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 John und Sherlock Nebenplay

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Sherlock Holmes
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~Der Charakter~ : Mein Name ist Sherlock Holmes und ich bin 32 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in genau dieser Stadt. Beruflich bin ich Beratender Detektiv. Außerdem bin ich bekannt als das unangenehmste, rüdeste, ignoranteste und alles in allem widerlichste A*schloch dem zu begegnen jemand das Pech haben kann. Aktiv im Inplay? Ja


BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 21, 2014 4:22 pm

Sherlock bemerkte nicht, wie John den Raum verließ, er war viel zu konzentriert in seine Nachforschungen.
Inzwischen war er aufgestanden, hatte den Spurensucher verscheucht und sich entschlossen, seine Gedanken zu ordnen. Dass der Vertriebene im Türrahmen stand und alles mit einem missmutigen Blick quittierte störte zwar ein bisschen, aber es ließ sich ignorieren.
Etwas vorgebeugt hatte sich der Mann mitten in den Raum gestellt, die Hände vor dem Gesicht aneinander gelegt, die Augen geschlossen.
Gestern Nacht treten zwei Leute in dieses Zimmer. Durch eine Kamera wissen sie, dass der Schlüssel sich in einem Buch befindet. Die Frau geht auf den Safe zu, der Mann hingegen geht durch das Hotel um zu überprüfen, ob alle schlafen. Gina geht am Bett vorbei, die Frau schläft darin.
Vor Sherlock lebte seine Vorstellung. Es war Dunkel, der Mond hinter ein paar Wolken versteckt.
Das Rauschen einer Gasmaske, das Klacken zweier Pumps auf dem Boden. Ein leiser Fluch. Warum das?
Sherlock schlug die Augen auf. Natürlich, da war eine sehr enge Stelle im Zimmer, da wo der Stuhl am Schreibtisch zurückgezogen worden war, da musste Gina ja vorbeigegangen sein. Vorsichtig setzte sich Holmes auf den Stuhl und tat, als würde er ihn zurückschieben. Nein, ganz eindeutig würde man ihn nicht so zurückschieben, er stand so, weil er durch einen Unfall verschoben worden war.
Schnell kniete sich der Detektiv neben der Lehne hin. Nein, kein Stoff, oder Fäden oder irgendetwas, das helfen könnte. Vielleicht andersrum? Ob man auch den Rock in die Hände bekommen könnte?
Erstmal alle Fakten. Wies sich Sherlock zurecht.
Also, sie verschiebt ihn also zu ihrem Missfallen, hat aber Angst zu viel zu verändern. Also lässt sie es so, schließt auf… Die vorgestellte Gina hob die Arme und auf Halshöhe versuchte sie, den Schlüssel zu drehen. Erneut schlug der Detektiv die Augen auf, eilte diesmal aber zum Schrank. Der Save war etwas weiter hinten im Schrank, Gina musste ihre Arme hineinmanövrieren und dann aufschließen, vielleicht auch nur einen, allerdings hatte sie dabei mit diesem Arm einen Kleiderstapel beiseitegeschoben, er lag nicht so grade wie die anderen im Schrank.
Brauchte sich nicht zu hetzen, hat aber doch zu viele Schönheitsfehler gemacht grinste Sherlock schadenfroh in sich hinein.
Weiter im Text… Sie schließt auf, nimmt sich das Ding und schließt ab, damit der Bestohlene es nicht sofort bemerkt. Den Diamanten tut sie in keine Kleidertasche, sie behält ihn in der Hand, der Rest der Tätigkeiten ist ein kleines bisschen Schlampig, mit nur einer Hand ausgeführt, sie ist also Linkshänder.
Es gibt weniger Linkshänder, sehr gut, da hätten wir schon mal was schön Belastendes.
Und  nun? Sie verschwindet, und nun stellt sich die Frage, wo die Diebesware ist. Wofür bräuchten solche Leute so ein Ding? Auffällig zu tragen, also zu verkaufen.
„Sie da!“ rief Sherlock und deutete mit dem Zeigefinger auf den Spurensucher. „Sie nehmen jetzt das hier…“ Er nahm in einer fließenden Bewegung einen der Hotelkugelschreiber vom Schreibtisch und tütete ihn ein. „Und bringen ihn Hennessy. Außerdem soll er verhindern, dass auch nur einer das Hotelgelände verlässt oder zur Post geht.“
Er drückte dem Verwirrten Mann die Tüte in die Hand. Als der verwirrt stehen blieb, verzog der Detektiv das Gesicht.
„Hopp, hopp, es eilt.“ Sagte er dann und machte aufscheuchende Bewegungen, der Mann verschwand Richtung Treppe.
Den Kugelschreiber hatte er eigentlich nur mitgegeben, damit Hennessy persönlich herkam. Würde der Detektiv ihn herbitten, würde der andere murren und genervt sein, wurde ihm aber ein vermeintlicher Beweis geschickt war er sicher zackiger.
Sherlock verschwand noch einmal im Bad um einer weiteren Fährte nachzugehen. Es roch sehr zärtlich nach Zitronenmelisse in dem Raum, war das Ginas Parfum?
Im Bad fand der Detektiv säuberlich aufgereiht eine große Auswahl an unterschiedlichen Düften. An vielen war das Etikett abgekratzt oder beschädigt, keine Geruchssorte konnte anhand der Verpackung identifiziert werden. Also nebelte sich Sherlock Holmes mit den unterschiedlichsten Düften ein. Nachdem er hustend aus der Wolke hervorgetreten war, war ihm klar, dass da ganz eindeutig nichts der Dame ihr Parfum im Hauptraum zu riechen gewesen war.
Mit einem sehr unangenehmen und sehr intensiven Damenduft, der aus unterschiedlichen anderen entstanden war, trat Sherlock wieder zu John, der in der Tür stand.
Der Arzt fragte etwas.
Der Detektiv lächelte milde und sah John an.
„Wissen Sie, ich mag es, in Hochhackigen Schuhen herumzulaufen.“
Das Lächeln erlosch blitzartig, als Sherlock klar wurde, dass er nach einer Dame roch.
Mit dem stillen Vorsatz mit seinen Witzen in diesen Situationen sparsamer umzugehen nahm der Consulting Detective dem ehemaligen Armeearzt die Tüte aus der Hand und drehte sie so, dass er sich die Sohlen ansehen konnte. Tatsächlich, der Rest des kleinen Klebeschnipsels.
‚Schuhe, Rot.‘ Stand darauf (ach nee, als ob man sich das nicht denken könnte dachte Sherlock) ‚Reduziert auf 10,99 £‘
Natürlich, für den Einmaligen Gebrauch würde man ja auch nie viel für Schuhe bezahlen.
„Aus der Mülltonne gefischt…“ murmelte Sherlock etwas angewidert, den Blick nicht von der Tüte und ihrem Inhalt gewandt. „Und dann mit einem Spurensucher zusammengestoßen. Mein Beileid John, in letzter Zeit scheint wohl nichts wirklich gut zu gehen.“ Mit einem gespielt süffisanten Grinsen warf Sherlock John erst einen kurzen Blick auf den Körper, er vor Beweisen nur so strotze, dann ins Gesicht.
Danach sah er sich weiter die Tüte an.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 21, 2014 6:48 pm

John stutze bei Sherlocks Antwort, die wohl eher als Scherz galt. Dennoch verwunderte der Arzt im selben Moment diese verschiedenen, durcheinandergemischten Damendüfte in seiner nähe. Kurz sah sich Watson nach der Quelle des Geruchs um, wandte aber dann seinen Blick wieder zu seinem Mitbewohner. Nun war ihm klar, dass er diese verschiedenen Düfte trug. Diese Erkenntnis lies ihn breit lächeln. Watson erinnerte sich an ein früheres Thema auf Sherlocks Seite, in denen er über die unterschiedlichsten Parfüms schrieb. Als ein Art Experiment. Heute musste es der Fall sein, weshalb er sich mit diesem Damendüften eingedeckt hatte. Ob Gina der Grund dafür war? So oder so, die Parfümwolke, die vom Consulting Detective zu ihm herüberschwabbte in Verbindung mit dem vorhin ausgesprochenen Satz war zu komisch. Watson beobachtete, wie Sherlock sich die Schuhe besah. Weshalb waren sie den gleich noch mal so wichtig? Darauf hatte er doch keine Antwort bekommen. Als der Detective angewidert Mülltonne erwähnt, verschränkte John seine Arme vor dem Brustkorb und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Na hören Sie mal, sie wollten doch, dass ich die Schuhe auftreibe. Das die im Müll lagen, dafür konnte ich nichts“, erklärte John und merkte an, dass Sherlocks es ja nicht gerade besser hatte, mit seinen Damendüften. „Rock und Bluse liegen noch im Müll, falls sie die brauchen, kann ich sie gern für sie holen lassen.“ Dabei hatte er bereits einen ganz bestimmten im Sinn. Der Spurensicherer, der ihn an der Treppe angerempelt hatte, wirkte so, als hätte er noch nicht viel Arbeit. Später würde er ihn mit Freuden aufsuchen und einladen im Müll zu graben. Erneut stahl sich ein lächeln auf Johns Gesicht. Rache war manchmal süß. Dem Militärarzt war klar, dass Sherlock den Zusammenstoß mit diesen freundlichen in weißem Schutzanzug gekleideten Leuten deduzieren konnte, schließlich war das auch eines der wohl leichtesten Übungen des Detectives. Woran er es wohl gemerkt hatte? Etwa daran, dass sein Hemd leichte Falten oder ähnliches geworfen hatte, als er mit diesem Spurensicherer zusammengestoßen war? Watson wusste es wie immer nicht, sondern schätzte nur. Doch worauf spielte Sherlock an, als er meinte, dass in letzter Zeit wohl nichts wirklich gut zu gehen schien? Vielleicht darauf, dass sie Gestern den Diebstahl Dank eines Schlafmittels nicht aufhalten konnten, oder schon gleich am Anfang das mit Amy und ihrem Bräutigam? Ja, genau genommen lief in letzter Zeit nichts wirklich gut und vor allem konnte man sich seit dem gestrigen, harten Tag, der beinahe mit einem Fiasko geendet hätte nicht wirklich erholen. Heute war bereits einem nächsten Klienten zu helfen, diese um alles in der Welt ihren geliebten Diamanten wiedersehen wollte. „Jetzt aber mal im ernst. Weshalb brauchen sie die Schuhe? Hat die Dame etwas unachtsames getan, sind die Schuhe der erste Beweis?“ fragte der Arzt erneut nach. Den wohl im Gegenzug zu Sherlock, konnte John nicht wie aus einem offenen Buch aus dem Detective lesen. Wären die Schuhe also der erste Beweis, hätten sie somit schon etwas um diese Gina zu belasten, die den Arzt gestern noch so heimtückisch hinters Licht geführt hatte. Dann brauchte man noch den Beweise für diesen Fluggast und einen Beweis dafür, dass der Barkeeper auch mit in der Sache steckte, da dieser dem Consulting Detective ja gestern irgendeinen Drink zusammengemixt hatte. Bei der nächsten Ruhe, ohne einem Verbrecher auf die Schliche zu kommen, würde John ein Bad begrüßen, davor würde er aber Schadenfroh diesen bestimmten Spurensicherer zu den Müllcontainern schicken, wenn Hennessy seinen Leuten schon nichts vernünftiges Auftragen konnte und seine Männer nicht mal über die parallelen Ermittlungen informierte.
Durch das gekippte Fenster im Zimmer der bestohlenen und ihrer Familie drangen wieder die aufgebrachten Stimmen der Hotelgäste hinein. Watson könnte sich täuschen, aber wurden die Stimmen allmählich lauter, als sie noch zuvor waren? Klar, wäre er auch ein normaler Hotelgast, der nur sein Gepäck wollte und dann schleunigst von dem Hotel in ein anderes einchecken wollte, wäre er auch so aufgebracht. Schließlich durften die Angestellten doch nicht so nachlässig sein und einen Verbrecher samt Komplizen einchecken lassen. Egal ob sie diesen Mann kannten oder nicht. So dachte wohl fast jeder Gast des Hotels. Watson wandte seine Aufmerksamkeit kurzzeitig zum Flur, als er hastige Schritte von dort vernahm. Wieder einer dieser unachtsamen, ach so freundlichen Spurensicherer? John beschloss, vom Türrahmen zu verschwinden und stellte sich in das Zimmer in die nähe von Sherlock. Sicher war Sicher. John wollte einen weitern Zusammenstoß nicht noch mal riskieren. Ein schnaufender Henessy kam hereingeplatzt, eine Tüte mit Kugelschreiber in der Hand. Diese Tüte hielt er hoch, blickte Sherlock an und fragte: „Was soll das den Bitte für ein Beweis sein? Ein Kugelschreiber? Also wenn das ihr einziger richtiger Anhaltspunkt ist, dann kann ich die parallelen Ermittlungen auch gleich abbrechen!“ Der schottische Inspector schnaufte und wandte seinen Blick kurz zu dem Arzt, dessen Blick ebenfalls auf ihn gerichtet war. Dann fing John an zu sprechen: „Nun warten Sie doch erst ein mal ab, was er zu sagen hat, ja?“ Watson war über einen ruhigen Tonfall bemüht, denn schließlich wirkte der schottische DI in diesem Moment fast genauso wie Anderson. Hinzu kam noch, dass der Spurensicherer von vorhin wieder ins Zimmer eintrat, einen missbilligenden Blick zu Sherlock und John warf und dann seiner Arbeit nachging, welche auch immer das war. Anscheinend waren Hennessys Leute nicht sonderlich an einer Zusammenarbeit mit dem Consulting Detective und dem Arzt interessiert.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jul 22, 2014 3:26 pm

Sherlock bemerkte Johns breites Grinsen und entgegnete ihm mit dem ausdruckslos-vernichtenden Blick, den er so gut drauf hatte. John sollte bloß keine Scherze machen, das hier war bitterer Ernst.
Johns Worten, dass Sherlock ihn angeblich dazu gebracht hatte schenkte der Detektiv kaum Gehör. Nur der hinzugefügte Satz ließ ihn inne halten.
„Ich bitte Sie, John. Das ist Parfum von weltweit bekannten Marken. Das dürfte besser riechen als eine Mülltonne. Zumindest glaube ich, sie sind weltberühmt, aber ich kenne mich da ja kaum aus…“
Dunkel erinnerte er sich, mal eine Abhandlung dazu auf seinem Blog verfasst zu haben, aber das war nun wirklich zu lange her.
Gerade wollte sich Sherlock wieder den Schuhen zuwenden, da bot John ihm etwas an. Na super, wenn das ein Scherz sein sollte, dann war der äußerst schlecht gewesen. Mit einem Blick zu seinem Freund bemerkte der Consulting Detective, dass es wohl keiner, auch keiner auf seine Kosten, sein sollte, er nickte und bat ernst darum.
Als John grinste musste auch Sherlock grinsen. Er wusste, wovon der Arzt dachte.
„Rache ist süß, nicht wahr?“ sagte er dann mit einem überlegenen Gesichtsausdruck und freute sich schon vor ihrem Einsatz auf die Reaktion. Sogar eine Art des Gedankenlesens war durch Deduzieren möglich und Holmes genoss es jeden Moment, seine Deduktionen führen zu können wie sonst kaum einer. John dachte ohne Zweifel an den Spurensuch-Typen. So hatte er ihn doch angerempelt und angeschnauzt, als ‚Freund‘ des Vorgesetzten konnte Watson ihm dadurch ein bisschen Zwangsarbeit aufbürden.
„Sie fragen sich vielleicht, warum ich weiß, dass sie den von der Spurensicherung meinen. Ich habe ihn runter geschickt.“ Erklärte der Detektiv dann, wandte sich den Schuhen zu und holte den kleinen Schnipsel hervor, der der Verräter gewesen war.
„Da, sehen Sie das Schnipselchen?“ fragte er auf Johns Frage. „Abgerissen und an einem Nagel hängen geblieben. Zu klein um das Fehlen zu bemerken, aber unheimlich verräterisch.“
Es passte nach Sherlocks Auge perfekt an die Kante.
„Vielleicht findet jemand DNA in den Schuhen oder sowas. Wenn Gina dann bestreitet jemals in diesem Raum gewesen zu sein schnappt die Falle zu.“ Der Detektiv lehnte sich leicht in Johns Richtung.
„Sie wissen, dass wir leider nicht auf den Feuermelder vertrauen können, weil der nur Schemen der Temperatur-Gestalten sendet? Es ist belastend aber nur, wenn es eine Fassette des Belastenden darstellt.“
Dann packte er das kleine Tütchen in die Tüte und beschriftete beides.
Erst als die Stimmen draußen wieder lauter wurden schaute er sich nach dem Fenster um, im Begriff etwas Rüdes zu sagen, da bemerkte er, dass das Fenster gekippt war.
„Nein, nein, nein! Das Fenster darf nicht auf sein!“ Eilig lief der Detektiv hinüber und schloss es. „Hoffentlich hat es nicht zu viel verändert…“ Eigentlich hatte er in seinem eiligen Weg mehr verändert als es jeder Windstoß könnte, aber das Fenster musste nun einmal geschlossen sein.
Einmal hatte es nur an einem geöffneten Fenster gelegen, dass das Auffinden des Schuldigen sich um gut fünf Stunden verzögert hatte.
Voller Verbitterung dachte Sherlock Holmes daran zurück und er wollte es nicht noch einmal haben, vor allem weil die Zeit in diesem Fall eine so große Rolle spielte.
Wieder beruhigt kehrte er schließlich zu seinem ursprünglichen Standpunkt zurück, faltete die Hände auf dem Rücken und sah sich noch etwas im Zimmer um.
Er hörte die Schritte etwa gleichzeitig mit John, er kam zu ihm, aber er schien nicht zu wissen, wer das war. Nun gut, vielleicht könnte Hennessy ihn auch umrennen, aber vermutlich wäre er viel zu faul dazu.
Geradezu langsam, fast erschöpft klangen die Schritte im Flur, wenig später erschien der DI.
Sherlock blieb stumm, als er kritisiert wurde, John regelte das normalerweise, und auch dieses Mal war das der Fall. Mit einem etwas versteckten Lächeln schaute der Detektiv zum Arzt hinüber.
„Natürlich ist es nicht mein einziger Anhaltspunkt.“ Sagte er dann und das Lächeln verschwand wieder, als er einen Schritt auf Hennessy zuging.
„Ich wollte nur, dass Sie hochkommen ohne nervige Fragen zu stellen. Also. Wie läuft ihre Ermittlung?“
Sherlocks Gesicht war einfach nur abschätzend, wie als würde er sich schon freuen, zu verkünden, dass er weiter war. Dementsprechend aufgebracht sah auch der DI aus.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jul 22, 2014 8:52 pm

Der Arzt war erstaunt, als Sherlock genau das aussprach, was er vorhin über den Spurensicherer dachte. An dem Blick des Detectives merkte er, dass er wohl schon mehrmals mit der altbekannten Aussage: Rache ist süß, zu tun hatte. Manchmal erschien Sherlock dem Arzt doch etwas wundersam, denn was er vorhin sagte, grenzte ja fast an Gedankenlesen. Ob dies auch was mit Sherlocks Deduktionen zu tun hatte?
Auch hatte der Arzt kurz aufgeseufzt, als Sherlock ihm offenbarte, dass er den bestimmten Spurensicherer die Treppe hinuntergeschickt hatte. Also hatte er auch dem Consulting Detective den Zusammenstoß zu verdanken, wenn auch nicht ganz. Denn streng genommen war dieser Typ der Spurensicherung es ja, der nicht auf seinen Weg geachtet und ihn angerempelt hatte.
Bei der Erklärung des Consulting Detectives zu den Schuhen, hatte der Arzt das Schnipselchen sowie die roten Pumps noch aufmerksamer als vorhin gemustert. Man konnte es nur schlecht erkennen und doch hatte der Detective recht. Ein ganz kleines Stückchen fehlte vom Preisschild. Somit konnten sie Gina also nachweisen, dass sie im Zimmer und wohl auch am Diebstahl des Diamanten beteiligt war. Gut, Gina würden sie schon mal vor Gericht bringen können, doch was war mit den anderen beiden? Auch verstand Watson die Erklärung seines Mitbewohners zu den Feuermeldern nach einiger Zeit. Auf den Aufnahmen des Feuermelders würden wirklich nur undeutliche Silhouetten aus Warmtönen angezeigt werden, keine richtigen Menschen mit Gesicht und Haaren und deshalb auch nicht zu identifizieren. Leider. Ja wie Sherlock schon sagte, leider. Sonst hätten sie den Fall wohl ziemlich schnell gelöst bekommen.
Erst als Sherlock vorhin auf das Fenster zugeteilt war und erwähnte, dass es gekippt war, registrierte es auch John. Als er die Stimmen von draußen vernahm, hatte er sich nichts weiter dabei gedacht. Vielleicht wurden sie ja allgemein lauter, dass die Stimmen schon durchs Hotel drangen. Aber als der Consulting Detective die Fenster erwähnte, war John klar, dass die Stimmen nur deswegen lauter wirkten, weil jenes Fenster im Zimmer gekippt war. Wer dafür wohl die Verantwortung trug? Watson erlaubt sich im Stillen den Spurensicherer zu beschuldigen, der mit ihm zusammengerempelt war. Dieser war schließlich nicht mal fähig auf seinen Weg zu achten, wobei auch die anderen Spurensicherer nicht gerade einen besseren Eindruck machten, als die in London. Wobei jeder seine Arbeit so gut verrichtete, wie er sie konnte. Nur bemerkte nicht immer jeder, dass sie Sherlock mit ihrer Arbeit oft in die  Quere kamen. Der Detective jedenfalls schien recht aufgebracht wegen des offenen Fensters gewesen zu sein. Ob viele Hinweise deswegen den Bach hinunter gegangen waren? Bei irgendeinem anderen Fall, welcher wusste John nicht mehr, da hätte er jetzt auch in seinem Blog nachsehen müssen, denn schließlich waren es Mittlerweile einige Fälle die sie gemeinsam gemeistert hatten. Wobei John wie immer der Ansicht war, dass der Detective den meisten Teil zur Aufklärung der Fälle beitrug. Schließlich war auch er das brilliante Superhirn, nicht John. Watson war lediglich als Verstärkung, zweiten Meinungsgeber und als Rückenfreihalter an Sherlocks Seite. Womit der Arzt auch schon recht stolz war, denn welch anderer konnte das von sich behaupten? Jedenfalls war da irgendwann mal ein Fall, deren Aufklärung sich um ein paar Stunden nach hinten verzögert hatte. Und das nur wegen einem offenen Fenster. Hoffentlich würde das hier nicht passieren.
John bemerkte Sherlocks knappes lächeln, auf seinen Satz, der den Detective mehr oder weniger verteidigte. Deswegen nickte John auch fast kaum merklich, denn schließlich war es selbstverständlich, dass der Arzt seinen Mitbewohner bei Hennessys nicht gerade freundlichen Ton verteidigte. Hatte er nicht vorhin im stillen mit dem schottischen DI ausgemacht, dass die parallelen Ermittlungen auch möglichst in einem ruhigen Maß stattfinden sollte und sich nicht gleich jeder auf Informationen stürzte, bevor der andere überhaupt erklären konnte? Nach Sherlocks Frage, wartete John Hennessys Antwort ab. Dabei war dieser ihm einen widerwilligen Blick zu, als wolle er, dass der Arzt erst Sherlock dazu bringen sollte, seine weiteren Anhaltspunkte zu verraten. Aber Watson blieb eisern. Parallele Ermittlungen beruhte auf beide Seiten, also musste auch Hennessy mit seinem Fortschritt rausrücken und das vor dem Consulting Detective. Denn John hatte die leise Vorahnung, dass Hennessy mit den erfahrenen Anhaltspunkten wieder abhauen könnte, ohne seinen Ermittlungsverlauf ihnen mitzuteilen. Von Hennessy erklang ein fast geflüstertes: bevor er widerwillig seine Hände in die Seiten stemmte und zu erklären begann. „Viel haben wir noch nicht. In den umliegenden Schmuckläden haben wir nachgefragt, ob jemand versucht hatte, einen Diamanten zu verkaufen. Allerdings Fehlanzeige. Unser gesuchter Diamant wurde nicht zum verkauf angeboten, dennoch werden sie sich melden, sollte dies geschehen. In der Stadt haben wir Straßensperren errichten lassen, um Autos auf dem Weg nach außerhalb nach den Diamanten zu kontrollieren, auch Flughäfen haben wir informiert.“ Er setzte zu einer kurzen Pause an, während er seinen Blick durchs Zimmer schweifen lies, als könnte er allein dadurch die möglichen Anhaltspunkte finden, die Sherlock erwähnt hatte. John derweilen beobachtete genauestens diesen Spurensicherer von vorhin, insgeheim darauf freuend, ihn später ein wenig im Müll wühlen lassen zu dürfen.
Watson sah wieder zu Hennessy. Wenigstens etwas. Dennoch waren die Verbrecher sicher nicht so dumm, den Diamanten unmittelbar nach der Tat zu verkaufen, geschweige den die Stadt oder das Land zu verlassen. Beim Flughafen würde sowieso die Fracht kontrolliert werden und demnach auch auffälligeres von dem ein oder anderen Angestellten im Gedächtnis bleiben. Würde dann die Polizei, wie in diesem Falle, anrufen und nach jenem auffälligen Gegenstand fragen, könnte man die Spur der Verbrecher leicht verfolgen.
Watson lauschte erneut den Worten des schottischen DIs als er mit einem kurzen Zähneknirschen fortsetzte. „Der Schlüssel wird gerade auf Fingerabdrücke untersucht, dennoch bezweifle ich, dass dort Spuren von unseren Tätern zu finden sind. Die waren doch sicher nicht so blöd und fassen etwas ohne Handschuhe an.“ Der Arzt überlegte kurz. Genau genommen waren die Verbrecher zumindest soweit begriffsstutzig, nicht zu merken, dass weder John noch Sherlock am Anfang von dem Diebstahl ahnten. Daher hätten sie doch eigentlich auch ohne das Anketten von John an der Heizung und ohne das Wegsperren von Sherlock in den Hotelkeller, das Schlafmittel verbreiten können. Watson würde demnach den Verbrechern auch zutrauen, die Handschuhe vergessen zu haben überzustreifen. Der Arzt wartete auf weitere Ereignisse seitens des schottischen DI. Doch als von diesem nichts mehr folgte, sah John erstaunt auf. "Das war wirklich schon alles? Wollen oder können Sie nicht mehr sagen?" fragte Watson nun doch nach, da es ihm ziemlich unglaubwürdig vorkam, dass er nichts weiteres zu erzählen hätte. Jedenfalls schnaufte Hennessy nur kurz und setzte dann erneut zu seiner Frage an. „Wie geht es in ihren Ermittlungen voran?“ Der schottische DI verschränkte seine Arme und bestand darauf, endlich eine Antwort zu bekommen.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 23, 2014 2:40 pm

