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 John und Sherlock Nebenplay

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Sherlock Holmes
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~Der Charakter~ : Mein Name ist Sherlock Holmes und ich bin 32 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in genau dieser Stadt. Beruflich bin ich Beratender Detektiv. Außerdem bin ich bekannt als das unangenehmste, rüdeste, ignoranteste und alles in allem widerlichste A*schloch dem zu begegnen jemand das Pech haben kann. Aktiv im Inplay? Ja


BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 23, 2014 9:29 pm

Sherlock kniff Lippen und Augen zusammen. Er sah, wie John lachte und das machte es nicht besser.
„Oh verzeihen Sie!“ Die Mutter des kleinen Balges drehte sich auf ihrem Sitz um. „Entschuldige dich sofort, Junge!“
„Nein, nein, nichts passiert. So ein süßer Junge.“ Das Lächeln wirkte verkrampfter als sonst und selbst wenn man nur die Stimme gehört hätte wäre einem aufgefallen, dass ganz und gar nicht ‚nichts passiert‘ war; Sherlock hatte süß gesagt.
Allerdings schienen schließlich doch das inzwischen raubtierhafte Lächeln und die Schmerzensraue Stimme mehr zu wiegen als die Worte, denn die Mutter begann ihren Sohn zu zwingen, sich zu entschuldigen.
Und bis der ein wenig überzeugendes „‘Tschuldigung“ über die Lippen gebracht hatte gab die Frau auch nicht Ruhe. Als es dann kam war Sherlock inzwischen in den Sitz zurückgesunken und hatte begonnen sich die Schläfen massieren. Johns Bedienungsanleitung würde er ihm irgendwann noch einmal heimzahlen. Immerhin hatte Sherlock seinen Stolz. Und solche Worte sollte sich der andere besser nicht öfters erlauben.
Sein Nachbarsnachbar hatte zwar nicht gelacht, aber er hatte ganz genau gesehen, wie seine Augen Schadenfroh geglitzert hatten.
Sollten sie doch. Wer hatte immerhin eine Abhandlung zu den verschiedenen Tabakaschen geschrieben? Na, das brauchte man ja wohl viel öfter als einen Sitz in einem Flugzeug zurück zu klappen.
Zeit, es zu vergessen.
Leider waren die Gespräche um ihn zu laut, als dass er sich ordentlich konzentrieren konnte. Also im Hotel. Apropos Hotel. Schlief er mit John in einem Zimmer? Die Gerüchteküche würde wieder brodeln, der Detektiv sah Mrs Hudson schon vor sich, wie sie eindeutige Anspielungen machte und John wie er sie alle zurückwies.
Sich selbst sah Sherlock übrigens auch, in seinem Sessel, nichts zu tun. Jetzt hatte er schon in seinen Vorstellungen Langeweile, wie lange sollte das denn so weitergehen?
Ihm fiel schließlich eine Beschäftigung ein und er zog Gregs Ausweis aus der Tasche. Gut, dass niemand seinen Reisepass und den Ausweis gleichzeitig hatte sehen wollen.
In Seelenruhe zog der jüngere Holmes-Bruder das Ding aus dem engen Plastiküberzug und zerriss es. Es war sowieso nur eine Kopie, mit einem Bild von Sherlock Holmes anstelle von Gregs.
Auch wenn es für die Situation besser war, überraschte es den Consulting Detective, warum sein Gesicht nicht erkannt worden war, von dem Mann am Bildschirm.
Sollte er nicht erkannt werden?
Noch ehe er weiter darüber nachdenken konnte, regte sich John. Er hatte wohl an irgendetwas geschrieben, obwohl Sherlock wusste, dass es für den Blog war kam es ihm seltsam vor, dass John über die Langeweile schrieb, die sie heimsuchte, da wurde ihm bewusst, dass sie auf dem Weg zu einer Hochzeit waren.
Watson würde doch sein Schreibgebiet nicht ausbreiten? Immerhin war es doch über Sherlock und John, worum es da ging, nicht um Pete und John und Sherlock. Und doch erst recht nicht um Pete und John!
Nein, solange Sherlock da noch ein Wörtchen mitzureden hatte blieb der Blog, wie er war. Zwar war er selbst kein begeisterter Fan des Ganzen, aber wenn er Fälle, die er schon verdrängt hatte, doch noch brauchte war Johns Blog ein nettes Nachschlagewerk. Und da brauchte er keine Beschreibungen eines weißen Kleides (man beachte doch die komische Tragik in diesem Satz) oder offizielle Glückwünsche oder einen Bericht von dem ganzen Geschehen.
Nein, nein, der Blog war für die Fälle bestimmt.
Ach ja, der letzte Fall, darauf musste Sherlock John auch noch ansprechen! Die Worte hatten sich gerade in seinem Mund gesammelt, da bemerkte er, dass sein Nachbar weg war.
Verwirrt schaute er sich um.
Wahrscheinlich Bad, das würde in diesem Moment am meisten zu John passen.
Sherlock verbrachte seine Zeit mit ein wenig weiterem stillen herumsitzen - Und es kostete ihn einige Mühe, nicht in laute Langeweile-Rufe auszubrechen- und einer kleinen Deduktionsarbeit an dem inzwischen selig schlummernden Nachbarsnachbar bis ein Wackeln durch das Flugzeug ging.
Ein Ruck, sofort verfiel Sherlock in seine Gedanken.
Es war aber, zu seinem Leidwesen, ein sehr, sehr kurzer Ausflug, danach kam die Langeweile zurück.
Kurz sah er sich im Cockpit, alles in Zeitlupe. Die Fakten waren schnell ermittelt, ein kurzes Rucken, wie als ob das Flugzeug auf etwas auftrat, nur um einiges leichter. Berechnete man Höhe, Gewicht und Ausrichtung des Rumpfes außerdem Kraft des Wackeln und Reaktion des Personals, so konnte eigentlich nur ein Windstoß gemeint sein. Nichts, worüber man sich also Sorgen machen musste.
Wenig später schob sich auf John wieder in die Reihe.
„Nichts Bedenkliches. Nur Wind.“ Informierte Sherlock seinen Sitzpartner ungefragt und ignorierte dabei, dass der anscheinend lieber geschlafen hätte.
„John, ich denke ich muss mit Ihnen über den letzten Fall sprechen. Sie haben in ihrem Blog geschrieben, dass ich den Fall gelöst hätte, aber eigentlich waren Sie mehr die Person, die dabei eine große Rolle spielte.“ Sherlock hatte sich zu ihm hinübergebeugt, den Blick ließ er aber geradeaus.
„Natürlich würde der Fall nie ohne mich gelöst werden, immerhin war ich es, der die Fakten zusammenzählte, herleitete und schließlich das alles Entscheidende tat, aber Sie waren es doch, der mich auf diese Sternenkonstellation hinwies.“ Jetzt warf der Consulting Detective dem anderen einen Blick zu. „Ich bin nicht allwissend und ich bitte Sie, das in Ihrem Blog nicht zu deklamieren.“
Mit diesen Worten lehnte er sich wieder in seinem Sitz zurück und war den restlichen Flug nicht sehr redegewannt.
Es dauerte noch ein wenig, bis sie wenigstens in die Nähe Edinburghs kamen, aber als der Pilot es ankündigte sagte der Detektiv wieder etwas und tat das dann sogleich auf die schönste Art, wie er nur konnte.
„Endlich! Ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas Langweiligeres getan zu haben!“ rief er aus, und achtete dabei nicht darauf, dass sich gut das halbe Flugzeug nach ihm umdrehte. Zwar war seine Aussage eine glatte Lüge, ja es gab sogar eine ganze Menge andere Sachen, die ihn noch mehr gelangweilt hatten, aber es würde ja niemand bemerken, würde der Detektiv etwas zu dick auftragen.
Er lehnte sich jetzt wieder zu John hinüber und deutete leicht mit dem Finger zu dessen Nachbarn.
„Es ist übrigens sehr gut, dass sie ihm nicht ihren Tomatensaft angeboten haben, er mag sowas übrigens ganz und gar nicht, das wenige Rote an seinem Mund und Revers ist etwas anderes.“
Sherlock lehnte sich noch einmal kurz in seinem Sitz zurück, dann bemerkte er was er gesagt hatte und beugte sich noch einmal rüber. „Es ist Erdbeersaft. Es ärgert mich, dass ich es für einen Kaffeebecher hielt, als wir im Flughafen waren.“
Mit diesen Worten schnallte er sich ab und griff nach seiner Tasche. Sie waren in Edinburgh gelandet.

(OUT: Ich färbe morgen ein ^^)

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John Watson
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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jun 24, 2014 2:26 pm

John hatte soeben seine Augen geschlossen, da ertönte bereits Sherlocks Stimme an seinem Ohr. Innerlich seufzte Watson auf. Hier würde er wohl keine Ruhe finden. Der Arzt öffnete seine Augen, blinzelte ein zwei mal gegen das grelle Licht, dass sein ach so liebenswerter Nachbar links von ihm angeschalten hatte und schloss seine Augen sogleich wieder. Ein stechender Schmerz fuhr ihm durch seine Schläfen. Klarer Anfall von anbahnender Migräne. Kein Wunder wegen der Stimmen um sich herum und dann auch noch die Kinder vor ihnen, die ihren Vater so langsam ans Ende seines Wissens brachten, mit ihren Fragen. So toll Kinder auch sein mochten, aber diese lauten Stimmen von den beiden Kids, regten ihn dann doch auch langsam auf. Watson schluckte, warf einen flüchtigen Blick zu dem links sitzenden Mann und wandte seine Aufmerksamkeit zu Sherlock als er zu reden begann. Dass er von Sherlock noch mal zu Ohren bekam, dass diese Turbulenz von vorhin nichts bedenkliches gewesen sei, war zwar sehr schön, aber zwei mal hören brauchte er es auch nicht. Ein mal von der Servicekraft hätte gereicht. Bei den nächsten Worten lies er seine verschränkten Arme vor seinem Oberkörper sinken und richtete sich auf. Was hörte er da von Sherlock? Hatte er wirklich den letzten aufgeschriebenen Fall von ihm gelesen? Nun, bei seiner langweile in der Baker Street war das aber auch nicht ganz ausgeschlossen. Wie hatte er Johns Blog mal bezeichnet? Als Nachschlagewerk für seine Fälle? Irgendwie so konnte sich John erinnern, dass das mal sein Wortlaut gewesen sein musste. „Den Fall haben sie gelöst Sherlock,“ erklärte der Arzt zum Anfang hin und fuhr dann nach einem kurzen Blick zum Gang, durch die eine Servicekraft ging und den Gästen zu Essen und Trinken anbot, fort: „Die Sternenkonstellation hätten sie auch ohne mich bemerkt.“ Der Arzt lies seinen Kopf zurück in den Sitz sinken und sah gerade aus. „Aber wenn es ihnen so wichtig ist, ändere ich das bei Gelegenheit. Außerdem stimmt es wirklich, sie sind nicht allwissend,“ gab er dann dem Detective recht. Watson kam es zum Anfang hin komisch vor, dass Sherlock überhaupt auf so eine, nach seiner Ansicht, Kleinigkeit achtete, dass der Arzt auf die Position der Sterne hingewiesen hatte. Dies wiederum ehrte den ehemaligen Militärarzt irgendwie sehr, weil er erkannte, dass er auch nicht wirklich unwichtig war, für den großen Sherlock Holmes. Aber er war ganz und gar nicht unwichtig, nur manchmal vergas er seine eigenen Taten bei den Fällen, wenn er später an diese zurück dachte. So sah er manchmal nur Sherlocks brillante Deduktionen und die Lösung des Falles. Allerdings, wenn der Arzt recht überlegte, passte es mal wieder zu dem Consulting Detective, dass er wollte das alles seine Richtigkeit hatte. Was würde denn passieren, wenn in Johns Regelwerk anders gesagt auch seinem Blog, nicht die Richtigkeit stand? „Was die britische Regierung betrifft und das Sonnensystem, fehlen ihn da ein paar Lücken in ihrem Lexikon,“ schmunzelte John. Er liebte es seinen Mitbewohner damit aufzuziehen. Doch wie hatte dieser erst heute Morgen so schön gesagt? Er war auch nur ein Mensch. Sherlock war manchmal schon ein Rätsel für sich. Wenig später landete auch schon der Flieger auf dem Flugplatz. Sie waren in Edinburgh angekommen. Erneute ertönte die Stimme seine rechten Sitznachbars und John öffnete erneut seine Augen, die er zuvor noch mal geschlossen hatte um diesen und seinem Kopf etwas gutes zu tun. Genau, der Flug war auch so viel langweiliger, als in der Baker Street zu sitzen, lächelte John in sich hinein und horchte den nächsten Worten. Tomatensaft, Erdbeersaft? Wovon redete Sherlock noch mal?, versuchte er seinem Mitbewohner zu folgen und warf dann einen Blick zum linken Sitz. Ach ja, von diesem Typen. Während sich Sherlock wenige Sekunden später regte und zur Gepäckablage griff, blieb John noch sitzen und versuchte sich zu erinnern, was Sherlocks letzter Satz noch mal genau bedeutete. Denn irgendwas begann in dem Kopf des ehemaligen Militärarztes zu klingeln. Ah und da war es. „Sie haben sich geirrt. Es war Erdbeersaft, kein Kaffee,“ wiederholte er dann die Worte mit einem grinsen, die Sherlock ausgesprochen hatte. Ob die Festplatte seines Mitbewohners über die Langeweile wirklich eingerostet war? Mit einem lauten stöhnen erhob sich John aus seinem ungemütlichen Sitz. Er hasste solche Sitze und es machte es nicht besser, wenn ihm jemand noch erheblich platz raubte. Er sah auf den linken Sitz, doch der Kerl war bereits verschwunden. Wo war der denn so schnell hin? Watson holte sich seine Laptoptasche nach Sherlocks Handgepäck von der Ablage ehe sie auf den Ausgang zusteuerten…

Sonntag


Es war jetzt fast vier Tage nach ihrer Landung in Edinburgh her. Als sie am späten Donnerstagabend den Flughafen betraten, hatte John zu seinem Handy gegriffen und Petes alte Handynummer eingegeben. Diese funktionierte erstaunlicherweise immer noch, nach all den Jahren. Wie der Arzt erfuhr, hatte er sich auch eine neue zugelegt, aber die alte wollte er wegen frühere Freunde nicht einfach so fallen lassen, ohne das diese von der neuen Nummer wussten. Sherlocks Mitbewohner  hatte ihn über ihr verfrühtes eintreffen informiert und nur nachgefragt, wo sie denn unterkommen konnten. Letztendlich bezogen er und Sherlock, jeder für sich ein Zimmer, in einem kleinen aber feinen Hotel mitten in Edinburgh. Somit hatte die Gerüchteküche mal wieder ausgebrodelt. Ein Glück, denn John war es langsam leid, ständig gegen diese Behauptungen anzukämpfen. Wie viele Freundinnen musste er denn noch haben?
Am Donnerstag hatten er und Sherlock nicht mehr allzu viel getan. Jeder hatte sich in sein Zimmer verzogen. Während Watson per W-lan in seinem Blog den letzten Fall korrigierte und danach sich unbedingt in die Federn begab, wusste er nicht was Sherlock so trieb. Aber für die letzten paar Stunden des Donnerstags war es dem Arzt auch egal. Solange er sich nicht ohne ihn auf Verbrecherjagd begeben hatte und sich so nicht in Gefahr begab, war alles gut. Der Arzt jedenfalls hatte nach seiner Änderung im Blog Schlaf gebraucht und zwar dringend. Sein Kopf dankte es ihm, genauso wie seine Augen. Nur seiner Müdigkeit hatte der Arzt es zu verdanken, recht gut zu schlafen. Jedenfalls schlief er bis kurz nach sieben durch, dann lag er wach in seinem Bett und dachte über Pete nach. Seine Stimme am Handy hatte sich am Donnerstagabend so richtig erwachsen angehört. Pete war zwar ein erwachsener, verstand es aber schon damals sich gern und viel tugendhaft zu benehmen. Am Handy hatte er diese Tugendhaftigkeit nicht mehr herausgehört. Aber Handy war Handy. Wenn er am Sonntag mit ihm reden würde, so konnte John sich besser ein Bild machen, ob Pete sich verändert hatte. Was John allerdings noch nicht so ganz glauben konnte. Freitag und Samstag hatte sich John die Zeit mit Sherlock mal mit einem Mittagessen in einem netten Cafe verbracht, war in Edinburgh unterwegs und hatte allein auch mal den Wellnessbereich des Hotels besucht. Auch hatte er sich am Samstag einen Anzug in einem kleinen Brautmodenladen besorgt. Die beiden Tage gingen daher zumindest für Watson schnell rum, wobei er nicht wusste was Sherlock so trieb. Denn so oft, war er mit ihm auch noch nicht unterwegs gewesen…
Nun war also der Morgen aller Morgende. John stand vor dem Spiegel, hatte sich bereits in den vollen Anzug geschält. Schwarzer Anzug mit einem Elfenbeinfarbenden Hemd und eine ebenso Schwarzen Krawatte. Mit eben genannter hatte er gerade ziemliche Probleme. Schon den ganzen Morgen, seit er aufgestanden war, freute sich der Arzt seinen guten Freund wiederzusehen. Vielleicht war er seit damals erwachsener geworden, aber sich noch so bodenständig wie John. So dachte es der Arzt jedenfalls. Wie sehr sich Pete verändert hatte, wusste er noch nicht. Das war vielleicht sogar besser so, sonst wäre er niemals auf die Hochzeitsfeier seines guten Freunde gegangen. Die Sonne schien hell durch sein Hotelzimmer, während Watson sich im Spiegel ansah und die Krawatte versuchte, richtig zu binden. John wusste schon, weshalb er Anzüge an sich selbst genauso wenig wie Pete die Anzüge mochte, wegen den Krawatten. Sein Tür zum Hotelzimmer hatte er angelehnt, damit er hören konnte, wenn Sherlock fertig war. Sie hatten noch eine knappe halbe Stunde Zeit, bis ihr Taxi, von Pete bestellt, sie zur Kirche abholen würde. Watson hatte zur Nacht auf diesen Sonntagmorgen gut geschlafen. Er fühlte sich endlich wieder besser, viel Energiebeladener, als noch an den Tagen, als sie in der Baker Street saßen und keine Fälle hatten. Eine Hochzeit konnte auf ihre eigenen Art und Weise spannend werde. Doch wie spannend sie werden würde, konnte John an diesem Morgen noch nicht wissen. „Was…ach wie ich die hasse…“ murmelte er wegen seiner Krawatte genervt, die sich einfach nicht binden lassen wollte, öffnete sich nochmal und begann von vorn. Vielleicht konnte er seine Krawatte besonders an diesem Morgen nicht wirklich binden, weil seine Gedanken ganz woanders waren. Und zwar bei seinem guten alten Freund. Was wenn Pete nicht mehr der ist, der er ein mal war? John hatte nun ja, nicht Angst, aber ein schlechtes Gefühl, dass sich Pete wirklich mehr verändert, als er sich nur am Handy angehört hatte. Während er erneut leise fluchte, wegen seiner Krawatte um den Hals, schweiften seine Gedanken wieder ab.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jun 24, 2014 3:51 pm

„Ich brauche es nicht und was ich nicht brauche blockiert meine Festplatte.“ Knurrte Sherlock und verschränkte die Arme. „Lücken hin oder her.“
Mit diesen Worten starrte er begrenzte er sich auf das nach vorne starren und still sein.
Wie oft hatte er schon versucht, John das zu erklären? Der hatte doch schon aufgegeben, es verstehen zu versuchen!
Wenig später musste Sherlock die Worte erneut gegen seinen Sitznachbarn wenden.
„Versuchen Sie einmal auf gut fünfzig Metern Entfernung den Inhalt eines Bechers zu identifizieren.“ Er kam nicht umher, alles ein wenig sarkastisch und aufgebracht zu zischen. John ignorierte so oft seine Genialität und streute lieber noch einmal Salz in Wunden, die er selbst auch haben würde.
Der Detektiv musste warten, bis John aus der Reihe getreten war, der ach so angenehme Sitzpartner war schon weg und deshalb dauerte es auch nicht allzu lang, aber dennoch juckte es Sherlock endlich aus diesem Ding rauszukommen.
Die Luft war stickig, die Gespräche der anderen Reisenden nervig und die Deduktionen, die er kurzzeitig zum Spaß gemacht hatte sinnlos. Alles in allem hielt ihn wirklich nicht viel in diesem Ding.
Das Hotel in Edinburgh war klein, mittelmäßig sauber und langweilig. Natürlich, wie zu erwarten.
Sherlock bekam ein eigenes Zimmer, was eigentlich für alle Seiten das Beste war.
Der Mist der schon nach wenigen Minuten in des Detektives Raum herumlag wäre nur das kleinste Übel für den Arzt. In der Tat schaffte es Holmes sogar innerhalb weniger Sekunden, seinen gesamten Koffer auszupacken. Er tat es, indem er einfach alles aufs Bett warf und dann die etwas wichtigeren Sachen herausfischte.
Den Rest ließ er einfach auf dem Bett liegen, selbst das Jackett für die Hochzeit knitterte dort vor sich hin. Man muss aber sagen, dass es kein anderes war als eines von denen, die er immer trug und somit könnte er auch einfach das tragen, dass er heute trug und es würde nicht auffallen.
Aber ohne einen triftigen Grund sah Sherlock einfach keinen Sinn dazu, etwas Besonderes anzuziehen. Nicht mal zu einer Krawatte hatte er sich durchringen können.
Warum auch, es ging hier um Pete. Einen Mann den der Detektiv nicht kannte und dennoch eine gewisse Abneigung zu ihm empfand. Nicht die typische Abneigung, die er jedem gegenüber empfand, der potenziell nerven konnte, nun, die auch, aber eher eine tiefere Abneigung weil er John dazu verführen konnte eine Familie zu gründen.
Mit einem inneren Seufzen stellte sich Sherlock ans Fenster und faltete die Hände im Rücken. Das Leben war dich letztendlich nur ein Trott, ein einfaches Streben nach einem unbekannten Ziel und am Ende stand doch eh immer der Tod. Das war nicht pessimistisch, das war die Wahrheit. Aber wer sein Leben wirklich genoss und es effektiv nutzte, der dachte nicht daran und schöpfte sein Leben aus, dann war es sogar länger als bei anderen.
In der Beziehung hatte Holmes eigentlich vieles falsch gemacht.
Er hatte kaum Freunde, hatte seine Kindheit nicht genutzt, rauchte viel zu viel und verscheuchte jeden, der ihm versuchte das klar zu machen.
John war anders. Er war mal im Krieg gewesen, jeden Tag hätte er ins Gras beißen können, er hatte eine Schwester die sich einen Dreck um ihn scherte und lebte mit einem Soziopathen zusammen und, verdammt nochmal, es ging ihm gut, er lebte fröhlich und gesund. Zumindest zeigte er nicht, dass es ihm schlecht ging.
Die Nacht, die Holmes ausnahmsweise Mal in schlafenden Zustand verbrachte, war lang und angenehm. Bis dreizehn Uhr war er in seinem Zimmer und in Schlafsachen, ging dann mit John Mittagessen (auch wenn er es manchmal mit Frühstück verwechselte) und verließ seinen Freund für eine getrennte Stadt-Besichtigung.
Am späten Nachmittag kehrte er in sein Zimmer zurück um sich ein paar Aufzeichnungen zu machen. Er hatte zwei Verwandte von zwei seiner Obdachlosen-Jungs getroffen, einen kleinen Diebstahl als zu Langweilig empfunden und viele interessante Leute gesehen.
Ein nicht erfolgreicher, aber immerhin nicht langweiliger Nachmittag.
Die Nacht war diesmal kurz aber nicht weniger ausgefüllt, ein etwas angeregter Schreibverkehr mit seinem Bruder hielt den jüngeren Holmes auf Trab, danach war es eine Nachricht von Sepp, einem Obdachlosen, der meinte, eine Frau sei in die Baker Street gekommen.
Erst am Morgen der Hochzeit löste Mrs Hudson die Anspannung, die anrief und von dem Netten Treffen mit Mrs Turner erzählte, einer alten Freundin.
Während das Telefon, auf normaler Lautstärke, auf dem Tisch lag und sehr leise und gedämpft die Stimme der Haushälterin herausdrang zog sich der Consulting Detective, gut fünf Meter davon entfernt, um.
Der Anzug war, wie bereits erwähnt, ein ganz normales Jackett und bis auf das (wenngleich blütenweiße) Hemd darunter unterschied sich der Detektiv nicht von den normalen Tagen. Nur die Haare waren ordentlich gekämmt.
Vor dem Spiegel fuhr sich Sherlock mit der Hand über das Revers und sah sich ernst im Spiegel an.
„Du must niemandem erzählen, was er zum Frühstück hatte. Auch nicht, dass die Frau ihn betrügt oder das der Mann nicht krank ist, sondern lieber das Fußballspiel sehen will.“ Flüsterte er sich leise zu, dann griff er nach seinem Telefon, sagte: „Ja, das wünsche ich auch. Einen schönen Tag noch.“ beendete das Gespräch, schaltete auf stumm und ließ das Handy dann in seine Hosentasche fallen.
Es war Zeit der neuen Herausforderung ins Auge zu sehen. Hochzeit, Kirche, Benehmen.
Oh, das würde so langweilig werden.
Während er mit einer Hand nach dem Mantel griff öffnete Sherlock mit der anderen die Tür und zog sie dann hinter sich zu, als er draußen stand. Er schaffte es, mit der freien Hand abzuschließen, dann trat er zu John ins Zimmer.
Oh, der Doktor hatte sich also fein angezogen, so, so.
Viel zu verstreut, um sich die Krawatte zu machen. Ging es Sherlock durch den Kopf und er grinste leicht.
„Ich würde Ihnen anbieten, zu helfen, aber Sie wissen, dass ich keine Krawatten binden kann.“ Er ließ sich, ohne zu fragen, auf den Stuhl fallen und schlug das Bein hoch.
„Oder soll ich den Finger drauf halten damit Sie einen Doppelknoten machen können?“ fügte er dann noch hinzu, während er den entgangenen Anruf Mrs Hudsons von seinem Display klickte. Das Handy gab kurz eine Meldung, dass die Benachrichtigung gelöscht war, der Detektiv tat sein Handy weg und sah zu John auf.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jun 24, 2014 5:26 pm

