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 John und Sherlock Nebenplay

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Sherlock Holmes
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~Der Charakter~ : Mein Name ist Sherlock Holmes und ich bin 32 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in genau dieser Stadt. Beruflich bin ich Beratender Detektiv. Außerdem bin ich bekannt als das unangenehmste, rüdeste, ignoranteste und alles in allem widerlichste A*schloch dem zu begegnen jemand das Pech haben kann. Aktiv im Inplay? Ja


BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Sep 19, 2014 8:09 pm

John kam in das Zimmer. Sherlock warf ihm nur einen kurzen Seitenblick zu und starrte dann weiter auf die andere Raumseite. Auch als der Arzt ihm ein Glas und Tabletten auf den Tisch stellte wanderten nur kurz seine Augen zu ihm hoch, dann zog er verächtlich Mundwinkel und Augenbraue hoch, legte seinen Kopf etwas gegen die Lehne und atmete durch den Mund aus. „Zu langweilig, John, alles nur dummes Gerede. Geht er Richtung U-Bahnstation?“ Er wartete gar nicht auf eine Antwort. „Ich wusste es, er musste zur Arbeit. Kein Problem, das man in mal eben zehn Minuten erklären kann ist spannend genug. Das war sicher eine zwei.“ Er sprach die Zahl aus, als sei sie etwas besonders ekelerregendes, das unter seinem Schuh klebte und sich nicht abkratzen ließ. Obwohl es ja nicht die Zahl, sondern der Sinn dahinter war, der ihn abwertend stimmte. Pete, das war eine sieben, vielleicht eine acht gewesen, wo es doch auf Zeit ging und der Diamant… Ja, der war eigentlich lediglich eine fünf gewesen. Aber da er da gewesen war und über jede Ablenkung froh hatte Sherlock den Fall angenommen.
Er lehnte sich vor und griff nach dem Wasser, trank einen Schluck, ohne die Tablette zu beachten, und lehnte sich dann wieder zurück. Er veränderte einmal seine Sitzposition, damit er auf seinen Füßen saß und die weniger froren, der Hund passte sich kurz an, machte es sich gemütlich, gähnte herzhaft, schlabberte sich über die Nase und schloss wieder die Augen.
Der Detektiv ertappte sich dabei, wie er dem Tier wieder gedankenverloren über das Fell strich und hörte auf damit, zumal John ihn musterte und zu reden begann.
Während die ersten Worte erklangen legte Sherlock den Kopf wieder gegen die Lehne, als der Satz aber neu begonnen und richtig gestellt wurde fuhr sein Haupt aber in die Höhe. Er zog die Augenbrauen verwirrt zusammen und suchte nach ein paar Worten wie er sich geschickt, sprich ohne dumm da zu stehen, nochmal nach dem Namen erkundigen konnte.
„Mozart?“ fragte er schließlich und schaffte es nicht ganz seine Ungläubigkeit und sein Missfallen darüber zu verbergen.
Natürlich wusste Sherlock, wer Mozart war. Natürlich, als Musikliebhaber war der Komponist dem Detektiv durchaus bekannt, er konnte vielleicht ein, zwei Stücke von ihm nennen, aber da war Schluss. Irgendwo Schweiz, Österreich, Deutschland musste er geboren sein, das sagte der Name schon, aber ob Mittelalter, das davor oder das danach… Nein, das war Holmes nicht geläufig, ganz und gar nicht…
Aber einen Hund so zu nennen… Nun, wenn man es so nahm war Redbeard aber auch nicht die beste aller Wahlen. Und, nicht das Sherlock sich für diese Entscheidung schämte, aber dass John etwas mitbekommen haben sollte, das war ihm alles andere als angenehm. Aber der jüngste Holmes war damals etwas allein und ein großer Fan von Piraten gewesen, was lag da näher als den besten Freund des Menschen nach dem großen Korsaren Redbeard, Rotbart, zu benennen?
Der Detektiv entschied sich, noch auf Johns Aussage zu antworten, beschränkte sich dabei auf ein zustimmend-abwertendes hochziehen seiner Augenbraue. „Ich akzeptiere ihn.“ Schob er noch hinzu, um seine Kühle zu unterstreichen. Er wusste, dass das nichts half, aber typisch Sherlock zeigte er das nicht. Nein, er spielte sogar gleich noch einen Trumpf aus.
„Sie wollen schon wieder einkaufen gehen? Haben Sie das nicht vor unserem Urlaub schon getan?“ Er schaute John bei den Worten nicht einmal an. Aber das war es halt, er hatte seinen Ruf für heute schon genug mit Füßen getreten, da konnte er sich ruhig genehmigen ein, zwei, oder gleich dutzende Male in alte Angewohnheiten zu verfallen.
Der Hund, Sherlock hatte sich strickt dagegen entschieden, ihn Mozart zu nennen, gähnte, dann sprang er von der Couch und verzog sich. Der Mann tat es ihm gleich und schlurfte Richtung Küche. Er öffnete einen der Schränke und zog eine Tasse hervor, dann ging er zur Herdplatte, tunkte sie in den Suppentopf ein und begann davon zu trinken wie von einem Kaffee.
Nachdem er sich wieder auf dem Sofa niedergelassen hatte wickelte er sich in eine der leichten Decken ein und startete den Fernseher.
Welch furchtbare Entscheidung.

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John Watson
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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Sep 21, 2014 6:06 pm

Watson wollte gerade auf die Frage seines Mitbewohners, ob dieser Mann in Richtung Bahnhof geht, eine Antwort geben, doch natürlich beantwortete sich der Detective seine Frage selbst. Der Arzt rollte mit den Augen. „Klar, alles was unter einer Fünf ist oder nicht mindestens höher als eine Fünf, ist Ihnen zu langweilig.“ Er sah kurz zum Detective. „Aber selbst wenn der Mann mit seinem Problem eine sechs gewesen wäre, dann hätten Sie keinen Fall. Sie sind krank und deshalb werde ich dafür sorgen, dass sie keinen Annähernd spannenden Fall annehmen“, meinte der Arzt und wendete sich wieder dem Fenster zu. Das es Richtung Herbst  zuging, merkte man auf jeden Fall auch daran, dass die Sonne nicht mehr allzu oft zwischen den Wolken hindurch schien und nur noch wenige, mutige Menschen sich trauten, in eine Kleid oder kurzem Shirt auf die Straße zu gehen, denn Regenschauer zogen um dieses Jahreszeit meist recht unerwartet und schnell auf, verschwanden aber genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind.                                                                                                          
Er hörte den ungläubigen Worten in einem fast schon missfallenden Ton über den Namen des Hundes. Vielleicht war der Detective auch verwundert darüber. Aber John ging es nicht anders. Bello, Pfote,  Fasso, …das waren Namen für einen Hund. Aber Mozart, ja Mozart war wirklich originell. „Sie haben richtig gehört. Mozart, Komponist, Musiker, in Salzburg geboren, in Wien gestorben. Aber in diesem Falle ist nicht dieser Mozart gemeint, sondern wirklich der Vierbeiner“, meinte John und grinste, weil er genau wusste, wie wenig begeister Sherlock von dem Namen des Hundes sein musste. „Mrs Turner hat eine Vorliebe für Mozarts Stücke. Ich denke, das erklärt alles.“                        
Auf seinen letzten Satz hin, mit dem Vierbeiner und der folgenden Antwort des Detectives schmunzelt der Arzt. „Sie akzeptieren ihn. Sherlock Holmes akzeptiert ziemlich wenig Menschen an seiner  Seite…“ und ich bin froh, einer von diesen Menschen zu sein, dachte sich der Arzt kurz, setzte aber seinen Satz weiter fort. „… aber, dass er Tiere akzeptiert ist mir neu. Haben Sie keine Angst, dass der Hund ein paar Experimente von ihnen, als Schmackhaft finden könnte?“ Der Detective schien ja immer gegen ein Haustier, aber ein Hund akzeptierte er. Wahrscheinlich auch, weil da eine Verbindung zwischen Hunden und ihm lag, aber darin wollte der Arzt nun nicht weiter herumstochern, zumal er nicht dazu kam da der Detective zum Gegenangriff umschaltete. Warum war das John nicht klar. Er sollte sich merken, Sherlock in Zukunft in Ruhe zu lassen, wenn er krank war. Da war er nämlich nicht gerade ein angenehmer Mitbewohner. Aber das war Sherlock sowieso nie, er war ein besonderer Mitbewohner. Und wenn John ehrlich war, war das auch gut so. Aber manchmal trieb er es wirklich auf die Spitze. Kopf im Kühlschrank, um nur eine Sache zu nennen. Der Arzt räusperte sich kurz, um eine Antwort anzusetzen. „Da sie ja nicht auf meinen Rat, sich trockene Schuhe anzuziehen, gehört haben, muss ich jetzt in der Apotheke vorbeischauen…“ sein Blick glitt zu dem Vierbeiner mit dem besonderen Namen. „…und für unseren unerwarteten Besucher das ein oder andere Häppchen besorgen. Außerdem braucht Mrs Hudson noch ein paar Zutaten für ihre Suppenrezepte.“ Mit diesen Worten marschierte er in die Küche, um noch eine Sache auf seiner Liste zu ergänzen, die ihm eingefallen war. „Im übrigen, wie schmeckt den die Suppe?“ fragte John, dem nicht entgangen war, dass sich Sherlock etwas von dieser geholt hatte. Der Arzt schrieb den letzten Buchstabe auf die Liste und legte dann den Kugelschreiber beiseite. Die Liste schob er schon mal in seine Hosentasche, bevor er sie nach her nicht wiederfinden würde.  „Ach und noch was. Es scheint, als wäre der Hund viel lieber hier oben, als bei Mrs Hudson. Von daher hat sie auch vorgeschlagen, dass wir abwechselnd mit Mozart,“ den Namen sprach er betont belustigt aus, „ spazieren gehen könnten. Da Sie allerdings strikte Anweisungen haben, sich zu schonen, wird das wohl in meinen Aufgabenbereich fallen.“ Der Arzt war noch nie wirklich mit einem Hund spazieren, lediglich ist er im Park des öfteren auf Hund und Herrchen gestoßen, aber da er nie ein Haustier, schon gar nicht solch einer Größe hatte, würde der Spaziergang für ihn eine Premiere werden. Aber nicht das der Detective untätig. Oh nein, ganz und gar nicht. Der Vierbeiner schien sich dem Detective sehr verbunden zu fühlen, daher durfte auch Sherlock etwas tun. Zwar waren nicht sie beide, die zugestimmt hatten, den Hund für ein paar Tage aufzunehmen, sondern Mrs Hudson, aber was wollte man machen, wenn Hund Mozart lieber hier blieb? Ob er wohl schon ein paar interessant aussehende Experimente zum vernaschen im Visier hatte? John wäre das nur recht, so würden diese Experimente dann auch mal weniger werden.  Seine Kaffeetasse, die er neben sich abgestellt hatte, nahm er wieder an die Lippen und trank erneut von dem Mittlerweile nur noch lauwarmen Kaffee. „Da der Spaziergang in meinen Aufgabenbereich fällt, und bei einen Hund von dieser Größe braucht man Aufgabenbereiche, bevor er sich genauso langweilt wie Sie, werden Sie die Fütterung übernehmen dürfen.“ Der Arzt stellte die Tasse ab, diesmal auf einer freien Stelle am Küchentisch. Aus dem Frühstück, das Mrs Hudson wohl eigentlich für sie beide geplant hatte, war wohl nichts geworden. Er würde wahrscheinlich schon um Vier von hier verschwinden, zwei Stunden durch den Park gehen um klare Gedanken zu bekommen und dann die Praxis besuchen. Vielleicht würde er aus den zwei Stunden Park, eine machen und die andere für den Einkauf verwenden. Wobei es klüger wäre, erst nach der Schicht einkaufen zu gehen. „Sie können doch hoffentlich einem Hund sein Futter in den Napf geben? Nicht zu viel auf ein mal, natürlich.“ Watsons Frage war eigentlich berechtigt, denn wenn der Arzt mal länger nicht da war, vergaß der Detective auch oft, etwas zu sich zu nehmen. Man musste ihn praktisch an die Essenszeiten erinnern, wie bei einem Kind. Da fiel dem Arzt gleich noch ein wichtiges Anliegen ein. „Und wenn ich um 4 weg bin, dann unterlassen Sie den Drang, Tests in Punkto Geschwindigkeit an dem Hund vorzunehmen, ja? Mrs Hudson wird ab und an nach ihnen sehen.“  Dann nahm er seine Kaffeetasse erneut an sich und rieb sich über seine müden Augen. Das würde, mit Hund Mozart, ein langer Tag werden.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Sep 22, 2014 3:53 pm

Sherlock sah John kurz an und folgte ihm mit Blicken, als der redete.
Er verkniff sich einen lauten Kommentar, kam aber nicht umhin, etwas zu murmeln, dass ganz eindeutig darum ging, dass das Scotland Yard ihn brauchte und John ein Unmensch wäre, wenn er zuließe, dass ein Serienmörder, der ganz eindeutig über einer fünf, oder einer sechs, lag sein Werk verrichtete. Wer sollte dem Einhalt gebieten, wenn nicht Sherlock? Anderson? Bei der Vorstellung lachte der Detektiv kurz und herablassend.
Er könnte John benutzen und ihn umher steuern, mit dem Laptop, wie sie es schon mal gemacht hatten, aber Himmel, wer wollte das schon? Sherlock nicht, weil er nicht ernsthaft ermitteln konnte, John nicht, weil er umher geschickt wurde und der leitende Detective Inspector nicht, weil er keine physische Präsenz hatte, die er schlagen konnte.
Wien! Also doch die Schweiz… Oder?
Nicht, dass Sherlock geographisches Wissen im Moment gebraucht hätte, es interessierte ihn eh nicht sonderlich. „Wusste gar nicht, dass Sie sich da so auskennen.“ Sagte er also, um sein Schweigen zu kaschieren. Immerhin war da die Musik eher Holmes‘ Gebiet. Obwohl… Hatte John mal gesagt, dass er ein Instrument spielte? Nicht, dass der Detektiv wüsste, aber er vergaß ja immer so gerne…
Er hatte geradeaus geschaut, etwas geistesabwesend aber nach außen hin mit absolut scharfen Sinnen, aber kaum begann John seinen Satz über den Hund zu kommentieren, schossen die Augen zu seinem Mitbewohner. Er wollte es eigentlich kommentieren, allerdings hatte es begonnen, in seiner Nase zu kratzen und er musste sich darauf anstrengen, nicht sein Gesicht zu verziehen- Diese Gesichter sahen einfach albern aus und das wollte er auf keinen Fall. Kaum war Johns Frage ausgesprochen nieste er dann auch. Dreimal in Folge, aber er ließ seinem Mitbewohner keinen Platz für Angriff. Kaum hatte er sich von dem dritten Niesen aufgerichtet setzte er zu einer Antwort an. „Ich habe keine Angst.“ Er stockte kurz, weil er über den Satz nachgedacht hatte, dass Hunde wussten, was sie fraßen. Das wussten sie manchmal halt nicht und das brach dem Detektiv das Herz. „Er ist bei Mrs Hudson in Pflege. Nicht bei uns.“ Seine Stimme klang dabei aber belegt und er räusperte sich. Der Hustenreiz war seit gestern wieder etwas hinunter gegangen, nur ab und an begann sein Hals wieder zu kratzen. Bis jetzt hatte er es aber im Zaum halten können.
„Ich brauche keine Medizin.“ Auf Johns Hinweis, eines seiner Ziele sei die Apotheke verschränkte Holmes die Arme. „Die Leute ohne Medikamente haben auch überlebt und ich bin nicht krank.“ Er fügte noch „Nicht richtig“ hinzu, weil er bemerkte, dass das in der letzten Zeit nie geholfen hatte und beobachtete John mit herablassendem Blick.
„Falls Sie wirklich schon dahintergekommen sind, dass ich krank bin, sollten Sie auch wissen, dass ich diesem Zustand nichts schmecken kann.“ Antwortete er bissig, nachdem John sich nach der Suppe erkundigt hatte. Dann nahm er einen Schluck. „Aber warm ist sie.“
Eine kurze Zeit herrschte Schweigen, während John an seiner Liste schrieb und der Detektiv seine Suppe trank, aber natürlich musste John wieder ein Gespräch beginnen.
Nur ein kurzer, gelangweilter Blick traf den Doktoren, während er redete, auch wenn sich Sherlock durchaus bewusst war, wovon der Arzt da redete. Er würde mehrere Male am Tag allein in der Wohnung sein. Was ja nur positiv sein konnte. Eigentlich. Ein seltsames Stechen machte sich in seiner Magengegend breit, als er bemerkte, dass seine Zeit mit dem Hund dadurch geringer wurde. Aber er riss sich zusammen und zog nur einmal den Mundwinkel hoch. Vermutlich versuchte John nur, nach einer Schwäche zu suchen und das Rätsel um Redbeard zu lösen. Gedankenverloren nahm Sherlock einen Schluck von seiner Tasse und sah nochmal kurz zu John, als der verkündete, was der Consulting Detective übernehmen durfte. Er schnaufte kurz, dann konzentrierte er sich wieder auf die Wand vor sich. Er veränderte seinen Blick auch nicht, als John noch etwas sagte. Sherlock gönnte ihm keine Antwort, nur ganz leise, eigentlich bewegten sich nur seine Lippen, verfluchte er, dass John wirklich dachte, er würde nicht wissen, wie man einen Hund fütterte. Natürlich wusste er, wie man einen Hund fütterte, jeder wusste wie mein einen Hund fütterte.
„Warum sollte ich?“ Zumindest nicht in Punkto Geschwindigkeit. „Mrs Hudson?“ Er verzog leidend das Gesicht. „Sind Sie daran schuld?“
Missmutig schlang der Detektiv die Decke enger um sich und griff nach der Fernbedienung. Er brauchte ausnahmsweise mal ein paar Stimmen um ihn, die ihn ablenkten.
Das war eine furchtbare Fehleinschätzung.
Schon nach den ersten fünf Minuten begann er, sich laut über die Fernsehsendung aufzuregen.
„Nein, verdammt nochmal, das ist unlogisch.“ Er deutete mit beiden Händen auf den Bildschirm, wie um ihn auf ein Fehlverhalten hinzuweisen. „Es kann nicht sein, dass…“ Er wurde von einem Niesen unterbrochen und musste sich die Nase putzen. „Sie“ Fuhr er dann mit kratziger Stimme fort. „Kann keine Wohnung suchen, Sie wohnt in der Innenstadt, merkt er dass denn nicht? So viel zu Vermittlung, das ist alles nur gespielt!“ Wütend ließ er seine Hand auf die Fernbedienung niedersausen und drückte die Taste, die den Sender wechselte. Doch auch dort wurde er nicht glücklich. Die Nachrichten liefen und riefen ihm schmerzlich in Erinnerung wie wenig es in London zu tun gab. Ein Mann wurde in London vor Gericht geführt, der zweimal eine Bank ausgeraubt hatte. Die gleiche. Also, er hatte es zweimal versucht. Beide Male war er gar nicht reingekommen.
Sherlock schmunzelte herablassend. Wie verloren sie ohne Jim doch alle waren. Zumindest hatte Sherlock bis jetzt kaum zufriedenstellende Freiberufler auf dem Plan gehabt. Oder?
Man wusste doch nie ganz, wie sie alle verbunden waren. Das Spiel… Holmes schmunzelte versonnen. Es war alles ein Spiel. Er hatte nie ein besseres Spiel gespielt. Dann musste er husten.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Sep 30, 2014 7:38 pm

