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 John und Sherlock Nebenplay

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AutorNachricht
John Watson
The good doctor


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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 02, 2014 10:12 pm

John lauschte Sherlocks Verneinung wegen Katzenbesitzer und grinste dann bei der Erwähnung es wäre ein Hundebesitzer. „Natürlich, dieses mal ist es ein Hundebesitzer,“ meinte der Arzt schmunzelnd und sein schmunzeln ging in ein kurzes lachen über, als der Detective deutlich machte, dass dies ebenfalls nur ein Scherz gewesen war. Der Arzt hatte sich mittlerweile auf einen der Barhocker neben dem Detective gesetzt und begutachtete ebenso wie Sherlock die Gäste. Einige waren ziemlich ausgelassen am Tanzen, fühlten sich frei von allem Stress in ihrem Alltag. Tja Hotelgäste waren ja meistens in einem Hotel um Urlaub zu machen, zu entspannen. Manche wohl auch ohne ihre Kinder. Wobei sie dann wiederum die anderen Kinder der Hotelgäste nerven konnten. Wie zum Beispiel die Geschwister von vorhin, die einfach so mal verstecken im ganzen Hotel gespielt hatten.
Wie es wohl wäre, wenn der Arzt selbst mal Kinder hätte? Aber Kinder bedeuteten eine Frau und eine Frau bedeutet auch meist Heiraten und das ganze drum herum. Darauf hatte John vorerst die Nase gestrichen voll. So was ähnliches wie bei seinem ehemaligen Freund brauchte der Arzt nicht noch mal. Der Arzt hob kurz den Blick zu Sherlock, als dieser ihn fragte was er den heute noch so tun würde. Ja, was würde er heute noch so tun? Eigentlich gab es nicht mehr wirklich spannendes, was John hätte tun können außer hier an der Hotelbar zu sitzen und sich mit Sherlock die Hotelgäste anzusehen und den Abend irgendwie ausklingen zu lassen. John wandte seinen Blick kurz zu einem der Fenster weiter hinten an einer Wand. Draußen regnete es sicher noch. Vielleicht hätte Watson auch einen nächtlichen Spaziergang gewagt. Die Gedanken einfach mal komplett frei zu lassen und das Nachttreiben von Edinburgh zu beobachten, aber Angesichts dessen, dass es immer noch in strömen regnete und der Arzt eine Erkältung nicht riskieren wollte, verschob er den Spaziergang auf ein anderes mal. Sherlock neben ihm schien ebenfalls in Gedanke versunken zu sein, oder aber in Deduktionen von Gästen zu schwelgen. Was auch immer. So hatte der Arzt noch Zeit, sich zu überlegen, was er denn heute noch so tun konnte. Aber außer an der Hotelbar zu sitzen, die Gäste zu beobachten und wie vorhin eventuell später noch mal Suchhund für Kinder, die ihre Eltern suchen, zu spielen, fiel dem Arzt nichts ein. „Ehrlich gesagt, ich hab keine Ahnung,“ antwortete er dann letztendlich doch noch auf Sherlocks frage. „Mal sehen was sich heute Abend noch so ergibt. Konkret habe ich nichts geplant,“ meinte der Arzt weiter und beobachtete ein junges Pärchen, welches sich an einem Tisch, in einer ruhigen Ecke, angeregt unterhielten. Anscheinend hatten sie ein interessantes Gesprächsthema oder lachten über irgendetwas oder irgendjemanden. „Und was haben Sie noch so geplant? Ein paar Deduktionen aufstellen?“ stellte der Arzt nach ein paar Minuten die Gegenfrage. John heftete jetzt seinen Blick an den Barkeeper, der an der Theke nur so auf und ab rennte um die Wünsche der Gäste zu erfüllen. Mittlerweile hatten sich ein paar Tanzende zur Bar begeben und waren recht durstig. Der Arzt wandte sich wieder seinem Mitbewohner zu. Dieser schien mit seinen Blicken nun irgendjemanden in der Menge zu suchen. So kam es Watson jedenfalls vor. „Suchen Sie jemand bestimmten?“ stellte der Arzt daher die nächste Frage, während er selbst den Blick erneut der Menschenmenge zuwandte. Hier schien im ersten Moment kein Hotelgast den Eindruck zu machen, als könnte er dem Detective besonders interessieren.
Ein paar der Tanzenden, die mindestens schon ihr drittes alkoholisches Getränk intus hatten, wankten immer mehr, stützten sich immer wieder an einer Wand ab. Natürlich, in jungen Jahren musste man das Leben noch genießen und Bekanntschaften machen. Auch mit dem Alkohol und testen wie weit die Grenzen dabei gingen. Mit schätzungsweise 18, 19-21 Jahren, dass ungefähr das alter dieser Tanzenden sein musste, hatten die aber wohl schon öfters Bekanntschaft mit Alkohol gemacht. Der Barkeeper drängte sich durch die Tanzenden und die gesprächführenden Menschen um ein paar Gläser an Tische zu stellen. Dabei ging er auch an einem Tisch vorbei, an der nur eine Dame mit blonden Haaren und recht knapp gehaltener Kleidung saß. Danach kehrte der Barkeeper zurück, mixte etwas zusammen und sprach den Arzt an. „Die Dame am Tisch da drüben lässt ihnen mit besten Grüßen einen Drink zukommen,“ meinte dieser zu ihm. Watson blickte überrascht zu dieser Dame, die nicht den Eindruck machte, als würde sie zum ersten mal so etwas tun. Sie bewegte ihre Finger leicht auf und ab, als sie zu John blickte. Es sollte wohl eine Art winken darstellen. Der Arzt zog eine Augenbraue nach oben und wandte sich an den Detective. „Was für Deduktionen können sie den festhalten, wenn sie diese Frau da drüben deduzieren?“ fragte John, der mit einem kurzen Kopfnicken auf diese Dame an einem Tisch hinwies. Manchmal gab es schon komische Persönlichkeiten, selbst in einem Hotel. Ob das eine Dame war, die einen Flirtversuch wagte, während ihr Mann auf der Toilette verschwunden war?
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Jul 03, 2014 8:49 pm

Sherlock lächelte John zu. Es erfreute ihn, dass dem anderen der Scherz gefiel. Dann widmete er sich wieder den anderen. So wie viele tanzten sagten sie mehr über sich aus, als wenn sie ein Schild hochhalten würden, auf dem sämtliche Eigenschaften draufstanden.
Verletzungen verdeutlichten sich, die Art wie sie tanzten, was sie währenddessen taten oder wohin sie während dieser Beschäftigung sahen verdeutlichten sich.
Es war schon fast ein Freudenspiel. Er sah sich voller Vergnügen jede Person an, bemerkte die Sprunghaftigkeit durch Umblicken trotz Tanzpartner, realisierte den Londoner wegen des Anzuges aus der Savile Row oder nahm die andere Nationalität wahr, weil da wohl jemand den Text der leisen Musik nicht verstand.
Als John auf Sherlocks Frage antwortete warf der ihm wieder einen Blick zu. Anders hatte Sherlock es nicht erwartet, nicht deduziert.
Während der Gegenfrage war er schon wieder in seinen Gedanken und der Suche nach dem Komplizen versunken. Er murmelte nur etwas geistesabwesendes, was nicht viel anderes heißte als dass er selbst nichts mehr vorhatte, dann war er wieder stumm.
Die nächste Frage reizte ihn auch nicht, die Blicke wurden nur noch gehetzter. „Nein, nein, es ist alles in Ordnung, komplett in Ordnung.“
Sherlock schenkte den Leuten jetzt nur noch so kurz Aufmerksamkeit, dass er mit den Deduktionen kaum hinterher kam. Schließlich schloss er die Augen, legte die Hände an die Schläfen, während er mehrmals hintereinander „Nein, nein, nein!“ knurrte und dabei immer lauter wurde.
Kaum hatte er das letzte Nein ausgesprochen, ja fast ausgebrüllt, da wurde er wieder ruhig, richtete sich auf und nahm einen großen Schluck von seinem Getränk.
Was auch nicht positiven Einfluss nahm, die Deduktionen wurden karger.
Nun sah er nur noch offensichtliche Dinge, obwohl bei denen auch gesagt werden muss, dass sie um einiges Beeindruckender sind als andere offensichtliche Dinge.
Daraufhin trank er noch einen Schlick.
Man musste es so sehen, wie wenn ein Normaler versuchte, wie Sherlock zu denken.
Das regte den Consulting Detective natürlich auf er knurrte etwas, das sich nach einem Schimpfwort anhörte und sah dann ruckartig zu John herüber, der ihn etwas fragte, mit einem etwas Raubtierartigen Ausdruck im Gesicht.
„Die da vorne? John, ich bin nicht Ihr Babysitter, versuchen Sie es selbst.“ Brummte Sherlock, eigentlich nur, weil er es im Moment selbst nicht so gut konnte.
Das war nur die Schuld des Barkeepers, wer hatte ihm denn so etwas Entsetzliches vorgesetzt? Er musste doch wissen, dass Sherlock so etwas nicht vertrug und auch nicht vertragen wollte!
Es ärgerte den Detektiven furchtbar, dass er den Komplizen nicht fand und auch die Chancen immer geringer wurden, ihn zu finden.
Letztendlich mussten sie es einfach tun, aufs Zimmer gehen oder einen Spaziergang machen und sehen, was passierte. Immerhin musste der Mann mit ihnen reden, wenn denn seine Zielpersonen Holmes und Watson waren, wäre dem nicht so wäre der Abend schon um einiges kürzer gewesen.
Ruckartig stand der Consulting Detective auf und knurrte etwas wütendes, weil er schwanken musste. Ihm war schlecht, immerhin war er keinen Alkoholkonsum gewöhnt, aber er war noch recht nüchtern und zurechnungsfähig.
„Machen wir doch einen Spaziergang.“ Sagte er und war lauter, als er geplant hatte. „Sie können die Frau mitnehmen.“ Er legte dann die beste Deduktion hin, die er in seinem Zustand hinbekommen konnte. „Sie ist in ihrem Alter.“Daraufhin stand er auf und bahnte sich seinen Weg durch die Masse der Menschen, auch wenn er leicht schwankte und Personen die ihn anrempelten länger als sonst nachstarrte.
Allerdings war Sherlock nicht weit, da fiel ihm ein, dass er etwas vergessen hatte. John.
Er drehte sich also um und suchte nach seinem Freund.
Kaum hatte er ihn gefunden ließ er sich neben ihm auf den Barhocker fallen.
„Später. Ich würde gern ein Wasser trinken.“ Also schlug er einmal mit der flachen Hand auf den Tisch und als der Barkeeper erschreckt zu ihm hinsah orderte er sogleich, was er haben wollte.
Es tat unheimlich gut, etwas Kühles im Mund zu haben und der Detektiv hatte sein Glas nach ein paar Minuten geleert.
Dann griff er über die Theke und nahm sich die Wasserflasche um sich erneut einzuschenken.
Allerdings war Holmes sogar in diesem Zustand nicht dumm und schaffte es, unbemerkt für den Keeper alles still und heimlich durchzuführen.
Das Wasserglas benutzte er allerdings um es sich ins Gesicht zu schütten. Er fühlte sich sogleich erfrischt und ermutigt, andere Sachen zu machen. Auch sein Geist war wieder um ein Stückchen zurückgekehrt und er schaffte es nun tatsächlich, ein paar Deduktionen in den Kopf zu bekommen. Aber nur zu John, da er den Arzt jetzt ein wenig geistesabwesend anblickte.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jul 04, 2014 5:22 pm

Der Arzt hatte sein Glas beäugt, das ihm diese Dame von einem anderen Tisch anscheinend spendiert hatte. Wer war diese Dame, die ihn näher kennen lernen wollte? Wollte sie ihn überhaupt näher kennen lernen oder war er nur ein Zeitvertreib für diese Dame? Normalerweise ging der Arzt auf Frauen zu, die ihn interessierten. Selten war es anders rum. Er wandte seinen Blick von dem Getränk ab und suchte mit seinen Blick den Tisch der Dame. Seine Aufmerksamkeit wandte er dann aber Sherlock wieder zu, der nur meinte, dass alles in Ordnung sei. John legte den Kopf schief. In diesem Punkt konnte er dem Detective nun nicht so recht glauben. Ob der Alkohol ihm wohl doch nicht so gut tat? Als Sherlock seine Hände an die Schläfen legte, öfter das Wort nein vor sich hermurmelte und dabei lauter wurde, machte sich John doch ein klein wenig sorgen. „Sind Sie sicher das mit Ihnen alles in Ordnung ist? Sie machen nicht den Eindruck, als seien Sie es…,“ meinte Watson. Als der Detective sich dann kurz beruhigte, dachte John, dass wohl doch alles in Ordnung sei. Im selben Moemtn jedoch stand sein Mitbewohner auf und nahm noch ein paar Schlucke seines alkoholhaltigen Getränkes. John fand das für keine gute Idee, befüchtete er doch, dass dieses Getränk am Ende noch alle Sinne des Detectives vernebelte und dieser etwas unüberlegtes, ja vielleicht sogar etwas total unangebrachtes tun könnte. Der Arzt meinte sich bei den darauffolgenden Worten Sherlocks auf seine Frage hin verhört zu haben. Babysitter? Wer muss denn hier auf wen aufpassen? Watson beobachtete wie sein Mitbewohner einen Spaziergang vorschlug und dann Richtung ausgang ging. Mehr schon schlecht als recht. Und überhaupt, wieso sollte er die Frau mitnehmen wollen, er kannte sie ja noch nicht mal. Der Arzt lauschte der wahnsinnig brillianten Deduktion, die sogar er selbst hätte zustande bringen können und wollte sich gerade erheben um seinen Freund dazu besinnen, in diesem Zustand keinen Spaziergang zu machen. Doch Watson lies es. Sherlock würde schon merken, wenn er ihm nicht folgte. Vielleicht kehrte er dann auch wieder zurück. John beobachtete lieber weiter die Dame, die immer noch allein an einem Tisch saß und John ebenfalls zu beobachten schien. Erneut lächelte diese Dame, als sich die Blicke der beiden trafen. Der Arzt zog seine Augenbrauen zusammen. War er ihr im Hotel schon mal begegnet? Wohl eher nicht, sonst hätte er sich ja an diese Dame erinnern können. Watson registrierte, dass sich Sherlock zurück auf seinen Platz gesessen hatte und den Spaziergang auf später verschieben wollte. Das mit dem später konnte er getrost vergessen. John würde den Detectiven in seinem Zustand garantiert keinen Spaziergang machen lassen, wer weis welchem Passanten er in seinem betrunkenen Zustand noch alles über das Privatleben des Passanten erzählen könnte. „Ja allerdings, Sie sollten wirklich mal ein Wasser trinken,“ kommentierte John Sherlocks vorhaben. Vielleicht würde das so den Geist des Detectives wieder einigermaßen zurechtbiegen. Als dieser allerdings mit der flachen Hand auf den Tisch schlug und nach einem Wasser verlangte, schreckte nicht nur der Barkeeper sondern auch der Arzt zusammen. „Sherlock!“ mahnte er den Detective verärgert über sein Benehmen. Dennoch wandte er sich wieder der tanzenden und gesprächigen Menge zu, die sich zur Musik bewegten. Diese versperrten ihm nun auch die Sicht zu dieser mysteriösen Dame. Eigentlich wollte er sie nicht mal kennen lernen, war ihm doch die jüngsten Ereignisse noch im Gedächtnis. Und doch hatte er interesse an dieser Dame. Dass sie ihm einen Drink ausgab, konnte ja nicht ohne Grund sein. Doch welcher Grund dieser wohl war? John würde es vielleicht nie herausfinden, wenn er sie nicht versuchte kenne zu lernen. Aber hatte er heute dazu lust? Endlich bewegte sich die Menge der tanzenden Leute ein Stück weiter, so dass der Arzt die Dame wieder sehen  konnte. Diese hatte sich nun ihrem Drink zugewandt und sah nicht mehr durch die tanzende Menge zu dem ehemaligen Militärarzt. Sie trug ihr blond, gelocktes Haar offen über die Schultern, einfach Jeans und einen Pullover. So ähnlich wie Lilly, die ihm und Sherlock doch noch den Flug am Donnerstag nach Edinburgh ermöglicht hatte. Doch sie wirkte nicht ganz so schüchtern wie Lilly, mehr so als wüsste sie, was sie tut. Aber warum spendierte sie ausgerechnet dem ehemalgien Militärarzt einen Drink, wenn sie doch um sich herum sicher noch bessere finden könnte. Noch besser ohne einen Mitbewohner, dessen Experiemente die Küche fast unzugänglich machen. Der Arzt wollte sich seinem spendierten Drink zuwenden, als er Sherlocks geistesabwesenden Blick bemerkte. „Wissen Sie was? Ich denke Sie sollten sich in ihr Zimmer begeben, bevor sie in ihrem Zustand noch eine Deduktion anstellen, die für den Betroffenen unangenehm werden könnte“, erklärte John. Zwar sah Sherlock dank des Wasser wieder ein bisschen klarer bei Verstand aus, doch sicher war sicher.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jul 04, 2014 8:16 pm

„Es geht mir gut!“ deklarierte Sherlock laut und hielt seinen Kopf davon ab auf das Holz zu knallen indem er seine Hand dazwischenschob.
„Wirklich gut.“ Er setzte sich gerade hin und drehte sich zur Bar hin, dann nahm er eine Servierte und trocknete sich das Gesicht.
Er murmelte währenddessen irgendetwas, wieder zu leise um es zu verstehen aber laut genug um ein paar Worte rauszuhören. Wer, Zimmer, auf keinen Fall waren die deutlichsten.
Sherlock war nicht entgangen, dass John des Öfteren nach der Frau gesehen hatte, auf keinen Fall ließ er ihn jetzt allein. Also, entweder John hatte sich nach der Frau umgesehen oder nach der Tür zu den öffentlichen Toiletten, aber unter gegebenen Umständen konnte man das zweite ausschließen.
Am Ende ging John noch mit Begleitung fort! Der Detektiv kam nicht umher einmal verächtlich zu schnaufen bei diesem seltsamen Gedanken. Nun ja, seltsam nicht im Sinne von abwegig, eher seltsam im Sinne von wünschenswert und unangebracht nach diesem Abend.
Zumindest in Johns Wertvorstellungen, Sherlock war in diesem Gebiet selbstverständlich nicht so bewandert.
Nachdem die Servierte nass und Holmes‘ Gesicht trocken war faltete er die Hände auf dem Tisch und sah wieder zu seinem Begleiter. Ob er trinken würde, was da vor ihm stand?
John Watson war nicht die leichtgläubigste Person, aber er war auch ein Gentleman, es war wirklich interessant zu erfahren, was er tun würde. Der Detektiv war inzwischen zu abwesend um etwas Entsprechendes zu deduzieren, aber er war immer noch da, ob nun mehr oder weniger, und gespannt, was sein Partner tun würde.
John war manchmal ein wandelndes Mysterium. Naja, wenn der Consulting Detective nüchtern war natürlich nicht, aber gerade empfand Sherlock ihn als einen äußerst interessanten und voller geheimnisse steckenden Menschen. Es ist schon seltsam, was das Zeug aus Sherlock Holmes machte, fast ein wenig komisch…
Während Holmes‘ Kopf, auf dessen Hand abgestützt, immer mehr der Erdanziehungskraft nachgab, schossen ihm die seltsamsten Gedanken durch den Kopf. Seltsame Leute aus Flugzeugen, Obdachlose und Barkeeper spielten die Hauptrollen.
Plötzlich riss er sein Haupt in die Höhe, das war doch nun wirklich zu seltsam. Was zur Hölle hatte er da getrunken?
Konnte er das auch irgendwann mal bei jemand anders benutzen? Während er mit gerunzelter Stirn über diese höchst wichtigen Fragen nachgrübelte fasste er, ohne zu fragen natürlich, erneut über die Theke und fischte sich einen der Plastikbecher. In seiner Verfassung machte er sich keine Gedanken, wofür die waren. Dann nahm er sich eine neue Servierte und tunkte sie in sein Getränk, das landete in dem Becher und der dann in Holmes Hand, der es krampfhaft festhielt als fürchte er, es aus der Hand fallen zu lassen.
Nachdem er damit ein neues Experiment sicher gestellt hatte sah er wieder zu John.

(OUT: Wenn mein Hirn wieder bessere Ideen hat werde ich alles noch mal ausschmücken, aber nichts an seinen Handlungen ändern. Sorry, aber grad scheint meine Festplatte zu hängen -.-)

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jul 04, 2014 10:25 pm

John neigte leicht genervt den Kopf. Zierte sich der Detective etwa auf sein Zimmer zu gehen, weil er nicht zugeben wollte, dass ihm der Alkohol zusetzte? „Natürlich, man sieht ja wie blendend es ihnen geht,“ kommentierte er sarkastisch Sherlocks Ausrufe, dass es ihm gut ginge, wirklich gut. Dennoch wandte er sich wieder leicht um, um nach der Dame ausschau zu halten. Sherlock neben ihm murmelte irgendetwas leise, von dem der Arzt lediglich Zimmer und auf keinen Fall deutlich genug heraushören konnte. Wie Stur war Sherlock Holmes gleich nochmal? John hatte beinahe vergessen, dass Sherlock sich durch aus einem Kind ähneln könnte. Gut Sherlock war Hochintelligent, also konnte man ihn wohl nur ansatzweise mit einem Kind vergleichen. Die Mundwinkel des Arztes zuckten nach oben. Gut das er davon kein Wort laut ausgesprochen hatte, sonst würde das wieder in einer ewigen Diskussion enden, wer denn wo Kind wäre und das der Consulting Detective in keinster weise mit einem Kind verglichen werden konnte. „Wirklich, Sie sollten sich hinlegen,“ erwähnte der Arzt erneut, doch zog nicht in Erwähgung, dass Sherlock ihn gehört haben wollte. Manchmal war dieser einfach zu Stur um einen gut gemeinten Rat zu befolgen. Oder wollte er wissen, ob sich John noch der Dame zuwenden würde? Jetzt erstmal suchte er mit seinen Blicken nach dem Barkeeper, der allerdings in der tanzenden Menge ein paar Getränke verteilte, die die Tanzenden bestellt hatten. Tanzen, für John eigentlich ein recht fremdes Wort. Er hatte es noch nie gekonnt und würde es wohl auch nie können. Dazu war er einfach zu untalentiert. Was nicht hieß, das er gegen das Tanzen etwas hatte. Nein, eigentlich war er schon früher Neidisch auf Leute gewesen, die gut tanzen konnten. Sogar seine Schwester konnte es. Da er aber nach dem Barts seinen Dienst beim Militär antratt, hatte er es einfach nicht gebraucht. Tanzen war für ihn nie notwendig gewesen. Doch würde sich das irgendwann noch ändern? Würde es notwendig werden, dass John tanzen lernte? Das einzige, was dem Arzt dazu einfiel, wäre seine eigene Hochzeit gewesen, an der er Tanzen müsste. Das Watson von Hochzeiten aber die Nase im Moment gestrichen voll hatte, musste er sich auch um seine schlechten Kentnisse im Tanzen keine Gedanken machen. Der Barkeeper kam nun endlich auch wieder aus der Menge der Leute und kehrte an seinem Element, der Bar, zurück. Der Arzt winkte diesen sogleich heran und flüsterte ihm zu, dass er das Getränk doch Bitte zurück zu Dame bringen könnte. „Vielleicht komm ich später nach,“ waren seine Worte auf den verwirrten Blick des Barkeepers. Schließlich wusste man ja nie, was der Abend  noch so bringen konnte. Und im Moment sah es doch recht nüchtern aus. Entweder einen kleinen Flirt mit der charmanten Dame wagen, oder aber noch länger den angetrunkenen Sherlock ertragen. Im Moment aber, beobachte Watson die Dame lieber noch auf Distanz und sah zu, dass Sherlock in seinem Zustand nicht irgendetwas unüberlegtes anstellte. Der Arzt warf einen kurzen Blick zu dem Detectiven, der sich ihm wieder zugewandt hatte. Sollte er John doch ansehen und meinen irgendetwas deduzieren zu können. Wenn er das in seinem Zustand überhaupt noch konnte. Wobei sich John da nicht so sicher war, was Sherlock in welche Zustand konnte und was nicht. Vielleicht schaffte er es jetzt auch noch gute Deduktionen an den Tag zu legen. Obwohl die eine Deduktion, dass die Dame in Johns alter wäre, dann doch etwas mager war. Aber dem Arzt sollte das nicht kümmern, solange Sherlock nur in der Gegend herumsah, war alles in Ordnung. Watson wandte sich um, zum Tisch der Dame, an der der Barkeeper nun angekommen war und das Glas, von ihr an John spendiert, wieder abstellte. Der junge Barkeeper nickte der Dame anscheinend freundlich zu und verschwand dann wieder auf seinem Weg zurück. Der Arzt allerdings achtete nicht auf den Barkeeper sondern, beobachtete weiter die Dame. Diese wandte ihren Blick kurz zum Arzt, schob das Glas auf die andere Seite des Tisches, als würde sie davon ausgehen, dass John sicher kam und wandte sich dann wieder ihrem Glas zu. John lächelte leicht, ja warum sollte er eigentlich nicht mit dieser Dame bekanntschaft machen? Ablenkung vom heutigen Tag konnte er gebrauchen. Allerdings war ja da noch Sherlock, der in seinem Zustand eigentlich noch alles anstellen könnte. Der Arzt wandte sich erneut an seinen Mitbewohner und wollte ihm erneut Raten, sich ins Bett zu begeben, wo er dann doch besser aufgehoben war, als hier unten doch noch eine unüberlegte Deduktion verlauten zu lassen. Doch was John dann wieder sah, lies in ihm erneut ein schwall von genervtheit aufkommen. Was sollte das Bitte werden, wenn es fertig war? Eine neue Studie darüber, wie lange eine Serviette braucht, bis sie sich mit Flüssigkeit vollsog? „Sherlock, was wird das denn? Eine neues Experiement mit Plastikbecher und Serviette?“ fragte John und rieb sich seine Stirn. War es denn wirklich dieses Getränk, dass den Detective so einfallslos und nicht ganz bei Verstand wirken ließ?
Wenn dem Detectiven Experiemente als Zeitvertreib einfielen, auch wenn er nicht wusste, was dass denn für ein Experiement sein sollte, konnte sich Watson genausog gut mit der Dame unterhalten. Wer weis? Vielleicht lernte er ja doch mal wirklich die richtige kennen. „Ich glaub, Sie können sich gut alleine mit ihren Deduktionen und Experiementen...,“ John blickte kurz auf den Plastikbecher und schüttelte leichten den Kopf, bevor er weitersprach „…beschäftigen. Ich allerdings werde einer Verabredung dann doch mal nachkommen,“ meinte der Arzt und war im Begriff, sich einen Weg durch die tanzende Menge zu Bahnen um zu dieser Dame zu kommen. Dass Sherlock mal nicht voll bei Verstand war, würde John ihm bei nächsten mal mit einem grinsen unter die Nase reiben.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jul 05, 2014 6:06 pm