John hörte, wie Sherlock in sein Hotelzimmer eintrat und sich auf einen Stuhl fallen ließ. Natürlich konnte der Detective es nicht lassen, einen Kommentar zum Krawattenbinden abzuliefern. „Das Sie keine Ahnung von Krawattenbinden haben, ist mir schon beinahe klar…“ antwortete der Arzt mit einem grinsen. Doch wollte er in Zukunft, dass sein Mitbewohner wegen den Bemerkungen nicht eingeschnappt werden würde, so müsste sich John heute auch mal am Riemen reißen und keine Kommentare zu Sherlocks Wissen und nicht Wissen äußern. Der Arzt blickte stur in den Spiegel, verbat seinen Gedanken sich auf etwas anderes zu Konzentrieren, als eine Krawatte zu binden und schaffte es nach ca. 5 Minuten, sie ordentlich von seinem Hals hinunterhängen und hinter seine Jackett verstecken zu lassen. Watson musterte sich noch mal im Spiegel, zog leicht an seinem Jackett und drehte sich dann zu Sherlock um. „Ich denke wir beide sehen doch recht akzeptabel aus,“ meinte der Arzt mit einem weiteren lächeln, als er auch Sherlock in einem Anzug mit weißem Hemd sah. Das der Detective einen Anzug trug, war dagegen normal. Doch das weiße Hemd verriet einen etwas eleganteren Anlass, ebenso wie seine gekämmten Haare. John nahm sich seinen Zimmerschlüssel von der Kommode, schloss das Fenster, dass er am Morgen geöffnet hatte um frische Luft rein zu lassen und ging dann zur Tür. Diese öffnete der Arzt dann ganz und lies mit den Worten: „Dann auf in die Schlacht,“ seinen Mitbewohner als erstes in den Flur treten, danach marschierte auch er zum Flur und schloss seine Zimmertür hinter sich ab. Den Schlüssel lies er in die Hosentasche seiner Anzugshose fallen. Dann machten sich beide durch den Flur nach unten auf, verließen das Hotel und stiegen in das Taxi ein, welches vor kurzem schon auf sie wartete. Dieses machte sich auch sofort auf geradem Wege zur Kirche auf. John zog den Jackenärmel seines linken Arms kurz zurück und sah auf seine Armbanduhr. „Die Trauung in der Kirche wird ca. 2 Stunden dauern. Ich denke so lange werden sie ihre langweile verbergen können. Auf dem Weg zum Castle können sie sich die Zeit ja mit möglichst unauffälligen Deduktionen vertreiben. Aber leise,“ lies der Arzt kurz verlauten und wandte seinen Blick auf die Straßen Edinburghs. Wie Pete wohl aussah, nach all den Jahren? Ob seine übliche Begrüßung, das Salutieren und danach die herzliche Umarmung immer noch zu dem Teil seiner eigenen Persönlichkeit zählten? John hoffte es, denn so war ihm sein alter Freund auch ans Herz gewachsen. Bei dem kurzen Telefonat am Donnerstagabend, hatte Pete nur erzählt das Mike verhindert war und deshalb nicht mitkommen konnte, leider. Harriet hatte sich ebenfalls kurz bei Pete gemeldet, wie dieser John erzählte und hinterließ die besten Glückwünsche. Manchmal traf es John mitten ins Herz, wenn er mitbekam, wie sich seine Schwester mal wieder von allen abkapselte. Ob Harrys verhalten bedeutete, dass sie wieder dem Alkohol verfallen war, obwohl sie John vor einem halben Jahr versprochen hatte, dieses Zeug nicht mehr zu trinken? Vor einem halben Jahr. Bis dahin ist viel Zeit vergangen. Watsons Blick wandte sich kurz auf den Boden des Taxis. Er hätte sie vielleicht wirklich mal besuchen müssen, sich um sie kümmern sollen. Aber Harry duldete ihren Bruder nicht, daher war es für John schwer zu ihr durchzudringen. Das war aber Harrys Problem und nicht seines. Sein blick wanderte erneut zum Fenster. Sherlock duldete, mehr oder weniger, sein da sein. Irgendwie schien der Detective ihn und seine normale Seite zu brauchen, so wie er Sherlock und seine Action brauchte. Für Sherlock würde John immer da sein, denn schließlich hatte sein Mitbewohner ihn auch schon einige male aus den Fängen von Verbrechern befreit. Ein Beispiel wäre Moriarty. John als ehemaliger Soldat hatte damals im Schwimmbad keine Angst verspürt, zumindest meinte er keine Angst verspüren zu dürfen, doch als die Scharfschützen nicht nur auf ihn sondern auch auf Sherlock zielten machte sich Panik in ihm breit. Schließlich hatte er Mycroft mal das Versprechen abgenommen auf Sherlock aufzupassen und eigentlich ihn auch auszuspionieren, letzteres hatte er aber ganz bewusst gelassen. Schließlich hatte Mycrofts Bruder auch eine Privatsphäre, wie Mycroft selbst auch. Aber das Aufpassen nahm er doch recht ernst, erstens weil er Sherlock brauchte, der ihm Action bot und zweitens weil er sich als Mitbewohner und doch insgeheim als einzigen Freund von ihm, sich für ich verantwortlich fühlte. Jetzt hör auf an Moriarty zu denken, waren wir nicht gerade noch bei Harriet?, sprach er in Gedanken zu sich selbst. Genau, Harry würde er jetzt auch schön aus seinen Gedanken raushalten. Jetzt stand Petes Hochzeit im Vordergrund. Das Taxi hielt nach einer Zeit vor der Kirche. Die Insassen stiegen aus und machten sich auf das innere der Kirche zu. Johns Herz schlug schneller gegen seinen Brustkorb. Da drinnen stand Pete, sein alter Freund. Der Arzt fragte sich wirklich, wie Pete nun war. Ob er sich verändert hatte. Als er mit Sherlock in die Kirche trat, sahen ein Paar der Hochzeitsgäste in den Bänken schon auf. Auch Pete und der Mann neben ihm, wandten ihre Blicke zu Watson und Holmes. Beinahe hätte er Pete nicht wiedererkannt, wie er da so stand. In einem Anzug, die braunen Haare nach hinten gegellt und einen ernsten Gesichtsausdruck machte. Pete allerdings musst John sofort erkannt haben, denn dieser kam mit einem leichten lächeln auf die beiden zu. „John, alter Freund. Schön dich zusehen,“ rief Pete aus und reichte Watson die Hand. John musste leicht lächeln, aber nur leicht, legte den Kopf ebenfalls leicht schief und zog die Stirn kraus, während er den Mann vor sich musterte. Nein, die Umarmung und das Salutieren hatte Pete bei der heutigen Begrüßung ausgelassen. Als er zu ihnen kam, zog er sein damaliges verwundetes Bein ein wenig nach, also musste seine Verwundung ihm noch immer zu schaffen machen. Wie John einst. Aber noch irgendwas war anders an Pete, er wirkte nicht mehr wie der damalige Kumpeltyp, sondern viel stolzer. Watson schluckte kurz, wandte seinen Blick auf die ihm dagebotenen Hand und ergriff sie zur Begrüßung. Er zwang sich jetzt zu einem freudigeren lächeln und antwortete. „Schön, dich ebenfalls wieder zu sehen. Du hast dich ganz schön verändert,“ meinte John. Pete schmunzelte. Damals hätte Pete über so etwas gelacht. „Naja, ich heirate auch. Das hätte mir man früher schließlich auch nicht zugetraut,“ erklärte er, worauf Watson nur zustimmend nicken konnte. „Und das muss also der berühmte Sherlock Holmes sein, wie? Freut mich Sie kennen zu lernen,“ sagte Pete und gab auch Sherlock die Hand zur Begrüßung. „Pete, ist das dein Freund aus alten Zeiten?“ hörte man eine weitere Stimme, die dem Mann gehörte, der sich als Petes Trauzeuge und Amys Bruder Jake herausstellte. Auch Jake stellte sich Sherlock und John kurz vor, bevor sich beide zurück zum Altar machten und John mit seinem Mitbewohner in einer der Bänke platz nahm. Auf den ersten Blick konnte John niemanden ausmachen, der von früher hier anwesend war. Während Watson seinen Blick durch die Kirche und auf die Bilder schweifen lies, hörte man draußen wie eine Kutsche anrollte und jemand ausstieg. Kurze Zeit später kam Amy, an der Hand geführt wohl von ihrem Vater, in die Kirche. Die Orgel begann schon zu spielen und der Pfarrer machte sich hinterm Altar bereit. Amy trug ein recht glamouröses Kleid, worauf man schließen konnte, dass wohl für die gesamte Hochzeit viel Geld ausgegeben wurde. Ob Pete in eine reiche Familie einheiratete? Amy jedenfalls hatte ein verschmitztes lächeln auf den Lippen, wirkte nicht so verkrampft erwachsen wie Pete sondern viel tugendhafter. Ihre orangefarbenen Haare fielen ihr gewellt auf die Schultern. Watson beobachtete die Szene, als Amy an Pete übergeben wurde. Danach begann die Vermählung und das ganze drum herum. Wie John ahnte, war es traditionell. Wie eine übliche Hochzeit so ablief. Watson beobachtete die ganze Messe über Pete und stellte fest, dass er sich wirklich verändert hatte. Er war erwachsener, stolzer als der alte Pete dem es egal war, mit wem er unterwegs war und ständig einen Spruch auf die Lippen hatte. Aber vielleicht, war es ja nur wegen der Hochzeit so? Wäre er bei der Feier danach anders?...
Die Kirchenglocken läuteten laut, während John mit Sherlock inmitten unter den vielen Gästen stand, die sich vor der Kirche versammelt hatten und klatschten, als das frische Ehepaar in der Tür zur Kirche zwei Tauben in die Luft ließen. Die Blumenkinder streuten Blumen, während Amy und Pete, Hand in Hand, auf eine weiße Kutsche zusteuerten. Trotz das sein alter Freund sich verändert zu haben schien, musste John grinsen, klatschte lautstark mit den anderen Gästen mit. Pete hatte ein neuen Abschnitt in seinem Leben begonnen, damit musste sich John zufrieden geben. Doch was am heutigen Tag noch passieren sollte, würde alle Freud aus dem Arzt entweichen lassen. Die Hochzeitsgäste wurden Minuten später ebenfalls mit Kutschen abgeholt und fuhren dem Hochzeitspaar hinterher zu einem Castle in der nähe von Edinburgh…
Die Gäste hatten sich mit dem Hochzeitspaar in einem großen Saal eines Castles niedergelassen, welches eigentlich als Art Museum galt, doch für Hochzeitsfeiern auch gelegentlich zu mieten war. Im mittelalterlichen Saal befand sich eine Bar, und ein U-förmiger Tisch mit weißem Tischtuch und gedeckten Blumen und feinstem Geschirr. John blickte den Tisch entlang zu Pete und Amy hinüber. Beide verkündeten abwechselnd wie froh sie waren, dass so viele erschienen waren, auf Freunde, gaben Tost aus und ließen das Essen herbeirufen. Von Amy wusste John bist jetzt nur, durch den Bruder Jake, dass sie ihre Mutter früh verloren hatten, bei einem Autounfall. Johns Magen hatte sich allein bei dieser Erwähnung zusammengezogen. Manch Menschen musste es schon schlimm getroffen haben. Jedenfalls erfuhr er auch, dass sie unter Schlafstörungen litt und deshalb tropfen dagegen nahm. Die Tropfen bewahrte Pete bei sich auf, weil es alle für das beste hielten, wenn er als ehemaliger Arzt die Dosierung übernahm. Watson hatte bei dieser Erzählung lächeln müssen. Seine Hilfsbereitschaft hatte Pete also nicht verloren. Das recht, interessante Essen, das zu einem aus Muscheln und Fischeiern bestand, wies erneut auf reiche Familie hin. Während John so wenig wie möglich von dem Essen in seine Mund schob, den das seine war es nicht, beschloss der Arzt Pete später zu fragen, wie er Amy kennengelernt hatte. Nach dem Essen würde die Rede von Jake folgen und danach verschiedene Vorstellungen. Am Abend sollte ein Tanzball stattfinden. Sehr zum Leidwesen von John, denn er konnte nicht sonderlich gut tanzen.
Als der Nachttisch eintraf, warf der Arzt einen Blick zu Sherlock. „Und, schon irgendwelche interessante Deduktionen ausführen können?“ fragte er beiläufig.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jun 24, 2014 7:51 pm

Selbstverständlich brauchte Sherlock das nicht. Er trug ja nie Krawatten, warum sollte er dann welche binden müssen? Manchmal war John einfach unlogisch.
Schlacht… Der Detektiv lächelte amüsiert über den Vergleich. War ja dann doch recht passend.
Er wartete auf John, bis der abgeschlossen hatte, damit sie beide nebeneinander durch die Gänge laufen konnten, nur bei Treppen und engeren Stellen nahm er sich den Vortritt.
Es wartete ein Taxi vor dem Gebäude. Diesmal ließ Sherlock John zuerst einsteigen. Er sah sich noch einmal in der Umgebung um und ließ seine Blicke über das Gebäude schweifen. Er sah eine Person am Fenster eines Zimmers, sie verschwand aber zu schnell, als dass er sie genau identifizieren konnte- der Detektiv legte nur einmal kurz seine Stirn kraus, dann nahm er selbst Platz.
John überprüfte die Zeit und legte den Zeitplan fest. Bei den zwei Stunden stöhnte Sherlock fast auf, aber er konnte sich soweit zusammenreißen, dass es nur ganz kurz und leise war. Zwei Stunden! Das war mehr als der Flug und der war schon praktisch unmöglich gewesen. Ob er wohl sein Handy benutzen durfte?
Wohl kaum, vermutlich würde John es ihm verbieten und wenn die Feier woanders fortgeführt wurde ein paar giftige Bemerkungen machen, also beschloss der Detektiv sich die Zeit mit einer Art Halbschlaf zu verbringen. Er sah aus, als wäre er wach, würde aber währenddessen in irgendeinem nebligen Raum zwischen Hier, jetzt, Morgen und Gestern sein und vielleicht ein paar Gedanken nachjagen. Das machte er manchmal und da er jetzt kein spezielles Thema hatte würde er einfach ein wenig den Geist klären. Also vielleicht ein paar Sachen vergessen und noch ein paar Sachen, zu denen er dann Zeit hatte.
Das Taxi hielt und Sherlock trat neben John, nachdem der selbst ausgestiegen war.
Der Wind blies über die freie Fläche vor der Kirche und wehte in die Ärmel und durch jede noch so kleine Naht an dem Anzug, also zog der Detektiv seinen Mantel an. Jetzt fühlte er sich nicht nur wärmer, auch ein bisschen sicherer. Es war wie eine kugelsichere Weste, man zieht es an und egal wie Dünn das Ding ist, da stand Kugelsicher auf der Verpackung und deshalb muss es so sein. Für den Consulting Detective war das sein Mantel. Er fühlte sich als die Person, die er war, und als die brauchte er sich nicht zu fürchten. Zudem hatte er John neben sich. Man mochte sich gar nicht ausmalen, was geschehen würde, wenn Holmes allein auf eine Hochzeit ginge!
Neben seinem Partner ging er auf die Tür zu, auch wenn sein Blick ein-, zwei Mal auf seinen Nebenmann abwich. Er schluckte oft, hatte die Augen etwas weiter als sonst geöffnet und atmete schneller. Ein kurzer Blick auf die Hände machte die Vermutung gewiss: John war entsetzlich aufgeregt und gespannt auf Pete. Wäre Sherlock ein normaler Mensch hätte er das für verständlich angesehen. Und da er Soziopath auf Besserungswegen war versuchte er sich in einem aufmunternden Lächeln. Leider war er nur auf Besserungswegen, so kam lediglich ein schiefes Mundzucken heraus und Sherlock wendete sich schnell ab, damit John es nicht falsch verstand.
Als ‚guter‘ und ‚verständnisvoller‘ Freund ließ der Detektiv den ehemaligen Militärs-Arzt dann auch zuerst ins Gebäude. Ein paar waren schon da, aber den Mann des Tages erkannte man sogar, wenn man ein Hochzeitsunerfahrener Mann wie Sherlock war. Andererseits hatte der auch seine Deduktionen.
Er setzte seinen desinteressierten John-hat-mich-her geschliffen- Blick auf, dann blieb er stehen, weil der es auch so tat und wartete, bis sein alter Kamerad herankam.
Leicht schleifender aber aufrechter und stolzer Gang. Ebenso wie John- Ein kleiner, mutiger Soldat bis an sein Lebensende. Hautfarbe lässt auf alte Zeit in Afghanistan schließen, nur dass bei ihm hinter den Ohren zu erkennen ist, dass es nicht seine natürliche Hautfarbe ist. Nett von ihm, die Haare an der Stelle zurück zu gelen. Warum durchlief Sherlock ein derart seltsames Gefühl, wenn er zurück gegelte Haare sah? Ein ernstes Gesicht, mehrere Lachfalten, die machen aber schon anderen Falten platz. Verlobungsring- Natürlich, seine Verlobte. Musste ihm ziemlich am Herzen liegen, das Ding war teuer. Sherlock kannte sich zwar nicht mit Verlobungsringen aus, aber dadurch, dass beide die gleichen haben mussten oder irgendetwas in der Art (er hatte nicht so zugehört, als eine von Johns Freundinnen darüber geredet hatte) und dieses Exemplar aus Platin war schien Pete für eine Frau viel Geld auf den Tisch gelegt zu haben.
Eine Verzierung, ein Edelstein, natürlich, was sonst. Fast hätte Sherlock schadenfroh gelächelt, als er sah, dass der Stein nicht ganz so echt war, wie er vielleicht sollte. Also ein bisschen knauserig, der Gute?
Dass John nicht ganz so erfreut über die Begrüßung war, wie es die Aufregung vielleicht erklärt hätte ließ darauf schließen, das mit diesem Mann einiges passiert war, was ihn verändert hatte.
Dass Mike Stamfort nicht da war konnte ein Grund sein. Könnte es etwa sein, dass dieser Mann nach der Kriegszeit anders geworden war? Dann hätte sich Stamfort mit ihm getroffen und ihn als anders empfunden, viele andere Freunde auch und vielleicht hätten sich ein paar von ihm abgewendet.
Sherlock schielte auf die Hand des Mannes. Tatsächlich, eine Uhr. Konnte man mehr Glück haben?
Nachdem der Detektiv die Armbanduhr des Mannes ein wenig betrachtet hatte entschied er für sich, dass das eine recht teure Uhr war. Das brachte weitere Einblicke in den Charakter. Ein einfach lebender Mensch, der rundum glücklich war brauchte keinen teuren Zeitmesser. Wer zeigen wollte, dass er viel Geld hatte kaufte sich so etwas Banales für solches Geld und legte es nicht an oder kaufte sich etwas Besonderes, wie ein großes Auto oder etwas in der Art. Aber auch der restliche Eindruck, also die Marke des Anzuges, die maßgeschneiderten Schuhe und sogar die Krawattennadel, ließen vermuten, dass dieser Mann sein Geld lieber in den alltäglichsten Sachen zeigte als es zu sparen. Wahrscheinlich hatte er sogar ein großes Auto. Er musste also nach seinem Afghanistaneinsatz einen Job bekommen haben, der ihn gut mit Geld ausstattete. Und um an einen solchen zu kommen musste man gewitzt sein und manchmal auch ein bisschen Rücksichtslos. Arzt war er nicht mehr, da war sich Sherlock sicher. Wenn sich dieser Mann aber die eben genannten Eigenschaften zugelegt hatte, dann war er nicht mehr der, den John einmal gemocht hatte. John mochte solche Leute nicht, also die Rücksichtslos aussahen, oder zu seriös. Vielleicht war das der Grund, warum John nicht Mycrofts Angebot, gleich zu Anfang der Freundschaft, nachgekommen war.
Die Körperhaltung war quasi das Aushängeschild von Stolz, wobei es hier nicht die Zeitbegrenzte Version wegen der Hochzeit, sondern eine angewöhnte Hier-bin-ich-Position war.
Schließlich bemerkte der Detektiv, dass er die Uhr nur hatte sehen können, weil Pete ihm die Hand entgegen streckte. Er ergriff sie und schüttelte leicht.
„Meine herzlichsten Glückwünsche.“ Sagte er dann und lächelte falsch.
Pete nahm die Hand wieder zu sich und steckte beide in die Hosentaschen.
Sherlock genehmigte sich kurz ein kleines besserwisserisches Lächeln; das war das typische Unsicherheits oder Gleichgültigkeitssymbol.
Dieser Mann dachte nicht über John, wie John über ihn dachte.
Wie gut, dass John Sherlock hatte, Sherlock Holmes wechselte seine Freunde nicht. Das lag aber auch daran, dass er nicht viele zum wechseln hatte. Aber John würde er eh nie austauschen.
Ein gewisser Jake kam hinzu, auch keine Persönlichkeit, die man anscheinend gerne um sich hatte. Er hatte die Arme verschränkt, die Abwehrgeste. John schien in keinem allzu guten Ruf mehr zu stehen.
Innerlich beschimpfte Sherlock die beiden, weil sie seinen Freund anscheinend nicht mehr so schätzten, wie er es verdient hätte, sein Gesicht aber war verzogen zu dem gekünstelten Lächeln, dass nie wirklich echt aber auch nicht zu zweifelhaft aussah.
Zusammen gingen sie in die Bänke und als die Masse sich erhob um die Braut stehend zu begrüßen brauchte der Consulting Detective ein paar Minuten um zu kapieren, worum es ging.
Die Frau war eine interessante Persönlichkeit. Wesentlich erwachsener als Pete, vermutlich, zumindest im Geiste. Sherlock hatte ein paar kleine Kinder gesehen, offensichtlich Brautgeschwister und nach dem Vater zu urteilen, der sie begleitete hatte sie oft nach ihren Geschwistern sehen müssen. Die Kinder waren ruhig und höflich, es schien, als sei ihnen das nur zugute gekommen.
Den Rest der Hochzeit verbrachte Sherlock, wie geplant, in sich selbst und auch als er neben John vor der Kirche stand um den frisch verheirateten dabei zuzusehen, wie sie zwei Vögel in die Luft warfen, lag ihm die Benommenheit noch ein wenig in seinen Gliedern.
Ein paar Kinder beschmutzten den Boden mit irgendwelchen Blumen und obwohl Sherlock keinerlei Mitleid hatte dachte er doch an das arme Schwein, dass das wieder Saubermachen musste.
Nein, in Sherlock war wirklich nichts, was ihn zu einem Hochzeitsfreund machte.
Anders als alle andern klatschte er nicht, weil er schlichtweg nicht bemerkt hatte und als er dann auch anfing, leicht die Hände zueinander zu bewegen war es eh schon vorbei.
Den Weg zu den Festivitäten legten die Gäste in Kutschen zurück, was Sherlock mit faltiger Stirn aber stumm hinnahm. Für einen gebürtigen Londoner und eingeschweißten Taxibenutzer war das einfach etwas Neues.
Beim Essen hatte der Detektiv die Ehre, das Brautpaar zu betrachten. Ihre Mutter sollte wohl Tod sein, eine tragische Geschichte mit einem Autounfall, aber sie schien sich erholt zu haben. Anscheinend ein Mensch, der gut mit Veränderungen abkam, und mochten sie noch so tragisch sein.
Bis jetzt war Sherlocks Eindruck zu Hochzeiten distanziert. Alles zu fein, zu zeremoniell und zu kitschig. Zumindest diese.
Er wünschte sich, dass wenigstens irgendetwas kleines passierte, aber vorerst sollte sein Wunsch nicht erfüllt werden. Wenngleich man bitte das vorerst beachten möge.
Der Consulting Detective aß nicht viel, nicht nur wegen seiner typischen Angewohnheit wenig zu essen, sondern auch, weil es ihm extrem unseriös vorkam, was da auf seinem Teller lag.
Klar, er wusste, was das war, aber viel bekam er einfach nicht runter.
Viel mehr schaute er sich Gäste und manchmal auch John an, denn Sherlock hatte das Glück neben ihm zu sitzen.
Den anderen Nachbarn ignorierte er soweit, auch wenn der ab und an zu ihm hochschaute.
Auch den Nachtisch nahm er nur mit gerümpfter Nase entgegen und schob ihn zu Watson hinüber. Das Bankett war somit für Sherlock Holmes geschlossen.
„Ein paar." antwortete er auf Johns Frage. "Sehen Sie den Mann da drüben? Ein Exfreund ihrerseits. Starrt dauernd zu ihr hinüber, wenn sie aber schaut sieht er weg. Er ist wütend auf sie, dass sie ihn verlassen hat, hat eine ablehnende Haltung, die Arme verschränkt. Er ist nur gekommen, um sie neidisch zu machen. Fast peinlich, wie er vor ihr dauernd mit der Dame rechts von ihm herumgelaufen ist. Die ist aber nur eine Freundin von ihm, sie ist nicht mit ihm zusammen, in Wahrheit ist sie mit jemand anders zusammen. Das kann man an ihrem Kleid sehen, es übersteigt beider Gehalt, aber auch an der Unterwäsche. Fragen Sie jetzt bitte nicht, man sieht es an dem Kleid und wenn ich Deduktionen anstelle, dann auch ordentliche.“
Damit John gar nicht in Betracht zog, sich schnell eine Freundin zu suchen um zu heiraten zog er dessen Aufmerksamkeit auf die Braut und den Bräutigam um noch einmal kurz deren Deduktionen zu erläutern. Nur das negative ließ er aus. Immerhin war er Soziopath auf Besserungswegen.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jun 24, 2014 11:00 pm