Der Arzt hatte das gemurmel des Detectives nicht wirklich verstanden, nur dass Scotland Yard ihn brauchen würde und dann wurde sein Name noch erwähnt, aber mehr nicht. Das Scotland Yard würde doch wohl mal drei Tage ohne den großen Sherlock Holmes auskommen. Keinem half es, wenn ein Erkälteter Detective einen Fall annahm und während der Bearbeitung noch kränker wurde.  Am aller wenigsten Lestrade. Und Anderson, gut Anderson war ein anderes Thema. Aber John war sich sicher, dass, wenn es darauf ankam, Anderson auch etwas zustande bringen konnte. Zumindest irgendetwas.
Watson horchte auf, als Sherlock meinte, er kenne sich in Bezug auf den Komponisten Mozart aus. John grinste. Eigentlich nicht wirklich. Nur so am Rande. Sie hatten das ganz früher mal im Musikunterricht durchgenommen, auch hatte er ein paar Stücke auf seiner Klarinette begleitet, aber das war schon lange her. Sehr lange. Der Arzt räusperte sich. „Früher wurden ein paar Stücke von ihm, im Unterricht gespielt. Daher weis ich ein wenig über das Leben von Mozart bescheid,“ antwortete er knapp auf Sherlocks Vermutung. Klarinette zu spielen, hatte er  damals nur auf den Wunsch seiner Mutter hin versucht. Harry wollte es ja nicht. Sie konnte noch nie etwas mit Musikinstrumenten anfangen. War ja alles so kompliziert, laut ihrer Aussage. Eigentlich war ihm das Klarinette spielen früher ziemlich unangenehm, könnte man sagen. Während andere Jungs sich lieber mit handwerklichen, oder sportlichen Aktivitäten die Zeit vertrieben, saß er fast nur unter Mädchen im Musikunterricht. Aber für seine Mutter hatte er damals alles gemacht.
Der Arzt nahm einen erneuten Schluck aus seiner Tasse lauschte weiter Sherlocks Wort. Wenn er eine Konversation führen konnte, musste es ihm doch gar nicht so schlecht gehen. Ob das an der Anwesenheit des Hundes lag? Der Arzt schmunzelte schon fast, bei der Aussage, dass der Hund nicht bei ihnen in Pflege war, sondern bei Mrs Hudson. „Und Mrs Hudson meinte, sie wäre dankbar, wenn wir uns ein wenig um den Hund kümmern. Spazieren gehen, Futter bereit stellen, sich mit ihm etwas beschäftigen. Ihre Hüfte macht ihr wohl wieder Probleme. Streicheleinheiten bekommt der Hund dann von Mrs Hudson höchst persönlich. Der Hund hat die Wahl von unserer Wohnung hinunter zu Mrs Hudson zu wechseln, so oft er will und lust hat. Mrs Hudson hat nämlich sehr wohl bemerkt, dass der Hund viel lieber bei ihnen bleiben möchte“, erklärte der Arzt und verschluckte sich beinahe an seinem Kaffee bei Sherlocks Worten, er sei nicht krank, nicht richtig. Watson lachte kurz auf. „Also das Sie eine Erkältung haben, können Sie nicht mehr verbergen.  Und solange sie eine erhöhte Temperatur haben, sind Sie auch krank. Daher  sollten Sie sich zwei Tag wenigstens schonen und nicht mit Lestrade Tatorte besuchen. Er macht sich im Übrigen auch sorgen um sie.“ John ahnte wirklich nicht, dass Lestrade nur Sorge hatte, bei einem härteren Fall ohne Sherlocks Unterstützung dazustehen.  Watson beäugte nachdem Sherlock verkündet hatte, dass seine Geschmacksnerven etwas angeschlagen seien, den Topf mit der Suppe. Mrs Hudson war wirklich eine gute Köchin, doch manchmal misstraute er der Vermieterin, wenn sie anfing, von Hausmitteln zu reden. Ob sie wohl irgendwelche geheimen Zutaten aus einem geheimen Kräutergarten in die Suppe mischte? Watson verkniff sich ein lachen, nein, die Vorstellung, dass Mrs Hudson zu den Kräuterhexen gewechselt war, war zu verrückt. Vielleicht wäre das je ein gutes Kostüm für Halloween demnächst? Kräuterhexe Mrs Hudson. Der Arzt beschloss sich später auch etwas von der Suppe zu gönnen.  Auf die Frage, warum Sherlock den Experimente mit dem Hund veranstalten sollte, antwortete John prompt: „Sie schaffen es die Küche mit Körperteilen ins Chaos zu stürzen. Da wäre doch ein Hund ein neues Versuchsobjekt. Und wenn Geschwindigkeit zu langweilig ist, finden sie sicher etwas anderes, dass sie gerne testen würden. Sehvermögen? Geruchssinn?“ Der Arzt grinste. „Vielleicht liebt er ja ihre Kompositionen? Schließlich heißt der Hund ja nicht umsonst Mozart. Sie sollten dem Hund mal etwas vorspielen.“ John stellte seine Kaffeetasse auf der Küchentheke ab, während er in der Hosentasche nach seinem Handy suchte, um zu sehen, ob Lilly vielleicht eine Nachricht geschrieben hatte, schließlich hatte er ihr ja ein Treffen versprochen, weil sie ihnen beiden noch Flugtickets beschaffen konnte.  Als er in seiner Hosentasche aber ins leere griff, fiel ihm wieder ein, dass er sein Handy oben liegen hatte. Ausgeschaltet. Stimmt ja, er wollte erst mal keine neugierigen Fragen von Mike bekommen, oder Nachrichten aus der Entzugsklinik, dass sie mit Harry die Therapie beginnen würden. Er wusste es auch so. „Mrs Hudson würde sowieso nach ihnen sehen, schließlich weis sie, dass ich Abends für ein paar Stunden weg bin. Mrs Hudsons Fürsorge haben Sie es zu verdanken, dass sie Ihnen jede 10 Minuten einen Besuch abstatten wird. Ich hab damit nicht wirklich was zu tun. Sie dazu animiert, ihre Fürsorge breit zu treten, hab ich jedenfalls nicht“, erklärte John auf Sherlocks frage ob er an Mrs Hudsons Besuchen Schuld sei, die er am Abend bekommen würde. Mehrmals. Vielleicht brachte sie auch irgendeinen Wundertee mit nach oben, in die Wohnung?
Als John Stimmen aus dem Wohnzimmer hörte, die Eindeutig aus dem Fernseher drangen, gesellte er sich zu Sherlock ins Wohnzimmer. Das der Detective mit seiner Erkältung fernsehen musste. Er regte sich doch nur wieder auf, wie unlogisch alles sei. Was er auch tat. „Ich hab Ihnen ja schon mal gesagt, dass es keine gute Idee ist, wenn sie Fernsehen“, meinte John nur, lehnte sich in den Türrahmen vom Flur zum Wohnzimmer und sah im Gegensatz zu Sherlock die Nachrichten über einen Banküberfall interessiert zu. „Sie sollten Fußball sehen, da gibt es nicht wirklich etwas unlog…“ John brach seinen Satz sofort ab, als ihm auffiel, dass es manchen doch unlogisch vor kam, einem Ball hinterherzurennen, nur um Tore zu erzielen. Besonders Sherlock.  „Bücher sind auch gut für den Zeitvertreib“, sagte der Arzt und beobachtete kurz Mozart, der mit schief gelegtem Kopf den Fernseher ansah. Noch jemand, der Nachrichten wohl langweilig fand. Ob ein Hund überhaupt verstand, was im TV gezeigt wurde? „Haben Sie eigentlich schon eine SMS von ihrem Bruder empfangen? Er ist ja beim Zahnarzt. Meist führt er doch dann ein Gespräch mit ihnen“.  Wenn er etwas will und ich dann als bester Mann einspringen darf um irgendwelche Informationen vor Ort zu notieren, fügte John grimmig in Gedanken hinzu und richtete sich etwas am Türrahmen auf, als die Nachrichten von einem Einsatz britischer Soldaten gezeigt wurde.  Als er Sherlocks Husten vernahm, kommentierte John, dass Sherlock seinen Tee trinken sollte.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Okt 04, 2014 2:06 pm

Die meiste Zeit, in der John sich rechtfertigte und redete regte der Detektiv sich nicht, nur bei dem Schlenker auf Lestrade entlockte ihm ein herablassendes Schnaufen.
Hier machte sich niemand Sorgen um ihn! Es ging nicht um Sherlock oder um seinen Zustand, hier ging es nur um das Geschäft. Nicht, dass den Detective das sonderlich gestört hätte, immerhin dachte er genauso, aber wie John es ausdrückte war es ja ganz herzallerliebst. Der arme, arme Detective Inspector, der sich ach so große Sorgen um den Todkranken Holmes machte. Nein, wie gutmütig und ritterlich.
Der todkranke Holmes wurde aus seinen Gedanken gerissen, als der Arzt ihm Vorwürfe machte. Wann hatten sie denn damit angefangen? Warum jetzt so abwertend? Sherlock sah zu John hinüber und ließ ihn nicht aus seinem scharfen Blick, ausdruckslos aber so bedeutungsschwer, wie er es nur sein konnte. Herablassend und desinteressiert an den Vorwürfen.
Bei den zwei Fragen oder Vermutungen, die John danach anstellte zog der Detektiv einen Mundwinkel hoch, ja, das passte schon eher zu ihm und es amüsierte ihn, dass John das so treffsicher erraten hatte. Als Watson allerdings seine nächste Aussage machte verschwand der Ausdruck. Als ob der Name etwas damit zu tun hätte. Ganz sicher, Sherlock benutzte ja auch Nagellack, weil er einen Mädchennamen hatte. Bei dem Gedanken biss der Detektiv die Zähne aufeinander. Er verfluchte sämtliche Leute, die an seinem Namen Schuld waren bis heute und hatte es bis jetzt auch geschafft, sein kleines, gemeines Geheimnis geheim zu halten, aber früher oder später musste er John von dem Desaster erzählen, das sein Name war.
Der Gesprächsteil zu Mrs Hudson und ihren geplanten Besuchen löste bei ihm dann ein Knurren aus. „Sagen Sie mir die Uhrzeit, in der sie kommt und ich schließe mich die Zeit in meinem Zimmer ein. Das ist wohl die beste Ausweichmöglichkeit.“ Er schloss die Augen und gähnte. Dann lockerte er die Decke etwas. Ihm war warm und er war müde, aber nach Schlafen war ihm auch nicht, also war ihm langweilig, die denkbar schlechteste Zusammensetzung, die er im Moment haben konnte.
Das Fernsehen brachte keinen Fortschritt.
„Fußball…“ schnaufte er und wollte gerade zu einer Erklärung ansetzen, warum das das wohl Schlimmste war, das man sich im Fernsehen antun konnte, da schlug sein Mitbewohner etwas Neues vor.
„Alles was mich interessiert ist ausgelesen und der Rest…“ Holmes suchte nach einer guten Beschreibung. „Müll.“ Sagte er dann vieldeutend und drückte damit deutlich seinen Buchgeschmack aus.
Eine SMS von Mycroft? Sherlock war sich sicher, dass sein Bruder nicht wiederstehen konnte, über ihn herzuziehen, weil es im Moment so viel gab, womit man das tun konnte, aber er war einfach zu faul, das Handy zu holen.
Dass John sich aufrichtete bemerkte Sherlock, dann hustete er, nahm bereitwillig einen kleinen Schluck Tee und drehte sich dann zu seinem Mitbewohner.
„Währen Sie wohl so gut, mir mein Handy zu geben?“ fragte er dann und richtete seine kalten Augen auf den Mann. Dann lehnte er sich zurück, stützte seinen Kopf auf die Lehne des Sessels und starrte die Decke an.
Eine langweilige Decke. Sehr langweilig. Hatte Sherlock je etwas Langweiligeres gesehen?
Obwohl er sich sicher war, dass die Antwort Ja lautete kam ihm im Moment wirklich alles interessanter vor. Sogar ein Gespräch mit Mycroft. Oder mit Mrs Hudson…
Nicht, dass er etwas gegen sie hätte, aber die Gespräche… Naja, er hob den Kopf und sah wieder zu John hinüber.
Er schaffte es, nicht Na wird’s bald! zu sagen, um ein drängendes „Telefon!“ kam er aber nicht herum.
„Es ist in meiner Morgenmanteltasche!“ sagte er dann und ließ den Kopf wieder ermattet gegen die Lehne sinken, bevor er lauthals seufzte.
Was für ein trauriges Leben.
Dass er den Morgenmantel noch trug würde John schon sehen, aber gegen jegliche Kommentare würde der Detektiv nichts sagen.
Er war zu müde und zu ermattet dazu.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Okt 22, 2014 9:36 pm