Sherlock schwankte noch ein bisschen als John seinen Zustand beschrieb, sarkastisch, aber Sherlock ignorierte den Tonfall und murrte etwas Zustimmendes.
Johns Bitte ging ihm in ein Ohr hinein und aus dem anderen heraus, er drehte jetzt einen Flaschenöffner in den Händen und war ganz fasziniert, wie fantastisch logisch diese Dinger doch waren.
Dass John dem Barkeeper aber sein Getränk gab und es zu der Dame schickte gefiel dem Detektiv ganz und gar nicht. Er sah auf und John etwas fassungslos an, aber der schien fest von seiner Idee überzeugt.
Na super, und was sollte Sherlock dann machen? John konnte doch nicht einfach verschwinden, nicht nach diesem peinlichen Gespräch! Oder in dieser peinlichen Situation!
Es war doch zum Verzweifeln, John konnte nicht einfach verschwinden!
Der Detektiv wollte etwas sagen aber ein Anflug seltsamer Müdigkeit suchte ihn heim und er schaffte es, den Mund nur wie einen überraschten Fisch zu öffnen und dann wie einen eben diesen zu schließen.
Aber der Arzt übernahm das Reden und stellte sogleich des Detektives Experiment in Frage. Schade nur, dass der immer noch nicht richtig antworten konnte. Es kam ihm im Moment einfach unvernünftig vor, etwas zu sagen, was Johns Meinung anfocht, immerhin konnte man doch ebenso gut in dieser Position sitzen bleiben und genießen, dass sie kaum anstrengend war.
Auch als John Andeutungen machte zu Gehen war Sherlock erfüllt von einer Müßigkeit, die ihn selbst überraschte. Es war schlimmer als in den tiefsten Tiefen seiner Langeweile!
Trotzdem schaffte er es mit einer kraftvollen und entschlossenen Bewegung aufzustehen und gleich darauf zur Seite umzukippen.
Er knallte gegen die Bar und konnte sich abhalten, trotzdem schaute er dabei sehr benebelt und dumm, etwas, dass Sherlock Holmes immer erfolgreich geschafft hatte, nicht zu tun.
Es war geradezu peinlich für ihn, so da zu stehen, auch wenn er sich nach diesen Abend vermutlich nicht erinnern könnte, und umso brennender war der Wunsch endlich die Flüssigkeit zu untersuchen.
Er durfte sie auf keinen Fall verdunsten lassen. Dann war die Servierte ja eigentlich Zeitverschwendung, oder? Sherlock Holmes stieß seinen Plan um und füllte sogleich den gesamten Becher mit dem Getränk, dann fischte er die Servierte heraus. Sie war vollkommen durchweicht und tropfte, während Holmes sie über dem Holz der Bar baumeln ließ.
Er musterte sie geistesabwesend und grinste.
Dann ließ er sie auf den Tisch fallen und setzte sich ordentlich hin. Also, in seinen Augen war das ordentlich, eigentlich lehnte er sich in einem leichten Winkel nach rechts, aber das bemerkte er gerade nicht. Alles war irgendwie komisch, irgendwie anders. Vielleicht hatte John recht und Sherlock sollte besser einfach in sein Zimmer gehen. Vielleicht konnte er ja in T-Shirt wieder herunterkommen? Natürlich hätte Sherlock Holmes noch mehr Verkleidung gebraucht, um eine ordentliche Verkleidung und absolute Tarnung zu garantieren, aber wenn man als Sherlock Holmes nicht im Zustand war, mehr über eine Frau zu sagen, als dass sie in einem bestimmten Alter war konnte man sich auch keine ordentliche Verkleidung zurechtlegen.
Dass es vielleicht gar keine so gute Idee war sich unter gegebenen Umständen allein in Richtung Zimmer zu begeben fiel Holmes gar nicht ein.
Also erhob er sich, griff in seine Tasche, klatschte eine Anzahl von kleinen Pence auf die Theke, von denen er nicht wusste wie viele es waren und ob es überhaupt genug waren, und sagte, dass der Mann, also John, sich davon noch alles bestellen konnte, was er wollte.
Leicht schwankend aber mit einem offensichtlichen Ziel bahnte sich Sherlock einen Weg durch die Menge und wenig später die Treppe hoch. Er stolperte mehrmals und war lauter als es ein Pferd auf dieser Treppe gewesen wäre, aber er achtete sehr darauf, dass sein Getränk unbeschädigt blieb.
Ganz vollgefüllt begann der Trank seinen Aufstieg, dreiviertel leer beendete er ihn.
Müde und geschafft knallte Holmes die Tür hinter sich zu und ließ sich dann geradewegs in sein Bett fallen, was noch ein Achtel der Flüssigkeit forderte. Als er aufstand ein weiteres kleines bisschen, vermutlich hätte er mehr gehabt, hätte er die vollgesogene Servierte mit aufs Zimmer gebracht.
Erst nachdem Sherlock fast weggenickt wäre stand er auf und füllte das Getränk in eine kleine Ampulle und ließ die in seinem Koffer verschwinden.
Dann verschwand der Detektiv im Bad und unterzog sich einer kurzen, aber behaglich kalten Dusche und dann setzte er sich, in T-Shirt, Pyjamahose und Morgenmantel, noch ein wenig an seinen Laptop.
Nachdem er ein paar Zeilen über die Nebenwirkungen aufgeschrieben hatte (er dachte, dass er das tat, in Wirklichkeit war sein Text eine Ansammlung wild zusammengewürfelter Buchstaben ohne Sinn und ohne Ordnung) schrieb er Mycroft eine SMS (die ähnlich aufgebaut war).
Sherlock gedachte dann den restlichen Abend einfach in seinem Sessel zu sitzen, voller Stille zu überlegen und alles zu vergessen, was unwichtig für ihn war.
Sprich Pete, Amy, die Hochzeit (ein paar Infos behielt er für spätere Deduktionen), die Taxifahrt und leider auch sein Versprechen sich selbst gegenüber, John nicht heiraten zu lassen. Nur das Gespräch behielt er noch und was er gerade erlebte… Nun, das Getränk hatte ihm schneller geholfen dies zu vergessen als es jede ruhige Stunde seines Lebens das je getan hätte.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jul 05, 2014 9:20 pm

John war aufgestanden und hatte sich auf dem Weg in die Richtung der Dame gemacht, als ihn ein dumpfes Geräsuch an der Bar noch mal umdrehen ließ. Sherlock sah so aus als wäre er auf die Seite gekippt, sich aber noch an der Bar festhalten konnte. Wie sagte er doch vorhin noch? Es geht ihm gut, wirklich gut? John kam nicht von einem knappen, triumphierenden lächeln ab, denn der Arzt hatte genau gewusst, dass das Gegenteil der Fall war. Aber John würde jetzt nich nachgeben und dem Detective in Richtung Hotelzimmer verhelfen. Denn schließlich ging es ihm ja, laut eigener Aussage gut. Er warf Sherlock trotzallem einen kurzen besorgten Blick zu und deutete mit seinem Kopf in Richtung Lobby hin. Es war wirklich besser, wenn er sich hinlegen sollte. Dann machte der Arzt auf dem Absatz kehrt und ging zu dem Tisch der Dame. Diese sah auf, als sie eine Bewegung bemerkte und lächelte sogleich darauf. „Schön, dass sie meiner Einladung gefolgt sind,“ meinte die Dame nur und nippte weiter an ihrem Getränk. Der Arzt lächelte unsicher und ließ sich auf den Platz sinken, an dem sein Getränk stand, während er meinte, dass er nicht die geringste Ahnung hatte, warum sie ihn auf einen Drink einlud. Daraufhin bekam der Arzt die Antwort, dass sie alleine auf Urlaub wäre und sich nach Gesellschaft gesehnt hätte. Der Arzt nickte nippte nun seinerseits ein mal an seinem Getränk. Normalerweise würde der Arzt bei so hochprozentigen Drinks nur die Nase rümpfen, aber hier ließ er sich nichts davon anmerken. Er wollte die Dame kennenlernen, würde aber gleichzeitig aufpassen nicht so wie Sherlock zu enden. In den nächsten 10 Minuten unterhielten sich die beiden über recht banale Dinge. Die Dame war Single, wollte mal raus aus der Stadt, die Liverpool hieß und hier in einer friedlichen Umgebung die Ruhe genießen. Sie war Physikerin, interessant. Auch John erzählt über seine Arbeit, wo er herkam und dennoch erwähnte er mit keine Sterbenswörtchen den wahren Anlass, weshalb er mit Sherlock hier war. Die angebliche Hochzeit seines ehemaligen besten Freundes. „Wer war das eigentlich bei ihnen vorhin an der Bar?“ fragte die Dame und ließ dabei ihr Haar leicht über die Schultern nach vorne fallen. Der Arzt warf einen kurzen Blick zu Bar und musste mit Erleichterung feststellen, dass Sherlock wohl doch seinem Rat gefolgt sein musst und nach oben verschwunden ist. Und doch machte sich John Gedanken, ob es richtig war, ihn allein nach oben gehen lassen zu haben. Watson wandte sich der Dame, die Gina hieß, um. „Das…“ Nun überlegte John doch. Was sollte er sagen? Dass das der berühmte Consulting Detective war, der alle Verbrechen mit seinem Superhirn aufklären konnte? Nein, das wäre ein wenig zu übertrieben, aber auch nicht sonderlich klug den Consulting Detective so bei seinem Namen zu erwähnen. Am Ende musste John wieder erklären, was das genau hieß und wie das so sei, mit jemanden wie ihm unterwegs zu sein. Verbrechen aufzuklären. John musste sich nicht rechtfertig, denn er war gerne mit dem Detective unterwegs, aber der Dame musste er nun auch nicht sogenau erklären, was sein Freund war. Wer er war. Also beließ er es bei einer knappen Antwort. „Ein Freund.“ Gina nickte darauf, nahm einen erneuten Schluck ihres Getränkes und lächelte den Arzt an. „Soso, ein Freund,“ meinte Gina nur. Die nächste Unterhaltung ging über die Familie, hauptsächlich um Ginas. John erwähnte nicht gerne seine Schwester. Ginas Familie schien bodenständig zu sein, so wie sie sie schilderte. Im Moment kam Watson nicht in den Sinn, dass alles was Gina ihm erzählt, eine Lüge sein könnte. Er erinnerte sich auch nicht daran, wie Pete Amy Lügen aufgetischt hatte, sondern interessierte sich einfach nur für diese äußerst bemerkenswerte Dame. Diese, so erzählte sie, half neben bei noch in Kinderheimen aus, brachte die Kinder zum lachen. Erzählte sie. Von Minute zu Minute wurde John diese Gina Sympathischer. Ein, vielleicht sogar zwei Stunden waren vergangen, als Ginas Getränk geleert war und John nur ein paar mal an seinem genippt hatte. Letztendlich machte Gina den Vorschlag sich doch weiter auf dem Zimmer zu unterhalten, da die Musik ihr hier unten nicht mehr ganz so gut tat. Nach dem kurzen hin und her, wo denn die Unterhaltung fortgeführt werden konnte, hatte man sich für Johns Zimmer entschieden. Dem Arzt fiel nicht wirklich auf, dass das für ein erstes kenne lernen vielleicht ein wenig zu flot ging. Aber was war denn dabei sich auf dem Zimmer weiter zu unterhalten. Solange auch alles wahr war, was Gina erzählte. Doch das war es ganz und gar nicht. Gina wusste wer John war, wer Johns Freund wirklich war und hatte somit eine Aufgabe. Schließlich wollte sich naher von dem Kuchen auch ein Stück abhaben. Als John und Gina sich zur Lobby aufmachten, bemerkte der Arzt nicht den Fluggast, den Sherlock als Verbrecher dargestellt hatte. Nur Gina merkte ihn, nickte ihm leicht zu, dass alles nach Plan verlief. Sobald John und Gina nach oben verschwunden waren, würde sich der sonderbare Fluggast nach oben aufmachen und Sherlock in den Keller befördern. Mit der Aussage, dass seinem Assistentsmännlein etwas passieren könnte, wenn er nicht das tut, was er ihm sagte. Außerdem hatte er da Ja noch seine kleine Waffe in seinem Hosenbund am Rücken versteckte. Hinter einer Jacke versteht sich. Nach fünf Minuten des lässigen wartens, machte sich dann dieser Fluggast auf nach oben.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 06, 2014 10:37 am

Sherlock hatte gerade seine Violine gezogen und wollte den Bogen zu einem mehr schlechtem als rechtem Stück ansetzen, da wurde den anderen Gästen dieses Leid erspart. Die Tür wurde aufgestoßen.
Durch den Fakt, dass sie abgeschlossen war, konnte Sherlock sogar deduzieren, dass es ein sehr kräftiger Mann mit einem unschönem Ziel war.
Also legte er die Geige beiseite und schlug ein Bein über. Der Mann kam herein, der Fluggast. Sehr interessant.
Er hatte eine Waffe. Noch interessanter.
Und er war ins Zimmer eingebrochen, das war das interessanteste.
Der Fluggast musste wissen, dass Sherlock da war, sonst hätte er es leiser gemacht.
Huch?! Dachte Sherlock positiv überrascht. Ich schaffe ja in der Tat noch die eine oder andere Deduktion!
„Setzen Sie sich.“ Sagte er dann und machte eine Bewegung, die dem anderen den Schreibtischstuhl anbot. Der schien jedoch nicht zu einer Tasse Tee gekommen zu sein, mit raschen Schritten stand er neben Sherlock und hielt ihm die Waffe an den Hals. Holmes hatte immer noch die selbe Pose drauf, die Finger aneinander, gehoben, das Bein überschlagen, und obwohl er sehr nüchtern und ruhig aussah waren seine Sinne immer noch angeschlagen und so begann er fast zu kichern, als die Pistole seine Haut berührte.
„Ich war einmal in einem Schwimmbad und gut ein duzend Männer haben das mit mir gemacht, nur ohne die Chance, sie zu entwaffnen. Meinen Sie nicht, dass Sie mir gerade rein gar keine Angst machen.“
„Ich ihnen vielleicht nicht, aber jemand anders ihrem Assistentsmännlein.“ Damit zog er ein Telefon hervor, auf dem die eingespeicherten Namen abgebildet waren, ausgewählt war eine gewisse Gina, das Bild war groß neben dem Namen abgebildet.
Leider kannte der Detektiv weder den Namen noch hatte er die Frau je richtig gesehen, immerhin hatte er sich nur einmal ganz kurz zu ihr umgedreht um zu erkennen, dass sie genauso alt wie John war.
Also beugte er sich nur vor, kniff die Augen zusammen und legte die Stirn in Falten, während er sich das Bild ansah.
„Wer war das doch gleich?“ fragte er dann und sah nur kurz zu dem Besucher auf. In diesem Zustand konnte er sich wirklich keinen Reim darauf machen.
Bis auf ein genervtes Seufzen ließ der andere dann nichts mehr verlauten bis er den Detektiven mit der Waffe aufforderte aufzustehen.
Der war noch soweit bei Verstand, dass er es tat und sich dann locker neben den Bewaffnete stellte, als sei es ein Polizist vom Scotland Yard, den er durch ein paar nette Geschichtchen dazu brachte, ihm sämtliche Informationen zu geben, die er brauchte.
„Und wen meinten Sie mit Assistentsmännlein?“
„Den Mann, der mit ihnen eingecheckt ist.“
„Achso, nein, der ist ein Freund.“
Der nette Plausch wurde allerdings je beendet, als der Mann dem Detektiven genervt den Lauf der Pistole sehr schmerzvoll und unhöflich in den Hals rammte. Er beschränkte sich bei Worten einfach auf ein geschnauztes „Gehen“, dann drückte er die Waffe etwas tiefer.
Nicht, dass das gefährlicher war als die andere Position, aber sie tat etwas mehr weh.
Mit den Händen in den Hosentasche wollte sich Sherlock also in Bewegung setzen, aber der Mann hielt ihm am Ellenbogen auf und zog die Hand aus der Tasche. Dann nahm er dem Consulting Detective das Telefon weg und warf im Gang in den nächsten Mülleimer.
Der Weg war ganz angenehm, nicht zu warm und nicht zu kalt, auch die Füße taten Holmes nicht weh und im Moment konnte ihm anders nicht besser sein. Der Bewaffnete war etwas unangenehm, aber ansonsten war die Lage entspannend ruhig.
Als sie an der Bar und der Lobby vorbeikamen versteckte der andere seine Waffe im Mantel, aber jeder der beiden wusste, dass sie damit nicht vom Tisch war.
Schon nachdem sie an zwei Schildern mit der Aufschrift ‚Staff only‘ vorbeigekommen waren, war dem Detektiv das Ziel klar.
„Der Keller ist nur für Mitarbeiter.“ Flüsterte er dem Fluggast zu.
Der zog es vor, nicht zu antworten und riss eine Tür auf. Sie war nicht abgeschlossen, was Sherlock überraschte, aber das (und der Fakt, dass der andere einen Schlüsselbund hatte) ließ vermuten, dass hier alles geplant war und der Mann einfach aufgeschlossen hatte.
Der dunkle Abstieg war unangenehm und einmal wäre Holmes fast gestolpert, aber als sie unten eine weitere Tür passierten wurde die Stimmung nicht anders, dunkel, trockene Luft und mehrere Geräusche. Die modrige Luft holte den Detektiven ein kleines bisschen in die Realität zurück, aber ehe er sich umdrehen konnte und etwas sagen, war die Tür zugeschlagen und abgeschlossen.
Auch gut. Wenn es dunkel war musste der Lichtschalter her und der war vermutlich in der Nähe der Tür. Mit einem leisen Knacken sprang das Licht an und ging sofort in ein monotones Summen über.
Zum Umsehen gab es nicht viel, ein paar Waschmaschinen links, ein großer Apparat der etwas einsam an der hinteren Wand stand und rechts ein paar kleine Kisten voll mit Weichspüler, frischen Laken und all dem Kram, was nach Sherlocks Meinung niemand brauchte, aber trotzdem immer benutzt wurde.
Es wäre nun echt praktisch, mein Handy zu haben… dachte Sherlock verbissen und drehte sich ein paar Mal. Entweder musste er die Tür aufbrechen oder er verschmorte hier unten.
Nachdem er alle Apparate unter die Lupe genommen hatte blieb er bei der Waschmaschine hängen. Wenn er Wäsche hinein tat und kurz durchspülte wurde ein Signal an die Dienstbotenschaft des Hotels gesendet und die wollten dann die Wäsche rausholen. Und dann konnte Sherlock raus.
Dumm nur, dass die, nachdem sie fünf Minuten später eine Benachrichtigung erhielten, wussten, dass keine Wäsche mehr da war und dass das ein Fehler des Signals sein musste.
Also blieb der Detektiv erstmal da, wo er war.
Hoffentlich geht es John gut…