John beobachtete mit hochgezogener Augenbraue den Nachtisch, den Sherlock zu ihm rüberschob. Watson mochte Nachtische nie leer auf den Teller lassen, aber dieser Nachtisch, war dem Arzt wie das andere Essen zu exotisch. Irgendeine Frucht auf einem ziemlich exotischen und sogleich doch chilihaltigen Eis. Mussten den manche Leute etwas gutes, wie ein Eis mit einer Würzzutat ungenießbar machen? Er hatte schon von extravaganten Eissorten gehört, aber eine davon jetzt vor sich zu haben, hätte der Arzt jetzt nicht gedacht. Mit einem höflichen Blick reichte er beide Teller der Servicekraft, die während des Essens immer mal wieder den Saal fürs Nachfüllen von Soßen oder dergleichen betreten hatte. Somit hatte auch Watson dieses, wohlgemerkt unvergessliche  Hochzeitsessen, schnell hinter sich gebracht. Sollte ich mal Heiraten, wird es so was garantiert nicht geben, dachte sich der Arzt und nahm einen Schluck von seinem Sektglas, das alle Gäste zum Anfang des Essens bekommen hatten. Danach lehnte sich Watson zurück, lauschte der Deduktion von Sherlock und grinste. Was für Leute sich auch auf einer Hochzeit rumtreiben konnten. Lauter Ex-Freunde und ehemalige Lover von deren Exfreunde. Watson beobachtete den Bruder der Braut. Dieser erhob sich mit seinem Glas, schlug ein paar mal leicht mit der Außenseite eines Messers dagegen um Aufmerksamkeit zu erhalten. Die bekam er auch, denn die meisten Gespräche waren verstummt. So wie es aussah würde jetzt eine Rede folgen, in der Jake auch deutlich den Weg von Amy und Pete aufzeigte. Wie sie sich kennen lernten und noch einige weitere Anekdoten. Als Pete damals nach Schottland zurück ist, wusste John nur noch, dass er dort mal ein Haus seiner Eltern gehabt hatte. Und jetzt wohnte er also in einer Villa mit der reichen Familie, in der er eingeheiratet hatte. Pete traf Amy per Zufall in den Straßen Edinburghs, mussten sich über den Weg gelaufen sein und Liebe auf den ersten Blick. So in der Art erzählte es Jake. Manchmal wäre John gerne aufgestanden und hätte die Hälfte der Rede gestrichen. Das was Jake erzählt, klang ganz und gar nicht mehr nach Pete. Pete hatte noch nie an die Liebe auf den ersten Blick geglaubt, er wollte nie in eine der großen Firmen einsteigen, die eh nur Familienangehörige oder entfernte Verwandte und Bekannte reinließen, auch war das ganze hier nicht sein Gebiet. Der Frühere Pete hätte so eine Veranstaltung das treffen der Schönen und Reiche genannt. Nun zählte er sich wohl selbst als einer von ihnen. Die Rede war lang, fast schon zu lang, denn auch die anderen Gäste schienen sich zu langweilen. Kurz nach eins wurden dann Dias auf einer Leinwand gezeigt. Hauptsächlich von Pete und Amy. In einigen davon, war Pete permanent mit einem Anzug zu sehen. Das passt nicht zu ihm, er hasst Anzüge, wanderte dem Arzt ein Gedanke durch den Kopf. Langsam fühlte er sich hier wie im falschen Film. Wo war der Pete, den John einst so geschätzt hatte, der es sogar geschafft hatte, Harriet für einen kurzen Zeitraum von ihrer Alkoholsucht zu befreien? John wandte seinen Blick von den Bildern ab und sah auf die weiße Tischdecke. Konnte die Zeit einen Menschen wirklich so verändern? Nach der Bildershow wurde Musik eingelegt, aktuelles aus den Charts, wie John  hören konnte. Es entstand eine leichte Disko Stimmung, den ein Paar waren aufgestanden um pepige Tänze hinzulegen, andere hatte sich an die Bar gesellt, wieder rum andere wollten von dem Trubel nicht allzu viel wissen und standen an den großen Fenstern des Castles. Watson stand auf, warf Sherlock einen Stell bloß nichts an und verärgere die Gäste nicht, blick zu und machte sich zu Pete an die Bar auf. Er unterhielt sich mit Jake, während seine Braut von einigen Freundinnen umringt in der nähe der Fenster stand und ein gemütliches Pläuschchen hielt. Es war so eine Art kurze Pause vor den nächsten Aufführungen und Veranstaltungen. John ließ sich auf einen Hocker an der Bar sinken, natürlich neben Pete. Dieser warf ihm sofort einen freundlichen Blick zu. „Na, wie gefällt es dir bis jetzt? Amy wollte es nicht ganz so groß abhalten, aber Jake und ich konnten sie dazu umstimmen,“John stützte einen Arm auf der Fläche des Bartisches ab und begann zu überlegen. „Nun ja, auf einer Hochzeit wie dieser war ich wirklich noch nie,“ erklärte er dann neutral. Jeder hatte seine Meinung, aber John musste sie ja nicht äußern. „Und du bist jetzt wirklich einer von den Reichen?“ fragte Watson locker nach. Es sollte sich nicht abfällig anhören oder ernst, sondern nach ein ganz normalen Frage mit einem witzelnden Unterton. „Oh ja John, ich bin jetzt einer von den Reichen…“ begann Pete fast schon todernst und John wäre beinahe das Herz stehen geblieben, hätte Pete nicht im selben Moment angefangen zu lachen. Da war ein Stück des alten Petes wieder, den Watson gerne als seinen Freund bezeichnet hatte. „Aber er gehört jetzt zu uns,“ erklärte Jake mit einem lächeln und gesellte sich dann zu seinem Vater, der das geschehen ebenfalls an den Fenster stehend, beobachtete. „Und wie geht’s dir? Wo wurdest du verwundet?“ fragte Pete nun nach. „Schulter, macht mir aber noch lange nicht solche Probleme, die du wohl mit deinem Bein hast,“ antwortete John knapp. „Ach was, an das Bein habe ich mich gewöhnt. Hast du mal was von Tim oder Joe gehört?" fragte Pete nach, worauf Watson den Kopf schüttelte. „Ehrlich gesagt hatte ich gehofft, dass du mir etwas über unsere ehemaligen Kameraden hättest sagen können,“ meinte der Arzt. „Tja, ich glaub als ehemalige Soldaten haben wir einfach keine guten Draht mehr nach unten. Muss man sich wohl damit abfinden,“ lies Pete einen Satz verlauten und griff nach eine kleinen Whiskeyglas, bevor er den Inhalt darin seine Kehle hinunterlaufen lies. „Darf Amy nicht wissen, sie will nicht das ich total Betrunken sie über die Schwelle trage,“ flüstert Pete dem Arzt mit einem zwinkern zu. „So, so deine Frau schränkt dich schon ein,“ stellte der Arzt ebenso schmunzelnd fest. „Tja, so ist das, wenn man heiratet. Aber ich bin auch unglaublich stolz auf sie. Ihr vertrauen zu mir ist groß,“ sprach Pete plötzlich in Rätseln. Der Barkeeper unter dessen fragte John, ob er auch was trinken wollte. Dieser lies sich aber nur ein glas Wasser bringen. „Was meinst du damit?“ hinterfragte John mit hochgezogenen Augenbrauen, aber ebenso vertrauensvollem Ausdruck. Pete sah sich kurz um und neigte dann seine Kopf zu John hinab.„Mit dieser Heirat heute, bin ich als eingetragener Erbe ihres Besitzes gültig. Sollte sie mal von mir gehen, was ich nicht hoffen will, sollte ich ihren Anteil des Geldes von ihrem Vater bekommen.“ John staunte über die Aussage nicht schlecht. „Ich nehme an, es handelt sich nicht um einen fünfziger?“ fragte der Arzt erneut mit einem lächeln nach. „Nein und das ist es doch auch. Ich bringe im Gegenzug nichts mit in die Ehe…“Pete konnte seinen Satz nicht zu Ende bringen, da der Arzt ihn unterbrach. „So wie ich das mitbekommen habe, bist du Amy nach dem tragischen Unfall eine Stütze. Außerdem bringst du deine Liebe mit in die Ehe. Was will man mehr?“ zählte der Arzt ein paar gute Dinge auf. Er wollte nicht, dass sich sein alter Freund schlecht fühlte. Doch hätte er Petes Gedanken gelesen, die auf die rhetorische Frage mit Geld geantwortet hätten, wäre John nicht so feinfühlig mit diesem Mann gewesen. „Dein Mitbewohner ist recht eigen, aber ich verstehe was dir so an ihm liegt. Er bringt mit seinen Fällen sicher viel Action ins Spiel, dass hätte ich gelegentlich auch gerne,“ fing Pete ein neues Thema an. John nickte. „Ja, Sherlock ist Sherlock. Er hat zwar seine Eigenarten, aber ich denke, wenn er nicht mit seinen Fällen wäre, wäre ich schon längst wieder da unten in dem Wahnsinn,“ sprach Watson auf Afghanistan an. Pete nickte. Sie unterhielte sich noch eine Weile, ehe sich Pete zu seiner Braut aufmachte, die mit einem Sektglas allein an einem der Fenster stand. Ihr Freundinnen hatten sich zum Tanzen überreden lassen. Pete holte sein Sektglas vom Tisch, marschierte zu seiner Braut und küsste ihr auf die Lippen. Auch sie unterhielten sich kurz, während John mit seinem Glas sich durch die tanzenden Gäste Richtung Tisch zurückbewegte um sich dort an seinem Platz niederzulassen und mit einer der Brautjungfern ein Gespräch anzufangen, die dort ebenfalls so verloren da saß. Amy drückte Pete ihr Glas in die Hand und verschwand auf die Besucher-, heute als Gästetoiletten dienend, um sich frisch zu machen. Niemand schien wirklich zu bemerken, dass Pete mit dem Rücken zur Menge stand, den Kopf zum Fenster hob und die Gläser betrachtete. Nach zehn Minuten erschien die Braut wieder, nahm sich ihr Glas von ihrem Bräutigam zurück und trank einen großen Schluck davon, ehe sie ihn verstohlen angrinste und ihn dann unter die tanzenden zog. Nach dieser kleinen Discostimmung, hatte sich die Musik gelegt, während nun ein Art kleiner Zirkus von Athleten durch den Saal sprangen und ihre Kunststückchen aufführten. Feuerspucker waren auch dabei.
Danach sollten noch ein paar Worte des Vaters zur Vermählung folgen und wie stolz er doch sei, seine Tochter an Pete versprochen zu haben. Der Nachmittag würde bald dem Abend platz machen, doch jetzt hefteten die Augenpaare der Gäste an den Kunststücken der Athleten. John der weile suchte den Saal mit seinen blicken nach Sherlock ab, der recht unbeeindruckt von der Showeinlage  an einem der Fenster stand. Für ihn muss das ganze entsetzlich langweilig sein und doch ist er mitgekommen…dachte sich John und lächelte leicht. Sherlock hatte doch ein Herz, denn sonst wäre er nicht auf eine Hochzeit gegangen, die John so wichtig ist. Und John war nun glücklich, ein paar Worte mit Pete gewechselt zu haben, denn dadurch stellte sich doch nur heraus, dass Pete innerlich noch der gleich war, denn John vor Jahren kennengelernt hatte. Wie falsch er damit lag, ahnte er in diesem Zeitpunkt nicht am geringsten. Watson würde sich auch gern auf den Abendball freuen, aber tanzen konnte er nicht, so müsste er sich später wohl oder übel mit der Brautjungfer oder aber mit seinem Mitbewohner weiter unterhalten.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jun 25, 2014 5:37 pm

Sherlock amüsierte sich köstlich während der viel zu langen Rede. Also, es war nicht die lange Rede, die ihn belustigte, eher der Nachrichtenwechsel mit Mycroft, den er unter dem Tisch führte.
Inzwischen hatten die beiden einen Ausweg für ihren Streit gefunden, bei dem weder die Ehre des einen, noch des anderen Holmes zu kurz kam.
Derzeit erfüllte es den Jüngeren mit einer wohligen Schadenfreude, weil eine langweilige Besprechung den Älteren an seinen Stuhl fesselte.
Auch die Diashow überstand Sherlock nicht ohne sein Telefon, obwohl er mehr über das Brautpaar hätte erfahren können. Man muss aber sagen, dass ihm die Zwei inzwischen egal waren, er war nur noch hier, weil er es nicht eingehen wollte, dass John wütend auf ihn war.
Die eine oder andere Deduktion schoss ihm dann und wann noch einmal durch den Kopf, er ignorierte sie aber, bemüht, sich den Kopf nicht mit Unnötigem vollzustopfen.  
Plötzlich nahm Sherlock eine Berührung am Arm wahr und schaute in die entsprechende Richtung. Sein Sitznachbar, ein Laktose-intoleranter, gutmütiger Schulfreund des Bräutigams, Journalist, wies ihn darauf hin, dass er sein Handy doch bitte ausschalten sollte. Irgendwoher kannte der Detektiv ihn doch?!
Mit einem kurzen Seitenblick zu John beschloss Sherlock, kein lautes und aufgebrachtes Gespräch zu beginnen und schaltete das Telefon, mit einer besonders falschen Version seines falschen Lächelns aus.
Die Bildershow endete allerdings schon kurz darauf und so wenig Hoffnungen sich Sherlock auch gemacht hatte, dass der Mann jetzt kein Gespräch ersuchte, so tat er doch überrascht, als dieser sich vorstellte.
Den Hauptteil der Konversation übernahm der andere, schlecht wenn er nur über sich selbst redete und Sherlock so nur bestätigte, dass er alles richtig gefolgert hatte. John verzog sich-Sherlock hätte es an seiner Stelle nicht anders getan, aber so musste er, nach diesem furchtbaren Ding namens Benehmen, hier sitzen bleiben und seinem Nebenmann zuhören.
Watsons Blick quittierte Holmes mit fragend zusammengezogenen Augenbrauen.
„Ist das so?“ Mr. Clancy schob sich leicht in Sherlocks Sichtfeld, der daraufhin den Blick von John wendete und es nur knapp schaffte seinen Verständnislosen Blick zu verbergen. Was hatte er nochmal gesagt? Als letztes waren sie bei der früheren Schule gewesen, dann war der Verstand des Detektives abgedriftet.
Er atmete also ein, suchte nach passenden Worten und nickte den leicht.
„Ja, selbstverständlich.“
Was denn nun selbstverständlich war erfuhr er leider vorerst nicht, weil sein Gegenüber daraufhin nur inspiriert nickte und lächelte.
„Und Ihr Freund, John Watson, der schreibt also wirklich diesen Blog?“
„Ja, wirklich.“ Sollte sich Sherlock auch etwas zu trinken besorgen? Vielleicht wurde dieses Frage-Antwort-Spiel lustiger, wenn Holmes nicht mehr viel mitbekam? Oder… So, wie er darüber nachdachte würde es wohl nie lustig sein.
Wäre tanzen ein Ausweg? Sherlock war ein wirklich ausgezeichneter Tänzer, aber ob er das wirklich zeigen sollte? Und mit wem? John würde es wieder nur als Anreiz für fantasievolle Köpfe sehen, das ganze falsch zu interpretieren.
Vielleicht schaffte es der Consulting Detective ja sogar noch, ein paar Minuten dieser Rede-Folter über sich ergehen zu lassen? Nein, eher nicht.
Ohne weitere Worte stand er auf, griff nach seinem Sektglas, warf John einen letzten, ausdruckslosen Blick zu und ging um den Pulk der Tanzenden herum zu einem der hohen Fenster.
Draußen hingen die Wolken in einzelnen Fetzen am Himmel, die Sonne schaute ab und zu hervor und tauchte das Land unten in fleckige Beleuchtung.
Sherlock trank einen Schluck, holte dann sein Telefon hervor und ließ es zurück in seine Tasche fallen, weil niemand geschrieben hatte.
Nach einem kurzen Suchen entdeckte er John, bei einer Brautjungfer. Er sah glücklich aus. Vielleicht hatte sich Sherlock geirrt und Pete hatte sich doch nicht so geändert. Vielleicht hatte er sich geirrt und er fand John noch genauso gut wie früher und John fühlte sich wohl bei ihm. Vielleicht hatte er sich geirrt und eine Familie war genau das, was sein Freund brauchte.
Der Detektiv wandte sich wieder dem Fenster zu und schaute hinaus.
Eine Hand um das Glas geschlossen, die andere in der Hosentasche dachte er noch ein wenig nach und als verschiedene Leute hereinkamen um die Besucher zu unterhalten schaute er nur gelangweilt zu.
Da war nichts, was er beeindruckend fand, nichts in der Welt konnte Sherlock Holmes beeindrucken, wenn man mal von ein paar Ausnahmen absah, dafür gab es nur logische Erklärungen.
Die Feuerspucker spuckten Brandmittel und erzeugten Flammen, jemand der ein Kunststück machte übte dafür einfach ein halbes Jahr und konnte danach als Meister des Gebiets angesprochen werden, da war wirklich rein gar nichts, was besonders war. Hätte Sherlock jetzt genug Lust oder wäre ermutigt genug könnte er das selbst machen. Schon allein das machte das Spektakel für ihn so unattraktiv, dass er nach draußen flüchtete.
Auf dem Parkplatz zündete der Detektiv sich eine Zigarette an und versuchte, alles zu verarbeiten, den ganzen Tag, was er hier eigentlich tat und vor allem, warum er das hier eigentlich tat.
Seine Eltern riefen einmal an, weil sie von Mycroft erfahren hatten, dass ihr Jüngster auf einer Hochzeit war. Was Sherlock daraufhin über seinen Bruder dachte muss wohl nicht erwähnt sein.
„Ja. Ja, natürlich. Ja. Ich grüße John, natürlich. Nein, ich habe schon seit mehreren Tagen nicht mehr geraucht“ Sherlock nahm einen tiefen Zug. „Mal sehen, ich weiß nicht ob ihr Weihnachten kommen könnt, so viel zu tun. Sei nicht albern, Mutter, ich kann auch husten, wenn der Wind so kalt ist. Nein, nein… Ich habe meinen Mantel nicht angezogen, nein. Ich bin zweiunddreißig, ich weiß, wann ich meinen Mantel anziehen muss. Ja. Grüß Vater.“ Genervt drückte Sherlock den roten Hörer.
Dann tippte er Verräter in das Telefon ein und die Sie sorgen sich doch so um uns-SMS erschien schon wenig später auf dem Display.
Dann blieb er einfach neben dem Eingang stehen und wartete, bis die Zigarette sich aufgebraucht hatte. Eilig hatte er es damit eigentlich nicht. Was würde er denn auf einer Hochzeit wollen?