Bei dem kurzen herablassenden Schnaufen hatte John verwirrt aufgesehen. War es etwa doch nicht so, dass Lestrade sich Sorgen machte? John kam es jedenfalls durchaus glaubhaft vor, dass sich der DI Sorgen machte. Dann jedoch führte er in seinem Gespräch fort und fing an, über das Chaos in der Küche zu reden. Als es dann um Mrs Hudson ging und Sherlock um die genaue Uhrzeit ihres Besuches bat, schüttelt John auflachend heftig den Kopf. „Vergessen Sie´s. Mrs Hudson kommt mehrere mal, wie oft, da bin ich mir nicht sicher und wann schon gleich gar nicht. Deduzieren Sie doch, wann sie ihnen einen Besuch abstatten könnte. Mir hat sie keine genaue Uhrzeit genannt“, erklärte der Arzt und schüttelte erneut den Kopf. Ausweichmöglichkeit. Vor Mrs Hudson konnte man doch nicht ausweichen.
Nachdem der Arzt dann bei Sherlock im Wohnzimmer angekommen ist und aufgelistet hat, dass man auch unter anderem mal ein Buch lesen könnte, wusste er auch, dass Sherlock seine Kommentare dazu abgab. Fußball, natürlich. Wie konnte John nur so einen Vorschlag machen? Es war doch beinahe vorhersehbar, dass der Detective von Fußball rein gar nichts hielt. Und Bücher…Müll. „Also wirklich. Bücher sind doch kein Müll. Sie sind wirklich gut für die Langweile, naja, aber für Sie….da müsste schon wieder ein Verbrechen mit der Stufe 7 geschehen, dass sie beschäftigt sind. Aber Momentan haben sie ganz andere Probleme“, antwortete der Arzt und grinste wissen, als Sherlock wieder hustete. Ja, seine Erkältung. Die muss er erst mal losnehmen. „Sollten Sie merken, dass das Fieber steigt, nehmen sie eine Tablette. Verstanden?" erklärte John kurz und wandte sich dann von dem Nachrichten im Fernseher ab, um die Morgenzeitung zu suchen, die Mrs Hudson irgendwo in der Küche abgelegt hatte. Allerdings hielt Sherlocks schroffe Bitte, des Handys wegen, ihn davon ab in die Küche zu gehen. Bitte was? Wann war der Consulting Detective den fähig, sein Handy allein zu holen. Watsons Blick wanderte wieder zu seinem Freund, der Hund lag bei ihm und schien recht zu frieden mit sich und der Welt. Na wenigstens einer hatte seine Ruhe.
Schon damals im Labor durfte er nach dem Handy suchen. Natürlich war es auch so weit von Sherlock entfernt, wie es nur ging. In der Manteltasche. Nein, nicht in der Manteltasche von dem Mantel, der vielleicht entfernt an einer Garderobe hing oder über einem Stuhl lag. Sondern die Manteltasche des Mantels den Sherlock damals anhatte. Seine Hand hätte er vielleicht ein wenig zu seiner Tasche bewegen müssen, mehr nicht. Aber nein, dafür war er zu beschäftigt gewesen. Das durfte John übernehmen. Wüsste der Arzt nicht, dass er manchmal wirklich von Sherlock gebraucht wurde, so würde Watson sich offiziell den ehrenhaften Titel als Handyholer geben. Gerade als Watson fragen wollte, wo das Handy den sei, äußerte Sherlock seine Ungeduld und gab dann auch gleich noch den Ort preis, wo sich das Handy befand. Watson entgleisten erst alles Gesichtszüge. War das sein ernst? Sollte John das jetzt für einen Witz halten? Wäre das Handy auf dem Kaffeetisch gelegen, hätte John nichts dagegen gehabt, aber in der Manteltasche des Morgenmantels? Das war so wie im Labor. Sherlock müsste seine Hand bloß ein wenig zur Tasche bewegen und schon hätte er sein Handy.
Der Arzt blickte grimmig drein, zog eine Augenbraue hoch und seufzte dann auf. „Wann werden Sie endlich dazu fähig sein, Ihr Handy allein aus einer Manteltasche zu holen?“ Watson marschierte genervt auf den Detective zu, griff nach der Manteltasche, die am nächsten war und versuchte dort sein Glück nach dem Handy. Tatsächlich erstastete er das Handy, zog es aus der Tasche und reichte es ihm. Er hätte das Handy auch ganz einfach auf den Kaminsims legen können, um den Detective zu ärgern. Aber dieser war erkältet. Er wollte nicht noch mehr miese Laune riskieren.
Nach dieser Aktion verschwand er aber dann wirklich in der Küche, suchte nach der Zeitung, fand sie auf der Küchentheke zwischen ein paar Experimenten liegen, nahm sie an sich und ging dann wieder auf seinem Sessel im Wohnzimmer zu. Momentan wollte er weder Laptop noch Handy nutzen. Mal nicht mit fragen überhäuft zu werden, war ein gutes Gefühl. Man konnte erst mal alles sacken lassen. Mrs Hudson würde ihre Fragen hoffentlich auch für einen anderen Zeitpunkt aufheben.
Eine geraume Zeitlang war es dann auch wirklich etwas Still. Im Hintergrund waren Stimmen aus dem TV zu hören. Sherlock beschäftigte sich wohl gerade wirklich damit, Mycrofts SMS durchzulesen, der Hund schlief und das Wetter draußen, wirkte ausnahmsweise mal recht freundlich. Während John sich versuchte auf ein paar Artikel in der Zeitung zu konzentrieren, ging ihm Sherlocks Zustand vorhin nicht aus dem Kopf, die Reaktion auf den Hund. Es war irgendwo herzzerreißend. Ob so ein Hund irgendwann mal wirklich Sherlock viel bedeutet hat? Ein Freund war? Vielleicht der beste Freund. Johns Blick wanderte kurz zu dem Fenster. Ein paar Herbstblätter wehten daran vorbei. Der Herbst kam nun doch schneller, als gedacht. Der Arzt blätterte eine Seite in der Zeitung um. Hier wurde auch noch mal etwas über den Bankraub geschrieben, der vorhin in den Nachrichten gezeigt wurde. Vorhin hatte der Arzt das Bedürfnis gehabt, irgendetwas zu sagen. Aber was konnte man sagen? John konnte zumindest teilweise vermuten, dass früher mal ein Hund dagewesen sein musste, dem Sherlock viel bedeutet hatte. Rotbrat?...Nein, Rotbart, oder wie auch immer. Jedenfalls leben Hunde ja auch nicht ewig. Musste dieser Rotbart vielleicht eingeschläfert werden? Ein Hund ist der beste Freund des Menschen. Ein Satz den er sehr oft von begeisterten Hundebesitzern gehört hat. Aber vielleicht ist es wahr. Wenn man Mozart so ansah, wirkte er sehr treu und vor allem anhänglich, zumindest was Sherlock betraf. Wenn also ein Hund eingeschläfert werden musste, dann war es doch wohl so, wie als würde der beste Freund von einem gehen. So oder so. Es war irgendwie bewundernswert, wie eine Erinnerung, war es eine Erinnerung? Vielleicht? John konnte ja nur vermuten. Jedenfalls war es bewundernswert, wie Sherlock irgendwo Gefühle zeigte, als da dieser Hund in der Küche stand. Watson wollte irgendetwas sagen, vielleicht was tröstendes. Aber würde das nicht komisch rüberkommen? Vor allem, wenn er falsch mit seinen Vermutungen lag. Tja, könnte John nur deduzieren.
Eine weitere Seite blätterte er um, ohne die Artikel groß zu beachten. „Wissen Sie, Hunde sind die besten Freunde des Menschen“, sagte er dann diesen Satz. Ob Sherlock den Satz auch schon mal gehört hatte? Mit Sicherheit, schließlich war diese Redewendung, war es eine?, bekannt wie ein Bunter Hund. Der Arzt sah kurz zu Mozart, der sie gerade über seine feuchte Nase leckte und dann kurz zu Sherlock, bevor er die Zeitung zuklappte. Was wirklich interessantes stand dort ja auch nicht drinnen. Die Zeitung legte er auf die Armlehne seines Sessels und machte sich zum Fenster auf, um dort kurz dem treiben am frühen Nachmittag zuzusehen. „Und Freunde zu verlieren, beste Freunde ist nicht immer leicht“, der Arzt dachte kurz nach. Was redete er denn. „Es ist nie leicht, Freunde zu verlieren“, das war schon besser. Ein Pärchen überquerte unten die Straße. „Aber verlorene Freunde sind nicht ganz verschwunden. Die guten Erinnerungen an sie tragen wir immer bei uns“, meine Güte, das klang schon beinahe wie aus einem Roman. Aber es war wahr. So lange man die guten Erinnerungen erhielt, die schönen, so war es doch erträglich. Man konnte sagen, dass habe ich mit ihm erlebt, dass konnten wir gemeinsam machen. Manche Blätter der Bäume vereinzelt am Gehsteig, trugen schon etwas bräunliches in sich. Das ein oder andere löste sich bei wehen des Windes.  „Und vielleicht sind die guten Erinnerungen noch schöner, wenn man sie mit anderen Freunden teilt. Genauso, wie die schlechten Erinnerungen besser zu verarbeiten sind, wenn man darüber spricht“, erklärte John weiterhin ernst. Nein, er hatte kein Buch gelesen. Das sagte ihm eigentlich seine Erfahrung. Manche Kameraden hatte er damals verloren, Freunde, auch manche die er durch seine Schwester kannte, hatten sie abgewandt, andere sind eben ihre eigenen Wege gegangen. Es gab viele arten, einen Freund zu verlieren. Einen guten, besten Freund. Aber die wohl schlimmste Art jemanden zu verlieren, war der Tod. Egal ob es nun ein Mensch war, der der beste Freund war oder eben ein Hund oder generell ein Tier mit dem man viel verband. „Jedenfalls können verlorene Freunde nicht ersetzt werden.“ Mrs Hudson hatte sich unten auf den Bürgersteig begeben und gesellte sich nun ins Speedys. „Aber die anderen Freunde werden versuchen, genauso an der Seite ihres Freundes zu stehen, genauso treu zu sein, wie der verlorene. Auch wenn sie es wissen, dass sie wohl nicht so sein können, wie der eine, beste Freund war. Aber vielleicht schaffen sie es über kurz oder lang die Wunden zu heilen, die ein verlorener Freund hinterließ.“ Zwar hatte man in den Sätzen mit Gefühlen zu tun, aber John war sich sicher, dass Sherlock vielleicht eine Ahnung hatte, worauf es sich bezog. Wenn da wirklich dieser Hund war, dieser beste Freund, Rotbart, der Name war ja beinahe so verrückt wie Mozart für einen Hund, aber dann war genau dieser Rotbart ein verlorener bester Freund. Dessen hinterlassener Schmerz bei dem anderen besten Freund des Hundes nicht geheilt, aber vielleicht gelindert werden kann. Durch andere Freund die Versuchen die guten Seiten des Lebens zu zeigen und die guten Erinnerungen an den Freund zu bewahren, als die Schlechten. Der Arzt blickte kurz zu Mozart, der seinen Kopf auf die Pfoten gelegt hatte, einen flüchtigen Blick zu Sherlock und machte sich dann auf aus dem Wohnzimmer. Draußen war perfektes Wetter um den trägen Hund, Mozart, nun doch mal ein wenig auszuführen. Wie auch immer dieser Rotbart, vermutet der Hund von früher, es geschafft hatte, das Herz von dem damaligen Sherlock einzunehmen, so hatte Sherlock Rotbart viel bedeutet. Und es wird wohl keiner so ein guter, treuer, bester Freund für Sherlock sein können, als es wohl dieser Rotbart war, dessen Erinnerungen den Detective selbst heute noch die Emotionen aus dem Eis hervorholten. Wohl nicht mal John. Aber vielleicht durfte John ja irgendwann an die schönen Erinnerungen mit diesem Hund Rotbart teilhaben. Der Arzt nahm die ersten Treppenstufen nach unten zu Mrs Hudsons Wohnung. „Ich werde mal nach der Hundeleine suchen.“ Vielleicht würde er die Hundeleine sogar weglassen, wenn er weiß, wie der Hund sich beim Spaziergang so machte. Wenn er brav bleib und nicht weglief, könnte man die Leine wirklich weglassen, zumindest im Park. Wenn sie so weit heute kamen. Jedenfalls, John wusste nicht ob es gut war, dass wieder so ein ähnlicher Hund wie wohl dieser Rotbart hier in der 221b war, aber vielleicht erfreute es Sherlock doch irgendwo und vertrieb wenigstens etwas irgendwo schlechte Erinnerungen.
So und nun zu dem anderen Problem, dass da hieß, wo Mrs Hudson die Hundeleine verstaut hatte.

(out: Sorry, wenn da etwas zu viele Gefühle drin sind. Konnte irgendwie nicht anders, bei Sherlocks Reaktion von ganz vorhin bei dem Hund ^^ )
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Okt 23, 2014 8:22 pm

Als ob. Als ob irgendwer auf dieser Welt dazu fähig war, Mrs Hudson in der Beziehung zu deduzieren!
Wenn es um ihren Gutmütigkeitsfimmel ging war die Frau so undurchsichtig wie man nur sein konnte!
„Im Moment würde ich mich sogar für eine fünf erbarmen.“ Seufzte der Sherlock, als John seinen Kommentar zu seinem Kommentar abgab und hustete elend. Dann schielte er zu seinem Mitbewohner hoch. Das waren keine Probleme. Lediglich ein paar Einschränkungen.
„In ein paar Jahren, wenn sie bessere Sachen zu tun haben als mir zur Hand zu gehen, vielleicht.“ Sagte er leise während John das Handy suchte. Seine Hand war kalt, aber als der Detektiv eine Hand von der anderen löste um nach dem Telefon zu greifen verzog sich keine Miene. Dann startete er das Ding, gab das Passwort ein, sah, dass nichts Wichtiges angekommen war und ließ sein Telefon zurück in die Morgenmanteltasche fallen.
Er beachtete nicht den Fernseher, legte einfach die Fingerspitzen aneinander und starrte geradeaus, lauschte John und der Zeitung, des Hundes schnaufendem Atmen und dem Wind draußen, spürte die Wärme, das Dröhnen an den Schläfen und das Drücken auf den Ohren, roch den typischen Geruch der Mietwohnung, vermischt mit dem ekligen Geruch des Krankseins.
Ein leises Knistern verriet, dass John umschlug, dann lange stille von dem Arzt. Dann ein Knistern und dann redete er. Holmes bewegte sich nicht, während er die Worte langsam in seinem Geiste wiederholte. Er versuchte einen Sinn herauszufiltern während John aufstand und zum Fenster ging und auch der nächste Satz musste erst überdacht werden, bevor der Detektiv für eine Reaktion bereit war. Sherlock senkte leicht die Hände, setzte zu einer Antwort an, aber Watson sah auf die Straße hinab, während er weiter redete.
Oh nein, ganz bestimmt nicht. Holmes redete nicht über Gefühlsquatsch. Vor allem nicht über seinen eigenen. Zumindest versuchte er es zu vermeiden.
Der Detektiv schluckte kurz, dann legte er die Hände auf die Lehnen des Sitzes um sich mit einem abfälligen Schnaufen zu erheben. Der Arzt hatte sich zu Mrs Hudsons Wohnung hinab gemacht, nun war es an Holmes sich eine Beschäftigung zu suchen. Er ging in die Küche und setzte sich auf einen der Stühle. Wenn er doch nur wüsste, was er tun könnte. Seufzend rieb er sich die Stirn und sah zu dem Hund hinüber. Er hatte sich erhoben, einen Satz gemacht und war nun, zusammengerollt, auf dem Sessel des Consulting Detective zum liegen geblieben.
Sherlock gönnte sich ein kurzes, warmes Lächeln, dann stützte er die Ellenbogen auf den Küchentisch und legte sein Gesicht in die Hände. Während er gähnte und sich die Augen rieb merkte er, wie müde er war und er stand wieder auf um wieder Richtung Wohnzimmer zu wanken.
Auf dem Weg griff er nach Decken und dann legte er sich auf die Couch, schlang sämtliche Decken um sich und zog die Beine an, dass er selbst ein bisschen wie ein Hund dalag.
Er gähnte nochmal, legte die Hände aneinander und schob sie unter sein Ohr, damit das Leder nicht so kalt war. Schon bald war er eingeschlafen.
Der CD wachte warm und müde wieder auf. Er hatte keine Ahnung, warum er in letzter Zeit so schläfrig war, aber es musste mit der Erkältung zusammenhängen und er hatte seinem Mitbewohner oft genug zugehört, dass er wusste, dass Schlaf wohl eines der besten Mittel war. Wohl oder übel.
Mit einem lauten Gähnen streckte der Detektiv sich und drehte sich dann um, das Wohnzimmer lag still und verlassen vor ihm. Entweder war John schon weg oder er schien es nicht für nötig zu halten, in diesem Raum zu sein.
Sherlock stand auf, hielt sich kurz den Kopf während es vor seinen Augen dunkel wurde und machte sich dann auf den Weg in die Küche, wo er den Kühlschrank öffnete. Er kniff die Augen zusammen, weil er nicht ganz erkannte, was ihm da direkt vor der Nase stand, griff dann dahinter und hob das kleine Fläschchen nahe an seine Augen. Milch. Er stellte es zurück. Dann griff er nach der nächsten Flasche. Still water Immer noch Wasser? Warum hatte man das da drauf geschrieben? Er seufzte und schloss den Kühlschrank, nachdem er dem Kopf zärtlich den Kopf getätschelt hatte und öffnete die Flasche, um sich Wasser in ein Glas zu füllen. Dann tat er Kaffeepulver dazu und rührte um. Nachdem er es für gut fünf Minuten auf eine, wohlgemerkt abgeschaltete, Herdplatte gestellt hatte tapste er zu seinem Sofa zurück, griff unterwegs nach der Zeitung und ließ sich auf das Polster sinken.
Er war wirklich in keiner guten Verfassung, aber seine Gedanken waren gerade auch eher bei der geschlossenen Nase und der Müdigkeit und den tränenden Augen.
Sherlock nieste, bevor er einen Schluck von dem Getränk nahm, dann griff er nach der Zeitung.
Das Glas in einer, die Zeitungsseite in der anderen Hand überflog er die Titelseite und schaffte es sogar umzublättern, ohne etwas auszuschütten.
Natürlich suchte der Detektiv nicht nach den Artikeln die John gelesen hatte, nein, wie unnötig wäre das denn?
Aber trotzdem interessierte es ihn schon, was sein Mitbewohner sich angesehen hatte. Als er auf der letzten Seite angekommen war faltete er die Zeitung in der Mitte und legte sie auf den Tisch, dann legte er die Füße hoch und lehnte seinen Rücken gegen die Lehne. Dann sah er zu der gegenüberliegenden Wand hoch.
Nicht sehr spannend, aber was wollte man machen?
Alles war langweilig… Langweilig, langweilig, langweilig… Nichts zu tun…
Er könnte natürlich die Wand wieder zu seinem Opfer machen, aber letztendlich brachte es ihm auch nicht viel. Bis auf Ärger. Und den brauchte er in seinem schwächelnden Zustand nicht.