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 06, 2014 7:18 pm

Der Arzt und die Dame hatten es sich in Johns Zimmer an einem kleinen Tisch gemütlich gemacht, während über die Anekdoten der Dame aus ihrer Studiumszeit gesprochen wurde. Mittlerweile waren sie beim Du. Während Gina den anschein machte, als würde sie dem Arzt so ziemlich alles über sich erzählen, kam Watson nur eher selten zu Wort, an dem er hier und da noch was hinzufügte, an das Gina ihn erinnert hatte. Der Arzt fühlte sich im Moment recht wohl, am Abend mit einer netten Dame über Anekdoten ihrer und seiner Zeit zu plaudern. Dabei kam sie dem Arzt nicht so vor, als hätte sie schlecht absichten. Als Gina wieder am Punkt ihrer Freundinnen ankam, mit der sie damals eine Reise nach Florida gemacht hatte, fiel dem Arzt auch Sherlock wieder ein. Ob er heil in seinem Zimmer angekommen war und seinen Rausch ausschlief, den er von diesem Getränk erhalten hatte? Watson nickte geistesabwesend, als Gina meinte, dass Freunde doch manchmal ganz schön Stur sein konnte. Ohja, dass konnten sie wirklich. Aber jeder Mensch war irgendwo Stur, nicht nur die Freunde. Aber mit dem Stur bezog sich Gina wohl darauf, dass zwei ihrer Freundinnen um alles in der Welt in ein anders Hotel wollten, als Gina und eine weitere Freundin ausgesucht hatten. Dem Arzt hätte auffallen müssen, dass die Dame mit solchen, ja wie Sherlock sagen würde, fast schon langweiligen Geschichten nur Zeit schinden wollte. Aber John fiel es nicht auf. Warum auch immer, vielleicht hatte er es auch schon längst bemerkt und nur verdrängt, dass etwas mit der Dame nicht stimmte? Gina unterbrach sich in ihren Erzählungen, während John an seinem Glas Wasser nippte. Beide hatten sich noch ein Wasser eingeschenkt, dass im Zimmer jedes Gaste eigentlich immer vorhanden war. Nun kramte die Dame ihr Handy heraus und der Arzt richtete sich in seinem Stuhl leicht auf. Neugierig war er schon. Hatte Gina eine SMS bekommen? Es sah so aus. „Heute noch was vor?“ fragte John nach, woraufhin die Dame aufsah, kurz lächelte und sich fast gleichzeitig erhob. „Ja, das ist mir jetzt etwas unangenehm, aber ich sollte mich bei meinen Eltern mal melden. Seit ich hier bin, hab ich mich nicht mehr gemeldet und sie machen sich da eben immer ganz schnell sorgen. Es ist auch schon ziemlich spät…“ erklärte die Dame und Watson nickte. „Versteh ich,“ meinte der Arzt draufhin. Eigentlich verstand John es meist nicht. Denn Harry machte sich ja keine Sorgen um ihn, da war es eher andersherum der Fall. Hätte John nur einen Moment mehr nachgedacht, wäre ihm eventuell auch aufgefallen, dass diese Ausrede nicht unbedingt zu Gina passte. Sie war eine eigenständige Frau, schien nicht so ganz auf Eltern angewiesen zu sein beziehungsweise hatte nicht wirklich einen Sinn für Familie. Aber das merkte Watson nicht wirklich. Statdessen erhob er sich ebenfalls, lächelte er ihr auch zu und gab ihr die Hand. „Ja es ist schon spät. Das Stimmt. Wir…treffen uns Morgen?“ Gina nickte draufhin nur und ergriff die Hand. „Ich müsste eben auch mal nach meine Freund sehen. Vorhin war er nicht ganz…bei sich,“ so konnte es der Arzt wohl am besten Ausdrücken, für die benebelten Sinne seines Mitbewohners. Doch das hätte er besser unterlassen, denn im nächsten Moment zog Gina den Arzt in eine Umarmung, dabei lies sie Blitzschnell eine Hand hinter ihre Lederjacke fahren und zog ein Messer hervor, dass sie an Johns Bauch legte, nur leicht durck ausübte, dass diese bemerkte, was hier gerade geschah. Der Arzt war schon bei der Umarmung irritiert, doch als er dann einen Druck an seinem Bauchraum spürte, hob er überrascht seinen Blick. „Sherlock Holmes geht es bestimmt gut,“ hörte er Ginas Stimme, noch immer in der gleichen Position wie Sekunden zuvor. „Woher?....ich habe nie Sherlock namentlich erwähnt…,“ murmelte John skeptisch ohne sich groß zu Bewegen. Er wollte nicht riskieren, dass das Messer durch eine falsche Bewegung bedrohlicher wurde. Gina löste sich rasch vom Arzt, und erhob ihr Messer jetzt bedrohlich. „Schön, dass dir das auch mal auffält, Herr Doktor,“ meinte sie nun in einem völlig hämischen Tonfall. Watson musterte sie, hob minimal seine Hände an und zog eine Augenbraue nach oben. „Also war alles gelogen? Was wird das hier für ein Spiel?“ fragte er misstrauisch, verängte seine Augen. „Och, dass ich Gina heiße, war nicht gelogen. Aber weder bin ich Physikerin, noch habe eine große Familie. Kinder hass ich wie die Pest und du bist recht leichtgläubig,“ antwortete Gina und ihre Augen blitzten ebeson bedrohlich auf, als der Arzt einen Schritt auf sie zuging. „Nana, das würde ich nicht versuchen. Ich weiß sehr wohl, dass du Soldat warst. Ein Messer wie dieses hier, könnte dich nicht aufhalten aber die Erwähnung, dass mein Kumpane sich fast schon rührend um den Consulting Detective kümmert, hält dich davon ab, mir das Messer aus der Hand zu nehmen.“ Fast schon wie Watte fühlten sich die Worte der Dame in seinen Ohren an. Unendlich weit entfernt, während seine trägen Gedanken von ruhe auf hektik umstiegen. Alles was Gina erzählt hatte, diente dem Zweck John abzulenken, damit man an den angetrukenen Detectiven rankam? „Wo ist er?“ zischte Watson nun ziemlich verächtlich. Wie war das doch noch gleich mit Lügen? Von Lügen hielt der Arzt noch nie sonderlich viel. Notlügen in äußersten Maßnahmen zu einem guten Zweck, ja. Alles andere, nein. „Ach dem geht es gut, da wo er ist. Aber damit das so bleibt, sollten sie gefälligst auch das tun, was ich sage,“ antwortete Gina in einem gespielten, verführerischen Ton. Sie wirkte selbstsicher, als wüsste sie, dass das was sie vor hatte, auch so funktionierte. „Sie…“ John schritt erneut recht wütend auf Gina zu, spürt allerdings sogleich die Klinge an seinem Hals. „Uh, nicht frech werden,“ erhielt der Arzt die Antwort auf sein Handeln. Die Dame zog aus ihrem Hosenband Handschellen heraus und war sie dem Arzt zu. Dieser fing die Handschellen perplex auf. „Na los, festmachen. An der Heizung!“ befahl sie in einem ungeduldigen Tonfall und wedelte mit dem Messer wie eine Pistole herum. John blickte der Dame ungläubig in die Augen. Alles, alles was er in den letzten Stunden gehört hatte, war gelogen. Schon wieder hatte er sich hinters Licht führen lassen. Wie bei Pete. Konnte Watson nicht mal auf ehrliche Menschen treffen? Wieso suchte er sich immer gerade die aus, die in etwas verwickelt waren. Zu welchem Preis würde diese Geschichte nun wieder ausgehen? Wie ging es dem Consulting Detective? Was wurde hier gespielt? Der Arzt hätte mit leichtigkeit der Dame das Messer abnehmen können, doch das Leben seines Mitbwohners wollte er dann auch nicht gefährden. Wer war der Kumpane der Dame? War er schon unten an der Bar und John hatte ihn nicht bemerkt? War es am Ende noch der Barkeeper der mit Gina gemeinsame Sache machte? Watson folgte wiederwillig der Anweisung der Dame, marschierte mit einem Blick bei der Dame behaltend auf die Heizung zu, kettete dort den einen Teil der Handschelle an und sah auf. Gina allerdings blieb hart. „Du sollst dich mitanketten,“ säuselte sie nun fast schon unheimlich Liebevoll. Diese Frau war dem Arzt nun total fremd. Pete, ein längjähriger Freund hatte sie schon so verändern können, dass es nieman merkte. Diese Fähigkeit schien auch die Frau zu beherrschen, sich in die Person hineinzuversetzen, die sie vorgab zu sein. Wieso um alles in der Welt hatte er nun nicht bemerkt, dass die Dame ihn anlog, etwas ganz anderes als ein Pläuschen halten wollte? Watson konnte nichts anderes tun, also ließ er den anderen Teil der Handschelle um sein rechtes Handgelenk wandern. Gina grinste vor sich hin. „Ich versteh nicht, was das soll? Weshalb das ganze…Gina?“ fragte der Arzt, der nun neben einem Heizungsrohr an der Wand lehnte. „Ach tu doch nicht so unwissend. Sie und Sherlock Holmes sind doch schon längst dahinter gekommen, dass wir uns den Diamanten krallen wollen.“ Der Arzt horchte augenblicklich auf. Was sollten sie? John wusste von nichts. Hätte Sherlock davon wind bekommen, hätte dieser es ihm doch erzählt. Schließlich war der Detective, was Verbrechen anging, immer so euphorisch und froh über einen intressanten Fall. Nun vielleicht war dieses Verbrechen auch nicht weiter nennenswert, so dass der Detective es gar nicht erwähnte. Oder aber die einfache Variante. Wirklich keiner der beiden wusste von diesem Verbrechen, dass wohl dabei war gerade stattzufinden. Leicht zuckten die Mundwinkel von John, weil er wusste, dass Gina somit einen kleinen Tipp verraten hatte, was hier vor sich ging. Vielen Dank für die Information, dachte sich der Arzt. „Was, gefällt es dir an der Heizung angekettet zu sein? Schade, dass du und der Detective wohl bald nicht mehr viel von unserer kleinen Show hier mitbekommen werdet. Sobald das Schlafmittel einsetzt, werdet ihr lieblich in die Träume entgleiten.“ Gina interpretierte Johns winziges lächeln völlig falsch. Wie gut, dass Frauen gern plauderten, denn so erhielt der Arzt eine Wertvolle information zu dem Plan hier. Ein bisschen fühlte sich der Arzt an ein paar alte Fälle zurückerinnert, an dem sie genauso in Bedrängnis geraten waren. John sah auf, behielt den Blick auf Ginas Messer. Dieses senkte sie nun und zog einen Schlüssel aus ihrer Tasche, möglicherweise für die Handschellen und ließ ihn dann wieder in ihrer Tasche zurückfallen. „Bist eben doch nur ein kleines Assistentsmännlein,“ meinte sie mit einem großen Grinsen. Von wegen. John war mehr als das, doch eben fühlte er sich doch als wäre er ein nichts. Zum zweiten mal an diesem Abend war er zu blind um zu erkennen, wer wirklich hinter der Scheinbar nette Fassade steckte. Er hatte Sherlock allein gelassen und das noch in seinem Zustand. Aber musste er denn gleich mit irgendwelchen Experiementen anfangen? Die Dame kehrte zum Lichtschalter und löschte das Licht im Raum, bevor eine ins Schloss fallende Tür das verschwinden von Gina ankündigte. Nun war John allein an der Heizung gekettet, ein Verbrechen würde anscheinend stattfinden und Sherlock war wohl auch irgendwo in den Fängen dieser Verbrecher. Aber was waren das überhaupt für „Verbrecher“ die bloß einen Diamanten stehlen wollten? Er und Sherlock sind auch schon mit ganz anderen Leuten fertig geworden. Doch man konnte schlecht etwas unternehmen, wenn man angekettet war. „Wagt es ja nicht irgendjemandem ein Haar zu krümen, weder Sherlock noch sonst irgendjemandem,“ rief er in die Dunkelheit Gina nach. Mit sonst irgendjemanden waren die Hotelgäste gemeint. Ein Blutbad wäre furchtbar. Aber hatte die Dame nicht von einem Schlafmittel gesprochen? Wie wollten sie es verbreiten, damit alle Hotelgäste in einen Schlaf versanken? Außerdem hätten sie den Diamanten, wenn er den wirklich hier im Hotel war, doch einfach steheln können, wenn die Besitzer an der Bar oder der Lobby waren. Wie konnte John denn nicht bemerken, dass Gina ihn nur Benutzt hatte, damit ihr Komplize zu Sherlock konnte. Irgendwo musste die Dame sich doch verstrickt haben, bei ihren Erzählungen, oder sie war einfach so gut, dass sie sich nichts anmerken ließ. Watson seufzte blickte sich in seinem Zimmer um, dass allein vom Mondlicht durch den Wolken erhellt wurde. Dann wanderte sein Blick zu den Handschellen. Erst zerrte er ein mal daran, dann ein zweites mal auch ein drittes, viertes und fünftes mal versuchte er sich von den Rohren loszureißen. Diese waren allerdings fiel zu fest, als dass sie sich lösten. Da war jeder versuch zwecklos. All seine Kraft steckte der Arzt in die Versuche, doch brachte er sich nicht von den Handschellen los. Entkräftet ließ er seinen Kopf an die Wand gleiten. Er musste hier wegkommen, Sherlock suchen, die Gäste warnen, bevor das Schlaffmittel, oder was das auch für ein Pulver gewesen sein soll, ins Hotel gelangen konnte.
Erneut suchte John sein Zimmer nach etwas hilfreichem ab, doch ihm fiel nichts ein, was ihn aus den Handschellen hätte befreien können. Kein Öl, dass er durch die Handschellen rutschen konnte, keine Säge, womit er vielleicht die Heizungsrohren hätte zersägen können. Ach all das waren doch nur wirre Ideen, nichts weiter. John senkte seinen Blick auf den Boden, als er etwas auffunkeln sah. Im Mondlicht schimmerte etwas auf, nahe der Heizung. Eine Klammer? Ob die die Dame verloren hatte? Oder war es eine einfache Büroklammer? Egal was es war. Es war der einzige Strohalm im Moment, der ihn hier rausbringen könnte also ergriff er diese Möglichkeit auch. Mit der einen freien Hand, versuchte er sich so zu drehen, um an die Klammer rankommen zu können. Damit könnte er eventuell das Schloss knacken. Doch noch kam der Arzt da nicht heran. Wie es Sherlock wohl gerade ging? Wo hatten sie ihn überhaupt hinverfrachtet?
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 06, 2014 9:31 pm

Sherlock saß im Heizungsraum fest. Er hatte nun bemerkt, dass der Apparat für die Temperaturen im Hotel zuständig war, aber leider brachte ihn das auch nicht weiter. Was sollte er denn schon tun? Etwa so heiß drehen, dass alle flüchteten? Aber wovor denn? Wollte der Mann einen Mord begehen? Nein, das durfte es eigentlich nicht sein, dann hätte er Sherlock nicht wegsperren müssen, es musste etwas sein, das an ihm zu sehen war, er musste dann Sherlock wegsperren, damit der es nicht allen zeigte. Wenn es ein Mord wäre würde er die Person einfach um die Ecke bringen und verschwinden, es musste also ein Diebstahl sein, oder? Wenn er etwas in seinen Besitz nahm, dann konnte er einfach im Hotel bleiben und… Nein, das war unschlüssig… Irgendwann würde die Abwesenheit des Detektives auffallen und ein Misstrauen über die Leute legen, das dem Dieb unangenehm würde, aber… Es traf Sherlock wie einen Blitz. Aber natürlich! John und er mussten morgen die Zimmer bis zehn Uhr geräumt haben und wenn der Mistkerl die Schlüssel für ihre Zimmer hatte und die auf den Tisch der Lobby legte würde alles wie eine gehetzte Abfahrt aussehen!
„Oh, so ein böser Dieb.“ Sagte Sherlock leise und lächelte auf diese schadenfrohe aber doch für sich selbst erfreute Art. „So ein böser, gerissener Dieb!“
Und hatte er nicht erst beim Vorletzten Frühstück diese Reiche Familie bemerkt, die beim einchecken den Safe-Schlüssel ihres Zimmers gefordert hatten?
Sherlock rieb sich die Hände. Das Was hatte er schon mal geklärt, die letzte Hälfte des Wer kam jetzt.
Er stand wieder am Eingang der Bar und sah sich um. Die Frau saß also hier, da vorne waren Sherlock und John.
Sherlock verzog sein Gesicht. Hatte er wirklich so ausgesehen? Das war jetzt peinlich.
Trotzdem konzentrierte er sich rasch wieder auf das wesentliche und sah sich um. Der Barkeeper fragte gerade nach Johns Wunsch, das Getränk des Detektivs stand fast unberührt neben ihm.
Da der Keeper es gemischt hatte musste er dazu gehören(…Der sich dazuverdienen wollte. Sherlock fragte sich, wie er so blind hatte sein können), und wer war nun derjenige, der John im Schach hielt? Immerhin musste doch, wenn Sherlock bekannt war, auch John bekannt sein.
Natürlich, die Frau. Sherlock drehte sich um. Nachdem er sich einmal zu ihr heruntergelehnt und neben ihr auf die Knie gegangen war, war er sich sicher, dass es ein Messer sein musste.
Er wusste nicht viel über die Frau, immerhin hatte er sich nur einmal  zu ihr rumgedreht, aber eine Pistolenträgerin hätte er bemerkt.
Sehr gut, das Wer war geklärt, nun ging es um John. Wo war er? Er war sicher mit der Frau gegangen, also in ein Zimmer. Nur wie sollte er ihn dort erreichen? Sein Handy war noch immer, umgeben von Verpackungsmüll und vermutlich benutzten Taschentüchern, in einem Mülleimer.
„Keine Fragen, nur Antworten“ rief sich der Detektiv leise vor Augen, dann versuchte er sich vorzustellen, wie es wohl um John stand. Da die Frau nicht zulassen konnte, dass man einen Mann in ihrem Zimmer fand mussten sie in Johns Zimmer verschwunden sein. Aber das passte nicht zu dem anderen Motiv…
„Sie wollen mich als Täter, natürlich! Sie müssen nur mein Gepäck verschwinden lassen und morgen sieht es aus, als sei ich abgereist. Für John finden sie sicher auch noch einen passenden Ort.“ Nach diesen kurzen Worten verschwand Sherlock wieder in Johns Zimmer. Gedanklich versteht sich.
Sie wollen, dass er bleibt wo er ist. Für Schlaftabletten oder irgendein Zeug, das eine derart passende Wirkung erzeugt ist er zu klug (innerlich ohrfeigte Sherlock sich) also auf die alte Art. Sie können vermutlich niemanden entbehren also müssen sie ihn im Zimmer einsperren. Am besten außer Reichweite der Tür, an der er laut pochen könnte. Nehmen wir einmal an, er ist gefesselt. Es gab kaum sichere Methoden, das Bett ließ sich anheben, der Schrank ebenso, der Tisch und Stühle sowieso also konnte man ihn nicht an deren Beine binden, er hätte sich zu leicht befreien können. In seinem eigenen kleinen John-Zimmer sah Sherlock die einzelnen Methoden mit John als Modell mit passender Befreiungsarbeit.
Was wäre wenn…? Sherlock spreizte die Finger und strahlte, er hatte einen Einfall.
Natürlich, es musste die Heizung sein! Sherlocks John versuchte verzweifelt seine Fessel von der Heizungsstange zu befreien.
Nun musste man es noch logisch machen- Ein Seil ließ sich entknoten oder im Falle des Falles aufschneiden, vermutlich war es eine Handschelle, und Sherlock hatte die Situation vor sich.
Sehr gut, nun hatte er schon Was, Wer und wie es John ging. Irgendwie musste er dem Arzt nun von seiner Lage erzählen. Und da hatte der Consulting Detective natürlich auch eine Idee.
Im Militär musste man sich sicher mit Morsezeichen auskennen. Sherlock setzte einfach einmal darauf und war mit wenigen Schritten bei dem Heizungsregler. Damit konnte die Temperatur der Heizungen umgestellt werden, unabhängig davon, was in den Zimmern eingestellt war.
Damit konnte man im Winter etwas wärmere Luft verbreiten während man im Sommer die Gemeinwärme etwas herunterdrehte.
Es war zum Glück ein sehr vereinfachter Drehregler, der alles regelte.
Dreimal rasch hintereinander drehte Sherlock das Ding bis zum Anschlag und dreimal wurde es an den Heizungen warm, dann suchte Sherlock Holmes seinem Gedächtnis nach dem H. Viermal kurz aufdrehen. Das musste seine Initialen ergeben. Wenn John gut kombinieren konnte, und nach einer so langen Wohngemeinschaft mit dem Weltweit einzigen Beratenden Detektiv musste der auch sonst sehr kluge Doktor sich doch zusammenreimen können, welches Spiel hier gespielt wurde.
Zwar wusste der andere nicht, wie der ehemalige Militärarzt antworten sollte, aber sicher war es beruhigend, dass es dem Partner gut geht. …Und inzwischen schon wieder klar denken kann. Fügte Sherlock schadenfroh lächelnd hinzu.
Apropos… Der Kater würde entsetzlich werden.
In der Tat spürte Holmes schon ein leichtes Ziepen in den Schlägen, aber das musste er jetzt ignorieren, wenn er hier herauskommen wollte.
Auf seiner Frageliste fehlte noch das Wie für Wie verhindern.
Und wie sie verhindern wollten, dass die Besitzer den Verlust oder gar das Wegnehmen mitbekamen. Vermutlich musste etwas sie aufhalten. Aber was war das? Etwas Offensichtliches? Das würde zu viel Aufmerksamkeit bedeuten, sie mussten also etwas machen, dass nicht auffiel.
Die Besitzer kurzerhand zu Kidnappen, bevor sie in ihr Zimmer kamen wäre auch schon zu auffällig und würde sich nicht mit dem Motiv des raubenden Sherlock vereinbaren lassen.
Sie aber wegen eines Vorfalls unten in der Bar zu behalten war zu offen. Dann musste irgendetwas passieren, dass Natürlich war, also etwas, dass man später beweisen konnte, kein plötzlich Verletzter, der nur schauspielerte und den man dann später entlarven könnte.
„Nein, da muss etwas hin, dass sie alle da behält, ohne das sie es bemerken.“ Flüsterte Sherlock. Er war jetzt nicht in der Gegenwart oder in der Vergangenheit, jetzt war er in der Zukunft und wieder in der Bar.
„Karaoke?“ Eine singende Person tauchte auf einem Tisch auf, verschwand aber schon bald. „Zu unwahrscheinlich.“
„Eine Rede des Hotelbesitzers?“ Ein Mann tauchte in der Ecke des Raumes auf und hielt eine Ansprache, jedoch verblich auch er schon bald. „Der würde nie bei einem so banalen Verbrechen mitmachen. Zumal es von außerhalb kommt.“
„Das Ehepaar betrunken machen?“ Die beiden, von denen Sherlock dachte, dass sie die Opfer sein würden lehnten nun an der Bar und kicherten wie Zwölfjährige, auch sie verschwanden. „Nein, sie achten darauf, was sie trinken, nie würden sie beide zu viel trinken.“
Plötzlich erschien Irene Adler neben Sherlock Holmes und er drehte ihr den Kopf zu. Sie sagte nichts und schaute ihn nur aus tiefen Augen an. Sie hatte die Haare hochgebunden und außer des Detektivs Mantel nichts Weiteres an. Der wollte sie gerade mit einer Handbewegung wegwischen, da legte sie ihm einen Arm auf die Schulter, die ihr abgewandt war und verschwand von selbst.
Natürlich! Betäubung!
Nur wie? Die beiden allein wäre zu auffällig, also sie alle.
Aber natürlich! Sherlock schlug sich vor die Stirn.
Das war es gewesen, was er gegriffen hatte, als er nach einem Wasser über die Bar gegriffen hatte und in dem für die Gemeinheit verborgenen Fach unter der Fläche gestöbert hatte. Kein Komisches Behältnis, eine Gasmaske!
„Wie konnte ich verdammt nochmal so blind sein?“ Sherlock legte die Hände an die Schläfen und kniff die Augen zusammen.
Inzwischen war der Kater angekommen. Seine Schläfen pochten und es lief ihm kalt den Rücken hinab.
Er musste hier dringend raus, John warnen und den Besitzern bescheid geben, sonst war er in schlimmen Schwierigkeiten. Aber es war einfach so, dass der Detektiv zu wenig Wasser und zu viel Alkohol für seinen Körper getrunken hatte. Das reichte um den Lebensmittel entwöhnten Mann KO gehen zu lassen.
In diesem Moment fühlte er einen Tritt gegen den Kopf und er kippte vornüber. Das Flackern der kleinen Glühbirne erlosch und Sherlock Holmes verlor das Bewusstsein.