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Zuletzt von Sherlock Holmes am Mi Aug 06, 2014 6:20 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jun 25, 2014 7:21 pm

John stand nun ebenfalls an einem der großen Fenster etwas abseits der Feierlichkeiten. Sherlock hatte er vor kurzem den Saal verlassen sehen. Wahrscheinlich brauchte er mal etwas Ruhe, schließlich war Sherlock Hochzeiten ganz und gar nicht gewohnt. Soeben wurde die Rede des stolzen Vaters seiner Brauttochter beendet. Nun wurde eine ruhige Musik eingelegt. Watson war am überlegen, ob es ein Walzer war, oder ein anderes Stück, welches gespielt wurde. Den Eröffnungstanz machte das glücklich aussehende Brautpaar und wie immer beobachte John seine alten Freund. Er tanzte gut, besser als er selbst. Für den Arzt war das Tanzen nie etwas gewesen und bis jetzt hatte er sich auch nicht dazu durchringen können, Tanzen zu lernen. Die nette Brautjungfer, Nina und eine weitere Dame im jungen alter steuerten auf den Arzt zu, mit ihren Sektgläsern in der Hand.„Hallo John, war ganz schön lang die Rede von Amys Vater nicht?“ fragte Nina und lehnte sich neben dem Arzt. „Ja, wie mans nimmt. Die Rede von Jake kam mir allerdings länger vor,“ erklärte Watson mit einem lächeln. „Wo ist den ihr Mitbewohner?“ fragte die andere Dame die sich als Ninas gute Freundin herausstellte. Das Sherlock Johns Mitbewohner war und John der Freund aus alten Zeiten von Pete, hatte sich mittlerweile herumgesprochen. „Sherlock? Ich denke mal der ist noch draußen um sich ein wenig…abzukühlen. Feiern sind nicht unbedingt etwas für ihn,“erklärte der Arzt mit einem lächeln und beobachtete wie manche anderen Hochzeitsgäste in dem Takt der langsamen Musik um das Hochzeitspaar herumtanzten. Mittlerweile hatten sich dunkle Wolken draußen aufgetan und brachten die Nacht schon etwas früher herein, als sonst. „Schade, eigentlich wollte ich ihn fragen, ob er Lust hätte zu tanzen,“ meinte Ninas Freundin und lehnte sich neben ihr an die Steinwand. Watson warf einen kurzen Blick zu Nina und ihrer Freundin und lächelte erneut. „Wenn er wieder hier ist, können Sie ihn ja fragen. Tanzen kann er nämlich recht gut,“ so viel wusste John. Woher er es konnte, wusste der Arzt allerdings nicht. Wahrscheinlich war es mal wieder für irgendeinem Fall nötig gewesen. „Hast du Lust zu tanzen?“ fragte Nina den Arzt, dieser schüttelte verlegen und mit einem bedauernden lächeln den Kopf. „Ich kann nicht Tanzen, daher wäre ich kein guter Tanzpartner,“ erklärte John worauf Nina meinte, dass sie es ihm auch lernen könnte. Watson verschob aber gekonnt die Aktivität auf später. Als sein Blick erneut zum Hochzeitspaar schweifte, meinte er Müdigkeit in dem Gesicht von Amy sehen zu können. Vielleicht war die Feier zu viel für sie? Der Arzt lies seinen Blick durch die Tanzmenge gleiten. Jake tanzte mit einer jungen Dame deren schwarzen Haare ihr bis knapp unter die Ohren gingen, der Vater der Braut hatte eine Frau in seinem alter zum Tanzen aufgefordert während das Licht drum herum gedimmt war und nur auf der Tanzfläche leichte und langsame Bewegungen von Scheinwerfern zu sehen waren. Der Arzt warf einen Blick nach draußen. Was Sherlock wohl wieder trieb? Ob er einen von seinem Obdachlosen Netzwerk anrief und diesen fragte, ob in der Baker Street schon etwas ungewöhnliches passiert sei oder ob er einfach nur rausgegangen ist um dem Trubel hier zu entgehen? Watson war aus irgendeinem Grund froh darüber, dass Sherlock mitgekommen ist. Denn ohne ihn würde sich der Arzt wohl doch etwas verloren hier fühlen. Denn schließlich hatte John mit ein paar anderen alten Bekannten gerechnet, die er hier antreffen würden. Doch außer Pete war niemand anderes mehr da. Ob Pete sie eingeladen hatte und diese wegen dringenden Terminen nicht konnten? Plötzlich ertönten helle Aufschreie, wirre Rufe und Stimmen, die den Arzt zusammenzucken ließen. Er wandte sich dem Geschehen wieder um und sah zu Nina und ihrer Freundin. Beide regten ihre Köpfe zur Tanzfläche, weil auch sie nicht genau erkenne konnten, was los war. Watson ging näher, stellte sein Gals auf der Bar ab und drängte sich durch die Leute die das Brautpaar umringten beziehungsweise den Bräutigam, denn von der Braut war nichts mehr zu sehen. Einen kurzen Blick in die geschockten Gesichter der Gäste, durch die er sich hindurchzwängte, verriet dem Arzt, dass etwas schlimmes passiert sein musste. Als sich John dann endlich einen Weg durch die Gäste gebahnt hatte, blieb er kurzzeitig stehen. Amy lag am Boden, bewegte sich nicht, schien als würde sie schlafen. Doch das dies nicht so war, war dem Arzt eindeutig klar. Pete stand an der Stelle, an der er noch zuvor mit Amy getanzt hatte, als sie in sich zusammensackte. Er schien unter Schock zu stehen, auf die schnelle konnte es der Arzt natürlich nicht genau sehen. Dieser wandte sich eilig zu Amy, kniete sich zu ihr hinunter und nahm ihren Kopf in seine Hände. Leicht schlug er ihr auf die Wange während er den Namen von ihr rief. „Amy, Amy können Sie mich hören?...“ fragte John, doch einzig und allein bewegten sich nur ein mal ihre Augenlider kurz. John griff nach dem Handgelenk der Braut und fühlte den Puls. Dieser war schwach, sehr schwach. „Hat jemand gesehen, dass Amy etwas genommen hat?“ fragte der Arzt laut nach. Der Vater stand in den vordersten Reihen der Gäste und kniete sich verzweifelt ebenfalls neben seine Tochter. antwortete der Vater und wiederholte nun ebenfalls den Namen seiner Tochter, während er ihr „Nein, nichts ungewöhnliches. Sie hatte das selbe zu Essen und zu trinken wie wir,“ sachte übers Haar strich. Jake besah sich das Spektakel am Boden und überlegte fieberhaft, was seine Schwester denn auf ein mal hatte. „Sie tanzte doch bis eben noch…,“ waren die einzigen Worte, die ihr Bruder herausbrachte. John musterte den Körper von Amy von Kopf bis Fuß. Sein Herz raste, weil er noch keine Idee fand, was Amy fehlen könnte. „Pete, du warst die meiste Zeit in ihrer Nähe. Hat sie irgendwas genommen?“ fragte John der von seiner Patientin nicht aufsah. Hätte er aufgesehen, dann hätte er in Petes Augen die Wahrheit erkannt. In einem war Pete schon immer schlecht gewesen, das Lügen und vertuschen. Pete antwortete nicht. Niemand schien zu bemerken das er in seine Anzugtasche griff um zu überprüfen ob das leere Fläschchen der Tropfen für Amys Schlaflosigkeit noch dort waren. Ebenso wie ein anderes kleines Päckchen mit einem unbekannten Pulver, welches sich nach wenigen Stunden der Einnahme nicht mehr nachweisen ließe. Jetzt hieß es für Pete nur, sich nichts anmerken zu lassen und hoffen, dass die Tropfen und das Pulver genug waren, dass seine Braut nicht mehr aufwachte. Dann musste er den Verdacht äußern, dass sie sich wohl aus versehen selbst eine Falsche Dosierung ihre Schlafmittels verabreicht hatte. Das Pulver war dann nicht mehr nachweisbar. Damit wäre Petes Aussicht auf das Erbe, welches seine Braut erhielt, sicher. Somit würde Pete nicht nur zu einer reichen Familie gehören, sondern selbst eine menge an Vermögen besitzen und auch Anteile an der Firma von ihrem Vater und dem Bruder erhalten. Pete konnte sich ein kurzes lächeln über seinen Plan nicht verkneifen, doch das schien niemand zu bemerken. „Sie war doch kurz auf der Toilette…“ lies Nina, die Brautjungfer, eine Vermutung fallen und sah kurz zu Pete. „Stimmt, ich sollte ihr Getränk nehmen, sie wollte sich vor dem Auftritt der Athleten kurz frisch machen,“ fügte Pete zu der überraschten Einlage von Nina hinzu. Gut das jemand diese Szene ansprach. So würden alle denken, dass Amy ihr Schlafmittel in dieser Zeit falsch dosiert hatte. Niemand schien Pete so aufmerksam, dass sich jemand gemerkt haben könnte, dass er eigentlich die Medikamente aufbewahrt und wenn würde er sich schon noch eine Ausrede einfallen lassen. Er sah sich bereits als trauernder Wittwer und auf den anderen Teil als Millionär. „Ich kann nicht genau feststellen, was sie genommen hat…“ erklärte John, versuchte seine Gedanken klar zu fassen. Schlafmittel, es war doch mal von Schlafmitteln die Rede, tauchte der Gedanke in seinem Kopf auf. „Ok Amy, hör auf mich. Konzentrier dich, bleib bei mir…,“ redete der Arzt nun eindringlich auf die Brautjungfer ein. Die Musik war bereits abgestellt, die Lichter schwirrten allerdings immer noch herum, während die Menge den Atem anhielt. Mit dieser Wendung der Hochzeit hatten sie nicht gerechnet. „Jemand muss einen Notarzt anrufen!“ rief John in die Menge, während sich einer von den Gästen löste um einen geeigneten Empfang zu finden. Pete sah etwas geschockt auf. Das war nicht gerade der Verlauf, den er geplant hatte. Watson hatte sich der weile sein Jackett entledigt und es unter Amys Kopf zusammengelegt. Der Vater saß auf der anderen Seite der Braut und redete ebenfalls auf sie ein. „Wenn es wirklich eine falsche Dosierung eines Schlafmittels war, müssen wir sie wach halten…“ erklärte John. Das Pete sich nicht rührte, schien keiner zu bemerken. Erneut fühlte der Arzt nach dem Puls der am Boden liegenden Braut. Langsam wurde es brenzlig, sie durfte nicht abdriften. Watson hob kurz den Blick um Sherlock in der Menge auszumachen, aber dieser schien noch nicht da zu sein, oder? Jedenfalls konnte er ihn nicht erkennen. Eilig wandte er den Kopf auf Amy, als er plötzlich keinen Puls mehr fühlen konnte. Herzstillstand, so schnell? Watson warf einen Blick zu dem Vater, der die Tränen um seine Tochter nicht aufhalten konnte. Der Arzt war dankbar, als Jake seinen Vater von Amy wegzog und John mit der Reanimation begann. Pete stand immer noch einfach da und hoffte insgeheim, dass das Pulver den Rest tun würde, das er mit dem Schlafmittel in Amys Glas getan hatte, als diese auf der Toilette verschwunden war. Der Mann, der vor kurzem den Saal verlassen hatte, um draußen auf den Parkplatz eine besser Verbindung zu haben um den Notarzt zu rufen, war noch nicht zurück. Pete hoffte, dass sich dieser Zeit lassen würde. Sein Geld sah der ehemalige Arzt und jetzt Mitarbeiter in einer reichen Firma und bald Wittwer einer reichen Braut schon vor sich. Allerdings hatte sich Pete bei einigem  verrechnet. Sein erster Fehler war, den weltweit einzig anerkannten Consulting Detective zu seiner Hochzeit einzuladen, der zweite, sich die Freundschaft mit John bald verschätzt zu haben.

(out: Ich hab den Vorfall jetzt einfach mal geschrieben, ich hoffe das ist Ok so. Damit auch Sherlock etwas zu tun bekommt, wenn er denn möchte. ^^)
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jun 25, 2014 9:15 pm

(Out: Alles gut ^^ Sherlock mischt sich einfach ein, wenn das nicht okay ist verändere ich es im Nachhinein, ich hab auch ziemlich viel weg genommen, also, sag bescheid wenn das zu viel war)

Sherlock warf den glimmenden Rest weg, dann trat er darauf und drückte es aus.
Leider musste er jetzt wieder hinein. Aber immerhin hatte er niemanden, der ihn hetzte.
Langsam kam er in die Nähe des Saales. Die Musik war ausgeschaltet, eine Menge Gespräche aber niemand, der sich hervorhob.
Es war nur ein Gefühl, aber irgendetwas stimmte da nicht. Immerhin war das eine Hochzeit, Musik, nervige Reden und all der Kram gehörten da doch drauf!
Unbewusst machte Holmes größere Schritte, bis er quasi rannte. Inzwischen erkannte er Johns Stimme, die die anderen übertönte. Was er sagte konnte der Detektiv nicht verstehen, dazu waren die anderen Gespräche zu penetrant, aber den Tonfall erkannte er und wenn John den benutzte, dann war er dabei irgendjemandem zu helfen.
Der gute, alte, treue Doktor. Ach, wie Sherlock diesen Tonfall liebte, irgendwer war in Gefahr und das bedeutete Arbeit.
Eine Menschentraube, viele Leute, aber der orange Haarschopf der Braut fehlte. Sie musste die sein, die unten lag. Innerhalb weniger Sekunden hatte der Consulting Detective sämtliche Leute ausgeschlossen, die als Täter nicht in Frage kamen. Aber eigentlich brauchte er im Moment nur einen anzusehen. Während alle Verwandten des Opfers aufgeregt durcheinander redeten, Tränen unterdrückten und sinnlose Fragen stellten schien der Bräutigam recht aufrecht für diese Situation.
Einen Versuch konnte Sherlock wagen, selbst wenn er daneben ging würde er nichts verloren haben, außer vielleicht das Überraschungsmoment.
Inzwischen war er an der äußersten Schicht der Versammelten angekommen und kämpfte sich hindurch, mit Armen, Beinen und Ellenbogen.
Schließlich hatte er es bis zum Bräutigam geschafft. Mit einer fließenden Bewegung zog er sein Handy hervor, rempelte Pete an und hielt ihm das erhellte Display vors Gesicht.
Weiß spiegelte sich der Bildschirmschoner in den Augen, die Pupillen zogen sich wegen des Lichtwechsels zusammen.
„Oh verdammt, Entschuldigung!“ murmelte Holmes, zog das Handy wieder zu sich, wählte den Notruf und ging, nachdem er die Falten in seiner Hose so arrangiert hatte, dass sie nicht spannten, neben John in die Hocke.
Da John mit der Reanimation begann musste es bereits ernst sein, Sherlock verfluchte sich innerlich, nicht früher gekommen zu sein.
Eine Stimme meldete sich am Telefon. „Schicken Sie bitte einen Notarzt.“ Sherlock nannte die Adresse.
„Das liegt in Schottland!“
„Ich weiß!“„Hier ist die Notrufzentrale von England.“
„Das ist mir egal, können Sie da nicht bitte irgendetwas durchstellen? Es geht hier um eine Frau mit Herzstillstand.“ Sherlock ignorierte das Schluchzen des Vaters.
„Wenn Sie etwas von mir brauchen, dann sagen Sie laut und eindringlich meinen Namen, so wie sie es immer tun.“ Raunte Sherlock John zu, nachdem er aufgelegt hatte. Dann stand er auf.
Johns Aufgabe war es, mit dem Arztkoffer zu spielen, dann war das Räuber und Gendarm Spiel Sherlocks Fall.
Dass er einen Hauptverdächtigen hatte machte das ganze nur praktischer.
„Soo…“ Sherlock sah alle Leute an, in seinem Gesicht gespielte Trauer und Verzweiflung, aber er rieb sich die Hände. Hätte jemand Kenntnisse in Körpersprache, wäre der Detektiv überführt aber er konnte es einfach nicht lassen.
„Die Gute scheint nicht wirklich viel zu haben, was sie hier behält, also… Machen wir doch ein kleines Spielchen!“ Sherlock lächelte breit und schlug die Hände ineinander. „Ein Spielchen, das macht doch allen Spaß!“ Er hatte keine Ahnung, wie es der Frau gesundheitlich ging, er vertraute John sogar voll und ganz, dass er es schaffte, sie wieder zurückzuholen, aber die anderen brauchten das ja nicht zu wissen. Er drehte sich einmal um die eigene Achse um alle einmal gesehen zu haben. Geschockte Gesichter, offene Münder.
„Wenn ich jetzt springen sage, springen sie alle einmal in die Luft, in Ordnung?“
Sherlock selbst ging leicht in die Hocke um zu demonstrieren, dass er auch mitmachte.
„Also, springen.“Niemand bewegte sich.
„Ich bitte um etwas Seriosität, sie liegt im Sterben.“Diesmal sprangen sie alle, schwach, matt, erschöpft. Alle ein wenig geschockt.
Auch Holmes Zielperson, aber sie fasste sich unbewusst an die Anzugtasche, damit nichts Unangenehmes klapperte oder gar herausfiel.
Es konnte bis jetzt nicht besser laufen.
„Gut, machen wir mit einem kleinen Quiz weiter…“ Sherlock lief jetzt vorsichtig, wie der Platz es ihm erlaubte, auf und ab und warf jedem einen ernsten Blick zu.
„Wenn sie all das gegessen hat, was wir gegessen haben, dann muss es uns allen so gehen.“ Er streckte die Arme von sich. „Mir geht es blendend.“ Er bemerkte, was er sagte und fügte ein „Den Umständen entsprechend“ hinzu.
„Es gibt also ein paar kleine Möglichkeiten. Der Täter hat etwas speziell auf ihren Teller getan, oder in ihr Getränk. Wir können davon ausgehen, dass es letzteres ist, ich habe dem frisch getrauten Ehepaar, meine und auch Mycrofts und meiner Eltern herzlichste Glückwünsche übrigens, ein wenig beim Essen zugesehen und muss sagen, dass sie ihr Gericht sehr fein schnitt und sehr aufpasste, was sie sich da in den Mund steckte. Eine Angewohnheit, die sie angenommen hat, seit ihre Mutter Tod ist. Die Glückwünsche gelten ihrem Bruder, eine wirklich ausführliche, aber auch sehr aufdringliche Bildershowmit Bildern aus alten Zeiten. Ich bin froh, an den Richtigen Momenten aufgesehen zu haben.“Immer wenn er von jemandem sprach richtete er eine Hand auf den angesprochenen, dann nahm er sie wieder zu der anderen, damit er sie weiter reiben konnte. Wer ihn etwas kannte bemerkte, dass die Art, wie sein Mund verzogen war, Zufriedenheit und fast ein wenig Freude ausdrückte.
„Und nun zu den Fragen, die ich Ihnen versprochen habe. Welche Getränke hat die Dame getrunken?“Es kamen ein paar Antworten, Vereinzelt Wiederholungen die Sherlock etwas genervt entgegen nahm.
„Sie wird wohl ihre Dosis in ein Glas getan haben. Zu viel und aus Versehen.“ Sherlock drehte sich überrascht um. So, so, dreist genug selbst zu antworten? Er schaute Pete fest an, fast ein wenig schadenfroh, aber zum meistteil ernst und ein bisschen beschuldigend.
„Oh nein, mein lieber Pete. Sie hat nichts genommen, sie würde nicht. Sie hat ihnen vertraut, immerhin konnten Sie als Arzt doch am besten darauf aufpassen, nicht?“
Sherlock begann nun milde zu lächeln.
„Außerdem denke ich nicht, dass sie sich etwas ins Glas tun würde. Und erst recht nicht auf ihrer Hochzeit, und auch nicht in ein Champagnerglas. Vor allem nicht in ein Champagnerglas. Sie kannte die Gebrauchsanweisung, Sie natürlich auch aber ihnen war in diesem Moment nur nützlich, das man Schlafmittel…“
Sherlock war an Pete herangetreten und nutzte die Selbe Methode wie noch ein paar Tage zuvor mit John, als er ihn über eben diesen ausgefragt hatte. Der Bräutigam musste zu dem Detektiven hochblicken. Fast flüsternd vollendete Sherlock seinen Satz.
„…auf keinen Fall mit Alkohol nehmen sollte.“
Der Consulting Detective kniff die Augen zusammen.
„Sie stehen nicht unter Schock. Seltsam, da liegt ihre Frau auf dem Boden. Aber ihr Körper spricht dafür, dass er nicht überrascht ist, nein, die Situation vielleicht erwartet oder geplant hat. Ihre Atmung ist normal, ihre Pupillen reagieren normal auf das Verändern der Lichtverhältnisse, Sie sehen sogar recht ruhig aus.
Mit ein bisschen Theater kann ihre Erscheinung jemanden von etwas überzeugen, aber ihren Körper können Sie nicht an der Nase herumführen. Ich bin mir sicher, wir werden ein paar sehr interessante Sachen in ihren Taschen finden.“

Sherlock wandte sich um und sah den Rest der Gesellschaft mit einem lockeren Lächeln an.
„Hat sonst noch wer Fragen?“