(out: Kein Ding, war richtig gut *-*)

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Okt 26, 2014 5:06 pm

John hatte nach einer halben Stunde des Suchens nach der Hundeleine, von der Mrs Hudson noch zu ihm gesagt hatte, dass sie irgendwo in der Küche liegen müsste, die Leine dann doch im Wohnzimmer unter dem Sofa gefunden. Wer die wohl dahin verfrachtet hatte? Momentan gab es nur einen, der zu solchen Spielchen aufgelegt wäre. Hund Mozart, Mrs Turners ein und alles. Halb hatte die Leine unter dem Sofa hervorgelugt, daher konnte der Arzt sie dann auch erst erkennen. Nachdem er die Leine also gefunden hatte, war er zurück in die obere Wohnung gekehrt. Dort lagen zu einem der Hund friedlich auf Sherlocks Sessel und der Detective selbst hatte sich in Decken eingewickelt auf dem Sofa bequem gemacht. Er schien zu schlafen. Bei dem Bild der Zwei musste John warmherzig lächeln. Er lehnte sich im Türrahmen an und beobachtete eine weile den ruhenden Hund im Sessel als auch Sherlock auf dem Sofa. Das wäre jetzt ein Foto wert, so unschuldig sahen beide aus. Aber da John für eine Weile weder Laptop noch Handy nutzen wollte, wollte er dies auch jetzt nicht tun. Stattdessen ging der Arzt zum Fernseher und schaltete diesen mit der freien Hand aus. In seiner anderen hielt er noch immer die Leine. In dem Moment hob sich der Kopf des Hundes auf dem Sessel, aufmerksam, wachend und neugierig blickte er sich um. Watson grinste. „Na komm, wir gehen eine Runde spazieren“, meinte er leise in die Richtung des Hundes. Obwohl er nicht wusste, weshalb er mit dem Hund sprach, schien der zu verstehen, erhob sich in dem Sessel und sprang von diesem so leise wie möglich hinab auf den Boden . John winkte den Hund mit nach draußen und so machten sich beide leise aus dem Wohnzimmer auf zur Treppe. So konnte Sherlock ruhig weiterschlafen, während John wenig später vor der Haustüre mit der Hundeleine zu kämpfen hatte. Der Hund wollte sich partu nicht die Leine umlegen lassen. Watson seufzte auf. „Bitte, bleib doch ein mal stehen“, murmelte John so leise wie möglich. Der Detective sollte schließlich die Chance haben, ruhig schlafen zu können. Wobei John bezweifelte, dass seine Worte überhaupt nach oben in die Wohnung gelangten. Nach fünf Minuten allerdings hatte es der Arzt geschafft, Hund Mozart die Leine einigermaßen ordentlich anzulegen, so, dass sie endlich hinaus auf den Bürgersteig treten konnten. Watson atmete die frische Herbstluft ein. Die Mittagssonne erhellte schon so manche Bunten Blätter der Bäume und auf den Straßen und Bürgersteigen herrschte reges treiben. „Na John? Mit dem Hund unterwegs?“, hörte der Arzt die Stimme der Vermieterin. Watson drehte sich um. Die Dame kam gerade aus dem Speedys. „Wir versuchen es mal“, meinte John knapp. Mrs Hudson lachte. „Ich wünsche ihnen viel Spaß. Allerdings sollten sie bei Mozart aufpassen. Sieht er eine andere Hundedame, ist er nicht zu halten.“ Watson grinste, meinte er würde aufpassen und verabschiedete sich.
Eine Zeitlang trabte der Hund schon fast neben John her, sah sich die Pasanten an, die an ihm und John vorbeigingen und schnüffelte in der Luft. Watson beobachtete die vorbeifahrenden Autos. Bisher war Mozart angenehm ruhig neben John hergelaufen und machte auch keine großen Probleme. Als der Arzt dann aber eine Dame sah, die mit einem Pudel auf der gegenüberliegenden Straßenseite unterwegs war, entschied sich John in eine Seitenstraße einzubiegen, bevor der Hund die Pudeldame entdeckte. Dennoch zu spät. Mozart hatte die Hündin schon längst entdeckt und überraschte John, in dem er um ihn herumrannte, sodass sich die Leine kurz um ihn wickelte. Daraufhin musste der Arzt jene Leine überrascht loslassen und taumelte ein wenig, bis er halt an einer Hausfassade fand. Der Hund überquerte derweil in einem Affenzahn die Straße, die Autos hupten, weil die Ampel schon längst grün zeigte, doch der Hund lies sich dadurch nicht beirren. Wusste er den, dass die Autos stehen blieben? Ob er der lieben Mrs Turner schon öfters reis aus genommen hatte? Jedenfalls lag es nun an dem Arzt, den Hund wieder einzufangen, der versuchte die Fährte der Pudeldame aufzunehmen, die mit ihrem Frauchen um eine Ecke bog. Der Arzt rief dem Hund hinterher, er solle zurückkommen, doch darauf hörte der Hund nicht. Watson folgte dem Vierbeiner, jagte ihm über die Straße nach, wobei die Autos erneut hupten, als sie endlich losfahren wollten, weil der Hund von der Straße verschwunden war. Doch durch, der Meinung der Autofahrer nach, ein weiterer verrückter ihnen die Bahn versperrte.
Die Passanten auf den Bürgersteigen mussten mehrere male dem Hund ausweichen, der sogar einmal einen Verkäufer anrempelte, der Äpfel an seinem äußeren Stand einsortierte, daraufhin rollten natürlich einige Äpfel zu Boden. John musste sich natürlich für den ganzen Ärger den Hund Mozart angestellt hatte, im nachhinein entschuldigen. Es dauerte eine ganze Weile, bis er den Hund an der Leine erwischte, als sich diese an einem Gartenzaun eines Mietshauses neben einer Bäckerei verfing. „Na endlich. Die Pudeldame hast du aber trotzdem nicht eingeholt“, murmelte John völlig außer puste, stützte sich auf seine Knie ab und sah den Hund tadelnd an. Die Leine zog er zu sich. Meine Güte, der Hund hatte ja einen richtigen Sprint zurückgelegt. Mrs Hudson hatte recht. Sah der Hund eine Hündin, war er nicht mehr zu stoppen. Eigentlich wäre diese Verfolgungsjagd einen Blogeintrag wert, aber zu erwähnen, wie er hinter einem Hund herlief und sich dabei ständig entschuldigen musste, wenn der Hund Passanten anrempelte, gar manche zu fall brachte, war doch nicht so sonderlich gut. Zumal Harry, sollte sie den Eintrag lesen, sich todlachen würde. Und vor seiner Schwester wollte er nicht dastehen, als könne er nicht mal einen Hund ausführen.
Nach diesem turbulenten Spaziergang, hatte John den Ausreißer auf schnellsten Wege zurück in die Baker Street entlassen, wo sich dieser in Windeseile wieder auf Sherlocks Sessel bequem machte. Die Leine legte John kopfschüttelnd auf den Küchentisch. „Ohne Leine kann man mit diesem Vierbeiner auf keinen Fall spazieren gehen“, seufzte John erschöpft, nahm sich ein Glas Wasser und trank davon erst mal ein paar große Schlücke. Sherlock schlief immer noch. Was wohl auch an seiner Erkältung lag. Gut, dass der CD schlief. Manchmal schlief man sich bei einer Erkältung auch einfach gesund. Watson sah kurz auf die Küchenuhr, suchte dann nach Zettel und Stift und schrieb ein paar Zeile auf. Es war eine halbe Stunde vor 18 Uhr und John musste noch ein paar Einkäufe erledigen, bevor seine Schicht begann. Dennoch sollte Sherlock nicht ganz ohne Wissen bleiben, wo er gleich noch mal war. Watson war sich sicher, dass der Detective schon wieder vergessen hatte, dass er Abends drei Stunden in der Praxis vorbeischauen würde. So was unwichtiges konnte Sherlock schon manchmal wieder vergessen. Und bei einer Erkältung wohl erst recht.

Komm um kurz nach 22 Uhr wieder, bin in der Praxis.
Nehmen Sie bloß keine Fälle an, kurieren Sie sich aus und halten Sie sich warm. Dann sollte die Erkältung in ein paar Tagen vorbei sein. Am besten Sie trinken weiterhin Tee.
PS: Mrs Hudson hat vorhin noch verlauten lassen, dass sie um 20 Uhr mal nach Ihnen sehen will.

John


Dann legte er den Zettel gut sichtbar auf den Küchentisch, schnappte sich seine Jacke vom Stuhl, warf noch einen kurzen Blick ins Wohnzimmer, in dem auch der Hund wieder friedlich schlief. „Ach was, doch müde vom Spaziergang“, murmelte John leise grinsend, sah noch kurz zu dem schlafenden Sherlock und verschwand dann aus der Tür. Wieso er sich angewöhnt hat, mit dem Hund zu sprechen, wusste er nicht genau. Aber Sherlock sprach sowieso die meiste Zeit nicht, da war es doch gut einen tierischen Zuhörer zu haben. Auch wenn der gerade eben noch schlief. Als der Arzt die Tür leise ins Schloss fallen ließ, brachte dieser kleiner Luftzug, als die Tür ins Schloss fiel, Johns Zettel  an Sherlock dazu vom Tisch zu wehen und unter dem Tisch zu landen. Doch das hatte der Arzt nicht erwähnt. Er wartete vor der Haustür bereits auf ein Taxi, dass ihn zum nächsten Supermarkt brachte um dort noch ein paar Sachen zu besorgen. Dann müsste er noch bei einer Apotheke vorbeischauen und danach würde es in die Praxis gehen. Die Langweile seines Mitbewohners bekam er aufgrund seines Aufenthalts auf den Straßen Londons nicht mit, daher musste er sich auch nicht darüber ärgern, würde bald wieder ein Loch in der Tapete zu sehen sein. Da wäre höchstens Mrs Hudson noch da, die ihn zurechtweisen würde.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Nov 01, 2014 4:52 pm

Holmes streckte sich, gähnte ausschweifend und warf dann die Decken von sich. Unheimlich angenehm, dass es so kalt war. Wirklich erfrischend. Dann sah er sich nach einer Beschäftigung um. Er stand auf und schlurfte zu seinem Schreibtisch und öffnete den Laptop, dann gab er das Passwort ein und wartete bis es sich hochfuhr. Während sich alles aufbaute schaute er sich weiter in der Wohnung um. Seit seiner Zeitung hatte sich nicht viel verändert, eigentlich. Nein, wirklich nicht.
Langweilig.
Er klickte auf das Internetsymbol und stützte seinen Kopf auf die Hand, den Ellenbogen neben dem Gerät. Seine Füße wurden langsam kalt aber seine Stirn kochte und es fühlte sich wirklich gut an, die kühle Luft auf Wangen, Hals und Nase zu spüren. Es brauchte nicht lange, bis er sein Postfach geöffnet hatte und so war er schon eine Minute später darin unterwegs, löschte Spammails und Werbung, suchte dann die scheinbar wichtigen heraus und las sie nacheinander durch. Ein Klient hatte ihn angeschrieben um zu fragen, warum seine Frau ihn verlassen wollte, Holmes nahm die Infos aus der Mail und leitete das Ergebnis her, dann tippte er es ab, verschickte es und suchte sich die nächste relevante Mail heraus. Beziehungsweise nicht relevant. Woher wussten diese Eltern alles? Hatte Mycroft ihnen davon erzählt? Anders war ja nicht möglich, dass sie es herausgefunden hatten. Das verlangte nach Rache. Später. Holmes zog die Mail in den Postfachmülleimer und bestätigte seine Wahl. Dann klickte er nach und nach die andern an. Leider nichts wichtiges, erst recht nichts Spannendes. Seufzend klappte er den Laptop zu und legte die Fingerspitzen aneinander, die Ellenbogen auf der Tischplatte. Er stierte einfach geradeaus und versuchte, nicht ganz in seiner bemitleidenswerten Langeweile zu versinken.
Gerade da wurde die Türklingel laut. Mrs Hudsons eilige Schritte, dann das Öffnen der Tür und… Lestrade? Was wollte der denn?
Holmes hob erst den Blick, als der Detective Inspector bei ihm auf der Matte stand und es war auch nicht der interessierteste aller Blicke, die er ihm je zugeworfen hatte.
„Da war ein Mann bei uns.“ Fing der DI an. „Das passiert fast immer. Können Sie auf den Punkt kommen?“
„Da war ein Mann bei uns.“ Wiederholte der andere. „Der meinte, Sie hätten ihn niedergemacht.“
„Das passiert fast immer. Können Sie auf den Punkt kommen?“
„Sherlock! Ich warne Sie! Wir sind nicht die Anlaufstelle für die Leute, die von Ihnen massakriert werden!“ „Wer…? Sie sind die Polizei!“
„Ja, aber nicht ihre.“
Sherlock zog die Augenbrauen fragend zusammen. „Allein in diesem Jahr haben wir dutzende Anzeigen bekommen!“ Nun nahm sein Gesicht einen ungläubigen Eindruck an. „Ich meins ernst, nur wegen Ihnen und Ihrer Unhöflichkeit!“ „Und was erwarten Sie jetzt von mir?“
„Dass Sie ein bisschen freundlicher werden! Ist das zu viel verlangt?“
Sherlock überdachte seine nächsten Worte sorgfältig. „Nein.“ Meinte er dann ruhig. „Nein, es ist nicht zu viel verlang.“ Mit einem seufzen zog der DI sich wieder zum Türrahmen zurück. „Gut. Danke.“
Er wollte sich verabschieden, da schien ihm noch etwas einzufallen. Oder aufzufallen. „Was macht ein Hund hier?“
Holmes sah auf und suchte kurz nach dem Fellknäuel. Tatsächlich, es lag auf dem Sofa. Dass er ihm bei gar nichts aufgefallen war! „Mrs Hudson.“ Meinte er daraufhin und hoffte, Lestrade würde nicht nachfragen. Aber natürlich tat er es. „Sie benutzen Ihn doch nicht für irgendwas, oder?“ Natürlich, weil eine Razzia ja nicht so schnell aus dem Geiste war. „Nein, es geht ihm absolut gut hier. Normalerweise ist er auch bei Mrs Hudson unten.“ Der DI warf ihm einen misstrauischen Blick zu, dann verabschiedete er sich und verschwand. Der Detektiv seufzte. Endlich war er weg. Aus welchem Grund hätte er sonst gesagt, er würde in Zukunft alle ordentlich behandeln?! Immerhin nervten die meisten einfach.
Holmes machte sich des Weiteren einen angenehmen Nachmittag, in dem er zwei Experimente sortierte und vom Tisch verschwinden ließ, dann sortierte er seinen Totenschädel von der rechten zur linken Ecke des Kaminregals und ließ ein paar Fallmappen im Regal verschwinden. Fünf Experimente wurden weggeworfen, eines an den Hund verfüttert (es war aber weder ein giftiges noch ein abgelaufenes), zwei in den Kühlschrank umgelagert und zwei vermischt. Daraufhin war der Tisch erstmal relativ aufgeräumt.
Der Detektiv machte weiter, indem er das Kaminsims ordnete, den Totenschädel auf den Kaffeetisch stellte und die Zigaretten fand, er brauchte aber keine, also verstaute er sie lediglich in seiner Schublade. Zwar wurde alles begleitet von stetigen Niesen und gelegentlichen Husten, aber er hatte sich einen Tee hingestellt und trank regelmäßig davon.
Es war dunkel, als er sich in seinen Sessel fallen ließ und der Hund ihm auf den Schoss hüpfte um sich dort behaglich hinzulegen. Zwar war er nicht so leicht wie eine Katze zum Beispiel, aber der Detektiv kam ganz gut mit diesen minderwertigen Schmerzen zurecht.
Dann gönnte er sich noch etwas schlaf, während er sich beim Einschlafen fragte, wo zur Hölle John wohl steckte.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Nov 02, 2014 9:55 am