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John Watson
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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jul 11, 2014 12:18 am

John hatte nun schon alle möglichen Positionen ausprobiert, sich wohl auf die komischsten Art und Weisen verrenkt um an die Klammer zu kommen, die etwas oberhalb an der Heizung lag. Doch es funktionierte einfach nicht, dass er diese an sich nehmen konnte. Ein letztes mal drehte er seine angekettete Hand, so dass sie nicht allzu schmerzte, wenn er sich versuchte mit seinem restlichen Körper auszustrecken um an die Klammer zu kommen, spreizte seine Finger und…bekam die Klammer wieder nicht zu fassen. Dabei war er nur immer ein paar Zentimeter davor, sie zu berühren. Völlig geschafft lehnte er sich zurück an die Wand, drehte sein Handgelenk in der Handschelle und seufzte auf. Vielleicht half es, wenn John überlegte was Sherlock in solch einer Situation tun würde? Laut um Hilfe schreien? Eher weniger, es musste einen Grund haben, warum sie John kein Tuch in den Mund gestopft haben oder hatten sie es einfach nur vergessen? Dafür wirkte der Plan eigentlich viel zu durchdacht, dass Gina und ihr Komplize, wer auch immer das nun sein sollte, etwas vergessen würden. Der Arzt lies seinen Blick zu seinem Handgelenk wandern, bewegte seine Finger an der angeketteten Hand leicht und verzog schmerzend das Gesicht. Er musste sich sein Handgelenk wohl leicht gezerrt haben, bei den Versuchen an die Klammer zu kommen. Aber davon mal abgesehen, war die Tatsache, dass hier gerade ein Verbrechen im Gange war, das John nicht verhindern konnte und zudem schien Sherlock ebenfalls in einer selben misslichen Lage zu sein. Wo sie ihn wohl hingebracht hatten? Der Arzt lies seinen Kopf fast schon müde an die Heizung gleiten und besah sich sein Zimmer nach irgendeiner Verlängerungsmöglichkeit seines linken Armes an. Irgendwas musste doch herumliegen, was ihn helfen würde, an die Klammer zu kommen. Watson lies seinen Blick zum Tisch schweifen, an dem immer noch die zwei Weingläser standen, die aber mit Wasser gefüllt waren. Notfalls hätte er die als Armverlängerung genommen, doch sie waren für den Arzt viel zu weit weg. Auf seinem Nachttisch lag sein Handy. Da konnte er auch nicht ran, sonst hätte er schon längst Sherlock und die örtliche Polizei verständigt. Stopp! Sherlock konnte er ja wohl nicht mal erreichen. Gina und ihr Komplize mussten ihm sicher sein Handy abgenommen haben. Wieso hatten sie dann Johns nicht auch mitgenommen? Im Eifer des Gefechts vergessen? Während Watson weiter sein Zimmer nach einer geeigneten Armverlängerung absuchte, merkte er die Strapazen in den letzten Stunden durch seine Glieder wandern. Erst Petes Scheinhochzeit, Amys Leben retten, eine holprige Taxifahrt, der Regen, einen betrunkenen Sherlock ins Zimmer schicken, sich mit einer Dame nett unterhalten, die ihn letztendlich noch an die Heizung kettete, während ein Verbrechen von ihr im Gange war und nebenbei so alles von ihrer Erzählung zusammengewürfelt hatte, dass nur der Name stimmte. Wenn überhaupt. John verfluchte sich selbst, so blind gewesen zu sein um nicht zu erkennen, dass die Dame anderes im Schilde führte, als den Arzt näher kennen zu lernen. Die Augenlieder des ehemaligen Militärarztes wurden schwerer und schwerer und mit Sicherheit wäre er eingeschlafen, hätte er nicht ein gleichmäßig bekanntes Geräusch gehört. Morsezeichen! Wie oft wurde er im Militär mit solchen konfrontiert? Eilig hob er seinen Kopf, immer noch der gleich schnelle Reflex wie früher, wenn er etwas verdächtiges zu Ohren bekam. Seine Müdigkeit blinzelte er weg, konzentrierte sich auf die langen und kurzen Geräusche die irgendwo vom inneren der Heizung herkommen mussten. Wer würde denn Morsezeichen schicken? Wie ein Blitz durchfuhr es ihm, als er die Zeichen in seinem Kopf dem Alphabet zuordnete, auch wenn er einige Zeit dafür brauchte. Der Arzt war sich sicher, dass es ein H. gewesen sein musste. Ein H. aber wofür? John lies seinen Kopf zurück an die Heizung gleiten und fast Zeitgleich fiel ihm der Stuhl ins Auge, an dem der Detective noch heute Morgen platz genommen hatte, um auf John zu warten, der sich für die Hochzeit fertig gemacht hatte. Natürlich H. stand für Holmes. Er musste die Morsezeichen geschickt haben, die Geräusch von der Heizung aus. Hieß das, Ginas Komplize hielt Sherlock hier fest? Hier im Hotel? Denk nach, wo könnte er sich aufhalten? animierte sich der Arzt selbst zum denken. Doch gerade fiel es ihm so entsetzlich schwer, zu denken. Er war einfach nur müde, wollte schlafen und Morgen nur mit Sherlock ein Frühstück genießen. Warte, wo kamen die Morsezeichen her? Von der Heizung. Und wo führten die Heizungsrohre normalerweise hin? In den Hotelkeller, schoss es ihm durch den Kopf. Wenn John also richtig nachgedacht hatte, war Sherlock im Hotelkeller.  Gut, oder auch weniger gut. Aber wenn der Detective Morsen konnte, dann musste es ihm doch gar nicht so schlecht gehen, oder? Watson war sich in dem Zustand des Detectives nicht so sicher, insbesondere weil er ja Betrunken in seinem Zimmer ankam. Ruckartig hob John seinen mittlerweile wieder müde gesenkten Kopf. Was wenn Sherlock vor der Ankunft in sein Zimmer schon von Ginas Komplizen abgefangen und in den Hotelkeller gesperrt wurde? Konnte sich Sherlock wegen einer Waffe nicht wehren? Und wieso sperrte man ihm im Hotelkeller ein? Hätte John Sherlock nach oben begleitet und wäre nicht bei dieser Dame geblieben, dann hätte sie dieses Dilemma hier jetzt gar nicht. Schluss mit den Vorwürfen, schalte sich der Arzt und ließ einen Blick erneut durch sein Zimmer wandern. Er müsste hier endlich raus um Sherlock zu helfen, die Hotelgäste vor einem Anschlag zu warnen und die Polizei zu informieren. Doch dazu musste er erst mal an die Klammer. In Johns Blickfeld trat plötzlich sein Schuh vom Anzug, der neben dem Bettgestell des Bettes lag. Daran müsste der Arzt doch rankommen! John streckte seine Füße aus, schaffte es den Schuh an sich heranzuschieben und ergriff diesen mit seiner freien Hand. Wie dumm, dass Gina nicht daran gedacht hatte, seine Beine bewegungsunfähig durch ein Seil miteinander zu verknoten. John streckte er sich erneut, diesmal mit dem Schuh in seiner freien Hand, legte die Schuhsohle auf die Klammer und schob so diese zu sich. Ein zufriedenes lächeln kam dem Arzt über die Lippen, als er die Klammer in seine frei Hand nahm, sie mit einer Hand etwas zurecht bog, was natürlich ebenfalls Zeit in Anspruch nahm und diese Klammer dann in die Öffnung des Schlüssels an der Handschelle um jene zu knacken. Immer wieder lockerte er die Klammer, drehte sie nach links und nach rechts, während Johns Gedanken darum kreisten, weshalb man Sherlock in den Keller sperrte. Was wollte man damit bezwecken? Konnte man ihn nicht in der nähe Gebrauchen, für das Verbrechen? Natürlich musste Gina und ihr Komplize geahnt haben, dass Sherlock etwas von ihrem Verbrechen ahnte und hatte ihn deswegen weggesperrt. In dem Punkt waren wohl beide Verbrecher nicht die hellsten, denn weder John noch Sherlock, so dachte Watson, hatten wirklich etwas davon erfahren. Aber man würde so oder so dahinterkommen, dass Gina und ihr Komplize den Diebstahl begangen hatten, spätestens dann wenn man merkte, dass sie nicht mehr auf ihre Zimmer waren. Automatisch blickte John auf die Kommode nahe der Tür und legte den Kopf mit erweiterten Augen schief. Wo war sein Zimmerschlüssel? Er war sich sicher, dass er ihn auf die Kommode gelegt hatte. Auf einmal machte es irgendwo in Johns normal funktionierend Hirn klick und ihm kam eine Idee, was in den Köpfen der Verbrecher vorging. Sie hatten Johns Zimmerschlüssel genommen um ihn an der Rezeption abzulegen und zu zeigen, dass er ausgecheckt war. Sherlocks Schlüssel musste demnach dann auch dort liegen, wenn er schon im Keller eingesperrt war, denn ein unabgegebener Schlüssel würde aufsehen erregen. Doch weshalb täuschte man vor, dass beide ausgecheckt hatten? Vielleicht, damit man meinen könnte, dass er und John etwas mit dem Verbrechen zu tun hatten, während Gina und der Komplize Seelenruhig Morgen früh auscheckten, mit der Beute im Gepäck und nicht in Verdacht gerieten? Watson wusste es nicht, konnte sich nur etwas zusammenreimen. Endlich ertönte das ersehnte Geräusch, dass das Schloss aufgegangen sein musste. Und dem war glücklicherweise sogar so. Der Arzt zog hastig sein schmerzendes Handgelenk daraus, rieb es ein paar mal und erhob sie eilig um als erstes zu seinem Handy zu stürzen. Dennoch musste er sich kurz an der Heizung festhalten, um der schwärze vor seinen Augen Zeit geben zu weichen. War er doch nach dem längeren Sitzen etwas zu schnell aufgestanden. Kaum legte sich die schwärze, nahm er im Schein des Mondlichtes sein Handy an sich, wählte Sherlocks Nummer, doch zeigte es kein Empfang. Bitte was? Jetzt wo er Empfang brauchte, war plötzlich keiner da. Toll. Trotzdem lies Watson sein Handy in seine Hosentasche sinken, ging dann auf seine Zimmertür zu und fand sich auf dem Flur wieder, der bereits Stockdunkel war. Hätte der Arzt die Belüftungsanlage am Ende des Ganges und in seinem Zimmer selbst bemerkt, so wäre ihm vielleicht der Gedanke gekommen, dass die Verbrecher dadurch das Schlafmittel verbreiten wollten, doch hatte er eben diese Belüftungsfilter nicht bemerkt. Watson kümmerte es nicht, dass der Flur dunkel war und selbst als er die Treppen nach unten zur Lobby eilte, störte ihm die Dunkelheit nicht. Es drang genug Mondlicht durch die vorhandenen Fenster und das reichte um seine Hand vor Augen sehen zu können. Es musste ziemlich späte beziehungsweise recht früh sein, wenn sich auch die Angestellten schon zurückgezogen hatten. Der Arzt schätzte die Uhrzeit etwa auf Mitternacht bis ca. ein Uhr, doch genau konnte er es nicht sagen. Dazu wäre dann wohl eher Sherlock fähig gewesen. John rannte die Treppen zum Keller hinunter, stieß die Metalltür auf und fand sich in einem kleinen, nur von einer Lampe beleuchteten, Flur wieder. Mehrere Türen waren den Flur entlang gereiht, doch welche war die, hinter der sich Sherlock befand. Der Arzt schritt den Gang entlang, bedacht nicht doch dem Komplizen über den Weg zu laufen. „Sherlock!“ rief er nach seinem Freund. Ob er ihn überhaupt hören konnte? Was, wenn dieser Komplize ihn doch noch irgendwie KO gesetzte hatte, oder ihn anderweitig verletzt hatte? Er wiederholte einige male Sherlocks Namen im lauten rufen. Beim letzten: „Sherlock, wo sind Sie?“ ahnte John nicht im geringsten, dass Gina und der Fluggast sich an der Lüftungsanlage des Hotels zu schaffen machten.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jul 12, 2014 5:00 pm

Man träumt nicht, wenn man bewusstlos ist. Meistens nicht, es werden unterschiedliche Sachen gesagt. Die einen träumen wirr, die anderen sehen Schwarz, wieder andere haben nur schwache Erinnerungen oder können sich nur ans Aufwachen erinnern. Aber wie immer hatte Sherlock Holmes seine ganz eigene Version. Auch von Bewusstlosigkeit.
Er war wieder in seinen Gedankenpalast gesunken und sah unterschiedliche Leute und Menschen, die auf ihn einredeten. Aber sein Kopf schwirrte und er torkelte in den Gängen umher, auf der Suche nach einem Ausgang.
Seine Beine fühlten sich an, als steckten sie in Betonklötzen, seine Arme hingen herab, die Stimmen hämmerten auf sein Gehirn ein ohne einen Sinn zu geben.
Schließlich ging Sherlock in die Knie und kippte vornüber, aber statt des Mamor seines Gedankenpalastes spürte er kalten Beton an der Wange. Eine Stimme hob sich jetzt von den anderen ab, wie als würden die anderen hinter einer Ecke stehen und dieser eine trat nun aus der Menge hervor.
„Sherlock!“
John! Sherlock wälzte sich und wollte den Arm heben, aber die Müdigkeit lag noch auf seinen Knochen wie als würde er in einem Sumpf versinken.
„Sherlock, wo sind Sie?“
Der Angesprochene wusste das ganz genau, aber er konnte nichts Richtiges sagen!
Er war in dem Raum mit den vielen Waschmaschinenreihen, zwischen der letzten und der vorletzten Reihe, weil er eine Zeit lang unruhig im Keller hin und her gegangen war als er über die Fakten nachgedacht hatte.
Wie sollte er John auf sich aufmerksam machen? War das überhaupt John, oder nur eine Einbildung? Im Gedankenpalast standen ja auch andere Leute rum, die ganz sicher nicht in diesem Hotel waren. Aber ein Versuch würde es wert sein.
Sherlock nahm seine gesamte Kraft zusammen und riss den Arm hoch. Er landete leider nur schwach auf der benachbarten Waschmaschine, dafür aber auf dem Knopf. Mit einem lauten, klackenden Geräusch schnappte die Klappe auf und Sherlock, der nun endlich wieder bei Bewusstsein war, gegen den Kopf.
Mit neu gewonnenen Schwung erhob er sich, rieb sich den Kopf etwas benommen und wäre fast wieder rückwärts umgekippt, hätte er sich nicht an der Waschmaschine festhalten.
Er sah etwas mitgenommen aus, bleich mit dunklen Augenringen und blutleeren Lippen.
„Warum lag ich auf dem Boden?“ murmelte er und stützte die Ellenbogen auf seinen Untersatz.
Da aber jeder Versuch sich zu erinnern nur schwer war und nichts brachte setzte Sherlock sich schließlich schwankend in Bewegung um John zu suchen.
„John!“ rief er, hielt sich immer noch die Stirn und ab zur Seite umzukippen und bahnte sich seinen Weg zu dem Arzt.
„Die Tür, die Luft, der Mann, ihre Begleitung!“
murmelte er, als würde es etwas an der Situation ändern können.
„Die Tür darf nicht zufallen…“ Mit diesen Worten hastete er zu der Tür, entdeckte aber schon bald, dass sie so weit offen war, dass sie nicht zufallen konnte und lief in Johns Richtung zurück.
„John, sie müssen ihren Pullover über Mund und Nase ziehen. Das sollte fürs erste reichen.“ Sherlock trug nur das Hemd, was ihn schwer schützen würde, hoffte aber, er könne die erste Zeit auch ohne Schutz überstehen.
„Hier entlang, kommen Sie schon.“ Bei den Treppen verhaspelte sich Sherlock Holmes immer wieder.
Er war ausgezehrt und kalter Schweiß stand ihm noch auf der Stirn, er fühlte sich auch nicht sonderlich gut, aber er wusste, was er zu tun hatte, also setzte er seine Gefühle auf die unterste Stufe.
Unterdessen waren die zwei Personen an dem Belüftungsschacht fertig geworden und verschwanden in Richtung Zimmer. Von außen her mochte es immer noch Zeugen geben, die sehen konnten, wie zwei zur Fraglichen Zeit das Gebäude verließen. Also lieber im Zimmer mit Gasmasken sitzen und warten.
Wer geht schon gerne Risiko ein?
Sherlock Holmes unterdessen war immer noch mit der dritten Stufe beschäftigt, das Gesicht immer noch frei. Also, die dritte Stufe von unten, in der Tat hatte er mehrmals neu anfangen müssen, weil er stolperte, strauchelte oder herunter fiel, dass die Situation wichtig war und er dadurch hektisch wurde machte es nur noch schlimmer.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jul 12, 2014 7:06 pm

John hatte sich gehetzt umgesehen. Irgendwo musste Sherlock doch zu finden sein. Nur, warum antwortete er nicht? Was hatte der Komplize von Gina ihm angetan? War er verletzt, bewusstlos oder vielleicht sogar…Nein. Das konnte nicht sein. Sherlock hatte ihm doch vorhin noch ein Morsezeichen gegeben, er war noch am Leben. John hoffe es zumindest. Aber was würde es für einen Sinn ergeben, den Detective umzubringen? Dann würde man doch gleich dahinter kommen, dass andere Leute im spiel sein mussten. Watson blickte sich zwischen Türen und Gängen um. Manche Türen waren verschlossen, andere öffneten sich schwer, ein Gang war eine Sackgasse, der andere kam John endlos lange vor. Gehetzt blieb der Arzt stehen, als er eine Stimme hörte die deutlich nach ihm rief. Sofort rief er noch ein mal nach Sherlock und kehrte bereits um, um auf die andere Stimme zuzulaufen. Als der Detective bei ihm im Gang ankam, sah der Arzt ihn einen Moment erschrocken an. Der Consulting Detective sah noch schlechter aus, als John es vermutet hatte. Dunkle Augenringe, blasses Gesicht, also noch viel blasser als sonst und fast schon farblose Lippen. In einer normalen Situation hätte der Arzt ihm sofortige Bettruhe und ein glas Wasser verordnet. Aber das hier war keine normale Situation. Sie mussten zwei Verbrecher aufhalten einen Diamanten aus einem Hotelzimmer zu stehlen und kämpften dabei sozusagen noch gegen die Zeit an. Denn das Schlafmittel würde sich irgendwann im ganzen Hotel breit machen. Der Detective erwähnte vollkommen gehetzt etwas von Tür, Luft, Mann und Begleitung. Mit Tür musste er wohl die Kellertür gemeint haben, Luft, das wusste auch John, würde bald nur so vom Schlafmittel wimmeln. Was mit Mann gemeint war, konnte der Arzt nicht genau zu ordnen. Vielleicht war ein Mann der Komplize seiner Begleitung. Aber wie sah er aus, wer war er genau? John wollte Sherlock schon stützen, als dieser bedrohlich schwankte aber in dem Moment war er schon zu Tür nach vorne gestürzt, um zu sehen ob diese offen war. „Keine Sorge die ist nicht zugefallen!“ rief John ihm nach, wollte ihm hinterherrennen, doch da kam der Detective auch schon wieder zurück und gab die nächsten Anweisungen. Wenn Sherlock jetzt schon den Befehl gab, Mund und Nase zu schützen musste er den Verdacht haben, dass das Mittel schon bald im Umlauf sein würde. Watson warf einen Blick auf seinen Pulli und dann zu Sherlocks Hemd. Ein Pulli war im Vergleich zu einem Hemd um einiges Dicker und der Arzt war auch nicht blöd, um zu wissen, dass ein Pulli mehr Schutz vor verunreinigter Luft gab, als ein einfaches Hemd. Während Sherlock mit weiteren worten sich schwankend zum Ausgang aufmachte, dachte der Arzt fieberhaft nach, wo sie beide denn geeigneten Mundschutz herbekommen könnten. John zog seinen Pulli über Mund und Nase und folgte Sherlock, der bei der untersten Treppenstufe nach oben zur Lobby angekommen war. Der Arzt nahm mehrere Treppenstufen gleichzeitig, vermutete das der Detective direkt hinter ihm war, während er weiter über einen Mundschutz nachdachte. In Schulen gab es oftmals kleine Krankenzimmer, an denen sich die Schüler hinlegen konnten, wenn es ihnen nicht gut ging. Dies musste es bei Hotels doch auch geben, natürlich mit einer geeigneten Krankenschwester oder einem Arzt. Zumindest musste es ein Arztzimmer bei großen Hotels geben, bei kleineren war das eher nicht der Fall. Ob dieses Hotel nun ein Arztzimmer hatte oder nicht, konnte John nicht einschätzen. Er wusste es einfach nicht. Gesehen hatte er auf jeden fall noch keines, bei seinem kleinen Hotelrundgang neulich. Aber es gab mit Sicherheit einen Raum extra für die Putzkräfte, damit diese dort ihr Eimer, Wischmops und Waschmittel aufbewahren konnten. Doch wo lag dieser gleich noch mal. Der Arzt erinnerte sich, dass er bei einem Rundgang in der Lobby eine Putzkraft, ihn freundlich anstrahlend, in einen kleinen Raum auf der anderen Seite der Lobby verschwunden war. Dies könnte wohlmöglich der richtige Raum sein, den er suchte. Aber gab es dort auch so etwas ähnliches wie einen Mundschutz? Manchmal mussten Putzfrauen doch mit chemischeren Waschmitteln arbeiten, dass ein oder zwei schon mal einen Mundschutz tragen mussten, oder? Der Arzt blickte sich um, er war auf der letzten Treppenstufe nach oben zur Lobby angekommen. Als er hinter sich blickte, konnte er keinen Sherlock erkennen. Wie schuppen fiel es dem Arzt von den Augen und er hätte sich gerne mit seiner flachen Hand an die Stirn geklatscht, wurde eine nicht am Geländer festhalten und die andere noch von den verrenkungen der Handschellen schmerzen. Der Detective hatte schon im Keller so ausgesehen, als würde er jeden Moment umkippen, also wie sollte er dann ohne jegliche Hilfe den Anstieg der Treppe schaffen? Ob es wirklich nur das Getränk war, dass ihm so zugesetzt hatte? John beeilte sich wieder nach unten zu Sherlock zu kommen. Dieser kämpfte sich an der dritten Stufe von unten ab und kam kaum voran. Es war kaum eine Frage, dass John das so nicht mit ansehen konnte, lies seinen Pulli los und griff wortlos nach dem freien Arm des Detectives, der nicht mit dem Treppengeländer beschäftigt war, legte den Arm über seine Schultern und begann so ihn zu stützen, damit der Aufstieg Sherlock leichter fiel. Wie lange würde es wohl dauern, bis sich das Mittel in der Luft verbreitet hat? Bis es in die Luft kam, würde es wohl kaum eine Minute dauern, aber wie lange brauchte es bis es sich in der Luft verbreitete und wann würde es anfangen, bei den Gästen zu wirken? Der Arzt war den Verbrechern nicht über dem Weg gelaufen, auch nicht unten im Hotelkeller. Ob sie sich noch an der Lüftungsanlage zu schaffen machten oder ob sie schon irgendwo mit ihren Masken saßen und warteten bis das Mittel zu wirken begann? Den halben Teil der zwei Treppen nach oben hatten sie schon geschafft, nun musste der Rest doch auch noch gehen. John konnte sich kaum erinnern Sherlock jemals in solch eine Zustand gesehen zu haben und genau das bereitete ihm Sorgen. Was wenn dieses Getränk nicht nur mit unterschiedlichste alkoholischen Mixe an Getränken enthalten hatte, sondern auch irgendeine andere Substanz, die den Detective so lahm legte? Noch schlimmer, was wenn es Gift war? John hätte nicht viele Möglichkeiten dem Detective zu helfen, wenn Gift im Getränk gewesen war. Aber hätte der Detective dann nicht schon früher so schlecht aussehen müssen? Der Arzt berief sich innerlich zur Ruhe, denn vielleicht war es wirklich die unterschiedlichsten alkoholischen mixerrein im Getränk, die Sherlock so zusetzten. Erst mal mussten sie in der Lobby ankommen, sich dann richtigen Mundschutz besorgen und dann schleunigst zusehen Verbindung zur Polizei zu bekommen. Weshalb hatte John bloß kein Netz, als er die Polizei versucht hatte anzurufen. Steckten die Verbrecher denn auch dahinter?
Erneut warf der Arzt einen Blick zu seinem Mitbewohner. Mittlerweile hatten sie den Anstieg der zweiten Treppe nach oben zur Lobby gewagt und auch wenn sich Sherlock immer noch sehr abkämpfte, kamen sie doch deutlich schneller voran. „Wir sind gleich in der Lobby“, informierte John Sherlock ruhig. Was sie dann aber machen sollten, wusste John einfach nicht. Wann merkte man denn, wenn das Mittel sie erreicht hatte? Würden sie sofort einschlafen oder von Zeit zur Zeit schläfriger werden? Der Arzt hob den Blick, als er den Ein und Ausgang von der Lobby ins Freie von ihrer Treppenstufe aus schon leicht erkennen konnte. Plötzlich wurde dem Arzt klar, dass die Suche nach den Mundschützern sicher eine weitere Zeit in Anspruch nehmen würde. So lange hatten sie doch sicher nicht mehr Zeit. Die Mundschützer würden auch nur für eine geraume Zeit das Mittel abhalten, sicher nicht für lange. Sie hätten schon Gasmasken gebraucht um nicht von dem Mittel angegriffen zu werden. Also gab es nur eine Option. Sie mussten das Hotel verlassen, eine Telefonzelle suchen und dort die Polizei verständigen. Die Verbrecher konnten sie unter diesen Umständen nicht so einfach aufhalten. Mit viel mühe waren sie an der obersten Treppenstufe zur Lobby angekommen und als der Arzt sich sicher war, dass Sherlock sie vorerst am Geländer festhalten konnte, lies er ihn los um gleichzeitig nach seinem Hand in der Hosentasche zu suchen. Dieses zog er heraus, spürte die bleierne Müdigkeit, die ihn vorhin schon beim Aufstieg der Treppe heimgesucht hatte und warf einen Blick auf seinen Empfang. Doch er hatte keinen einzigen Balken. Ob das Telefon an der Rezeption funktionierte? Wohl eher nicht, die Verbrecher würden sicher das Kabel abgeschnitten haben, oder? Der Arzt lies sein Handy zurück in seine Hosentasche sinken, gerade noch rechtzeitig, denn so hatte er seine gesunde Hand frei um sich am Geländer gegenüber von Sherlocks Geländer festhalten zu können. Da war erneut dieses Gefühl, als würde man ein ganzes Klavier auf seinem Rücken schleppen. Seine Beine wurden schwerer als noch zuvor und sein Sichtfeld verschwamm vor Müdigkeit. Langsam lies sich der Arzt am Geländer hinab auf eine Treppenstufe gleiten, da nun auch seine Füße aufgaben, seinen Körper zu tragen. John erinnerte sich, dass es ihm genauso ging, als er damals in Afghanistan verwundet wurde. Um jeden Preis versuchte er gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die sein Blutverlust damals hervorgerufen hatte, doch hatte er es nicht wirklich geschafft, wach zu bleiben. Die Augenlider des Arztes wurden schwer, als er einen Blick zum Consulting Detective warf. Diesem schien es nun genauso zu ergehen. Konnte das wirklich sein? Würden sie es nicht schaffen, Gina und ihren Komplizen aufzuhalten, zur Tat zu schreiten? Der Arzt wandte sich zu Rezeption an der Lobby. Dort stand das Telefon. So greifbar und doch schien es jetzt unendlich weit entfernt zu sein. Oh ja, das Schlafmittel begann zu wirken und hatte sich schneller in der Luft verbreitet als Gedacht.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jul 12, 2014 8:52 pm