Sherlock blieb stumm, als der DI erzählte, aber er hörte aufmerksam zu. Nur seine Augen bewegten sich, immer noch jeden Winkel des Raumes absuchend.
Als die Überprüfungen genannt wurden legte der Detektiv den Kopf auf die Seite und senkte ihn. Dann hätten die Jungs jetzt Freizeit. Er zog sein Handy hervor und leitete es weiter.
Natürlich bemerkte er Hennessys erbosten Blick. Natürlich, er musste ja erhört werden. Keinen Moment durfte die Aufmerksamkeit abschweifen. Mit einem falschen Lächeln sah Holmes wieder auf.
Hennessy hatte seine Pause beendet und ein paar eindeutige Kommentare zu Sherlocks Fortschritten gemacht, John hatte nach weiteren Punkten gefragt, und der DI bestand auf Antworten. Natürlich, wer wäre denn so blöd, zu glauben, sie würden ohne Handschuhe etwas ausrauben?
„Richtig, da haben Sie komplett recht. Wer ist so blöd?“ Sherlock lachte falsch und sah sich zu John um, obwohl er wusste, dass das nie in den Humor des Doktors passen würde.
„Sie anscheinend.“ Beendete der Detektiv schließlich trocken seine vorgetäuschte Euphorie und klatschte einmal in die Hände. „Ich habe ihnen einen wunderbaren Beweis quasi vor die Nase gelegt. Haben Sie ihn ergriffen?“ Sherlock grinste einmal. „Nein. Sie haben ihn in ihre Hosentasche gestopft. Wenigstens in einer Tüte.“ Mit diesen Worten zog er das Tütchen aus der Hosentasche und sah sich den Schlüssel noch einmal an. „Wenn Sie hier fähige Laboranten haben, und ich denke nicht, dass Sie das nicht haben, dann werden sie Rückstände von Talkum entdecken.“ Glücklich lächelnd atmete der Detektiv aus, den Blick auf dem Schlüssel. „Was, wie wir alle wissen, auf Latexhandschuhen zu finden ist.“ Dann sah er auf, das falsche Lächeln verfestigte sich nochmal und er warf dem Detective Inspector das Tütchen wieder zu. „Und genau diese werden sie im Hotelkeller finden. Auf der Verpackung können Sie dann das mit dem weißen Puder machen, was sie doch so gerne damit machen. Die Fingerabdrücke der Angestellten können Sie wegstreichen.“
Sherlock tat das nicht gerne, immerhin war das ein Punkt auf der Pluspunktliste des Detective Inspector, aber letztendlich stand ja nur das Lösen des Falles als Ziel da. Plus die Tatsache, einem weiteren langweiligen Tages in der Verbrechensunfähigen Millionenstadt London zu entgehen.
„Woher wissen Sie denn, wo die Handschuhe der Angestellten aufbewahrt werden?“ Hennessy sah im Moment nicht abwertend aus, eher verwirrt und ehrlich unwissend. Den Gefallen, Anreiz für eine Bemerkung zu geben wollte Holmes ihm nicht tun, er winkte ab.
„Unwichtig, ein paar Nachforschungen.“ Letztendlich war es das ja, als er im Keller eingesperrt war hatte er sich halt umgesehen.
Zum Glück fragte der andere nicht weiter nach, sondern gab nur weiter, dass danach gesucht werden sollte.
„Haben Sie sich schon über Überwachungskameras informiert?“ fragte der Detektiv, als ihm ein weiterer Punkt auf seiner Liste einfiel.
Hennessy nickte und sah auf seinen Block. „Nichts, wurden überklebt.“
„Kreppklebeband?“
„Panzerband, Schwarz.“
„Haben Sie nach der Ursprungsrolle gesucht?“
„Im ganzen Hotel. Nichts.“
„Im Gepäck?“
„In den Zimmern, es lag nichts auf den Tischen und die Taschen dürfen wir ohne direkten Verdacht nicht durchsuchen, da muss der Detective Chief Inspector seine Einverständniserklärung abgeben"
„Holen Sie sich eine.“
„Ist nur für eine Begrenzte Anzahl Personen möglich, nie und nimmer das ganze Hotel.“
Sherlock sah ihn mit einem Seitenblick verständnislos an. „Nein?“ „Nein.“
Das ließ den Detektiv die Augenbrauen zusammenziehen. Jede unüberlegte Bewegung ließ den Mann, der seine Waffe im Hotel dabei hatte, etwas ebenso Unüberlegtes machen, nur besser geplant und mit verheerenderen Folgen. Und vom Hotel weg konnten weder Arzt noch Detektiv, wenn Sie den Fall lösen wollten.
Also weiter auf unwissend tun und das mit dem Panzerband im Gedächtnis behalten.
„Wie haben sie es eigentlich geschafft, das Tape aufzukleben, ohne gesehen zu werden?“
„Wissen wir noch nicht, auf einmal war da eine Hand, die etwas aufs Bild klebt und dann ist alles Schwarz.“
Das gefiel Sherlock Holmes ganz und gar nicht. Es musste eine plausible Lösung geben, anders war das doch gar nicht möglich.
Seine Stirn die in Falten gelegen hatte glättete sich wieder.
„Vorerst brauchen wir andere Anhaltspunkte. Die Kleidung der Täter vielleicht. Ich glaube, mein Freund hier kann ihnen mehr dazu sagen.“
Sherlock drehte sich mit einem lockeren, amüsierten Lächeln zu John um. Fast hätte er gezwinkert, aber das ging nun wirklich nicht. Immerhin hatte er seine Ehre zu behalten.
Und deshalb machte er sich, sobald er sich wieder umgedreht hatte, sofort daran, das Zimmer weiter in Augenschein zu nehmen.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Do Jul 24, 2014 6:27 am

John hatte Sherlocks auflachen, wegen den Kommentar von Henessy wer den so blöd wäre, keine Handschuhe anzuziehen, wenn man keine Spuren hinterlassen wollte, seine Gesichtszüge nicht wirklich verzogen. Schließlich gab es auch solche Art von Leuten, die so ´blöd´ sein konnten. Der Arzt beobachtete Hennessys entgleisende, grimmigen Gesichtszüge, als Sherlock auf die Frage wer den so blöd wäre, dann auch noch auf ihn zu sprechen kam. Aufmerksam beobachtete der Arzt, wie der Blick des schottischen DIs auf die Tüte wanderte, die der Consulting Detective herauszog und das mit den Fingerabdrücken genauer erläuterte.
Unter nicht ganz so geschickten Laboranten mussten hier auch fähige Laboranten dabei sein, da war auch John sich sicher. Schließlich konnte es nicht über all jemanden wie Anderson geben. Wenn auch dieser nur seine Arbeit machte, mit dem nicht gerade angenehmen Nebeneffekt, sich gerne Aktiv zu beteiligen, wenn Sherlock seine ersten Deduktionen vollzog. Wann sie wohl wieder die Ehre hatten, ihm zu begegnen?
Hennessy fing etwas überrascht das Tütchen wieder auf, als es Johns Mitbewohner ihm zurückgeworfen hatte. Dieses Tütchen wurde sofort zwei weiteren hereinkommenden Spurensicherer in die Hand gedrückt, mit der Anweisung den Schlüssel auf Talkum untersuchen zu lassen, ebenso wie im Hotelkeller nach der passenden Packung der Latexhandschuhe zu suchen. Natürlich wirkte diese Anweisung vom schottischen Detective Inspector so stolz und selbstsicher, als wäre die Anweisung aus ihm selbst heraus gekommen. Watson seufzte leise auf. Manche Menschen schmückten sich gerne mit fremden Blumen. Jene zwei Spurensicherer verschwanden aus dem Zimmer, während sich der Inspector alsbald seinem Block zuwandte und davor eine Frage zu den Handschuhen doch nicht verkneifen konnte. Recht schnell ging das Gespräch dann auf die Überwachungskameras über, in dem der Arzt sich zum nun geschlossenen Fenster aufmachte und einen Blick nach draußen riskierte. Das Fenster war direkt auf der Seite der Straße, an dem sich auch der Hoteleingang befand. Somit sah Watson die Menge an Hotelgästen vor dem Hotel. Durch das geschlossene Fenster hörte man die Stimmen kaum noch, doch man konnte auch an dem hin und hergehen einiger Gäste bemerken, dass draußen eine deutliche Unruhe herrschen musste. Wie schon mal erwähnt, konnte der Arzt die Situation der Gäste dort draußen gut verstehen, allerdings ging ihr Fall hier vor. Die Gäste mussten deshalb wohl oder übel warten, bis sie ihr Gepäck holen konnten.
Watson wandte seinen blick ein wenig nach rechts. Weg von den Gästen des Hotels und den Angestellten und Polizisten, die versuchten die Menge zur rufen, schlenderte ein Mann den Gehweg entlang, schlängelte sich kurz zwischen Polizeiautos hindurch und beobachtete eine Müllabfuhr, die Watson vorhin auch schon auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgefallen ist. Kurz Zeit später kehrte dieser Mann zu den Angestellten zurück. Also schätzte Watson, dass dieser Mann ebenfalls als Angestellter zum Hotel gehörte.
John marschierte zurück zu Sherlock und Hennessy. Schade, dass auf den Überwachungskameras also nichts zu sehen war. Obwohl es doch eigentlich klar war, dass als allererstes die Überwachungskameras irgendwie lahm gelegt wurden. Hier war das mit Klebeband geschehen, recht einfallsreich. Aber John würde es vielleicht auch so machen.
Als Sherlock auf die Kleidung der Täter zu sprechen kam und sich dann dabei mit einem bedeutungsschweren lächeln zum Arzt umwandte, grinste dieser Automatisch. Jetzt würde der Arzt wohl seinen kleinen Part haben und darauf freute er sich insgeheim schon. Ja, manchmal war Rache doch einfach süß. Auch wenn John nicht immer Rache gut heißen konnte, so fand er sie hier doch recht passend.
Watson räusperte sich kurz, nickte und wandte sich an Hennesy. „Richtig. Vorhin wurden ein paar rote Pumps aus dem Müllcontainer am Hotel gezogen. Eine Bluse und ein Rock liegen immer noch darin. Es wäre gut, würden wir die Kleidungsstücke haben, schließlich könnten dort wertvolle Spuren vorhanden sein. Also wäre es von Vorteil, würde sich einer ihrer Kollegen zu diesem Müllcontainer aufmachen.“ Dabei sah John mit einem verhaltenen grinsen zu jenem Spurensicherer, der ebenfalls Alarmiert hochsah, als wäre sein Name gefallen. Er hatte wohl schon mit so etwas ähnlichem gerechnet. „Vielleicht findet sich dort noch die ein oder andere Sache, die uns im Fall weiterhilft“, ergänzte der Arzt um wieder zum schottischen DI zu sehen. Dieser sah John mit einem Blick an, als würde dieser Aussagen, dass es nicht abgemacht war, seine Männer im Müll wühlen zu lassen. Allerdings beruhten parallele Ermittlungen auch irgendwo auf Zusammenarbeit und Zusammenarbeit bedeutete, dass man sich auch mal die Arbeit teilte. Watson hatte schon im Müll gewühlt und nun war eindeutig jemand anders dran. Oder genauer gesagt, jener Spurensicherer, der Watson so unachtsam angerempelt hatte. Letztendlich machte der schottische DI einen geschlagen gegebenen Eindruck und deutete mit einem Kopfnicken zur Tür während er den Befehl erteilte: „Brix, sie haben gehört was zu tun ist. Nehmen sie ihre Tüten mit und suchen sie sich einen Kollegen der ihnen hilft. Ich will den Fall vom Tisch haben, bevor die Presse davon Wind bekommt“. Brix also hieß der Typ, den Namen würde sich John nur zur Sicherheit merken. Genannter blickte seinen Vorgesetzten kurz fassungslos an, nahm dann aber seine Utensilien mit, warf Sherlock und John einen genervten Blick zu, als hätte er ihnen diese Arbeit zu verdanken und verschwand. Bezüglich dieser Arbeit hatte Brix sogar fast recht, nur das es diesmal John war, der jemanden ein wenig Leiden ließ. Wobei man das nicht leiden nennen konnte, schließlich fiel es in die Arbeit mit hinein mögliches Beweismaterial zu sichern und dafür war die Spurensicherung da.
An die Presse hatte John noch gar nicht gedacht, aber so schnell würde diese doch auch nicht windbekommen, was hier los war, oder doch? Jedenfalls stand fest, dass sie wohl irgendwann aufkreuzen würde. Ein Verbrechen ohne Presse war ja fast unumgänglich.
Kurz als Brix im Türrahmen verschwunden war, konnte sich John einen kleinen Kommentar nicht wirklich verkneifen: „Passen sie auf, beim Müll durchwühlen nicht so unachtsam zu sein, als wie bei Treppenabstiege!“ Kurz darauf verschwand Hennessy um wohl nach seinen Kollegen zu sehen. Nun hatten Sherlock und John keinen Spurensicherer vor ihren Nasen. Vorerst.
Watson lehnte sich an eine Wand und sah kurz zu dem Schrank, in dem der Safe verstaut
war und dann erneut zum Bett. Dieser Fall war interessant, genau das richtige für Sherlock. Sie mussten zusehen belastende, richtige Beweise zu finden um die Täter zu stellen, keine Vermutungen den sonst würde wie Sherlock vorhin mal angedeutete hatte, einer ganz schön ungemütlich werden. Hier bestand eigentlich auch genug Action und Aufregung für den Arzt.
Allerdings auch gefährlich, aber welcher Fall den Sherlock annahm, birgte keine Gefahr? Dennoch machte sich John sorgen, dass heute noch etwas weiteres passieren könnte. Besonders bei so einem Schlägertypen wie diesem Fluggast, der also ebenfalls in das Verbrechen drinsteckte. Vor Waffen machte der bestimmt nicht halt, würde sich wohl auch nicht scheuen sie zu benutzen. Also war Vorsicht geboten. Ein falscher Schritt könnte fatale Folgen haben. „Was denken Sie könnte genau passieren, würde unser kurioser Fluggast erfahren, dass Lestrade und Hennessy von seiner Tat wissen, ohne richtige Beweise?“
Der Arzt hatte ein unwohles Gefühl, schon seit der Hochzeit von dem ehemaligen Freund des Arztes und mittlerweile war es nur schlimmer geworden. Den Diebstahl konnten sie Dank eines Schlafmittels nicht verhindern, Amy konnte gerade so gerettet werden, aber dafür hatten sie jetzt den nächsten heiklen Fall. Watson schloss einen Moment doch seine Augen. Durch das Schlafmittel hätte man meinen können, er hätte genug Schlaf bekommen. Aber nicht die Tatsache eines eventuellen Schlafmangels machte ihn gerade so müde, sondern die Tatsache einer weiteren verzwickten Situation innerhalb zwei Tagen.
Nicht, dass der Arzt mehrere, schnell aufeinanderfolgende Fälle nicht gewöhnt gewesen war, aber nach der längeren Falllosen Pause in London, musste auch er erst mal hier in Edinburgh wieder warm werden. Watson hatte insgeheim zwar mit ein wenig Action hier gerechnet, aber nicht mit so viel und einer so großen Auswirkung, was wohl eher dann auch wieder zum Teil auf die zurückliegende Hochzeit bezogen war.
„Wir haben da noch etwas gefunden!“ rief plötzlich die Stimme von Hennessy durch den Flur. Watson öffnete seine Augen und zog die Stirn kraus. Seit wann war der schottische DI schon wieder auf dem Rückweg. „Gasmasken!“ hörte man die Stimme von Brix. Gasmasken? Hatten die Verbrecher die auch im Müll entsorgt oder waren das andere? Watson lies seine kurze Phase der leichten Erschöpfung fallen und warf einen Blick zu seinen Mitbewohner. Tat das die Verbrecher den mit Absicht, oder meinten sie, dass alles im Müll entsorgte nicht mehr so schnell ans Tageslicht kam?
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Jul 25, 2014 2:44 pm

Sherlock schmunzelte leicht, als er John zuhörte, verkniff sich aber ein Grinsen, das falsch aufgefasst werden konnte. Oder richtig, das wäre in diesem Moment wesentlich problematischer.
Nun, wenn Sherlock sich um Hennessys oder des Spurensuchers Gefühle geschert hätte.
Den Blick Brix‘ bemerkte er, sah kurz mit einem süffisanten Lächeln auf und wandte sich dann wieder einem Stück Holzboden zu.
Eigentlich war da nichts, aber es sollte nicht zu sehr auffallen, dass er seinen Mund nun langsam nicht mehr beherrschen konnte.
John, der Rachsüchtige. Köstlich. Und verwunderlich.
Als der Arzt dem Spurensucher noch etwas hinterherwarf gab Holmes eine Art amüsiertes Schnaufen von sich, dann hatte er sich wieder im Griff.
Erst als Hennessy den Raum verließ schaute der Detektiv auf und sein Grinsen war nun doch, wie er hatte es verhindern wollen- Breit und herzlich.
Er machte ein kurzes Geräusch und deutete mit dem Kopf zur Tür um zu zeigen, wie erheiternd er das gefunden hatte.
Dann raffte Sherlock seine Hose, damit sie nicht spannte, wenn er in die Hocke ging und tat das dann. Er legte sich mit dem Oberkörper hin und sah unter das Bett. Nichts, natürlich, so unachtsam konnten sie ja nicht sein.
Auch wenn es nett gewesen wäre.
Er beförderte zwei benutzte Badhandtücher, eine Packung Taschentücher und ein Kissen ans Tageslicht.
Auf Johns Frage blieb Sherlock unten, das Ohr auf dem kühlen Boden und überdachte die Frage kurz. Dann erhob er sich wieder. Er stellte sich vor John, der lehnte an der Wand. Sherlocks Gesicht war ernst und er wusste, dass John spätestens jetzt mindestens eine kleine Vermutung haben musste. Wenn der Detektiv diesen Ausdruck benutzte, dann war es ernst. Und wenn Sherlock Holmes eine Gefahr ernst nahm, dann war das wirklich eine Gefahr.
Zwar liebte er Gefahren, er war doch stetig auf der Suche nach welchen, aber wenn auch John davon betroffen war, war ihm das wichtig.
Oftmals hatte er gewusst, dass es Gefahren geben würde, hatte aber nicht gedacht, dass sein Freund hineingezogen würde. Da war er immer ganz locker gewesen. Aber inzwischen hatte er viel gelernt, was Freunde und deren Risiken bedeutete.
Holmes hatte auch gelernt, dass John ihm helfen würde, wenn er Hilfe brauchte. Aber würde das auch andersherum funktionieren? Wie oft war der Detektiv nur knapp rechtzeitig gekommen?
„Bei den dreien weiß ich es nicht genau. Es kommt auf die Hände an, in die wir fallen.“Er wendete sich ab, sah sich kurz im Zimmer um, um nochmal alles abgecheckt zu haben und wandte sich dann John mit seiner gesamten Aufmerksamkeit zu.
„Der Fluggast würde es kurz machen. Noch hier in Edinburgh, oder kurz nachdem wir wieder in der Baker Street sind. Seine weibliche Begleitung…“ Holmes Blick glitt kurz zur Seite und er sah zum Fenster hinaus. Würde er bei diesem Mann John schnell genug helfen können? Oder wäre er zuerst dran? Das war durchaus beides möglich und nicht zu wissen, was passieren würde, machte Sherlock verrückt. Dann realisierte er, dass er den Satz noch nicht beendet hatte und schaute wieder John in die Augen. „würde eher warten. Baker Street, vielleicht wenn wir einen anderen Fall haben. Ich könnte ihr zutrauen, dass es aussähe, als wäre der Täter schuldig, der für den neuen Fall verantwortlich ist.“
Der Detektiv zuckte mit den Schultern. „Es hängt davon ab, wie wütend sie sind. Ob man sie mit den Namen fassen konnte, oder ob man ihnen nichts nachweisen konnte.“ Dann fiel ihm etwas ein und er zog die Augenbrauen zusammen. „Wissen wir überhaupt, wie sie heißen? Bis jetzt waren sie doch immer nur der Fluggast und Gina!“Plötzlich kam jemand herein, kein Spurensucher, ein einfacher Polizist, vielleicht ein Constable und hielt etwas hoch, Sherlock ging einen Schritt von John weg und nahm dem Besucher das Ding aus der Hand.
Kein Beweis, nein, dann wäre Hennessy gar nicht so schnell damit herausgerückt, es war Sherlocks Handy, dass im Mülleimer gefunden worden war.
„Haben Sie Fingerabdrücke?“ fragte Holmes, während er den Startknopf drückte. Es war ausgegangen. Der junge Polizist war überrascht, gefragt zu werden. Er ging automatisch in eine leichte Habachtstellung.
„Ja, ihre und ein paar andere, die noch ermittelt werden müssen." Sagte er dann.
„Einer der Täter hatte es mir weggenommen, behalten Sie die Abdrücke.“
„Sie haben sich das Telefon wegnehmen lassen?“ Die Stimme hinter Sherlocks Rücken war fragend und verwirrt. Natürlich, als ein stetiger Handybenutzer musste der Constable das ja wissen.
Sherlock hasste, dass er schon wieder darauf angesprochen worden war, seufzte arrogant und übertrieben und drehte sich zu dem Polizisten um.
„Ich war beschäftigt, jetzt verschwinden Sie!“ er machte wieder verscheuchende Handbewegungen.
Der Constable verschwand eingeschüchtert.
„So, John, was hätten wir für Beweismaterial? Zählen Sie auf?“ fragte der Detektiv, während er sich durch verschiedene Menüs klickte, die seltsamerweise geöffnet worden waren.
Dann packte er sein Telefon in die Hosentasche und faltete die Hände hinter dem Rücken.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 27, 2014 9:48 am