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jun 25, 2014 10:52 pm

Es fühlte sich bereits wie 10 Minuten an, seit John versuchte, die Braut zu reanimieren, dennoch war es vielleicht erst 2 Minuten her und doch lange genug für einen Menschen, dass er keinen Grund hatte, mehr zurückzubekommen. Watson registrierte Sherlocks Stimme an seinem Ohr. Wie gut das Sherlock da war, denn John wusste, dass er sich um den Rest der Gäste ansatzweise kümmerte. Er hörte das schluchzen des Vaters permanent und Jake, wie er seinem Vater gut zuredete. Watson versuchte auszublenden, dass wenn er es nicht schaffen würde, diese Braut ebenfalls ihre Familie verließ, so wie es die Mutter einst tat. Sherlock begann mit seiner ganz eigenen Art von spiel. Also musste etwas faul sein, dass Amy einfach so die Schlafmitteldosis falsch eingeschätzt hätte. Dem Arzt war es zwar auch komisch vorgekommen, dass Amy ihre Schlafmittel von selbst Falsch dosiert hätte, so wie es die Vermutung einiger Gäste war, aber darauf konnte sich der Arzt nicht konzentrieren. Er hatte eine Patientin um die er sich kümmern musste. Während John von der Beatmung zur Herzmassage immer wieder wechselt, achtete er auf das Gesicht von Amy. Na komm, jetzt lass deinen Bruder und deinen Vater nicht allein, dachte John. Er hörte jedes einzelne Wort, dass Sherlock sagte und als es auf den Täter kam, wurde Watson innerlich wütend. Pete, er dachte wirklich, dass sich sein alter Freund nicht verändert hätte, als er ein Gespräch mit ihm an der Bar geführt hatte. Ein enttäuschter Blick, spiegelte sich in den konzentrierten Augen wieder, doch nur kurz. Für Gefühle war jetzt nicht der Zeitpunkt. Watson musste sich zusammenreißen. Ein weiteres mal übte er Druck am Burstkorb aus, als sich Amy plötzlich zu regen begann. Ein Atemzug, röchelnd und abgehackt und ein leichtes Liderflatern. Sofort spürte er wie der Vater sich hinter ihm bewegte und auf seine Tochter zustürzte. „Kind, meine liebe Amy, ich dachte du wärst schon auf dem Weg zu deiner Mutter…“ von der Wut des Vaters auf Pete war nichts zu spüren, allein die Sorge um seine Tochter hatte die überhand über all seine Emotionen gewonnen. John berührte den Vater bestimmt an der Schulter und flüsterte ihm zu, dass er nicht ganz so stürmisch sein sollte. Also strich der Vater der Braut ruhig über ihre Hand, während sich Watson zu Amy beugte, die mitgenommen und um jeden Preis versuchte die Augen offen zu halten. „Amy, alles gut. Der Krankenwagen wird jeden Moment hier sein. Halt die Augen offen…,“ während Watson mit seiner Patientin redete drückte er ihr leicht die Schulter. „Kämpfe Amy, halt die Augen offen,“ das Siezen hatte der Arzt für solch eine Situation abgelegt, denn schließlich war die Braut jetzt seine Patientin die zu dem noch vertraute Stimmen brauchte. Ein abgehacktes, flüsterndes Jake kam über ihre Lippen, während sie ihre Hand versucht zu heben. John nickte, legte seine Hand auf ihre und suchte den Blickkontakt mit dem Vater. „Reden Sie mit ihr,“ befahl er dem Vater mit einer versucht ruhigen Stimme, doch man hörte die Anspannung in Watsons Stimme. Als Sherlocks letzte Frage folgte, war Jake bedrohlich näher an Pete getreten. „Ich hätte da noch eine!“ rief er entrüstete über Pete aus. „Wie konnte meine Schwester sich in einen wie dich verlieben?“ Pete, der sich geschockt, aber mit Fassung Sherlocks Deduktionen und den Ausbruch von Jake anhörte, ging automatisch immer weiter zurück. Er wollte flüchten, doch die Massen an Gästen rückten mit ebenso fluchenden rufen und zischenden Anmerkungen näher, das Pete keine Chance hatte zu flüchten. So sollte es nicht ablaufen, war Petes Ansicht. Gerade wollte Jake zu einem Fausthieb ausholen, da hatte John seine Hand auf die erhobene Faust gelegt. „Sie wollen sich die Hände nicht an jemanden…“ mit einem enttäuschten und verachtenden Blick sah er kurz zu seinem damaligen Freund „…wie dem hier schmutzig machen. Ihr Schwester hat nach Sie gefragt. Sie sollten zu ihr und darauf achten, dass sie wach bleibt,“ erklärte John. Seine Stimme versuchte er ruhig zu halten. Jake nickte leicht, warf einen dankenden Blick zu Sherlock, der Pete sozusagen gestellt hatte und zu John, der seine Schwester zurückgeholt hatte. Danach machte sich Amys Bruder zu seiner Schwester auf, kniete sich zu ihr nieder, dort wo der Arzt noch gesessen war und begann nun auch mit ihr zu reden, um sie wach zu halten. John hatte noch einen kurzen Blick auf seine Patientin geworfen, bevor er sich nun zu Pete wandte. Dieser stand, da er nicht flüchten konnte, mit einem verbissenen Gesichtsausdruck ein paar Schritte von seiner einstigen Position entfernt und sah den Consulting Detective mit einem giftigen Blick an. „Consulting Detective also, ts. Es war ein Fehler sie einzuladen,“ spie er die Worte fast nur so aus. „Falsch,“ zischte Watson. John ging erneut einen Schritt näher, erhob mahnend seinen Zeigefinger. „Es war ein Fehler, dich für diesen ganzen verdammten Reichtum hier zu entscheiden,“ rief John aus, doch versuchte seine Stimme soweit ruhig zu behalten, damit Amy nicht zu viel mitbekam. Der Arzt sah kurz auf den Boden, wandte dann seinen Blick wieder in die kahlen und zornigen Augen von Pete. „Wo? Wo, habe ich mich gefragt. Wo ist der Pete hin, den ich früher gekannt habe. Den ich geschätzt und stellenweise sogar als Vorbild nahm. Wo war der Mensch, der immer einen Spruch auf den Lippen hatte, lebensfroh und nie viel Geld brauchte um Glücklich zu sein? Wo war der Mensch, der sogar Harriet für eine kurze Zeit dazu brachte, den Alkohol links liegen zu lassen? Für ein paar Stunden hatte ich Gedacht, er steckt noch irgendwo in dir. Und jetzt?“ John schritt bedrohlich und angespannt auf Pete zu. „Jetzt gehst du soweit, deine eigene Braut dem Tod aus zusetzten um dein Geld zu erhalten!“ John biss die Zähne aufeinander, seine Hände ballten sich langsam zu Fäusten. „Weist du eigentlich welche Sorgen ich mir die ganzen Jahre gemacht hatte? Ich hatte kein Sterbenswörtchen mehr von dir gehört. Dann die Einladung. Ich dachte du, gerade du würdest dich nie verändern,“ John lächelte bitter. „Weist du was passiert wenn Harry hiervon erfährt? Sie hat dich als einen zweiten Bruder angesehen, immer,“ zischte Watson erneut. „Zeit verändert Menschen,“ meinte Pete mit einem genauso wütenden knurren. John packte Pete an seinem Hemdkragen. „Geld hat dich verändert, Reichtum gegen Liebe,“ Watson presste seine Zähne wütend aufeinander, sein ganzer Körper war angespannt. „Du gibst eine Frau wie Amy auf, stellst Geld über alles. Ist dir den Freundschaft gar nichts wert?“ fragte John. Der Arzt war kurz davor, diesem Verräter einen Kinnhaken zu geben, so wütend war Watson darauf, dass er sich so verändert hatte. Das er über Leiche gehen würde, um sein Geld zu erreichen. John wandte sich von Pete ab, warf einen dankenden Blick zu Sherlock. Dieser hatte ihm in gewisser Weise die Augen geöffnet, was seinen angeblichen alten Freund anging und Sherlocks ungutes Gefühl, dass er gegenüber Pete spürte, entsprach doch der Richtigkeit. „Von Freundschaft kann ich mir nichts kaufen,“ hörte er Petes Stimme erneut. John wandte sich noch mal um. Seine Stimme klang nun kraftlos, entäuschter den je und verletzt. „Geld wird dir nicht zu hören, dich nicht beschützen oder dich stützen, Pete. Freundschaft ist viel mehr wert als Geld. Anscheinend hast du verlernt, was es bedeutet, Freunde zu haben.“ Nach diesen Worten sah John erneut zu Sherlock. Watson konnte sich auf Sherlock verlassen, er gab ihm Action und Sicherheit, so wie John ihn ausglich und dafür sorgte, dass er nicht abhob. Sherlock würde nie über Leichen gehen. Das Pete zu dem Schritt bereit war, hatte man heute gesehen. Somit konnte Watson diesen Pete nicht länger als seinen Freund ansehen. Zu sehr war er verblendet von dem Geld. Watson schritt wieder auf Amy zu, kniete sich zu ihr runter und prüfte ihren Puls. Im Hintergrund hörte er die Sirenen des Notarztes.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Jun 26, 2014 2:41 pm

Sherlock trat einen Schritt von Pete zurück, die Finger nun hinter dem Körper verhakt. Er war so in seinem Element gewesen, dass er nicht daran gedacht hatte, wie die Anwesenden reagieren könnten.
Besonders besorgt war er um John, aber als er sich umdrehte war der Arzt bereits auf den Beinen und auf dem Weg zu seinem alten Freund.
Dann hielt er Amys Bruder davon ab, etwas Falsches zu tun. Wobei noch ein paar falsche Sachen den Abend recht amüsant gemacht hätten. Jake bahnte sich nach ein paar kurzen Worten den Weg zu seiner Schwester, John blieb beim Ehemann. Wobei man davon ausgehen konnte, dass Ehemann bald das falsche Wort für ihn war, wenn Amy wieder richtig bei sich war.
Sherlock hoffte inständig, John würde ihm verzeihen, dass er so taktlos die Hochzeit und eine alte Freundschaft hatte platzen lassen, aber was John Pete an den Kopf warf schien gegen einen schwereren Streit heute Abend im Hotelzimmer zu sprechen.
An die zornigen Worte des Einladers wollte er eigentlich noch einwenden, dass sich das Leute oft sagten, nachdem er erst einmal in ihrem Haus stand, aber John kam ihm zu vor und was er sagte schien dem Detektiven auch recht passend.
Der Arzt machte eine Pause, und dann ging das Gewitter richtig los. Der Arzt schimpfte wie ein Rohrspatz, und Sherlock musste sich hart zurückhalten um nicht auf ihn zu zuspringen und ihm die Arme hinter den Rücken zu halten, bevor der andere etwas sehr unachtsames tat.
Als die Worte auf Johns Schwester fiel zuckte der Consulting Detective sogar fast zusammen. Wenn John freiwillig über Harry sprach dann war da eine andere Emotion, die die Trauer verdeckte. In diesem Fall wohl die Wut. Und das zeigte er wirklich. Sherlock hatte ihn lang nicht mehr so wütend gesehen, ja, er meinte sogar sagen zu dürfen, dass John in dem Baskervill‘schen Labor weniger aufgebracht gewesen war.
Aber in Sachen Freunde war John nun mal nicht zimperlich.
Er hatte gerade tatsächlich Ähnlichkeit mit einem Wolf oder Hund, der kurz davor war, jemandem an die Kehle zu gehen. Aber er wusste, wann man aufhören musste und wendete sich ab.  
Sherlocks Gesicht blieb ausdruckslos als er einen Schritt näher trat und er verweilte da, während John sich noch einmal umdrehte. Als sein Freund sich wieder zu dem Detektiven wendete sah er diesen bestimmten Ausdruck zwischen Entschlossenheit, Gebrochenheit und trauerndem Zorn. Also legte er ein kleines wenig Wärme in seinen Blick, aber John ging auf direktem Weg zu Amy.
Sherlock steckte seine Hände in die Hosentaschen, sah kurz auf den Boden und drehte sich dann nach seinem Freund um.
Er tat ihm leid. John Watson hatte so viele Freunde verloren, nun hatte er so wenige (zumindest so wenige von denen Sherlock wusste) und der einzige, den er noch hatte war ein arroganter Mistkerl, der nur seine Ziele verfolgte und dafür sogar Unmenschliches tat. Und dann natürlich noch Pete, aber den konnte man jetzt ja nicht mehr als Freund bezeichnen.
Der Consulting Detective hörte die Sirenen eines Einsatzwagens und wenig später strömten Notärzte in den Saal, woraufhin Sherlock sich aus der Menge löste. Mit einem Anruf, den er betätigte, während er zur Garderobe ging verständigte er die ortsansässige Polizei, dann nahm er seinen Mantel. Sherlock zog ihn sachte an und knöpfte ihn dann ordentlich zu. Draußen war es sicher schon kalt.
Er warf seinem Freund einen letzten Blick zu, sah wie der bei den anderen war und drehte sich dann zum Ausgang.
Tatsächlich blies die Abendluft dem Detektiv kalt ins Gesicht, als er die vorderste Tür öffnete und auf den Parkplatz trat.
Es war schon leicht dunkel geworden, ungewöhnlich früh und die Wärme des Tages war komplett der schneidenden Kühle des Abends und der heranziehenden Nacht gewichen.
Die Wolken bahnten sich ihren Weg über den Himmel, der Mond stand voll und hell.
Sherlock atmete tief die frische Luft ein. Es war still, nur hier und da zirpten Grillen und nur wenige Vögel sangen ihr spätes Lied, als der Detektiv über den Parkplatz zu einer Bank ging. Nichts scheuchte ihn, er ging langsam aber auch weniger federnd als sonst. Er ging noch etwas weiter, als er an der Straße war, bis er eine Bank fand.
Holmes legte die Hände gefaltet in den Schoß und sah gerade aus als ob er einem Schauspiel auf der anderen Straßenseite zusehen würde.
Weit entfernt bildeten sich zwei Lichtpunkte, die schnell größer wurden.
Ein Auto fuhr vorbei und der Fahrtwind zerrte an Sherlocks Klamotten und Haaren, kalt wehte ihm Luft ins Gesicht.
Das Auto und seine Geräusche waren schnell vorbei und es war wieder still.
Das Gesicht des Consulting Detective war ausdruckslos, aber nicht diese kalte, sondern die etwas traurige, melancholische Ausdruckslosigkeit.
Wie es wohl für ihn wäre, würde sich ein lang als Freund geglaubter plötzlich zu einem Mörder verwandeln…?
Oder eher, würde er auch irgendwann bereit sein, über Leichen zu steigen nur um seine Ziele zu erreichen?
Würde John in auch beschimpfen und schlagen wollen?

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Jun 26, 2014 4:19 pm

John war die ganze Zeit noch bei seiner Patientin gesessen und hatte darauf geachtet, dass sie nicht einschlafen würde. Als die Notärzte allerdings eintrafen, überließ er ihnen das Feld, erklärte kurz, was vorgefallen war und trat dann zu Jake, der sich ebenfalls aufgerichtet hatte. „Kümmern Sie sich um die Gäste…ich meine, dass sie auch nach Hause kommen. Ein, zwei Worte wären vielleicht auch angebracht…“ flüsterte der Arzt Jake zu, während der Vater immer noch an der Seite seiner Tochter war und die Ärzte Amy in ihre Obhut nahmen. Jake nickte. „Danke. Danke, dass Sie meine Schwester gerettet haben…“ Watson winkte bescheiden ab. „Das war doch selbstverständlich, als Arzt ist es meine Pflicht zu helfen,“ meinte John mit einem aufmunternden lächeln. „Trotzdem möchte ich ihnen und…“ Der Bruder von Amy blickte sich um. „Wo ist den ihr Mitbewohner?“ fragte Jake. Erst jetzt bemerkte John, dass Sherlock nicht mehr da war. Watson konnte sich an Blick von ihm erinnern, ob er nach draußen ist? „Jedenfalls wie kann ich ihnen und ihrem Mitbewohner danken?“ fragte Jake nun und holte John aus seinen Gedanken. „Ähm…ja, tun Sie mir einfach den gefallen und achten besser darauf, mit wem sie Bekanntschaft machen. Und sollte ihre Schwester einen neuen Freund haben, erwähnen sie erst mal nichts von ihrem Vermögen oder einem Vertrag, der mit einer Eheschließung ein Erbe bescheinigt, der an den Ehepartner geht, wenn die Frau verstirbt. Manche…“ und damit warf er einen erneuten, verachtenden Blick zu Pete, „…sehen nur Geld, nicht Liebe.“ Jake nickte, schüttelte John die Hand, dann wartete er bis Amy auf eine Trage gelegt und von den Notärzten nach draußen gebracht wurde. Der Vater war immer an ihrer Seite. Watson lächelte. Die Familie war stark, trotz eines großen Verlustes. Und heute hätte Jake beinahe noch seine Schwester und der Vater seine Tochter verloren. Dank Pete. Wer hätte das Gedacht? Nie hätte sich John träumen lassen, das Pete über Leiche gehen würde, nur um seine Ziele zu erreichen. Watson warf erneut einen Blick zu Jake, der nun mit drei anderen Gästen bedrohlich nah an dem Bräutigam standen. „Wir passen auf, dass er nicht die Flucht ergreift Dr. Watson.“ John nickte. Wenn Sherlock schon gegangen war, dann war sich der Arzt sicher, dass er die Polizei hier in Edinburgh verständigt haben musste. „Die Polizei wird gleich hier sein. Sie wissen ja, was zu sagen ist?“ hinterfragte John, worauf er ein sicheres Nicken besonders von Jake erhielt. Dass sich der Bruder von Amy jetzt zurückhalten konnte, um den Bräutigam nicht eine rein zu hauen, wunderte John etwas. Aber mit Wundern sollte sich Watson langsam abgefunden haben. Schließlich hätte er sich auch nicht träumen lassen, sich in jemanden wie Pete so getäuscht zu haben. Wie konnte der Arzt nur so blind sein und nicht erkennen, dass Pete sich dem Geld zugewandt hat? Das die Ehe ein Schein war, nichts anderes? John seufzte, hatte sein Jackett vom Boden genommen und es sich übergezogen. Danach steuerte er aus dem Saal, lief die Gemäuer der Burg entlang und ging eine Steintreppe zum Ausgang hinunter. Er hörte Polizeisirenen, kurz darauf stürmten zwei Beamte an ihm vorbei nach oben in den Saal. John blieb kurz stehen, warf dann einen Blick zum Ausgang und setzt seinen Weg fort. Als er draußen ankam, schlug ihm die kalte Nachtluft um die Ohren. Watson knüpfte sein Jackett zu, zog die Ärmel zurecht und sah zum Krankenwagen, dessen Lichter blau leuchteten, doch das Martinshorn war verstummt. Die Braut wurde gerade in den Krankenwagen verladen, der Vater stand daneben, versuchte weitere Informationen zum Gesundheitszustand seiner Tochter zu erfahr. Der Arzt seufzte auf, marschierte über den Hofplatz zum Krankenwagen und stellte sich zu dem Vater. „Sie muss jetzt schnellstmöglich in die Klinik, sagen die. Dort werden sie ihr wohl den Magen auspumpen müssen,“ Der Arzt nickte, vergrob seine Hände in die Taschen seiner Anzugshose und zog leicht fröstelnd den Kopf etwas ein. „Eine Überdosis an Schlafmittel…das ganze Zeug muss aus dem Magen…“ erklärte John, warf einen Blick zu dem Castle welches im Mondschein ein leicht schauriges Ansehen bekam. „Aber ich bin zuversichtlich, dass sie es schafft,“ fügte Watson noch hinzu, warf einen Blick zu der Trage, die auf den Schienen in den Innenraum des Krankenwagen geschoben wurde. Einer der Notärzte machte sich nach vorne auf, der andere stieg hinten ein. „Ich danke Ihnen und Ihren Freund, sie haben meine Tochter gerettet und ihr Mitbewohner hat uns die Augen geöffnet. Ich hätte nicht gedacht, dass Pete so wäre, so ganz anders…“ Die Augen des Vaters verengten sich zu schlitzen, als er Pete ansprach. Watson wandte seinen Blick zu Boden, nickte aber und erwiderte darauf: „Das hätte niemand gedacht…“ John gab dem Vater die Hand und meinte, er solle sich jetzt erst mal um Amy kümmern, danach stieg auch der Vater eilig in den Krankenwagen. „Du verdammtes Schwein!“ hörte man plötzlich nahe des Ausgangs rufen, ein dumpfer Schlaf folgte, mehrere Stimmen und gleich darauf kamen die Polizisten heraus. Zuerst zog der eine Polizist Pete an Handschellen zum Dienstwagen, dann folgte Jake, der von einem Polizisten versucht besänftigt zu werden. Watson warf einen genaueren Blick zu Pete und konnte sich ein Schadenfrohes grinsen nicht ganz verkneifen. Petes Auge, sowie ein großer Bereich drum herum war rot und teilweise blutunterlaufen. Geschieht dir Recht, einer reichen Familie so zu hintergehen nur um an das Erbe der Tochter zu kommen. Nein Pete,…du hast dich auf die falsche Seite gestellt, dachte John und wandte sich vom geschehen ab. Während der Krankenwagen vom Platz fuhr, machte sich der Arzt auf die Suche nach Sherlock. Er war nicht wütend auf ihn, nein ganz und gar nicht. Der einzige, der ihn zu seiner Wut veranlasste war Pete. Wie konnte man sich nur so verändern? Wie konnte man Geld über Liebe stellen und die Freundschaft verraten? Watson ging quer über den Parkplatz, sah dann auf einer Bank an der Straße eine Gestalt sitzen. Wenn das nicht Sherlock ist, weis ich auch nicht, dachte sich der Arzt, ließ einen Blick über die nächtliche Landschaft schweifen und steuerte auf die Bank zu. Amy würde wieder gesund werden, da war der Arzt zuversichtlich, doch würde Pete nicht noch ein aß im Ärmel haben? Würde er sich nicht doch aus dem Gerichtsprozess winden können? John kam der Bank näher und lies sich stumm neben Sherlock auf die Bank sinken. Der Arzt warf den Blick ebenfalls gerade aus und dachte nach.
„Pete hatte recht. Die Zeit verändert Menschen,“ begann John dann. Sein ehemaliger Freund musste sich verändert haben, nach der Zeit in Afghanistan. Vielleicht bewegte er sich in die falsche Richtung, in falsche Kreise. Fand gefallen an dem Reichtum und änderte seine Standpunkte. Wie Pete sich zu dem Menschen entwickeln konnte, der er nun war, wusste John nicht. Doch wusste er, dass Pete sich mit dieser Aktion einen Freund verjagt hatte. „Ich hab geglaubt, er könnte sich nie verändern,“ redete Watson weiter. „Doch dieser glaube war Unsinn. Jeder Mensch verändert sich über kurz oder lang,“ John beobachtete wie die Blätter der Bäume auf der anderen Straßenseite im Wind wehten. „Aber ich hoffe, dass sich ein Mensch, der zwar arrogant und gefühlslos wirken mag er aber nicht immer so ist, die Zeit nicht verändern wird.“ Setzte John einen neuen Satz an. Pete hatte ihn enttäuscht, in vielerlei Hinsicht. Sherlock nicht, im Gegenteil, er hat ihn auf eine seltsame weise mal wieder verwundert. Wie der Consulting Detective Pete stellte, die Fakten und Beobachtungen zusammentrug. So war der Detective und so kannte er ihn. „Denn ein paar Menschen liegt dieser Mensch besonders am Herzen," führte er seinen Satz von vorhin fort und dachte dabei vor allem an Molly, die doch insgeheim Gefühle für den Detective zu hegen schien und auch Greg, der gar nicht wüsste wo hin mit seinen vielen rätselhaften Fällen, Mrs Hudson war auch eine von diesen Menschen, der an Sherlock was lag. Wem sollte Mrs Hudson denn sonst immer hinterherräumen, wenn nicht dem weltweit einzig anerkannten Consulting Detective? Und dann war da ja auch noch Sherlocks Bruder. Zwar schien es Mycroft nicht öffentlich zuzugeben, doch wusste John, dass sich der ältere Bruder von Holmes doch auch sorgen um ihn machte. So war es bei John und Harry nicht anders. Jeder machte sich in gewisser weise Sorgen um seine Geschwister. „Und ein Freund liegt auch viel an diesem Menschen,“ spielte John damit die Freundschaft zwischen sich und Sherlock an. Der Arzt wusste, dass Sherlock nie etwas unüberlegtes tun würde und keinen Menschen umbrachte, ohne dass dieser nicht ein Verbrechen vor hatte oder eine Gefahr für andere Menschen war. Watson wusste auch, dass Sherlock nicht wirklich viel mit Gefühle am Hut hatte, so wechselte er nach einem längeren Schweigen dann das Gesprächsthema. „Meinen Sie wir finden hier irgendwo ein Taxi?“ fragte John dann nach, versuchte seine Stimme nicht mehr so fertig wirken zu lassen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Jun 26, 2014 6:04 pm