Sherlock war zu stolz und zu faul um John nachzurufen, dass er hier Probleme hatte. Er wusste jetzt schon, wie gerne John den anderen alles erzählen würde. Besonders bei Anderson würde die Geschichte auf Anklang stoßen. Allein dieser Gedanke veranlasste den Detektiven mehr Kraft schöpfen, sehr unelegant legte er den Oberkörper auf das Geländer und schob sich hoch.
Das funktionierte recht gut, bis Sherlock den Fuß falsch aufsetzte, umknickte und wieder zur dritten Stufe abrutschte. Also hatte ihm die Aktion nichts gebracht, bis auf einen schmerzenden Fuß extra.
Er kniff die Augen trotzig zusammen und versuchte es noch einmal, aber dann sah er eine Silhouette am Treppenabsatz. John, na bitte. Warum nicht gleich so?
„Die haben mich in den Keller gesperrt!“ nuschelte er und ließ sich von seinem Freund mitzerren. „Man sperrt mich nicht einfach in den Keller.“ Murmelte er weiter, als sie immer höher kamen, aber den meistteil murmelte er nach unten weil sein Kopf schwer wurde.
Wenn nur die Augenlider nicht so schmerzen würden. Es war wie der entsetzliche Wunsch einfach schlafen zu können. Ich habe heute doch schon so viel gemacht. Eine Pause ist doch das mindeste, was ich bekommen darf, oder? Fragte sich Sherlock, schüttelte dann aber den Kopf um den Gedanken los zu werden und erinnerte sich daran, dass er seine Beine auch benutzen konnte. Der letzte Teil wurde so theoretisch leichter, aber das Gefühl, sofort schlafen zu können machte sich immer breiter.
Johns Worte nahm Sherlock nicht wirklich wahr, er hörte nur, dass er etwas sagte, den Sinn musste er erst einmal herausfiltern. Kaum hatte er das geschafft- und das dauerte gut eine halbe Minute- da knurrte er etwas. „Woanders führt die Treppe auch nicht hin.“ Warum kämpften sie sich hier eigentlich noch ab? Man könnte sich doch ebenso gut hinlegen und schlafen. Treppen waren nicht so ungemütlich, wie sie vielleicht aussahen.
Wieder verlagerte der Detektiv sein Gewicht falsch und rutschte eine Stufe hinunter. Ein weiterer stechender Schmerz durchfuhr sein Fußgelenk und er biss die Zähne zusammen. Jetzt war es nicht mehr zu ignorieren, es tat durchgehend weh. Schwer atmend kam er schließlich am Treppen Absatz an und ließ sich nach vorne fallen um John nicht mehr eine Last zu sein. Der dumpfe Schmerz in seinen Handflächen als sie seinen Aufprall abfingen ging an ihm vorbei wie der scharfe Luftzug eines vorbeifahrenden Fahrzeuges.
Die Luft hier oben war so wie immer, aber sie roch anders. Sherlock drehte sich auf den Rücken und während um ihn herum alles in Zeitlupe zu laufen schien öffnete er den Mund um besser Luft zu bekommen. Dann wurde ihm bewusst, worum es hier ging und er riss den Arm zum Gesicht um Mund und Nase in der Armbeuge zu vergraben. Sherlock roch Schweiß und Moder, aber nicht das Zeug, das ihn so schläfrig machte und das war das gefährliche. Er drehte sich auf den Bauch und rappelte sich auf. Auf allen vieren kroch er zu John hinüber und lehnte sich an die Wand um erst einmal wieder zu Atem zu kommen. Wenn er jetzt ein bisschen die Augen schloss, dann könnte er sie in fünf Sekunden wieder öffnen und weiter machen. Dann hätte er neue Energie und wäre wesentlich funktionaler. Also schloss er kurz die Augen, öffnete sie aber nicht wieder.
Sie waren plötzlich viel zu schwer und er rutschte an der Wand herab, sodass nur noch sein Kopf an der Wand lehnte. Der Arm rutschte vom Gesicht auf den Boden.
Es ist wirklich jedes Mal überraschend, wie gemütlich ein harter Boden sein kann, wenn man nur müde genug ist. Sherlock Holmes, der fast nie schlief, würde schon in wenigen Minuten schlummern wie ein kleines Kind. Er hatte aber noch Zeit, in seinem Kopf einen kleinen Plan zu bearbeiten.
Zwar war er wach und wieder bei relativ gutem, geistigen Zustand- von physischem guten Zustand konnte nun wohl nicht die Rede sein- aber außer dem festen Vorsatz, nie wieder etwas unüberlegtes zu tun, konnte er nichts ordentliches mehr tun.
Er warf noch einen letzten Blick zu John, der hatte auch sichtliche Mühe, etwas anderes außer Schlafen im Kopf zu haben und schon stieß er seinen Vorsatz um. Er tat etwas sehr unüberlegtes.
Obwohl seine Arme sich wieder anfühlten, als seien sie von fest gewordenem Schlick überschüttet schaffte er es, sich zu drehen und auf die Empfangstheke zuzurobben. Dann riss er die Arme hoch um sie auf die Kante eben dieser zu legen, aber leider war sein Sehvermögen beeinträchtigt. Der Consulting sah nur verschwommen und sein dreidimensionales sehen war dementsprechend auch abgeschabt. Mehrere Meter vor dem Telefon und der Rettungsmöglichkeit ließ Holmes seine Arme wieder hart auf den Boden fallen.
Das war zu viel für ihn.
Jetzt schliefen sie alle, dann sollte er das auch dürfen.
Mit diesem Gedanken rollte sich der Detektiv wie eine Katze ein, es war herrlich gemütlich, gähnte und schlief ein.
Des Weiteren kann noch gesagt werden, dass sowohl er, als auch John später noch von dem Mann besucht wurden.
Dem hatte Gina aufgetragen, einen Rundgang zu erledigen, um zu sehen ob alles den Maximalen Ansprüchen genügte.
Mit einem nicht mäßig schadenfrohen Gesicht tippte der sie einmal mit der Fußspitze an und murmelte etwas abfälliges, dann trat er kurz vor die Tür, wo es begonnen hatte zu nieseln.
Er trat heraus, schloss sorgfältig ab, damit nicht zu viel Luft hineinkam und ging dann vor das Vordach, damit er ordentlich durchatmen konnte.
Ein kurzer Blick ließ ihn wieder beruhigt das Hotel betreten- draußen war nichts los, was gefährlich werden konnte.
Von dem zarten Luftzug überrascht zuckten Holmes Lider kurz, aber als ihm eine Hand auf die Schulter gelegt und leise ein „Es ist alles in Ordnung“ gemurmelt wurde, war er tatsächlich primitiv genug, weiter zu schlafen.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Sa Jul 12, 2014 10:49 pm

Johns Augenlider waren für diese Nacht ruhig geschlossen und er könnte beinah behaupten noch nie so gut und so traumlos geschlafen zu haben, wie in jener Nacht.
Ein Windstoß lies ihn seine Augen öffnen, ein zwei mal blinzelte er, bevor der Arzt richtig erkennen konnte, wo er war. Er saß immer noch auf der Hoteltreppe am Geländer gelehnt, beide Hände hatten in seinem Schoss geruht. Wieso saß er gleich noch mal hier und nicht in seinem Bett, in sein Zimmer wo er hingehörte? Ahja da war ja die Gina und ihr Komplize die es ernsthaft fertig brachten Schlafmittel in einem Hotel zu verbreiten um damit das ganze Hotel in Schlaf zu versetzen, um dann unentdeckt sich einen Diamanten einer reichen Familie an sich zu reißen und damit zu flüchten. Ebenfalls unentdeckt. Wann waren sie gleich noch mal gegangen? Vielleicht im Morgengrauen? Taten so als wären sie ganz normale Gäste die früher losmussten, sich ein Taxi geholt haben und sind mit dem Diamanten und allen anderen Schmuckgegenständen in der Reisetasche abgereist. Aber wieso um alles in der Welt kam hier ein Luftzug rein? Der Arzt drehte sich halb Schlaftrunken um und blinzelte erneut. Die Sonne schien von den Fenstern und dem Eingang aus in die Lobby. Dieser war offen und draußen konnte man Blaulichter erkennen. Wer hat denn die Polizei verständigt? dachte sich der Arzt und erhob sich vorsichtig von seiner Stufe, hielt sich am Geländer kurz fest und wagte dann die restlichen Schritte nach oben zur Lobby. Und überhaupt, weshalb haben die Polizisten ihn und Sherlock dann nicht geweckt? Bei dem Gedanken seines Mitbewohners flogen seine Blicke suchend durch die Lobby. Er konnte sich noch ganz wage daran erinnern, dass sich der Detective gestern noch zur Rezeption geschleppt hatte, aber dann war John auch schon in den Schlaf gefallen. Bei einem zusammengerollten etwas, dessen Körper sich gleichmäßig hoch und senkt, blieben seine Blick nun hängen. Aha, er hatte fast bis zur Rezeption geschafft. Ein Wunder, dass er das überhaupt noch konnte. Vielleicht wäre John ja weiter gekommen, wenn er es noch mal versucht hätte? Aber das bezweifelte er, dafür war das Schlafmittel einfach schon zu stark. Noch mals drängte sich die Frage auf, weshalb man ihn und Sherlock nicht geweckt hatte oder warum weit und breit keine Notärzte waren, die sich vorsorglich um Hotelgäste kümmerten. John ging nur wenige Schritte auf den Ein und Ausgang des Hotels zu und blieb dann wie angewurzelt stehen, als durch diesen ein mehr als vertrautes und ziemlich genervt aussehendes Gesicht trat. Greg Lestrade? War er jetzt auch schon für Verbrechen in Edinburgh zuständig? „Ah, der erste ist aus dem Tiefschlaf erwacht, was?“ scherzte er schon fast und kam auf John zu. Watson wollte seinen Mund öffnen um was zu sagen, schloss ihn jedoch wieder, zog seine Stirn kraus und schaute ihn verständnislos an. „Wie kommen Sie hier her? Warum haben Sie uns nicht geweckt?“ Lestrade schien ein verschmitztes, gönnerisches lächeln auf dem Gesicht zu haben und dennoch genervt zu wirken. Wieso bloß? „Wie ich hier herkomme? Bei mir kam ein Anruf für eine Bestätigung an, dass ich angeblich auf den Weg nach Edinburgh wäre, was ich aber bis dato nicht war und in meinem Büro in London saß!“ pfefferte er dem Arzt schon beinahe entgegen. „Ich konnte mir natürlich denken, dass nur Sherlock dahinterstecken konnte und meinen Dienstausweis mal wieder an sich genommen hat. Kurzfassung also, in London gab es ziemlich wenig zu tun, ein paar kleine Delikte, nichts weltbewegendes, daher habe ich mir gedacht, dass ich euch beiden doch mal nach Edinburgh hinterherreise um zu sehen, ob nicht die Kollegen dort schon die Nase voll von einem Consutling Detective haben, der sich um ihre Fälle kümmert. Als ich an der Dienststelle angekommen bin, und das war heute ca. vor einer Stunde, kam ein Anruf von einem Passanten der es ziemlich merkwürdig fand an einem Hotel vorbeizugehen und keinen der Angestellten vor dem Eingang herumhuschen zu sehen zumal berichtete er, dass der Eingang nicht mal offen war, wobei sonst dieses Hotel den Eingang immer offen lies,“ Lestrade machte eine kurze Pause bevor er weitersprach: „Ich dachte mir schon, dass sich da jemand mal wieder zu viele Gedanken macht und überall ein Verbrechen sieht, wo keines zu finden ist. Aber die Lieben Kollegen hier haben anscheinend genauso wenig zu tun, wie wir zurzeit in London. Also sind sie hier her, ich natürlich mit, wenn ich schon mal hier bin und fanden dann euch beide in Tiefschlaf versunken vor. Ansonsten war kein Rezeptionist oder sonstiger Hotelgast in der Lobby. Uns kam das ziemlich merkwürdig vor, so haben wir erst mal noch die Feuerwehr verständigt, weil wir ein giftige Gas vermuteten, die Feuerwehr aber bestätigte uns dann, dass es Schlafmittel sei, welches sie scheinbar im ganze Hotel ausgebreitet hat. Das wiederum erklärte uns dann diese Menschenleere. Mehrere Notärzte riefen wir fürsorglich, während wir in jedem Hotelzimmer ordentlich durchlüfteten. Aber keine Sorge, den meisten geht es gut, manche haben sich beim Sturz in den Tiefschlaf eine Platzwunde zugezogen, aber mehr nicht. Der Großteil lag eh schon in den Betten. Mittlerweile stehen Angestellte wie Hotelgäste draußen und beklagen sich, wie so etwas nur geschehen konnte…“ nun war es John der Lestrade schroff unterbrach. „Und warum haben Sie Sherlock und mich dann nicht geweckt?“ fragte er erneut nach. Mit einem winzigen, angesäuerten Unterton. „Nun, da es nur Schlafmittel war, hab ich persönlich beschlossen Sie noch eine Runde schlafen zu lassen. Schließlich hat ihr Mitbewohner erneut meinen Dienstausweis geklaut, da verdient es auch eine kleine Strafe. Außerdem ist Schlaf im vergleich zu ein paar Stunden in der Zelle äußerst gemütlich, denn einsperren hätte ich euch beide durchaus können, wegen unerlaubtes nehmen eines Diensausweise und damit verbundener Vortäuschung ein Beamter zu sein. Und nun zu meiner Frage. Was ist hier geschehen?“ Ehe der Arzt zu einer Antwort ansetzen konnte, hörte man von der Treppe schon wieder aufgeregte rufe. Eine Dame kam hinab und beklagte sich darüber, dass ihr Diamant nicht mehr in ihrem Zimmer war. Ein weiterer Polizist kam in die Lobby und versuchte die Frau damit zu Beruhigen, dass sie sich darum kümmern würden. Anscheinend auch Inspector wie Lestrade, mit dem Unterschied das er wohl für Edinburgh und Umgebung zuständig war. Während sich also Lestrade und der andere Inspector um die Dame kümmerten, machte sich John kopfschüttelnd auf den Weg um Sherlock zu wecken. Mittlerweile dürfte das Schlafmittel sowieso an Wirkung verloren haben. John ging neben Sherlock in die Hocke und rüttelte mit einem leisen „Sherlock“ an seiner Schulter. Wohlmöglich lies sich der Detective diesen Fall nicht durch die Lappen gehen und der Arzt stellte sich darauf ein, dass es zwischen dem hier zuständigen Inspector und dem Detective heute noch eine Kabbelei geben würde, sollte die Frage bei der Dame auftauchen, ob ein Detective oder ein Inspector besser war, um ihren Diamant wiederzubekommen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 13, 2014 3:17 pm

Sherlock schlief selig lächelnd auf dem Boden der Lobby. All die Sorgen des Tages schienen von ihm abgefallen und es sah aus, als träume er einen besonders angenehmen Traum, umso verstimmter war das Gesicht, als er mit einem Rütteln geweckt wurde.
„Noch ein bisschen schlafen…“ murmelte er abwesend und drehte sich auf die andere Seite, da wurde ihm bewusst, dass er auf etwas hartem lag.
Entsetzt schlug er die Augen auf, als die Erinnerungen ihn heimsuchten, und sah in Johns Gesicht.
„John!“ rief er aus und rappelte sich auf. „Die Diebe! Die Diebesware! Der Heizungskeller! Lestrade?“
Das musste doch eine Einbildung gewesen sein! Das Gesicht hinter der Tür hatte einfach nur ähnlich ausgesehen! Der Inspector konnte nicht in Edinburgh sein! Und wenn doch war der Detective in mittelschweren Schwierigkeiten. Was nicht hieß, dass er die brauchte, sie waren einfach lästig und Zeitaufwendig.
Mit ein paar schnellen Schritten war Sherlock bei der Tür angelangt und wollte sie gerade öffnen, da nahm er leichte Spuren getrockneten Schmutzes war. Schmutz, wie man ihn vorfand, wenn jemand durch den Regen gegangen war, da draußen die Sonne schien und der Dreck schon trocken war musste er von jemand anders als den ach so wunderbar unvorsichtigen Polizisten kommen. Anhand von Größe und Art des Abdrucks konnte Sherlock sehen, dass es von einem Mann war und da er das Profil erkannte war er sich sicher, dass es der Mann war, der hier so gedankenlos seine Identität preisgegeben hatte.
Warum hat er uns nicht weggebracht…? Schoss es Sherlock durch den Kopf, als er sein Handy herauszog und feststellen musste, dass es ungefähr zur Zeit ihres Tiefschlafes geregnet haben musste und dieser Mann durch die Lobby gestiefelt war.
Jedoch wurde sein Gedankengang schon bald unterbrochen, von einem äußerst aufgebrachten Detective Inspector.
„Endlich. Ich dachte schon, dass Sie nie aufwachen.“
Sherlock richtete sich gerade rechtzeitig für Lestrade auf.
„Also, warum haben Sie meinen Ausweis genommen?“
„Weil es sonst ein Verbrechen von mir wäre, die Waffe mit über die Grenze zu nehmen.“
„Es ist schon fast ein Verbrechen, Sie ohne Grenzüberquerung an eine Waffe zu lassen!“
„Wer ist das?“ Die Beraubte hatte sich vorsichtig an die beiden gewandt.
„Sherlock Holmes. Beratender Detektiv. Der beste.“
„Und der einzige. Lassen Sie sich nichts einreden, Ma‘am. Das ortsansässige Ermittlungsteam hat den Auftrag schon angenommen.“
„Richtig. Ich. Detective Inspector Hennessy.“ Ein dritter Mann hatte den Schauplatz betreten und gab der Dame die Hand. „Sie können sich sicher sein, dass wir den Täter in wenigen Tagen gestellt haben.“
Bevor Sherlock etwas sehr unhöfliches und sehr abfälliges sagen konnte hatte Lestrade ihm die Hand auf den Rücken gelegt und ihn ein paar Meter von den anderen weggeschoben.
„Es tut mir ja für Sie leid.“ Sagte er dann nicht sehr überzeugend. „Aber in diesem Fall fungieren Sie nur als Zeuge.“
Das konnte Sherlock Holmes so natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Er entwand sich des Griffes und kehrte zu dem DI und der Bestohlenen zurück.
„Sie können sich ja entscheiden, meine Dame. Wer überlässt denn gerne Anfängern die Arbeit?“
Das fing ihm einen wütenden und einen verwirrten Blick ein. Als Lestrade auch zurückkam und die Lage verstand wurde es ein wütender mehr.
„Würde ich auch sagen.“ Entgegnete Hennessy und ließ Holmes nicht aus dem Blick. „Wer überlässt schon gerne Leuten die Arbeit, die man gar nicht kennt?“
Sherlock machte ein geschocktes Gesicht und es war nur zum Teil gespielt. „Haben Sie kein Internet hier, Mann?“ fragte er dann und erdolchte sein Gegenüber mit seinen Blicken. „Ich bin Sherlock Holmes!“
Der englische Detective Inspector startete daraufhin einen neuen Versuch, das Schlimmste abzuwenden und zog den Detektiven zurück ins Innere des Hotels.
„Ich warne Sie, Sherlock, versuchen Sie jetzt nicht den großen Macker zu markieren, das sind gute Leute da draußen.“
„Aber nicht gut genug!“
„Das denken Sie!“
„Und was ich denke ist meistens richtig. Ah, kleine Verbesserung: Immer.“
„Was war jetzt eigentlich mit meinem Dienstausweis, wie haben Sie den eigentlich bekommen?“
„Ich habe ihn mir genommen.“„Sie wissen, dass das Diebstahl…“
„Sie haben ihn ja wieder!“
„Nein, darum geht es nicht. Illegales Aneignen Beamteneigentums. Sie haben sich als Beamter ausgegeben und das kann hart bestraft werden.“
„Ich bitte Sie!“ Sherlock legte den Kopf in den Nacken, lachte und breitete die Arme aus. „Wann haben Sie mich denn schon mal bestraft? Sie brauchen mich!“
„Noch nicht, aber wir können gerne damit anfangen!“