Watson hatte Sherlocks Heiterkeit vorhin registriert und mit einem ebenso erfreuten lächeln zurück gelächelt. Man erlebte nicht alle Tage ein herzliches, breites und vor allem ehrliches lächeln des Consulting Detectives, also war dieser kurze Moment ebenfalls was besonderes. Auch war John etwas über sich selbst erstaunt, sonst hielt er nicht viel von Rache. Aber dieses mal, verspürte er eine Art der Genugtuung den Spurensicherer im Müll wühlen zu lassen, dafür, dass er ihn vorhin recht blöd angeschnauzt und angerempelt hatte. Aber das würde sicherlich nicht oft vorkommen, dass John an jemanden Rache verübte, schließlich passte das nicht wirklich in seine Natur. Nur dann, wenn seinen Liebsten oder Freunden etwas geschehen sollte, dann würde das Gefühl Rache nehmen zu wollen, wirklich auftreten.
Als der Arzt dann später seine Frage stellte, lauschte Watson ruhig, aber auch mit einer gewissen Anspannung den Worten seines Freundes. Wenn Sherlock solch einen Gesichtsausdruck und solch eine Ernsthaftigkeit in der Stimme hatte, dann wurde hier also wirklich von einer ernsthaften Gefahr gesprochen. Unvermeidlich spannte sich sein Körper etwas mehr an. In seinen Zeiten als Militärarzt war die Gefahr doch fast tagtäglich sein Begleiter. Er hatte gelernt mit ihr umzugehen, doch nicht mit der Angst Menschen zu verlieren, die er kannte, die ihm nahestanden. In seinem Dienst hatte er oft gesehen, wie Bekannte ihr Leben verloren hatten, wie Kameraden mit starken Verletzungen von ihm behandelt wurden und dann doch zurück in ihre Heimat geschickt wurden, weil Verletzungen zu groß waren. Ja, irgendwo brachte die Gefahr Action mit sich, aber was war schon Action, wenn man gleichzeitig um das Leben eines Kameraden bangen musste? Der Arzt hatte am Tage seiner Ankunft in London beschlossen, nie wieder einen wahren Freund verlieren zu wollen. Dieser Beschluss hatte bisher immer gehalten. Nun ja, fast immer. Pete war da eine andere Geschichte, er hatte andere Leute in Gefahr gebracht, nur damit er seine Ziele verfolgen konnte. Das er Pete sozusagen verloren hatte, lag nicht an irgendeiner Gefahr, sondern daran dass sich sein ehemaliger Freund in Kreise bewegte, die Watson noch nie verstand und noch nie für gut hieß.
Bei Sherlock allerdings war es was anderes. Sie waren schon oft in mehr als missliche und gefährliche Situationen gekommen. Mehr als ein mal, dachte John er würde seinen Mitbewohner verlieren, weil er nicht an seiner Seite geblieben war. Bei dem ersten Fall war es schon brenzlig genug. Eine Sekunde später, hätte Sherlock vielleicht die Pille genommen. Hätte Watson nicht geschossen, was wäre dann passiert? Wenn der Consulting Detective die Falsche Pille gehabt hätte, wäre er nicht mehr hier. Und wo wäre dann John? Immer noch in seinem kleinen Zimmer? Jeden Tag vor sich hin grübeln, ob der nächste auch so langweilig werden würde. Sein Blog wäre immer noch leer und sein Hinken hätte wieder angefangen, wäre der erste gemeinsame Fall ihr letzter gewesen. Allerdings war einer der schlimmsten Fälle immer noch der, an dem Moriarty das erste mal aufgetaucht war und sich ja so charmant Sherlock vorgestellt hatte. Watson hätte sich irgendwie wehren müssen, als man ihn gefangen genommen hatte, aber er konnte es nicht. Wäre er achtsamer gewesen, dann hätten sie nicht diese Situation im Schwimmbad gehabt. Was wäre denn, wenn die Sprengsätze trotzdem hochgegangen wären?  Sie hätten beide nicht überlebt und Moriarty hätte schon längst halb London unsicher gemacht, als Consulting Criminal. John schauderte es immer noch, wenn er an die Sprengsätze denken musste. Watson wusste nicht, ob er auch so ruhig geblieben wäre, wäre es umgekehrt gewesen. Wäre nicht er an den Sprengsätzen gewesen, sondern Sherlock. Die Welt brauchte vielleicht nicht immer einen ehemaligen Militärarzt, aber bei einem Consulting Criminal brauchte man auch einen Consutling Detective. Wo man auch gleich mal bei dem Gedanken Moriarty waren, wo der wohl wieder Unterwegs war? Schön weiter Verbrechen unterstützen?
Eins stand jedenfalls fest, Watson würde alles tun um einen besten Freund, den einzigen besten Freund, nicht einfach zu verlieren. Da mochte die Gefahr noch so groß sein, wie sie wollte. John würde in den nächsten Stunden besonders achtsam sein, da konnte man nur hoffen, dass auch Hennessys Leute ihre Schritte gut überlegten.
Watson folgte Sherlocks blick zum Fenster. Wenn John sich nicht täuschte, so war auch Sherlock nicht ganz geheuer bei diesen dreien. Insbesondere bei diesem Fluggast. Watson würde dem nur ungern über den Weg laufen, wirkte er doch ganz schön einschüchtern. Aber Gina hatte es fast schon faustdick hinter den Ohren. Eine falsche Schlange, genau das war sie. Verführte einen und nutzte einen dann nur für eigene Zwecke aus. Ob das bei Pete und Amy auch so abgelaufen war?
„Die Begegnung mit Moriarty haben wir ja auch überstanden“, erklärte John dann, als der Arzt Sherlocks Unsicherheit merkte, ob sie die drei wohl unbeschadet überstehen könnten. Vor allem ob man rechtzeitig merkte, wenn ein Anschlag auf einen der beiden oder doch auf alle beiden verübt werden sollte? Der Arzt wusste nicht, woher er die plötzliche Zuversicht nahm, war doch die Begegnung am Pool nicht ganz gefahrlos und auch nicht ganz spurlos an ihm damals vorbeigegangen. Von Sprengsätzen hatte er auch heute noch die Nase erst mal gestrichen voll.„Also werden wir die Drei auch irgendwie überstehen und die richtigen Beweise finden,“ setzte Watson mit einem leichten aufmunternden lächeln hinzu. Wahrscheinlich zog der Arzt die Zuversicht daraus, dass er sich auch erhoffte, dass sie die richtigen Beweise finden und die Verbrecher, ohne das es verletzte geben muss, hinter Gittern zu bringen.
Wie Sherlock die Vorhergehensweise der Frau beschrieb, konnte dies wirklich zu Gina passen. Jemand anders für ihre Tat schuldig zu machen. Also John würde am liebsten keinen der Verbrecher in die Hände fallen, doch niemand konnte es sich aussuchen. Sie musste einfach auf die Glaubwürdigkeit der Beweise achten und auf den jeweils anderen.
„Bisher waren sie wirklich nur der Fluggast und Gina. Wobei ich mir bei dem Namen Gina nicht so sicher bin. Die Frau hat ihren gesamten Lebensinhalt gefälscht, da würde es mich nicht wundern, wäre Gina ebenfalls nur ein ausgedachter Name“, schnaubte John leicht. In Zukunft würde er vorsichtiger mit Damen sein, vor allem was die Lügen anbetrifft. Leider musste Watson später feststellen, dass auch eine scheinbar harmlose Frau mit einer einfach Vergangenheit und einem großen Vertrauen, auch etwas verheimlichte.
Der Arzt hob den Kopf als ein Polizist hereinkam, mit einer Tüte in der Hand, darin ein Handy. Bei der verwirrten Stimme des Polizisten, als er seine Frage stellte, zuckten Johns Mundwinkel kurz. Dieser junge Polizist konnten sie als wirklich nicht vorstellen, das jemand wie Sherlock ein Handy weggenommen werden konnte? Watson lernte wie immer, dass auch Sherlock nur ein Mensch war und nicht alles verhindern konnte. Erst recht wenn der Fluggast ihn in den Keller führte, denn wen Gina bei John war und dieser komisch Barkeeper unten in der Bar, konnte nur noch der Fluggast der gewesen sein, der sich Sherlock angenommen hatte.
Genau genommen hätte dieser Fluggast Typ auch sonst was mit Sherlock anstellen können und John wäre nicht da gewesen um ihn zu helfen, nur weil er ja die Dame näher kennen lernen wollte.
Watson hatte beobachtete, wie Sherlock auf seine Hand herumtippte und dann bemühte sich der Arzt, die Frage nach den Beweismaterial zu beantworten beziehungsweise aufzuzählen. „Also da hätten wir den Safeschlüssel, an dessen man Spuren von Talkum vorfinden wird. Somit können wir nachweisen, dass der Schlüssel mit Handschuhen…Latexhandschuhe angefasst wurde“, korrigierte er sich. „Dann wären da noch die Schuhe, von dem ein Stück des  Preisschildes an einem Nagel hängen blieb. Also weis man, dass jemand mit diesen Schuhe hier im Zimmer war“, zählte der Arzt weiter auf und vergas, dass man mit der DNA an den Schuhen auch auf den jemand drauf kommen würde und auch, dass man diese DNA gut mit der DNA an den Wassergläsern in Johns Zimmer vergleichen konnte, aus denen der Arzt und Gina gestern noch getrunken hatten. „Rock und Bluse wären da auch noch, an denen bestimmt auch DNA zu finden sein wird und ebenso sind da noch die Fingerabdrücke von ihrem Handy“. John überlegte kurz, ob er mögliches Beweismaterial vergessen hatte, aber ihm kam auch nichts mehr in den Sinn, was er vergessen hätte. „War es eigentlich wirklich nur Alkohol, dass Ihnen der Barkeeper gestern Abend zum trinken gegeben hatte?“ fragte der Arzt nun nach. Beweise für Gina hätten sie schon mal, ob diese aber ausreichen würden. Und was war mit dem Fluggast, auch der Barkeeper war ja nicht ganz unbeteiligt.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 27, 2014 1:19 pm

Als John Moriarty ansprach lächelte Sherlock schwach. Aber wirklich sehr schwach, immerhin war die Art, wie sie entkommen waren nicht gerade vorzeigenswert. Ein Anruf, mehr nicht, von einer Person, die weder John noch Sherlock darum gebeten hatten.
Sie waren ausgeliefert gewesen, und von jemand anders abhängig, nichts anderes, und das war Sherlock Holmes fast ein wenig peinlich. Dass es vermutlich die Frau war, die da so mal eben so sein Leben gerettet hatte, machte die Sache noch schlimmer.
Wobei Sherlock sich nicht einmal sicher war, ob er abgedrückt hätte. Es war eine Reaktion gewesen um die Zeit zu überbrücken, Moriarty unsicher zu machen. Hätte der Detektiv abgedrückt? Neben dem Consulting Criminal hätte dann immerhin auch er ins Graß gebissen. Und John. Schon allein John wegen hätte der Consulting Detective es nicht gemacht.
Es gab so viele Möglichkeiten, was hätte passieren können, aber Sherlock hielt sich nicht oft in der Vergangenheit auf und erst recht nicht, um alle Möglichkeiten durchzugehen. Sie hatten überlebt, Moriarty auch, Hauptsache es gab noch den Arzt und den Detektiv.
Auf Johns nächste Worte bemerkte Sherlock, dass sein Kopf leicht nach unten gesackt war und er die Wand unter dem Fenster musterte, er sah wieder zu John hoch.
Das Lächeln des Detektives war in der Denkphase verschwunden, aber kramte es für John wieder hervor.
„Es liegt auf der Hand, dass wir es schaffen.“ Sagte Sherlock dann „Wir schaffen es schließlich immer.“Als John von Gina redete legte der Detektiv den Kopf erneut schief und sah weg, er überlegte.
„Was haben Sie eigentlich gemacht?“ fragte er dann einfach. Seine Augen wanderten wieder zu seinem Kameraden. „Also, was sie getan haben, als ich nicht dabei war.“
Es konnte ja alles passiert sein, sie könnten reden, wovon Sherlock im Moment ausging, da John von einem Lebenslauf erzählte, essen, trinken, atmen… Auf jeden Fall musste es in Johns Zimmer zu machen sein, es war nicht lang genug Zeit, bis John an die Heizung gefesselt wurde.
Sherlock schaffte es gerade noch, nicht zu grinsen. Ah, jetzt hatte er auch etwas, wovon er erzählen konnte, wenn John auf die Idee kam vom armen Trunkenbold Sherlock Holmes zu reden. Wenn John irgendwann mal heiratete… Sherlock hielt ein. Wovon dachte er da?! John durfte nicht heiraten und gerade das hatte er doch gedacht! Dass er geschworen hatte, John abzuhalten, hatte der Detektiv zwar durch sein kurzes und ungemütliches Schläfchen im Waschraum des Hotels vergessen, aber sein Grundsatz blieb halt.
John redete jetzt über die Beweise. Innerlich hakte Sherlock auf seiner Liste ab, während John aufzählte. Es war wirklich zu praktisch jemanden zu haben, der das machte.
„In den Schuhen dürfte auch noch DNA sein, und sei es nur Schweiß. Außerdem sind da noch die Fingerabdrücke von der Handschuhpackung.“ Fügte er hinzu, als John geendet hatte. „Aber ansonsten war das alles, sehr gut, vielen Dank.“Sherlock mochte es nicht, mit Fingerabdrücken zu arbeiten. Man musste sich viel zu sehr auf die, die sich mit den Dingern auskannten, verlassen und vor allem, und das war das schwerste, nett zu ihnen sein. Wenn man das nicht war landeten die mühsam zusammengekratzten Abdrücke bei irgendeinem auf dem Schreibtisch, der sich DI oder DCI nannte und man selbst bekam nichts mehr davon mit, ein paar Informationen in der Zeitung ausgenommen, wenn der Fall gelöst war.
Watson sagte etwas und Holmes sah zu ihm hinüber, als der Sinn der Worte in seinen Verstand gesuppt war, begann er zu strahlen.
„Natürlich, John! Sie sind ein Genie!“ Sherlock packte ihn bei beiden Schultern. „Selbstverständlich!“
Er war dann schneller in seinem Zimmer, als er es je geschafft hatte. Nur wo hatte er das Getränk hingetan? Der gesamte gestrige Abend nach der Bar war ein Dunkler Nebel. Peinlich, wirklich verdammt peinlich.
Nur an einzelne Ausschnitte erinnerte er sich, aber die waren in diesem Moment uninteressant.
Mit lauten Geräuschen fielen Mappen vom Tisch, entleerten ihren losen Inhalt auf dem Boden, ein Haufen Stifte folgte. Vom Schreibtisch eilte der Detektiv zum Bett, wo er einen Flecken wahrnahm, der dieselbe Farbe hatte wie das Getränk. Vermutlich war es verschüttet worden, aber der Flecken war trocken und geruchsneutral.
Mit einer immer lauter werdenden Nein!-Tirade riss Holmes systematisch alle Schubladen und Schranktüren in diesem Zimmer auf.
Unterbrochen wurde er schließlich von seinem Telefon, das in der Hosentasche vibrierte.
Was immer man dir gegeben hat, wenn du eine Probe genommen hast ist sie sicher im Koffer, Sherlock. –MH leuchtete auf dem Display auf.
Knurrend ließ Sherlock das Telefon wieder in die Hosentasche fallen, dann leerte er methodisch seinen Koffer. Sprich, er warf alles über den Rücken, was er in die Hände bekam und hoffte, dass er die Probe, es musste eine Ampulle sein, war er sich inzwischen sicher, zwischen den Händen fühlen würde.
Da sie aber zwischen einem Hemd und einer Hose versteckt gewesen war fühlte er sie nicht.
Sie flog, mit den beiden Kleidungsstücken Richtung geöffnete Tür, während die beiden großen Teile aber bald an Höhe verloren flog das kleine, harte Ding noch ein wenig weiter.
An der Kraft des Aufpralls würde sie sicher kaputt gehen…
Sherlock unterdessen hatte mit seinem Gesuche im Koffer aufgehört und konzentrierte sich auf das Bad, wo er die Dusche halb laufend und eine Mittelschwere Überschwemmung feststellen musste.
Zwar war das Wasser nur um das vollgefüllte Duschbecken versammelt und hatte so nur einen kleinen Teil des Raums unter Wasser gesetzt, aber nachdem Holmes das Wasser abgedreht hatte waren seine Schuhe nass, und da sie nicht wasserfest waren auch seine Füße.
Die Tube, die er vom Doktor bekommen hatte, legte er noch auf den Spiegelschrank, dann machte er sich weiter ans Suchen.
Natürlich würde das nicht mit Erfolg gekrönt sein, hatte er doch die Ampulle soeben gen Ausgang geworfen, ohne es bemerkt zu haben.
Aber davon wusste er nun einmal nichts und so suchte Sherlock Holmes an jedem Platz in diesem Raum, an dem eine Ampulle stehen könnte.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 27, 2014 6:34 pm

Für John machte Sherlock den Eindruck, als Moriarty erwähnt wurde, dass auch er soeben wieder realisierte wie brenzlig das ganze gewesen war. Dennoch hatte Sherlock sich wieder zu einem leichten lächeln durchgerungen, einem ganz leichten. Das reicht schon um John die Gewissheit zu geben, dass sie auch das hier bewältigen konnten. Nein nicht konnten, sondern sie werden es schaffen. Genau, so wie immer, wie Sherlock von sich gegeben hatte. Bis jetzt sind sie auch immer davon gekommen, zwar hin und wieder mit einem Blauen Augen, aber sie hatten es immer geschafft, sich aus den Schlingen der Verbrecher zu winden. Hier würde es also nicht anders werden.
Bei der ersten Frage, die Sherlock dann gleich darauf stellte, musste der Arzt doch erst überlegen. Was hatte er wann gemacht? An der Bar hatte er die Dame beobachtet. Achja richtig, als Sherlock noch als Erklärung hinzufügte, was er und Gina getan haben, als der Detective nicht mehr dabei war, wusste John die Frage richtig zu beantworten. „Naja, wir haben uns danach noch unterhalten. Eigentlich ganz nett, die Unterhaltung haben wir irgendwann von der Hotelbar in mein Zimmer verlegt. Meistens ging es über Gina“, John schüttelte kurz den Kopf, als er an das Gespräch dachte. Wie konnte er auch glauben, dass Gina genau so war, wie er sich seine Frau eines Tages vorstellen könnte? Das wäre ja zu perfekt gewesen. „Dabei hat sie mir ja schöne Märchen aufgetischt. Würde kranke Kinder in ihrer Freizeit besuchen, Großfamilie, arbeite als Physikerin, käme aus Liverpool. Und ich war auch noch so dumm ihr zu glauben.“ John machte eine kurze Pause und überlegte. Hatten sie sonst über etwas wichtiges gesprochen oder hatten sie irgendwas wichtiges getan? Eigentlich hatten sie gestern Abend nur geredet, bis diese Gina ihr wahres Gesicht zeigte. „Wir haben noch ein Glas Wasser getrunken, bevor sie vortäuschte los zu müssen, ihre Eltern noch anzurufen oder so was. Tja, ein paar Minuten später war ich dann auch schon an der Heizung gekettet“, hatte John die Kurzfassung des gestrigen Verlaufs mit Gina beendet, bevor er später Sherlocks Aufforderung mit dem Aufzählen der Beweise nachgekommen war. Watson war beinahe klar, dass Sherlock noch etwas hinzuzufügen hatte, schließlich konnte John sich leider auch nicht alles merken, aber zumindest schien es so, als hätte er Sherlock beim abhacken seiner imaginären Beweisliste geholfen.
Fingerabdrücke, dass waren die Beweisstücke die sie zur genüge hatten, doch recht viel weiteres außer Schuhe und bald noch Bluse und Rock hatten sie nicht. Aber um zumindest Gina schon mal was nachweisen zu können, wäre es wohl ausreichend. Als Watson die Frage mit dem Barkeeper und dem Getränk gestellt hatte, war Watson recht verwirrt, als der Consulting Detective plötzlich strahlte. Was hatte er den gesagt, dass seinen Freund fröhlich Stimmte?
„Genie…was?“ stammelte John überrumpelt, als Sherlock ihn an beiden Schultern packte. Watson konnte es sich nicht anders erklären, als das er den Detective nun auf eine Idee gebracht hatte. Aber was um alles in der Welt sollte den so selbstverständlich sein? Immer noch recht verwirrt sah er dem Detective nach. Dieser rauschte aus dem Raum, während er hier im Zimmer der bestohlenen Frau stand. Kurz erinnerte ihn dieser Moment an den ersten Fall, wo Sherlock den Fundort der Leiche ebenfalls ganz schnell und überraschend verlassen hatte. Zum Glück musste er diesmal nicht die Baker Street auf weitem Wege aufsuchen um Sherlock zu finden, sondern sich nur zu seinem Zimmer hier im Hotel aufmachen. Doch bevor er das Tat, blickte er sich selbst noch mal in dem Zimmer an dem der Diebstahl begonnen hatte, um. Überall waren Kärtchen mit Nummern verstreut, Koffer der Spurensicherer lagen am Boden. Nur die Spurensicherer fehlten. Wie es wohl Brix beim Müll erging? Watson lächelte einen Moment, während er aber gleichzeitig seine Stirn in Falten zog. So, was hatte er jetzt eigentlich gesagt, dass Sherlock ihn als Genie bezeichnete? Sonst war er ja eher der Idiot, wenn John was nicht verstand. Aber wirklich ernst nahm das der Arzt nie, schließlich waren alle Idioten, die nicht mit Sherlocks Denkweise mithalten konnten. „Was…was ist denn nun so selbstver…“ noch während John murmelnd in die Stille an seine Worte dachte, fiel ihm ein, dass er das Getränk erwähnt hatte. War da wirklich nur Alkohol drin? Irgendwie so war sein eigener Wortlaut doch gewesen. Watson überlegte weiter, es musste also irgendetwas selbstverständliches mit dem Getränk sein. Johns Gesicht erhellte sich langsam, war da nicht gestern dieser dumme Plastikbecher, in dem Sherlock eine vollgesogene Serviette mit der Flüssigkeit seines Getränkes darin aufbewahrt hatte. Das, was der Arzt als eines von Sherlocks neuen, dummen Experimenten angesehen hatte. Vielleicht war das gar nicht so ein dummes Experiment gewesen, wie John dachte, sondern eine Probe der Flüssigkeit. Genau, das musste es doch sein. Sherlock wollte Testen, was in dem Getränk drin war, dass ihn Gestern so neben der Spur zeigte.
Der ehemalige Militärarzt blickte sich noch mal im Zimmer um, kehrte diesem dann den Rücken um auf den Flur zu treten und sich auf dem Weg zum Zimmer des Consulting Detectives aufzumachen. Schon von weitem konnte er laute Geräusche wahrnehmen, wie als würden Sachen einen neuen Platz auf dem Boden finden, allerdings nicht sanft abgestellt sondern eben mit einem lauten scheppern. Ruhig amtete John durch. „ Was richtet er nun wieder für ein Chaos an?“ fragte sich der Arzt murmelnd und wagte erst, als die lauten Töne von Sherlocks Stimme, die eindeutig Nein formten, abgeklungen waren, seinen Weg fortzusetzten. Watson hielt vor Sherlocks Zimmertür an, runzelte erneut die Stirn und musterte die verschiedensten Kleidungsteile am Boden, kurz vor der Tür. Watsons blick glitt an die Wand gegenüber der Tür und dann hinunter zum Boden. Johns Augenbrauen hoben sich, als er eine Art kleines Fläschchen, wohl eine Ampulle am Boden sah, in der Mitte zerbrochen, die Flüssigkeit zum Teil schon aus den Hälften floss. Watson dachte sich nichts weiter bei dieser Flüssigkeit, sondern schnappte sich die Kleidungsstücke die kurz vor und nach der Tür am Boden lagen und trat dann in das Zimmer des Consulting Detectives. Dort ließ er die Kleidungsstücke allerdings wieder auf den Boden fallen, als er das Chaos mit seinen Augen erfasste. Zahllose Mappen lagen auf dem Boden des Zimmers verstreut, die Blätter daraus in alle Himmelsrichtungen ausgebreitet. Stifte rollten Teilweise noch auf dem Boden, bis sie den Schwung verloren hatten und an ihren neuen Plätzen liegen blieben. Natürlich waren auch weitere Kleidungsstücke am Boden verteilt, ebenso standen Schranktüren und Schubläden weit offen. John schloss seinen leicht aufgeklappten Mund wieder. Wie konnte ein Mensch in wenigen Minuten so ein heilloses durcheinander zustande bringen? Der Arzt hob einen Kugelschreiber vom Boden auf, auf den er beinahe getreten wäre und legte diesen aufs Bett. Nach wenigen Schritten blieb er erneut stehen und sah sich ratlos um. „Sherlock, was suchen Sie eigentlich?“ lies er eine Frage verlauten. Watson wunderte sich nicht sonderlich, dass er darauf wohl auch keine Antwort erhielt. Also versuchte er sich selbst seine Frage zu beantworten. Sherlock hatte gestern sozusagen eine Probe von dem alkoholischen Inhalt mitgenommen, vielleicht war es das, was er suchte.
Lautes gepolter war nun von Richtung des Badezimmers zu vernehmen, also machte sich John Schnurstracks auf dem Weg zu diesem. Natürlich stand auch hier die Tür sperangel weit offen und Sherlock wandte sich suchend darin um. Watson registrierte beim zweiten genaueren hinsehen die kleine Überschwemmung nahe der Dusche, dies lies John nur wieder den Kopf schütteln. „Wissen Sie, dass Sie der einzige Mensch sind, den ich kenne, der in nur wenigen Minuten so ein Chaos hier veranstalten kann?“ fragte Watson fast schon amüsiert nach, wie sich der Detective suchend von der einen Badezimmerseite zur anderen wandte. Dennoch drehte sich auch der Arzt leicht um, um nach den Proben des Getränks Ausschau zu halten. Wo konnte Sherlock so etwas den bloß verstaut haben? Watson würde die Flüssigkeit ja eher in einem Behälter aufbewahren, aber dem Detective würde er zutrauen, dass er seinen Plastikbecher mit vollgesogener Serviette irgendwo im Zimmer rumstehen ließ, so wie er seine anderen Experimente überall verteilte. Da brauchte John bloß an den Teller mit dem komisch aussehendem Inhalt auf dem Wohnzimmertisch vor wenigen Tagen zu denken.
Als Watson aber erneut an einen Behälter dachte, da viel bei ihm der Groschen. Lag nicht vor Sherlocks Zimmertür eine zerbrochene Ampulle mit irgendeiner Flüssigkeit? Sollten das wirklich die Proben des gestrigen Getränks sein, würde da wohl nicht mehr viel übrig bleiben. „Ich glaub, das was sie suchen, liegt vor ihrer Zimmertür“, erwähnte John dann nachdenklich, als er seine Erinnerung an der zerbrochenen Ampulle vorhin vor Augen sah. Das war für ihre Beweisliste dann nicht mehr ganz so gut.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 27, 2014 7:46 pm