Der Arzt hatte gerade seine dritte Patientin aus dem Behandlungsraum entlassen und sich hinter seinen Schreibtisch gesetzt. Dort stützte er seinen Kopf auf eine Hand ab, mit der anderen schrieb er ein paar Zeilen in eine Krankenakte. Es war gerade kurz nach 9. Er hatte noch über eine Stunde zu arbeiten, doch eigentlich übermahnte ihn die Müdigkeit schon fast. Sherlock war manchmal richtig Stur. Ob er in seinem Zustand überhaupt auf seinem Sofa liegen blieb, oder mit seinem Fieber durch die Londoner Straßen huschte und Einbrecher mit seinem Husten und Schniefen verjagte, noch bevor sie ihn überhaupt gesehen hatten? Wann würde der Detective eigentlich mal lernen, dass er auch nur ein Mensch war und bei einer Erkältung, wie jeder andere normale Mensch, im Bett liegen musste und sich auskurieren sollte? Besonders dann, wenn man erhöhte Temperatur hatte. Aber John traute sich in dieser Hinsicht wirklich Wette, dass Sherlock es nicht unterlassen konnte, Briefe oder Mails zu überprüfen, ob nicht doch ein höchst interessanter Fall dabei wäre, an den er seine Gehirnzellen wieder auspowern konnte. Und wie es wohl dem Hund ging? John traute es Sherlock nicht zu, dass er mit ihm Experimente veranstalten würde, dafür schien er wirklich eine Verbundenheit mit Hunde zu haben. Dennoch, was wenn der Hund plötzlich mal ein paar Experimentgläser vom Tisch schubste? Es würde eine wahre Unordnung in der Baker Street herrschen. Aber eine Pudeldame hatten ja zum Glück weitere Untermieter in der Baker Street nicht. Allein die kleine Verfolgungsjagd am Mittag hatte dem Arzt einiges an Kraft gekostet. Wer hätte den gedacht, dass Hunde so flink sein konnten? Watson blickte kurz zu seinen Einkäufen, die gut verpackt in den Tüten neben seinem Schreibtisch standen. Der Arzt wischte sich über seine Augen. Also, wenn er heute nicht todmüde ins Bett fiel, dann wusste er auch nicht was, außer Schlaftabletten, noch helfen sollte.
Sarah kam gerade in den Raum des Arztes gestürmt, wobei dieser aufschreckte. „Meine Güte Sarah, hast du mich erschreckt“, meinte er japsend und richtete sich wieder richtig in seinem Stuhl auf. „Entschuldige, aber wenn ich gewusst hätte, dass du halb am Schlafen bist, hätte ich auch angeklopft,“ erklärte sie mit eine kleinen lächeln. Sarah und John waren mittlerweile nur noch gute Freunde. Nicht mehr. Ihre Romanze hatten sie nach etlichen, nicht gerade glücklichen Dates, fallen lassen. Die Ärztin kam etwas besorgt näher. „Du siehst ja aus, als hättest du Nächte lang nicht geschlafen. Was ist passiert?“ fragte die junge Frau. Sie hatte die Tür zum Behandlungszimmer leise verschlossen und setzte sich nun auf die Behandlungsliege. „Sherlock wird es sicherlich nicht gut finden, wenn noch mehr von seinem derzeitigen Gesundheitszustand erfahren, aber ja…er ist Erkältet. Fieber, Husten, Schnupfen. Volles Programm. Und so wie ich ihn kenne, bleibt er nicht lange auf dem Sofa liegen, bevor er sich eine neue Beschäftigung sucht. Medikamente nimmt er nicht, damit seine erhöhte Temperatur sinkt,“ erklärte der Arzt mit sorge und doch zugleich leicht genervt. Sarah seufzte. „Hört sich ja nach einem kleinen, großen, kranken Kind an.“ Watson lächelte milde. „Weißt du, mir hilft bei einer Erkältung immer eine Erkältungsdusche. Danach sofort mit einer Tasse Tee ab ins Bett und am nächsten Morgen sieht die ganze Sache schon wieder viel besser aus,“ meinte die Ärztin. Watson hob interessiert den Kopf. „Hast du so ein Erkältungsduschgel zufälligerweise hier?“ fragte er nach. „Zufälligerweise war ich heute auch noch vor meiner Schicht einkaufen. Hab mir gerade wieder ein wenig für meinen Vorrat besorgt. Warte, ich hol dir eins. Vielleicht hilft das ja schneller zu Genesung des ´großen Kindes´.“ Und dann war sie schon verschwunden. John widmete sich wieder der Krankenakte, die er nach fünf Minuten schloss und auf die Uhr sah. „Unter einer Bedingung geb ich dir das Erkältungsduschgel“,ertönte hinter John wieder die Stimme der Ärztin. Der Arzt wandte sich zu ihr um. „Die wäre?“ fragte er matt. „Du machst für heute Schluss. So wie du aussiehst, will ich dir ungern weitere Patienten aufhalsen. Zumal du uns schon sehr geholfen hast, bei diesem Ansturm von Grippewelle zu dieser Jahreszeit,“ antwortete sie prompt. Watson wollte protestieren, dass er nicht mal müde sei, doch kam er nicht dazu. „Nicht nur Sherlock hat manchmal einen Sturkopf, sondern du auch. Ihr ähnelt euch in manchen Dingen ziemlich“, erklärte Sarah. John überlegte kurz. Sie hatte recht, er könnte keine weiteren Patienten übernehmen. Nicht mehr heute. „Also gut. Ich mach Schluss für heute“, antwortete der Arzt ergebend, woraufhin das Duschgel in Johns Einkaufstüten landete. „Und Morgen will ich dich hier auch nicht sehen. Schlaf dich mal ordentlich aus“, ordnete die Ärztin an. „Was immer auch meine Ärztin sagt“, erwiderte John mit einem grinsen und schaltete seinen PC aus. „Ach, noch was. Ich hab gehört, du und Sherlock wart auf einer Hochzeit. Wie wars?“ fragte die junge Dame nun. „Hm?“ Der Arzte hatte bei den Worte bewusst nicht zugehört. Sarah merkte schon, dass irgendwas die Laune des Arztes zusätzlich auf den Tiefpunkt brachte und das waren sicherlich nicht irgendwelche Experimente des Detectives. „Nichts, vergiss es. Richte Sherlock von mir gute Besserung aus, oder viel mehr liebe Grüße, wenn er schon nicht will, dass viele von seiner Erkältung wissen“, verabschiedete sich Sarah dann zu ihren Patienten. Watson packte seine Einkaufstüten, verließen den Raum und löschte das Licht. Es war doch besser, für heute die Arbeit ruhen zu lassen.
Nach einer knappen halben Stunde, er hatte auch sofort ein Taxi erwischt, konnte er Mrs Hudson die Einkäufe unten vorbeibringen. Nachdem diese aussortiert waren, nahm John den Rest mit nach oben in die Wohnung. An den von Experimenten vollgestellten Tisch und der noch volleren Küchentheke wollte der Arzt jetzt gar nicht denken. Er öffnete leise die Tür zur Wohnung, vielleicht schlief Sherlock ja doch und kurierte sich somit aus. John hoffte es wenigstens. Watson betrat auf leisen Sohlen den Flur und dann die Küche, in der Licht brannte. Aber noch etwas war äußerst ungewöhnlich. Der Tisch wirkte wie ausgewechselt, auch von der Küchentheke waren einige Experimente verschwunden. Was zur Hölle war hier passiert? Hat Mrs Hudson hier aufgeräumt? Nein, dann hätte sich doch vorhin etwas erwähnt, oder nicht? John stellte die Einkaufstüten auf den Tisch, räumte schnell die restlichen Artikel aus den Tüte, wobei es sich hauptsächlich um Taschentücher, ein Nasenspray, eine Hustenbonbonpackung das Erkältungsduschgel von Sarah und mehreren Hühnersuppendosen handelte. Dazu zwei Näpfe und eine Packung Trockenfutter, von der Mrs Hudson gemeint hätte, dass John das ruhig mit hochnehmen sollte, denn als sie kurz mal oben war um nach Sherlock zu sehen, schliefen sowohl Hund als der Detective auch friedlich. Daher ging sie aus, dass der Hund auch die Nacht über lieber in der Wohnung des Detectives und des Arztes sein würde. John entsorgte die Tüten wieder in den Mülleimer und genoss es schon fast, dass die Küche seit langem wieder einer Küche ähnelte. Bis auf ein paar einsame Experimente. Der Arzt schüttelte lächelnd den Kopf. Eigentlich sollte Sherlock doch wirklich liegen bleiben. Aber Anscheinend war ihm das auf Dauer doch zu langweilig. Dass er aber dann noch als Beschäftigung aufräumte, war verwundernswert. In dieser Hinsicht konnte John Sherlock gar nicht böse sein, dass er sich nicht ausreichend geschont hatte. Die Küche war, wie schon lang nicht mehr, recht gemütlich. Watson stellte eilig die Näpfe auf den Boden, in einen von beiden hatte er zuvor etwas Wasser gefüllt. Die Trockenfutterpackung fand auf der Theke platz, die Hühnersuppendosen neben dem Herd, wo Mrs Hudsons Suppe mittlerweile kalt im Topf ruhte. Das Erkältungsduschgel platzierte er ebenfalls mal auf der Küchentheke. Dann machte er sich ins Wohnzimmer auf, um Hustenbonbonpackung und Taschentücher auf den Couchtisch zu stellen. Das Nasenspray war in Johns persönlich eingerichteten Medizinschrank in der Küche verschwunden. Als der Arzt dann Taschentücher und Hustenbonbons am Couchtisch abgelegt hatte, fiel sein Blick auf den Kaminsims, der auch um einiges ordentlicher aussah. Nur eine Tatsache gefiel ihm nicht sonderlich. Der Totenkopf hatte seinen neuen Platz auf dem Kaffeetisch gefunden. Das hieß, Sherlock musste die Zigaretten gefunden und in seinen Besitz gebracht haben. Vielleicht war das Versteck mit dem Totenkopf keine so gute Idee. Watsons Blick glitt zu Sherlocks Sessel, in dem der Consulting Detective wirklich lag und schlief, auf dessen Schoß schon fast wie eine Katze zusammengerollt, Hund Mozart. War das Aufräumen wohl doch ziemlich anstrengend, genauso wie für dem Hund das hinterherlaufen einer Pudeldame. Der Arzt nahm eine Decke, die am Sofa lag, und breitete sie halb über den Hund und halb über Sherlock aus, so dass der Kopf des Hundes, auf Sherlocks schoss, noch aus der Decke hervorragen konnte und des Consulting Detectives Füße und Oberkörper bedeckt waren. Dann stellte sich der Arzt kurz ans Fenster und beobachtete im Schein der Laternen ein paar Passanten die ihren Weg durch die Nacht suchten. Ein Tag war es jetzt her und er hatte es geschafft, mal nicht an Amy und ihren beinahe Ehemann zu denken, noch sich Gedanken über Harry zu machen. Das war doch ein gutes Zeichen. Er sollte öfters mal sein Handy und seinen Laptop ausgeschaltet lassen. Er musste auch nicht immer alle Neuigkeiten wissen und Fragen zu beantworten, standen auch nicht in seiner Pflicht.
John kehrte, leise um den Vierbeiner und Sherlock nicht zu wecken, in die Küche zurück. Dort wollte er gerade Mrs Hudsons Suppe aufkochen, da ihm aufgefallen war, dass er heute das Mittagessen ausgelassen hatte, als ihm sein Zettel unter dem Küchentisch auffiel. Warum lag er den nicht auf, sondern unter dem Küchentisch? Ist der Zettel den einfach, ohne das John es bemerkt hatte, durch einen Luftstoß unter den Tisch gefegt worden? Watson holte den Zettel unter dem Tisch hervor. Also hatte Sherlock den Zettel wohl nicht gesehen und somit auch nicht gewusst, wo der Arzt die Zeit über war. Obwohl John auch mehrmals am Tag erwähnt hatte, dass er Abends eine Schicht in der Praxis übernahm. Nun denn, den Zettel ließ er auf die Küchentheke sinken, wobei man diesen sowieso nicht mehr brauchte, dann wandte er sich aber wirklich Mrs Hudsons Suppe zu, die er aufkochen ließ.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Nov 03, 2014 12:03 pm

Holmes wurde wach von einem seltsam kitzelnden Gefühl an den Armen, und davon, dass der Hund ihm eine Tatze in den Magen rammte. Allerdings war es nicht stark genug um ihn ganz aufzuwecken, seine Lider zuckten nur kurz, er sah John mit einer Decke, dann schlug er die Augen wieder zu und vergaß, was passiert war.
Richtig wach wurde er erst mit dem Geruch von Essen, der in seine Nase stieg. John kochte? John war da? John hatte eine Decke über ihn gebreitet?
Erst etwas hilflos wie eine Schildkröte auf dem Rücken wackelte der Detektiv mit Armen und Beinen, dann schaffte er es, die Armlehnen zu fassen und sich aufzurichten. Der Hund rammte ihm wieder, in Halbschlaf, eine Pfote in die Magengegend, aber diesmal war es stark genug, um ihm den Rest zu geben.
Mit einer Mischung aus einem Seufzen und einem Gähnen stieß Sherlock sich aus dem Sessel hoch und ignorierte das protestierende Schnappen des Hundes. Der landete geschickt auf seinen vier Pfoten und trottete zur Tür hinaus. Sherlock sah ihm nicht nach, während er zu John ging und sich langsam aus der Decke schälte um sie sich über die Schultern zu legen und vorne zuzuhalten.
In diesen wärmenden Umhang gewickelt trat er neben seinen Mitbewohner. Er beschränkte sich auf einen fragenden Blick, das Aufkochen betreffend und wandte sich dann um. Eine kleine Flasche erweckte sein Interesse und er griff danach „Erkältungsduschgel?“ Er kratzte leicht am Etikett. „Und Sarah wollte nichts dafür haben?“ Er erblickte den Zettel auf der Küchentheke. „Bis auf dass Sie früher gehen?“ Warum die Freundlichkeit? Bis auf dass er sie einmal fast umgebracht hatte war den beiden doch noch nichts geschehen, weshalb Sarah dem Detektiven dankbar sein sollte. Vorsichtshaber öffnete Sherlock die Packung und roch daran.
Er zuckte leicht mit dem Kopf zurück. Kein Gift, kein gar nichts. Nur Duschgel, mit wohltuenden Ölen, wenn man denn der Packung Glauben schenken wollte.
Holmes sah auf und zu seinem Freund. Das war wirklich nicht nötig gewesen! Dann hätte er es lieber da lassen sollen und auch noch ein bisschen wegbleiben. Nicht, dass er seine Anwesenheit nicht schätzte, aber gegen ein bisschen Einsamkeit hatte der Consulting Detective auch nichts. Und… Moment… Mrs Hudson war hier gewesen?! Um zwanzig Uhr? Das war vor gut eineinhalb Stunden! Holmes seufzte leise. Schlafen war das denkbar schlechteste, was er machen konnte, warum tat er es dann noch? Generell kam Holmes nicht mit Kranksein zurecht. Es war lästig, einfach lästig.
Leise murrend verschwand Holmes im Bad um sich eine Hand Wasser ins Gesicht zu werfen. Duschen wollte er heute zwar wirklich noch, aber er würde darauf achten, nichtdas mitgebrachte Duschgel zu benutzen. Wo kam er denn da hin, wenn er Almosen annahm?
Der Hund wuselte ihm um die Füße, als er in die Küche zurückkam, dann ging er auf John los. Also, der Hund, nicht der Detektiv, auch wenn Sherlock nicht übel Lust dazu hatte, jemanden seine Langeweile und seinen Missmut spüren zu lassen.
Holmes sah zu dem Tier hinab. Konnte er wirklich noch Hunger haben? Nach der Niere von vorhin?
Natürlich war es keine Menschliche gewesen. Eine tierische, aus dem Laden, Holmes hatte sie eigenhändig dort gekauft und sie war tatsächlich für die Zubereitung von Essen ausgelegt worden. Zwar verstand der Detektiv nicht, warum man Innereien für etwas anderes als Experimente benutzen, geschweige denn essen sollte, aber sie erfüllte ganz fantastisch ihren Zweck und nachdem Holmes die Todesursache des bedauerlichen Mister in der Berwick Street herausgefunden hatte konnte sie sogar den Zweck erfüllen, für den sie ursprünglich ausgelegt gewesen war.
Andererseits kannte Holmes sich mit Hunger nicht sehr aus, da er ihn meistens ignorierte und sich fast abgewöhnt hatte, welchen zu empfinden. Meistens.
Er stützte sich auf die Theke und sah dem Topf dabei zu, wie er die Suppe wieder erwärmte. Zugegebenermaßen hatte sie ganz gut geschmeckt, aber warum John sie wieder aufkochte war Sherlock rätselhaft. Er zumindest wollte nichts mehr. Er wollte einfach etwas machen und diese verdammte Erkältung sollte aufhören.
Es gab aber nichts… Sherlock hielt von den wenigsten Brettspielen etwas, vor allem, wenn er es mit Personen spielte, die nicht gleichauf mit ihm waren. Und bei allem Respekt, John kam leider in dieser Hinsicht nicht an Mycroft heran.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Nov 19, 2014 1:01 pm