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 13, 2014 4:36 pm

Der Arzt war noch kurz in seiner knieenden Postion sitzen geblieben, während er dem Consulting Detective hinterher sah, der sich aufgerappelt hatte und auf die Tür zusteuerte, kurz inne zu halten schien und sich dann nach draußen aufmachte. Watson erinnerte sich daran, dass Sherlock gestern, oder war es heute gegen Mitternacht gewesen?, auf jeden Fall war Sherlock an der Treppe mehrmals mit seinem Fuß umgeknickt. Jetzt hatte es den Anschein, als würde er nicht mehr allzu viel davon spüren, denn der Detective hatte nur eines im Sinn, seinen Fall. Das war John klar. Dennoch würde der Arzt sich vornehmen, ihn später nach dem befinden seines Fußes zu fragen. Watson drehte ein mal kurz sein gezerrtes Handgelenk. Es schmerzte nicht mehr allzu sehr von gestern, daher nahm er an dass er das durch dem ruhigen schlaf zu verdanken hatte. Wahrscheinlich war es mit Sherlocks Fuß ähnlich. John erhob sich, warf einen Blick zu der Tür. Dort schienen sich mittlerweile der hier zuständig Inspector, Lestrade und Sherlock über den Fall zu raufen. Wo war er denn hier? Im Kindergarten, bei einer Horde von Kindern die alle nur eine Beschäftigung wollten? Der Arzt grinste, lehnte sich kurz an die Rezeption und atmete tief durch, um den Rest seiner Müdigkeit weichen zu lassen. Dann machte auch er sich auf nach draußen, blieb aber ebenfalls kurz stehen als er Spuren von Dreck am Lobbyboden ausmachte. War der Detective etwa deswegen kurz stehen geblieben? Wegen einfachen Schmutz? Bestimmt musste Sherlock sich wieder was dabei gedacht haben und John übersah mal wieder das Offensichtliche. Aber das war dem Arzt vorerst egal. Jetzt musste er erst mal die Löwen da draußen ruhig stellen, die sich um den Fall wie um ein Stück Fleisch rauften. Der Arzt trat durch die Tür und begutachtete die Gruppe unter dem Vordach. Rechts und Links standen an dem Bürgersteig sämtliche Hotelgäste, welche Antworten auf ihre Fragen von den Angestellten verlangten. Watson war das Eindeutig zu viel Tumult. Er schritt vorerst zu einem der Dienstwagen der Polizei, lehnte sich an diesen und verschrenkte die Arme, während er erneut einen Blick über die Hotelgäste schweifen lies und sich dann voll und ganz auf das Gespräch der Inspectoren und Sherlock konzentrierte. Kurz huschte ein grinsen über Johns Gesicht, als die Worte Anfänger zu ihm ans Ohr kamen. Ein Fehler Sherlock Holmes als Anfänger einzustufen, was er am Anfang ja nicht anders getan hatte. Bis sein Mitbewohner fast alles über sein Leben erzählt hatte. Und unbekannt war der Detective auch nicht, schließlich erschien er mehrmals in der Woche in der Times, wurde in seinem Blog genannt und sonst gab es sicherlich auch viele Interneteinträge über ihn. John hob seinen Kopf und beobachtete wie Sherlock erneut beiseite gezogen wurde, diesmal aber ins innere des Hotels. Dies war doch seine Chance, die Bogen ein wenig zu glätten. Watson atmete erneut tief durch und marschierte dann in Richtung des Inspector Hennessy und der Dame. Als er dort ankam, zog er seine Hände aus den Hosentaschen und stellte sich mit einem Dr. John Watson sowohl bei der Dame als auch bei Inspector vor. „Sie waren auch im Hotel, Sie müssen wir später ebenfalls noch befragen“, kam der Kommentar des hier zuständigen Inspectors. „Das können sie gerne tun, aber leichter wäre es, wenn sie mit dem da,“ John nickte kurz zum Hoteleingang in dem der Inspector und Sherlock verschwunden waren „ zusammenarbeiten würden. Hören Sie, ich bin sein Mitbewohner, begleite Sherlock Holmes bei der Aufklärung seiner Fälle. Wenn Sie ihn nicht kennen, dann lesen sie in meinem Blog. Ich versichere ihnen das alles was dort geschrieben steht, der Wahrheit entspricht. Auch wenn es ihnen verrückt vorkommen mag, wie Holmes an seine Fälle herangeht. Detective Inspector Lestrade kann ihnen nur bestätigen, dass sie hier den besten Mann für einen Fall wie diesen haben. Eine Zusammenarbeit beider Parteien wäre hier von großem Vorteil, meinen Sie nicht?“ Der Detective Inspector Hennessy schien kurz zu überlegen, doch die Dame war schneller: „Wir ziehen diesen, wie nannte er sich noch gleich?“ fragte die bestohlene Dame und wohl bald die Klientin von Sherlock und ihm. Fast wie auf einen Reflex antwortete der Arzt: „Beratender Detektiv.“ Die Dame nickte und wiederholte nun noch mal ihre Entscheidung: „Wir ziehen den Beratenden Detektiv hinzu. Ich will meinen Diamanten so schnell wie möglich wieder haben. Hatten Sie eine Ahnung wie teuer der war? Außerdem ist es ein Familienerbstück“, erklärte sie und sah dabei den schottischen DI beschwörerisch an. Dieser begann erneut zu versichern, dass sie auch ohne Sherlock auskamen doch die Dame blieb hartnäckig. John verschrenkte bei den nächsten Worten die Hände lächelnd hinterm Rücken. „Wissen Sie denn was im Hotel geschah? Nein, also. Der Doktor und dieser Detective waren in der Lobby, als wissen sie mehr als Sie“, lautete die höchst aufgeregte Antwort der bestohlenen Frau. Der schottische DI musste nun Fieberhaft überlegen, was er dagegen erwidern konnte. Wandte sich aber dann doch geschlagen an Watson. „Und was soll ich sagen?“ fragte er entnervt. „Sagen sie einfach, dass sie an eine Zusammenarbeit interessiert sind und überlassen uns ebenfalls das Ermitteln. Sherlock wird seinem Weg folgen, Sie ihren. Wenn wir Anhaltspunkte haben, setzen wir Sie davon in Kenntnis, das gleiche gilt aber auch umgekehrt. So sollten beide Seite davon profitieren“, erklärte John. Die Dame nickte und meinte, dass sie das sogar sehr gut fand, schließlich hörte sich für sie alles gut an, wenn so ihr Hab und Gut schneller gefunden werden konnte. John nickte erneut, wandte dann seinen Blick zum Eingang und schritt die drei Stufen zu diesem Hoch um Sherlock und Lestrade aus ihrer Diskussion zu holen. Zwischen Tür und Angel blieb der Arzt stehen und schnappte die letzten Worte von Sherlock und Lestrade auf. Ein grinsen flog über seine Lippen. „Hey, hey Kinder. Immer mit der Ruhe. Lestrade, sie haben uns auf den Boden schlafen lassen, obwohl sie uns hätten wecken können. Ist das nicht Strafe genug? Sie können ihn ja immer noch einsperren, wenn Sie wollen. Aber bitte erst nach unserem Fall“. John warf einen kurzen Blick zu der Dame und dem wartenden schottischen DI und sah dann wieder zu Sherlock und Lestrade. „Im übrigen würde Detective Inspector Hennessy gerne einen Vorschlag machen“, fügte der Arzt hinzu und verschwand dann wieder nach draußen. Ein wenig später folgten dann auch Lestrade und Sherlock nach draußen, wohl um sich den Vorschlag des schottischen DI anzuhören. Dieser tat genau so, als wäre es letztendlich seine Idee der versöhnlichen Zusammenarbeit gewesen, schlug dann vor das seine Leute in eine Richtung ermittelten und Sherlock seine Richtung verfolgen konnte. Aber nicht ohne ausdrücklich zu erwähnen, über jeden Schritt informiert sein zu wollen. John stand neben Sherlock und beobachtete Seelenruhig die Dame, die sich darüber freuen zu schien, dass nun anscheinend die besten Leute nach ihrem kostbaren Diamant suchen würden und diese listigen Verbrecher hinter Schloss und Riegel setzten. Am Ende hin fragte der schottische DI schließlich: „Und, was wissen wir über diese Verbrecher?“
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 14, 2014 3:10 pm

„Schon wieder nennt er mich Kind, wo soll das noch einmal hinführen?“ brummte Sherlock als John verschwunden war.
„Ich fand‘s passend.“ Erwiderte Lestrade und Sherlock bemerkte verstimmt, dass der andere grinste.
Dann verschwand er in die Richtung, in die auch John gegangen war. Der Detektiv sah ihm nach, die Arme auf dem Rücken verschränkt. Was sollte das für ein Vorschlag sein? Hoffentlich etwas, bei dem Sherlock auch noch etwas zu tun bekam, bei diesem Detective Inspector konnte man auf alles treffen.
Allerdings hielt Sherlocks Sturheit nur ein paar Minuten, dann überwog seine Neugierde. Er ging, in bemüht ruhigem und langsamen Schritt, zu den anderen hinüber und stellte sich zu John.
Sein Gesicht blieb ausdruckslos, aber er lauschte allen Worten sehr aufmerksam und noch aufmerksamer betrachtete er die anderen Anwesenden.
Also waren sie anscheinend darüber einig geworden, parallele Ermittlungen durchzuführen. Solange die anderen nicht den Tatort verunreinigten und alles durcheinander brachten sollte ihm das recht sein.
Dass es wohl des Inspectors Idee gewesen war, war inkorrekt. Es war ganz klar Johns gewesen. Nicht nur, dass sich ganz klar Johns Besänftigungsversuche darin spiegelten, Hennessy schielte des Öfteren zu dem Arzt hinüber, vermutlich weil er ein paar Sachen vergas und sich mit einem Blick auf den Erfinder der Idee versicherte, dass das, was er im Begriff war zu sagen auch wahr war.
Diese Beobachtung ging öfters und bei einer solch durchscheinenden Person wie diesem Beamten war es ein Kinderspiel.
Am Ende des Vortrages legte Sherlock die Hände auf dem Rücken übereinander und begann mit seinem Vortrag. „Der Mann ist eins achtzig bis eins fünfundachtzig, hochgewachsen, muskulös, Schuhgröße 46. Er raucht, wenn sie mir noch etwas Zeit geben kann ich ihnen auch die Marke geben… Ist erst vor kurzem von Heathrow zum  Edinburgh Airport geflogen, auf der Nummer 36, mittschiffs, der Gangplatz, hat aber vermutlich nicht vor nach London zurückzukehren.“ Er holte kurz Luft um ein paar Augenblicke die verwirrten Gesichter zu genießen.
„Außerdem ledig, prügelfreudig und zielsicher, außerdem leichtfertig oder es war sein erstes Verbrechen, das glaube ich aber weniger. Er dürfte bewaffnet sein.“
Mit diesen Worten holte er noch einmal tief Luft, wendete sich dem schottischen Inspector zu und hob den Zeigefinger wie ein Messer, das ihn bedrohen sollte.
„Jetzt sagen Sie mir noch einmal, dass ich ein Anfänger bin!“ mit siegessicherem Ausdruck verschränkte er die Arme vor der Brust.
„Nein, ein Anfänger nicht, aber ein Angeber.“ Meldete sich der englische Inspector zu Wort.
Daraufhin wandte Sherlock ihm den Kopf zu. „Das wussten wir schon, Lestrade. Beglücken Sie uns mit anderen Fakten.“ Sein Gesicht war jetzt nicht mehr glücklich, auch nicht wirklich wütend, aber diese Maske, für die ihn schon manch einer eine rein gehauen hätte. Diese Mischung zwischen arrogant, ausdruckslos und abwertend.
Dann wandte er sich einfach ab und entfernte sich. Was wesentlich eindrucksvoller gewesen wäre, wenn er seinen langen Mantel getragen hätte und seinen rechten Fuß etwas nachzog. Schmerzen tat der zwar nur noch minimal, aber ganz belasten wollte der Detektiv ihn auch nicht.
Nur von der Frau wurde der Detektiv aufgehalten.
„Kümmern Sie sich nun darum?“ rief sie ihm nach, woraufhin Sherlock sich umdrehte aber weiterlief.
„Selbstverständlich. Wenn sich einige hier nicht weiter zum Ziel machen, sämtliche Beweise zunichte zu machen, “ dabei schaute er besonders die Beamten an. „Kann ich gerne mein Bestes tun.“ Dabei warf er Hennessy noch einen besonders bedeutungsschweren Blick zu, dann drehte er sich um, stieß beide Flügeltüren des Hotels auf und verschwand darin.
Das „Arrogantes Großmaul.“ Bekam er noch mit, dann klappten die beiden Türen mit einem lauten Geräusch wieder zu.
Was er den Ermittlern nicht erzählt hatte, waren die Vermutungen, wo der Mann sich aufhielt.
Wegen der Unruhen würde ein heutiges Auschecken nicht möglich sein, er musste die Ware also irgendwo verstecken. Nur wo, dass es selbst Sherlock Holmes nicht einfiel, einen ganzen Tag lang, damit er am nächsten Abreisen könnte?
Ja, das war hier die Frage und während Sherlock so daran dachte rieb er sich die Hände und hielt sie sich ans Gesicht, wie er es immer tat, wenn er nachdachte.
Der Trick, den er bei Irene angewendet hatte würde hier nicht mit Erfolg gekrönt sein, selbst wenn sich alles Erforderliche beschaffen ließ wäre der Diamant sicher nicht im Zimmer der Verdächtigen. Das wäre viel zu auffällig, es musste irgendwo sein, wo ihn jeder hingelegt haben konnte.
Sodass er, wenn er denn gefunden würde, wenigstens nicht ihnen zugeordnet werden könnte. Wobei er natürlich gar nicht erst gefunden werden sollte.
Wo wäre das nur?
Sherlock setzte sich auf die zweite Stufe der Treppe und widmete sich ganz seinen Gedanken.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 14, 2014 6:33 pm

Der Arzt lauschte dem Vortrag seines Mitbewohners und versuchte dabei ebenfalls die Reaktionen der Herumstehenden zu deuten. Die Dame schien irgendwie entzückt über die Informationen die Sherlock vortrug, so meinte sie doch, den Dieb bei dieser Umschreibung bald ausfindig machen zu können. Der schottische DI wirkte irgendwie genervt, vielleicht weil er diese brillianten Deduktionen nicht erwartet hatte? Lestrade dagegen schien so zu wirken, als wusste er schon, dass solch ein Vortrag von Sherlock folgte, der einiges umfasst und mit den gesagten Worten doch sowieso meist richtig lag. John selbst konnte verstehen, dass manche Leute Sherlocks Art auf Dauer nicht ertrugen, doch der Arzt hatte sich daran gewöhnt, wusste mit der Art seines Mitbewohners umzugehen und stellte sogar fest, dass sich Sherlock in letzter Zeit doch etwas in Richtung Emotionsmensch entwickelt hatte, zumindest brachte er auch ein ehrlich gemeintes lächeln zustande. Aber nur zu ausgewählten Personen und auch nur manchmal. Der Arzt erinnerte sich an den gestrigen Abend zurück, an dem sie beide ein Gespräch unmittelbar nach diesem Chaos bei dieser sogenannten Hochzeitsfeier geführt hatten. Das Gespräch stärkte, nach dem Empfinden des Arztes, die Freundschaft zwischen ihm und Sherlock noch ein Stückchen mehr. Und somit war es eines der Gespräche, dass John nie aus seiner Erinnerung verbannen wollte. Dennoch blieb Sherlock auch immer auf einer Seite der, der er immer schon gewesen war. Und für außenstehende kam diese nun mal arrogant oder gefühlskalt rüber. Während Watson dem Vortrag lauschte, erschien ein Bild von diesem kuriosen Fluggast wieder vor seinen Augen. Leicht hob John seinen Kopf an und zog die Augenbrauen zusammen. Also war Johns ungemütlicher Sitznachbar der Komplize von Gina. Wieso ist der Arzt denn nicht schon früher drauf gekommen? Ok, wie auch? Es gab, zumindest für ihn, keinerlei Anzeichen, dass dieser Typ hier im Hotel eingecheckt hatte.
Watson konzentrierte sich wieder auf den Vortrag, der mit der Anspielung auf einen Anfänger endete. John grinste leicht, als Sherlock seinen letzten Worten an Hennessy mit der bedrohlichen Gestik Ausdruck verlieh. Ein Anfänger ist Sherlock bei weitem nicht, ging es John durch den Kopf. Die Reaktion von Hennessy war nicht weiter verwunderlich. Schließlich gab es genug Leute die Sherlock für einen Angeber hielten. John gehörte nicht dazu, zumindest nicht zum Großteil. Manchmal konnte der Detective schon ein Angeber sein, aber seine Fälle ließen es doch auch nicht anders zu, als seiner Genialität so Ausdruck zu verleihen. Sein Mitbewohner machte sich zurück zum Hoteleingang auf, antwortete dann noch mal der Frage der Frau, die unbedingt wissen wollte, ob er sich den nun darum kümmere und verschwand dann im Hotel. Watson ahnte bereits, dass auf Sherlocks provozierenden Antwort noch ein Kommentar folgen musste. Demnach auch vom schottischen DI dem die Blicke gegolten hatten. „Keine Sorge, er ist nicht immer so. Nur die meiste Zeit“, versicherte Watson dem schottischen DI mit einem lächeln, dass sich nur mit einer mühe nicht zu einem breiten grinsen ausdehnte. „Im übrigen sollten sie erst mal Sherlock zeitgeben, seine weiteren Schlüsse zu ziehen. Soll heißen, dass ihr Team nicht wirklich gern von Sherlock gesehen wird, wenn es um ihn herumwuselt.“ Lestrade nickte zu Johns Satz und meinte, dass er das nur bestätigen konnte. Anderson knallte er ja auch gerne mal die Tür vor der Nase zu, wenn er versuchte, seine ach so hilfreichen Beiträge mit einzubringen. Hennessy sah man an, dass er diesen Ratschlag nicht gerne zur Kenntnis nahm, aber er lenkte auf ein anderes Thema. „Von ihnen muss ich im übrigen auch noch wissen, was sich gestern ereignet hat“. Der Arzt gab sein Einverständnis und schilderte den Abend im Hotel aus seiner Sicht. Dabei schilderte er allerdings nur das wichtigste und ließ Details lieber außen vor. Schließlich musste niemand wissen wie genau Sherlock betrunken war, oder wie schwer sie sich beim Treppenaufstieg taten, noch das diese Gina ihm ein Lügenmärchen aufgetischt hatte. Daher beschrieb er nur Ginas Aussehen und erklärte, dass er eben nur diesen Namen von ihr wisse, mehr aber auch nicht. Lestrade machte den Eindruck, als wollte er sich in die Ermittlungen ebenfalls miteinklinken, beziehungsweise dem schottischen Detective Inspector unter die Arme greifen. Der Arzt fand sich mittlerweile wieder an einen der Polizeiautos gelehnt vor und musterte die Menge an Hotelgäste, die Fragen auf ihre Antworten verlangten. Die da hießen wie, wann man das Gepäck abholen könnte, wann man auschecken könnte. Es war klar, dass sich kaum einer mehr wohl fühlte, bei dem Gedanken, dass ein Verbrecher theoretisch überall ein und ausgehen konnte, weil die Hotelgäste durch das Mittel in eine tiefe Schlaf versunken waren. Fraglich war wohl, ob das Hotel jemals wieder ein Zulauf an Gäste bekommen würde.
John Watson hatte beschlossen, draußen noch etwas die Morgensonne zu genießen, die ihm gerade so freundlich ins Gesicht schien und Sherlock im Hotel etwas Zeit zum Nachdenken zu geben. Ob er sich wohl wieder in seinem Gedächtnispalast befand? Wenn dem so wäre, dann hätte er eine Weile sowieso keinen um sich herum gebrauchen können.  Würde das hier wieder ein richtiger Fall werden, obwohl man ja nicht sagen konnte, ab wann für Sherlock ein richtiger Fall begann, durfte sich John Watson wieder aus etwas gefasst machen. Action würde hier auf jeden Fall nicht mehr zu kurz kommen und beinahe verfluchte er sich, seine Waffe für alle Fälle nicht doch mitgenommen zu haben. Dann hätte er jedoch am Flughafen wieder erklären müssen, weshalb er eine Waffe mit sich trug. Auf Unannehmlichkeiten hatte der Arzt dann auch keine Lust gehabt. Allerdings hatte die Erfahrung schon gezeigt, dass es besser war, eine Waffe mit sich herumzuschleppen, wenn Sherlock seine Fälle hatte. Hätte John seine Pistole nicht mitgenommen, bei ihrem ersten gemeinsamen Fall, dann wüsste der Arzt nicht ob der Detective noch so putz munter im Hotel sitzen würde, ob er überhaupt noch da wäre. Der Gedanke daran, dass der große Sherlock Holmes eines Tages vielleicht wirklich nicht mehr unter ihnen weile würde, vollbrachte ein unangenehmes Gefühl in seiner Magengrube. Wie als würde irgendjemand an einer Schnur ziehen, die alle Organe in ihm zusammenzog. Der Arzt ertappte sich dabei, wie er auch gestern im Hotelkeller für einen Moment in Erwägung gezogen hatte, dass seinem Freund etwas schlimmeres zugestoßen sein könnte, als dieser auf seine Rufe nicht sofort reagierte. Wieso überhaupt hatte John in letzter Zeit das Gefühl, dass noch etwas schlimmes passieren könnte und wieso war dieses Gefühl immer mit Sherlock verbunden? Vielleicht weil sich der Detective schon häufig in recht misslichen Lagen befunden hatte, vielleicht aber auch genau deswegen, weil John Angst hatte auch noch seinen besten Freund zu verlieren, so wie er Pete verloren hatte? Gut, Pete war ein anderes Thema. Er hatte Geld über Freundschaft und Liebe gestellt, das war ein Fehler seiner Seite. Doch bei dem Detective befürchtete John, dass irgendwann ein Verbrecher kommen würde, der Sherlock überlisten könnte und ihm ein bitteres Ende bescherte. Der Arzt schüttelte seine Gedanken ab. Nein, dazu würde es nicht kommen. Nie. John hatte beschlossen, demnächst noch vorsichtiger zu sein und acht zu geben mit wem er sich verabredete. Damen wie Gina sollte er in Zukunft sofort meiden, egal was sie ihm erzählten.
Und vor allem wollte Watson auch den Detective so schnell nicht mehr aus den Augen lassen. Erst recht nicht im betrunkenen Zustand.
Watson war der Meinung, jetzt lange genug Sonnenstrahlen getankt zu haben. Außerdem drängte etwas ihn ihm, nun doch mal nach Sherlock zu sehen. Also beeilte er sich ins innere des Hotels zu kommen, wobei er nicht drum herum kam zum genervten Henessy zu sehen, der sich nun mit eine paar Kollegen unterhielt. Auch mit Lestrade. Ob Sherlocks das Gesprächsthema war oder doch eher die vorrangige Suche nach Verbrecher und Diamanten? Der Arzt öffnete die Hoteltür, lies sie hinter sich ins Schloss fallen und blieb in der Nähe der Tür stehen um nicht zu sehr zu stören, sollte sich der Detective noch in seinem Gedächtnispalast oder dergleichen befinden. „Wie geht’s weiter?“ wollte John nun also die nächsten Schritte ihrer Ermittlungen wissen. Wo der Diamant nun wohl war?