„Wasser? Fantastisch, das müssen sich die Typen auch noch ansehen, dann noch die Handschelle und ihr Handgelenk.“ Es lief prächtig, wenn man es denn so wollte.
Zwar keine Handfesten Beweise, aber eine Menge DNA- und Fingerabdruckzeug. Vielleicht war manchmal einfach die Arbeit des kleinen das Nutzvollste, auch wenn der Detektiv lieber etwas in der Hand hatte, das den Täter kennzeichnete.
Apropos, wie hatte John sich befreien können? Eine Haarklemme vielleicht? Das wäre in seiner Lage wohl das passendste, Sherlock bezweifelte, dass sein Kamerad eine Ausrüstung zum Aufbrechen kleiner Schlösser zur Hand gehabt hatte. Aber vorerst hatte er genug.
Mit einem Kommentar hielt sich der Detektiv zu den nächsten Aussagen zurück. Natürlich, er wusste, wie man Liverpooler von Edinburghern und Yorkshiren unterschied, aber er hatte immerhin eine gute Übungszeit. Und weil er wusste, wie John reagieren würde und er außerdem versuchte, sich zu verbessern. Also biss er leicht die Zähne zusammen und hörte aufmerksam zu. Vielleicht gab es ja noch das eine oder andere, was wichtig sein könnte.
Wenig später stand er in seinem Bad und war dabei, die Röhren unter dem Becken nach der Ampulle zu durchsuchen. Er steckte dabei mit dem gesamten Oberkörper in dem Schränkchen.
Seltsamerweise schaffte er, dabei immer noch professionell auszusehen.
Als John sagte, Sherlock wusste gar nicht, dass er gekommen war, dass er ein Talent zum Chaosanrichten habe (der Arzt sagte das nicht wie ein Kompliment, eigentlich ganz anders, aber Sherlock nahm es jetzt einfach mal so auf) brummte der Detektiv etwas unverständliches und tastete in die hinterste Ecke. Sie war leer, und John erklärte gerade, warum.
Der Consulting Detective brauchte ein, zwei Sekunden, um sich aus dem Schränkchen zu befreien, dann richtete er sich auf und ging zu besagtem Ort- Die Ampulle endete grade damit, sich zu leeren. Natürlich, weil Sherlock nie Glück haben konnte.
In einer wütenden Bewegung trat er eine Hälfte an das andere Ende des Flurs, da zersprang es an der Wand in die letzten Scherben. Die andere Hälfte zertrat der Detektiv mit dem Schuh.
„Das kann doch nicht wahr sein!“ knurrte er dann laut. Der Boden an der Stelle war noch etwas feucht, aber es brachte nichts mehr. Sherlock hätte vorsichtiger sein müssen.
Er bemühte sich, ruhiger zu atmen und schloss kurz die Augen, dann kehrte er in das Zimmer zurück.
„Ob die wohl sowas auch aufwischen?“ fragte er dann und deutete auf die Pfütze um die Dusche, mit der Andeutung eines Lächelns. Nicht sehr erfolgreich, aber immerhin genug um seine Atmung wieder zu normalisieren.
Vielleicht müsste Sherlock Mycroft eine SMS schicken, aber er wollte ihm nicht den Gefallen tun. Nicht, solang die Ehre des jüngeren Holmes dadurch geschwächt würde.
Er sah zu John hinüber. Ob es sowas auch bei den Watsons gab? Erst gestern, bei der Hochzeit, hatte der Bruder von der Schwester geredet. Ob es gemein für ihn wäre, wenn Sherlock jetzt mit seinem Bruder schrieb? Immerhin gab es so viel mit Gefühlen und all dem Kram, von dem Sherlock noch nichts oder kaum etwas wusste. Also besser nichts in die Richtung machen, das war sowieso das Beste.
Letztendlich zog der Consulting Detective sein Telefon aber doch aus der Hosentasche und schrieb eine Nachricht an seine Obdachlosen hier in Edinburgh. In nur fünf Minuten, in den er mit Aufräumen begonnen hatte, sah er sie schließlich auf dem Hof, wie sie sich einen Weg durch die Menge bahnten.
„Gina und der Fluggast sind doch sicher draußen, oder?“ fragte Holmes schließlich John und sah zu ihm hinüber.
Eigentlich müssten sie inzwischen genug Beweise haben, mit den Fingerbadrücken und der DNA. Aber Sherlock war noch etwas Letztes eingefallen und er wollte die Sache entweder abgehakt oder durchgestrichen haben. Das Panzerband vor den Kameras.
Der Fluggast, und Sherlock war sich sicher, dass er es gewesen war, der die Linsen zugeklebt hatte, musste das Band irgendwo haben. In der Tasche, das musste der wissen, war es zu unsicher. Und da kam sein Unterarm ins Spiel. Genauer gesagt das breite Ledernietenarmband, das er dort trug.
Es hatte etwas gepappt als er den Arm nach Sherlock ausgestreckt hatte, also musste dort mal etwas mit starker Klebekraft geklebt haben, zumindest war das eine Erklärung.
Vielleicht war die Aktion der Obdachlosen mit Glück gekrönt und sie fanden Überreste oder noch ein paar Streifen von dem Zeug. Sie mussten es ihm nur geschickt abnehmen oder ansehen.
Und natürlich hatte Holmes ihnen auch geraten, wie das ging.
Die beiden waren nicht dumm, das hatte der Detektiv bemerkt, als er sie kennengelernt hatte, aber trotzdem war es gefährlich, einem dermaßen grimmigen Mann sein Armband wegzunehmen.
Aber sie schafften das schon, Holmes war zuversichtlich.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Jul 27, 2014 9:14 pm

John beobachtete noch kurz, wie der Detective in einem Schränkchen umherwühlte, dann Watson Worte zu registrieren schien und sich eilig auf dem Weg zu der zerbrochenen Ampulle machte. Da John sich innerlich auf einen Wutausbruch des Detectives vorbereitete, war er nicht allzu erschrocken, als dieser nach wenigen Sekunden seinem Ärger in einem laut knurren mit den passenden Worte Luft machte. Watson seufzte auf, ja da war ihnen wohl ein Beweismaterial durch die Lappen gegangen, aber immerhin hatten sie genug Fingerabdrücke. Die müssten doch vorerst reichen. So mutmaßte John. Der Arzt lies seinen Blick durch das etwas verwüstete Badezimmer gleiten, dann warf er einen Blick zur Zimmertür. Von dort kaum auch der Consulting Detective wieder zurück, immer noch ziemlich aufgebracht. Wahrscheinlich machte er sich gerade selbst Gedanken, dass er vorsichtiger beim Suchen hätte sein müssen. Der Detective deutete mit seiner Frage, ob die so was auch aufwischten zur Dusche, als er wieder am Badezimmer angelangt war. Watson überlegte kurz, nickte dann aber und versuchte mit einem lächeln zurück Sherlock wieder etwas zu beruhigen. „Die Hotelangestellten müssen sicherlich noch ganz anderes aufwischen“, antwortete John dann und lies sein leichtes lächeln in ein leichtes grinsen übergehen. Ein bisschen Wasser war wohl das Harmloseste, was die Angestellten beseitigen mussten, im Vergleich zu dem anderen was die wohl seither beseitigt hatten.
Aber mal was anderes. Wussten sie denn überhaupt, ob die Flüssigkeit des Getränks irgendwelche Beweise enthielt, mit denen man den Barkeeper hätte überführen können, an der Tat beteiligt gewesen zu sein? „Wir haben ja noch die anderen Beweisstück. Das müsste ja vorerst reichen“, fügte John noch ruhig hinzu, damit Sherlock sich über den einen verlorenen Beweis, wenn er wirklich einer war, nicht mehr so viele Gedanken machte. Denn Watson kannte Sherlock nur zu gut, um zu wissen, dass er sich über jeden verlorenen Beweis aufregte, insbesondere wenn das auf seine Kapp ging. Dennoch hatten sie ja die Beweisstücke an denen unzählige DNA und Fingerabdrücke zu finden sein mussten.
Der Arzt musterte ein paar Handtücher, die ebenfalls am Badezimmerboden verteilt lagen. Irgendwie erinnerte ihn dieses Chaos doch etwas an seine Schwester. Früher war es ja sie oft, die den meisten Müll von ihnen beiden hinterließ. So waren es im jungen alter noch irgendwelche Teddybären, die auf ihrem Boden lagen, Spielzeug, vor allem auch Puppen und so manches Kleid. So oft man ihr auch sagte, sie solle aufräumen. Sie tat es nie. John war da ganz anders gewesen, zumindest immer schon ordentlicher als seine Schwester. Im Grunde waren sie eigentlich ziemlich verschieden, aber war das für Geschwister nicht typisch? Oft meinte man immer Geschwister hätten die gleichen Interessen, wären im Charakter recht ähnlich, aber das traf nicht immer zu. Schon gar nicht bei ihm und Harry. Ob das wohl auf ein Grund dafür war, dass sie sich so auseinandergelebt hatten? Wohl eher nicht wirklich, da war schon ein anderer Grund dafür verantwortlich. Irgendwann im späteren alter waren es eben nicht mehr Teddybären, die im Zimmer seiner Schwester herumlagen, sondern Flaschen. Alkoholflaschen. John hatte keine Ahnung wann seine Schwester angefangen hatte, sich im Alkohol zu flüchten, noch wusste er einen richtigen Grund dafür. Irgendwann als er dann zum Barts ging und sich fürs Studium ein kleine Wohnung nahm, bröckelte der Kontakt zu seinen Eltern insbesondere zu seiner Schwester. Ein paar mal kam sie noch zu Besuch vorbei, wo es Pete (und nur dieses eine mal war er Dankbar dafür, ihn kennengelernt zu haben) geschafft hatte, seine Schwester aus ihrer Sucht nach Alkohol herauszuholen. Wie war John immer schon ein Rätsel gewesen. Vielleicht weil er sich in den Zeiten von Harriets Besuchen mehr um sie gekümmert hat, als John es tat. Dennoch hatte Harry sich wieder dem Alkohol zugewandt, als sie ihre wahren Gefühle gegenüber Frauen im klaren war. Wahrscheinlich hatte sie die Ablehnung von ihren Freunde, als sie sich outete nicht ausgehalten. Oder aber sie machte es aus Trotz, weil sie sich an einem Abend darüber gestritten hatten, dass John nicht zum Militär gehen sollte. Harry wollte es nicht, aber John hatte seine Entscheidung damals getroffen und das hatte seine Schwester zu akzeptieren. Aber vielleicht war es im nachhinein auch ein Fehler gewesen, dass er seine Schwester mit ihren Problemen allein lies. Watson war davon ausgegangen, dass sie mit der Unterstützung der Familie auch ohne ihn wieder auf die richtige Bahn kam. Wie der Arzt aber während seines Dienstes erfuhr, war dem nicht so. John konnte nie mit Harry ein vernünftiges Wort reden, wohl waren daran mitunter die vielen Auseinandersetzungen Schuld, die sie schon immer hatten. Und dennoch war ein kleiner Teil der Verantwortlichkeit, die er gegenüber seiner Schwester spürte, irgendwo in ihm. Deshalb hoffte er auch, dass sie einen Weg zurück in das normale Leben ohne Alkohol fand. Aber bei jedem Anrufe, der aller höchsten zu Weihnachten und ein mal in einem halben Jahr stattfand, war es doch nicht so. Wie wohl der nächste Anruf ablaufen würde und wie seine Schwester erst recht reagieren würde, wenn sie von Petes ach so tollen Hochzeit erfuhr?  Watson verwarf sofort seine Szenarien, die durch seine Gedanken rauschten. Darum würde er sich später noch kümmern. Solange Mike nichts von dem Desaster an Hochzeit erfuhr, nicht vor Harriet, musste er sich auch keine Sorgen machen, dass seine Schwester diesen Vorfall von jemand anders, als von ihm erfuhr. Watson wandte seinen Blick vom Chaos ab. Sherlock war nicht mehr da, jedenfalls schien es so, als hätte er sich zum Aufräumen durchringen können. Denn weiter entfernt vom Bad, hörte er es bereits wieder poltern. Oder aber er sucht schon wieder nach etwas, schoss es John durch den Kopf. Mit einem leichten lächeln darüber, marschierte er in Richtung der Zimmertür. Wo er Sherlock bereits fand, dieser sah kurz zum Arzt und zog wenig später dann sein Handy heraus. Wem er wohl jetzt wieder eine SMS schickte?  Watson konnte nicht deduzieren, deshalb würde er sich seine Frage auch nicht so leicht beantworten können. Watson überflog die Unordnung im Zimmer, beobachtete dann wie Sherlock sich nach seine Handy auch dem Chaos zuwandte und erstaunlicherweise wirklich aufzuräumen begann.
John beobachte Sherlock eine Weile, wie er begann ein paar Akten aufzusammeln und bewegte sich dann zu den herumliegenden Kleidern, um diese aufzuheben. Vielleicht auch ein wenig aus Mitleid, dass man das ganze Chaos nicht so ganz allein schaffen würde, aber auch weil es zu zweit einfach schneller ging aufzuräumen, half John Sherlock dabei. Die Hemden begann er auf einen Stapel am Bett zu legen, als eine frage des Detectives ertönte. Watson sah auf zu seinem Mitbewohner und nickte. „Ich denke mal schon. Die beiden stehen sicher getarnt in der Menge und wiegen sich wahrscheinlich in Sicherheit,“ antwortete der Arzt und begann die Hosen einzusammeln um sich danach den Stiften zuzuwenden, als ihm einfiel, dass er keine Gegenfrage gestellt hatte. Schließlich interessierte es ihn brennend, weshalb Sherlock das wissen wollte. Also gab John ein: „Wieso?“ hinzu.
Nach der Kleidung kniete er sich zu ein paar Stiften auf den Boden, die nah beieinander lagen und sammelte sie ein. Insgeheim kam nun eine weitere Frage in seinem Kopf auf. Wie spät war es eigentlich? Wie lang hatten sie durch das Schlafmittel den geschlafen? Es musste sicher schon kurz nach Elf sein, schätzte John. Und langsam aber sicher kam in ihm der Hunger auf. Schließlich gab es Gestern bei der Hochzeitsfeier ja nichts sonderlich appetitanregendes. Und heute hatte sich ja noch keine Gelegenheit ergeben etwas zu sich zu nehmen. „Nach dem Fall müssen wir uns unbedingt ein ausführliches Mittagessen genehmigen, wenn wir schon kein Frühstück hatten“. Und Sherlock würde es sicherlich auch gut tun, mal wieder etwas zu essen. Wusste John doch nur zu gut, dass Sherlock Essen als Hinderung für sein Denken empfand, da viel zu viel Energie beim verdauen verbraucht wurde, die man sinnvoller nutzen könnte.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 28, 2014 12:42 pm

Sherlock versuchte zu lächeln, aber es war ein Thema, über das er nicht reden konnte, also ging das Lächeln auch schief. War das eine zweideutige Andeutung? Also landete der Detektiv bei einem unsicheren hochziehen der Augenbrauen. Natürlich, John konnte auch Exkremente oder Blut meinen, aber so genau wollte der Detektiv das dann doch nicht wissen.
Dann hatte Sherlock seinen Ausfall, als John etwas Beruhigendes sagte brummte er etwas Wütendes.
„Darum geht es doch gar nicht. Wie kommen Sie darauf, dass es darum geht?“ Natürlich ging es auch darum, aber wenn Sherlock gereizt war war es seine Lieblingsbeschäftigung jemanden runterzumachen. „Es geht um die Frage, was mich… so…“ Er wackelte unbestimmt mit den Händen herum. „gemacht hat.“ Dann schwieg er ein bisschen in stillem Ärger.
Als Watson ihm wenig später beim Aufräumen helfen wollte wedelte Holmes etwas unbestimmt mit einer Hand. „Hören Sie auf damit, Sie bringen noch Unordnung hinein.“ Dann bemerkte wie unsinnig dieser Satz in diesem Moment war und besann sich wieder seiner Aufgabe.
Die Mappen waren entsetzlich durcheinander geraten, am Ende war sich Sherlock nicht mal sicher, ob er alles richtig zugeordnet hatte, geschweige denn ob einige Blätter überhaupt irgendetwas mit dem Experiment gehörten. Aber wenigstens waren sie weg.
Um auf Johns Frage nach der Antwort zu antworten nahm sich Sherlock Zeit. Er stapelte erst die Mappen und stellte sie auf den Tisch, fing zwei auf, die am Rutschen waren und lehnte sich dann gegen die Tischkante.
„Ein bisschen kompliziert. Sie sollen dem Mann sein Armband abnehmen, dann sehen wir ob ihm das Panzerband gehört.“ Hörte sich für einen Uneingeweihten klang das vielleicht ein wenig komisch und unzusammenhängend, aber John kannte Sherlock. Dementsprechend musste er wissen, dass es noch nicht Zeit für mehr Infos war.
Nachdem ein paar Prospekte in einer Tischecke gelandet waren folgte Johns Aussage über das Essen.
Sherlock war sich nicht sicher, ob er auch etwas zu sich nehmen sollte. Es verlangsamte sein Denken und machte ihn angreifbar, warum sollte er dann? Aber ehrlich gesagt zog sich sein Magen schon seit der Ohnmacht im Keller zusammen. Es fühlte sich tatsächlich so an, als ob er brechen müsste, egal ob er nun etwas oder nichts aß. Also blieb Sherlock bei einem leicht falschen Lächeln, das seine Freude über das Mahl ausdrückte, und wandte sich wieder dem Tisch zu. Leider war das Lächeln so herübergekommen, wie der Detektiv es gemeint hatte. John wusste sicherlich, dass Holmes nicht viel aß.
Natürlich, warum sicherlich, John wusste eigentlich am meisten über den Detektiven. Die Familie einmal ausgenommen.
Ah ja, Familie. Sherlock hatte seinem Freund nichts von dem Anruf seiner Eltern erzählt, aber das war sowieso überflüssig. Der Consulting Detective redete nicht gern über seine Eltern, sie waren ihm vermutlich einfach ein wenig zu peinlich.
Und er hatte sich versprochen, sie weitestgehend vor John geheim zu halten. Sie interessierten ihn auch sicher nicht.
Außerdem machte man doch sowas nicht. Sie waren Mitbewohner, Eltern vorstellen war da doch wirklich keine Pflicht. Sherlock kannte die Watsons nicht (was wohl auch daran liegen konnte, dass sie vermutlich tot waren) und er hatte nie über sie geredet, also musste John auch nicht Holmes Eltern kennen lernen oder der musste nicht über sie reden.
Sie waren Mitbewohner, die nicht übermäßig viel über den anderen wissen mussten.
Klar, sie waren Freunde, vielleicht andere Freunde als andere- immerhin wurde man nicht jeden Tag wegen eines Freundes in eine Bombenjacke gesteckt- und vielleicht auch dickere –immerhin wäre ein normaler nicht auch noch zu eben dieser Bombenjacke gelaufen- aber Holmes Eltern musste nun wirklich nicht die halbe Welt kennen.
Schritte wurden laut, ein Spurensucher, Brix, fluchte, wenig später standen zwei Jungen in der Tür, schwer atmend, weil sie gerannt waren. Einer der beiden hielt ein Armband in der Hand, das streckte er in die Luft, als habe er es in einem äußerst schweren Wettkampf gewonnen.
„Wir haben‘s!“ rief er und händigte es Sherlock aus, der zu ihm gekommen war.
Der drehte es um und sah tatsächlich Rückstände von Klebestoff und ein Härchen, das daran klebte.
„Fantastisch! John, geben Sie den beiden etwas Geld…“
Holmes war zu beschäftigt dafür. Er hatte das Band auf seinen Schreibtisch gelegt und eilte wieder zur Tür.
Brix wollte gerade vorbeigehen.
„Sie! Beschaffen Sie mir ein frisches Stück Panzerband von den Kameras. Schnell.“
„Aber ich habe keine Leiter!“
„Beschaffen Sie sich eine. Na wird’s bald?!“
Hach, tat das gut.
Während Brix Richtung Angestellten-Schrank verschwand kratzte Holmes die Rückstände von dem Armband. Tatsächlich fand sich sogar noch ein Stückchen Panzerband. Vermutlich hatte er eine weitere Kamera zukleben wollen. Andererseits war es dafür zu groß… Ach, das interessierte jetzt auch nicht.
Erstmal musste Sherlock den Klebstoff vergleichen.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 28, 2014 3:30 pm