Sherlock hörte die Schritte schon bevor John sich saß. Das war dieser ausholende, stolze Gang, den er sogar gehabt hatte, als sein Bein verhindert gewesen war.
Wenig später knarzte das Holz leise, Stoff raschelte und Johns Atmen vermischte sich mit der Stille.
Der Detektiv brauchte nicht aufschauen, John wusste, dass Sherlock wusste, dass er da war und das reichte.
Es blieb noch eine kurze Zeit still, vermutlich ordnete der Arzt seine Gedanken. Immerhin hatte Sherlock das eben auch getan, und er hatte seine ja immer im Griff.
Der Consulting Detective hätte ewig so sitzen können, es war still, niemand war wütend auf ihn und an sich war die Situation sehr angenehm, aber John war es wohl nach einem Gespräch.
Sherlock sagte nichts auf seine Aussage, aber er sah zu seinen Händen hinab. Dann öffnete er sie und schaute wieder geradeaus. Er atmete ein und wollte etwas sagen, aber er wusste nicht, was jetzt angebracht war.
Die nächste Aussage ließ den Detektiven kurz zu ihm hinübersehen, dann atmete er schwer und suchte erneut nach Worten.
Eine Menge Gedanken gingen ihm durch den Kopf. Er hatte sich auch verändert. Er war doch auch einmal der kleine Junge gewesen, der mit seinem Hund spielte und hoffte, seine Kindheit würde nie vergehen.
Und vermutlich würde er sich noch einmal verändern. Vielleicht war er gerade dabei, sich zu verändern, wer wusste das schon?
Schon allein, dass er hier saß, war doch ein ganz klares Anzeichen, dass er nicht mehr der Mann von früher war.
Aber das Verrückteste war, das Sherlock keine Ahnung hatte, ob er das gut oder schlecht finden sollte.
Johns letzte Worte vor einem langen Schweigen brachten den Detektiven dann komplett aus der Verfassung. Jetzt fühlte er sich praktisch verpflichtet etwas zu sagen. Etwas nettes, etwas, das John zeigte, dass Sherlock dasselbe dachte. Doch dann beendete der Arzt den Satz und die Leere in seinem Kopf kehrte zurück.
Es war wie eine Fehlermeldung, die seinen ganzen Kopf einnahm und jedes Mal wenn er sie weghaben wollte kam sie doppelt so groß zurück.
Er atmete schwer und ein seltsames Gefühl breitete sich hinter seinen Augen aus, eines, das er schon einmal gefühlt hatte, damals als er Zwiebeln für ein Experiment geschnitten hatte.
Das Ganze wurde nach dem dritten Satzpart nur noch schlimmer und er fuhr sich über die Nase und die Augen, damit es nicht peinlich wurde.
„Es tut mir Leid.“ Brachte er schließlich heraus und es ärgerte ihn sehr, dass seine Stimme belegt klang, also schluckte er einmal. „Es tut mir leid, dass Sie durch mich sämtliche Freundschaften verlieren.“ Fuhr er dann entschlossen fort. „Es tut mir leid, dass Sie Ihre Zeit mit mir verschwenden. Sie sind ein großartiger Mensch und eine Menge Leute versäumen durch die Zeit, die Sie mit mir verbringen, die großartige Chance, mit Ihnen befreundet zu sein.“ Sherlock fuhr sich noch einmal über das Gesicht. Langsam wurde es peinlich, aber einen letzten Satz wollte er noch loswerden.
„Und egal was ich manchmal sage, oder anderen vorheule, wenn Sie nicht da sind, Sie sind der beste Arzt… Der beste Freund, den ich je hatte.“ Dass er auch so ziemlich der einzige war erwähnte Holmes in diesem Moment nicht. John wusste es vermutlich selbst.
„Ich dachte früher, dass Freundschaften manipulierbar machen.“ Er lachte kurz. „Tatsächlich, das machen sie. Ich habe selten so verzweifelt reagiert, als wenn Sie in Gefahr waren. Und Wissen Sie was?“ Der Detektiv traute sich nicht zu dem anderen hinüber zusehen. „Es ist mir egal. Weil die Zeit, in der ich mit ihnen unterwegs bin alles wieder ausgleichen. Sie… Wenn es um Sie geht bin ich gerne manipulierbar.“ Der letzte Satz war schnell ausgesprochen, also kurz und schmerzlos, aber dennoch räusperte sich Sherlock daraufhin kurz einmal, damit er darüber hinwegtäuschen konnte, wie peinlich ihm die Situation doch war.
Der Consulting Detective hätte gern noch gesagt, wie mutig er den ehemaligen Militärarzt fand und wie gerne er ihn an seiner Seite hatte, aber genug war genug. Am Ende war das nicht gut für Johns Ego.
Plötzlich fiel Sherlock aber etwas ein, und ehe er es sich versah, hatte er ausgesprochen, dass Harry sicher stolz auf ihren Bruder war.
Ein langes und unangenehmes Schweigen breitete sich aus. Es war wirklich lange und wirklich unangenehm und hätte der Detektiv nicht die Bäume auf der anderen Straßenseite gehabt, die er anstarren konnte, dann wäre er durchgedreht.
Er war froh, als John nach einem Taxi fragte.
„Nein, vermutlich nicht.“ War seine Antwort und er lächelte dabei verträumt.
Dann stand er auf und stellte sich an den Straßenrand. Es war keine wirklich alte Straße, sogar recht neu, aber selten benutzt und extrem geräuschfördernd, das Auto hatte er vorhin schon von Weitem gehört.
Nachdem er sich nach beider Seiten umgesehen hatte trat er auf dien Fahrbahn und ging bis zum Mittelstreifen.
In London hatte er das nie getan, nicht bei einer derart gut erhaltenen Straße, da hätte er schon nach den ersten Sekunden ein Auto in der Seite.
Hier war die Straße frei und man konnte weit schauen auf dem Weg.
Dann lächelte er, und das Lächeln war warm und ehrlich.
Er drehte sich um, verhakte die Hände hinter dem Rücken und blickte zu John.
„Aber mit Ihnen würde ich von heute Nacht sogar bis in die Baker Street laufen, wenn es nötig wäre.“ Sagte er dann und seine Augen glänzten Freundschaftlich.
So stand er also mitten auf der Straße. Sherlock Holmes, die dunkle Figur hob sich nur schwach von der gegenwärtigen Dunkelheit ab. Der Mantel wehte ihm in der abendlichen Brise um den Körper, die Haare waren wieder wirr, die Augen blitzten Abenteuerlustig.
Ja, er war der alte. Und so leicht würde er sich nicht verändern lassen.
Er hatte sich auch nie verändern lassen. Er war immer der gleiche gewesen.
Nur nicht alle hatten die Macht, ihn zu durchschauen.
Und Sherlock Holmes würde darauf acht geben, dass das so blieb.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Jun 26, 2014 7:25 pm

John hatte Sherlocks Worte gelauscht und dem Arzt schien es so, als war der Detective um Fassung bemüht. Höchstwahrscheinlich, schien es nicht nur so, sondern es war auch so. Dieser Moment war einiger der wenigen Momente, an denen man doch merkte wie stark eine Freundschaft zwischen zwei unterschiedlichen Charakteren sein konnte. Watson hätte gerne auf Sherlocks Entschuldigungen etwas erwidert. Denn sein Mitbewohner musste sich doch deswegen nicht entschuldigen. John verbrachte seine Zeit gerne mit Freunden. Mit wahren Freunden und mit einem besten Freund, wie es der Consulting Detective war. Dennoch, obwohl John etwas erwidern wollte, lauschte er Sherlock bis zum Schluss. Der Satz mit Harry, dass sie stolz auf ihn sein konnte, lies in Watsons Augen eine leichte Trauer funkeln, die der Wut über seiner Schwester platz machte. Ja er war wütend auf seine Schwester, weil sie nie auf ihn hören wollte, schon damals nicht und sich immer wieder dem Alkohol zuwandte. Aber anderseits sorgte er sich um sie, eben wegen ihrer Alkoholsucht. Harry hatte es nie gesagt, aber John glaubte es, dass sie auf ihn stolz wäre. Wenn sein Mitbewohner das schon sagte, so wollte es John auch glauben. Er würde sogar in naher Zukunft ein Gespräch mit ihr versuchen, sie wieder auf die richtige Bahn lenken, wie Pete es früher getan hatte. Nur war Pete nicht mehr wichtig, er war aus Johns leben gestrichen. Nur wahre Freunde zählten in dem Leben des Arztes und dazu gehört nun mal Sherlock. Auch wenn das für einige andere absurd war, so war es doch für den Arzt eine Ehre als einer der wenigen, ja vielleicht sogar der einzige Freund an der Seite des großen Consulting Detectives zu sein. John folgte Sherlock mit seinen blicken, lächelte, als er sich in die Mitte der Straße stellte. In London war viel mehr los als hier. Obwohl man hier auch rechnen musste, dass diese Gegend weit außerhalb von Edinburgh lag. So überrascht er auch von Sherlocks warmen Worten im Gegensatz zur kühlen Seite in ihm war, so erfreut war er auch darüber. John wusste das in dem hochfunktionalen Soziopathen auch ein richtiges Herz steckte und Watson war froh, einer der wenigen Menschen zu sein, die diese Seite zu sehen bekam. John erhob sich von der Bank, schritt auf die altbekannte Silhouette des Detectives zu. „Sie müssen sich für nichts entschuldigen. Das ich Freunde verliere, haben nicht sie zu verschulden, sondern die, die sich als meine Freunde für einen ganz anderen Weg entschieden haben. Sie sind nur der, der die Wahrheit ans Licht bringt. Und Pete war nun mal jemand, der sich für einen anderen Weg entschieden hat, der nicht mehr der war, den ich kannte und somit sich als Verbrecher entarnte.“ Erklärte John und blieb am Straßenrand kurz stehen. Der Arzt wusste nicht, was Pete noch alles auf dem Kerbholz hatte und sollte er wirklich noch mehr krumme Sachen getan haben, so wollte es Watson nicht wissen. „Das ich meine Zeit mit ihnen verbringe, ist meine freie Entscheidung und ich bin froh drum, meine Zeit mit ihnen teilen zu dürfen. Mit ihnen auf Verbrecherjagd zu gehen und an ihrer Seite zu stehen. Egal wie oft sie mich mit ihrer langweile zur Weißglut bringen können oder mit ihren Experimenten…,“ fing John einen weiteren Satz an, lies die vorhin gesagten Worte von Sherlock in seinem Kopf nochmals nachhallen und schritt dann auf den Mittelpunkt der Straße zu um neben Sherlock zu stehen. „...ich werde immer hinter dir stehen, als Assistent sowie als Freund,“ bei dem Wort Assistent schmunzelte John kurz, denn schließlich war er am Anfang ihrer Begegnung ja so was ähnliches gewesen. Bei dem ersten Fall eine Studie in Pink, half er ihm mit seiner ärztlichen Kenntnis bei der Aufklärung des Falls, wobei John doch eher zur Rettung des Detectives beigetragen hatte. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn Sherlock wirklich die falsche Pille genommen hätte. Ob John dann wieder zurück nach Afghanistan wäre? In seinem Satz hatte er auch die formelle Anrede, die beide zur Wertschätzung des anderen oft verwendeten, bewusst abgelegt geduzt. Schließlich waren Johns letzten Worte persönlich für die eines Freundes bestimmt, für seinen besten Freund und das war seine Art von Ausdruck dies zu zeigen. Dann aber warf Watson einen Blick rechts und links die Straße hinab. Es war spät, so würden sie wohl nicht mehr mit einem Auto rechnen. Ob sie zurück sollten, zu der beendeten Feier und sich dort nach einer Mitfahrgelegenheit umsehen? John wollte ungern zurück, auch weil er von den übrigen Gästen die sich ebenfalls Mitfahrgelegenheiten suchen, über Pete ausgefragt werden würde. Für die Fragen der Gäste würde er ja noch nicht mal eine Antwort finden. Weder wusste er, wie Pete sich so verstellen konnte, dass man ihm kaum etwas anmerkten, noch wusste wie er sich so verändern konnte. „Und ich würde Ihnen überall hin folgen,“ fügte er auf Sherlocks Satz, der vor ein paar Minuten ausgesprochen wurde, hinzu. „Allerdings dürfte es allein bis nach Edinburgh einige Kilometer sein,“ meinte er dann mit einem schmunzeln, während sich der Arzt sein Handy aus seiner Anzugstasche zog. Auf der Feier hatte er es brav ausgeschaltet und nun würde er es wieder anschalten. „Mal sehen ob ein Taxiunternehmen so freundlich wäre uns von hier…“ John, der etwas auf der Straße entlang gelaufen war und auf seine Handy die Nummer eines Taxiunternehmens eingab, die an einer Pinnwand in der Empfangshalle ihres Hotels gehangen hatte, sah er auf. „Wo sind wir hier eigentlich?“ fragte der Arzt, zog die Stirn kraus. Er hatte nicht genau zugehört, als die Gäste über den Ort hier redeten, war er da doch noch zu sehr auf Pete fixiert. Aber es musste ein ganz besonderer Name sein, dem die Gäste diesen Ort gegeben haben.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jun 27, 2014 10:04 pm

Sherlock schaute John an, mit einem Lächeln, aber seine Augen sahen immer noch traurig aus. Dann nickte er, sah auf den Boden und atmete tief durch.
Gut, dass das geklärt wäre.
Als John begann des Detektives schlechte Eigenschaften aufzuzählen wollte der eigentlich bei der ersten Pause einwenden, dass er schon verstanden hatte und der Satz nicht mehr weitergeführt werden musste, dann beendete der Arzt den Satz aber doch und wie er es tat ließ schließlich auch Sherlocks Augen wieder leuchten.
Er fuhr sich über die Nase und faltete dann die Hände hinter dem Rücken.
„Gut, dann können wir das Gespräch ja vergessen. Also, niemand muss davon erfahren. Nicht Graham… Also, Greg, nicht Anderson und… Himmel, nicht Mycroft.“ Mit ein paar kleinen Schritten näherte er sich John und schaute lächelnd zu ihm hinab. „Es ist schön, wenn ich Ihnen so vertrauen kann, aber das muss nicht so…“ Er wedelte in der Suche nach passenden Worten leicht mit der Hand in der Luft herum. „öffentlich sein. Und ihrem Blog wird es keine Schäden bringen, wenn die Geschichte nicht öffentlich gemacht wird. Wir brauchen keine halbe Bevölkerung voller Mrs Hudsons, die aus jeder Mücke einen Elefanten machen.“
Sherlock duzte John nicht, das hieß aber nicht, dass er nicht bemerkt hatte, dass der andere das tat. Es hatte auch nichts damit zu tun, dass er ihn nicht schätzte, nein, das genaue Gegenteil war der Fall, aber er war einfach Sherlock Holmes, Sherlock Holmes duzte kaum. Aber Sherlock Holmes hatte gerade beschlossen, zu zeigen, dass er auch etwas konnte, was man nicht von ihm erwartete und fügte hinzu: „Ich bin sehr froh, dass du immer da bist, wenn ich dich brauche.“
Es blieb noch etwas ruhig, dann antwortete John auf seine Worte mit dem Gehen und der Baker Street.
Sherlock grinste, als John seine eigene Aussage abschwächte. Er wusste, dass der Arzt seine Aussage komplett ernst meinte, aber bisweilen war er einfach zu müßig. Aber das wurde ja durch die anderen Eigenschaften ausgeglichen. Also ließ sich darüber hinweg sehen.
Watson ging ein paar Schritte die Straße hinab, während er geistesabwesend sein Handy anschaltete.
Holmes blieb stehen, weil er genau wusste, dass sie in die andere Richtung mussten.
Er schaute John nach und freute sich auf den Moment, wenn er ihm sagen konnte, dass er in die falsche Richtung stiefelte.
Ja, wo waren sie eigentlich? Der Consulting Detective schon die Unterlippe vor und legte die Stirn in Falten, eine seiner Nachdenkeposen.
„Naja, eigentlich müsste man es doch wissen, immerhin stand es doch bei der Einladung, oder?“ Pech, dass Sherlock keine Ahnung hatte, was da stand. Er hatte es entweder vergessen oder nie erfahren, das hatte er vergessen.
Natürlich bewusst.
„Ich weiß zwar nicht, wo wir sind, aber wir sollten vielleicht in Richtung Edinburgh zurücklaufen, wenn wir es erfahren wollen.“ Damit deutete er in die richtige Richtung.
Dann begann er in diese Richtung zu schlendern und zog sein eigenes Handy hervor.
Sherlock tippte etwas ein und ließ es dann wieder verschwinden.
„Ist es nicht seltsam?“ fragte er dann laut über die Schulter und ging einfach weiter.
„Normalerweise suche ich nach dem Täter nachdem das Opfer Tod ist. Diesmal war es früher…“ Er schaute auf einen weit entfernten Punkt am Horizont, an dem noch ganz schwach ein ganz leichter Schleier Abendrot zu sehen war.
„Aber ohne Sie wäre es vielleicht doch wie früher gelaufen.“ Er winkte vor seinem Gesicht herum, wie um Fliegen zu vertreiben. „Zu viel Gefühlsduselei. Hören wir auf damit.“Er nahm seine Hände wieder hinter den Rücken und ging weiter.
Sein Schritt war wieder federnd und voller Elan.
„Kommen Sie? Wenn wir schnell genug sind, dann kommen wir noch zum Castle, bevor es zu macht und vielleicht doch spät genug, dass nicht all die Gäste da sind und Fragen stellen.“Eigentlich wäre es Holmes um seines willen ganz recht, wenn sie fragen stellten. Auf eine seltsame Art und Weise mochte er es, dass alle zu ihm aufsahen und ihn durchfragten.
Es hatte etwas reizvolles, der einzige beratende Detektiv zu sein.
Es hatte etwas reizvolles, Sherlock Holmes zu sein.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 28, 2014 12:22 am

John hatte vorhin Sherlocks kurzen Satz mit der persönlichen Anrede durch ein leichtes lächeln quittiert, weil er wusste, dass der Detective so etwas sonst nicht tat. Als er sich dann seinem Handy zugewandt hatte und wartete ob Sherlock wusste, wo sie hier gleich noch mal waren, meinte er noch, dass er dieses Gespräch in seinem Blog schon mal nicht erwähnen würde. Es war ein Moment in einer Freundschaft, den anderen Leuten nichts anging und vor allem nicht Mycroft oder Mrs Hudson. Während John Sherlocks Aussage, dass man eigentlich wissen müsse wo man ist, wenn es doch in der Einladung stand lauschte, bemerkte der Arzt, dass sich aus einem seltsamen Grund die Stimme des Consulting Detectives leiser anhörte. Als dann die Bemerkung seines Mitbewohners kam, blieb er abrupt stehen und sah von seinem Handy auf. John blickte in seine Richtung, zog die Stirn kraus und wandte sich um. Oh, das war es also. Der Arzt lief in die gegengesetzte Richtung, in der sie eigentlich sollten. Als Sherlock in die richtige Richtung losging, blieb John noch stehen, sah erneut zu dem Display seines Handys und lies es in seine Tasche der Anzugshose verschwinden. Ja, war es den seltsam, dass das Opfer noch lebte? Eigentlich schon. Schließlich wurden sie ja erst Kontaktiert, wenn für das Opfer jegliche Hilfe zu spät kam. Watson wusste, dass Amy ohne ärztliche Hilfe nicht lange hätte durchhalten können, doch konnte es genauso sein, dass der Arzt es nicht geschafft hätte, die Braut zurück zu den lebenden zu holen. Ein Schauer breitete sich über seinen Körper aus. So eine Situation von vorhin wollte er nicht noch mal erleben. Der Arzt hatte zwar schon viele Menschenleben gerettet, aber noch nie stand in seiner unmittelbaren nähe der Vater und der Bruder der Patientin, die um ihr Leben bangten und selbst schon mit einem großen Verlust zu tun gehabt haben. Dem Arzt wunderte es nicht, als Sherlock das mit der Gefühlsduselei ansprach. Schließlich fielen heute wirklich genügend Wörter, die vor allem vom Detectiven überraschen wirkten. Und dennoch waren sie alle ernst gemeint und das machte John glücklich. Er hatte einen Freund, einen besten Freund, den er nicht verlieren wollte, nicht so wie Pete. Watson kam der Aufforderung von Sherlock nach und schloss zu diesem auf. „Im übrigen, wenn wir gerade bei dem Thema Gäste sind, ich soll ihnen noch Danksagungen von Amys Vater und ihrem Bruder ausrichten. Auf Pete wären sie nicht gekommen,“ meinte der Arzt und lies den Satz, dass er ihm auch Dankbar für die Stellung Petes war, aus. Schließlich wollten sie es ja erst mal mit der Gefühlsduselei lassen. Sherlock und John kehrten beide zurück auf den Parkplatz. Das Licht im Castle war gelöscht, zumindest konnte man kein Schimmern mehr durch die Fenster sehen. Jake musste die Feier dann doch recht schnell beendet haben. Dieser Tag sollte wohl einer der schönsten Tag in der Familie werden und heute wurde er fast zum zweit schlimmsten Tag. Der erst schlimmste musste der Tag gewesen sein, an dem der Autounfall passiert war. Einen geliebten Menschen zu verlieren war auf jede weise schrecklich. Über dem Parkplatz kamen sie schließlich nach weiteren Minuten am Hofplatz an. Der Himmel hatte sich mit weitern Wolken überzogen und gab nur noch bedingt das Licht des Mondes frei. Dem Castle verschaffte es damit nur noch einen düstere Atmosphäre. Watson registrierte erleichtert, dass nur noch Jake am Platz vor dem Castle stand, seine Hände waren ebenfalls in den Anzugstaschen vergraben während er auf dem Boden vor sich blickte. Als er Schritte zu vernehmen schien, blickte er auf. „Ah, Dr. Watson und…“ Jake schien kurz zu überlegen, ob er sich richtig an den Namen von Johns Mitbewohner erinnerte, dann fuhr er fort, „…Sherlock Holmes. Ich dachte sie wären schon auf dem Weg ins Hotel?“ zog der Bruder von Amy die Stirn kraus. John warf einen Blick über den Platz, blieb dann bei Jake hängen. „Normalerweise wären wir das auch, aber hier fahren leider nicht Taxis im Minutentakt vorbei, so wie in London,“ erklärte Watson kurz lächelnd. „Oh, das hatte ich bei all dem Trubel total vergessen. Die anderen Gäste haben sich schon aus dem Staub gemacht, manche sogar noch mit Kutschen. Obwohl mir das um diese Uhrzeit schon zu kalt wäre. Vorhin hab ich mir ein Taxi bestellt. Es sollte bald da sein. Sie können bei mitfahren, wenn Sie wollen,“ antwortete Jake darauf. John nickte. „Das wäre sehr nett,“ ging er auf Jakes Satz ein und warf dann einen erneuten Blick über den Hof. Bei Nacht wirkte er verlassen, düster. Wie lange dieses Castle hier schon stand? Mindestens schon mehrere Jahrhunderte, zur Zeiten von Edelsleuten, vielleicht sogar noch früher. Und da war die erste Frage. Aber da sie John ja nicht betraf, beschäftigte er sich einfach damit, zu schätzen wie alt dieses Castle wohl sein musste. So konnte er nicht riskieren, dass seine Gedanken zu sehr zu Pete, einem Verräter der Freundschaft und seiner eigenen Ehre, abschweiften.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 28, 2014 9:10 am