(out: Und nun mal wieder, dein Beitrag ist richtig toll und vor allem so Sherlockartig ^^ ,das Wort gibt's sicher nicht, ne? Könnte man allerdings in den Duden mal mitein bauen (:  )
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 14, 2014 9:24 pm

Vor Sherlock erschienen nach und nach verschiedene Pläne. Da der Dreck nach ein paar Schritten verblasst war, ein Zeichen dafür, dass es nur ein kurzer Aufenthalt draußen gewesen war, war die Auswahlmöglichkeit groß. Fast schon zu groß, das Hotel bot einfach zu viele Möglichkeiten etwas verschwinden zu lassen.
Egal wohin man schaute, ein Diamant ließ sich leicht verstecken.
Aber es musste Elementar sein. Nicht zu aufwendig versteckt und nicht zu finden.
Eine Stellung wäre nicht möglich, allein am wenigsten, sie waren in der Überzahl, bewaffnet und nach Sherlocks Vermutungen recht skrupellos. Vor allem der Mann hätte sicher kein Problem damit als erster abzudrücken.
Also musste Sherlock ihn finden und anders die Schuldigen überführen. Es war klar, dass sie Handschuhe getragen hatten, das war nun sicher das mindeste, was sie tun würden, aber wie konnte man sie dann überführen? Etwas, das beweisen konnte, dass sie nicht geschlafen hatten? Erstmal musste Sherlock eh den Tatort untersuchen.
Da eben schon, man sah es an den Stufen, zwei fleißige Spurensicherungsbeamte über die Treppe gepoltert waren musste die Tür doch offen stehen?
Als der Detektiv die Augen aufschlug stand John da. Er hatte etwas gesagt, aber für den anderen war das gerade egal- Er würde es schon merken.
„Gibt es bestimmte Anzeichen, dass man von Schlafmittel betäubt wurde?“ fragte Holmes und fixierte Watson mit seinen Augen, den Kopf weiterhin nach vorne gerichtet, gestützt auf die aneinandergelegten Hände, die wiederum auf den Knien ruhten.
Dann stand er auf, straffte die Gestalt und bat seinen Freund in weniger als fünf Minuten vor dem Zimmer der beraubten zu sein.
Dann verschwand er auf seinem Zimmer.
Sherlock wechselte die Klamotten, zog nun ein weinrotes Hemd und ein Jackett an und fusch sich die letzte Müdigkeit aus dem Gesicht.
Er war zwar ein Mann mit wenigen Ansprüchen aber nach der gestrigen Nacht wollte selbst er sich ein wenig frisch machen.
Vorsichtig zog der Consulting Detective einmal die Socke des rechten Fußes hinab. Der hatte inzwischen eine äußerst unangenehme Schwellung erhalten, war rot und tat weh, wenn man zu stark draufdrückte. Nachdem Sherlock es gut zehnmal überprüft hatte zog er wieder die Schuhe an und ging zurück in das Zimmer während er sich die Handschuhe überstreifte.
Beim Kleiderständer zögerte er einmal, wandte sich zwei, dreimal hin und ließ den Mantel schließlich hängen. Ein Ausflug war von seiner Seite nicht mehr geplant. Der Mann wäre wirklich dumm den Diamanten heute in einem Edinburgher Schmuckladen verkaufen zu wollen. Wenn Hennessy an diesem Tag auch nur eine kluge Sache getan hatte, dann musste es ein Rundruf bei den Geschäften sein, einen solchen Diamanten nicht anzunehmen.
Vorsichtshalber rief er die Verwandten der Obdachlosen an. Sie hatten nichts gegen eine kleine Geldsumme und waren dementsprechend nicht abgeneigt ihre Freunde zusammenzutrommeln und mit ihnen ein paar Läden durchzuklappern.
Als der beratende Detektiv wieder vor die Tür trat ging er auf direktem Wege zu dem Zimmer der Beraubten. Es war ganz klar, welches es war, die Tür stand sperrangelweit offen und von innen ertönten Knipslaute, themenbezogene Gespräche und das rascheln von Plastiktüten.
Und wie er es halt tat wurde Sherlock von der Magie eines Tatortes angezogen wie eine Motte vom Licht. Es brauchte gar nicht lange bis er im Türrahmen stand und selbst einmal den Ort des Geschehens musterte, natürlich ohne Schutzkleidung, das wäre ja entehrend.
„Entschuldigen Sie, Sir?“ fragte einer der Männer. „Das ist eine geschlossene Untersuchung. Bitte bleiben Sie fern.“
„Arbeiten hier alle wie Anfänger?“ fragte Sherlock und trat durch den Türbogen, die Augen auf die Zimmereinrichtung fixiert. „Wenn Sie nicht wollen, dass jemand hereinkommt, müssen Sie das hier absperren.“ Mit diesen Worten zog er ein Buch von dem Hoteltisch. Vom Winde verweht, ach Gott wie nett!
Fast ein wenig angeekelt von dem Talent, sich so etwas Kitschiges durchlesen zu können, legte der Detektiv es wieder weg.
Dann steuerte er auf den Schrank zu.
Vorsichtig öffnete er die Tür und da war er- Der Safe. Geknackt, aber natürlich mit Schlüssel. Wenn ein Dieb schon die Chance hat, dann schließt er auf, und bricht nicht. Oder lag das an der britischen Höflichkeit?
Sherlock sah sich noch etwas im Zimmer um, dann kehrte er zum Eingang zurück und nahm sich vor John, sobald der aufkreuzte, die Frage zu stellen, was er sah.
Es war immer zu interessant, und fast ein wenig inspirierend, die Meinung des Arztes abzufragen.
Manchmal lag er falsch, aber er verbesserte sich schon.


(out: Danke (: Deiner war auch wieder gut ^^)

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jul 15, 2014 1:40 pm

John war noch etwas müde, deshalb hatte er auch nicht soweit gedacht, dass der Detective wohl nicht genau auf seine Frage antworten würde, sondern eine Gegenfrage stellte die ihn zu interessieren schien. Da er auf eine Frage, wohlmöglich auch diese, noch nicht so gefasst war, brauchte er eine Zeit um zu überlegen. Schlafmittel, bestimmte Anzeichen dafür. John wäre kein Arzt, wüsste er nicht die Anzeichen einer Schlafmitteleinnahme. Gerade hatte er sich eine gut nachgedachte Antwort zurechtgelegt, in dem er ein wenig in seinem Kopf gekramt hatte, da machte sich Sherlock auf den Weg nach oben in sein Zimmer, mit der Bitte in 5 Minuten, halt nein in weniger als fünf Minuten vor dem Zimmer der Familie, beziehungsweise der Dame der Familie, der der Diamant gestohlen wurde, zu sein. Watson nickte, so hatte er noch etwas Zeit, sich über die Schlafmittel, insbesondere diese Verabreichung durch die Lüftungsanlage über die Lüftungsgitter, in Hotel und Zimmer, Gedanken zu machen. Nachdem sich der Arzt kurz nach draußen umgewandt hatte, um zu sehen, was Hennessy so trieb, marschierte er ebenfalls in sein Zimmer. Hennessy unterhielt sich wie vor wenigen Minuten auch schon mit Lestrade.
Nachdem John in seinem Zimmer angelangt war, öffnete er erst mal ordentlich das Fenster dort. Sonnenlicht und ein sanfte brise Wind durchzogen das Zimmer des Arztes. Dieser musste lächeln. Trotz all der Aufregung war ihm doch wirklich nach lächeln zumute. Was eine Morgensonne und die Aussicht auf ein wenig Action so alles bewirken konnte. Watson zog seinen Pulli aus und knöpfte darunter sein Hemd auf. Beides landete auf seinem Bett. Aufräumen konnte er es später, schließlich hieß es in weniger als fünf Minuten beim Zimmer der bestohlenen Dame und ihrer Familie zu kommen. Von der restlichen Familie hatte man so ziemlich nichts gesehen, wahrscheinlich standen sie draußen unter all den anderen klagenden Hotelgästen, was der Arzt keinem von ihnen verübeln konnte. John zog ein weißes Hemd, rot und schwarz kariert aus seinem Hotelschrank, zog es sich über und machte sich auf dem Weg zum Bad. Bis dorthin knöpfte er sein Hemd zu, strich sich einmal über seine Haare und drehte dann den Wasserhahn auf. Dort lies er erst mal das kühle Nass über sein leicht gezerrtes Handgelenk lauf. Kühlen half bei einer Zerrung doch immer, das war früher schon ein begehrtes Hausmittel, bevor man zu einem Arzt rannte. Watson lächelte, vor allem weil er ja selbst Arzt war. Während das Wasser also über Johns Handgelenk lief, hielt er nach einem Waschlappen Ausschau, der an einer Wandheizung neben ihm hing. Natürlich war die Heizung aus, insbesondere bei so einem Tag, der versprach bis in den Abend schön zu bleiben. Allerdings traten hier wohl auch so gerne schnell mal Schauer auf, so wie in London. Der Arzt tränkte seinen Waschlappen ebenfalls mit Wasser und legte sich diesen dann in den Nacken um seine letzte Müdigkeit zu besiegen. Eine Schlafmitteleinnahme unmittelbar danach würde man sofort daran merken, dass die Energiereserven heruntergefahren werden. Der Mensch wird müde, ist nicht mehr so ausgelastet und je nach dem wie stark eine Dosierung ist, schläft man schnell ein. Narkose dürfte also dem, was hier im Hotel durch die Lüftungsschächte kam, noch am ehesten entsprechen. Eine Narkose hält, hier wiederum auch der Dosierung nach, eine bestimmte Zeit. Davon kann man ausgehen, dass die Narkotisierten tief und fest schlafen. Eine Schlafmitteleinnahme ein oder zwei Stunden nach dem aufwachen, würde man daher merken, dass der Körper noch nicht wieder vollkommen in seinen Rhythmus gefunden hat, da Hypnotikas, wie Schlafmittel auch genannt werden, längere Zeit braucht um abgebaut zu werden. Der Arzt verweilte eine kurze weile, vielleicht eine Minute am Waschbecken und genoss die kühle des Waschlappens, während er den Wasserhahn abdrehte. Nach dieser vergangenen Minute, wand er den Waschlappen ordentlich aus und legte ihn zurück auf die Heizung. Erst dann kehrte er in sein Zimmer zurück, holte seinen Koffer unterm Bett hervor und öffnete diesen. In einer kleiner Tasche darin befand sich sozusagen sein kleiner Notvorrat an Medikamenten die man bei einer Reise so brauchen könnte. Dort fand sich auch eine Salbe für Schwellungen. Dem Arzt war nicht entgangen, dass Sherlock beim Treppenaufstieg in Richtung seines Zimmers sein rechtes Bein noch nicht allzu sehr belastete, daher hielt er eine Schwellung des Knöchels für möglich. Watson entnahm der Tasche die Tube der Salbe und verstaute den Rest wieder unter seinem Bett. Danach schloss er sein Fenster, blickte sich kurz um, ob er alles hatte und machte sich dann in Richtung des Zimmers der bestohlenen Frau auf. Die ganze Anzieh- und kurze Ruheaktion hatte ihn ca. vier Minuten gekostet. Wenn er sich jetzt noch beeilte zum Zimmer der Dame zu kommen, würde er die fünf Minuten wohlmöglich auf den Punkt genau schaffen. Das Zimmer ihrer Klientin, so konnte man sie ja nun nennen, befand sich ein paar Gänge weiter. Als John dort ankam, konnte er schon Sherlock auf sich warten sehen. Genauso wie einen von der Spurensicherung der im Gang herumhuschte, kurz ins Zimmer zu seine Kollegen zu blicken schien und sich dann nach unten aufmachte. Hatte Watson den nicht Hennessy empfohlen, seine Leute vorerst zurückzuhalten, bis Sherlock mit den gröbsten Beobachtungen durch war? Anscheinend hatte der schottische DI es versäumt seine Kollegen davon zu unterrichten. Kommunikation war da wohl nicht die größte stärke. Jedenfalls würde sich Watson auf die genervten blicke und Kommentar des Detectives zu der Arbeit der Spurensicherer freuen, wenn er diese nicht bereits kritisiert hatte. „Auf ihre Frage vorhin. Die gängigsten Anzeichen einer Schlafmitteleinnahme sind auftretende Müdigkeit, man fühlt sich schlapp, ist weniger aktiv. Ein, zwei Stunden danach braucht der Körper eine Weile bis er wieder in Schwung ist. Hypnotikum braucht länger, bis es vollständig vom Körper abgebaut wird. Was auch auf die Dosierung ankommt. Deshalb wirkt man danach ebenfalls müde und angeschlagen. Schlicht und ergreifend ist man weniger Fit, als nach einem normalen Schlaf. Das, was uns hier im Hotel um unsere Nasen geschwebt ist, würde ich also als eine Art Narkosemittel einstufen. Je nach Dosierung wieder abhängig, wie lange man davon schläft. Allerdings nehme ich an, dass Sie das auch ohne mich wüssten. Zumal wir es am eigenen Leib erfahren haben.“ Als der Arzt geendet hatte, viel ihm allerdings ein, dass allein die Verwendung eines Schlaf beziehungsweise Narkosemittels Grund zur Beunruhigung war. Was wäre denn passiert, hätten Gina und sein Komplize das Mittel zu hoch dosiert? Hier im Hotel gab es auch Kinder, ob Babys dabei waren wusste John nicht, aber dennoch war es Riskant allein unter solchen Umständen mit einem Narkosemittel zu spielen. Watson bezweifelte, dass weder Gina noch ihr Komplize genaue Kenntnisse in Bereich Schlafmittel und Narkose hatten, um sicher zu gehen, dass sie das Mittel nicht zu hoch dosierten. Da Lestrade gesagt hatte, es wären alle recht wohlauf, ging das noch mal gut. Somit wären auch Sherlock und John nur knapp am Tod vorbeigeschrammt. Eine zu hohe Dosierung im Hotel verbreitet und aus wäre es gewesen. Von einer Dame würde er sich nie wieder solch Lügengeschichten auftischen lassen, um vom eigentlichen Ziel, das Hotel in tiefen Schlaf zu versetzen, abgelenkt zu werden. Watson nahm sich das fest vor, doch sollten ihn noch einige Lügengeschichten von Frauen auf diesen Tag hin folgen.  Einen kurzen Moment meint John die Luft angehalten zu haben, als er jedoch auf die Tube der Salbe blickte, schien er sich wieder gefangen zu haben. Schließlich fiel ihm auch wieder ein, weshalb er die Tube mitgenommen hatte. Er warf diese Tube Sherlock mit den Worten: „Hier, für ihren Knöchel. Als Arzt würde ich ihnen raten, ihren Fuß ruhig zu halten und ihn so wenig wie möglich zu belasten. Da wir aber einen Fall haben, denke ich, dass sie den Rat sich vorerst nicht zu Herzen nehmen“, zu. Dann riskierte John einen Blick in das Zimmer der bestohlenen Frau und sah sich um. Die Spurensicherer fielen ihm als erstes ins Auge, danach erhaschte er einen Blick auf einen Safe im Schrank. „Aufgebrochen?…nein…aufgeschlossen,“ überlegte der Arzt halblaut. „Mit dem aufschließen eines Safes würde man verhindern, dass eine Alarmanlage losginge, falls dieser Safe so eine besitzt. So vermied der Dieb auch das eventuelle Aufwachen der Besitzer durch die Geräuschkulisse. Wobei er da hätte ganz beruhigt sein können, wir alle schliefen Dank des Mittels tief und fest. Mit dem Schlüssel wollte aber einer auf Nummer sicher gehen.“  Die Arbeit der Spurensicherer lenkte Watson kurz ab, weil sein Blick erneut durch den Raum schweifte. "Aber woher wussten die Diebe, wo der Schlüssel war? Ich meine, ein Schlüssel zum Safe sollte doch ebenfalls gut versteckt sein“.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jul 15, 2014 4:19 pm

Sherlock verschränkte die Arme und sah sich noch etwas im Zimmer um, während er John zuhörte.
Also war diese Schnur abgerissen, seit dem Aufwachen der anderen Gäste waren sicher schon mehrere Stunden vergangen. Zusätzlich waren sie jetzt alle wohlauf, wach, nüchtern und aufgebracht. Es war dem Detektiv natürlich nicht entgangen, dass viele sofort abreisen wollten. Das konnte sich der Dieb natürlich nicht entgehen lassen. Er musste schon extrem dumm sein, wenn er jetzt nicht auch forderte, abreisen zu dürfen. Ein Spiel auf Zeit, das wurde immer besser!
Sherlock hob eine Hand zu seinem Mund, eine Pose der Nachdenklichkeit. John neben ihm hielt die Luft an, vermutlich dachte er an eine Überdosis Narkotikum. Wer wusste denn nicht, was passierte, wenn man zu viel abbekam? Vor allem Kinder und Kleinkinder.
Als der Arzt etwas sagte und kurz darauf etwas geflogen kam, schnappte der Detektiv es aus der Luft. Es landete nur zwischen Zeigefinger und Daumen, der Detektiv nahm das als Verschlechterung seit er einen Kugelschreiber mit der ganzen Hand hatte fangen können. Aber das war noch zur Zeit des schwarzen Lotus gewesen und das lag lang weg.
Holmes sah sich die Tube an, Salbe für den Knöchel. John wurde auch nur besser im deduzieren, oder? Fast hätte er gegrinst, als er zu seinem Partner herüber sah, dann hatte er sich wieder im Griff und hörte dem anderen zu.
Richtig, aber offensichtlich. Da musste doch noch was gehen!
Während der Detektiv die Tube in seine Hosentasche fallen ließ und über die Wahrheit der Worte seines Freundes nachdachte kam ihm der Gedanke, dass der Geruch von irgendetwas, dass er in letzter Zeit in der Hand gehalten hatte, ihm doch bekannt vorkam.
Als John eine Frage stellte begann Sherlock zu grinsen. Erst nur ganz leicht, aber als sein Gedanke ihm immer logischer vorkam wurde das Grinsen breiter.
Seine Augen ruhten nur auf einem Punkt. Vom Winde verweht.
Natürlich, es war ihm doch schon vorher aufgefallen, und Sherlock Holmes fiel nie etwas Unnützes auf! Dann begann er leise zu kichern. „Es ist so offensichtlich, es ist schon fast zu offensichtlich. In dem Punkt waren uns die Beiden leider einen Schritt voraus.“
Mit diesen Worten schritt er in das Zimmer und direkt auf den Schreibtisch zu.
„Diese Frau, auch wenn einiges dafür spricht, ist keine gutherzige Frau mit Vorliebe für kitschige Liebesliteratur.“
Sherlock hatte sich mit dem Vorderkörper zur Tür positioniert, an seiner Seite das Buch. Kaum hatte er das letzte Wort ausgesprochen schlug er es in der Mitte auf.
Ein paar Seiten fielen noch, bevor die richtige Seite hervorkam.
Mitten in eine Anzahl zusammengeklebter Seiten war ein Kästchen geschnitten. Sie waren locker und nur gegen Mitte zusammengeklebt, sodass es so aussah, als seien das ganz normale Seiten und ein ganz normales Buch an dem man einfach vorbeigeht.
„Hah! Diese Klientin ist nach meinem Geschmack.“ Murmelte der Detektiv, als er vorsichtig einen Schlüssel aus dem veränderten Buch hervor holte. Es war einer der dicken Sorte, die man nur noch für Schwere Sachen benutzte und für schwere Schlösser, welche, die man nicht mit einem einfachen Zahnstocher knacken sollte. Safe-Schlüssel eben.
„Der erste Verdacht kam mir, als mir einfiel, dass da bereits ein Buch auf dem Nachtisch liegt, das anscheinend gerade gelesen wird. Dieses Buch hier,“ er klopfte auf das Buchcover des Romantik-Romans wie als wolle er jemandem die Schulter klopfen. „Ist allerdings schon beendet. Der Rücken bekommt dann so eine Falte, da kein Lesezeichen drin war musste es ausgelesen sein.“
Sherlock hob es hoch und sah es sich von allen Seiten an. „Außerdem, sieht es nun wirklich ein wenig geklebt aus, wenn man genauer hinschaut, oder? Ich hielt es erst für einen Unfall mit einem Saft, vielleicht hat die Frau ausversehen darauf etwas ausgeschüttet, aber erst als ihre Tube kam wurde mir klar dass es…“ Daraufhin hob der Detektiv das Buch zur Nase und sog die Luft tief ein. „Eher nach Klebestoff als Saft riecht.“
Dann schloss der Consulting Detective die Augen. „Wenn er wusste, oder erkennen konnte, dass der Schlüssel im Buch lag können wir ein paar entscheidende Punkte auf unsere Liste setzen.“
Es war schon komisch für Holmes, normalerweise suchte er nach Beweisen, um einen Dieb zu erkennen, jetzt suchte er nach den Beweisen für einen ganz bestimmten Dieb. Über die Frage, ob das eine Verbesserung war konnte man sich streiten.
„Nehmen wir einmal an, sie wussten es einfach, immerhin kann man in Dunkelheit keine allzu große Sucharbeit leisten, woher wussten sie es?“Sherlock Holmes wusste es, natürlich, er wusste fast alles (aber halt nur fast, man nehme als Ausnahme einmal das Sonnensystem, Politik oder wie man ein Flugzeugtischchen hinunterklappt), immerhin gab es hier einen Feuermelder. Und die Art des Feuermelder sagte alles, es war nämlich einer, der regelmäßig Bilder machte, und wenn etwas auf dem Bild war, das eine bestimmte Hitze erreichte, so wurde automatisch ein Anruf für die Feuerwache getätigt. Natürlich konnte man, wenn man diese Wärmebilder hatte, auch ermitteln, wenn eine Person sich im Zimmer bewegte, und vor allem wohin.
Diese Bilder waren in einem Computer, wurden aber schon bald gelöscht, wenn der Computer nichts von den Temperaturen eines Feuers bemerkte. Das war eine sehr sichere Methode der Feuerermittlung, und auch eine die es Rauchern erlaubte im Zimmer zu rauchen ohne einen Feuerwehreinsatz zu veranlassen, Besuchern aber trotzdem ihre Privatsphäre ließ.
Vorausgesetzt natürlich, niemand ging an die Bilder. Und genau das musste der Barkeeper getan haben, der zum Personal gehörte und dementsprechend ein paar Schlüssel hatte. Zwar nicht alle, aber zu dem Raum mit dem Computer mit dem Programm hatte jeder der Bediensteten Zugang, nachdem Sherlock ein paar Rundgänge im Hotel gemacht hatte und ein bisschen das Personal ausspioniert hatte wusste er das.
Zwar musste man sich in dieses Programm hacken und ein paar gute Kenntnisse im IT-Bereich haben, um die Bilder überhaupt als Bilder auf den Schirm zu bekommen, aber für einen der drei musste das kein Problem gewesen sein.
Es ist besser, wenn nicht gefragt wird, warum Sherlock das wusste, es soll nur gesagt werden, dass geschlossene Türen schon immer einen größeren Reiz besessen hatten als offene und Holmes in einer Nacht und einem restlichen Nachmittag eine Menge Zeit gehabt hatte.
Vielleicht hatten die Drei auch nie den Computer benutzt, vielleicht hatten sie einfach auf gut Glück ein Buch genommen und gehofft, der Schlüssel würde ihnen entgegen fallen, aber Fakt war, dass hier eindeutig jemand mit dem Schlüssel den Safe geknackt hatte.
Ein Spurensicherungstyp beglückte John und Sherlock wieder mit seiner Anwesenheit, und fragte ob der Detective Inspector mit dem nicht-schottischen-Akzent zu ihnen gehörte.
Sherlock übernahm die Antwort und ehe etwas Weiteres erzählt werden könnte trat der Beredete selbst auf.
„Sherlock, wenn Sie wissen, wie der Mann aussieht, warum verhaften wir ihn dann nicht einfach?“ fragte Lestrade und machte nicht den Fehler, im Türrahmen stehen zu bleiben.
„Weil man Beweise braucht um jemanden einzutüten, Greg.“ Erwiderte der Detektiv. „Sonst kommen Sie gar nicht an ihren Haftbefehl.“
„Sie wissen also, wer hier was getan hat?“
„Ja. Ein Mann, aber ich bin mir sicher, er wird, wenn rauskommt, dass Sie wissen, dass er es ist, kurzen Prozess mit John oder mir machen, weil wir es vorher als einzige wussten. Also, ich glaube, das wollen wir alle vermeiden nicht? So suche ich brav nach Beweisen, damit sie ihn hinter schwedische Gardinen bringen können, wenn es bewiesen ist und bevor er mir oder meinem Begleiter das Gehirn wegpusten kann.“Sherlock hielt sich mit dem Kommentar zurück, dass das wohl das bedauerlichste war, was passieren könnte.
„Aber denken Sie nicht, er findet es ebenso unangenehm, wenn Sie mit dem Wissen dass er es ist, nach Beweisen suchen?“
„Ach Lestrade, bitte sagen Sie mir, dass sie nur so tun! Wenn er jetzt etwas Unüberlegtes tut kann er dafür auch hinter Gitter kommen. Wenn der Diamant bei ihm gefunden wird darf ich einfach nicht allein sein und schon haben wir ihn in der Zange, was halten Sie davon?“