John sammelte noch ein paar Stifte auf, die er sich zugewandt hatte um sie dann ebenfalls auf dem Bett zu platzieren. Natürlich war Sherlock wegen des entgangenen Beweisstückes wütend und wahrscheinlich auch wegen der Tatsache, dass er absolut keine Ahnung hatte, was ihn Gestern so neben der Spur wirken lies. Aber mit dem Wissen, was es gewesen war, konnte er den Abend ja auch nicht mehr rückgängig machen. Aber vielleicht wollte er sich dann rechtfertigen, weil er wusste, dass irgendwas ihn seinen Verstand raubte. Aber vor wem würde er sich rechtfertigen wollen? John würde die Vorfällen an dem gestrigen Abend schon nicht erzählen, vor allem weil er dann auch von der Dame erzählen müsste, von der er sich einfach so hinters Licht führen lassen hat. Es war wohl das beste, dass so wenige wie möglich von dem Abendablauf erfuhren. Lestrade wusste ja, was ungefähr passiert war, aber auch nicht alles. Am besten wäre es, wenn so wenige Leute wie möglich überhaupt von dem Urlaub und deren Ereignissen wüssten. Harry musste er zumindest das mit der Hochzeit sagen, denn das war er ihr dann doch irgendwie schuldig. Wenn er früher schon nicht fähig genug war, richtig auf Harry aufzupassen, dann musste er ihr wenigstens von der Wandlung von Pete erzählen, bevor sie es von irgendjemand anders erfuhr. Wer auch immer dies sein könnte. Und Mike wäre auch noch einer, der zumindest wissen wollte wie die Hochzeit gelaufen war. Wenn er ihm erzählte, dass die Hochzeit nicht ganz so glücklich verlaufen war, müsste das auch reichen. Zwar könnte er damit seinen Blogeintrag vergessen, aber manchmal mussten nicht immer alle wissen, was bei Sherlock und John passierte.
Sherlocks Erwähnung, dass John nur Unordnung reinbringen würde, beim aufräumen, nahm John mit einem verständnislosen Kopfschütteln zur Kenntnis, legte aber trotzdem noch die Stifte ab, bevor er sich im Zimmer umsah. Sein Mitbewohner sollte erst mal wieder runterkommen, vielleicht würde das selbstständige Aufräumen ihm dabei helfen. Watson jedenfalls dachte über die kurze Antwort auf seine Frage vorhin nach. Wer war mit Sie gleich noch mal gemeint? Doch nicht etwa irgendwer aus seinem Obdachlosen Netzwerk? Anscheinend waren Sherlocks Leute wohl überall, oder aber er hatte Obdachlose in den letzten Tagen hier in Edinburgh getroffen und mal kurzerhand zu seinem bestehenden Netzwerk hinzugefügt. Mit Mann war sicherlich der Fluggast gemeint und das Panzerband wurde ja vorhin schon bei Hennessys Bericht erwähnt. Mehr Informationen zu dem Wieso enthielt es aber nicht, wahrscheinlich war es jetzt auch noch nicht der passende Zeitpunkt dafür. Nun ja, John würde schon noch herausfinden, was ein Armband mit dem Panzerband zu tun hatte.
Schon nach wenigen Minuten als John darüber nachdachte ob nun Sherlocks kurzes lächeln bei der Aussage ehrlich gemeint oder nur aufgesetzt war und er zu dem Entschluss kam, dass das lächeln nicht echt sein konnte, weil Sherlock sich nie wirklich über das Thema Essen freute. Für ihn war sowas eh nur eine weitere Behinderung seines Denkens, hörte John hektische Schritte vom Flur aus. Wer kam den jetzt? Brix? Nein, lediglich hörte man seine laute Stimme etwas Fluchen, wenig später erschienen zwei Jugendlich im Türrahmen, in der Hand hielt einer ein Armband, rief aus, dass sie es hatten und übergaben es an Sherlock. Aha, also doch zwei Jungs von seinem Netzwerk. Doch wofür war das Armband nun gut? Watson wurde in seiner Überlegung unterbrochen, als Sherlock meinte, er soll den Jungs etwas Geld geben. Bitte? Wer war er dann? Perplex wandte er sich an Sherlock. „Haben Sie kein eigenes da? Ich werde sicher nicht ihre Leute bezahlen, schließlich musste ich schon mal bei einem Jungen ihres Netzwerkes herhalten. Die Polizei hatte ich am Hals, wegen einem Graffiti“, gab John ablehnend von sich. Als er sich jedoch die zwei Jungs besah, die ihn fast schon mit bettelndem und hungrigem Blick ansah, konnte John nicht anders, als in seiner Hosentasche nach seiner Geldbörse zu suchen, die er eingesteckt hatte, noch bevor Watson sein Zimmer verlassen hatte. Schließlich wollte er sich später vielleicht wirklich eine Kleinigkeit zu Essen besorgen. Erneut sah er zu den Jungs, die auf die Belohnung warteten. Deren Blicke erweichte doch Johns Herz und er ließ seine Sturheit abfallen. Der Arzt griff nach dem 20 Dollar Schein in seiner Geldbörse und ging auf die beiden zu, nicht ohne sich noch mal kurz zu Sherlock umzuwenden. „Aber nur dieses eine mal,“ gab John mit leicht zusammengebissenen Zähnen von sich und drehte sich dann zu den Jungs. Einem der beiden legte er den 20-Dollar Schein in die dargebotene offene Hand. „Teilt euch das Geld aber,“ mahnte er die Jungs, bevor er seine Geldbörse wieder verschwinden ließ. Nicht das noch einer drauf kam, mehr zu verlangen, als sie eben bekommen hatten.
John hörte Sherlocks nächsten Befehl, der aber nicht ihm galt, sondern dem grade vorbeigehenden Brix. John grinste auf den kurzen Wortwechsel vom Consulting Detective und dem Spurensicherer. Erst musste dieser im Müll wühlen und jetzt dürfte er noch  auf Leitern steigen. Tja. Watson verkniff sich seine Frage, ob er den schon Rock und Bluse gefunden hatte, den so wie er aussah, mit zerzausten Haaren und sich bereits neue Handschuhe über die Finger stülpend, musste er wohl bereits die Suche beendet haben.
Watson wollte Sherlock gerade genaueres über das Armband befragen, als auch schon ein nächster Spurensicherer auftauchte. „Hennessy meinte, ich sollte sie fragen, ob sie noch weitere Beweisstücke ausfindig machen konnten“, meinte dieser und warf einen kurzen verwirrten Blick auf die beiden Jungs, die soeben von dannen zogen. Sherlock schien beschäftigt mit dem Armband, also erklärte Watson, dass in seinem Zimmer noch einige DNA spuren zu finden seien, da er sich an einer von Sherlocks Aufzählungen zu weiteren Beweise vorhin erinnerte. Der Spurensicherer machte sich bereits auf den Weg zu Johns Zimmer, während der Arzt sich noch mal kurz an Sherlock wandte. „Ich bin dann mal drüben“, informiere er seinen Mitbewohner. Beim weiteren Beweisstück des Consulting Detectives konnte er sowieso nicht mehr allzu viel tun, da würde er doch Lieber beobachten, was der Spurensicherer in seinem Zimmer unter die Lupe nahm, schließlich sollte er lediglich die Handschelle und die Ginas Gals in Augenschein nehmen.
Watson lehnte in seinem Zimmer an der Wand gegenüber des kleinen Tisches, an dem er mit Gina den gestrigen Abend verbracht hatte. Der Spurensicherer pinselte am Glas herum, um die Fingerabdrücke mit den bereits vorhandenen und der DNA abzugleichen. Ein anderer hatte sich die Handschelle an der Heizung vorgenommen. „Wie haben Sie es eigentlich geschafft, sich davon loszuketten?“ fragte einer der Spurensicherer, sah nicht auf sondern hob nur die Handschellen leicht vom Rohr an. Stellte neuerdings schon die Spurensicherer fragen? John ging aber einfach mal von einer ganz normalen Frage aus und davon, dass es den Spurensicherer ehrlich interessierte, wie er sich befreien konnte. „Mit einer Büroklammer“, antwortete der Arzt knapp. „Sie werden auch meine Fingerabdrücke darauf finden, schließlich sollte ich mich dort festmachen“, fügte der Arzt hinzu. „Und sie hatten nicht bemerkt, dass diese Frau ihnen eine Lügengeschichte auftischte?“ fragte einer im Plauderton, ein anderer fragte nach, warum er die Frau den nicht einfach überwältigt hätte, schließlich machte John nicht den Eindruck als würde er das nicht können. Watson atmete erneut tief durch. Was sollten den die Fragen? Konnten die Spurensicherer nicht einfach normal ihre Arbeit erledigen? „Würden Sie versuchen, sich gegen die Anweisungen zu widersetzten, würde man ihnen mit dem Leben des Freundes drohen?“ fragte John knurrend und dies war auch gleichzeitig seine Antwort. Auf die frage des anderen Spurensicherer, ob er nicht bemerkt hatte, dass die Dame log, gab er keine Antwort. Hätte er, wenn er genau auf Ginas Worte geachtet hätte, erkennen können, dass alles gelogen war? Vielleicht hatte sie sich ja gestern mal verredet und John hatte es nicht bemerkt, weil er nur Augen für Ginas Aussehen hatte?
Watson verschränkte seine Arme vor dem Brustkorb. In Zukunft würde er aufpassen, mit wem er sich traf. Und diese Spurensicherer sollten nun endlich mal fertig werden, bevor er noch weitere Fragen beantworten musste. Wie es wohl Sherlock mit dem Armband ging? Sicherlich war Brix schon auf irgendeiner Leiter, um dem Consulting Detective das Panzerband zu beschaffen.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 28, 2014 5:18 pm

Sherlock brummte etwas Unverständliches, als John fragte, ob er Geld habe. Natürlich, irgendwo hatte der Detektiv bestimmt Geld, aber nicht zur Hand. Und suchen wollte er dich erst recht nicht.
Als sein Freund die alte Geschichte mit dem Graffiti wieder aufbrachte gab Sherlock ein kurzes Ngeh von sich, wedelte unbestimmt mit der Hand und beugte sich wieder zum Armband hinunter.
Dann blendete er sein Umfeld aus und begann mit der genaueren Analyse. Er kratzte ein paar Klebereste vom Armband und schabte es dann auf einem weißen Stück Papier, das er kurz davor aus einer Mappe gezogen hatte.
Ein Mikroskop wäre natürlich besser gewesen, aber man musste nehmen, was man bekam. Zur Not könnten die Ortsansässigen Laboranten noch einmal drüber sehen.
So, nun fehlte noch das andere Stückchen Panzerband und ein weiterer Beweis war da. Sherlock seufzte. Kein schöner Fall, aber was tat man nicht für Beschäftigung?
Er richtete sich auf, lehnte sich zurück und rieb sich die Augen, dann gähnte er. Wie spät war es eigentlich?
Erst als er auf seine Uhr sah, merkte er, dass John fehlte. Verwirrt schaute er sich um, als John aber auch nicht in einer anderen Ecke stand musste Sherlock feststellen, dass er weg war.
Er hätte ja auch bleiben können. dachte er grimmig, stand dann auf und schob den Stuhl an den Tisch.
In Sachen Langsamkeit stand unter der Herrschaft Hennessys wirklich niemand diesen Leuten hier nach. Wo blieb dieser Brix? Der Detektiv ging zum Flur, und nachdem er sich von der Tür aus umgesehen hatte wollte er schon wieder im Zimmer verschwinden, da hörte er plötzlich Stimmen aus Johns Zimmer.
Vielleicht war Brix da? Na, wenigstens John musste da sein. Also machte sich Sherlock zu dem Zimmer seines Kameraden auf, blieb aber, bevor er eintrat, hinter der Ecke stehen.
Mit dem Leben des Freundes drohen… John hätte die Frau einfach entwaffnen können, aber das hatte er nicht getan, weil Sherlock sein Freund war…
Es war schon mehrmals durchgekommen, dass sie Freunde waren, natürlich, aber es überraschte den Consulting Detective jedes Mal.
Er blieb also einfach, in der Bewegung erstarrt, im Flur stehen, während sein Kopf ratterte.
Schließlich drehte er sich um und verschwand wieder in seinem Zimmer.
Da setzte er sich an den Schreibtisch und rieb sich die Schläfen, die Ellenbogen auf die Holzplatte gestützt.
Am Ende stand er einfach auf, er hatte Schritte gehört und wurde von Brix‘ Anblick belohnt, der mit einem Tütchen und einer Tüte in der Hand in der Tür stand. Mit so etwas wie Schadenfreude bemerkte Sherlock, dass er beim Erklettern der Leiter einmal umgeknickt war.
„Hier.“ Brix drückte dem Detektiven das Tütchen in die Hand, dann auch die Tüte. Sherlock drückte sie zu ihm zurück.
„Die brauchen Sie. Suchen Sie nach DNA und so etwas. Und besorgen Sie mir einen Kaffee. Schwarz, zwei Stück Zucker.“
Kaum hatte er diesen Befehl gegeben setzte er sich wieder an den Schreibtisch und klebte ein bisschen Klebstoff des Streifens auf das Blatt, den Rest neben den Rest von dem Stück des Armbands.
Nach einer genauen Musterung wurde klar- Das hier waren, zumindest augenscheinlich, und Sherlock konnte sich in 9,99 von 10 Fällen auf seine Augen verlassen, Streifen vom selben Ursprung.
Jetzt mussten nur noch alle Beweise zusammen.
Hah, da würde Hennessy aber staunen.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mo Jul 28, 2014 7:00 pm

John bekam von Sherlocks kurzen Besuch in seinem Zimmer nichts mit, hatte er sich doch versteckt gehalten. Was er aber mitbekam, waren erneut die Stimmen der Spurensicherer die nach einer kurzen Pause darüber stritten, was den Schlauer gewesen wäre. Wirklich nichts tun und sich einfach anketten lassen, damit dem Freund nichts passierte oder die Dame entwaffnen und nach dem Freund suchen, schließlich könne ja niemand wissen, dass man die Dame entwaffnet hat. Was aber wäre, wenn ein Komplize ihn später dabei beobachtet hätte, wäre er suchend durch die Gänge gelaufen, als irgendwo angekettet an der Heizung zu sitzen. Der Komplize wäre sicherlich auf schnellstem Weg zu seinem Gefangenen gerannt und hätte die Drohung wahr werden lassen. Watson schüttelte abwesend den Kopf. Das Risiko wäre er nie eingegangen. „Sie hätten sich in meiner Situation befinden müssen, vielleicht würden Sie dann meine Entscheidung verstehen“, meinte John irgendwann auf die Diskussion der Spurensicherer hin. Diese wollten darauf etwas erwidern, doch unterbrach ein laut stapfender Hennessy das Gespräch. „Sind Sie hier endlich fertig mit den Fingerabdrücken?“ blaffte Hennessy seine Leute an. Der Arzt seufzte auf. Weshalb war der schottische DI nun so schlecht gelaunt? Sie hatten doch schon eine Menge Beweise, was also vermieste dem DI nur immer die Laune. Waren es wirklich seine langsam arbeitenden Leute oder eher die Hotelgäste, die draußen langsam aber sicher aufsehen erregten?  Die Leute wollten nicht mehr draußen stehen, wie Schwerverbrecher von Polizisten umringt und darauf warten zu müssen ich Gepäck abzuholen. Mit Sicherheit wollten auch einige ihre Liebsten Anrufen und ihnen von diesem Spektakel in diesem Hotel berichten, andere würden wohl einfach nur nach Hause wollen. Nach Hause. John wäre jetzt am liebsten auch in der Baker Street, bei einer Tasse Tee in seinem Sessel. Er würde ein paar Kommentare unter seinen Blogeinträgen durchlesen und nebenbei sich noch wünschen die Zeit zurückspulen zu können. Hätte er bloß nicht die Einladung zur Hochzeit angenommen, dann hätten sie jetzt keinen dauerschlechtgelaunten schottischen DI am Hals und John hätte auch kein Anruf bei Harry vor sich.
Bei dem Gedanken an sein Handy, suchte es Watson mit seinen Augen im Zimmer ab, bis ihm einfiel, dass er sein Handy ja noch in seiner Hosentasche hatte. Ausgeschaltet, das war das was er Gestern noch mit seinem Handy getan hatte, da er sowieso keinen Empfang bekam. John zog sein Handy aus der Hosentasche und schaltete es vorsichtshalber an. Sollte Mrs. Hudson anrufen, wollte er dann doch erreichbar sein. Nicht das sie sich schon wunder was wieder passiert sein könnte, ausmalte.
„Wir sind gleich fertig, Hennessy“, meinte einer der Spurensicherer auf die Frage des DIs. Watson registrierte ein kurzes nicken des DIs, aus den Augenwinkeln, als er darauf wartete, dass sein Handy startete. „Und wie sieht es mit diesem Consulting Detective aus? Hat er noch irgendwas für uns, oder haben wir dann endlich alles zusammen um die Verbrecher zu verhaften? Schließlich wissen wir wie sie aussehen, nach der Beschreibung von Holmes haben wir diesen ominösen Mann in den Polizeiakten gefunden. Mehrfach vorbestraft wegen härteren Prügeleien. Den würde ich besonders gern ins Gefängnis führen“, wandte sich der DI an den Arzt, dieser lies die Hand, in dem sein Handy lag kurz sinken. Natürlich, Hennessy wollte der Mann sein, der die Verbrecher überführte. Er allein würde sich den Ruhm holen. Was war mit seinen Kollegen und die Arbeit von Sherlock? Die würde nicht erwähnt werden, aber nach Johns Geschmack, waren sie auch oft genug schon auf der Titelseite der Times. Da brauchte es einen weiteren Artikel in der Zeitung nicht auch noch. „Am besten sehen Sie da mal zu Sherlock selbst. Er hatte vorhin noch ein Armband, ich vermute ebenfalls Beweisstück“, antwortete der Arzt und beobachtete zufrieden, wie die Spurensicherer ihr Zeug zusammenpackten. Dann würden diese auch von seinem Zimmer verschwinden, ohne weitere Fragen zu stellen.
Watson folgte Hennessy, der gerade im Flur angekommen war, zu Sherlocks Zimmer nebenan. Dort saß auch sein Mitbewohner am Tisch und beugte sich über ein Blatt Papier und Armband. „Sherlock, Hennessy würde gerne Wissen, ob es genug Beweise wären um die Verbrecher verhaften zu können,“ ohne das uns das Gehirn weggepustet werden könnte, fügte der Arzt in Gedanken hinzu. Hennessy warf einen kurzen blick zum Arzt und setzte grimmig hinzu: „Ich hab keine Lust, dass die Presse von einem derartigen Vorfall Wind bekommt und die Leute da unten würden auch gerne wieder in ihre Zimmer“. Watson hatte sich seine Handy zugewandt, dass 6 neuen SMS auf seine Hand anzeigte. Da hatte aber jemand bedarf zu reden. Schnell war ihm klar, dass alle SMS von Mike stammen, als er diese geöffnet hatte. Die erste traf noch während der Hochzeit ein, die er aber nicht gelesen hatte, da er sein Handy auf dem Nachttisch in seinem Zimmer liegen gelassen hatte und gestern Abend hatte er auch keine Zeit dazu, da er eigentlich die Polizei anrufen wollte und dann, nachdem er sich von seinen Handschellen befreit hatte, Sherlock zu suchen hatte. Da blieb keine Zeit entgangene SMS durchzulesen, da diese auch zu dem Zeitpunkt unwichtig waren.

Gestern um: 12:03
Wie läuft die Hochzeit? MS

Gestern um: 18:09
Hast dein Handy nicht mit zur Hochzeit genommen? MS

Gestern um: 20:00
Ich nehme an die Hochzeit ist noch nicht vorbei? MS

Gestern um: 23:00
Melde dich bitte, wenn die Hochzeit vorbei ist. Hat sich Pete den stark verändert?
Du musst mir alles erzählen! MS

Gestern um: 10:07
Alles klar bei euch? Oder schläfst du deinen Rausch von der Hochzeit noch aus? MS

Heute um: 11:29
Hey, was ist den bei euch in Edinburgh los? Gerade zeigen die Nachrichten, dass wohl in eine Hotel Schlafmittel gestreut wurde. Nun stehen da draußen die Gäste, während die Polizei da drinnen einen Diebstahl aufklären muss. Wisst ihr etwas genaueres? Oder habt ihr etwa auch in dem Hotel eingecheckt? MS




Watson schüttelte über Mike den Kopf. War er nicht schon immer neugierig gewesen? Allerdings würde John schon interessieren, wie Mike reagieren wird, wenn er erfährt, das Pete sich nicht nur stark verändert hat, sondern kaum wiederzuerkennen war. Von seiner Einstellung, die Sicht der Dinge. John unterbrach seine Gedanken und sein winziges grinsen, dass über Mikes Neugierde in den SMS zustande gekommen war, verschwand. Was hatte da Mike eben geschrieben? Der Vorfall hier kam schon in den Londoner Nachrichten? „Ich denke Sie haben bereits Besuch von der Presse bekommen,“ lies John dann verlauten, als er wieder aufblickte. Hennessys Gesichtszüge entgleitenden ein weiteres mal an diesem Tag und fast Zeitgleich stoß auch Brix wieder hinzu, der in einer Hand einen Plastikbecher mit Kaffee hielt und mit der anderen Wild in Richtung der Treppe gestikulierte. Dabei schnappte er nach Luft. „Die Presse ist unten!“ Der schottische DI knurrte laut: „Ist den niemand von euch fähig, die Presse vom Platz zu verweisen? Die hat hier nichts zu suchen!“ Ach herje, da bekam der Brix nun auch die Laune des schottischen DIs zu spüren. Watson konnte sich trotz allem ein Schadenfrohes lächeln nicht verkneifen.
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Sherlock Holmes
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jul 29, 2014 4:20 pm