John lies die Suppe gemächlich aufkochen. So eine Suppe half nicht nur den schlaffen Gliedern des Detectives, sondern sollte auch den Arzt wieder etwas wacher machen. Kurz gähnte er verhalten. Die Ruhe und Stille war gut, vielleicht für einen Tag. Aber dennoch die perfekte Ablenkung um dauerhaft auf andere Gedanken zu kommen, war es auch nicht. Obwohl es erst einen Tag her war, dass sie aus einem turbulenten Fall zurückkamen, so merkte man dennoch die unbarmherzige Stille in London. Kein Wunder, dass der Detective vielleicht noch etwas schlechter gelaunt war, als sonst schon. Aber er hatte sich ja eine Erkältung einfangen müssen, also sollte er sie auch auskurieren. Wobei John immer mal wieder einen Gedanken verfolgte, ob es vielleicht besser war, wenn der Detective einen Fall erhielt um wieder auf die Beine zu kommen? Naja, mal sehen was die Tage noch so bringen würden. Erst mal sollte sich Sherlock wieder etwas näher in der Genesung fühlen.
Der Arzt rührte einmal in dem Topf um, bevor er den Deckel darauf setzte. Genau in dem Moment bemerkte er, dass sein Mitbewohner neben ihm erschienen war und ihm einen kurzen fragenden Blick zu warf. Den konnte John nun aber sofort deuten. Hatte Sherlock etwa schon wieder keine Lust, aufs Essen? Weil er heute Mittag etwas von der Suppe probiert hatte, meinte er keine mehr zu brauchen. Unglaublich. Gut, aber diesmal kochte er die Suppe nicht für ihn, sondern für sich selbst auf. Weshalb er auch schlicht auf den fragenden Blick mit einem: „Hab Hunger“, antwortete. Dann lehnte er sich seinerseits an die Küchentheke und beobachtete wie der Detektiv das Erkältungsduschgel inspizierte. Seine kleinen Ausführungen von Deduktionen hörte er aufmerksam zu. Als der Detektive seine Deduktionen beendet hatte, nickte John. „Richtig, ich sollte heute früher Schluss machen. Das war Sarahs Bedingung, für das Duschgel. Außerdem hatte sie sich einen Vorrat an diesen wohltuenden Ölen aufgekauft. Es soll wahre Wunder bewirken, laut Sarahs Aussage. Schaden wird es Ihnen jedenfalls nicht.“ Watson hoch seine Augenbrauen, als Sherlock das Duschgel sogar öffnete und daran roch. Der Arzt lachte kurz. „Mensch Sherlock, was denken Sie denn? Das da Gift drin ist? Ganz ehrlich, so sehr hasst sie Sarah nun auch wieder nicht. Sie wollen doch schnell wieder auf die Beine kommen, also nehmen Sie das Duschgel. Vielleicht wird es ihnen Morgen schon wieder besser gehen“, erklärte der Arzt, bevor sich der Detektiv ins Bad aufmachte. Wahrscheinlich um sich kurz zu erfrisch. Watson konnte sich jetzt schon wieder denken, dass Sherlock eben nicht das Duschgel benutzen würde. Dafür war er wahrscheinlich wieder zu stolz, um von anderen etwas anzunehmen. Dabei war es doch gar nicht mal so schlimm, einmal die helfende Hand anzunehmen, die einem gereicht wurde. Nun gut, John war ja auch nicht besser. Nachdem er in London zurück war, wollte er auch keinen anderen in sein Leben lassen, weder seiner Therapeutin die wahrscheinlich immer noch aufschrieb, er hätte kein Vertrauen, noch Mike der seine Worte manchmal viel zu unüberlegt verlauten lies. Und dennoch war er über seinen Schatten gesprungen und hatte zu einem neuen Umfeld vertrauen geschöpft. Molly, die liebenswerte Pathologin, Lestrade, auch wenn er mehr als einmal genervt von dem Duo Sherlock und John war und auch Mrs Hudson, die freundliche nette Dame die nicht darum herum kam, doch mal Haushälterin zu spielen. Also warum fiel es Sherlock manchmal so ganz schwer, gut gemeinte Hilfe anzunehmen? Es war doch nur ein Duschgel, dass ihm vielleicht sogar wieder mehr auf die Beine helfen würde, als diese unendlichen Medikamente in der Apotheke oder der Tee.
Watson bestand darauf, dass Sherlock das Erkältungsduschgel benutzte. Wenn es nach ihm ginge, würde er ihn sogar Tage und Nächte lang damit nerven, bis er sich dazu erwog, das Duschgel ein mal aus zu probieren. Sollte wirklich ein Fall kommen, würde er ihm sogar erst erlauben, diesen anzunehmen, wenn er das Duschgel benutzt hatte, wenigstens ein mal. Ansonsten konnte er den Fall vergessen, darauf konnte der Detektiv gift nehmen. Jeder andere kurierte seine Erkältung aus, aber nein, der Consulting Detektive konnte ja nicht darauf warten, seine Erkältung auszusitzen
Der Arzt bekam einen ziemlichen Schreck, als der Hund plötzlich hinter ihm auftauchte, ein paar mal bellte und ihn kurz ansprang. Watson wich zur Seite. Was hatte er den jetzt getan? Verständnislos sah er den Vierbeiner an, sah dann auf, da sich Sherlock auch wieder zurück in die Küche gesellt hatte. Das einzige, was dem Arzt ins Gedächtnis rückte, dass der Hund vielleicht um Futter bettelte. „Sherlock? Haben Sie dem Hund etwa noch nichts zu essen gegeben, als ich weg war?“ Von der Niere wusste John natürlich keines Wegs, daher auch die Annahme, dass der Hund eventuell hungrig sein könnte. Watson griff nach der Packung Trockenfutter. „Von der Suppe bekommst du nichts, aber dein Trockenfutter kannst du haben“, meinte John und füllte etwas des Trockenfutters in die Schüsseln neben der Wasserschüssel am Boden. Die Packung stellte der Arzt wieder beiseite. „Glauben Sie mir, das Duschgel wird Ihnen bestimmt nicht schaden. Sie wollen doch nicht länger als unnötig krank sein. Nicht wahr?“ John suchte nach einem Löffel um die Suppe zu probieren, als sich die Haushälterin wieder mit ihrem typischen „Huhu“ ankündigte. „Na, haben Sie gut geschlafen mein Lieber?“ fragte sie an Sherlock gewandt. Das der Hund gerade wie wild aus dem Napf futterte und mit seinem Schwanz hin und her wedelte, störte sie nicht. Mozart war laut Mrs Turner ein anständiger Hund, doch sein Futter verdrückte er immer schneller als andere Hunde. John derweil hoch den Deckel vom Topf und tauchte seinen Löffel in die Suppe. „Sie sind schon wieder zurück. Wie war die Schicht?“ fragte Mrs Hudson dann an den Arzt gewandt, wobei sie nun doch mit einem tadelnden Blick kurz auf den überglücklich futternden Hund sah. „Ja, ganz gut“, gab John vor sich, hob den Löffel mit dem schon recht heißen Inhalt an seinen Mund und pustete ein paar mal, bevor er jenen Löffel in seinen Mund wandern ließ. „Im übrigen hab ich die Suppe noch einmal nachgewürzt, als sie weg waren und Sherlock schlief. Schade, dabei erhoffte ich doch jemanden nach dem Befinden von Mozart zu fragen. Wie macht sich den der Engel von Mrs Turner so?“ wandte sie sich an Sherlock. John wollte gerade einwenden, dass der Spaziergang überaus friedlich verlief, eine nicht ganz richtige Aussage, als er es in seinem Rachen ungewöhnlich eigenartig brennen spürte. John schluckte. Was zur Hölle hatte Mrs Hudson noch in die Suppe gemixt? Hätte sie sie nicht einfach so lassen können, wie sie war? Die Suppe war ziemlich versalzen und der Nachgeschmack…Chilli. Hatte Mrs Hudson ihre Brille vergessen oder hatte sie einen neuen Liebhaber? Die Suppe jedenfalls war ungenießbar! Während sich Mrs Hudson weiter besorgt um Sherlocks befinden erkundigte, drehte sich der Arzt möglichst unauffällig nach einem Glas zu den Küchenschränken um, schnappte sich von dort eines und füllte darin etwas Mineralwasser ein. Der Arzt schloss kurz seine Lider und nippte an dem Wasser, während er weiter versuchte, ruhig und gelassen Mrs Hudsons worten zu folgen. Das Wasser allerdings war noch nicht sonderlich hilfreich. Die Schärfe begann sich in seinem ganzen Mund zu verteilen. Watson räusperte sich kurz und wandte den Blick zum Hund hinab, der sich weiter sein Trockenfutter schmecken ließ. „Und? Wie schmeckt ihnen die Suppe John?“ Der Arzt sah verwundert auf. Fragte Mrs Hudson das ernsthaft? Wie konnte nur so viel Salz in die Suppe gelangen, Chilli hatte darin auch überhaupt nichts verloren. Watson verfluchte die Tage, an denen die Haushälterin ihre Brille verlegte. „Ich hab noch ein wenig Paprika hinzugegeben, damit sie nicht ganz so einfältig schmeckt“, erklärte sie. Paprika? Da muss sie aber zur falschen Packung gegriffen haben. Der Arzt versuchte sich an einem lächeln, verschränkte einen Arm vorm Brustkorb und nippte erneut vorsichtig an seinem Wasserglas. „Gut. Sie schmeckt anders, aber gut“, sprach er mit einem räuspern aus. Die alte Dame wollte er nun auch nicht enttäuschen. Aber sobald die Haushälterin ihnen den Rücken kehrte, würde die Suppe im Ausguss verschwinden, zu hundert Prozent. Jetzt hoffte der Arzt nur Sherlock würde seinen Mund halten.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Nov 23, 2014 12:45 pm

Sherlock zog, als Zeichen, dass er Johns Beweggrund verstanden hatte, die Augenbrauen hoch.
Und ja, genau das vermutete, nein, befürchtete der Detektiv. Frauen waren wirklich kein Gebiet, in dem er sich auskannte.
Eigentlich genau das Gegenteil und das wusste John auch. Wer wusste schon, ob sie ihm nicht etwas extrem Giftiges hineingemischt hatte?
Wenn es um ihr Hab und Gut ging war eine Frau unerbittlich, das hatte Holmes gemerkt als man ihm eine Dosis Schlafmittel in den Arm
gejagt hatte, nur weil er dieses eine Telefon nicht herausrücken wollte. Vielleicht sahen John Freundinnen ihn ja so, als Besitztum.
Woher sollte Sherlock das denn wissen? Eine hatte es mal offen zugegeben, sie hatte gemeint, dass John zu ihr ziehen könnte, wenn er wollte,
Holmes hatte in der Zeitung gelesen, sie hatte gerade einen Apfel gegessen, das Interesse am jeweils Anderen war wohl nur von einem ausgegangen und das war nicht Sherlock gewesen.
Aber bei diesen Worten hatte er aufgehört und sogar kurz den Blick gehoben, ob sie es nicht als Scherz meinte. Sie hatte es nicht und das unangenehme Thema war Holmes wieder in den Sinn
gekommen, als sie zur Hochzeit geflogen waren. Ach genau, das war dieselbe gewesen wie die mit der Asche auf seinem damals aktuellen Experiment.
Sherlock sah auf, als der Arzt sich nach dem Hund erkundigte und sah dann zu ihm hinab. Er schaute ihn ganz kurz beschwörend an, als wolle er dem Anderen abverlangen, dass es ihr kleines Geheimnis blieb,
dann sah er wieder zu John hinauf. "Nein, ich habe ihm Nichts gegeben." Er lehnte sich gegen die Theke, während er seinem Mitbwohner zusah, wie er das Futterproblem löste, stöhnte aber genervt auf,
als der Arzt das Thema des Duschgels wieder anschnitt. "Ich bin mir sicher, dass ein Duschgel daran nichts ändern wird." Mit diesen Worten vernahm er die Schrittchen ihrer Vermieterin und schiweg.
Mrs Hudson sollte nicht auf Ehekrach deuten, Ehe hin oder her. Sie fragte ihn etwas, während sie vorbeitippelte und er bejahte dankend, dann redete die Vermieterin kurz mit John.
In der Zeit ordnete Holmes fünf Löffel der Größe nach. Warum die auf der Theke und neben ihm lagen wusste er nicht, aber er sah rechtzeitig wieder auf, als die Vermieterin sich an ihn wandte.
Mit einem zartgekünstelten Lächeln legte Sherlock den Kopf schräg und sagte dann warm: "Wie ein kleiner Engel." Das war zwar nicht ganz korrekt, er hatte nicht wirklich über die Antwort nachgedacht,
aber manchmal musste man Leuten einfach sagen, was sie hören wollten. Und in diesem Fall war es offensichtlich, dass sie nur Gutes wollte.
Aber während er redete schaute er öfters über ihren Kopf hinweg zu John. Dem schien die Suppe gar nicht zu schmecken. Holmes hob seine Faust zum Mund und stützte seinen Ellenbogen auf den waagerechten Arm um sein Grinsen zu verstecken, als Mrs Hudson sich umdrehte.
Die Arme. So viele Gewürze und das gewollte war leider nicht in Reichweite gewesen. Mrs Hudson wandte sich mit einem erfreuten Lächeln zu Sherlock um, als John ihre Suppe lobte und gab ein kieksendes Geräusch von sich, dann drehte sie sich wieder zu John um.
Wahrscheinlich würde sie ihm solange Gesellschaft leisten, bis er die Suppe zum letzten Löffel gegessen hatte, den Blick starr und voller Freude, oder versuchen, ein Gespräch anzufangen.
Aber lange würde der Arzt die Suppe nicht aushalten, also stieß Holmes sich von der Theke ab und erhob das Wort. "Könnten Sie mal bitte mitkommen?" Er sah kurz zu Watson. "John hatte einer ehemaligen Freundin noch ein Telefonat versprochen."
Jetzt sollte er wählen, was er vorzog. Die Suppe oder Lilly. Sherlock hätte die Suppe vorgezogen.
Die Vermieterin folgte ihm ins Wohnzimmer, dort setzte er sich auf seinen Sessel und ließ Mrs Hudson auf der Couch unter dem Smiley Platz nehmen.
"So, Sie können mich jetzt alles zu der Hochzeit fragen."
Natürlich ließ die Vermieterin das nicht zwei Mal sagen. John und die Suppe waren vergessen, jetzt zählte nurnoch ihr Drang, alles zu wissen.
"War es schön?" Sherlock nickte leicht. "Ja." "Was hatte die Braut für ein Kleid?" Holmes zog die Augenbrauen zusammen. War das denn von Belang. "Es war weiß." erklärte er und schlug das Bein über.
"Wirklich weiß oder Cremefarben?" Seine Stirn wurde noch etwas faltiger, dann stand er auf und Mrs Hudson erhob sich ebenfalls.
"Ich denke es ist Zeit, dass Sie gehen. Ihre Sendung fängt in zehn Minuten an." Er trat an die Tür zum Treppenhaus und öffnete sie bedeutungsschwer.
Allerdings kam die Vermieterin nur näher und Holmes musste sie ein Stückchen durch die Tür drücken. "Werden Sie auch bald heiraten?"
"Wir sind nicht zusammen, Mrs Hudson!" "Sie sähen ganz fantastisch in einem weißen Frack aus, Sherlock!" "Die Sendung, Mrs Hudson!" "John aber auch, ich könnte mir sehr gut vorstellen..." "SENDUNG!"
Kaum war sie hinter der Tür schlug Sherlock sie zu und ging wieder in die Küche.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Dez 05, 2014 6:48 pm

