch während er sich seine schmerzenden Bauchmuskeln vom plötzlichen lachen, mit seiner linken Hand hielt, verkniff er sich keineswegs einen Kommentar auf diesen zu komischen Moment. „Da, siehst du Sherlock? So gehen die Sitze hier nach hinten,“ erklärte John immer noch lachend. Das Kind vor ihnen, wandte sich im zurückgeklappten Sitz zu ihnen beiden um und grinste.
Nach diesem kleinen, zu komischen Moment, brauchte es eine weile, bis sich der Arzt wieder beruhigt hatte. Mittlerweile waren sie in der Luft und dunkle Wolken zogen auf. Soviel konnte der Arzt sehen, als er sich dem Fenster mit einem kurzen Blick zu Sherlocks Seite umwandte. Nach weiteren Minuten, durften sich die Passagiere, wenn nötig, kurz abschnallen um etwas aus ihrem Gepäck zu holen oder zu Bordtoiletten zu gehen. Nun, da sie in der Luft waren, schnallte sich auch John kurz ab, versuchte umständlich an dem Kerl vorbeizugehen und kramte dann in den oberen Gepäcklagen nach seinem Laptop. Diesen hatte er schließlich gefunden und kehrte schleunigst zu seinem Platz zurück. Dort kramte er seinen Laptop aus der Tasche, lies diese vor seinen Füßen sinken und zog seinen Laptop auf seine Oberschenkel, danach schnallte er sich wieder an. Dort schaltete er ihn ein, wartete darauf, dass er Hochfuhr und öffnete nach einer Zeit sein Worddokument, wo er begann den Tag von sich und Sherlock zu notieren. Sie mussten auch nicht immer Fälle lösen. Ein sonderbarer Flug im Regenwetter neben einem sonderbaren Sitznachbarn und eine Hochzeit von seinem alten Freund, konnten durch aus auch spannend sein. Während der Cursor blinkte, kramte John nach den passenden Worten in  seinem Kopf um den Text anzufangen.

Noch am Morgen habe ich gedacht, dass diese unendliche langweile nicht mehr aus der Baker Street verschwinden wollte…


Nach geschätzten 40 Minuten beendete er seinen Text fürs erste. Zum einem weil ihm seine Augen doch so langsam zu vielen und zu anderen, weil sie wegen dem grellen Licht des Laptops auf Dauer anfingen zu brennen. John speichert seinen Text, schaltete seinen Laptop aus und packte ihn träge zurück in die Laptoptasche, während er sich erneut erhob und den Laptop auf die Gepäcklage zurücklegte. Vereinzelt hatten Fluggäste Lichter über sich an geschalten , im Gang war bereits ebenfalls das Licht an, denn draußen wurde es bereits schwarz wie die Nacht und der Regen prasselte unaufhörlich auf das Dach des Flugzeuges. John rieb sich über seine Augen, schielte einen Moment zu diesem komischen Typen und machte sich dann auf zu einer der Bordtoiletten, dessen Licht gerade grün blinkte. Als John die Tür hinter sich schloss, stützte er sich am Waschbecken ab und hob seinen Blick in den Spiegel. Das diffuse Licht in der Toilette war zumindest angenehmer, als das im Flugzeuggang. Watson seufzte. Er sah entsetzlich müde aus. Leider. Er hätte doch einfach schlafen sollen, denn was sollte dieser Typ den schon anstellen? Schließlich war Sherlock auch noch da. Und diesem würde es nicht entgehen, sollte der Mann etwas tun, was gefährlich werden könnte oder sich sonst wie auffällig verhalten. Der Arzt drehte den Wasserhahn auf, formte seine Hände zu einer Schale und lies das Wasser davon hineinlaufen. Danach benetzte er sein Gesicht mit diesem Wasser, stützte sich mit seinen Händen erneut am Waschbecken ab und drehte nach einer Zeit den Wasserhahn wieder zu. Er nahm sich ein Paar der Papiertücher, rieb sich damit übers Gesicht, warf noch einen Blick in den Spiegel, strich sich über seine leicht zerzausten Haare und gesellte sich dann zurück in den Gang. Während er auf dem Weg zurück zu seinem Sitz war, ging ein leichter Ruck durch das Flugzeug und er musste sich an der Gepäckablage festhalten um nicht sein Gleichgewicht zu verlieren. Verwirrt sah er hoch. Auch ein paar andere Fluggäste warfen sich Blicke zu. Als die Stimme einer Servicekraft durch das Flugzeug schallte und erklärte, dass es wegen dem Wetter ein paar kleiner Turbulenzen geben würde, aber nichts weiter schlimmeres, setzte der Arzt seinen Weg zum Sitz fort. Allzulange durfte der Flug schließlich auch nicht mehr dauern. Schlaff lies er sich in seinen Sitz fallen, schnallte sich an und lehnte dann den Kopf zurück, um wenigstens ein Paar Minuten schlaf zu finden.
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