Schritte im Flur, die einen stampfend und autoritär, die anderen leiser, federnder und ganz eindeutig Johns. Die anderen waren Hennessys, das musste eigentlich nicht weiter erwähnt werden.
Wenig später waren die Schritte im Zimmer und kamen zum stehen, John und der DI waren da.
Ruhig sah Sherlock von dem Blatt auf und sah zuerst seinen Freund an, der begann zu reden. Ah, Hennessy wollte also wissen. War Hennessy denn nicht fähig selbst zu sprechen?
Mit einem gekünstelten Lächeln fokussierte der Detektiv nun den Inspector und beantwortete die Frage.
„Selbstverständlich. Während Sie nämlich zwischen den Etagen hin und her gelaufen sind, unwichtige Fragen beantwortet haben und meine Anordnungen ausgeführt haben, war ich produktiv. Wenn ihnen eine DNA und ein Fingerabdruck nicht genügt, dann habe ich noch ein paar mehr. Das sollte helfen, wenn er bestreitet, dass der Diamant von ihm gestohlen wurde, auch wenn er vor seiner Nase liegt.“ Ja, es war verdammt lang gewesen, das herauszufinden, fast peinlich lang, und es war fast peinlich schlecht versteckt, aber doch auf eine bestimmte Art raffiniert und gleichzeitig unheimlich kompliziert.
Der Mann würde sicher schon in wenigen Sekunden feststellen, worum es ging und wenn dem so war, wäre da nichts mehr zu lachen. Als John von Stamfords SMS den Kopf hob, immerhin hatte er mit dieser Art den Kopf geschüttelt mit der er es immer tat, wenn er über den guten alten Stamford sprach, und von dem aktuellen Stand der Presse berichtete stand Holmes auf.
Mit wenigen großen Schritten war er bei Brix, der soeben ankam, nahm ihm den Kaffee aus der Hand, trank, stellte das Getränk ab auf dem Tisch ab und atmete geräuschvoll mit dem Mund aus, weil er viel zu heiß gewesen war.
„Ein nettes Armband, oder?“ Der Consulting Detective lehnte sich gegen die Tischkante und griff nach dem Ding. Dann begann er es in den Händen zu drehen.
„Wie können Sie jetzt über das Armband reden? Jetzt, wo die Presse da unten wartet?“ fragte Hennessy und Sherlock entgegnete dem gereizten Tonfall mit einem milde stimmenden Lächeln.
Wie zur Bestätigung der Frage kam Lestrade herein, völlig gehetzt. „Die haben nicht aufgehört mich auszufragen, bis ich zum fünften Mal versichert habe, dass ich nur in Zivil da bin!“ keuchte er und schlug die Tür zu, als befürchte er, die Massen würden sogar in die Zimmer kommen.
„Die Lösung steht uns bevor.“ Meinte Holmes und trank noch einen Schluck Kaffee. Es war herrlich belebend. „Dank der vielen Spuren, die Sie bereits haben und dieser Probe, nehmen Sie das Blatt lieber mit, je mehr beweise, desto besser, und hier noch ein Haar des Mannes, müssten Sie eigentlich längst wissen, wer hier gestohlen hat.“
„Wir brauchen noch die Testergebnisse.“
„Bis dahin sollten wir lieber schon in London sein. Am besten noch Heute Abend, ansonsten bemerkt der Dieb noch, dass sein Armband, und die Diebesware, hier in diesem Raum ist.“„Ist es?“
„Oh ja.“„Dieses Armband…“ Lestrade trat einen Schritt näher. „Das gehörte doch diesem Mann, vor dem Hotel.“
„Wissen wir schon.“ Schaltete sich der schottische Kollege ein. Auf Lestrades Frage, warum er das noch nicht mitbekommen hatte, wurde geantwortet, dass er nicht zur laufenden Ermittlung gehörte, aber bevor sich hier nein Streit über Zuständigkeit bilden konnte kam der Constable von vorhin herein.
„Wir haben sie! Die Ergebnisse! Oh, Verzeihung…“ Er stellte sich ordentlich hin und gab dem leitenden Inspector zwei Blätter. Der stutzte.
„In der Tat, die selben. Die Beschreibung und die Testergebnisse sind dieselben Personen. Aber wo ist der Diamant, Mr. Holmes?“
„Der Fall sollte erst gelöst werden, wenn mein Begleiter und ich aus dem Hotel verschwunden sind. Ist das machbar?“ Sherlock sah kurz zu John hinüber. Nie und nimmer wollte er, dass ihm das Gehirn weggepustet wurde.
„Selbstverständlich, aber wir geben ihnen nicht viel Zeit, die Menge wird Unruhig.“
„Sehr gut. Der Diamant ist hier.“Mit diesen Worten hielt der Consulting Detective das Armband hoch, dass er schon die ganze Zeit in der Hand gedreht hatte.
„Zuerst wollte der Mann ihn vor dem Eingang irgendwo verstecken, darum ist er auch rausgegangen, aber es gab sich keine Möglichkeit, er fand heraus, dass dort sicher gesucht werden würde. Also behielt wer ihn dort, wo er vorher war, ein sicheres Versteck, fast noch sicherer als draußen.“„Das Armband ist der Diamant?“
„Himmel, nein, das ist doch gar nicht möglich. Sehen Sie gar nicht wie dick das Leder ist? Wenn man sich einmal das Innenleben ansieht…“ Holmes öffnete den Verschluss und zeigte die Innenseite des Armbandes, dort klebte noch immer das Stückchen Panzerband. Er kratzte es an und zog es dann ab, mit einem Messer war eine Kuhle in das Leder geritzt und darin glänzte es leicht.
„Das schwarze Leder und das schwarze Panzerband fallen, sofern sie am Handgelenk des Mannes sind, nicht auf, aber ich wollte wissen, woher die Verdeckung der Kameras kam und so kam ich schließlich auch dem Diamanten auf die Schliche.“ Holmes seufzte zufrieden.
„Leider wurde mir erst nach meinem Fund klar, dass es so offensichtlich war, ein größerer Diamant als der hier hätte überhaupt nicht ins Budget der Dame gepasst. Schon solche Kleinen sind teuer und sichern einem eine Rente, wie man sie sich nur wünschen kann.“
Sherlock hatte das Ding herausgeholt und in den Fingern gedreht, wieder ging es um das Geld, war hier jemand schrecklich ideenlos oder hatte Holmes einfach Pech?
„Aber Sie könnten mir einen Gefallen tun, Inspector." Holmes verschränkte die Arme vor der Brust. "Tun Sie so, als hätten Sie den Fall noch am Laufen. Ich weiß nicht, wie es bei meiner Begleitung ist, aber ich würde gerne noch in Edinburgh etwas essen gehen und nicht im Flugzeug.“

OUT: Sag bescheid, wenn ich zu viel vorweg genommen hab, okay? Dann kürze ich es ein.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Di Jul 29, 2014 6:27 pm

Watson hörte sozusagen die Antwort von Sherlock, die Hennessy wohl wissen wollte und doch wurde darin die Arbeit des schottischen DIs bemängelt. Als der Arzt noch mit seinen Blicken auf dem Hand klebte, erlaubte er sich ein lächeln darüber, denn den genervt dreinblickenden Gesichtsausdruck des DIs konnte sich John auch so vorstellen.
Watson lies sein Handy zurück in die Hosentasche gleiten, als der Detective vom Armband sprach und die Antwort des schottischen DIs hörte. Die Presse linderte die gereizte Stimmung des schottischen DIs wohl ebenfalls nicht. Der Arzt beobachtete das Armband. Wenn der Consutling Detective das Armband als Gesprächsthema nahm, musste es sehr wichtig sein. Wichtig für den weiteren Verlauf der Ermittlungen oder vielleicht sogar für die Lösung des Falls?
Der Arzt zuckte leicht zusammen, als er Lestrades Stimme vernahm, die ebenfalls nur so von Hektik sprühte. Gleich darauf lies ein lautes Türschlagen ihn zusammenzucken. Watson sah sich nach Lestrade um. Er schien wohl auch nicht sehr angetan von der Presse zu sein. Aber wer war das schon? John mochte die Presse auch nicht sonderlich, nicht nur weil sie oft zum falschen Zeitpunkt für sie auftauchten, sondern weil auch die ein oder andere Tatsache schon mal verdreht werden konnte, damit alles viel interessanter klang. Als Sherlock verkündete, die Lösung stände bevor, wandte er seine Blicke von Lestrade ab und wieder dem Armband zu.
Watson lauschte dem Wortwechsel stumm, schließlich hatte er nichts hinzuzufügen zu den Gesprächen und Sherlock schien ja zu wissen, wo sich der Diamant befand. Er noch nicht. Wahrscheinlich hatte dieses Armband gefehlt, um den Fall aufzuklären. Nun war es da und der Consulting Detective teilte insbesondere Hennessy seine Lösung mitzuteilen.
Die Mundwinkel des Arztes zuckten kurz nach oben, als Lestrade sich einschaltete und darauf ein Kommentar der schottischen Kollegen folgte. Manchmal vergaß Lestrade wohl auch, dass er nicht gerade in der Ermittlung drinsteckte, sondern lediglich in Zivil hier war. Wahrscheinlich konnte der britische DI auch nicht ohne seine Arbeit oder aber er hatte sich schon so daran gewöhnt, immer über alles informiert zu werden.
Als ein weiterer Kollege eintrat, wurde es dem Arzt noch doch etwas zu voll in Sherlocks Zimmer. Die Nachricht aber, die er im Gespräch hatte, war schon mal erfreulich. Die Testergebnisse waren also da. Nun mussten sie nur noch mit den Beschreibungen übereinstimmen und der Diamant gefunden werden, dann hätten sie einen weiteren Fall hinter sich. Und vor allem würde dann doch wieder etwas Ruhe einkehren. Das hoffte Watson zumindest. Denn Action war ja schön und gut, aber innerhalb von zwei Tagen so viel Action, schlauchte John dann schon ein bisschen. Ebenso erfreulich war es, als Hennessy dann auch erklärte, die Ergebnisse würde übereinstimmen. Nun musste nur noch eine Frage geklärt werden. Und diese stellte Hennessy auch schon ungeduldig.
John warf einen kurzen Blick zu der versammelten Gruppe, die nun alle auf die Antwort warteten, als er dann aber Sherlocks Antwort hörte, erwiderte der Arzt sofort den blick des Consulting Detectives. Oh ja, dem Arzt war es auch wohler, sobald als mögliche aus dem Hotel zu verschwinden. Und Hennessy würde sich erfreuen, mit Stolz der Presse zu erklären, dass sie die Verbrecher und den Diamanten ausfindig machen konnten. Mit sie war dann wohl höchstens er und vielleicht ein paar Kollegen gemeint. Hennessy machte nämlich den Eindruck, Ruhm nicht sonderlich gerne mit jemanden zu teilen.
Sherlock begann nach der Versicherung, dass Hennessy erst den Fall als gelöst erklären würde, wenn sie das Hotel verlassen hatten, mit dem Aufzählen, wo der Fluggast denn den Diamanten als erstes verstecken wollte. Auf die dazwischenkommende Frage, musste Watson nun wirklich grinsen. Das Armband konnte nun wirklich nicht der Diamant sein, das ginge doch absolut nicht. Auch Sherlock verbreitete nach nur wenigen Sekunden der Frage, sein entsetzen darüber und wies auf die Dicke des Armbandes hin. Jetzt wo es angesprochen wurde, bemerkte auch der Arzt, dass das Armband ungewöhnlich etwas dicker war. Dann folgte er den Bewegung von den Händen des Detectives, die das Innenleben des Armbandes kurze Zeit später offenbarten und nach einem kleinen Panzerbandstreifen auch etwas funkelndes zum Vorschein kam. „Brilliant“ lies der Arzt kurz staunend über das Versteck des Diamanten verlauten. Die Verbrecher waren ja durchaus nicht dumm, bei so einem Versteck. Es wirkte wie ein normales Armband und dann war da ein Diamant darin versteckt. Unscheinbar, genauso wie bei dem Buch. Nur wurde dort ein Schlüssel im Innenleben versteckt. Also wenn John in Zukunft etwas wichtiges gut verstecken wollte, würde er sich sicher wieder an diesen Fall hier erinnern.
Auch zeigte dieser Fall mal wieder, wie hervorragend der Consulting Detective seine Deduktionen und Beweise zusammentragen konnte. Der Arzt erinnerte sich an einen Satz von Sherlock vor ein paar Stunden, der er ziemlich am Anfang noch zu Hennessy gesagt hatte. Und das stimmte. Jetzt sollte auch nur einer sich noch wagen, den Consulting Detective einen Anfänger zu nennen.
Der letzte Satz von Sherlock an den schottischen Inspector überraschte John nun aber und bereitete ihm zugleich etwas Freude. Sherlock hatte nicht vergessen, dass der Arzt gerne noch etwas essen gehen wollte und das nicht allein. Demnach lächelte er Sherlock auch zu, weil dieser an das Essen gedacht hatte. Und Sherlock würde, wie es aussah, sogar auch etwas essen wollen. Dann würde sich dieser Tag also mit der Lösung des Falles noch zu einem guten Tag entwickeln. Nur hoffte der Arzt auch, dass alles gut ging, bis sie das Hotel verlassen hatten. Nicht das noch irgendjemand einen Fehler machte und den Fall vorschnell für gelöst erklärte.
Er hörte, wie Hennessy etwas schon wieder leicht genervtes murmelte, von, dass man ein Essen auch verschieben konnte, aber er erklärte sich bereit, solange weiterhin so zu tun, als würden sie noch ermitteln. Letztendlich merkte man ihm aber auch seine Freude an, dass der Diamant gefunden wurde und die Täter bald von ihnen ins Gefängnis verfrachtet werden könnten.
John nickte seinem Mitbewohner also zu und erklärte sich mit seiner Frage auch einverstanden für das Essen. „In 15 Minuten unten in der Lobby?“
Hennessy verteilte derweilen schon wieder Anweisungen an Brix und den übrigen Kollegen, dass sie die Testergebnisse wieder mitnehmen konnte und noch mal Spurensicherer ins Hotel schicken sollten. Ein paar sollten sich erneut ins Zimmer aufmachen, andere in der Lobby unterwegs sein. Vor dem Hotel wollte er kein Wort über einen gelösten Fall hören, schließlich sollte es wirklich so rüberkommen, als würden sie weiterhin nach Beweisen suchen.
Watson wandte sich um, um sich in sein Zimmer aufzumachen. Schließlich wollte er noch vor dem Essen den Geruch nach Müll von sich bekommen, dennoch drehte er sich noch ein mal zu Sherlock um. „Sie können sich ja schon mal überlegen, wo wir Essen gehen könnten,“ meinte John. Schließlich wollte er, wenn Sherlock auch was essen sollte, dass er auch dort etwas zu sich nahm, wo er gerne sein wollte. Ob Restaurant oder an einem Imbissstand war dem Arzt da ziemlich egal. Hauptsache der Consulting Detective nahm auch mal was zu sich, schließlich kam Essen bei ihm ja nicht allzu oft vor. Letztendlich verschwand Watson dann in seinem Zimmer, wobei er gleichzeitig hoffte, dass die Spurensicherer ihre Sachen bereits aus seinem Zimmer geschafft hatten.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 30, 2014 1:00 pm

Sherlock begnügte sich mit ein bisschen Anstandslächeln hier und da, legte dann und wann etwas stolz hinein und manchmal etwas Schadenfreude, aber richtig lächeln tat er nur als eine Art Antwort auf Johns.
Dessen Vorschlag in fünfzehn Minuten in der Lobby anwesend zu sein nahm er leicht nickend hin, auch seine Bitte, den Ort auszusuchen, dann festigte sich wieder sein Anstandslächeln und er wartete, dass die Versammlung sich lockerte.
Dass immer noch ein paar Spurensicherer in seinem Zimmer herum wuselten ignorierte er, nach und nach verschwanden sie ja auch und der Detektiv war wieder allein.
Das Armband samt Diamant war eingetütet und mitgenommen, es gab theoretisch keinen Grund mehr, warum sie wiederkommen sollten, also genehmigte sich Holmes einfach zurückzufallen und zu genießen, dass das Bett weich war.
Jetzt spürte er seine Müdigkeit, und zwar richtig stark. Der Kaffee hatte gar nichts gebracht, der Detektiv schlief schon wenige Minuten später so selig wie gestern Nacht. Sieben Minuten dauerte dieser kurze Schlaf und als er beendet wurde schreckte Sherlock auf, wie von der Tarantel gestochen.
Nach einem hastigen Blick auf seine Uhr seufzte er beruhigt und machte sich dann ins Bad auf.
Dort warf er sich nur eine Hand kaltes Wasser ins Gesicht, starrte sich im Spiegel an und beschloss schließlich, die Salbe doch zu benutzen.
Also nahm er sie vom Regal und trug sie auf, aber sie roch sehr aufdringlich, also nahm er so wenig wie möglich und wusch sich danach gründlich die Hände.
Immer noch leicht müde, aber glücklich und zufrieden stand er schließlich vor der Zimmertür, mit beigem Hemd, Jackett, Mantel und nassen Schuhen, weil der Boden im Bad erst morgen gewischt wurde.
Dann machte er sich in die Lobby auf. Selbst wenn John nach mir kommt wird er wissen, dass ich schon in der Lobby bin, dachte Holmes schmunzelnd. Niemand hinterlässt nasse Schuhabdrücke und unternimmt nichts dagegen.
In der Tat schaffte der Detektiv es, als erster da zu sein, das hatte er aber auch bitter nötig, weil er noch einen Plan entwickeln musste.
An der linken Wand der Lobby, wenn man hereinkam, war ein Notfallplan des Hotels mit allen Feuertüren. Wenn man diese öffnete wurde die Feuerwehr verständigt, und sie mussten doch wirklich nicht zweimal hier anrücken, zumal das für geheuren Aufruhr, den sich niemand leisten konnte, sorgen würde.
Aber auf diesem Plan waren auch die Angestellten-Räume eingezeichnet, wenn auch ohne Bezeichnung, Türen und Fenster. Holmes hatte das Hotel noch nicht umrundet, aber das würde er jetzt gedanklich tun. Wo war eine Tür logisch? Im Gemeinschaftsraum der Arbeiter, natürlich, weil wenn ein Feueralarm kam, sollten die Mitarbeiter nicht noch viel laufen müssen, und erst recht nicht an alkoholhaltigen Reinigern, Bettlaken oder Wischmoppen vorbei. Waren sie im Gemeinschaftsraum, und immerhin waren sie da, wenn sie nicht gerade bei den Gästen(wo es auch Not-Ausgänge gab) oder zu Hause waren. Außerdem regte eine Tür dazu an, die Zigarette nicht im Hotel zu rauchen oder ein wenig Luft zu schnappen, was nach ein paar unangenehmen Gästen (Sherlock dachte dabei an seine Dusche) doch sicher auch ganz nett sein konnte.
Wenn Arzt und Detektiv also durch diese Tür gingen würden sie nicht durch die Mengen müssen und das würde eine Menge Trubel ersparen.
Holmes mochte es ein bisschen, im Rampenlicht zu stehen, zu zeigen, wie gut er war, zu beweisen und zu Erleutern, aber er war weder in der Stimmung noch hatte er die Zeit das heute hier zu machen, außerdem durfte der Gast nicht wissen, dass der Detektiv einen großen Teil beigesteuert hatte.
Besser nicht gesehen werden war jetzt die Devise. Aber erstmal musste sowieso John kommen.
Wo der Gemeinschaftsraum war war das leichteste des ganzen. Der größte Raum der Angestellten-Räume, außerdem mit Ausrichtung nach draußen, aber nicht zum Gästebezogenen Garten, der unter gegebenen Umständen sowieso gesperrt war.
Holmes lehnte sich gegen die Rezeption, hinter der ein bleicher Junge saß und in einem Heft las, den Detektiven aber nur mit einem Seitenblick musterte und entschied, dass er nicht einchecken oder auschecken wollte und damit unwichtig war.
Er war vermutlich grade sehr unbeschäftigt, alle waren draußen, wollten auschecken, durften aber nicht und seine Vernehmung war noch vor Sherlocks Erwachen ausgeführt worden.

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John Watson
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 30, 2014 5:12 pm

John hatte seine Zimmertür hinter sich zufallen lassen und war dann auf sein Bett zugeschritten. Kurz legte er seinen Kopf leicht schief und dachte nach. Vielleicht sollte er schon mal ein wenig was in seinen Koffer legen, schließlich mussten sich nach dem Dinner ihre Sachen so schnell wie möglich aus dem Hotel holen, damit Hennessy nicht weiter so tun musste, als würde er noch immer keinen Blasen Schimmer haben wer den Diamanten gestohlen hatte und wo dieser nun war. Ob Lestrade sie bei ihrem Heimflug eigentlich auch mit seiner Anwesenheit beglücken würde, oder war er der nächste, der sich dazu entschließen würde in Edinburgh ein paar Tage ruhe finden zu wollen? Wobei man Ruhe ja nicht mehr so ganz sagen könnte, die Presse jedenfalls würde den Fall noch ein paar Tage danach in den Zeitungen dokumentieren. Watson beschloss trotzdem erst unter die Dusche zu springen und sich von dem unangenehmen Geruch des Mülls zu befreien. Er schnappte sich ein neues Hemd, diesmal grün und weiß kariert und eine Jeanshose samt Unterwäsche und kehrte ins Bad ein. Dort warf er einen kurzen Blick ins Spiegel und lächelte leicht. Ja er machte zwar einen müden Eindruck, aber die Tatsache, dass der Fall gelöst war, lies ihn lächeln, genauso wie die, dass Sherlock endlich auch mal wieder was zu sich nehmen würde. Nun aber ab unter die Dusche, schließlich hatte er nur 15 Minuten Zeit sich fertig zu machen.
Nach sieben Minuten und das war doch eine recht gute Zeit fürs Duschen und gleich danach sich in seine Kleidung zu schälen, trat er aus dem Bad, rubbelte seine Haare wieder trocken und beförderte seine alte Kleidung auf eine Seite des Bettes. Das Handtuch warf er in einen Stuhl und dann entleerte er seinen Kleiderschrank. Seine sogenannte Schmutzwäsche legte er auf einen Stapel ans Bett, seine andere fische Kleidung im Schrank legte er schon mal etwas zusammen und ordnete sie in seinen Koffer ein, den er unter dem Bett hervorgeholt hatte. Sein Handy lag auf den kleinen Kaffeetisch, an dem er gestern mit dieser Gina noch gesessen war. „Hallo Harry, wie geht’s?“ murmelte der Arzt. Er bereitete sich schon mal auf das Gespräch mit seiner Schwester vor, dass er heute Abend vor hatte zu führen. So probte er auch schon mal, wie er anfangen sollte. Eben gesagtes aber, fand er nicht so gut. „Hey“ würde es ein einfaches Hey den auch tun? Oder nur Hallo. Watson merkte, dass es schon wieder viel zu lange her war, seit er sich das letzte mal nach dem befinden seiner Schwester erkundigt hatte. „Harry ich…“ John hielt in seinem nächsten Probesatz inne, als sein Handy klingelte. Ach was? Würde Mike jetzt wirklich schon anrufen, nur weil er noch nicht seine SMS beantwortet hatte. John lies ein frisches Hemd, dass er zusammenlegen wollte, neben den Koffer sinken und griff sein Handy vom Kaffeetisch. Er nahm das Telefonat an ohne wirklich zu sehen, wer da anrief. „Watson?“ meldete er sich mit einer leicht müden Stimme. „Oh mein Lieber!“ dröhnte es ihm entgegen und John unterdrückte einen Seufzer. Natürlich, wer könnte es den anders sein? Es hätte ihm doch einfallen müssen, dass nicht nur Mike sich sorgen machen würde und zugleich wahnsinnig neugierig war, sondern auch eine gewisse weitere Person, die sich doch gern über das Wohlbefinden ihrer Mieter erkundigte. „Mrs. Hudson. Wie schön von ihnen zu hören. Wie geht es ihnen?“ Eigentlich war John nicht ganz so erfreut über den Anruf, hatte der Arzt doch eigentlich mit Harry gerechnet. Doch warum sollte ausgerechnet Harry bei ihm anrufen? Schließlich hat sie das all die male davor auch nicht, sondern er hatte versucht, wieder ein wenig Kontakt mir ihr aufzubauen, auch wenn es in einem Anruf in einem Halbjahr endete. Mehr nicht. „Oh mir geht es ganz gut. Ich hab Sherlock am Sonntagmorgen vor der Hochzeit ihres Freundes angerufen. Mrs. Turner hat mich vor kurzem besucht…“ Watson hatte das Handy zwischen Ohr und Schulter geklemmt und nahm sein Hemd um es wieder zusammenzulegen, wenn auch etwas umständlicher als ohne Handy zwischen Ohr und Schulter. „Mrs. Hudson ich hab leider nicht sonderlich viel Zeit, ich muss gleich weiter. Sie können mir ja ein andermal von ihrem treffen mit Mrs. Turner erzählen,“ erklärte Watson, als er auf seine Armbanduhr sah. „Sherlock hat mich am Sonntag auch abgewimmelt. Einfach ausgeschalten hat er. Aber ich weiß ja, dass ihr immer auf dem Sprung seit. Weshalb ich nun aber wirklich angerufen hab, ihnen geht es gut, oder? Ich hab in den Nachrichten von diesem Hotel gehört, bei ihnen in Edinburgh. Also solche Verbrecher. Rauben einen Diamanten, während sie die Gäste in den Tiefschlaf versetzt haben…“ Der Arzt grinste kurz. „Ja Mrs. Hudson uns geht’s gut. Aber ich muss jetzt wirklich weiter“, drängte John, damit er endlich auflegen konnte. Wie Sherlock war er dann auch nicht, einfach so auszulegen, wenn Mrs. Hudson zu viel redete. „Ich versteh schon mein Lieber, aber grüßen Sie Sherlock von mir, ja? Und erzählen sie mir später wie die Hochzeit gelaufen ist.“ Watson  griff nach seiner braunen Lederjacke, während er nach seinem Zimmerschlüssel suchte, ihm dann aber einfiel, dass er diesen vorhin unten an der Rezeption gesehen hatte. Die Verbrecher wollten es ja anfänglich wohl so aussehen lassen, als wären er und Sherlock ausgecheckt. Aber das hatte ja dann doch nicht mehr so ganz funktioniert.
John wollte eben erwähnen, dass gar nichts gelaufen ist, sondern sich alles in ein Desaster verwandelt hatte, doch das verkniff er sich dann doch. Schließlich wollte er nicht, dass Mrs. Hudson nachhackte und ihn somit aufhielt, pünktlich in der Lobby zu sein. „Machen Sies gut Mrs. Hudson. Wir sind vielleicht schon Morgen wieder zurück“, der Arzt wartete noch auf eine Verabschiedung von der Vermieterin und legte dann auf. Danach zog er sich seine Jacke an, verlegte das Kofferpacken auf später und huschte aus seinem Zimmer. Ob Sherlock schon fertig war? Normalerweise war ja John immer der, der dann doch als zweites bei ihrem Treffpunkt erschien. Gerade wollte er sich also zur Treppe aufmachen, da sah er feuchte stellen auf dem Flurboden. Fußabdrücke. So sah es aus. Watson überlegte einen Moment. Brix? Nein der war ja wenn dann im Müll. Ein anderer Spurensicherer würde sicherlich auch auf die Sauberkeit seiner Füße achten…aber in Sherlocks Bad gab es eine kleine Überschwemmung. Also musste er die nassen fußabdruckähnlichen Stellen hinterlassen haben. Somit war Sherlock also unten. Ein Grund mehr, sich jetzt schnellstmöglich nach unten zu begeben. Diesmal kam er nämlich wirklich zu spät. Es waren jetzt schon drei Minuten nach der ursprünglichen Verabredungszeit. Ganz toll. Nunja, wenn man Mrs. Hudson mal am Handy hatte, kam man davon erst mal nicht mehr so schnell los. Außer man war Sherlock und drückte den Anruf einfach mal so weg oder beendete ihn vorzeitig.
Der Arzt hatte sein Handy ausgeschaltet in seine Hosentasche fallen lassen, als er sich zu Treppe begab, kurz stehen blieb, als ihm ein Spurensicherer entgegen kam, der so tat, als müsste er noch mal in das Zimmer der Frau. Erst als dieser vorbei war, machte er sich weiter auf dem Weg nach unten, um in die Lobby zu gelangen. Einen weiteren Zusammenstoß hatte er somit vermieden.
Als John unten ankam, bemerkte er jemanden hinter der Rezeption sitzen, doch dieser schien weder Sherlock noch John weiter zu beachten und Lieber in einem Heft zu lesen. „Es ist nicht gut mit nassen Schuhen durch die Gegend zu laufen. Da holt man sich ganz schnell mal eine Erkältung“, begrüßte er Sherlock mit einem lächeln, auch um zu vermeiden, dass er ihn sofort mit seiner Verspätung konfrontieren würde. „Und haben Sie sich schon überlegt, wo wir essen gehen könnten?"setzte John dann gleich eine Frage hinzu. Nur wie sollten sie hier jetzt rauskommen? Durch den Hauptausgang konnten sie sich ja nicht davon stehlen, da würden die nichts ahnenden Verbrecher bestimmt nur misstrauisch werden.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 30, 2014 7:08 pm