Watson war dem Detektiven insgeheim dankbar, dass er Mrs Hudson ablenkte, sie mit ins Wohnzimmer nahm und die Dame ihn dann alles über die Hochzeit ausfragen durfte. Allein schon weil Sherlock die Einzelheiten, wohl eher weniger als mehr, wegen der Hochzeit übernahm. Aber die Vermieterin würde sich wohl eher auf das Hochzeitkleid, die Speisen und die Lokation beschränken. Alles recht banale Dinge. Zwar würd sie vielleicht noch fragen, falls sie dazu kommen sollte, ob das Hochzeitspaar glücklich gewesen wäre, aber John vertraute darauf, dass der Detektiv nur das nötigste durchsickern lassen würde. Der Fall müsste ja jetzt nicht an die große Glocke gehängt werden. Und Mrs Hudson würde sich daher auch hoffentlich mit Oberflächlichen Informationen zur Hochzeit zufrieden geben. Was John betraf, er räusperte sich erst ein paar mal kräftig, als die Vermieterin und der Detektiv ins Wohnzimmer verschwunden waren. Die Suppe würde er, sobald Mrs Hudson in ihrer Wohnung war, in die Spüle verschwinden lassen. Schließlich war diese Suppe ungenießbar für Leute die ihren Geschmackssinn noch hatten. Lieber machte er sich da eine Dose Hühnersuppe auf und erwärmte sie, als dass er noch einen Löffel von Mrs Hudsons versalzener Suppe zu sich nahm. Den Rest seines Wassers trank er aus und schob dann den Topf auf der Herdplatte nach hinten, um einen neuen Topf auf die freigewordene Platte zu stellen. Dann nahm er die Suppendose an sich und suchte nach einem Dosenöffner. Hin und wieder lauschte er, um ein paar Gesprächsfetzen aufnehmen zu können. Dabei vernahm er ganz deutlich die Frage nach dem Hochzeitskleid, was ihn schmunzeln lies. So was war für die Vermieterin natürlich von höchster Wichtigkeit. Der Arzt hatte den Dosenöffner gefunden und kippte nach der Benutzung vom Öffner den Inhalt der Dose in den Topf. Lilly hätte er natürlich auch anrufen können, wie es der Detektiv erwähnt hätte, aber dazu hätte er erstmal sein Handy aus seinem Zimmer holen müssen und um es einzuschalten. Dabei wollte er wirklich mal ein paar Tage unerreichbar sein von neugierigen Fragenstellern, Mike und „Fans“ seines Blogs die so langsam neuen Lesestoff verlangten. Lilly konnte er also getrost ein paar Tage später anrufen. Da wäre sie ihm bestimmt nicht böse. Während die Hühnersuppe nun vor sich hinköchelte, blickte sich der Arzt nach Hund Mozart um. Wo war der Rabauke auf vier Pfoten den nun schon wieder? Hatte er nicht vorhin noch wie ein Schweinchen aus seinem Napf gefressen? Watson wagte einen kurzen Blick zum Napf, um diesen Lagen jedoch nur noch ein paar Trockenfutterbrocken. Mehr nicht. John zuckte mit den Schultern. Solange der Hund nicht irgendetwas anstellte, war es egal, ob er nun wieder zu Mrs Hudsons Wohnung gestiefelt ist oder sich in der Nähe des Detektivs aufhielt, vielleicht sogar dessen Sessel wieder für sich beanspruchte. Als er dann die Worte über die Sendung der Vermieterin aufschnappte und er die Schritte zur Tür hörte, nahm er den Deckel vom hinteren Topf und verabschiedete Mrs Hudsons nicht gerade gelungene Suppe in der Spüle. Eine Ausrede, warum die Suppe am Morgen nicht mehr da war, würde ihm für Mrs Hudson schon einfallen. Dies war sozusagen eine Notsituation und da waren kleine Lügen doch vertretbar. Denn das Köchinnenherz der Vermieterin wollte er nun nicht kränken, genauso wenig wie er die Suppe ganz aufessen könnte noch Sherlock zumuten wollte. Zwar würde er nicht mal die falschen Gewürze bemerken, die die Vermieterin am frühen Abend noch hinzugefügt hatte, trotzdem wäre das für die Erkältung des Detektivs nicht besonders ratsam. Daher beobachtete John auch seelenruhig, wie die Suppe im Ausguss verschwand und stellte den leeren Topf beiseite, während er mit einem Suppenlöffel kurz in der Hühnerbrühe rührte. Als er dann die letzten Worte von Mrs Hudson und Sherlock vernahm, biss er sich auf die Lippen um nicht laut los zu lachen. Er und Sherlock? Heiraten? Weiße Anzüge? Vielleicht in Mrs Hudsons träumen aber in der realen Welt würde das nie auch nur ein mal passieren. Sie waren zwar, so sah es John, Freunde, aber das wars dann schon. Mrs Hudson mit ihren Gedanken. Unglaublich. Der Arzt schüttelte den Kopf, griff nach einem Teller und suchte einen Löffel. Beides stellte er neben dem Topf Hühnersuppe. Was gab es besseres als eine Suppe in einem kalten Herbstabend? Vor allem wenn man den ganzen Tag noch nichts im Magen hatte. Zurzeit war doch etwas fiel los, auch wenn genau genommen gar nichts passierte. Aber erst Sherlocks Erkältung, dann Hund „Mozart“, die Geschehnisse der letzten Tage die doch noch irgendwo im Gedächtnis blieben und die Arbeit. Gut, Sahra hatte wohl wirklich recht damit, die Arbeit mal liegen zu lassen. Es waren genug Vertretungen in der Praxis, da konnte John auch noch ein paar mehr Tage fehlen. Watson lehnte sich an die Küchentheke und lies noch mal einen kurzen Blick durch die Küche schweifen, aber vom Vierbeiner war nichts zu sehen. Die Spazierstunde mit „Mozart“ müsste er in Zukunft anders gestalten. Dem Hund würde er jedenfalls nicht mehr hinterherrennen. Das war ja schon fast wie eine Jagd mit Sherlock nach irgendeinem Verbrecher durch halb London. Ach was, nicht durch halb London, durch ganz London! Es war schon fast unheimlich wie dieser Hund schon fast wie Sherlock tickte. Naja, nicht ganz aber der „Spaziergang“ ,welcher ja nicht mal ein Spaziergang war, war schon vergleichbar mit Verbrecherjagden. Wenn auch bei weitem nicht so gefährlich.
Das Knallen der Tür riss John aus seinen Gedanken. Mrs Hudson musste Sherlock wohl ziemlich auf die Nerven gegangen sein. Jetzt, wo die Vermieterin weg war, erlaubte es sich John herzlich zu lachen. Die Dame hatte wirklich Vorstellungen! Unglaublich. „Werden wir Mrs Hudson wohl jemals von dem Gedanken, Sie und ich wären ein Paar, abringen können?“ fragte er unter seinem Lachen hinüber ins Wohnzimmer, hielt eine Faust vor seinen Mund und räusperte sich um sein Lachen verstummen zu lassen. Dann wandte er sich wieder dem Topf mit Hühnersuppe zu. „Auch eine Hühnersuppe, Sherlock?“
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Dez 06, 2014 3:19 pm

„Ich fürchte nein.“ Sherlock lächelte ermuntert, wenngleich es eher nervend empfand, gerade wo er eigentlich ein wenig Zeit für sich brauchte.
Seine Nase fühlte sich zwar immer noch furchtbar geschlossen an, aber er schaffte es, es zu ignorieren und so schwer war das jetzt auch wieder nicht. „Nein, nichts für mich, danke. Ich trinke Tee.“ Mit diesen Worten drückte er den Schalter hinab, der das Wasser im Wasserkocher erwärmte. War das nicht dieses Sprichwort? Abwarten und Tee trinken? Mit sowas konnte Sherlock selten etwas anfangen. Irgendwann brodelte es in ihm wie in dem Wasserkocher vor ihm und er brauchte etwas, wo er seine Energie abladen konnte, wenn er nicht irgendwann in die Luft gehen sollte. Bei Sherlock gab es keinen Aus-Knopf der irgendwann von selbst ansprang, damit er nicht zu geladen war.
Dann ging er in den Wohnraum und sah sich um. Es gab nicht viel zu tun, der Hund war auch nicht in der Nähe, aber er musste den Weg zu Johns Zimmer gefunden haben, wenn man den Kratzspuren glauben mochte, also ließ sich Sherlock auf der Couch nieder und griff nach der Zeitung, die auf dem Tischchen lag. Er drehte sich dann, sodass er liegen konnte und öffnete die Zeitung.
Eine Zeit lang las Holmes nur still in der Zeitung, die übrigens noch vor dem Urlaub dort gelegen hatte und dementsprechend wenig aktuell war sie auch.
Er war gerade bei der Seite über Klatsch und Tratsch angelangt, als das charakteristische Klicken ertönte. Also ging er in die Küche, nahm sich einen Teebeutel, legte ihn in die nächstbeste Tasse und füllte das Wasser auf, das gerade fertig geworden war.
Damit ging er zurück und setzte sich auf seinen Sessel. Der Tag war nicht mehr der Jüngste, deshalb stand er wieder auf, nachdem er den Tee abgestellt hatte und suchte das Kaminsims ab. Nachdem er fündig geworden war zündete er ein Streichholz an und warf es vorsichtig in den Kamin, dann warf er sich zurück in seinen Sessel und hob die Tasse zum Mund. Er pustete vorsichtig, dann trank er einen Schluck.
Es war angenehm, etwas Warmes in den Händen zu halten und er wärmte sie mit der Tasse, dann zog er die Beine an den Körper und starrte geistesabwesend geradeaus.
„Haben Sie morgen etwas vor, John?“ fragte er dann und sah zu seinem Mitbewohner.
Er hatte nichts vor, also Sherlock, und er würde sich in Langeweile verlieren, wenn nicht wenigstens einer dabei war, dem sich sein Leid vorklagen ließ. Er nieste einmal. „Wir könnten Cluedo spielen.“ Sagte er dann und legte den Kopf leicht schräg, in Gedanken an das letzte Spiel. Die Regeln reizten ihn nicht wirklich, sie waren ziemlich falsch für ein derartiges Spiel, aber darüber ließ sich hinwegsehen, wenn es wirklich gar nichts anderes zu tun gab.
Er konnte das Brett von der Wand nehmen und das Messer endlich für das benutzen, wofür es eigentlich war. Aber vielleicht wäre das auch keine gute Idee, wenn Sherlock nach der ersten Runde den Täter kannte würde das nicht zum Spielerlebnis beitragen. Dementsprechend wenig Sinn machten Schach oder Personenraten.
Eigentlich mochte Sherlock Personenraten, aber auch hier hatte er meistens nach der spätestens zweiten Runde das Ergebnis und außerdem würde er nie auf die Idee kommen, sich darauf hinab zu lassen, sich einen Klebezettel auf die Stirn kleben zu lassen.
Es gab eigentlich kaum ein Spiel, das man spielen konnte, bei dem Sherlock normal wäre. Er war kein guter Spieler, wenn es um sowas ging.
Sie könnten sich unterhalten, natürlich, aber wenn es keinen Fall gab und er sich darüber unterhalten konnte sprach der Detektiv nicht viel. Er konnte seinen Mitbewohner über Harriet ausfragen, aber das wäre vermutlich keine gute Idee. Zumal John offensichtlich etwas Ruhe von der Verbindung zur Außenwelt brauchte. Das konnte Sherlock sogar irgendwo verstehen.
Er hob wieder die Tasse und nahm einen Schluck Tee. Dann lächelte er plötzlich.
„Schmeckt diese Suppe besser als Mrs Hudsons? Ich hätte Sie ja vorgewarnt, aber ich habe geschlafen.“ Er stellte die Tasse neben sich und folgte ihr mit dem Kopf. Dann schob er sie ordentlich hin, richtete seinen Morgenmantel und faltete die Hände auf den Knien.
„Ach ja, schlafen. Sie sollten aufpassen, wenn Sie heute Nacht in ihr Bett gehen.“
Immerhin war da immer noch der Hund.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Dez 07, 2014 10:46 am

John schmunzelte erneut bei der Antwort Sherlocks auf seine Frage hin. Mrs Hudson. Sie war ein ganz eigener Mensch mit wahnsinnig vielen Geheimnissen und einer guten Portion Verrücktheit und Leichtgläubigkeit, aber dadurch war sie zumeist auch liebenswert, die gute Dame.
Kurz musterte der Arzt den Wasserkocher, bei Sherlocks zweiter Antwort, dass er lieber Tee trinke. „Abwarten und Tee trinken, wie?“ kommentierte er. Das Sprichwort ist ihm in Verbindung mit Sherlocks Erkältung eingefallen. Spielte er wirklich auf das Sprichwort an, dass er seine Erkältung aussitzen wollte, anstatt groß was dagegen zu tun. Beispielsweise dieses „Wunder-Duschgel“ auf Sarahs Empfehlung zu nehmen? Nun gut, solange Sherlock sich schonte konnte es John egal sein, welchem Empfehlungen der Detektiv für hilfreich hielt und welche nicht. Der Arzt legte einen Topfuntersetzter auf den Küchentisch und setzten den Suppentopf darauf. Dann setzte er sich an den Tisch, während er aus den Augenwinkeln mitbekam, wie Sherlock ins Wohnzimmer verschwand und sich nicht mit der gerade aktuellsten Zeitung versuchte die Zeit zu vertreiben. Watson hingegen schob die ersten Löffel der Hühnersuppe in den Mund. Die warme Flüssigkeit tat gut und da, die Suppe schon im Vorhinein angemessen abgeschmeckt war, war sie gar kein Vergleich zu der überwürzten Suppe der Vermieterin. Es dauerte nicht lange da kam der Detektiv wieder in die Küche, fast automatisch, als der Wasserkocher sich mit einem Klicken vermeldet seinen Dienst geleistet zu haben. Sherlock verschwand allerdings recht schnell wieder mit seinem Tee zurück in den Wohnraum. Diesmal verkniff sich John einen Kommentar dazu, dass der Tee erst durziehen musste. Er würde es schon selbst wissen. Der Arzt löffelte den ersten Teller seiner Hühnersuppe leer und füllte sich den Zweiten auf. Ganz klar, der Arzt war heute Morgen schon früh auf den Beinen, außer einem kleinen Toast nichts im Magen gehabt bis heute Abend und müde dazu, kein Wunder das die Hühnersuppe wahre Wunder bewirkte und ihn wieder etwas munterer als zuvor machte, auch wenn die Müdigkeit sich nicht ganz vertrieben ließ. Er sollte vielleicht Morgen mal ins Speedys gehen und sich umhören, ob Mrs Hudson jemanden an ihrer Seite begrüßt hatte. Bekanntlich versalzen nur verliebte Köche, in Mrs Hudsons fall wohl Köchinnen, die Suppe.
„Hm?“ John warf, von seinem Suppenteller aufsehend, einen Blick ins Wohnzimmer, zu Sherlock, welcher es sich in seinem Sessel gemütlich gemacht hatte. „Ob ich Morgen etwas vorhab? Nein“ er schüttelte den Kopf „Eher nicht, Sarah lässt mich ein paar Tage nicht in die Praxis“ murmelt er und zieht dann fast gleichzeitig fragen die Stirn in Falten. Weshalb wollte das der Detektiv wissen? Gerade hatte John den zweiten Löffel seiner neuen Suppe zu sich genommen, da hörte er auch schon die dazugehörige Erklärung. Watson verschluckte sich, weil er meinte das Thema Cluedo doch endlich vom Tisch gebracht zu haben. Kurz hustete er, nahm das Wasserglas neben seinem Teller an die Lippen, trank einen Schluck und räusperte sich dann. „Cluedo? Ich dachte ich hätte Ihnen schon meine Meinung dazu mal gesagt. Ich spiel nicht mehr mit Ihnen Cluedo.“ John stellte das Wasserglas zurück auf die Tischoberfläche. „Aus dem ganz einfachen Grund, weil Sie es nicht lassen können schon vor dem Ende des Spiels den Täter zu verkünden oder gleich behaupten, dass es dies und jener Täter eigentlich gar nicht sein kann.“ Watson schüttelte erneut den Kopf. „Nein, Cluedo tut Ihnen nicht gut. Das wird Sie nur reizen,“ und mich zur Weißglut bringen, fügte John in Gedanken hinzu. „Da sind Sie an einem richtigen Tatort besser aufgehoben, wenn..“ damit stellte John mit erhobenem Zeigefinger „..Sie ihre Erkältung auskuriert haben. Ich könnte mich allerdings als Schachpartner versuchen.“ Erklärte Watson, bevor er sich wieder seiner Suppe zuwandte. Sherlock schien sich derweil wieder mit seinem Tee und seinen Gedanken zu beschäftigen.
Nachdem John den Dritten Teller Suppe verspeist hatte, räumte er ab, spülte noch ein wenig das angesammelte Geschirr ab um es aufzuräumen und stellte den Topf Suppe zurück auf den ausgeschalteten Herd. Vielleicht konnte man sie Morgen noch ein mal aufwärmen. Nachdem die Arbeiten in der Küche soweit erledigt waren, marschierte er kurz die Treppe nach oben zu seinem Zimmer. Er würde den Abend heute auch friedlich in der Gesellschaft seines Mitbewohners ausklingen lassen. Allerdings nicht ohne ein gutes Buch in der Hand. Als er sein Zimmer durchquerte und auf seinen kleinen Schreibtisch zusteuerte, bemerkte er natürlich nicht den Hund unter der Bettdecke. Warum auch? Watson dachte sowieso, dass der Vierbeiner plötzlich bei Mrs Hudson Gesellschaft gesucht hat. John nahm das Buch am Schreibtisch an sich, hielt für einen kurzem Moment inne und erwog vielleicht doch seinen Laptop mit nach unten zu nehmen, um mit einem Blogeintrag wieder anzufangen. Dann lies er es aber doch und verließ nur mit dem Buch sein Zimmer wieder. Er wollte sich noch ein paar Tage halbwegs Frei von irgendwelchen Fragen halten. Egal ob es nun Fragen von Mike zu Petes Hochzeit waren, oder Fragen eines „Fans“ seines Blogs was einen neuen Eintrag anging. Mit dem Buch machte er sich wieder die Treppe nach unten auf und in die Küche zurück. Das Buch war geschrieben von Edgar Allan Poe und enthielt ebenso Ermittlungsgeschichten von zwei Kumpanen, der eine ein Detektiv Namens C. Auguste Dupin, so ähnlich wie Sherlock und er, was für eine Ironie. Das Buch hatte er schon vor ein paar Jahren mal von Mike bekommen und jetzt fand er doch mal die Gelegenheit dazu, es durchzulesen. Natürlich war das noch vor Johns Einzug in 221b, aber im Nachhinein hatte Mike mal verlauten lassen, dass die Zwei Hauptcharaktere im Buch Sherlock und John nicht ganz unähnlich wären. Was für ein Unsinn, zumindest dachte John so. Sherlock wäre doch nie mit einer Buchfigur vergleichbar (*grins* genau genommen ist er ja selbst eine ^^) In der Küche angekommen gönnte sich der Arzt noch ein Glas Rotwein, als er die Frage von Sherlock bezüglich der Suppe aufschnappte. „Mrs Hudson hat wohl noch mal herumgewürzt, wieso ist mir ein Rätsel. Ich bin mir sicher die Suppe von ihr war am Nachmittag noch besser. Und ja die Hühnersuppe schmeckt wirklich angenehm milder, als die Suppe unserer ´Haushälterin´“ antwortete er mit einem grinsen. Nahm sein Glas Rotwein, dass er sich gerade eben eingeschenkt hatte und die Flasche wieder im Kühlschrank verstaute, von der Küchentheke und löschte das Licht in der Küche, so dass die einzige Lichtquelle in der Wohnung nur noch Sherlocks Kaminfeuer und das, von den Fenstern in den Wohnraum scheinende, Licht der Laternen waren. Watson stellte sein Glas Rotwein auf dem kleinen Nebentisch an seinem Sessel ab, legte das Buch auf die Armlehne und schritt kurz zum linken der beiden Fenster im Wohnraum, um auf die Baker Street zu sehen. Der Nebel hatte sich ausgebreitet, ein paar Herbstblätter wehten vom kalten Wind durch die Luft aber sonst war keine Menschenseele draußen zu sehen. Seit geraumer Zeit hatte John einfach ein ungutes Gefühl, dass etwas schwerwiegendes passieren könnte. Nur was, das sagte ihm sein Gefühl nicht. Nichts desto trotz warf er am Spätabend in regelmäßigen Abständen einen Blick auf die Baker Street, um eh nur zu sehen, dass doch alles in Ordnung war. Der Arzt begab sich daraufhin zu seinem Sessel und lies sich geschafft darin nieder, um sich seinem Buch zu widmen. Der Arzt wusste schon, dass Sherlock nicht viel mit Büchern anfangen konnte. Aber das interessierte ihm herzlich wenig. Smalltalk, auch wenn Sherlock darin genauso wenig gut war, konnten sie ja trotzdem führen. Der Arzt begann gerade auf der ersten Seite zu lesen, da hörte er auch schon Sherlocks Aussage. Misstrauisch, fragend hob er den Kopf. „Wieso? Haben Sie wieder eines ihrer Experimente vor meiner Tür angebracht?“
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Dez 09, 2014 2:40 pm