Lächeln empfing Sherlock den Arzt in der richtigen Richtung.
Dann gingen sie gemeinsam. Bis zum Castle war es nicht weit, jedenfalls wenn man als Alternative ansah, nach Edinburgh zu wollen.
Und im Moment war auch der Detektiv etwas müde. Dass es der Trubel war konnte man ausschließen, der sollte ihn eigentlich wach und aufgeregt machen, aber vielleicht lag es ganz einfach an der Luft, die hier herrschte.
Wirklich eine sehr klare Luft für einen eingefleischten Londoner.
John schien nachzudenken und Sherlock ließ ihm dieses wunderbare -wenn auch seltene- Geschenk, denken zu können ohne Vollzeit von dem Detektiven genervt zu werden.
Der ließ seine Gedanken auch etwas schweifen.
Geradezu überraschend war es, als John von den Danksagungen erzählte. Augenblicklich blühte Sherlock auf und war wieder so aufgeweckt, als habe er soeben einen Liter Kaffee getrunken.
Natürlich wusste er das zu verbergen, immerhin hatte er seine Würde, aber es schwang dieser gewisse Ton in seiner Stimme mit, der ausdrückte, wie viel Spaß der Consulting Detective doch bei seiner Arbeit hatte.
„Das war sehr einfach, fast schon zu einfach. Ich hatte aber das außerordentliche Glück von draußen zu kommen und so bot sich auch die Gelegenheit die Situation von außen zu erfassen.“
Er steckte seine Hände in die Manteltaschen, weil sie ihm langsam kalt wurden.
„Alle hatten sich halb hingekniet oder redeten Wirr durcheinander. Pete, der vermutlich bis zum Punkt des Zusammensinkens bei der Frau war, stand einfach da. Schock Zustand? Das galt es herauszufinden.“
Sherlock war komplett versunken in seinen Gedanken, er sah die ganze Konstellation noch einmal vor sich und war mitten drin. Er ging zu Pete, der, Regungslos und in der Bewegung erstarrt wie die anderen, bei John und Amy stand.
„Ich ging also zu meinem Hauptverdächtigen, das ist Pete, ich hoffe ich darf ihn so nennen…?“ Um sich einmal kurz nach John umzusehen kam Sherlock aus seinem Gedankenpalast hervor, dann verschwand er wieder darin.
„Und hatte mein Handy herausgeholt. Wie Sie als Arzt wissen müssen, ist die Pupille im Schock nicht anpassungsfähig, außerdem starrt der Betroffene irgendwohin, allerdings schien unser aller Freund Pete diese Symptome nicht zu haben, seine Augen passten sich an und er sah sogar mein Handy an, verwirrt offensichtlich.“
Unbewusst war Sherlock schneller geworden, er verlangsamte seinen Schritt, dann fuhr er fort.
„Damit hatte ich die Gewissheit, dass er nicht unter Schock stand. Warum das, da lag doch seine Frau auf dem Boden! Ich konzentrierte also meine Hauptaufmerksamkeit auf diesen Herrn und der Rest war nur Trara, es hätte weitaus länger dauern können, hätte er nicht selbst etwas gesagt.“
Nun bewegten sich die Figuren in Sherlocks Kopf kurz, nur um das Unbewusste Geständnis abzuspielen. Dann war es wieder ruhig.
„Unsere kleine Sportliche Übung sollte verraten, wo unser Hauptverdächtiger denn das Zeug aufbewahrte. Er fasste sich unbewusst an die Anzugtasche, weil es nicht klappern sollte oder etwas Derartiges, außerdem ist das eine natürliche Reaktion, wenn man etwas hat, das wichtig ist, oder unangenehm werden könnte, vor allem in einer solchen Situation.“
Sherlock legte eine kurze Pause ein um wieder in die Realität zurückzukehren und zu John zu blicken.
„Der Rest war einfach. Er hat sich selbst verraten, durch seine Aussage und hat damit meinen ganzen Plan umgeworfen. Gut, dass ich wusste, wie zu reagieren war. Den Rest kennen Sie.“
All die kleinen aber feinen Einzelheiten, Petes Veränderung, die Logikbrücke wegen der reichen Familie und all das viel zu tief gestrickte ließ der Detektiv aus, das war für den Abend nun wirklich zu viel und außerdem bogen sie soeben in den Parkplatz ein.
Überrascht bemerkte Sherlock, dass Jake noch vor dem Gebäude stand.
Er hätte eigentlich gedacht, er sei sofort zu seiner Schwester gefahren, so hatte er wohl noch alle Gäste wegbringen und verstauen müssen. Vermutlich sollten Angehörige auch nicht in der Nähe ihrer Liebsten sein, wenn die den Magen ausgepumpt bekamen, derartiges Wissen gehörte nicht in sein Lexikon und er beließ es dabei.
Dass der Mann erst etwas stockte, bei seinem Namen nahm Sherlock Holmes mit einem kleinen, wirklich kleinen, falschen Lächeln hin und blieb neben John stehen.
Er gab ein kurzes, gequältes „Ngää“ von sich, als Watson das Angebot annahm, mit Jake zu fahren, ihm war heute Abend einfach nicht mehr nach Gesellschaft, aber was der Arzt sagte wurde dann auch gemacht.
So kam es, das schon wenig später ein Taxi vorfuhr und sie einsteigen ließ.
Die Taxis hier waren nicht die Taxis von London und dieses schien auch nicht mehr so jung zu sein, es gab nur eine Rückbank und der Beifahrersitz war blockiert, das würde eine hübsche Rückfahrt geben.
Sherlock seufzte genervt, als er sich herunterbeugte um einzusteigen.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jun 28, 2014 11:54 am

John hatte der Erzählung von Sherlocks Fall ruhig zugehört, nickte, als er kurz fragte, ob er Pete den so nennen dürfte und ließ wie der Consulting Detective noch mal alles Revue passieren. Watson merkte, dass Sherlock in seinen Gedächtnispalast war, wie immer wenn er etwas suchte oder wiederholte. Der Gedächtnispalast gehörte zu Detectiven wie sein Mantel.
Watson lächelte kurz darüber, weil er aus der Stimme des anderen den Spaß an seiner Arbeit heraushörte. Auch wenn das für John nicht wirklich ein Spaß war, so war es doch ein Vorfall der Action brachte, selbst wenn sich der Arzt gewünscht hatte, dass jemand anderes Amy die Überdosis an Schlafmittel verabreicht hätte. Als sie bei Jake waren und auf das Taxi warteten blieb es eine Zeitlang still, außer dem kurzen, fast schon quälenden laut des Detektives, weil John das Angebot annahm um mit Jakes Taxi ins Hotel zu fahren, war nichts mehr zu hören.
Watson beäugte das ältere Model eines Taxis wohl genauso wie Sherlock argwöhnisch. Auch der Arzt war es nicht gewohnt, zu dritt auf der Rückbank eines Taxis zu sitzen. Dazu war der Beifahrersitz noch blockiert. Nachdem der Consulting Detective eingestiegen war, nahm John neben ihm Platz, als letztes setzte sich Jake auf die Rückbank. Watson konnte seinen Plan im Taxi ein wenig die Augen zu schließen somit mal wieder streichen. Zum einem, weil es auf der Rückbank dieses Taxis nicht unbedingt geräumig war und zum anderen spürte man jede noch so kleine Unebenheit im Teer, als das Taxi darüber fuhr. Einen kurzen Blick warf der Arzt aus dem Fenster, als sie sich von dem Castle entfernten, dann sah er auf den Boden. Die Fahrt bis nach Edinburgh brauchte eine gute halbe Stunde, mit dem alten Taxi vielleicht sogar etwas länger. Kaum fuhr das Taxi dann in die Stadt ein, meinte Jake, dass das Taxi anhalten sollte. Kurz darauf stieg er an einem Bürgersteig aus, meinte das er von hier aus ins Krankenhaus laufen würde, da er noch ein bisschen frische Luft vor der Begegnung mit seiner Schwester brauchte und verabschiedete sich. Dem Arzt konnte das nur recht sein, denn so hatten sie wieder mehr Platz in dem alten Taxi. Watson rutschte bis zur seiner Seite ans Fenster und sah Jake nach, der den Bürgersteig gemächlich Richtung Krankenhaus ging. Wäre es seine Schwester die mit einer Überdosis an Schlafmitteln im Krankenhaus läge, würde er das Aufeinandertreffen wohl auch etwas hinauszögern wollen. Zumal er ja selbst nicht wusste, wie es ihr denn wirklich ging. Das Taxi setzte sich wieder in Bewegung. Den Zielort hatte Jake vor dem Einsteigen schon angegeben und bezahlt hatte er auch gleich. Schließlich waren Sherlock sowie John Gäste auf der Hochzeitsfeier gewesen, da war es fast selbstverständlich, dass die Gäste, auch die anderen, nichts für die Rückfahrt bezahlten. Allerdings konnte man das Wort Hochzeitsfeier nicht mehr wirklich verwenden, denn schließlich war nach dem Verräter, dem Bräutigam, die Hochzeit nur ein Schein um an das Geld und an das Erbe zu kommen. Nach wie vor ruckelte das Auto, als es über ein paar unebene Stellen der Straße fuhr. Der Arzt lehnte seinen Kopf in das alte Polster des Taxis zurück, verfolgte mit flüchtigem Blick nach draußen das Geschehen in der Stadt. Wie spät es eigentlich war, wusste der Arzt nicht, aber ein paar der Restaurants und Cafes hatte noch geöffnet. Manche waren kurz vor Ladenschluss. Ein paar Passanten marschierten auf dem Bürgersteig entlang und genossen die Nachtluft. Watson wandte seinen Blick auf seine Hände, die er ineinander gefaltet auf seine Oberschenkel gelegt hatte. Mal wieder war ein Menschenleben nur knapp dem Tod entkommen. Mal wieder hatte der Arzt es geschafft einer Patientin zurück ins Leben zu helfen. Doch was war das für ein Leben, wenn der frisch verheiratete Ehemann seiner Frau die Liebe vorspielte nur um ans Geld zu gelangen? Am aller schlimmsten war es ja, dass Pete dieser Mann war. Ein Mensch den John mal seinen Freund nannte und nun war dieser Mann kein anderer als all die anderen Verbrecher auf dieser Welt. Ein Mann der den falschen Weg eingeschlagen hatte, sich als Verbrecher enttarnte. In den Augen des Arztes war der Mann nun ein Verräter, der seine gerechte Strafe bekommen würde. Ein Leben hinter Gittern wollte schließlich keiner. Wie die Braut es wohl verkraften wird, wenn sie erfährt, dass ihr Ehemann sie beinahe in den Tod geschickt hätte? Sie würde geschockt sein, im ersten Moment es vielleicht gar nicht wahrhaben wollen. Aber sie hatte einen starken Bruder und einen sorgsamen Vater an ihrer Seite. Zu dritt würden sie diese Phase hier überstehen, so wie sie den Tod ihrer Mutter beziehungsweise Ehefrau überstanden haben. John verschränkte seine Arme locker vor dem Brustkorb. „Sollte ich jemals vor haben zu heiraten, dann raten Sie mir davon ab,“ meinte John. Solch eine Hochzeit wie diese wollte er nicht mehr erleben, schon in Anbetracht deswegen, dass die Braut ohne ärztliche Hilfe wohl gestorben wäre. Watson hatte seinen Blick an die Decke des Taxis geheftet, schloss dann aber seine Augen um den Rest der Fahrt ein wenig Ruhe finden zu können. So wie im Flieger. Wobei dort viel zu viel Unruhe geherrscht hatte, als das er dort ein wenig Kraft hätte tanken können.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jun 29, 2014 1:21 pm

Es wurde schön kuschlig in dem Taxi. Wobei man das schön auf gegen ein passenderes Adjektiv wie ungemütlich eintauschen konnte und das kuschlig gegen eng.
Den Arm hatte Sherlock in das geschlossene Fenster gelegt und dann hatte er sich noch so fest an die Wand gedrückt, wie es nur möglich war, trotzdem wurde es so, wie es halt war: Ungemütlich.
Um niemanden weder ansehen zu müssen noch ein Gespräch zu riskieren behielt Sherlock den Blick aus dem Fenster. Er folgte dem spätabendlichen Geschehen mit seinen Augen, es war tatsächlich schon recht spät und wenige Leute waren auf den Straßen unterwegs. Hier und da hatten noch Cafés und Restaurants auf um den standhaften Spätessern ihre Dienste zu erweisen, verschiedene Bars und Klubs waren jedoch besser besucht.
Sie waren gar nicht lange in Edinburgh eingefahren, da verabschiedete sich Jake. Sherlock warf ihm nur einen Blick nach, das musste als Verabschiedung reichen, John bekam manchmal keine bessere.
Bis zum Hotel war es nun nicht mehr allzu weit, allerdings blieb noch genug Zeit, um ein wenig der Stille zu frönen und den Gedanken nachzujagen. Nun, die Stille wenn man das fast regelmäßige, ungesunde Klappern aus dem inneren des Taxis ignorierte. Langsam bezweifelte der Detektiv, dass dieses Gefährt überhaupt ein Taxi war, geschweige denn auf einer öffentlichen Straße fahren durfte.
Wann mussten John und Sherlock eigentlich zurück nach London? Wenn es nach dem Consulting Detective ging nicht allzu bald, immer noch keine SMS von irgendeinem seines Obdachlosen Netzwerks. Niemand, auch wirklich niemand, in der Millionenstadt London schien es Notwendig zu finden, der Baker Street einen sinnvollen Besuch abzustatten. Weil einen Plausch mit der alten Freundin Mrs Hudson zu führen war doch wirklich nicht sinnvoll.
Hatte man am Ende versucht, einen Brief zu schreiben? Altmodisch zwar, aber durchaus möglich.
Sherlock zog sein Telefon hervor und gab eine SMS ein, die zwei Obdachlose bat, bei der 221b zu klopfen und dann nach Briefen zu suchen, die Mrs Hudson in die Mietwohnung getragen hatte ohne den Inhalt zu kennen.
Nur wenig später kam eine bestätigende Nachricht und der Detektiv packte sein Telefon wieder weg.
Überrascht zog er es allerdings schon Sekunden später heraus, weil es vibrierte. Sie würden doch nicht schon nach so kurzer Zeit fündig geworden sein?! Es war allerdings Mrs Hudson, die Sherlock ängstlich erzählte, da seien zwei Jugendliche hereingekommen und die würden nun die Wohnung der beiden Verreisten verwüsten. Sherlock versicherte ihr, dass das alles zum Plan gehörte, sie solle nur weiter ihren Film sehen. Die beruhigende Stimme und das passende Gesicht erloschen jedoch je, als er das Telefonat beendete. Genervt klickte er die Nachricht seiner beiden Obdachlosen weg, die ihm mitteilten, es gäbe nichts und ließ das Handy dann zurück in die Manteltasche fallen.
Jetzt musste schon das Schicksal mithelfen, wenn Sherlock nicht an Langeweile irgendetwas Schlimmes tun sollte.
Johns Worte rissen ihn aus seinen Gedanken.
Wenngleich die Worte ihn freuten, wusste der Detektiv doch nicht, ob es gut oder schlecht war, dass Watson dieses Gesprächsthema aufbrachte.
„Ja.“ Sagte er dann. „Ich werde Sie nach Leibeskräften davon abhalten.“
Und er meinte es ernst. Solange Sherlock da und an Johns Seite war würde er nach Leibeskräften versuchen, ihm nicht bei dummen Gedanken zu helfen.
Heiraten.. John und Heiraten… Sherlock stellte sich den Arzt in einem feinen Anzug vor. Also, noch feiner als der jetzige, mit passendem Hut und so.
Wer wohl die Frau sein würde? Bis jetzt war Johns Partnerinnensuche immer etwas erfolglos gewesen. Wen würde er genug mögen um sie zu heiraten?
Vielleicht waren die Partnerinnen einfach zu langweilig für den ehemaligen Militärarzt? Müsste er eine Frau haben, die mehr war? Aber dafür hatte er doch Sherlock, das würde nicht passen!
Müsste Sherlock am Ende noch weichen, damit sein Freund das Glück seines Lebens fand?
Diesen Gedanken fand der Detektiv ganz und gar nicht okay.
Aber was, wenn es so war? Was, wenn John, sobald Sherlock mal eine kurze Zeit weg war, jemanden fand, für den er nun genug Zeit aufbringen konnte?
An diesem Abend fasste Sherlock Holmes einen Entschluss. Er würde John Watson nie allein, nie aus den Augen lassen, auf dessen Wunsch.
Schade nur, dass der Consulting Detective dieses Vorhaben noch in der nächsten Zeit vergessen würde, bemüht, alle unwichtigen Sachen der Hochzeit von seiner Festplatte zu verbannen. Versehen können da mal geschehen, immerhin macht jeder mal Fehler.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 30, 2014 1:16 pm

Der ehemalige Millitärarzt hat auf Sherlocks Kommentar bezüglich seines vorhin gesagten Satzes mit der Hochzeit abhalten gewartet. Als dieser dann kam, zuckten seine Mundwinkel nach oben. John konnte sich lebhaft vorstellen, wie Sherlock am Tag der Trauung des Arztes, ihn vom Altar wegziehen würde. Nun, aber soweit wollte es John nicht mal kommen lassen. Vor Petes Hochzeit hatte Watson gedacht, dass seine Familie und eine Frau fürs Leben etwas tolles wären. Man könnte eine eigene Familie gründen. Doch was wenn diese Hochzeit, diese Familie, wie bei Pete, auf Lügen aufbauen würde. Nein, so was wollte Watson dann auch nicht. Sollte der Arzt jemals eine Frau fürs Leben finden, dann würde er es langsam angehen wollen. Das Taxi rukelte weiter die Straßen in Edinburgh entlang, der Himmel hatte sich erneut mit dicken Regewolken überzogen und schüttete nun seinen gesamten Inhalt auf die Straßen hinab. Schauer waren hier, so wie in London, fast an der Tagesordnung. Wahrscheinlich auch wegen den heißen Temperaturen in den letzten Tagen. Während John dem Regen draußen lauschte, der auf das Taxi prasselte, würden seine Augenlider immer schwerer. Irgendwann nahm Watson nur noch gedämpft das ruckeln des Taxis wahr, der Regen wurde in Johns Gehörgang immer leiser und ehe er es sich versah war er ins Land der Träume entschwunden. Allerdings nicht für lange, denn ein plötzliches Rütteln lies den Arzt aufschrecken. Das alte Auto musste wohl über größeres Schlagloch gefahren sein und dann mit einer Vollbremsung direkt vor dem Hotel gehalten haben. Müde rieb sich John über seine Augen, und blickte zum überdachten Hoteleingang aus dem noch Licht strömte. Watson öffnete die Autotür des Taxis und stieg mit einem gemurmelten, nicht wirklich ernst gemeinten „Danke für die Fahrt“, an den Taxifahrer aus. Draußen schüttete es immer noch. Ein lang andauernder Regenschauer. John eilte unters Vordach. Dort wartete er auf den Consulting Detective. Von drinnen drangen noch einige Stimmen an Johns Ohr. Wahrscheinlich hatten späte Hotelgäste noch zu einem kleinen Lunch oder Drink an die Hotelbar versammelt. Die Hotelterrasse die hinter dem Hotel an einer Grünfläche lag, konnte man ja durch den Regen nicht benutzten. An einem warmen Sommerabend würden dort wahrscheinlich einige der Gäste den Abend mit einem Gläschen Rotwein ausklingen lassen. Eigentlich konnte es hier in Edinburgh recht schön sein. Idyllische Gegend, gute Luft, die Straßen nicht ganz so befahren wie in London, nette Leute. Naja, die Hotelangestellen jedenfalls. Pete allerdings war derjenige, der John die Laune an diesem Tag am meisten verdorben hatte.  Wie konnte man nur seine eigene, frisch vermählte Braut ins Jenseits befördern wollen? „Hat sich ihr Obdachlosennetzwerk schon wegen irgendeinem interessanten Passanten der einen Fall mit sich ziehen würde, gemeldet?“ fragte der Arzt den Detective, der gerade aus dem Taxi ausstieg. Watson hatte seine Hände tief in die Hosentaschen seines Anzugs vergraben. Der aufkommende Wind peitschte den Regen nur so von einer Seite zur anderen. „Denn ich denke wir könnten hier ruhig ein paar Tage länger bleiben. Schließlich ist es, ausgenommen der Tag heute, ganz nett hier. Man könnte noch ein zwei Aktivitäten unternehmen, bevor man wieder in London sitzt, wo die Verbrecher eh erst mal Urlaub haben,“ meinte Watson dann. Heute war es auf jeden Fall ein recht spektakulärer Tag. Erst diese Scheinhochzeit, dann die umgekippte Braut und der geldgierige Bräutigam. Eigentlich wäre das ein guter Artikel für eine Zeitung. Gut das die Presse von all dem nichts Wind bekommen hat.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 30, 2014 4:40 pm

Sherlock wendete seinen Blick wieder zum Fenster hinaus, nachdem das Thema geklärt war. Er hätte sich gern zu einem Lächeln durgerungen, aber das war zu viel für ihn.
Also musterte er einfach weiter die Straßen mit den Personen, die nun vermehrt in den Gebäuden verschwanden um dem soeben eintreffenden Regen zu entkommen.
Der Detektiv wusste nicht, warum es regnete, er hatte es verdrängt wie er das Sonnensystem, aber es hatte immer etwas Beruhigendes an sich. Auch für John, nur ein paar Minuten, nachdem der Regen angefangen hatte prasselnd auf das Dach zu schlagen, vernahm Holmes die gleichmäßigen Atemzüge des ehemaligen Militärarztes und nachdem er sich mit einem Blicken versichert hatte war Sherlock klar, dass sein Mitbewohner endlich den verdienten Schlaf erhalten hatte.
Es passierte ja nicht jeden Tag, dass man jemandem das Leben rettete. Naja, für den Arzt vielleicht schon, aber vielleicht nicht, wenn man eigentlich auf eine Hochzeit eingeladen war.
Der Consulting Detective sah sich wieder die Regennassen Straßen an, es wurde inzwischen immer stärker und wenn er nicht gewusst hätte, dass es unmöglich wäre, hätte Sherlock Angst gehabt, der Regen würde das verbeulte Dach beschädigen.
Draußen waren die Straßen nun leer, nur der eine oder andere rannte noch vornübergebeugt und mit dem Mantel verdeckt durch die Straßen, zwei um nach Hause zu kommen, einer zu seiner Freundin und vier um ihre Kinder zu holen, die im Regen an einem Laternenpfahl stehen geblieben waren.
Andere Menschen waren wirklich komisch, von Mal zu mal kamen sie dem Detektiven komischer vor.
Die einen blieben mitten im Regen stehen, die anderen hatten Freundinnen und noch ganz andere hatten sogar vorgehabt zu heiraten.
Bis etwas sie auseinander brachte. Sherlock schaute noch einmal zu John hinüber.
Ob das heutige Ereignis ihn von einer baldigen Hochzeit abgebracht hatte? Aber Sherlock war beratender Detektiv und so wusste er, dass dem so war.
Spätestens in einer Woche würde John wieder eine Freundin haben, vielleicht sogar eine von den Krankenschwestern? Immerhin…
Ein heftiges Rütteln unterbrach den Gedankengang und Watson erwachte, Holmes schaute wieder aus seinem Fenster; Sie waren da.
Der Arzt stieg zuerst aus, der Detektiv ließ sich etwas Zeit. Erst nachdem der Taxifahrer etwas brummte erhob sich auch der letzte und lief geduckt zum Unterstand, er zog den Mantel fest um sich, es war neben verdammt nass auch wirklich kalt und das letzte was er wollte, was krank werden.
„Nein.“ Antwortete Sherlock auf Johns Frage und öffnete mit bereits tauben Fingern die Tür zur Lobby. „Wieso nicht? Die frische Luft tut nur gut.“ Er legte den Kragen wieder und fuhr sich mit den Fingern durch die wirren Locken, was Wasser in alle Richtungen spritzen ließ.
Irgendwo redeten Menschen, offensichtlich waren sie nicht die einzigen, die noch zu dieser Stunde auf waren. „Und wenn das Verbrechen Urlaub hat möchte ich auch.“
Sherlock rieb sich einmal die Nase und fuhr sich mit den Händen durchs Gesicht, er triefte vor Wasser, obwohl der gelaufene Weg nur sehr kurz gewesen war. „Umbuchen können wir morgen, heute Abend steht es mir nach etwas anderem, etwas Aufregenden.“
Was könnte man den machen? Die meisten Brettspiele waren dem Detektiv einfach zu langweilig und Schach spielte er eigentlich nur mit Mycroft.
Für John durfte es eigentlich nicht überrascht sein, dass Sherlock die vergangenen Ereignisse schon wieder links liegen ließ. Immerhin war es ein abgeschlossener Fall, und Sherlock ließ alle vergangenen Fälle vergangen sein.
Anders könnte er gar nicht arbeiten, er wiederholte seine Worte mit der Festplatte nur zu gerne.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 30, 2014 6:34 pm