Die Schritte auf der Treppe ließen Sherlock Aufsehen. John kam schon wenig später in die Lobby, der Detektiv schaute kurz auf seine Uhr und sah dann wieder lächelnd zu seinem Freund.
Drei Minuten zu spät. Wollte John jetzt schon wie der Detektiv anfangen? Allerdings begann der Arzt das Gespräch und der Detektiv entschied, dass das Thema vom Tisch war. Immerhin wollte er John sein Steckenpferd, das informieren über das zuspätkommen, nicht abnehmen. Er war sowieso ungeschlagen.
Johns Worte nahm der Consulting Detective mit einem Grinsen zur Kenntnis. „Sprach der Doktor.“ Fügte er hinzu und deutete Richtung Angestellten-Gemeinschaftsraum. „Da entlang.“
Dann ging er auch auf die Frage ein. „Nichts besonderes, auch wenn sie da ganz außerordentlich gute Scoones zum Tee reichen. Auch wenn ich sie nicht probiert habe, und meine Fähigkeiten im Deduzieren von Kochkünsten nicht die besten sind, muss ich sagen, dass sie gut schienen. In diesem Restaurant, in dem wir vor der Hochzeit waren.“
„Viel Spaß bei dem Essen!“ rief plötzlich der Junge hinter der Rezeption und Holmes drehte sich einmal mit einem verständnislosen und ermahnenden Blick um die eigene Achse, damit der Junge erfuhr, was die beiden von seinem Ausruf hielten.
Dass die beiden in einem Raum verschwanden, der nur für Angestellte war schien ihn nicht weiter zu stören, vermutlich hatte Hennessy ihm gesagt, dass diese zwei Männer gerne raus könnten oder etwas in der Art, auf jeden Fall schloss Holmes die Tür sorgfältig hinter ihnen und sah sich im Raum um. In der Tat, es war ein Gemeinschaftsraum, und auch der der Angestellten, und auch eine Tür gab es hier, also war alles richtig gewesen, was Sherlock deduziert hatte.
Das erfüllte ihn jedes Mal mit einer gewissen Freude und er grinste etwas selbstzufrieden, als er die Glastür nach draußen aufmachte.
Der Wind draußen war frisch und kühl, also schlug Holmes den Mantel festen um sich. Vor ihnen war eine große Grasfläche, die in gut hundert Metern von einer Baumallee und dahinter einer Straße abgelöst wurde. Fand man da ein Taxi würde man schon innerhalb kürzester Zeit in Edinburghs Innenstadt sein.
Sherlock legte die Hände auf den Rücken, wandte sich zu John, lächelte au diese Aufmunternde Art und begann dann den Weg zur Straße.
Seine Füße waren noch immer nass und langsam begann der Wind es in einen gefühlten Eis Klotz zu verwandeln, aber Holmes ließ sich das mal wieder nicht anmerken.
Er biss einfach die Zähne zusammen und machte weiter wie gehabt. Wie immer.
„Danke für ihre Hilfe in dem Fall.“ Sagte Sherlock schließlich vorsichtig zu John und wechselte die Position der Hände, sie fanden nun in den Manteltaschen Platz.
Es war dem Detektiv aber zu peinlich John anzusehen, also starrte er einfach gerade aus.
Er hatte es extra darauf angelegt, dass es keine peinliche Stille, oder noch ein peinliches Gespräch gab, sie waren an der Straße angekommen.
Holmes musste nur einmal winken, da kam ein Taxi.
Es war in wesentlich besserem Zustand als das von gestern Abend und außerdem waren die beiden zu zweit, also würde die Fahrt auszuhalten sein.
„Innenstadt bitte.“ Meinte Sherlock zum Fahrer und schlug den Mantel noch etwas enger, dann sank er in das Polster ein.
Es verging eine lange Zeit, in der er nichts sagte, aber als sie kurz vor den Grenzen der Innenstadt waren fragte Holmes, ob Watson denn eine Ahnung habe, wie es Amy ging.
Er achtete dabei darauf, nicht Pete anzusprechen. Natürlich, wenn Amy angesprochen wurde, dann würde auch Pete ins Gedächtnis kommen, aber man musste ja nicht direkt über ihn sprechen.
Und immerhin hatte die Dame gestern einen Anschlag überlebt, da musste man sich ja mal erkundigen.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Mi Jul 30, 2014 9:33 pm

John nickte bei dem grinsenden Kommentar zu Sprach der Doktor als wollte er Sherlocks Worte mit diesem nicken untermauern. Schließlich war er der Doktor und wusste, dass nasse Füße nicht unbedingt gesund waren. Wie ging doch früher immer unter den Stundeten im Barts um? Warme Füße brauchen keinen Arzt, kalte Füße über kurz oder lang schon. Auch Watson begann zu grinsen und folgte dem Detective, der eine Richtung ansteuerte und zwar zum Gemeinschaftsraum der Angestellten.
Als Sherlock während des Gehen dann Johns Frage beantwortete, lächelte Watson, wie er über das Essen in dem Restaurant sprach. Hauptsache es war gut und Sherlock würde auch mal was zu sich nehmen. Als Sherlock aussprach, welches Restaurant er meinte, schluckte John kurz. Nicht das Restaurant, nein das war wirklich in Ordnung, sondern das bestimmte Wort das mit dem Restaurant gesagt wurde, lies ihn schlucken. Hochzeit, ja genau diese Hochzeit von Amy und ihrem Bräutigam. Noch davor dachte er, die Hochzeit würde toll werden, für Amy und seinen ehemaligen Freund, doch dann war eben dem nicht so. Schluss jetzt, nicht weiter darüber nachdenken. Schließlich lag das bereits zurück.
Eine andere Stimme lies den Arzt dann ebenfalls kurz umdrehen. Was sollten den das? Viel Spaß? Konnte man da nicht guten Hunger oder so was sagen? Was wohl dieser Rezeptionist mal wieder dachte. Watson schüttelte grinsend den Kopf. Und schon war das mit der Hochzeit wieder vergessen. Der Arzt trat in den Gemeinschaftsraum ein, bevor Sherlock die Tür hinter sich schloss. Ganz ehrlich, wie würde das bei Mrs. Hudson wohl wieder aussehen? Aber die gute war ja nicht hier, also musste sich der Arzt auch keine Gedanken machen, dass die Leute reden könnten. Der Detective sah sich im Raum um, anscheinend suchte er nach dem Ausgang. Diesen hatte er auch gefunden und trat nach draußen. Watson folgte ihm sogleich und atmete tief diese schöne kühle und frische Luft ein. Das war doch gleich was anderes, als diese Luft im Hotel. Der Arzt lächelte zufrieden bei diesem schönen Anblick von dem Stückchen Natur hier. Diese grüne Grasfläche und die Baumallee vor der Straße. Und über einem die milde Sonne die ihre Strahlen nur mit müh und Anstrengung durch den leicht Wolkenbedeckten Himmel schaffte. Der Arzt blieb einen Moment stehen und genoss die frische, auch wenn er seine Hände in seinen Taschen der Jacke vergrub. Wie es wohl Sherlocks Füßen ging? Schließlich machte der kühle Wind das ganze nicht besser. Aber wer nicht hören wollte, musste fühlen. Sherlock hätte sich auch frische Socken und trockene Schuhe anziehen können, aber nein, er lief mit den Nassen herum.
Als sich der Detective in Bewegung setzte, holte John zu diesem auf und lief Seite an Seite mit ihm über die Grünfläche. Das aufmunternde lächeln hatte der Arzt natürlich erwidert.
Watson folgte mit seinen Blicken ein paar Vögel die ihre Kreise am Himmel zogen, bevor sein Blick zu den Blättern der Baumkronen wanderte. Diese Blätter wurden vom Wind sachte erfasst. Warum wusste John noch nichts von diesem Fleckchen? Watson hätte auf seinen kleinen Besichtigungen vor dem Sonntag den Ort hier dann auch sicher öfters aufgesucht. Hier war es ja fast noch friedlicher als in einem Londoner Park. Wenn man mal die Tatsache außer Acht ließ, dass hinter einem ein Hotel lag, vor dem noch drei nicht verhaftete Verbrecher standen.
Als Watson dann diesen einen, bestimmten Satz des Detectives hörte, blieb er vor Verwunderung stehen. Sherlock war wirklich dabei, sich ein wenig zu verändern. Ein klitzeklein wenig von dieser angeblich so steinernen Fassade sprang. Noch vor einigen Monaten hätte man meinen können, Sherlock wäre krank, wenn er sich bei irgendjemanden für etwas bedankte, aber nun? Nun lächelte der Detective sogar manchmal, lies ihn an seinen Deduktionen teil haben und hatte ihn gestern auch ein mal kurz geduzt. Diese Veränderung, so klein sie auch war, war in Ordnung. Im Gegensatz zu einer anderen Veränderung eines gewissen anderen Freundes, über den John nun wirklich keinen Gedanken verschwenden wollte. Solange Sherlock sich in zu einem gewissen Grad in eine Richtung veränderte, die angenehm war, war eine Veränderung ok, obwohl diese wohl nur in der Gegenwart von John mal ans Licht kommen würde. Dennoch wusste Watson auch, dass Sherlock sich in manchen Sachen nicht ändern würde. Da brauchte er bloß an die Experimente denken, die in 221b auf ihren Besitzer wartete. Watson lächelte und holte erneut zu Sherlock auf. „Sie wissen doch, dass Sie bei jedem Fall auf meine Hilfe zählen können“, meinte der Arzt. „Also nichts zu danken“, erklärte John dann doch etwas verlegen auf die Danksagung. Eigentlich war es ja wieder der Arzt der Danke sagen müsste, für die paar Stunden Beschäftigung, denn eigentlich hatte er aus seiner Sicht nicht viel getan, sondern versuchte nur immer mit den Schlussfolgerungen des Detectives mitzuhalten. Den Fall hatte Sherlock gelöst. John war nur der, der Sherlock bei brenzligen Situationen Rückendeckung geben würde. Zum Glück war das diesmal nicht von Nöten.
Am Straßenrand blieb der Arzt dann stehen, wartete bis Sherlock ein Taxi zu sich winkte hatte und stieg dann nach ihm ins Taxi. Erleichtert stellte John fest, dass es nicht solch ein schrecklich älteres Taxi wie gestern war. Der Arzt schnallte sich an, als Sherlock dem Fahrer sagte, wo es langging und dann tiefer in das Polster glitt. Watson merkte, dass der Detective wohl genauso müde war, was nach diesem Fall eigentlich nicht verwunderlich ist, deshalb setzte der Arzt nicht auf ein Gespräch, sondern sah nach draußen. Er beobachtete eine weile die an ihnen vorbeifahrenden Autos und wie sich deren Reifen drehten, während er sich im Kopf weiter einen Anfang zurechtlegte, wie John sich mit welchen Worten bei seiner Schwester melden könnte.
Als Sherlock sich nach Amy erkundigte, zuckten Watsons Mundwinkel nach oben. Schon wieder ein Anzeichen, dass der Detective durchaus auch etwas menschliches Fragen konnte. Dennoch, obgleich John diese Frage freute, so trat auch ein verletzter Ausdruck in seine Augen. Froh darüber, immer noch aus dem Fenster zu sehen und bei dieser Frage nicht Sherlock angesehen zu haben, überlegte er. Ja wie ging es Amy eigentlich? Watson hatte Amys Bruder Jake vor dem verlassen des Saals noch seine Handynummer gegeben und gebeten anzurufen sollte Amy auf dem Weg der Besserung sein. Doch bis jetzt kam noch kein Anruf. John zog sein Handy aus der Hosentasche und schaltete es doch lieber wieder ein. Mrs. Hudson würde schon nicht mehr anrufen, schließlich hatte er sie doch mehr oder weniger höflich abgewimmelt und sogar darauf gewartet, dass sie auflegte. Als sein Handy letztendlich wieder an war, blinzelte er einmal kurz um einen ruhigeren Blick aufzuhaben.  Schließlich war doch irgendwo Pete noch in seinem Kopf verankert und seine fast schon unmenschliche Tat die er gestern vollzogen hatte. Amy konnte er gestern retten, doch war es schon bei ihr ziemlich knapp. Er hatte schon lange keinen mehr, der unter seinen Händen weggestorben war und eigentlich hatte John auch für eine kleine Sekunde gedacht, als er Amy reanimieren musste, dass sie es nicht schaffen würde. Und doch hatte sie es, somit hoffte John, dass Amy noch mal Gelegenheit fand, ihren Ex-Bräutigam mal ordentlich in den Allerwertesten zu treten. Watson hatte es nämlich satt, Fehler auszubügeln. Erst bei seiner Schwester, die sich durch ihre Sucht früher oft in Dinge hineingeritten hatte, aus der sie ohne Hilfe nicht mehr herausgekommen wäre und nun Pete. Watson atmete ein, verbannte seine Gedanken an Pete erst mal und dachte an Amys befinden, bevor er zu Sherlock sah. „Ich weis es nicht. Ich hab gestern noch Jake meine Nummer gegeben, damit er mich anruft, sollte Amy auf dem Weg der Besserung sein,“ erklärte John, wandte sich wieder dem Fenster zu. „Aber er ruft bestimmt noch an“, dies klang mehr danach als sehnte er es sich herbei, dass Jake noch mal anrief um zu sagen, dass alles in Ordnung wäre, nicht nach einem sicheren Tonfall, dass es so sein wird, dass er noch mal anruft.
„Mrs. Hudson hat mir erzählt, dass Sie sie am Sonntagmorgen irgendwann weggedrückt haben, als Sie über ihren Besuch mit Mrs. Turner erzählte,“ begann Watson dann ein anderes Thema und wandte seinen Blick wieder zu seinem Freund.
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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Aug 01, 2014 5:06 pm

Sherlock hörte Johns Antwort, blieb aber weiterhin still. Jetzt sollte nicht noch mehr Gefühlsduselei kommen, nicht nachdem das gestern so aus dem Ruder gelaufen war. Wobei der Ausdruck auch nicht der passendste war.
Holmes wollte einfach nicht schwach dastehen, weil das war er manchmal. Klar, er war ein unheimlich kluger Kopf, das wusste er und auch, wie er es zeigen konnte, aber es war doch letztendlich alles, was sein weichen Inneren versteckte. Und er war nicht der weiche, er war das gefühlslose Arschloch, zu dem alle Verpiss dich sagten. Und ändern wollte er daran eigentlich auch nichts. Er wollte nicht beliebt sein, keine Freunde haben, die ihn nervten, ihm ihre Sorgfalt aufdrückten oder ihn verwundbar machten. Er wollte einfach John, weil John soviel anders war.
Also blieb er jetzt still, damit der nicht auf die Idee käme, Sherlock habe sich großartig geändert.
Auch im Taxi gab der Detektiv kaum etwas von sich, sah nur zu Watson, als der über das weitere Vorgehen redete , mit diesem Ausdruck, der zeigte, dass er ordentlich zuhörte.
Es ging ihm vermutlich nicht sehr gut, viel zu viele Erinnerungen an Pete oder etwas dergleichen, er vermied zum Beispiel Blickkontakt und als er den dann herstellte musste er tief einatmen.
Armer, treuer John.
Holmes blickte nach vorne, am Fahrer vorbei auf die Straße, damit sein Freund niemandem in die Augen blicken musste, hörte aber weiterhin zu.
Er hatte den Unterarm auf die Tür in den Fensterrahmen gelegt, die Hand ruhte am kühlen Glas.
Erst als John das Thema wechselte nahm der Consulting Detective den Arm hinunter und sah zu seinem Kameraden hinüber.
Den Ausdruck auf dessen Gesicht konnte er nicht deuten, also beschränkte er sich auf die einfache Wahrheit.
„Sie hat geredet, ich hatte das Telefon außer Hörweite, es hätte keinen Unterschied gemacht, ob das Handy nun an oder aus wäre.“ Er sagte das mit einem ernsten Gesicht, aber er musste unwillkürlich schmunzeln, als der Satz ein wenig im Raum, also im Auto, gestanden hatte.
„Sagen Sie bloß, sie hat es ihnen erzählt? Ich bin mir sicher, sie hat versucht ihnen die Geschichte ebenfalls zu erzählen.“Nur wenig später hielt das Taxi und der Fahrer verkündete, wie viel Geld ihm geschuldet wurde. Der Detektiv zog seine Brieftasche hervor und holte die Summe hervor, dann stieg er aus, während er das Portemonnaie wieder in seiner Hosentasche verstaute.
Dann wartete er, bis John bei ihm war und machte sich auf in Richtung Restaurant.
Es war klein, aber erstaunlich leer, wahrscheinlich war hier eine ganze Stadt im Essen-Deduzieren schlechter als Sherlock.
Ein Zweiertisch, war schnell gefunden, die Kerze genauso schnell verschwunden wie sie aufgetaucht war und schon bald war die Karte auf dem Tisch.
Der Detektiv machte sich nicht die Mühe, hineinzuschauen, er nahm sowieso nur ein Wasser. Natürlich, John hätte sich gefreut, würde Sherlock etwas essen, aber er war gerade in etwas wie einem Lauf, er hatte lange nichts gegessen und kam damit klar, würde er jetzt wieder etwas zu sich nehmen hätte er wieder Hunger, würde langsamer und bequemer und das er das vermeiden wollte war ja wohl unnötig zu erwähnen.
Also schaute der Consulting Detective einfach aus dem Fenster, die Karte unter den verschränkten und auf den Tisch gelegten Armen verborgen.
Sein Gesicht war ausdruckslos aber nicht uninteressiert in die Straße gerichtet.
Noch heute Abend würden sie im Flugzeug sein, oder wenigstens im Flughafen. Eine hübsche Stadt, dieses Edinburgh.
Und egal wie schlecht es John vielleicht in Erinnerung bleiben würde, so würde Sherlock sich doch immer wieder an ein paar Momente erinnern, die hier vorgefallen waren. Dass er hier seinen wohl schlimmsten Filmriss, bis jetzt, erlebt hatte würde er zwar nicht mehr erwähnen, aber die Herangehensweisen der beiden Verbrechen waren doch immer wieder einen, wenn auch kurzen, Gedanken wert.
Sherlock seufzte leicht.

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BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   Fr Aug 01, 2014 9:45 pm