Sherlock warf einen kurzen, zutiefst verwirrten Blick zu John, als der seine Gedanken wiederholte, beschloss aber, nicht genauer darauf einzugehen und drehte sich wieder.
Als er sich im Wohnraum niedergelassen hatte widmete er sich erst dem Tee, dann machte er John seinen Vorschlag und musterte ihn währenddessen mit durchdringenden Augen. Dass John sich verschluckte wunderte ihn wenig. Er glaubte nicht, dass die Suppe plötzlich zu heiß oder doch zu gewürzt war, das ließ sich ausschließen, sehr viel wahrscheinlicher war, dass John sich an die letzten, oder eher das letzte Cluedospiel erinnert hatte.
Der Erklärung hörte er still und unbewegt zu, letztendlich hatte sein Mitbewohner Recht, Sherlock brauchte einen Tatort und zwar schnell. Aber erst nach dem Kurieren. Leider. Holmes konnte es sich selbst eingestehen. Auf eine Leiche zu niesen und so den Tatort zu verändern kam für ihn auf keinen Fall in Frage. Zudem machte es so furchtbar unprofessionell.
Schach! Wieso nicht? Er könnte sein Gedächtnis etwas auffrischen, wenngleich er sämtliche Bewegungsmöglichkeiten des Gegenübers vor seinem inneren Auge gelistet hatte.
Der Detektiv trank still seinen Tee, sah geistesabwesend in die Ferne, fing manchmal Johns Bewegungen mit dem Blick auf und folgte ihnen.
Bei den Hausarbeiten half Sherlock John natürlich nicht, irgendwo hatte er ja auch so etwas wie Stolz und Desinteresse. Er sah ihm jedoch nach, als sein Mitbewohner nach oben ging. Weiterhin aufmerksam gegenüber Geräuschen stand er auf, griff nach der inzwischen leeren Tasse und begab sich in die Küche, wo er neu auffüllte. Das Wasser war nicht mehr heiß, lediglich lauwarm, aber er gab sich damit zufrieden. Nachdem er den Beutel in der Spüle entsorgt und einen Neuen in Benutzung genommen hatte setzte er sich zurück auf seinen Sessel.
Allerdings erklangen schon bald Johns Schritte auf der Treppe ohne einen erschreckten Laut oder etwas dergleichen. Holmes hob die Tasse zum Mund und trank, während er John mit den Blicken folgte. Er hatte den Hund nicht gesehen, ausgehend von Mimik und Zustand. Na das würde ja ein schöner Abend werden, wenn der Hund ihm in der Nacht in den Fuß biss. Nicht, dass Sherlock denken würde, der Hund würde das tun, aber was die Zuneigung von Hunden anging schienen die ganz andere Möglichkeiten zu finden, das zu zeigen.
Sherlock nickte leicht als John die Suppe beschrieb und folgte ihm dann wieder mit den Augen, als er zurückkam und das Licht löschte. Holmes mochte das. Die Abenden in der Baker Street, bei diesem angenehm gedämmten Licht und einem netten Mitbewohner. Der schien allerdings ein Buch vorzuziehen. Nachdem er Watson einmal nachgesehen hatte, beugte sich der Detektiv kurz vor und sah sich das Cover an. Edgar Allen Poe. Den kannte er doch irgendwoher? Er lehnte sich zurück und legte die Fingerspitzen aneinander als John zurückkam.
Dann sah er ins Feuer. Er stellte seine Frage und Johns Antwort amüsierte ihn. Etwas peinlich berührt amüsiert muss man sagen.
„Nein. Alles in Ordnung. Und außerdem war es vor der Badezimmertür.“ Er hob sein Augenmerk nicht vom Feuer, aber er lächelte belustigt. Die Frage war nur: Was schockierte den Arzt mehr, ein Plastikarm, der auf ihn niedersauste oder ein Hund im Bett?
Sherlock hatte diese Entscheidung leider schon machen können und er musste sagen, dass Beides auf eigenen Ebenen zutiefst unangenehm war.
Er nieste und weil es wieder im Hals kratzte trank er einen Schluck von seinem Tee, dann legte er wieder die Fingerspitzen aneinander und schaute zu John hinüber.
„Poe?“ Das war sicher nicht Johns Buch. Oder? Also ganz vom Äußerlichen war es eh nicht seins, er hatte es ausgeliehen. Von Stamford, wenn Sherlock nicht alles täuschte, aber dass John so etwas las war Sherlock neu. Andererseits hatte er ihn noch nicht oft in einem Buch lesen sehen. Und wenn hatte es ihn nicht interessiert, in was sein Mitbewohner gerade seine Nase vergrub.
„Ich wusste gar nicht, dass Sie solche… Literatur so mögen?“ Er hatte etwas gestockt um ein Adjektiv zu finden, hatte aber keines gefunden, dass keine Diskussion darüber nach sich ziehen würde, ob John nicht selbst entscheiden dürfe, welche Literatur er vorzog. Oder eine andere Diskussion, Sherlock brauchte zumindest keine davon.
Er betrachtete John unbewegt und wartete auf eine Antwort.


(out: Lustige Anspielung (x )

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Dez 20, 2014 9:15 pm

John zog verwirrt seine Stirn in Falten. Wenn nichts war, warum grinste dann Sherlock so? Nach der „Attacke“ vor der Badezimmertür, die sehr zu Johns Freude, Sherlock selbst „ausbaden“ durfte, traute er dem Detektiv ruhig zu, dass er eine kleine „Rache-Aktion“ geplant hatte, die diesmal wirklich ihn treffen sollte. Seine Schlafzimmertür zu manipulieren wäre da sicher die erste Wahl. Wobei Rache war ja ein Gefühl und von manchen Gefühlen hielt Sherlock einfach nichts. Dennoch, irgendwas wusste der Detektiv, sonst würde er nicht so wissen in sich hineingrinsen. Naja, John würde hoffentlich noch rechtzeitig herausfinden, was Sache war. Bis dahin konnte er sich auch gut der zweiten Seite des Buches wenden, die er umschlug. Es war nur eine Frage der Zeit, bis Sherlock einen Kommentar zu dem Buch abgeben würde. Und der Moment in dem es passierte, war auch schon relativ bald. „Ja, Poe,“ antwortete John knapp auf Sherlocks wohl eher rhetorisch gemeinte Frage. Natürlich hatte er den Buchtitel gelesen, als der Arzt kurz aus dem Fenster gesehen hatte, um zu sehen, ob auf den Straßen alles in Ordnung war. Sherlock musste sich wohl wirklich so einige Gedanken dazu stellen, im Geheimen. Vor allem wie man den nur in den Sinn kam so ein Buch zu lesen. Der Detektiv würde es wahrscheinlich langweilig finden. Er fand sowieso alle Bücher langweilig. Und das Sonnensystem, aber das wollte John an diesem Abend nicht noch mal erwähnen. Es würde nur zu einer Diskussion führen, was sinnvoll war sich zu merken und was nicht. Nebenbei würde sich dann wohl noch die Frage stellen, ob so eine Diskussion überhaupt sinnvoll war. Gut, Watson sollte sich jetzt wohl wirklich auf die Buchstaben auf der zweiten Seite konzentrieren. Natürlich brauchte es nicht lange, bis Sherlock weiter auf das Buch einging, oder viel mehr seine Verwunderung…oder war Überraschung heraus zu hören? Wie dem auch sei, tat Sherlock sein Unwissen kund, dass sie John plötzlich für solche Literatur interessiere. Der Arzt schnaubte leicht, schmunzelte aber dann. „Haben Sie sich jemals interessiert, was ich für ein Buch in die Hand nehme? Sie können doch gar nicht wissen, selbst durch Deduktionen, welche Bücher ich mehr bevorzuge. Bücher sind für Sie doch größtenteils langweilig,“ antwortete er kurz auf Sherlocks Kommentar. Lass die nächsten drei Sätze, sah dann aber wieder auf. „Aber es stimmt schon. Mit Edgar Allan Poe hab ich mich eigentlich noch nie wirklich befasst. Das Buch hat mir Mike für zwei Jahren aufgedreht, ich sollte es mal lesen. Und heute an diesem einigermaßen ruhigen Abend komme ich endlich mal dazu, mich dem hier…“ John hob das Buch kurz hoch, „…zu widmen,“ dann las der Arzt auch schon weiter. Das knistern des Feuers war irgendwie beruhigend, genauso wie das einzige, dämmrige Licht vom Feuer. Es hatte eine gemütliche, ruhige Stimmung in 221b, was relativ selten war. Bereits auf den nächsten Seiten fand John heraus, dass der Begleiter dieses, wohl zu diesem Zeitpunkt ersten Detektiv, namens Dupin, nicht namentlich benannt wurde. Sondern vielmehr der Erzähler dieser Geschichte in dem Buch war. Watson lächelte leicht. Fast so wenn er die Abenteuer von Sherlock und sich in den Blog schreibt und festhält. Ob Mike doch recht hatte, dass sich der Detektiv und dessen Begleiter in dem Buch ihnen beiden ähneln? Der Arzt blätterte die nächste Seite um. „Allerdings lese ich Mikes Buch nur, um herauszufinden, ob diese Buchcharaktere des Autors uns wirklich so ähneln, wie Mike vor kurzem meinte. Er ist überzeugt, dass Sie eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Detektiv in dem Buch haben könnten“, lies John kurz grinsend verlauten und wandte sich dem Buch wieder zu, er war bereits auf der fünften Seite und konnte so langsam ein wenig der Handlung folgen, in der sich die Figur des Detektivs Dupin langsam zusammensetzte. „Jedenfalls klingt es schon sehr interessant. Doppelmord in der Rue Morgue. Sagt Ihnen das was? Die Geschichten von Poe sollen laut Mike ja immer noch sehr bekannt sein,“ fügte der Arzt kurz hinzu. Das Mike solche Literatur bei sich daheim beherbergte, wusste John aber auch nicht. Vielleicht hatte er es ja auch von einem Bekannten mal geschenkt bekommen. Jedenfalls hatte sich Watson nie wirklich mit Poes Geschichten beschäftigt, dass wäre dann noch eher etwas für seine…Schwester. Toll, eigentlich wollte er vorerst nicht mehr an sie denken. Aber seine Schwester interessierte sich schon immer für Krimis, deshalb las wohl auch Johns Blog und gab recht Zweideutige Kommentare ab. Wie dem auch sei, vielleicht würde John ja nach diesem Buch sich doch noch mehr für die Werke dieses Edgar Alan Poes interessieren. Eine Zeit lang war es dann auch wirklich still. Der Arzt hörte das Ticken der Uhr von der Küche aus und das Knistern immer noch neben sich. Es war ein doch recht schönes Gefühl mit einem guten Freund Abend beisammen zu sitzen. Auch wenn dieser gute Freund erkältet war und absolut nicht einsehen wollte, das Duschgel auszuprobieren. John war sich sicher, dass es zur schnelleren Genesung beitragen konnte. Aber wenn der Detektiv nicht wollte, dann wollte er nicht. Einmal sah John kurz auf, als er so auf Seite 25 war und deutete kurz zum Couchtisch. „Ich hab ihnen Hustenbonbons mitgebracht, falls sie welche brauchen sollten,“ meinte er kurz bevor er seine Nase in dem Buch versteckt. Irgendwie fand es John doch recht spannend. Besonders da sich John hin und wieder an ein paar Momente mit seinem Mitbewohner erinnerte, die der Ich Erzähler mit diesem Dupin schildert. Watson sah auf Seite 30 auf und grinste. „Also ich muss schon sagen, Mike interpretiert manchmal recht fiel in Sachen hinein. Aber dieser Dupin erinnert mich wirklich ein wenig an Sie.“ Watson nahm einen Schluck von seinem Weinglas, bevor er es wieder abstellte und weiterredete. „Also das soll jetzt nicht heißen, dass sie mit einer Buchfigur vergleichbar wären. Bei weitem nicht.“ Watson erinnerte sich an ein paar Momente mit Sherlock, die zum einem skurril, manche skandalös, andere lustig und wieder andere durchaus auch besonders waren. Kurz um, Sherlock hatte Eigenschaften die man nicht einfach mit einer Figur vergleichen konnte, denn jene Eigenschaften waren einfach viel zu besonders. Der Arzt räusperte sich, weil er kurz bei den Erinnerungen an solchen Momenten ins Feuer gesehen hatte. „Jedenfalls ein recht interessantes Buch. Ein wenig Literatur könnte Ihnen auch nicht schaden.“ Allerdings wusste John ja wie erstaunlich wenig Interesse der Consulting Detective an Bücher solcher Art hatte. Der Arzt konnte sich auch daran erinnern, dass Mike auch mal erwähnt hätte, dass es einen Film geben sollte, der auf einer Erzählung von Poes The fall of the House of Usher angelehnt war. Ein Horrorfilm wahrscheinlich. Mike wollte es sich an Halloween ansehen. Aber mit Filmen konnte der Arzt bei Sherlock erst recht nicht kommen. Alles war ja so herrlich unlogisch in Filmen, dass hatte John ja mal mitbekommen, als Sherlock bei einer Sendung darauf beharrte, dass es nicht der mutmaßliche Täter gewesen sein kann. Weswegen wusste der Arzt auch nicht mehr so genau. Halloween. Stimmt, dass war ja auch in ein paar Tagen. Watson machte sich eine gedankliche Notiz, noch einen Kürbis besorgen zu müssen, während er eine weitere Seite umblätterte.

(out: dachte mir das ist mal eine recht lustige Idee ^^ )
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