John war Sherlock nach drinnen in die Lobby gefolgt, wo er sich erst mal seine kalten Hände aneinander rieb, um sie zu erwärmen. Das der Consulting Detective lust hatte, noch länger hier zu bleiben, überrascht John vielleicht ein wenig. Aber wenn der Arzt genau drüber nachdachte, war es eigentlich genau richtig. In London gab es Momentan keine Fälle, während in Edinburgh es vor ungeklärten Geheimnissen nur so wimmeln musste. Bei dem Wort aufregen, horchte Watson auf. „Sie haben vor knapp 2 Stunden einen Bräutigam überführt, der seine Braut umbringen wollte. War das nicht Aufregung genug, zumindest für heute?“ erinnerte der Arzt den Detective an die vorherigen Stunden, die doch erst mal genug Aufregung geboten hatten. Aber wie John Sherlock mittlerweile kannte, galt dieser Fall bereits der Vergangenheit an und der Consulting Detective suchte sich bereits wieder neue Fälle an denen er arbeiten konnte. Das John Pete namentlich nicht mehr erwähnte, hatte den einfachen Grund, dass er diesen Pete, der ein mal sein Freund gewesen sein mochte, so schnell wie möglich aus seinem Gedächtnis verschwinden zu lassen. Mit Leuten, wie Pete, wollte der Arzt noch nie etwas zu tun haben. Hätte Pete bloß die Ehe vorgespielt um sich an das Geld ranzumachen, wäre es zwar auch heuchlerisch gegenüber der Familie gewesen, aber Watson hätte nicht jemandem das Leben retten müssen, der durch seinen einstigen guten Freund bald den Tod gesehen hätte. John schloss mit dem Kapitel Pete ab. Was er Harry und Stamford, der ihn sicher noch fragen würde, wie denn die Hochzeit gelaufen sei, sagen würd, wusste der Arzt noch nicht. Aber auch das, wollte er sich irgendwann später überlegen. „Wir sollten uns erst mal umziehen, bevor wir uns noch den Tod holen,“ erklärte John dann und musterte Sherlock der in noch nässerer Kleidung steckte, als er selbst. „Später können sie ja mal durchs Hotel geistern und nach irgendetwas aufregendem suchen. Ich jedenfalls werde dagegen später mal an der Hotelbar vorbeisehen,“ meinte der Arzt und marschierte dann gemeinsam mit Sherlock die Treppen nach oben. Erst ein mal galt es, sich aus der nassen Kleidung zu schälen und vor allem aus diesem Anzug. John wollte vorerst keine Sekunde länger tragen, zu sehr erinnerte es ihn doch noch an dieses Hochzeitfest, dass sich letztendlich zu einem der schlimmsten Tage in der Familie der Braut entwickelt hatte. Die Seite von Sherlock verließ John, als er in sein Zimmer verschwand. Dort suchte er nach dem Lichtschalter, welche er auch relativ schnell fand. Danach durquerte Watson sein, im schottischen Stil eingerichtetes Zimmer. Sein Jackett knöpfte er auf dem Weg zu seinem Fenster auf. Dort angekommen öffnete er dieses und stütze sich mit seinen Händen auf die Fensterbank ab. John hatte das Glück die Aussicht auf die Hotelterrasse genießen zu dürfen. Wenn es nicht regnete konnte man dort unten ein paar schöne Blumenbeete betrachten. Doch heute glitt Johns blick nach oben in die grauen Regenwolken. Frische kalte Luft, die nach Regen roch, drang durch das Zimmer des Arztes. „Wahre Freunde verändern sich nicht einfach so vom guten zum schlechten. Vielleicht hätte ich ihn damals begleiten sollen, als er verletzt nach London gebracht wurde. Dann wäre er jetzt vielleicht nicht in irgendwelche negativen Kreise geraten oder wo auch immer er sonst noch drinsteckte,“ murmelte John und wandte seinen Blick noch ein mal kurz nach unten. Mit ihn war eindeutig Pete gemeint. Eigentlich wollte Watson diesen Menschen ein für alle mal aus seinem Kopf verbannen, aber für heute und für Morgen würde er wohl nicht so schnell gehen. Es brauchte wohl oder übel Zeit um zu vergessen, wie schnell ein Freund doch in schlechte Kreise abrutschen konnte. Aber je früher John damit Anfangen würde, ihn zu vergessen, desto besser war es. Der Arzt atmete die frische Luft tief ein und kippte dann sein Fenster. Danach lies er sein Jackett auf dem Bett fallen, startete seinen Laptop auf dem kleinen Tisch im Raum und suchte im Kleiderschrank nach ein paar gemütlichen Sachen. Eigentlich war alles gemütlich, außer dieser Anzug. Watson nahm sich ein weißes Hemd, aus einem leichteren Stoff und zog sich Anbetracht des doch recht ungemütlichen Wetter seinen beigefarbenen Pullover raus. Dazu eine normale Jeans und seine braunen Herrenschuhe. Dies legte er kurz am Bett ab und stiefelte zum Laptop hinüber, an dem er sein Postfach aufrufte. Dieses würde wohl wieder eine Ewigkeit brauchen, bis es sich öffnete, deshalb nach John seine Kleidung und huschte ins Bad um sich dort von den restlichen nassen Anzugteilen zu trennen.
Eine Viertelstunde später war er in seiner gewohnten, trockenen Alltagskleidung. Seine Haare waren auch wieder trockener und auch sonst fühlte er sich rundum wieder etwas wohler. Das Hemd, die Anzugshose und das Jackett hing er über die Heizung zum trocknen, während er sich erneut seinem Laptop zuwandte. Dort rief er dann die Einladung von Pete auf, las sich noch mal die Zeilen durch. John konnte nicht wirklich zwischen den Zeilen lesen, aber auch sonst gab es keine Anzeichen von einer Veränderung von Petes Person. Manche Menschen konnten ihre wahren Ziele und Ansichten eben gut verstecken. Aber nicht vor allen und erst recht nicht vor dem Consulting Detective. Watson löschte die Einladung, sowie seine Antwort darauf. Dann schloss er seinen Laptop. Der Arzt wusste, dass er wirklich wahre Freunde hatte, auf die er sich immer würde verlassen können. Und der beste unter ihnen ist wohl Sherlock Holmes. Apropos ob Sherlock schon irgendwo unten in der Lobby oder an der Bar herumgeistern würde, um nach etwas aufregendem zu suchen? Der Arzt löschte sein Licht und beschloss, sich nach unten aufzumachen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jun 30, 2014 8:57 pm

Sherlock begann nun auch seine Hände zu reiben, aber eher vor unterdrückter Erregung. Es gab noch so viel, was man an einem Abend wie diesem machen konnte, war das Leben nicht fantastisch?
Theoretisch würde er sich auch in den Regen hinauskämpfen um etwas Ablenkung zu bekommen.
„John.“ Sagte er auf dessen Worte und drehte sich mit einem gönnerhaften Gesicht zu seinem Freund um. „Ich habe schon mal einen Meuchelmörder überführt, der mehrere unschuldige Leute auf der Straße umbringen wollte. Meinen Sie nicht, ich weiß, was ich tue und sage und möchte? Das“ er legte viel Wert darauf, dass John verstand, was mit das gemeint war. „war vergleichbar damit, wenn Sie jemanden ein Pflaster auf eine Schürfwunde kleben.“
Er hob die Hände, zusammengehalten, zur Nase und sah sich kurz zur Bar um, ob da vielleicht etwas Interessantes war.
Johns Worte mit dem Tod holen nahm der Detektiv mit einem einfachen Blick zur Kenntnis, als der Sprecher aber verschwand murmelte der andere etwas in sich hinein, dass mit wenigstens, spannend und noch etwas anderem zu tun hatte, aber es war zu genuschelt, als das man es hätte ganz verstehen können.
Dann beeilte er sich, zu John zu kommen und mit ihm die Treppe hoch zu gehen, bei den Zimmern trennten sich dann ihre Wege.
Sherlocks erster Weg führte zu seinen Mappen, wo er kurz etwas eintrug, dann entledigte er sich seines Mantels und wenig später auch des Anzugs und der Hose. Das Hemd war trocken geblieben und so brauchte er nur eine frische Hose, ein weiteres Jackett anzuziehen empfand er als nicht nötig.
Im Bad fand er eines dieser flauschigen, weißen Tücher mit Hotelaufdruck und so eins nahm er sich und trocknete seine Haare. Er ließ das Tuch auf seinen Schultern liegen, als er fertig war und öffnete kurz das Fenster, um sich heraus zu lehnen. Johns Fenster war dunkel, aber gekippt, er musste wieder weg sein. Vermutlich zur Bar, wie er selbst gesagt hatte.
Ob es wirklich so gut war, ein Fenster schräg zu lassen, wenn man den Raum verließ? Aber Sherlock war ja weder Johns Mutter noch ein in dieser Beziehung besonders gewissenhafter Freund, also tat er es mit dem Gedanken ab dass der Arzt schon wusste, was er tat und es ja drauf ankommen ließ und verschloss sein Fenster.
Er warf im Vorrübergehen sein Handtuch auf das Bett und ging dann zur Tür. Zwar hatte er nun keinen Mantel in der anderen Hand, aber er verschloss sie erneut mit nur einer und ging dann in wippenden Schritten zur Treppe.
Unten fand er eine erstaunlich große Menge Leute, die in Gesprächen vertieft ihre Getränke leerten oder alleine ihre Einsamkeit genossen.
An den meisten ging er Wortlos vorbei, bis zur Bar wo noch eine ganze Menge mehr Leute standen, nur als eine brünette, leicht angetrunkene Frau sich erhob, raunte er ihr zu, sie solle ihre Mühen lieber auf den Mann, eher am Rand der Bar und sehr einsam, beschränken, dort würde sie sicher mehr Erfolg haben.
Wie es John wohl ergangen war? Normalerweise war er mit der charismatischen Ausstrahlung.
Sherlock konnte ihn nicht entdecken, dass konnte aber auch daran liegen, dass er ihn nicht gesehen hatte. Nicht, dass das nicht schon mindestens einmal passiert war.
„Was wollen Sie trinken?“ Der Barkeeper wandte sich dem Detektiven zu, kaum hatte der sich an die Bar gelehnt.
„Warum sollte ich das Verlangen verspüren, meinen Geist zu betäuben, meine Denkfähigkeit zu mindern und am Ende des Abends lallen an dieser Wand dort vorne zu lehnen, bemüht, nicht zur Seite zu fallen?“ entgegnete Holmes. Erst nachdem er alles ausgesprochen hatte schaute er zu dem Mixer hinüber, ein Student, der sich Geld dazuverdienen wollte. „Überraschen Sie mich mit irgendetwas.“ Fügte er dann hinzu und lehnte sich gegen einen der gesäßhohen Hocker.
Der Detektiv machte sich nicht die Mühe, sich nach John umzusehen, wenn er da war würde er schon noch kommen wenn nicht natürlich auch.
Auf einmal nahm Sherlock eine Bewegung aus dem Augenwinkel war und schaute kurz hinüber, der Mann aus dem Flugzeug setzte sich an einen Tisch. Interessant, dass er hier war, wirklich interessant. Vor allem die Absichten, die er zu hegen schien.
Aber der Detektiv ließ sich nicht beeindrucken, eigentlich ließ er sich von kaum etwas beeindrucken. Immerhin war er schon Snipern entkommen, da war so einer gar nichts.
Sherlock Holmes konnte natürlich kämpfen, ihm stand aber nicht mal der Sinn danach. Es war viel reizender, warum der Mann da war, oder wegen wem.
Abgelenkt wurde er erst wieder, als der Barkeeper ein Glas auf die Bar stellte, mit einem verschmitzten „Geht aufs Haus.“.
Sherlock hob es zum Mund und roch kurz daran, dann warf er aus dem Augenwinkel dem Keeper. Da wollte unbedingt jemand den neunmalklugen Gast sehen, wie er lallend an einer Wand lehnte und versuchte nicht zur Seite zu fallen.
Aber der neunmalkluge Gast musste niemandem etwas beweisen also trank er nur einen kurzen Schluck und stellte das Glas dann wieder ab.
„Und?“
„Acht… Nein, neun verschiedene Sorten. Sagen Sie, verstehen Sie sich nur aufs Mischen oder wissen Sie auch, wann es aufhört zu schmecken?“
Daraufhin gab der andere Ruhe und eilte zu einem Mann, der eine brünette, angetrunkene Frau auf ein Getränk eingeladen hatte.
Sherlock schaute ihm kurz desinteressiert nach, dann trank er noch ein bisschen.
Die Musik war nicht sein Geschmack, das Getränk ebenso wenig und er hatte niemanden, dem er das alles vorwerfen konnte.
Der einzige Grund, warum er noch hier war, war, dass John irgendwann aufkreuzen musste. Vielleicht war er auf dem Weg nach unten noch im Bad verschwunden, oder er hatte einen anderen Weg benutzt oder war einfach noch im Zimmer gewesen, als Sherlock gegangen war, aber aus irgendeinem Grund fehlte der Arzt.
Holmes blickte sich um und blieb mit dem Blick kurz an dem altbekannten Fluggast hängen.
Der bemerkte den Blick, zeigte durch Körpersprache, dass er sich fragte, was der denn so glotzte und Sherlock schaute weiter. Nicht, dass er Angst oder Respekt hatte, er wollte nur nichts Voreiliges machen, bevor John kam. Immerhin wäre der doch beleidigt, wenn es ohne ihn losging.

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John Watson
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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 02, 2014 5:06 pm

Nachdem John sein Zimmer verlassen hatte, wollte er sich eigentlich gleich auf dem Weg in Richtung der Hotelbar machen. Allerdings kam ihm da ein fünfjähriger Junge in den Weg, der wohl seine Eltern zu suchen schien und sie einfach nicht fand. Und wie John nun mal war, konnte er den Jungen nicht einfach ignorieren, also fragte er nach seinem Namen und begann mit ihm seine Eltern zu suchen. Es stellte sich heraus, dass die große Schwester des Jungen auf ihn hätte aufpassen sollen. Stattdessen spielte sie mit ihm verstecken, während die Eltern im Wellnessbereich zu gegen waren. Der Junge musste seine Schwester dann wohl nicht wieder gefunden haben und hatte dann nach seinen Eltern gesucht. Nur wusste der kleine nicht, wo diese noch mal waren. Nur dadurch, dass John mit dem Jungen dann der Schwester begegnet war, die den Jungen ebenfalls gesucht hatte, konnte das ganze Aufgeklärt werden. Die Geschwister würden wohl so schnell in einem Hotel nicht mehr verstecken spielen, auch weil es manch andere, mürrische Gäste stören würde. So kehrte der Arzt in die Lobby zurück und machte sich von dort aus an die Hotelbar auf. Es hatten sich einige Gäste dorthin und in der nähe der Bar versammelt. Die einen Tanzten zur eingelegten Musik, die anderen sprachen über dies und das. Hoffentlich kippt nicht schon wieder jemand um. Das wäre an einem Abend dann schon der oder die zweite, dachte sich der Arzt und umrundete die Leute bis zur Bar.
Dort fand er auch den Consulting Detective ,an einem Barhocker gelehnt, vor. John gesellte sich zu dem Detective und warf einen kurzen Blick auf das Glas neben diesem. Seit wann nimmt der große Sherlock Holmes etwas alkoholisches zu sich? Das könnte ja nur seine Sinne vernebeln, dachte sich der Arzt amüsiert. Aber Sherlock würde wohl seine Gründe haben. Wahrscheinlich irgendein Experiment um irgendetwas zu testen. „Und? Schon etwas gefunden, womit sie sich die Zeit vertreiben könnten?“ fragte John und warf einen Blick zu ein paar Leute die sich schwungvoll zur Musik bewegten. Ein paar schienen schon ganz schön Alkohol in sich gehabt zu haben, da sie mehr schlecht als recht auf ihren Beinen standen. Andere lachten lauthals und sangen zu den laufenden Liedern. Ob der Gesang so stimmte oder nicht, wie einige Hotelgäste ihn interpretierten, könnte man darüber streiten. Ob hier wohl jemand dabei war, der sich was zu Schulden kommen lassen hat? Für John sahen die meisten Hotelgäste wie normale, tanzende, manche leicht betrunkene Menschen aus. Aber keiner kam ihm wie ein Verbrecher oder gar Mörder vor. Außer der eine Fluggast, aber den konnte Watson hier ja nicht erkennen. Allerdings hatte der Arzt heute auch gelernt, dass vieles nicht so ist, wie es auf den ersten Anschein war. Menschen können gut etwas verbergen und vertuschen. So wie Amy nie bemerkt hatte, dass ihr Bräutigam hinter dem Geld her war, nicht hinter der Liebe. „Ist wieder jemand dabei, der den Tod seiner Frau plant um ans Geld zu kommen oder ein Katzenbesitzer, der ein paar Leichen im Garten versteckt hat?“ hinterfragte John mit einem kleinen grinsen. Ob für den Consulting Detective hier etwas Aufregendes zu finden war, kam dem Arzt aber trotzdem absurd vor. Es wäre ja ein riesen Zufall, würde Sherlock hier einen Fall für sich finden. Da würde er noch eher auf Arbeit stoßen, wenn er durch die Straßen von Edinburgh laufen würde. Dennoch war der Arzt gespannt darauf, ob Sherlock hier wirklich jemanden oder etwas finden würde, dass sein Interesse weckt. Genügend Menschen wären ja da, an denen man etwas Deduzieren konnte. Während John seinen Blick durch die Menge schweifen ließ, hätte er meinen können, jemanden entdeckt zu haben, der dem Aussehen des komischen Fluggastes von Donnerstag ähnlich sehen würde, aber da musste sich der Arzt getäuscht haben. So viele Zufälle, dass ausgerechnet dieser kuriose Fluggast sich im selben Hotel niedergelassen hat, wie John und Sherlock, konnte es ja gar nicht geben. Oder etwa doch? Der Barkeeper kam erneut vorbei und fragte diesmal John, ob er denn etwas trinken möchte. Doch der Arzt lehnte es ab. Für heute hatte er definitiv genug von Alkohol oder sonstigen Mixgetränken. Während Watson auf irgendwelche brillianten Deduktionen seitens des Consulting Detectives wartete, oder auf irgendeine andere Antwort auf Johns Kommentare, ließ dieser seinen Blick erneut über die Leute schweifen. Einige saßen auch an den Tischen weiter weg von der Bar um sich über die Musik hinweg zu unterhalten.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 02, 2014 8:47 pm

Sherlock hob den Blick zu John als der an die Bar trat.
Dann war er tatsächlich später gekommen, gut. Das hieß, der Detektiv hatte ihn nicht übersehen und das hätte John sicher nicht so gut gefunden, hätte nun auch anders reagiert.
„In der Tat eher wenig.“ Gab er auf Watsons Frage zu und legte den Arm auf die Bar um sich umzusehen. Wirklich nichts interessantes, den Fluggast einmal abgesehen.
John stellte ein paar unwahrscheinliche Vermutungen auf, vermutlich nur zum Spaß.
Sherlock grinste und sah zu John herüber. „Nein, kein Katzenbesitzer mit Leichen im Garten.“ Er ließ sein Lächeln verschwinden und fügte hinzu: „Ein Hundebesitzer mit Leichen im Garten.“
Dann begann sein Mund sich wieder zu einem Lächeln zu verziehen und er machte eine Handbewegung, die verdeutlichte, dass es nur ein Scherz gemeint war.
Und jemanden umbringen wollte hier auch niemand niemanden, dazu waren sie einfach im falschen Stadtteil, auch wenn der seltsame Fluggast Sherlock nicht aus dem Kopf ging.
Er trank ein wenig und sah sich dann weiter um.
Auch wenn er für den Abend keine allzu großen Deduktionen mehr plante, so ging ihm doch die eine oder andere durch den Kopf und dann und wann fragte er sich, was wohl passieren würde, wenn hier der da dem da die da ausspannte, oder die dort drüben die da vorne ansprach.
Es war schon fast ein Fluch Sherlock Holmes zu sein, aber der genoss es in vollen Zügen. Und er genoss es, John bei sich zu haben.
Mit einem Seitenblick zu eben diesem stellte Sherlock erneut fest, dass er nichts zu trinken geordert hatte. Nicht mal ein Wasser, war er nicht durstig? Im Hotelzimmer hatte er nichts getrunken, soweit der Detektiv das beurteilen konnte.
Sollte aber nicht seine Sorge sein. „Und?“ Sherlock zog sein Blickfeld jetzt komplett auf den Arzt. „Was gedenken Sie heute Abend noch so zu tun?“
Schlafen würde anhand der zurückliegenden Ereignisse diesen Abend vermutlich Mangelware darstellen, der Detektiv war vollkommen frei für Vorschläge, sofern sie nicht etwas mit Sachen zu tun hatten, die ihn nicht interessierten. Also Sonnensysteme, Anderson und andere unnötige Sachen. Aber die Chance, dass John etwas Derartiges im Sinn gehabt hatte war nun wirklich gering.
Holmes selbst hatte zwar ein paar Sachen, die er gerne machen würde, aber vermutlich erst in den folgenden Abenden und auch eher nicht mit John.
Bei seiner Stadtbesichtigung hatte er ein paar gute Punkte gefunden, an denen er nicht nur wertvolle Informationen beschaffen, sondern auch andere Leute ohne Probleme für ein paar kleine Experimente benutzen konnte.
Er brauchte nicht anfangen mit Drogen, wenn sich da mehrere fanden, die schon welche nahmen und nicht bemerkten, wenn ein Neuer dabei saß und sie einfach nur anstarrte, als kleines Beispiel.
Oder er konnte in Clubs unterschiedliche Personen auf unterschiedliche Reaktionen des Alkohols untersuchen, oder sich ein Bild von der Stadt machen, damit er die Karte einspeichern konnte. Es war immer praktisch zu wissen, wo sich Ampeln, Einbahnstraßen oder Tempolimits befanden.
Aufwendigere Experimente konnte Sherlock streichen, nicht wenn er nicht zuhause war. Hier konnten die Leute vom Hotel reinkommen, sehr lästige Angewohnheit. Mrs Hudson hatte eine ähnliche, wenn man so darüber nachdachte…
Holmes driftete sehr mit seinen Gedanken ab, aber nachdem er leicht mit dem Kopf geschüttelt hatte kehrte er zurück. Er hoffte inständig, John habe noch nichts gesagt, sonst wäre das einfach an ihm vorbeigegangen.
Zur Not musste er es noch einmal wiederholen.
Für den Fall, dass etwas kommen sollte lehnte sich Sherlock vor und lehnte sich mit den Ellenbogen an die Bar, dann sah er John an.
Nach einiger Zeit sah er dann von dem Arzt weg und ließ seine Blicke noch einmal durch den Raum schweifen.
Den Meistteil der Deduktionen ließ er aus seinem Kopf verschwinden, aber wieder mal blieb er bei dem alten Bekannten hängen. Er saß wieder so da wie im Flugzeug, verdrängend und doch etwas zaghaft, nur dass diese Position diesmal gerechtfertigt war. Holmes fragte sich instinktiv, warum er eine Waffe eingepackt hatte und sie dann trotzdem nicht trug.
Heute Abend konnte es sein, dass sie noch vonnöten wäre.
Trotzdem, der Mann würde nie hier drinnen davon gebrauch machen, nicht wenn zu viele Zeugen dabei waren. Höchstens draußen oder im Flur, aber nur im zweiten Geschoss weil er dort durch das Fenster flüchten könnte, dass in unmittelbarer Näher der Eiche lag und das man, mit ein wenig Geschick so weit zuziehen könnte, dass es im Stress wie von innen geschlossen aussah. Was es natürlich nicht wäre, er müsste nur wieder hoch kommen und das Ding verschließen, oder er hatte einen Komplizen.
Ohne es wirklich zu bemerken schaute sich der Detektiv nach einer Person um, die mit der Zielperson bekannt war.

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