John registrierte, dass Sherlock seinen Blick ihm wieder zuwandte, als das Gesprächsthema geändert wurde. Ob er zuvor den Blickkontakt unterbrach, weil er meinte, dass es für John dann einfacher wäre? Watson lächelte leicht, bei diesem Gedanken.
Als dann ein Kommentar auf sein geändertes Thema kam, fing John kurz an zu grinsen. Ja so war der Detective, wie immer desinteressiert an langweiligen Gesprächen. Wie die von Mrs Hudson. So ein ungezogener Junge, meinte er schon beinahe die Stimme ihrer Vermieterin in seinem Kopf zu vernehmen. Als dann noch Sherlocks schmunzeln kam, hoch sich die Stimmung des Arztes an und er musste in das schmunzeln mit einstimmen. Ach was würden sie nur ohne ihre Haushälterin tun, die sie schon mehrere male in eben solch eine Stimmung verfallen ließ. Der Blick des Arztes wandte sich kurz nach draußen. Mehrere Häuser zogen vorbei, auch einige Geschäfte. Es würde als nicht mehr lange dauern, bis sie an diesem ganz bestimmten Restaurant angekommen waren. Die nächste Frage und sogleich auch die Vermutung, dass Mrs Hudson ebenfalls versucht hatte, dem Arzt die Geschichte zu erzählen, lies John wieder zum Detective sehen. Fast gleichzeitig nickte der ehemalige Militärarzt. „Oh ja, sie hat es zumindest versucht“, lächelnd warf der Arzt einen Blick zum Fahrer, der den Blinker setzte. „Aber ich hab sie freundlich darauf hingewiesen, dass ich noch einen Termin habe. Im übrigen soll  ich Sie von ihr Grüßen, sie hat sich um uns gesorgt. Wegen den bösen Verbrechern“, bei dem bösen ahmte er etwas die Stimme ihrer Vermieterin nach, bevor sich der Arzt mit deutlich besserer Stimmung dem Fenster erneut zuwandte. Wenn sie wieder in London waren, mussten sie sich auf Mrs Hudsons Fragen schon in acht nehmen, denn sie brachte man nur sehr mühsam wieder von sich los, wenn man erst mal ein Gespräch mit ihr anfing.
Als das Taxi anhielt und der Fahrer die Summe ansprach, die die beiden ihm schuldig waren, wollte John schon nach seiner Brieftasche greifen, als Sherlock das Zahlen übernahm. Watson nahm das mit einem lächeln zur Kenntnis, warf noch einen kurzen Blick zu der Sonne, dessen Strahlen nun doch ein paar Wolken durchbrechen konnten und ein paar Geschäfte in ein helles Licht tauchten. In dieser Zeit stieg der Detective aus und nachdem John sich ebenfalls vom Gurt befreit hatte, folgte er seinem Mitbewohner ins Freie. Die Luft war immer noch kühl, aber dafür wärmte die Sonne nun ein wenig. Watson marschierte mit dem Detective zu dem Restaurant. Den Weg kannte der Arzt schon, waren sie doch dort mal Frühstücken.
Als er seinem Mitbewohner dann ins Restaurant folgte, welches ein recht angenehmes Ambiente hatte, bemerkte John, dass es so gut wie Menschenleer war. Nur ein älteres Pärchen saß an einem Tisch in der Ecke und unterhielten sich recht spärlich, während sie ihr essen genossen. „Ich hatte es hier lebendiger in Erinnerung“, meinte Watson dann auf die Stille die im Restaurant herrschte. An dem einen Morgen an dem sie hier ihr Frühstück verzehrt hatte, wobei Sherlock sich ja nur zu einem Kaffee durchringen konnte, waren hier mehr Gäste. Das konnte aber vielleicht auch daran legen, das am Morgen mehrere Arbeiter auf dem Weg zu ihrer Arbeit hier vorbeikamen und sich noch ein Frühstück genehmigen wollten. Am Mittag dagegen gab es ja Cafeterien für so was.
Der Arzt folgte Sherlock zu einem Zweiertisch in der nähe eines Fensters, von welches aus man die Straße und den gegenüberliegenden Bürgersteig samt Geschäfte beobachten konnte.
Kaum hatten sie sich auf ihre Plätze niedergelassen, folgte eine Bedienung mit einer Kerze. Wie immer bei solchen Andeutungen, dass andere Leute ihn und Sherlock als Paar ansahen, nur weil sie gemeinsam essen gingen, sah er die Kerze nur verwirrt an, warf dann einen Blick zu der anderen Bedienung, die mit Speisekarten der ersten Bedienung folgte. Die zweite Bedienung bemerkte sowohl den Blick von John als auch den von Sherlock und nahm die Kerze eilig vom Tisch, während sie ihrer Kollegin einen sauren Blick zuwarf.
Watson lächelte die zweite Bedienung kurz freundlich an, wie er es immer tat, als ihnen die Speisekarten gereicht wurden. Dann vertiefte er sich schon in die Menge an Angeboten darin. Gerade als der Arzt fragen wollte, wozu den Sherlock heute Lust hatte, bestellte dieser sich ein einfaches Wasser. Dies notierte die Bedienung sofort und wandte sich dann dem Arzt zu. Er hingegen hatte heute mal Lust auf eine Cola und würde sich mit der Essensauswahl auch noch ein wenig Zeit lassen. Daher verschwanden die Bedienungen wieder, die eine war mit der Kerze noch vor der Bestellung verschwunden. Watson beobachtete über den Rand der Speisekarte den Detective, der die Arme auf der Karte verschränkt hatte und dem Treiben durch ein Fenster auf der Straße zusah. „Sie haben also keinen Hunger?“ es war nicht wirklich eine Frage sondern eher eine Feststellung, denn wenn der Detective sich bloß ein Wasser bestellte und keinen Blick in die Karte warf, dann bedeutete es, dass er nichts Essen wollte. Wohl ganz einfach, weil Essen ihm am Denken hinderte. Dennoch hatte der Detective seit Tagen nichts gegessen und das konnte John ja wohl nicht einfach so tolerieren. Nicht nur weil er Arzt war und wusste, dass auch eine Superhirn wie Sherlock mal etwas zu sich nehmen  musste, sondern auch weil er sich als Freund dafür verantwortlich fühlte, dass der Detective mal etwas zu sich nahm. Und wenn sein Mitbewohner hier nichts zu sich nahm, dann würde der Arzt ihm eben das Flughafenessen unter die Nase reiben.
Watson winkte die Bedienung wieder zu sich, als er sich dann doch für ein recht einfaches Gericht entschieden hatte. Fish and Chips sollten es sein, mit einem kleinen Salat. Die Bedienung notierte es sich brav und lies sich zumindest vom Arzt die Speisekarte wieder geben. Dann folgte der Arzt dem Blick des Detectives nach draußen. Ein paar Passanten waren schon unterwegs, obwohl es sonst eigentlich auch auf den Straßen recht leer wirkte. Das musste einfach die Mittagszeit sein, an dem die meisten sich doch in die Cafeterien verkrochen hatten. Und dennoch wirkte die leere beruhigend, zumindest beruhigender als in London. Dort war doch immer etwas los. Im Grunde war Edinburgh auch schön, wundervolle Orte zum Entspannen, besonders in der Umgebung und eben auch recht angenehme Restaurants. Vielleicht half John die Erinnerung an dem schönen hier in Edinburgh, dass zu vergessen, was an einem gewissen Sonntag geschehen ist. John würde wohl mit den bekannten lachendem und einem weinenden Auge nach London zurückkehren. Lachend, weil in der Zeit hier in Edinburgh, so hatte John das Gefühl, sich dieses komische Band der ganz besonderen Art der Freundschaft von ihm und dem Detective sich noch verstärkt hatte und mit dem weinenden Auge, weil er dort eine Familie kennen gelernt hatte, die nach dem Tod der Mutter auch noch einen Anschlag von einem gewissen, geldgierigen Bräutigam einstecken musste. Und dennoch hielt diese Familie zusammen. Wäre das mal bei seiner Familie so gewesen. Aber schließlich gab es viele Familie unter denen die wenigsten solch einen Zusammenhalt zeigten, wie die Familie von Amy.
Sherlocks seufzen lies ihn von dem Fenster abwenden und zu seinem Mitbewohner blicken, der immer noch das Treiben auf der Straße beobachtete. Woran der Detective wohl gerade dachte? An den vorhin gelösten Fall? Wohl eher nicht, denn war nicht jeder gelöste Fall von Sherlock sofort Vergangenheit und man hielt schon wieder nach neuem Ausschau? Vielleicht dachte der Detective aber an die zerbrochene Ampulle, die ihm Antworten hätte liefern können, was sich genau in seinem Getränk befunden hatte. John konnte keine Gedankenlesen und deduzieren auch nicht, deshalb beschloss er, den Detective einfach zu fragen, wohl auch um wieder ins Gespräch zu kommen. „Woran denken Sie?“ Schließlich hatte das aufseufzen des Detectives den Arzt zu dieser Frage verleitet. Wobei Watson sich auch denken konnte, dass es Sherlock schon wieder langweilig sein könnte.
Der Arzt zog sie ein Messer und eine Gabel aus dem Besteckhalter am Tisch. Beides, Gabel und Messer waren in eine Serviette eingewickelt. Gabel und Messer wickelte er also aus der Serviette und legte sie auf jene Serviette, bevor ihm von der Bedienung sein Essen gebracht wurde. Sein Glas mit Cola stand schon drei Minuten vorher da und nun fanden auch der große Teller mit den Chips und dem Fish sowie die kleine Salatschüssel auf dem Tisch Platz.
John lächelte erneut der Bedienung zu, dabei ohne Hintergedanken, einfach nur der Höflichkeit halber. Dann warf er einen Blick zu dem kleinen Salat, griff erneut an den Besteckhalter und zog eine weitere Gabel hervor. Diese schob er nun Samt den Salat halb über den Tisch auf Sherlock zu. Etwas über der Hälfte des kleinen Tisches lies er dann beides stehen. „Sie müssen auch was essen, Sherlock. Nur weil sie ein hochfunktionaler Soziopath sind, hat ihr Magen die gleichen Bedürfnisse wie jeder andere auch. Also sollten Sie etwas essen und das sag ich nicht als Arzt zu ihnen,“ erklärte Watson und erwähnte den anderen Teil, sondern als Freund, nicht denn John ging davon aus, dass Sherlock sich das dann auch denken konnte. „Außerdem haben wir jetzt keinen Fall mehr und ein wenig Salat sollte ihren Magen nicht allzu sehr beim verdauen beanspruchen, dass ihr Denken davon zu viel schaden nehmen könnte. Ein paar Tomatenscheiben sollten da doch mindestens drin sein“, setzte Watson noch hinzu, mit einem Blick der eigentlich keine Wiederrede duldete. Denn sollten sie erst einmal wieder in London sein, war es sowieso schwer, den Detective zum Essen zu überreden. Mrs Hudson scheiterte bei so was ja auch oft kläglich. Als sich der Arzt dann seinem Essen zuwenden wollte, begann sein Handy zu klingeln. Nun musste sich der Arzt ernsthaft bemühen, nicht mit den Augen zu rollen. Musste man einen eigentlich immer beim Essen stören? Noch während der Arzt sein Handy aus der Hosentasche zog, murmelte er, dass es hoffentlich nicht Mrs Hudson sei. Als er dann aber den Anruf mit einem „Watson?“ entgegen nahm, zeichnete sich ein fast erleichterter Ausdruck auf seinem Gesicht ab, zum einem weil die Stimme am anderen Ende der Leitung nicht zu Mrs Hudson gehörte, sondern auch weil der Anrufer Amys Bruder, Jake war. Nun war doch der Anruf da, von dem sie noch im Taxi geredet hatten. „Ja, Hallo Doktor Watson. Ich sollte mich ja melden, wenn es etwas neues von Amy gibt,“ drang es an Johns Ohr. Dieser nickte, antwortete fast gleichzeitig mit einem bestätigenden „Ja“ wobei er dann doch wieder einen angespannteren Ausdruck annahm, weil er noch nicht wusste was mit Amy war. So dachte er doch einen kleinen Moment daran, dass etwas nicht in Ordnung wäre. „Ihr wurde gestern noch der Magen ausgepumpt. Heute Morgen war sie dann wach. Putzmunter und hat sich über das Essen hier im Krankenhaus beschwert. So wie ich sie kenne. Das mit Pete hat sich für einen Moment geschockt, aber danach wollte sie sofort aus dem Bett und ihm persönlich ihre Meinung sagen“, ein schmunzeln war von Amys Bruder zu hören und John lächelte auch leicht, obwohl er bei dem Namen von Pete den Blick eilig aus dem Fenster wandte und ein mal tief einatmete. „Das sind doch mal gute Nachrichten“, meinte Watson dann. „Und ob sie das sind und das hab ich nur ihnen und Mr Holmes zu verdanken. Ohne Sie wäre meine Schwester jetzt vielleicht nicht mehr hier und ohne ihren Freund hätte Pete seinen Plan weiterhin durchgezogen, hätte der erste Anschlag von ihm nicht geklappt. Und um mich zumindest annähernd zu bedanken, ist es nur das mindeste, dass ich ihren Rückflug bezahlen möchte.“ John sah nun kurz zu Sherlock, bevor er dann Jake antwortete. „Das ist doch selbstverständlich. Als Arzt gehört es dazu zu helfen, Sie müssen sich nicht noch mal dafür bedanken…“ Jake schnitt John das Wort ab. „Aber ich möchte. Also, wann geht ihr Flug?“ Watson grinste bei solch eine Hartnäckigkeit, konnte der Arzt ja nur nachgeben. „Der Rückflug ist für heute Abend halb neun gebucht.“ wobei John an die Rückflugtickets dachte, die in seinem Zimmer noch liegen mussten, welche er am ersten Tag ihrer Ankunft in Edinburgh Online bestellt hatte und sie per Post an die Adresse des Hotels zuschicken lassen hatte. „Alles klar, schicken sie mir doch die Rechnung der Tickets per Mail und ich werde ihnen das Geld ihrer Tickets zuschicken“, meinte Jake bevor er noch hinzufügte froh zu sein, dass Pete einen Detective und einen Doktor auf die Hochzeit eingeladen hatte. Dabei hatte er damit seinen Plan auch dem Untergang geweiht. „Wir haben Ihnen zu Danken“, bezog John sich damit dann auf die Rückerstattung des Geldes der Tickets. „Amy kann stolz auf einen Bruder wie Sie sein“, sagte Watson noch hinzu. „Und ich bin froh eine so starke Schwester wie Sie zu haben. Und sollten sie jemals wieder hier in Edinburgh sein, dann melden Sie beide sich doch mal bei uns. Für Sie und ihrem Freund steht zukünftig eine Tür bei uns offen. Grüßen Sie Mr Holmes von mir ja und auch ein Gruß von Amy.“ John nickte erneut. „Das mache ich. Machen Sie es gut Jake und ebenfalls einen Gruß von mir und meinem Mitbewohner an ihre Schwester“, antwortete Watson darauf und dann war das Gespräch auch schon beendet. Amy wollte Pete also ihre Meinung geigen. Watson grinste. Da würde noch was auf diesen möchte gern Freund zukommen. Der Arzt lies sein Handy in seiner Hosentasche verschwinden, bevor er wieder zu Sherlock sah. „Jake lässt Sie grüßen. Amy geht’s schon wieder besser,“ setzte John sein Gegenüber über das Gespräch in Kenntnis, wobei John vermutete, dass Sherlock das bereits schon irgendwie deduziert hatte.
„Ach und bei dem nächsten Besuch hier, steht uns eine Tür bei Amys Familie offen,“ fügte John noch hinzu. Wobei der nächste Besuch erst mal warten würde. Vorerst waren sie lange genug in Edinburgh gewesen. Dann wandte sich Watson endlich seinem Essen zu, welches wohl schon etwas an wärme verloren haben könnte.

(out: So ein extra langen Text für den Urlaub. Viel Freude beim Durchlesen ^^ )
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Sherlock Holmes
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~Der Charakter~ : Mein Name ist Sherlock Holmes und ich bin 32 Jahre alt. Ich wurde in London geboren und wohne heute in genau dieser Stadt. Beruflich bin ich Beratender Detektiv. Außerdem bin ich bekannt als das unangenehmste, rüdeste, ignoranteste und alles in allem widerlichste A*schloch dem zu begegnen jemand das Pech haben kann. Aktiv im Inplay? Ja


BeitragThema: Re: John und Sherlock Nebenplay   So Aug 03, 2014 9:49 pm

Sherlocks Schmunzeln wurde zu einem Grinsen, als er hörte, was John zu sagen hatte, und vor allem, wie er es betonte. John hatte sie auch abgewimmelt, nein, wie ironisch. Bald musste sie noch ihre Freundin holen, um ihr zu erzählen, wie unhöflich sie weggedrückt worden war, bemüht von ihrem Treffen mit eben dieser Freundin zu erzählen. Das sähe ihr ähnlich. Wie entsetzlich alles werden würde, wenn sie aus dem Urlaub wieder kommen würden und sie alles bereden wollte. Er musste sie laut raus kommandieren, wie er es immer tat und dann würde John seinen Beitrag dazu abgeben.
Aber das gehörte nicht hierher, jetzt war erstmal sein letzter Urlaubstag, bevor er in das langweilige Leben Londons zurückkehren würde. Draußen hatte sich die Landschaft verändert, sie fuhren nun durch die Stadt und es würde nicht mehr lange dauern, da hätten sie ihren Zielort erreicht.
Schließlich waren sie da, der Detektiv zahlte und stieg aus, nutzte ein wenig Zeit, um sich umzusehen. Erstaunlich, wie friedlich eine Stadt sein konnte, wenn man sie mit London verglich. Besonders hier in der Fußgängerzone war es so still, wie es in keiner Fußgängerzone Londons je sein könnte und Holmes mochte diese Stille nicht sonderlich.
Am rechten Ende der Straße sah er einen Juwelier, den wo am Anfang seines Urlaubs etwas gestohlen worden war, der Fall, dem der Detektiv zu langweilig gewesen war, und es zeigte sich auch warum; Die Kette war längst wieder im Besitz des Ladens, sie war in einem öffentlichen Mülleimer in einer Tüte gefunden worden. Der Täter war noch nicht gefasst, aber Sherlock hatte den Mann ins Auge gefasst, der an jenem Tag an dem Laden vorbeilief und heute mit seiner Müllmannsuniform missmutig die öffentlichen Mülleimer leerte.
Sherlocks Gedankengang wurde unterbrochen, als John ausstieg und er schaute zu seinem Freund hinab, dann betraten sie gemeinsam das Restaurant.
Als sie eintraten und John die Leere bemerkte zog seine Begleitung einen Mundwinkel hoch. Natürlich war es hier ruhig, Arbeiter mit ihren Kantinen, Schüler, die sowieso noch Schule hatten und Leute, die zudem noch zuhause den Haushalt machten hatten sicher nicht die Muße in ein Restaurant zu kommen, dessen heiße Karte so spärlich war wie die derzeitige Besucherzahl. Hier gab es nur kalte, ab und an lauwarme Gerichte. Das Pärchen dort hinten war ein Rentnerpaar, sie hatten nichts zu tun und wollten ihre Beziehung auffrischen, die durch seine Garten- und ihre Hausarbeit aus den Fugen geraten war. Man beachte seine von Rosen zerstochenen Arme, seinen leichten Sonnenbrand an den Armen und den Düngerfleck am Ärmel. Bei ihr konnte man die deutlichen Bügelfalten aller Kleider, den Schürzenabdruck an Kleidung und Haut und den Abdruck von Reinigungshandschuhen erkennen.
Erfreut, dass er in seiner Ruhephase doch nicht so eingerostet war, wie er befürchtet hatte, lies Sherlock sich John gegenüber nieder. Die Kerze musterte er ausdruckslos und sah dann so unheilvoll, wie es ausdruckslos nun einmal ging, zu der nächsten Bedienung auf, die die Kerze unter angesäuerten Blicken Richtung Kollegin wieder wegnahm.
Zuerst besah sich Holmes die Vorderseite der Karte, nahm aber, nachdem er nur die Augen von dem Einband gehoben hatte, wahr, dass John der Bedienung zulächelte. Bevor John des Detektivs Aufmerksamkeit bemerken konnte, so hoffte Holmes wenigstens, war der Blick wieder auf der Karte verschwunden. Nachdem er sie eingehend betrachtet hatte legte er sie auf den Tisch und breitete die Arme darüber.
Die Bedienung kam und nachdem Sherlock verkündet hatte, er nehme ein Wasser lächelte er das breite, aufgesetzte Lächeln, weniger um John nachzuahmen als viel mehr, weil er dachte, es würde eine warme Bindung entstehen, die bei Menschen ja angeblich so beliebt war. Dass dieses Lächeln neben total gekünstelt sein, auch total danach aussah, hatte er noch gar nicht in Betracht gezogen.
John nahm also eine Cola. Holmes sah ihn eine kurze Zeit an, weil er John so gar nicht kannte, wandte
seine Aufmerksamkeit aber schon bald wieder der Straße zu.
Ein paar Geschäfte, der Bürgersteig, der einsame Müllmann, der missmutig alle Inhalte der öffentlichen Mülltonnen leerte, seines Traumes des plötzlichen Reichtums beraubt. Fast hätte Sherlock schadenfroh gegrinst. Manche kamen halt mit dem Gehalt, was sie bekamen nicht aus. Meistens bekam der Detektiv auch nichts und er kam gut damit klar. Meistens besorgte John das Geld und Sherlock war zuhause und ärgerte sich über die Langeweile. Oder betrieb seine Ermittlungen, was ja auch nicht selten, aber in letzter Zeit doch viel zu dürftig vorkam.
Als Watson etwas sagte sah der Detektiv zu ihm hinüber.
„Ich muss Ihnen leider sagen, dass es schon bessere Deduktionen gab.“ Meinte Sherlock dann. „Aber wenigstens haben Sie das Relevante und Offensichtliche erfasst.“ Er nickte leicht während er sprach. „Ja, ich nehme nur ein Wasser, nichts anderes.“ Den Rest der Zeit verbrachte er wieder mit ein wenig aus-dem-Fenster-starren und er wandte seinem Freund erst wieder den Blick zu, als der bestellte. Er schaute noch einmal aus dem Fenster und als er wieder aufsah war die Bedienung verschwunden. Ein bisschen verwirrt aber nicht überrascht legte der Detektiv die Karte einfach auf den Nachbarstisch, dann faltete er die Hände auf dem Tisch.
Trotzdem schaffte es wieder die Straße, seinen Blick auf sich zu ziehen, inzwischen waren schon ein paar Leute auf die Idee gekommen, Luft zu schnappen. Oder wurden dazu gezwungen, da war ein Architekt, der sein Projekt offenbar dem kranken Chef ins Haus liefern musste. Voller Verachtung ob dieser Schleimerei nahm Holmes die Tüten Suppen-Packung wahr, die aus der Tasche hervor lugte.
Die Bedienung kam und brachte die Getränke, bat um etwas Geduld mit dem Gericht und verschwand dann wieder in einer dezenten Wolke teuren Parfums. Ganz eindeutig das Geschenk ihres Freundes. Oder ihrer Affäre, für die kurze Zeit, in der Sherlock sie beachtet hatte war es einfach nicht möglich das zu sagen, aber er tippte eher auf Freund.
Mit belanglosem Ausdruck beäugte er sein Getränk und ließ es dann links liegen. Die Augen wieder auf der Straße seufzte er kurz und schreckte fast ein wenig auf, als John ihn nach seinen Gedanken fragte.
„Nichts Wichtiges. Ein paar Deduktionen, ein paar Erinnerungen, alles reiner Schwachsinn.“ Antwortete er und sah kurz zu seinem Freund hinüber, der in diesem Moment bedient wurde. Wieder nahm er das Lächeln war, aber es war wieder nur das höfliche, dankende Lächeln, das John immer benutzte. Aus dem Augenwinkel schaute er dem Arzt zu, wie er alles zurechtlegte und registrierte auch, dass er nach einer weiteren Gabel griff. Noch bevor er es tat, wusste Sherlock, dass John ihm den Salat hinüberschieben wollte. Er wollte etwas sagen, aber sein Mitbewohner kam ihm zuvor und erklärte ihm, warum Sherlock denn nun die außerordentliche Ehre hatte, den Salat zu essen, der, wenn man das anmerken darf, schon vor dem Fisch fertig gewesen und dementsprechend lasch und fad sein musste.
Dass sich hier jemand Sherlocks Lieblingsbezeichnung gemerkt hatte, und dass John nicht als Arzt zu ihm redete, erfreute ihn ein kleines bisschen, aber er zeigte es nicht, sondern wandte ihm nur den Kopf zu und stützte dann eine Hand auf den Tischrand. Er hob die Hand um etwas zu sagen, aber erneut kam ihm sein Freund zuvor.
Letztendlich gab sich der Detektiv geschlagen. Aber nur fast, immerhin war er Sherlock Holmes.
Vorsichtig spießte er ein Salatblatt auf und führte es langsam zum Mund. Dann kaute er es so langsam und bedächtig, dass man meinen könnte, er wolle es nicht beschädigen. Und weil er von seiner Festplatte gelöscht hatte, dass das Verdauen leichter wurde, wenn man ordentlich kaute- immerhin aß er ja fast nie- war es tatsächlich so.
Sachte schluckte er es dann hinunter, legte die Gabel wieder in die Schale und rührte sie nicht mehr an. Er verschränkte wieder die Arme und stützte sich auf den Tisch, blieb aber mit dem Blick bei John.
Der war gerade im Inbegriff zu essen, da wurde er unterbrochen. Mit einem Grinsen bemerkte Sherlock die gemurmelten Worte und wandte sich zum Fenster ab, damit das weitestgehend unbemerkt blieb. Um mitzubekommen, wer es war richtete er aber schon bald die scharfen Augen wieder auf seinen Mitbewohner, der soeben eine angespannte Haltung annahm. Etwas, das ihn anspannte. Harriet? Dann hätte er überraschter geschaut. Den Umständen entsprechend war es eher die Braut, die ihn da anrief, aber noch wahrscheinlicher wäre Vater oder Bruder. Da sie mit dem Bruder über ein Telefonat geredet hatten würde er es sein.
Watson wandte den Blick aus dem Fenster und seufzte, nachdem er einmal gelächelt hatte. Also ging es hier um Pete, aber etwas, das indirekt mit ihm zu tun hatte und den ehemaligen Armeearzt amüsierte. Vermutlich würde ihm bald jemand die Leviten lesen. Weil John so erleichtert aussah war es vermutlich die ehemalige Braut höchstpersönlich.
Huch, ging es nun um Sherlock? Mit einem weiterhin teilnahmslosen Blick bemerkte der Detektiv, dass er angesehen wurde.
Dann ging es über einen Dank, vermutlich wollte Jake sich irgendwie erkenntlich zeigen. Ein Rückflug wäre eine gute Möglichkeit. Ah, entweder John oder Jake hatte dieselbe Idee gehabt. Da ersterer nichts dergleichen laut gesagt hatte musste es letztere gewesen sein, der hier so geschickt eins und eins zusammenzählte.
Bei der Gefühlsduselei mit danken, Geschwistern und all dem Kram rollte Holmes leicht mit den Augen, hatte sich aber bald schon wieder im Griff.
Es war tatsächlich Jake und soeben wurden Sherlocks Grüße ausgerichtet, die Sherlock nie bestellt hatte, man könnte sich natürlich streiten, ob das zwei gute Sachen waren.
Die Grüße nahm er dann mit einem einfachen nicken zur Kenntnis, auch wenn er sich verkneifen musste nicht zu sagen, dass er schon wusste wer angerufen hatte.
Mit der Andeutung eines Lächelns, das nur zu fünfundzwanzig Prozent falsch war, und einem leichten Nicken nahm Sherlock auch den zweiten Satz zur Kenntnis.
Dann wünschte er dem Arzt einen guten Appetit, lehnte sich zurück und faltete die Hände auf dem Tisch.

OUT: Dankeschön, es war mir eine Freude es durchzulesen und zu beantworten ^^

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