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 16, 2014 2:29 pm

Watson drehte sich überrascht zu Sherlock, als dieser begann zu kichern. Der Arzt überlegte für einen Moment wirklich, was er den gesagt hat, dass den Detective so amüsiere. Als er aber etwas mit offensichtlich erwähnte, war John klar, dass Sherlock etwas aufgefallen sein musste. Also folgte der Arzt Sherlock mit seinen Blicken, als dieser auf einen Schreibtisch im Zimmer zusteuerte und ein Buch an sich nahm. Vom Winde verweht, konnte der Arzt den Titel gerade so ausmachen. Irgendwo her kam ihm der Buchtitel sehr bekannt vor, doch er wusste nicht woher. Der Arzt lauschte Sherlocks weiteren Worten und blickte dann verwundert auf das Buch, welches von ihm aufgeschlagen wurde.  Inmitten dieses Buches waren ein paar Seiten zusammengeklebt, so wie es aussah. In diesen Seiten war also ein Kästchen geschnitzt, indem der Schlüssel seinen sicheren Platz gefunden hatte. John lächelte. Natürlich war diese Klientin nach seinem Geschmack. Schließlich ist sie cleverer, als sie auf den ersten Blick scheint. Plötzlich fiel auch John wieder ein, weshalb ihm dieses Buch so bekannt vorkam. Vom Winde verweht war doch mal eine Zeitlang die Lieblingslektüre seiner Schwester. Er konnte sich noch darin erinnern, dass sie manchmal tagelang die Nase darin versteckte. Wenn John genau in seinen Erinnerungen grub, meinte er sich daran zu erinnern, dass es um der Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs sowie einer Liebesgeschichte ging. Watson hatte ein mal die Ehre, seiner Schwester aus dem Buch vorzulesen und es war auch das erste mal, dass er sich intensiver darüber gedanken machte, als Militärarzt nach Afgahnistan zu gehen um dort mit seinen ärztlichen Kenntnisen zu helfen. John Watsons läccheln wurde vor einen kurzen Moment breiter. Das eine mal, wo er seiner Schwester aus dem Buch vorgelesen hatte, war auch das erste mal, dass sie sich überhaupt so gut vertanden hatten. Und auch das letzte mal, bevor er seinen Dienst beim Militär antrat. Vielleicht könnte mit dieser Erinnerung Harry in ein Gespräch verwickeln, dass länger dauert, als zwei Minuten. Dann müsste er ihr aber auch das mit Pete erzählen. Denn rausbekommen würde es sie irgendwann so oder so. Da war es besser, sie erfuhr die Sache mit Pete von ihm, als von irgendeinem anderen. Watson nahm sich vor, seine Schwester nun doch später mal auf dem Handy zu erreichen. Mike würde sich auch schon wundern, warum John noch nicht angerufen hatte und von der Hochzeit geschwärmt hätte. Leider gab es da nur nichts zu schwärmen, sondern eher einiges zu bedauern.
Der Arzt konzentrierte sich auf die nächsten Worte des Detectives. Ob das Buch wirklich geklebt aussah? John warf einen sorgsameren Blick darauf und konnte feststellen, dass dem wohl so war. Schließlich waren auch die Seiten in der Mitte zusammengeklebt, da konnte man immer mal wieder den verwendeten Klebstoff riechen, der sich bei weitem nicht so gut roch, als Saft. Bei Sherlocks Frage, woher die Verbrecher von dem Versteck in dem Buch wussten, dachte John selbst nach. Obwohl er bereits ahnte, dass er auch hier schon eine mögliche Antwort parat hatte. Vielleicht hatten die Verbrecher sie mal beobachtet, wie sie ihren Safeschüssel zurück ins Buch gelegt hatte. Aber wie konnten sie die Dame beobachten? Durch den Türschlitz ja wohl kaum. Von einem Fenster aus gegenüber das Fenster des Hotelzimmers der Frau, mit einem Ferngals? Nein, die Fensterscheiben würden zu sehr spiegeln. Aber wie dann? Sherlock hatte bestimmt einen Verdacht, also antwortete er auf die Frage, wahrscheinlich war es nicht mal wirklich eine Frage, mit einem Schulterzucken und einem weiteren umsehen im Zimmer: „Sie musste wohl von irgendwo aus Beobachtete worden sein. Von irgendwo, wo man keinen Verdacht schöpfen könnte, beobachtet zu werden.“ Nur wo war das?
Der Arzt lehnte am Türrahmen, als jemand von der Spurensicherung sie ansprach und fragte, ob der Detective Inspector ohne Akzent zu ihnen gehören würde. Sherlock übernahm die Antwort, während der Arzt weiter das Zimmer mit seinen Blicken abscannte, als könnte ausgerechnet er noch etwas wichtiges finden oder sehen. Aber die Spurensicherer lenkten ihn mal wieder ab. Der Arzt wandte seinen Kopf zu Lestrade, als er spürte wie dieser am Türrahmen vorbei ins Zimmer trat und sogleich eine Frage stellte. Watson lauschte dem Wortwechsel zwischen dem Consulting Detective und dem Detective Inspector. Oh nein, es wäre ganz und gar nicht gut, würde jemand einem von ihnen Beiden , wie Sherlock so schön ausdruckte, dass Gehirn wegpusten. Aber welche Beweise konnte man finden, um diesen Mann wirklich hinter Gittern bringen zu können, wo er definitiv hingehörte. John überlegte noch mal genau. Bei einer Narkose, könnten sich die Patienten an nichts während der Narkose erinnern. Die nicht narkotisierten, demnach die Verbrecher, wüssten also alles was in dieser Zeit im und um das Hotel geschehen war. Aber was war in und um das Hotel geschehen, außer das Stehlen eines Diamanten, dass die Verbrecher entlarven könnte? Wahrscheinlich doch keine so gute Überlegung, so empfand es John. Der Arzt blickte zu Lestrade, als dieser auf Sherlocks gesagtem reagierte: „Nun gut. Und haben sie schon irgendwelche möglichen Beweise im Auge, die den Mann belasten könnten? Irgendeinen Anhaltspunkt?“ hörte der Arzt Lestrade fragen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jul 18, 2014 5:26 pm

„Das ist das Problem bei der Sache.“ Erwiderte Sherlock auf Lestrades Worte. „Ehrlich gesagt habe ich kaum etwas, das ihn belasten könnte. Ich denke, ich werde einfach normal ermitteln und dann wird sich am Ende alles treffen.“ Wenn es nach Plan lief. Da dieses Mal sämtliche mögliche Zeugen geschlafen hatten und das Verbrechen ohne große Hast vollführt worden war wurde die Chance, den Dieb zu schnappen, immer geringer. Natürlich, einen kleinen Belastenden Punkt hatte der Detektiv, er hatte selten keinen, aber zur Zeit des gemeinschaftlichen Schlafens nach draußen gelaufen zu sein konnte niemandem wirklich belastend werden.
Und wenn doch, dann nur diesem einen und immerhin mussten sie alle drei fangen. Die zwei würden flüchten, würde der dritte verhaftet, das Diebesgut wäre immer noch in ihrer Hand und der Mann würde freigesprochen. Dass es gar nicht gut bei dem ankommen würde, wenn er verpfiffen wurde, konnte sich Sherlock natürlich denken.
Und alles musste Lestrade doch nun wirklich nicht wissen, noch einmal zu dessen Frage zurück. Parallele Ermittlungen hieß ja nicht, dass der Detektiv sie mit verwirrenden Fakten belasten musste.
„Das bedeutet aber, dass ich Ruhe brauche, also…“ Der Consulting Detective machte eindeutige Bewegungen mit den Händen weit vom Körper gestreckt, dann wandte er sich einfach John zu, als würde Greg für ihn nicht mehr existieren, ob er nun ging oder nicht war eh egal.
„Eine gute Überlegung John.“ Holmes redete von Johns Aussage über das Finden des Verstecks. „Und wie macht man das?“ Ohne eine Antwort abzuwarten deutete er auf den Feuermelder.
„Keine Tonaufzeichnungen, sehr unauffällig, aber es zeichnet die Wärme des Zimmers auf. Weiß ist heiß, rot wird warm, grün kühl und blau kalt. Die Kameras sind mit einem Computer verbunden, dem ich einmal zufällig über den Weg gelaufen bin.“ Er sah sich ein wenig im Raum um, die Hände hinter dem Rücken. „Gut, wie sie herausgefunden haben, wo der Schlüssel ist hätten wir also. Jetzt müssen wir noch sehen, wie wir zeigen, dass sie es waren.“ Sherlock begann im Zimmer auf und ab zu laufen und sich dabei aufmerksam umzuschauen.
Den Schlüssel drehte er dabei in der behandschuhten Hand. Als der Detektiv neben dem Spurensuchentyp angekommen war warf er ihm den Schlüssel zu.
„Untersuchen Sie den auf Fingerabdrücke, das dürfte schon belastend sein.“Dann drehte er sich auf dem Absatz und ging weiter im Zimmer auf und ab.
Dabei murmelte er unterschiedliche Deduktionen über die Einrichtung, über Beobachtungen und über mögliche Belastungen.
Dann und wann sah er sich bestimmte Dinge genauer an, hob Kissen hoch und Bücher weg.
Auf einmal kniete sich Holmes hin und beugte sich tief über den Boden. Hastig zog er das Vergrößerungsglas hervor und beugte sich zu einem Nagel der Holzlatten hinunter, bis das Vergrößerungsglas nur noch wenige Millimeter vor dem Boden schwebte. Dass er dabei reichlich komisch aussah schaffte er erneut zu ignorieren. Eigentlich ignorierte er es ja immer.
Den Blick nicht von seinem Ziel abwendend packte er das Glas weg, hielt er die Hand nach hinten, und brummte lediglich das Wort „Pinzette.“
Der Spurensucher brauchte ein paar Sekunden um zu verstehen und die nutzte Sherlock um sich zwei Mal genervt zu wiederholen. Als er schließlich die Pinzette in die Hand gedrückt bekam brummte er etwas und pickte etwas vom Nagel auf, ein kleines Fetzchen Papier, wirklich nur sehr klein.
Nachdem er die Pinzette vorsichtig geöffnet hatte war klar dass es leicht klebte. Ein kleines bisschen Schwarze Tinte war noch am Rand.
„John?“ Sherlock wandte den Blick nicht von dem Schnipsel und holte wieder das Vergrößerungsglas hervor um es sich genauer anzusehen. „Was für Schuhe trug die Frau?“
Der Fetzen war eine Ecke, eine dieser abgerundeten Ecken, aber recht eng gerundet, also war es ein kleines Stückchen Schuh auf dem es geklebt hatte.
„Pumps? Können Sie die irgendwie auftreiben?“
Sherlock sah es sich noch einmal von vorne und von hinten an, dann verlangte er ein Tütchen und ließ den Schnipsel hineinfallen.
Wenn man den Schuh fand konnte man immerhin vergleichen, dann hatte man schon mal ein paar belastende Kleinigkeiten für den Mann und die Dame. Und dann brauchte Sherlock noch die Gasmasken und die Beschuldigungen verdoppelten sich.
„Passen Sie auf, dass das Preisschild unten drauf unbeschädigt bleibt.“ Fügte er hinzu, wie als wäre es jetzt selbstverständlich, dass John jetzt zu der Frau ging.
Den Blick hob er nicht von dem Tütchen, das er immer noch interessiert in den Fingern drehte.

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Mein Name ist John Watson und ich bin auf den Tag genau 40 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in London. Beruflich bin ich Arzt. Außerdem bin ich bekannt als hoffentlich doch loyaler Freund und guter Arzt. Aktiv im Inplay? Ja, seit dem 18.11.14



BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 20, 2014 8:51 pm

Watson beobachtete ruhig den Wortwechsel zwischen dem Inspector und dem Detective und verkniff sich ein kleines lächeln, als Lestrades genervter Blick ,über Sherlocks letzten Worte, zu ihm herüberwanderte. Der Arzt zuckte leicht mit den Schultern. Ja, so war sein Mitbewohner. Wenn er einen Fall hatte, brauchte er Ruhe, niemand der um ihn herumstand, der ihn bei der Arbeit behindern könnte und vor allem nicht jemanden, wie Anderson. Gut das dieser nicht hier war. Oder hatte Lestrade Anderson am Ende auch noch mitgebracht? Allerdings würde selbst Lestrade jemanden wie Anderson nicht einfach so auf einen Verdacht, dass Sherlock den Ausweis gestohlen hatte, mit nach Edinburgh nehmen. Am Ende würde sich Anderson sowieso nur wieder lustig darüber machen, das Lestrade auf jemanden hörte, der, wie Donovan mal erwähnt hatte, ein Freak war. Watson war da wie immer anderer Ansicht. Nur jemand, der Sherlock nicht genau kannte, konnten den Detective Freak nennen. John lebte wohl bis jetzt lang genug mit dem Consulting Detective in einer Wohnung, dass er behaupten konnte, dass der Detective nie ein Freak war. Vielmehr war es sein auftreten das ihn bei anderen wohl als Freak gelten lies, seine kühle und abweisen Art, als wäre er nur auf den Fall konzentriert. Was die meiste Zeit auch so war, aber nicht immer war der Detective so kühl und gefühlslos. Das aber würden Anderson und Donovan wohl nie glauben, würde John es versuchen den beiden zu erklären. Als sich Sherlock zum Arzt umwandte, wandte dieser seine Aufmerksamkeit wieder voll und ganz auf den Detective um seine Erklärungen und Aussagen folgen zu können. Bei Sherlocks Frage, wie man ohne Verdacht zu schöpfen, jemand anders beobachten zu können, waren dem Arzt schon vorhin jede Menge Ideen eingefallen, aber keine wirkte so glaubwürdig, als könnte die Idee wirklich der Wahrheit entsprechen. Watson folgte Sherlocks Deutung zu dem Feuermelder und runzelte leicht die Stirn bei der Erklärung. „Also mussten sich die Verbrecher Zugang zum Computerraum verschafft haben? Somit konnten sie bei den Wärmebildaufzeichnungen sehen, wohin unsere Klientin im Zimmer gegangen ist. Also wussten sie auch, dass es das Buch sein musste, wenn sie zu diesem auf dem Nachttisch gegangen ist und später zum Safe.“  murmelte John. Soviel konnte er folgen, dann beobachtete der Arzt wie Sherlock der Spurensicherung den Schlüssel überreichte und sich im Zimmer, wie bei jedem Tatort gründlich umsah. Auf der Suche nach Beweisen. Der Arzt hatte sich etwas abseits gestellt um nicht im Weg zu sein, sah sich aber dennoch aufmerksam nach irgendeinem Hinweis um, um die Verbrecher Dingfest machen zu können.
Als der ehemalige Militärarzt seinen Namen hörte, horchte Watson auf und war einen Blick zu Sherlock, der mittlerweile am Boden kniete und es schien, als habe er etwas gefunden. Auf Sherlocks Frage nach den Schuhen überlegte der Arzt kurz, welche Schuhe die Dame gestern anhatte. Watson musste etwas in seinen Erinnerungen graben, doch als er endlich zur Antwort ansetzen wollte, nahm ihm Sherlock diese bereits ab. Nur mit Mühe verkniff sich John die Frage, wieso er ihn überhaupt noch fragte, wenn er es doch schon wüsste. Watson trat erneut ein Stück näher, was hatte Sherlock eigentlich gefunden? Bei den nächsten Worten aber blieb John wieder stehen. Wie sollte er den Bitte die Schuhe von Gina besorgen können? Dazu noch die von Gestern? „Sherlock, wie stellen sie sich das den vor? Ich kann doch nicht einfach mal so nach den Schuhen der Frau fragen, ohne das es zu auffällig wirkt.“ Watson runzelte erneut die Stirn. Preisschild? Wieso brauchte Sherlock denn das Preisschild? Zumal wusste der Arzt ja nicht mal, ob es noch am Schuh der Dame klebte. Der Arzt allerdings nickte stumm. Nun, dann versuchte John doch mal sein bestes zu geben um die Schuhe aufzutreiben. Bei der Gelegenheit konnte er doch gleich Lestrade mit nach unten nehmen, dieser wartete sicher wieder vor dem Zimmer um John zu fragen, ob er nicht schon was genaueres wissen würde und wie lang er es einschätzen würde, bis Sherlock den ersten richtigen Beweise hatte. Also sah sich der Arzt noch ein mal um und verließ dann das Zimmer. Wie geahnt stand am Flur Lestrade und tigerte auf und ab. Dieser hob raschen den Kopf, als Watson aus dem Zimmer kam und ging auf ihn zu. Doch überraschte es John, dass Lestrade nicht Fragte, wann Sherlock schätzungsweisen denn den ersten Beweis hätte oder dergleichen sondern folgende Frage auf dem Weg nach unten in die Lobby stellte:„Was haben Sie beide eigentlich in Edinburgh verloren. Doch nicht etwa Urlaub?“ Watson nahm die erste Treppenstufe nach unten und blieb dann kurz stehen, während Lestrade munter auf eine Antwort wartend die Stufen nach unten eilte. Sollte John ihm den wirklich den Grund nennen, weshalb er und Sherlock hier in Edinburgh waren? Wegen einer Hochzeit die sich leider nicht wirklich als die Traumhochzeit herausgestellt hatte? Eigentlich ging es dem Detective Inspector aus London nicht an, was er oder Sherlock in der Freizeit so taten, zumal sich Lestrade eigentlich nur minder dafür interessierte. John holte zu Lestrade auf, räusperte sich kurz und antwortete: „Ja, so etwas in der Art.“ Prompt folgte der erstaunte Kommentar von Lestrade. „Was, Sherlock nimmt freiwillig Urlaub? Ich dachte er wäre immer so vernarrt auf seine Fälle und würde nie London ohne einen aktuellen Fall verlassen. Ihm könnten schließlich andere Fälle während seiner Abwesenheit durch die Lappen gehen.“ John schmunzelte kurz. „In London scheinen die Verbrecher doch gerade Frei zu haben. Dafür hat Sherlock hier jetzt einen Fall, der ihn auf trab hält.“ Lestrade nickte während er die Lobby durchquerte und gefolgt von John aus dem Hotel spazierte. Draußen drang ihnen schon ein Schwall von Stimmen an die Ohren. Natürlich waren es immer noch die Hotelgäste, die wissen wollten, wann sie endlich ihr Gepäck aus dem Hotel holen konnten. Watson blieb stehen, regte seinen Kopf über die Menge hinweg. Tja, wie sollte er es jetzt bloß angehen? Er konnte ja nicht einfach zu Gina hin und nach den Schuhe fragen, nicht nur, dass es ziemlich blöd rüberkommen würde, sondern auch würde sie eventuell verdacht schöpfen können. Watson beobachtete, wie sich Hennessy und Lestrade erneut unterhielten und auch, wie mehrere Polizisten durch die Mengen der Hotelgäste schritten um Fingerabdrücke zu nehmen. Schließlich musste erst mal auf Beweise gewartet werden um die wahren Verbrecher zu überführen und nicht darauf, dass John und Sherlock wussten wie die Verbrecher aussahen. Watson wollte sich gar nicht vorstellen, wie es ausgehen könnte, würde dieser Fluggast einem von ihnen das Gehirn wegpusten, oder ähnliches. Schon zum zweiten mal wünschte sich John, seine Waffe mitgenommen zu haben. Mit Waffe war es bei Sherlocks Fällen jedenfalls sicherer, als ohne. Aber dieses mal musste es wohl auch so gehen. Ob Gina die Schuhe noch trug? Der Arzt war schon bei einigen Fällen des Detectives dabei gewesen und hatte ihn auch öfters schon bei Deduktionen beobachtet. Immer mal wieder lernte John neues dazu und doch konnte er nur wenig von Sherlocks Beobachtungen und Schlussfolgerungen folgen. Aber vielleicht half es, wenn John sich versuchte in Gina hineinzuversetzen. Was würde er tun, wenn er im Zimmer der bestohlenen gewesen war und wenn er zwei Augenzeugen zuvor noch begegnet war? Watson lies erneut einen Blick über die Menge schweifen. Die Dame konnte er beim besten willen nicht ausfindig machen, dabei fiel sie ihm Gestern noch viel mehr auf an der Hotelbar. Der Arzt runzelte die Stirn. Konnte es sein, dass die Dame ihre Kleidung gewechselt hatte um in der Menge weniger aufzufallen. War sie überhaupt in der Menge? Hätte John allerdings einen Diebstahl begangen, würde er sich unauffälligere Kleidung anziehen. Nicht so ausgefallene, recht anziehende Kleidung wie die Dame gestern anhatte. Die Kleidung würde er am besten verschwinden lassen. Aber wo? Wo konnte man im Hotel eine Kleidung verschwinden lassen beziehungsweise wo würde man am aller wenigsten nachsehen? Watson wandte seinen Blick auf die Straße, an dem soeben eine Müllabfuhr eine Mülltonne vom Haus gegenüber einsammelte. Der Müllcontainer! schoss es John durch den Kopf, wie der berühmte Groschen der fiel. John warf einen kurzen Blick zurück zu der Menge an Hotelgästen, die vor dem Hotel versammelt waren und machte sich dann um die Ecke auf zu den Müllcontainern des Hotels. Lestrade schien Watson bemerkt zu haben, denn dieser folgte ihm mit den Worten: „Hey, wo wollen Sie denn hin?“ „Haben sie zufällig Handschuhe dabei?“ fragte John auf dem Weg zu den Müllcontainern. Lestrade stutze und blickte den Arzt verwundert an, bevor er in seinen Hosentaschen nach eben jenen Handschuhe suchte. Ein paar hatte er vor einer halben Stunde von einem Spurensicherer hingehalten bekommen und diese bloß eingesteckt, weil er doch eher noch was mit dem schottischen Inspector zu besprechen hatte, als sie ebenfalls genauer im Zimmer umzusehen. Nun hielt Lestrad John diese Handschuhe hin, dieser krempelte die Ärmel seines Hemdes nach oben und ergriff die Handschuhe mit einem dankenden lächeln. „Wenn ich dann noch mal fragen dürfte, was um alles in der Welt sie bei den Müllcontainern suchen, John?“ Watson seufzte, als er den Müllcontainer öffnete. „Sherlock helfen, Beweise zu finden.“ „Im Müll?“ erfolgte die geschockte Frage. „Ja im Müll“, antwortete der Arzt und lies seinen Blick über den Inhalt schweifen. Relativ schnell wurde er auf der Suche nach dem kurzen Rock, der fast schon durchsichtigen Bluse und natürlich auch den Pumps fündig, die die Dame gestern trug. John beugte sich halb über den Container und griff mit angehaltendem Atem nach den Pumps. „Sie haben nicht zufällig auch noch eine Tüte?“ fragte Watson der die knallroten Pumps aus dem Container zog und nun etwas angewidert von sich hielt. Lestrade schüttelte den Kopf. Also machte sich John neben dem weiterhin verwunderten John auf dem Weg zurück zum Hoteleingang, dort kamen ihnen zwei Spurensicherer über den Weg. Diese hatten zufällig zwei passende Tüten da, in der John die Pumps ganz schnell verschwinden ließ. „Weshalb benötigt Sherlock denn diese Schuhe?“ fragte Lestrade erneut nach. Watson zuckte die Schultern. „Ich denke er ist dem ersten Beweise auf der Spur“ vermutete John, als er daran dachte, wie Sherlock vorhin etwas in einem kleinen Tütchen gemustert hatte. Watson machte sie in das Hotel zurück zum Zimmer auf, während Lestrade erneut von Henessy gerufen wurde.
Auf dem Weg die Treppenstufe nach oben, drehte er einen der Pumps etwas in der durchsichtigen Tüte auf der Suche nach dem Preisschild. Dieses war zwar etwas verschmutzt, aber immerhin noch dran. Der Arzt bemerkte den Spurensicherer nicht, der die Treppe auf der selben Seite nach unten kam. Beide achteten auf ihre Tütchen und rempelten gegeneinander. Watson griff sofort mit seinem linken Handgelenk nach dem Geländer, während er sein Gesicht leicht verzog, war es doch das noch gezerrte Handgelenk. „Können Sie nicht aufpassen?“ knurrte der Typ der Spurensicherung. Wie bitte? Er sollte aufpassen? Der kam doch die Treppe nach unten gerannt, nicht er. „Das gleiche könnte ich sie auch fragen“ gab Watson zurück, lies das Geländer wieder los und drehte leicht sein Handgelenk, während er die eingetüteten Pumps in der anderen Hand hielt. „Im übrigen, woher haben Sie diese Schuhe? Dürfen Sie hier überhaut rein?“ John atmete tief durch. Noch jemand, der noch nichts über die parallelen Ermittlungen zwischen den Inspectors und Sherlock und ihm wusste? Hier waren die Spurensicherer ja richtig freundlich, noch freundlicher als in London. „Fragen Sie Inspector Hennessy nach John Watson und Sherlock Holmes. Ja ich darf hier rein und müsste nun auch mal weiter“, erklärte der Arzt und marschierte die letzten Stufen nach oben. Dort angekommen schritt er auf das Zimmer zu, während er zu der Erkenntnis kam, dass er sich glücklich schätzen konnte, nicht ständig mit Sherlock hier in Edinburgh Fälle hatte, sondern in London. Dort waren die meisten Leute doch angenehmer, als die von Inspector Hennessy. Am Zimmer angekommen, lehnte er sich gegen den Türrahmen, suchte mit seinen Blicken nach Sherlock und hob die eingetüteten Pumps hoch. „Und weswegen brauchen Sie diese Schuhe jetzt?“ fragte  der Arzt nach.
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